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Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

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sundancee
Beiträge: 3
Registriert: Sonntag, 09.11.14, 9:10

Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von sundancee » Sonntag, 09.11.14, 9:45

Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich auf diesem Weg bei euch vorstellen und hoffe, dass ihr mir helfen könnt!

Ich muss dazu ein ein wenig ausholen.

Im Sommer 2008 hatte ich meine erste Depressive Episode, allerdings ohne Angststörung. Ich konnte nurnoch schlafen und war erschöpft ohne ende. Bekam dann aber Cipralex 20mg und alle Beschwerden gingen weg. Es war damals wie ein Wunder. Nach 3 Wochen war ich wie ein neuer Mensch. Ich weiß noch genau, wie gut es mir ging und ich mich Stück für Stück wieder ins Leben zurück tastete. Ich nahm Cipralex bis zum Sommer diesen Jahres.

Doch dann fing die schlimmste Zeit meines bisherigen Lebens an, trotz Cipralex. Ich begann einen neuen Job und merkte ziemlich schnell, wie meine Kräfte schwanden, machte aber zunächst noch weiter. Nach 4 Wochen konnte ich einfach nicht mehr und ließ mich krank schreiben. Ich dachte, mit ein wenig Ruhe würde sich schon alles bessern. Zuhause steigerte ich mich allerdings in Ängste hinein und konnte nicht mehr allein zuhause sein. Auf Arbeit hatte ich immer Panik umzufallen und traute mich schließlich nicht mehr hinzufahren. Ich war ausgelaugt, hatte Wackelbeine, einfach keine Kraft mehr. Zuhause Angst und draußen Angst. So konnte es nicht weiter gehen.

Ich kam Ende Juni in die Psychiatrie. Das erste Mal in meinem Leben. Ich bin 35. Es war einfach nur schrecklich. Aber das geht wohl vielen so, die dort mal gewesen sind.
Innerhalb von einer Woche wurde das Cipralex abgesetzt ( dass ich 5 Jahre genommen hatte ) und Mirtazapin eingeschlichen und bis 30 mg hochdosiert.

Ich habe das Mittel nicht vertragen und litt unter einem Dauerschwindel, der sehr belastend war. Der Schwindel war immer da, natürlich wurde es aber zuächst auf die Angstproblematik geschoben. Meine Stimmung war zu diesen Zeitpunkt noch einigermaßen gut, ich lachte noch, nur durch den SCHWINDEL war ich mehr als eingeschränkt.
Innerhalb einer Woche wurde das Mirtazapin abgesetzt " um mal zu versuchen, ob ich auch ohne Tabletten klar kommen würde". Ich willigte mit einem unwohlen Gefühl ein. Ich wollte einfach nur diesen elenden Schwindel los sein.

Ich wurde also entlassen!!! nach 4 Wochen--nun völlig ohne Medikamente!! In der ersten Woche ging es mir auch noch ganz gut, aber dann bin ich völlig abgestürzt. Jeden Morgen weinen und ein Druck auf der Brust, der nicht auszuhalten war. Alles war anstrengend und ich wäre bald durchgedreht. Wahrscheinlich Entzugserscheinungen?
Mir ging es so schlecht, dass ich wieder rein musste.
Ein neues Medikament: Venlafaxin!

Weitere 4 Wochen in der Psychiatrie. Als ich Ende Juni in die Klinik bin, hatte ich nur wenig Depressionen. Die Angstproblematik war stärker. jetzt hatte es mich voll erwischt.Wahrscheinlich auch durch die Erfahrungen in der Klinik. Ich wurde langsam bis auf 225 hochdosiert, merkte aber keine wirkliche Besserung. Dann bekam ich Herzprobleme ( EKG war auffällig ) und wurde wieder auf 150 mg runtergestuft und schließlich mit dieser Dosierung entlassen-ohne dass es mir besser ging.

Das Venla hilft ganz gut gegen die Angst, aber ich bin einfach nicht mehr ich selbst. Freue mich nicht mehr, ziehe mich zurück. Gegen die Depressionen hilft es einfach nicht und ich kann es nicht mehr hoch dosieren!

Was soll ich denn jetzt machen?? Es wird einfach nicht besser. Jeden Tag Gelenkschmerzen und trübe Stimmung und die Angst flammt auch immer mal wieder auf. Es ist jeden Tag ein Kampf. Jeden Tag und das trotz Venlafaxin!

Ich weiß noch, wie ich mich mit Cipralex gefühlt habe und wie jetzt!!!! :cry:

Was soll ich nur machen???? Bitte helft mir, ich weiß nicht mehr weiter!

Ich habe auch Angst, wenn das Venla abgesetzt wird, dass ich dann wieder diese Ängste bekomme, bzw. das die stärker werden und ich wieder "rein" muss. Das will ich auf keinen Fall!Aber so geht es auch nicht weiter..

Hat jemand Idee, ähnliche Erfahrungen. Bekomme auch nirgends einen Termin beim Psychiater!

Ich denke die Medikamtenumstellung ging einfach viel zu schnell und das Entlassen ohne Medis "auf Verdacht" war grob fahrlässig. So sehe ich es jetzt. Mir gings noch nie so dreckig wie in dieser Woche. Über eventuelle Entzugserscheinungen wurde ich vorher natürlich nicht aufgeklärt!

Das war mal meine Geschichte. Vielleicht hat jemand Rat!? Ich weiß grad nicht weiter...

sundancee

carriecat
Beiträge: 761
Registriert: Donnerstag, 03.11.11, 12:33

Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von carriecat » Sonntag, 09.11.14, 12:02

Hallo Sundancee,

erstmal willkommen hier im Forum.

Tja, ich schätze, dass die Wirkung von dem Cipralex nach einigen Jahren einfach nachgelassen hat. Man kann so Medikamente ja nicht bis zu seinem Lebensende nehmen. Aber da dann so zügig abzusetzen und das Mirta und letztlich das Venla zu nehmen war auch nicht grad klug. Soviele Medikamentenwechsel innerhalb so kurzer Abstände verträgt ja kaum jemand. Nur, dass die Ärzte dann immer behaupten es wäre die psychische Erkrankung, die es in den meisten Fällen aber gar nicht ist. Aber man glaubt den Ärzten ja so gerne.

Nun, was kann man tun? Du könntest versuchen das Venla abzusetzen...wir empfehlen 10% der Ursprungsdosis alle 4 - 6 Wochen...im unteren Dosisbereich eher nur 5 %. Das wird bei 150 mg allerdings eine lange Durchhaltezeit.
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.


edgar
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von edgar » Sonntag, 09.11.14, 13:48

Hallo Sundancee,

herzlich Willkommen im ADFD. :)

Zu Deinem aktuellen Problem kann ich zunächst mal nicht so viel sagen, bevor ich nicht einige andere Dinge weiß.

In Deinem Text steht gar nichts darüber, warum Du eigentlich vor einigen Jahren überhaupt Depressionen bekommen hast, denn die kommen ja nicht aus dem heiteren Himmel. Was sind die Hintergründe ?

Ohne sich über diese im Klaren zu sein (also den psychosozialen Hintergrund zu kennen) kann man ja keinen sinnvollen Weg gehen, denn die Psychopharmaka unterdrücken ja die eigentliche seelische Problematik mit einem hohen Preis, den man dann zahlen muss, weil sich durch die Einnahme - mindestens langfristig - der Gesundheitszustand verschlechtert und die ursächliche Problematik immer noch in einem steckt und noch ganz andere Probleme kommen, die Du vorher gar nicht hattest. Also kein empfehlenswerter Weg.

Für Dich steht auch eine grundsätzliche Entscheidung an, ob Du von Medikamenten weg möchtest oder nicht. Wenn Du von ihnen weg möchtest, bist Du hier bei uns richtig (dann können wir Dir auch beim Absetzen helfen), ansonsten würden andere Foren besser geeignet sein.

Gegen Angst und Depressionen (auch schwere Depressionen) gibt es mittlerweile Studien, die belegen, dass z.B. Meditation sehr gut wirkt und das ganz ohne schädliche Nebenwirkungen.

Bitte informiere Dich auch in unserem Forum darüber, was Du eigentlich zu Dir nimmst, wenn Du zu Antidepressiva greifst und was es alles bewirken kann, was Dir kaum ein Arzt sagt. Auch unter folgendem Link findest Du viel Wissenswertes über Antidepressiva bzw. Depressionen.

http://www.depression-heute.de/

Soweit erst mal von mir.

Liebe Grüße
edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

edgar
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von edgar » Sonntag, 09.11.14, 15:49

Hallo sundancee,

ich habe noch vergessen, Dich zu bitten, folgende Texte zu lesen (falls noch nicht geschehen):

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=8457

Liebe Grüße
edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

lanalisa
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von lanalisa » Montag, 10.11.14, 7:24

Hallo Sundancee,
du scheinst ja wirklich das Venla nicht zu vertragen. Ich hatte auch Probleme damit. aber das Cipralex war ziemlich gering dosiert, da hätte man noch was machen können. Ich glaube, dass du damit wieder auf den Damm kommen kannst oder vielleicht mit einem anderen Medikament, besprich es mit dem Arzt. Die Belastung in dem Job war wohl einfach zu groß, da hilft dann halt auch das Cipralex nicht mehr. Da muss sich halt wirlklich was ändern, das geht nicht.
Bitte versuch' es jetzt nicht ohne Medikament, dafür mußt du stabil sein!!! Im Moment hast du eine Lebenskrise und du warst lange Zeit auf Cipralex, da kann es fatal sein, es ohne Medikament zu probieren. Stabilisier' dich, das ist das, was jetzt wichtig ist. Ans Wegkommen vom Medikament kannst du immer noch denken.

Lanalisa
Nov. 2013 von 20 mg Fluoxetin auf 15mg
Dez. 2013 10mg
Feb. 2014 5mg
März 2014 0mg

seit Ende September Zustand schlechter, Anfang Oktober Absturz
14.10.2014 5mg
15.10. 2014 7,5mg
Ende Okt. 10mg
31.10. 20mg

sundancee
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von sundancee » Montag, 10.11.14, 8:46

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten.

Ich bin sehr verunsichert und ratlos, was ich jetzt machen soll. Ich weiß nur, so kann es nicht bleiben und ich habe Angst wieder in die Psychiatrie zu müssen.

Ich spüre, dass mir das Venlafaxin nicht gut tut und das es nicht mein Medikament ist. Andererseits habe ich Angst, dass die Angst dann wieder zurück kommt und auch einen heiden Respekt vor dem Absetzen. Ich hab schon so viele krasse Sachen darüber gelesen. Mein Gefühl wäre auch ich brauche ein Medikament, dass mich erstmal wieder stabilisiert und dann kann ich mit neuer Kraft Sachen angehen und irgendwann ohne Medi leben. Ganz ohne hätte ich große Bedenken.

Lanalisa: mir wurde gesagt, man kann das Cipralex nicht weiter hochdosieren :(..

Irgendwie hab ich das Gefühl, sie haben mich dort ganzschön kaputt gemacht und auch durch die dauernende Umstellerei in kurzer Zeit.

Lisamarie
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von Lisamarie » Montag, 10.11.14, 8:48

Hallo Sundance. Also wenn du keinen Termin bei einem Pschologen bekommst, dann schreib bitte auf bei wem du es alles versucht hast und leg das deiner Krankenkasse vor, dann können die entscheiden das du dir einen Psyologen suchen kannst der vielleicht nur privat Patienten aufnimmt oder der gar nicht auf der Liste steht weil er für den Bereich in dem du wohnst keine Zulassung bekommen hat, was nicht heißt das er schlechter ist. Unsere Frühling kennt sich da besser aus die schick ich dir heute Abend mal vorbei.

Oder informier dich doch mal über die Klinik In Warstein, die soll anders wie ne Psyathrie arbeiten. Wenn es dir so schlecht geht.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Lisamarie
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von Lisamarie » Montag, 10.11.14, 8:53

Hallo sundance, schau mal hier, wir sind nicht ohne Grund pharmakritisch.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=8507

Und du brauchst keine Angst vor dem Ausschleichen zu haben wir setzen hier sehr vorsichtig ab und im Einklang mit dem Körper. Und Medikamente können nie die Lösung für Depressionen sein, zumal den meisten nachgesagt wird das sie nicht mehr Wirkung haben wie ein Placebo. Da wäre es besser wenn du andere Wege finden könntest. Achtsamkeitsübungen , Meditation. Therapie. Änderung des Lebensumfeldes.

Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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sundancee
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von sundancee » Montag, 10.11.14, 9:03

Hallo,

vielen vielen dank für die schnelle antwort. Ich habe eine Psychologin. Ich bräuchte einen Psychiater, der mit mir die Medikamentenumstellung vornimmt bzw. ausschleicht. Alleine trau ich mir das auf keinen Fall zu.

lanalisa
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von lanalisa » Montag, 10.11.14, 9:09

Hallo Sundancee,
von welchem Psychiater hast du denn das Cipralex bekommen? Normalerweise kann man zu seinem Arzt im Notfall immer hin, ohne Termin. Du kannst ja jetzt nicht ewig warten, wenn es dir so schlecht geht.
Lanalisa
Nov. 2013 von 20 mg Fluoxetin auf 15mg
Dez. 2013 10mg
Feb. 2014 5mg
März 2014 0mg

seit Ende September Zustand schlechter, Anfang Oktober Absturz
14.10.2014 5mg
15.10. 2014 7,5mg
Ende Okt. 10mg
31.10. 20mg

Lisamarie
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von Lisamarie » Montag, 10.11.14, 9:13

Hallo sundance, was versprichst du dir von einer Medikamentenumstellung ? Genau die hat dich jetzt da hingebracht wo du bist. Also wenn du jetzt ein neues Medikament erhältst bringt dich das weiter ins Abseits. Jedes Medikament beeinflusst dein ZNS und deins ist schon überreizt.
Aber gut das entscheidest natürlich du. Aber da möchte ich dir zumindest diese Warnung mit auf den Weg geben. Les doch auch mal hier, das ist von einem Arzt der sich 10 Jahre mit Antidepressiva beschäftigt hat und dann triff eine gut überlegte Entscheidung.


http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9062
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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Lisamarie
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Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von Lisamarie » Montag, 10.11.14, 9:18

Hallo sundance, ich reich dir mal den Link von der Klinik rein, da kannst du vielleicht mal Kontakt zu aufnehmen.

http://www.lwl.org/LWL/Gesundheit/psych ... _warstein/

Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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edgar
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Registriert: Donnerstag, 16.08.12, 14:04

Re: Meine Geschichte-ich brauche Hilfe!

Beitrag von edgar » Montag, 10.11.14, 21:14

Hallo sundancee,

ich würde Dich gerne an folgendes Forum verweisen:

http://www.forum-depressionen.de/

Ich denke, dass Du dort besser aufgehoben bist, da wir hier keinem guten Gewissens Psychopharmaka empfehlen können.
Die Gründe dafür sind hier im Forum hinreichend erklärt.

Wende Dich also bitte dorthin, sonst führt es hier evtl. nur zu unnötigen Reibereien. Siehe auch unsere Nutzungsbedingungen.

Alles Gute !

edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

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