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Wort
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Re: Notfall! Hilfe! - Bin extrem seltener Fall :(

Beitrag von Wort » Mittwoch, 21.01.15, 1:12

Ja, ja mir glaubt man nicht. Ich musste mich eben mehrfach übergeben. Es ist mir klar dass mir niemand glaubt. Soll ich das Medikament nochmal zum 3. Mal für paar Tage nehmen? Ich wette um alles, ich würde das nicht mehr überleben oder total geisteskrank hinterher sein. Das was ich hab deckt sich total mit PSSD was auch nicht ernst genommen wird, bei mir jedoch sind die ganzen Symptome vom cipralex geblieben, sie sind sogar deutlich stärker geworden. Ja, ich werde von den Ärzten nur verarscht und hier werd ich auch nicht Ernst genommen. Vor 2 Wochen hätte ich wohl auch wie ihr reagiert, aber es ist so wirklich! Ich kanns ja auch nicht fassen, die Leute die PSSD haben können es ja auch selbst nicht fassen.

Kennt ihr das dass man nach einem Infekt einen komischen Geruch in der Nase hat? Den hab ich jetzt auch und hatte denn auch als ich Johanniskraut absetzte und heftig reagierte. Ich vermute deshalb dass irgendein seltener Virus oder ein fehlerhaftes Immunsystem bei mir die Wechselwirkung mit dem Medikament erzeugt, ja ihr haltet mich für verrückt. Ich muss das ausbaden weil der zufall mixj bestraft hat

Murmeline
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Re: Notfall! Hilfe! - Bin extrem seltener Fall :(

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 21.01.15, 6:47

Hallo Wort,

ob Du an einer Post-SSRI sexual dysfunction [PSSD] leidest wird Dir hier keiner sagen können. Für Ferndiagnosen ist das ADFD nicht zuständig.

Was wir Dir mitgeben können: an Schwindel stirbt man nicht, damit kann man leben (drehwurm), an Schlafentzug stirbt man nicht (LisaMarie), dein ZNS ist ggf. überreizt, das beruhigt sich wieder (frühling) und weder Schwindel noch Deine Kurzeinnahme von Medikamenten führt zu einer irreperablen Schädigung im Gehirn (Kaleidoskop).

Ich lese, dass Du grundsätzlich ans Leben angebunden bist (Freunde treffen trotz Schüchternheit, Fussball, Musikinstrumente, Studium). Konzentriere Dich darauf! Sich in Panik und Sorgen reinzusteigern bringt Dich leider nicht weiter.

Wenn es derzeit mit der Selbstbefriedigung nicht klappt, dann mach doch einfach mal eine Pause.

Grüße Murmeline
Zuletzt geändert von Murmeline am Mittwoch, 21.01.15, 10:46, insgesamt 2-mal geändert.
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Lisamarie
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Re: Notfall! Hilfe! - Bin extrem seltener Fall :(

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 21.01.15, 8:17

Hallo Wort, ich stelle Fragen die nicht beantwortet werden z.b warum du in der Tagesklinik bist . Dreht sich alles darum das du nicht kannst.Wollen wir gar nicht wissen, nicht jedesmal auf neue . Du ziehst dir ne Diagnose aus dem Internet natürlich geht es da wieder darum das du nicht kannst plus Erklärung. Dann wird noch was von Schwindel eingestreut und von Schlafstörungen also die Thematik leuchtet mir dann eher ein . Aber das scheint ja nicht so wichtig.

Du bist gebeten worden eine Signatur anzulegen, ist ebenfalls nicht erfolgt. Jetzt steigerst du dich in eine angebliche Diagnose hinein. Mich würde eher interessieren wie hoch du das Johanneskraut genommen hast und wie du abgesetzt hast. Johanneskraut kann nicht so einfach abgesetzt werden wenn du es länger genommen hast , sondern muss ausgeschlichen werden.
Gruß Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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Wort
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Re: Notfall! Hilfe! - Bin extrem seltener Fall :(

Beitrag von Wort » Mittwoch, 21.01.15, 13:04

Sorry, aber es geht so so schlecht. Dauernd Schüttelfrost, insbesondere nach dem Schlaf . Und sehr oft Brechreiz. Die Diagnosen weiß ich nicht auswendig. Hab alles Wichtige hin geschrieben. Mir geht es momentan zu schlecht um mich momentan mit der Signatur auseinanderzusetzen.
Nur noch etwas zu mir: Es ist eigentlich Quatsch, das zu erzählen, und ich will mich damit auch nicht als jemand Wichtiges darstellen,ich sag das nur damit das was ich sage vielleicht ernster genommen wird. Ich bin Student und hab oft zu den besten gehört und ich bin sehr gut bezüglich Zusammenhänge finden. Deswegen überlege ich mir auch oft Theorien, auch wenn ich mich mit Medizin nicht auskenne. Aber 1+1 kann ich zusammenzählen
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padma
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Re: Notfall! Hilfe! - Bin extrem seltener Fall :(

Beitrag von padma » Mittwoch, 21.01.15, 13:34

Hallo Wort,

also bei Schüttelfrost gehörst du in ärztliche Behandlung. Wir sind keine Ärzte. Mir ist nicht klar, was dein Anliegen hier im Forum ist.

Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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irat
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Re: Hilfe - Bin extrem seltener Fall :(

Beitrag von irat » Mittwoch, 21.01.15, 16:40

Wort hat geschrieben:Vor anderthalb Jahren nahm ich 5 Tage Venlafaxin 75 mg. Die Nebenwirkungen wie sexuell kaum was fühlen gingen danach sehr schnell weg. Vor 5 Monaten bekam ich Dauerschwindel den ich immer noch hab. Vor 2 Monaten nahm ich Laif 900 ca. 1 Monat lang. So 3, 4 Tage nach dem Absetzen spürte ich so leichte Verkrampfungen wie bei Venlafaxin und hatte Schüttelfrost und Brechreiz und mein Temperaturgefühl spielte verrückt. Das ging nach paar Tagen weg, aber ich hatte fürchterlich Angst.
Dann hab ich Ende November 2 Tage lang cipralex 5 mg genommen um meinen angeblich psychosomatischen dauerschwindel wegzubekommem. Ich hab gemerkt dass nach dem Absetzen die Wochen darauf die Lust weniger war und auch Orgasmus gefühlloser. Habs aber nicht ernst genommen. Hab dann vom 2. Januar bis zum 5. Januar 4 Tage lang cipralex 2,5 mg genommen. Nebenwirkungen fast genauso wie bei 5 mg.Hab nach dem 4. Tag abgesetzt wegen Gefühlblockierung im Kopf , die zu Selbstmordgedanken führten. Der sexuelle antrieb ging noch so nach dem absetzen, war jedoch eine Woche nach dem absetzen plötzlich fast weg, zudem war ich an dem Tag wirklich extrem unnormal müde trotz genug Schlaf bis ich paar tage darauf dann impotent war und keinerlei lust mehr spürte. Ich hab so das gefühl dass es sogar noch stärker wurde als zur Zeit der einnahme. Jetzt sind seit dem absetzen 2 Wochen vergangen. Ich habe neben dieser bisher bleibenden massiven sexualstörung die anderen cipralexsymptome ebenfalls bekommen in sehr starker Art, stärker sogar als damals nach dem 4. Tag. Gefühlstot generell(mittlerweile eher eine deutliche Abstumpfung), Gefühle werden blockiert. Herz schlägt langsamer und wird bei Aufregung nicht mehr schnell, (war schon seit Einnahme so). Herzschmerzen (die in den letzten tagen abgenommen haben).Bauch ist verkrampft. Bei nur leichter Kälte zitter ich extrem und man bekommt einen brechreiz und spüre die Verkrampfungen, bin generell viel empfindlicher gegenüber Kälte, besonders da im Bauch. Ein künstliches positives gefühl gab es vor paar Tagen auch wenn man sich eigentlich schlecht fühlt, was einen in den Wahnsinn treibt und man wird extrem wachgehalten. Kann fast nicht mehr schlafen. Wenn ich versuche zu schlafen, merke ich mehr Verkrampfungen und Zittern und mein Kopf fühlt sich dann ganz leer an mit Null Müdigkeit. Habe mit Kampf, auch wenn ich null Lust darauf hatte, einen Orgasmus erreicht. Aber bei dem hab ich fast nichts gefühlt. Auch die mechanik funktioniertr dabei sehr schlecht. Außerdem kam das künstliche positive gefühl sofort wieder nach dem Orgasmus. (Es war vorher durch spazieren/laufen fast weggegangen vorübergehend) . habe das Gefühl, die Symptome werden nicht weniger.
Hallo Wort,hallo ihr lieben, also ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen,warum dieser Betroffene so angegriffen wird und überhaupt nicht verstanden wird,Wenn man diesen Beitrag genau liest,kann man doch genau erkennen was passiert ist. Er hatte eine starke Reaktion auf Johanneskraut und noch stärker auf Cipralex. WIR ALLE wissen doch,dass sogar eine einzige Tablette GENAU solche Symptome wie oben beschrieben noch Wochen oder sogar Monate (bei ganz viel Pech) sogar Jahre zum Vorschein kommen können. Auch Schüttelfrost,bzw Grippesymptome und Kälteempfindlichkeit....alles was oben geschrieben worden ist.

Ich kann auch lesen,dass der Betroffene übermässig mit Panik reagiert,seine Grunderkrankung voellig vergisst und die starke Angst naürlich alles verstärken kann.Aber haben wir nicht alle voellig Panisch reagiert ....Ich weiss nicht ,ob ich so falsch liege,aber kann mir jmd erklären,warum er hier so angegangen wird?

Wort,du bist NICHT ein extremer Fall-dein Zentrales Nervensystem hat auf die ADs überreagiert und es braucht eine Weile bis sich deine Symptome wieder geben werden.Wichtig ist,dass du nicht mit noch mehr Angst darauf reagierst,sondern es akzeptierst was jetzt passiert ist.Lies dich doch hier etwas ein, um zu verstehen was SSRI anrichten können.ich bin mir sicher,dass mit deiner kurzen Einnahmezeit dein Nervensystem sich bald wieder beruhigen wird und sich deine Symptome wieder zurückbilden werden.Lg irat

>Miriam<
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Re: Notfall! Hilfe! - Bin extrem seltener Fall :(

Beitrag von >Miriam< » Mittwoch, 21.01.15, 18:38

Hallo,
also ich finde diesen Thread schon ziemlich durcheinander, vor allem weil auf Rückfragen keine Antworten kommen und bei jedem neuen Eintrag von Wort wieder irgendwelche Bruchstücke dazukommen. Es ist so total schwierig, alles zu überblicken.

Wort, Du bist kein Einzelfall. Und Du wirst auch nicht daran sterben. Erstmal ist es so, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Aber in Deinem Fall tippe ich auch sehr stark darauf, dass Du cipralex und Johanniskraut einfach nicht vertragen hast und Dein ZNS entsprechend darauf reagiert. Da entstehen dann krasse Nebenwirkungen (jeder hier im Forum kann wohl ein Lied davon singen) und nicht selten denkt man, dass man daran zugrunde gehen wird.

Es gibt meiner Meinung nach nun zwei Möglichkeiten: überhaupt nichts mehr nehmen und abwarten. Dein ZNS wird sich wieder beruhigen. Das kann aber auch etwas dauern. Wichtig hierbei wäre es zu versuchen, Dich nicht zu sehr hineinzusteigern. Du kannst es nicht ändern, hier hilft nur die Zeit.

2. Möglichkeit wäre es - wenn Du es überhaupt nicht mehr aushältst - Dich in ärztliche Behandlung zu begeben. Ich meine damit die Akutpsychiatrie. Allerdings solltest Du Dir das gut überlegen und wirklich nur als letzte Möglichkeit ins Auge fassen, denn dort wirst Du Bekanntschaft mit weiteren Medikamenten machen.

Ich rate Dir, einfach abzuwarten. Der menschliche Körper ist sehr strapazierbar und Dein überreiztes ZNS wird sich erholen. Denk immer daran: Du hast die Medis nur sehr kurz genommen, dadurch wird sich Dein ZNS bestimmt schneller erholen.

Gruß
Miriam
Depression, generalisierte Angststörung, bipolare Störung
Medikation: 2001 - 2003 Lithium und Trimipramin; Insidon war auch mal dabei
Paroxateinnahme seit 2001
Paroxat 2001 bis 2003 60 mg
2003 bis 2007 40 mg, keine Absetzsymptome
2007 bis 2011 20 mg, keine Absetzsymptome!
November 2011 bis Januar 2012 18 mg
Januar 2012 bis Februar 2012 17 mg
Februar bis April 2012 15 mg
April bis September 2012 13,5 mg
September 2012 bis Januar 2013 11,7 mg
Januar bis Februar 2013 10,8 mg
Februar bis März 10 mg Bis hierhin wenig Absetzsymptome
Im April intensiver Rückschlag mit allen Formen der Entzugserscheinungen. Daher Erhöhung im April für 2 Tage auf 15mg (zu viel erhöht, schlimme Nebenwirkungen) und dann wieder für 4 Tage auf 12,5 mg
16.04.13 13,4 mg
Seit 17.04.13 wieder 12,5 mg
02.05.13: Nach kurzer Verbesserung wieder Rückschlag (Welle)
Seit 02.05.13 11,7 mg Warten auf Stabilisierung
Seit 10.05.13 10,8 mg
10.06.13 - 10.07. Ein Auf und Ab...
Seit 10.07.13 wieder viel besser, 19.09.13: immernoch bei 10,8 mg.
21.11.13: 10 mg. Paar Tage schlimme Absetzsymptome - auch bei nur 0,8 mg! Hurra, ich bin auf 10 mg!!!
19. - 21.07.14: Umstieg auf Suspension 10 mg. Nicht vertragen.
Ab 22.07.14 wieder Tablette 10 mg. Mir gings ein paar Wochen schlecht nach dem gescheiterten Umstellungsversuch, dann bis Jan. 2015 zwei üble Wellen. Im Allgemeinen aber schon stabil mit den 10 mg.
Mai 2015: Hänge immernoch bei den 10 mg! :(
Weiss noch nicht, wie ich weiter absetzen soll, da die Tabletten nicht mehr teilbar sind und ich die Suspension nicht vertrage :(
Februar 2016: Immernoch 10 mg. Ich hänge da irgendwie fest
Januar 2018: Immernoch 10 mg.

Murmeline
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 21.01.15, 23:31

Hallo Wort,

ich hab mal versucht, deine Infos zu sortieren.
Vielleicht könntest Du nachfolgende Übersicht kopieren, in die Signatur setzen und korrigieren/ergänzen?

Die Symptome, die Du beschreibst, sind natürlich belastend, gerade der fehlende Schlaf.
Hoffentlich findest Du heute Nacht ein bisschen Ruhe.

Grüße Murmeline

Diagnose: fehlender Antrieb, Studiumsunlust
XXX 2014: 5 Tage Venlafaxin 75 mg
NW: Verkrampfungen, sexuell kaum was fühlen (schnell abgeklungen)
August 2014: 1* Jarsin 300 mg, Belastung wegen fehlender Beziehung, Panik, kurz darauf Dauerschwindel
September 2014 Tagesklinik wg. Dauerschwindel
November 2014: Laif 900, XX mg, abruptes Absetzen
Nach Absetzen: leichte Verkrampfungen, Schüttelfrost, Brechreiz, Angst
01. und 02. Dezember: 2 Tage lang Cipralex 5 mg
Nach Absetzen: Keine Lust, gefühlloser Orgasmus
2. bis 5. Januar 2015: 4 Tage lang Cipralex 2,5 mg
NW: Gefühlblockierungen, Impotenz, Krämpfe, Kältegefühle, Schlaflosigkeit
Zuletzt geändert von Murmeline am Donnerstag, 22.01.15, 11:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Wort
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von Wort » Donnerstag, 22.01.15, 4:08

Vielen vielen Dank für die Kommentare. Die Symptome die ich spüre, sind nahezu identisch mit denen bei der Einnahme. Nur sind sie viel stärker. Ich merke totale Gefühls Blockierungen, kommen die auch wieder in Ordnung? Ich will meine Gefühle wieder! Als ich Cipralex das erste Mal, ich glaube 1. und 2. Dezember( und nicht Ende November.Johanniskraut setzte ich anderthalb Wochen zuvor schlagartig ab)nahm, waren die Symptome wie niedrigerer Herzschlag und vielleicht 40% libidoverlust nach einem Monat überhaupt nicht weggegangen, kann mich aber auch nicht genau erinnern weil ich das ja damals nicht Ernst nahm. Aber jetzt hab ich ja noch viel mehr, unter anderem würde ich sagen 95% libidoverlust, man kriegt von alleine nie Lust und man fühlt weniger dabei. Aber das schlimmste ist der extrem gestörte schlaf und die Gefühlsblockierungen. Schlechtes Kurzzeitgedächtnis ist mir auch aufgefallen. Und wieso ist der ganze Mist erst 1 Woche , teils 2 Wochen nach dem Absetzen aufgetreten? Ist das schlimm?

Ich habe mit dem Psychiater der Tagesklinik geredet, der mir das Medikament gab und er hat im Gegensatz zum anderen Arzt gesagt, dass es vom Medikament kommen kann. Ich bin mir da ja selbst zu 1000000% sicher. Er har mir auch psychische Behandlung vorgeschlagen um die Situation besser wegzustecken. Aber stationär traue ich mir das nicht zu in dieser Lage. Tagesklinik traue ich mir eigentlich auch nicht zu weil ich brauch doch den Schlaf(auch wenn ich keinen schlafdrang spüre).

Das mit der Signatur hole ich noch nach denke ich.

irat
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von irat » Donnerstag, 22.01.15, 9:01

Hallo Wort,mache dir nicht allzu grosse Sorgen.Wie bereits gesagt, du hast das Medikament nur kurz genommen und es wird alles wieder in Ordnung kommen.´Nicht schlafen köennen ,eine herabgesetzte Libido , deine körperlichen Missempfingungen und auch das nicht mehr fühlen können sind ganz typisch.

Wichtig ist jetzt,dass du nicht in den Teufelskreis deiner eigenen Ängste verfällst.Und ich würde dir raten keine weiteren Medikamente zu nehmen-schon gar keine Schlafmittel.

Alles wird gut,lg irat

Quirk
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von Quirk » Donnerstag, 22.01.15, 19:51

Hallo Wort,

mir ging es vor ca. 5,5 Jahren exakt wie dir. Ich habe nach 4 Tabletten Cipralex starke "Absetzerscheinungen" bekommen, hatte also auch eine negative Reaktion auf das Medikament. Sehr viele deiner Symptome hatte ich auch. Such im Forum mal nach meinen Beiträgen, da wird dir einiges bekannt vorkommen.

Das wirklich Wichtigste ist dich nicht verrückt zu machen und dich so gut es geht zu entspannen. Was ich damit meine ist, dein Nervensystem ist angeschlagen und reagiert insbesondere auf Stress sehr überempfindlich, was zu vielen unterschiedlichsten Symptomen führen kann. Versuche also unbedingt Stress zu vermeiden und nimm keine anderen Medikamente ein. Auch Dinge wie Akkupunktur oder pflanzliche Präparate würde ich vermeiden. Was bei dir Stress verursacht, ist natürlich bei jedem anders, so konnte ich auch lange Zeit keinen Sport mehr treiben, weil es zu viel war.

Ich denke auch, dass deine Symptome vom AD kommen, aber schwere Symptome würde ich dennoch ärztlich abklären lassen (z.B. Herz, Magen-Darm). Das wird dich auch ein Stück weit beruhigen.

Alles Gute!
2008: 2-3 Monate Mirtazapin, unorthodox ausgeschlichen, keine Probleme
Ende August 2009: 4 Tage je 10mg Cipralex, gestoppt aufgrund starker Magen/Darm Probleme
2 Wochen später starke Absetzsymptome, dann Wellen und Fenster, aktuer "Entzug" hielt ca. 3 Jahre an, danach wurde es immer besser, noch nicht 100% genesen, aber normales Leben ist wieder möglich

Wort
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von Wort » Montag, 26.01.15, 4:59

Vielen Dank Quirk. Es ging mir eigentlich schon deutlich besser in den letzten Tagen nach Mittwoch.( Am Mittwoch hatte ich kurzzzeitig eine verkrampfte Atmung wie ich das bereits schon von Cipralex kannte. )Aber dann war ich gestern mit einem Kumpel schwimmen(nur bisschen plantschen) und in Dampfbad (so was wie Sauna) und jetzt hab ich das Gefühl dass der ganze Mist von vorn anfängt und kann nicht mehr schlafen und merke wieder die Symptome. Gähnen ist in den letzten 3 Tagen als Symptom hinzugekommen was ich auch von der Einnahme kenne.Was mir besonders Angst macht, ist, dass die Symptome wie Verkrampfungen oder Kältegefühl oder Bauch und Magenkribbeln beim Versuch, einzuschlafen, stärker werden.
Außerdem hab ich große Angst dass die Benommenheit, die ich vom Schwindel habe, vielleicht mit dem Absetzen wechselwirkt, denn immer wenn ich die ganzen Symptome merke, ist meist auch die Benommenheit(die ich seit 5 Monaten hab) weg.
Vor einer halben Woche merkte ich übrigens dass die Symptome nach einem Orgasmus stärker werden.

Ich erinnere mich, dass die Absetz-Symptomatik vom Johanniskraut auch erst so richtig nach Schwimmen anfing.


Quirk, deine Geschichte deprimiert mich total! Das Schlafen ist mein größtes Problem, das wird einfach total dadurch verhindert. Ich könnte kotzen.
Zuletzt geändert von Wort am Montag, 26.01.15, 13:51, insgesamt 2-mal geändert.

irat
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von irat » Montag, 26.01.15, 10:32

Das ist eine Unverschämte Antwort von dir Kleidoskop!

Quirks Verdachtsdiagnose-Raum fürs Beklagen usw-bitte? Weisst du überhaupt worum es hier geht?

Kann hier bitte mal ein Mod. eingreifen,der weiss um was es hier geht.

irat

carriecat
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von carriecat » Montag, 26.01.15, 12:45

Hallo zusammen,

bitte lasst die Gemüter hier nicht hochkochen. Wir sitzen doch im Prinzip alle im selben Boot....manchmal ist es einfach besser, wenn man den Beitrag sich 3 mal durchliest bevor man ihn abschickt. Auf beiden Seiten. Und manchmal sollte man sich auch einfach auf seine Finger setzen. :)
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Lisamarie
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von Lisamarie » Montag, 26.01.15, 13:38

Hallo Irat habe Kaleidoskop aufgefordert sein Posting wieder rauszunehmen . Da die falschen User verletzt werden, wie Quirl und du. Zu Wort werde ich mich nicht äußern. Und er hat sein Posting mit dem Selbstmord wieder rausgenommen da ich es ansonsten als Hilferuf auffasse und mir Schritte überlege ihn vor sich selbst zu schützen.

Ich hoffe so können wir alle damit Leben ?
Lg Petra
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von Murmeline » Montag, 26.01.15, 13:40

Hallo Wort,

ich lese hier immer wieder, dass bei manchen Usern körperliche Belastungen, z.B. Joggen, Symptome wieder verstärken.
Das Dampfbad war vielleicht einfach nicht das richtige für Dich.
Spazierengehen oder andere leichte sportliche Tätigkeiten verträgt Du ggf. besser.
Fällt Dir eine Alternative für Dich ein?

Dass Du vor dem Einschlafen Symptome stärker wahrnimmst, scheint mir auch verständlich.
Man kommt zur Ruhe und bemerkt diese dabei viel eher.
Vielleicht können Geräusche, auf die Du dich konzentrieren kannst (leise Musik oder Naturgeräusche, gibts ja auch auf youtube sowas) ablenken.
Was könntest Du Dir vorstellen, was helfen könnte, dass Du Dich im Einschlafprozess nicht zu sehr auf die Dinge konzentrierst, die Du dann als unangenehm wahrnimmst?

Deinem letzten Beitrag entnehme ich, dass es mit Thema Selbstbefriedigung/Orgasmus wieder klappt.
Wenn es Dir danach allerdings schlechter geht, kann ich Dir erneut nur empfehlen, mal eine Pause zu machen.

Grüße Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von irat » Montag, 26.01.15, 14:44

Alles gut.

Mir sind hier einfach zwei Sachen aufgestossen:

1.Wort wurde von Anfang an attackiert, aufgrund von seiner Persönlichkeit

2.Wenn man über etwas nicht genau bescheid weiss,sollte man sich doch wohl eher zurückhalten.

lg irat

edgar
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von edgar » Montag, 26.01.15, 20:17

Die letzten drei Beiträge von Kaleidoskop mussten wegen Verstoßes gegen die Forenregeln entfernt werden.

Wir, die Moderatoren, möchten alle nochmal darum bitten, heftige Nebenwirkungen und Entzugssymptome nicht der psychischen Erkrankung des Patienten zuzuordnen (siehe Forenregeln). Diesen verheerenden Fehler machen Ärzte auch fast immer. Damit werden Patienten erneut traumatisiert, nicht ernst genommen, was bei Patienten mit psychischer Erkrankung ohnehin schon ein Problem ist.

Liebe Grüße
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

edgar
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von edgar » Montag, 26.01.15, 20:32

Hallo zusammen,

ich habe in dem Thread von Wort leider bis jetzt nicht so viel mitbekommen, weil ich nicht jeden Tag hier bin, aber ich darf insbesondere Dich, Kaleidoskop, nochmal darauf hinweisen, was Wort ganz am Anfang geschrieben hat: Nämlich, dass er sich zu 100 % sicher ist, dass es vom Medikament kommt. Also mir reicht so eine klare Aussage zzgl. unserer Erfahrungen hier im Forum mit den schädlichen Wirkungen von Medikamenten.

Es ist eben immer das Gleiche: Wenn man einmal eine psychiatrische Diagnose hat, wird man nicht mehr für voll genommen. :evil: :frust: :twisted:

Aber sowas wird in unserem Forum nicht passieren.



LG
edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

Kassiopeia
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Re: Bin ein extrem seltener Fall

Beitrag von Kassiopeia » Montag, 26.01.15, 21:24

Hallo Wort,

Dampfbad kann Absetzsymptome triggern, genauso wie körperliche Belastung (da würde ich Schwimmen, genauso wie Orgasmen) dazurechnen :wink:

Es gibt noch eine Menge mehr, was den Erfahrungen von Forumsmitgliedern nach Absetzsymptome auslösen oder verstärken kann. Es gibt dazu einen eigenen Thread. Lies mal nach und versuche das dann zu meiden, bis du wieder stabil bist.

Ich finde, dass die Tagesklinik keine so blöde Idee ist, denn vielleicht schläfst du nachts besser, wenn du tagsüber nicht dazu kommst plus mit verschiedenen Tätigkeiten befasst bist? Einen Arzt zu finden, der sich deiner Meinung anschließt, dass das von den Medis kommt, das ist ja schon viel wert.

Alles Liebe
Kassiopeia
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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