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Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

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Klatschmohn
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Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Klatschmohn »

Hallo liebes Forum,

ich habe mich angemeldet, weil ich hier bereits etwas gestöbert habe und Austausch mit Betroffenen gut finden würde.
Ich nehme seit einem Jahr Risperidon und möchte innerhalb der nächsten Monate in Absprache mit meinem Arzt ausschleichen und absetzen. Ich habe etwas Angst davor, und kann mir vorstellen dass es hilft, sich dabei Mut machen zu lassen und austauschen zu können. Setze nicht zum ersten mal ab, habe immer wieder jahrelang gut ohne das Medikament gelebt.
Leider hatte ich bisher 4 psychotische Episoden, immer nur kurz(3-6 Wochen) .2009 die erste, 2012,2018 und die letzte im letzten Frühjahr. Ich fühle mich dazwischen meist stabil und “funktioniere“ auch gut im Alltag, allerdings verunsichert mich die Erkrankung und ich fürchte mich natürlich vor erneuten Rückfällen. Ich bin in therapeutischer Behandlung und werde bald eine neue Arbeitsstelle antreten, weswegen ich mit dem nächsten Reduzierungsschritt von momentan 0,5mg Risperidon auf 0,25mg auch noch nicht wage. Möchte mich stabil fühlen dafür und mich in einer möglichst stressfreien Lebenssituation befinden.
Ich hoffe, dieser Beitrag landet an der richtigen Stelle. Ich habe mich hier noch nicht so gut zurechtfinden können, schicke das jetzt einfach mal ab und gucke, was kommt.
Vielen Dank für das Angebot hier!
Liebe Grüße
Klatschmohn
Zuletzt geändert von Murmeline am 17.04.2021 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
2009 kurzzeitig Olanzapin (ca 4 Monate)
2012 ca 1 Jahr lang 1mg/0,5mg Risperidon
August 2018 - ca.Mai 2019 1mg/0,5mg Risperidon
15.05.2020: 2mg Risperidon
15.08.2020: 1mg Risperidon
09.01.2021: 0,5 mg Risperidon
15.05.2021: 0,25 mg Risperidon
Niemandsland
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Klatschmohn,

willkommen im ADFD.

Hier zunächst einige wichtige Punkte zum Austausch im Forum:

Das ADFD ist ein Selbsthilfeforum und lebt vom gegenseitigen Austausch von Betroffenen untereinander. Mit der Anmeldung hast du dich für gelebte Selbsthilfe und aktiven Austausch auf der Basis der bereitgestellten Informationen entschieden.

Im Forum ist der Selbsthilfeaspekt zentral. Es ist sehr wichtig, dass du dich bemühst, dir selbstständig die wichtigsten Informationen anzueignen. Wenn du in den nachfolgenden Verlinkungen nicht fündig wirst, benutze bitte auch die Suchfunktion (rechts oben auf der Seite - Lupensymbol).

Bitte beachte, dass im Forum keine medizinischen Ratschläge gegeben werden. Du entscheidest dich selbstverantwortlich, ob du etwas von den Erfahrungen anderer Betroffener umsetzen möchtest.

Auch Teammitglieder sind keine medizinischen oder psychologischen "Berater", "Profis", "Fachleute" oder "Experten"! Wie alle anderen Teilnehmer auch, sind sie selbst Betroffene oder Angehörige und beteiligen sich, soweit es ihre Kräfte zulassen, am Austausch und geben Erfahrungen weiter.

Bevor du dich am Austausch beteiligst, lies dich bitte zunächst unbedingt in unsere Grundlageninfos zum Absetzen von Neuroleptika ein: Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Dies hier ist jetzt dein persönlicher Thread. Hier kannst du über deine Erfahrungen mit deinem Absetzverlauf berichten und dich mit anderen darüber austauschen. Du kannst hier auch deine Fragen zu deinem Absetzprozess stellen.

Damit du Rückmeldungen zu deinem Absetzverlauf bekommen kannst, ist es erforderlich, dass du eine Signatur erstellst. Die Anleitung wie das geht und was rein gehört findest Du hier: Signatur erstellen

Erfahrungen mit dem Umgang mit entzugsbedingten Schwierigkeiten/Symptomen findest du in den Bereichen Umgang mit dem Entzug und Gesundheit. Eine Übersicht über ausgewählte Themen findest du unter Was finde ich wo im Forum? Bitte benutze auch die Suchfunktion oben rechts.

Uns ist ein freundlicher, wertschätzender Umgang im Forum sehr wichtig.
Dazu gehört, Beiträge mit einem "hallo" zu beginnen und einem Gruß zu beenden.
Wenn du dich für eine Antwort bedanken möchtest, kannst du auf den Daumen hoch Button rechts oben in dem jeweiligen Beitrag klicken.

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Damit die Beiträge besser lesbar sind, füge bitte Absätze und Leerzeilen ein.

Es kann etwas dauern, bis du eine persönliche Antwort auf dein Anliegen bekommst, bitte habe dann etwas Geduld.

Wichtig: Du wirst nicht automatisch darüber informiert, wenn du Antworten in deinem thread bekommst! Wenn du eine Information über mail wünschst musst du das zunächst einstellen.

Dein Thread befindet sich aktuell in der Rubrik "Hier bist du richtig". Sobald du im Forum "angekommen" bist, wird er von einem Moderator in die passende Rubrik Antidepressiva absetzen/ Benzodiazepine absetzen/ Neuroleptika absetzen verschoben.

Ich wünsche dir einen guten Austausch im Forum,
liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Klatschmohn »

Vielen Dank!
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09.01.2021: 0,5 mg Risperidon
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Klatschmohn,

noch einmal Willkommen!

die Grundregel für das langsame und schonende Absetzen für Psychopharmaka hier im Forum lautet: Maximal 10 % der zuletzt genommenen Dosis alle 4 bis 6 Wochen oder länger reduzieren. Ich möchte dir von einer Reduktion um 50 % stark abraten. Das kleinschrittige und langsame reduzieren kann Entzugssymptome stark vermindern und die Chancen für ein erfolgreiches Ausschleichen stark verbessern.

Im Begrüßungstext findest du die entsprechenden Methoden (für Risperidon eignen sich folgende Absetzmethoden: Wasserlösemethode, Feinwaage oder Flüssigpräparat), um diese Dosisschritte zu erreichen und viele weitere, sehr wichtige Informationen. Bitte lies ihn dir aufmerksam durch. Wir brauchen außerdem von dir eine Signatur mit dem möglichst genauem Datum der Einnahme und der zugehörigen Dosis, sowie den Reduktionsschritten.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Klatschmohn »

Hallo Niemandsland,

Ich danke dir für den Hinweis auf die 10%-Regel, von der ich auch schon überall gelesen habe...es wundert mich, dass mein Psychiater mir das Absetzen in diesen Schritten durchgehen lässt.

Tatsächlich habe ich die letzten Male auch schon so abgesetzt, und das bisher mit viel Glück ohne nennenswerte Absetzerscheinungen. Diesmal setze ich auch nicht von 0,5mg Risperidon aus ab wie bisher, sondern gehe noch mal runter auf 0,25mg.

Ich weiß, das ist gewagt und zu recht wird davon abgeraten, aber ich traue mir ehrlich gesagt die Wasserlösemethode bzw. Feinwage nicht zu, verrechne mich da bestimmt...

Liebe Grüße, und danke für die Antwort!
2009 kurzzeitig Olanzapin (ca 4 Monate)
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Niemandsland »

Hallo Klatschmohn,

es bleibt am Ende natürlich immer deine Entscheidung wie du Ausschleichen magst, wir können dir nur die Empfehlungen weitergeben. Nicht immer heißt ein früheres symptomarmes Absetzen, dass es auch in Zukunft immer so einfach sein wird. Ich wünsche es dir natürlich sehr. Du kannst auch gerne im "Neuroleptika absetzen" Unterforum bei anderen Mitgliedern etwas reinlesen, die Risperidon und weitere Neuroleptika absetzen.

Kompetente ärztliche Unterstützung beim Absetzen haben wir Betroffenen leider kaum. Erst jetzt kommt (sehr langsam) ein Bewusstsein dafür auf, was den langsamen und kleinschrittigen Entzugsprozess von Psychopharmaka betrifft. Dieses Wissen ist leider noch nicht bei den Ärzten angekommen. Man kann nur auf die Zukunft hoffen.

Wenn du Hilfe beim Berechnen der Dosis brauchst, helfen wir dir hier gerne weiter, kein Problem. Wenn man es ein paar mal geübt hat, bekommt man das sehr schnell hin.

Liebe Grüße

Niemandsland
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Klatschmohn »

Vielen herzlichen Dank!
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von padma »

hallo Klatschmohn, :)

auch von mir willkommen.
Ich kann nur das bekräftigen, was Niemandsland :) schrieb. Wenn du nachhaltig von Risperidon weg möchtest, dann ist es wirklich wichtig, dass du sehr langsam vorgehst.

Du hattest vier psychotische Episoden und ich denke mal, dass du bereits seit 2009 Neuroleptika zumindest phasenweise nimmst, könntest du bitte deine Signatur entsprechend ergänzen?

Bei deiner Vorgeschichte würde ich dir raten noch langsamer als üblich empfohlen wird vorzugehen. Also entweder nur 5 % Reduktionen und/oder längere Intervalle dazwischen.

Dass du früher recht schnell absetzen konntest, heisst nicht, dass das jetzt wieder gut gehen würde. Je mehr Entzüge man gemacht hat um so empfindlicher reagiert das ZNS (Kindling Effekt)


Kennst du die jeweiligen Auslöser für die Episoden? Das ist natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt, dass du dein Leben entsprechend gestaltest und auch auf Frühwarnzeichen achtest.
und werde bald eine neue Arbeitsstelle antreten, weswegen ich mit dem nächsten Reduzierungsschritt von momentan 0,5mg Risperidon auf 0,25mg auch noch nicht wage. Möchte mich stabil fühlen dafür und mich in einer möglichst stressfreien Lebenssituation befinden.
Ja, eine stabile Ausgangslage ist sehr wichtig. Ich würde auch abwarten, bis du dich in der neuen Arbeitsstelle eingelebt hast.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Murmeline »

Guten Abend,

es gibt eine Broschüre der DGSP, die könnte für dich interessant sein, man kann sie auch gut einem Psychiater vorlegen, da es ja von einer Fachgesellschaft kommt.

viewtopic.php?f=19&t=8997

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Klatschmohn »

Hallo Padma,

vielen Dank für eure Hilfe. Ich habe nach allen Episoden ein paar Monate bis ein Jahr Neuroleptika genommen, und erst in der zweiten Risperidon. Bei der ersten Episode habe ich Olanzapin verschrieben bekommen.

Nach all den Jahren weiß ich garnicht mehr genau, wie lange und wie viel, kann deswegen nur von der letzten Episode und der entsprechenden Medikation berichten.

Ich habe nach den ersten drei Episoden immer verdrängt, statt zu reflektieren. Das ist mir erst nach der letzten einigermaßen gelungen. Inzwischen achte ich sehr auf mich und Stressoren bzw. Frühwarnzeichen. Auslöser war bei mir jedesmal sozialer Stress (sehr schwierige und konfliktvolle Familiensituation). Ich versuche Stress und Sorgen nun bewusster und differenzierter anzugehen, arbeite noch an Bewältigungsmechanismen.
Dabei hilft mir eine laufende Gesprächstherapie.

Es ist wirklich schlimm, wie man von vielen Ärzten beim Ausschleichen und Absetzen alleingelassen wird. Wobei ich noch Glück habe, denn mein Psychiater respektiert meinen Wunsch, ohne Medikamente auszukommen und versucht nicht, mir das auszureden.

Liebe Grüße!
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von padma »

hallo Klatschmohn, :)

gut, dass du nun auf Stressoren und Frühwarnzwichen achtest und Bewältigungsmechanismen erarbeitest.
Das sind gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Absetzen.
Nach all den Jahren weiß ich garnicht mehr genau, wie lange und wie viel, kann deswegen nur von der letzten Episode und der entsprechenden Medikation berichten.
Dann wäre es gut, wenn du ungefähre Zeiträume in deine Signatur einträgst. Es macht für das Ausschleichen einen Unterschied, ob man erst seit einem Jahr ein NL einnimmt oder ob man eine längere Vorgeschichte mit diversen NL hat.

Wichtig ist auch, dass du die Episoden mit Datum mit einträgst.

Je aussagekräftiger deine Signatur ist, umso besser können wir dich unterstützen. Es sind so viele Betroffene im Forum, dass es nicht möglich ist, sich alle Vorgeschichten zu merken oder immer wieder nachzulesen.

In der Themenübesicht "Was finde ich wo im Forum" viewtopic.php?f=66&t=16653 findest du unter "Neuroleptika absetzen" einiges an weiteren Infos.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Achterbahn »

Hallo Klatschmohn

würde dir auch dringend empfehlen langsamer das Risperidon abzusetzen! Gerade im unteren Dosisbereich wird es oft nochmal schwieriger.. ich habe selbst auch schon Risperidon reduziert und hoffe, dass du dich umstimmen lässt und nicht um 50 % auf einen Schlag reduzierst.

Alles Liebe!
Achterbahn

P.S.: Beim Rechnen helfen wir dir gern.
Feb. - April 2014 paranoide Schizophrenie
weitere stationäre Aufenthalte in 2014 X2, 2016, 2019
Okt. bis Dez. 2020 stationär F20.2 Katatonie Schizophrenie, komplexe PTBS, Abhängigkeitssyndrom Sedativa und Hypnotika (Tavor), Suizidalität
- - - - - - -
täglich : 10,2 mg Olanzapin, 2 mg Risperdal, bis 2 GABA-Sticks, 400 mg Magnesium
Bedarf : bis 10 mg Olanzapin, bis 50 mg Melperon
Homöopathie Luesinum LM6, Carbo animalis LM1, Staphisagria LM3, Aconitum nap. LM4, Pulsatilla pratensis LM1, Carcinosinum (58T) LM3
- - - - - - -
Dez. 2020 ... 15 mg Olanzapin, 2 mg Risperidon, 0,5 mg Tavor
01.01.21 ...0,4 mg Tavor
11.01.21...0,3 mg Tavor
21.01.21...0,2 mg Tavor und 12,5 mg Olanzapin (wegen Milchfluss red., Starke Stimmungsschwankungen, Depersonalisation, Derealisationen, Angst, Schlafstörungen)
31.01.21...0,1 mg Tavor (DP/DR,Unruhe, Angst, Milch(Stau)
12.02.21 1 mg Notfalltavor
25.02.21 0 Tavor, GABA-Pulver 2 X täglich 1/2 Stick á 375 mg
26.02.21 0 Olanzapin
27.02.21 zurück auf 12,5 mg Olanzapin (depressiv) Ängste, Milch
16.3. stationär (katastrophale Anstzustände!) 2 mg Tavor
17.3. 1 mg Tavor
18.3. ab jetzt wieder ohne Tavor, Bedarf 5 mg Olanzapin, fest abends 15 mg Ola (11 kg zugenommen in ca. 12 Wochen!)
20.3. 1 mg Tavor
31.3. 1.Impfung gegen COVID-19 mit BioNTech (Kopfschmerzen, Muskelkater in Armen und Beinen)
9.4. 12,5 mg Olanzapin (Übelkeit, Reizüberflutung, Unruhe)
8.5. 11,3 mg Olanzapin (ab 3. Woche nach Red. plötzlich komplett schlaflos, unruhig, ängstlich, DP/DR)
11.5. 2. Impfung gegen COVID-19 mit BioNTech
28.5. bis einschl. 1.6. jeweils 5 mg Olanzapin Bedarf, da komplett schlaflos und in Folge dessen leicht psychotisch
12.6. 10,2 mg Olanzapin
:zombie:
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von wiesengelb »

Hallo Klatschmohn :-)
Auf Grund deiner Krankengeschichte nehme ich an, dass du akute, vorübergehende Psychosen hattest (AVP)?
Typisch für diese psychotischen Episoden sind die kurze Zeit und das wieder vollständig hergestellt sein nach den Episoden.
Die AVP ist sehr selten und hat eine sehr gute Prognose.
Früher dachte man, dass sie im Leben nur einmal vorkommt. Heute weiss man, dass es doch öfter Rezidive gibt. Aber wenn du deine Frühwarnzeichen kennst ist schon mal super! (Typisch für die AVP ist halt auch das ultraschnelle Ausbrechen, und wenig Prodomalphase)

Ich nehme an, dass dein gutes Absetzen auch mit der Tatsache zusammenhängt, dass du eventuell akute vorübergehende Psychosen hast.
Trotzdem würde ich dir vorschlagen, vorsichtig zu sein beim Ausschleichen!

Alles Gute
Wiesengelb
Mutter eines 2017 erkrankten jungen Erwachsenen.
Absetzen von NL Frühling 2019 gelungen.
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von wiedel »

Hallo Klatschmohn,

du hast geschrieben:
Inzwischen achte ich sehr auf mich und Stressoren bzw. Frühwarnzeichen.
Könntest du das einmal näher beschreiben?
Wie reagierst du worauf? Wie reagierst du auf welches Frühwarnzeichen?
Nutzt du Bedarfsmedikamente? Welche? Wogegen bzw. wofür?

Falls du antworten möchtest, vielen Dank.

Grüße
Klatschmohn
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von Klatschmohn »

Hallo Wiedel,

bitte entschuldige die späte Antwort.

Die Frühwarnzeichen sind bei mir Angespanntheit, Überempfindlichkeit/Ängste, Reizoffenheit, Unruhe und Gedankenspiralen. Ich achte vorallem auf eines: Entspannung und vorallem: ausreichend Schlaf! Die psychotischen Episoden wurden bei mir immer von Schlaflosigkeit begleitet.

Zur Entspannung und Beruhigung trinke ich, wenn ich angespannt bin, Passionsblumentee. Ich finde, er hilft wunderbar, um runterzukommen.
Bei extremer Unruhe habe ich in der Vergangenheit zwei mal 0,5 mg Tavor als Bedarfsmedikament genommen, allerdings möchte ich das vermeiden und habe auch keines mehr im Haus.

Ich bin sehr dankbar, dass ich seit Monaten fest und gut schlafe. Das ist, zumindest bei mir, eine der Hauptvoraussetzungen für psychische Stabilität. Wäre dem nicht mehr so, würde ich mir beim Arzt sehr wahrscheinlich wieder Tavor als Bedarfsmedikament verschreiben lassen.

Ich habe es nun Mitte Mai gewagt und habe nochmal runterdosiert, von 0,5mg Risperdal auf 0,25, in Absprache mit meinem Arzt. Mir ist bewusst, dass das nicht der 10%-Empfehlung entspricht, aber ich wage es und hoffe, dass das gut geht. Bis jetzt - eine Woche ist fast rum - geht es mir gut und es scheint zu klappen. Der Arzt sagt, mindestens vier Wochen so weiter, dann kann ich ein Absetzen probieren...ich hoffe so sehr, das gelingt! Bis jetzt keine Absetzsymptome...toi, toi, toi!

Liebe Grüße!
2009 kurzzeitig Olanzapin (ca 4 Monate)
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Re: Klatschmohn: Hallo :-) Risperidon absetzen

Beitrag von wiedel »

Artikel gelöscht wegen Ängsten
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