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Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

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Heartbeat
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Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Donnerstag, 29.01.15, 12:59

Hallo... ich bin neu hier, habe hier schon etwas mitgelesen und brauche Hilfe... ich habe noch nicht gefunden wie ich das in die Signatur einfüge...ich kann mich nicht konzentrieren.
Also ich habe seit 2011 Mirtazapin genommen, 15 mg. Ich fing 2013 an es zu halbieren, 7,5mg - ich hatte keine Absetzungserscheinungen, dann ein Jahr später im Sommer 2014 habe ich die 7,5mg auch noch halbiert sodass ich jetzt ca. ein halbes Jahr nur noch 3mg genommen habe. Ich hatte keine Beschwerden beim Reduzieren.
Psychiaterin sagte, ich soll es ganz weglassen weil die paar mg eh keine Wirkung haben und das Medikament hääte sowieso keine Absetzungserscheinungen. :shock:
ich habe vor einer Woche am Mittwoch angefangen es also ganz wegzulassen. Die erste Nacht ging, die zweite war ich schlaflos - bis jetzt. Ich habe seit Tagen nicht geschlafen und dann fingen gestern noch andere Symptome an. Ich bin so fertig. Ich bin gestern 2 mal ohnmöchtig geworden, aufgewacht und muss mich übergeben. Ich zittere und bin benommen, Sprachschwierigkeiten inklusive. Mein Kopf schmerzt unendlich und mir ist übel... ich kann nichts essen mehr. Liege nur im Bett und leide.
Es ist wie ein Drogenentzug, sowas schreckliches habe ich noch nie erlebt. Ich habe Angstzustände und mir ist heiß und kalt gleichzeitig.
Letzt Nacht wieder nicht geschlafen, erhöhte Temperatur hatte ich und dann habe ich Atosil 25mg genommen, dann etwas geschlafen und das zittern ist besser jetzt, ich könnte sonst nicht hier schreiben.... was soll ich machen???? ich bin verzweifelt. ich war beim Arzt, der sagte er kennt sich mir sowas nicht aus, ich habe Entzugserscheinungen und soll mich halt ein bisschen hinlegen.... ich versuche seit gestern meine Psychiaterin anzurufen, es heiß sie ruft zurück, hat sie nie gemacht. mein Therapeut hat sie angerufen und den wollte sie auch zurückrufen aber auch nie gemacht.... ich bin am Ende. ich haba da heute angerufen und dan haben die mir gesagt, meine Psychiaterin ist immer nur Mittwochs da und nicht mehr erreichbar...

Was soll ich machen??? Gibt es einen psychiatrischen Notdienst den man anrufen kann um mal nachzufragen?

padma
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von padma » Donnerstag, 29.01.15, 13:51

Hallo Heartbeat, :)

herzlich willkommen im ADFD.

Du leidest unter einem schweren Absetzsyndrom, bitte nimm sofort wieder deine letzte Dosis ein, also 1/4 Tablette, das sind 3,75 mg.

Ärzte sagen leider sehr oft, dass kleine Dosen einfach weggelassen werden können. :evil: Leider ist das Gegenteil der Fall, gerade im untersten Dosisbereich muss man sehr langsam absetzen, da noch übermässig viel Rezeptoren belegt sind.

Alles was du beschreibst sind typische Absetzsymptome:
http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

Leider kennen sich die meisten Ärzten nicht mit Absetzsyndromen aus. Es kann gut sein, dass deine Psychaterin behauptet, es könne kein Entzug sein, sondern es wäre deine Grunderkrankung und du müsstest Psychopharmakas nehmen. :evil: Lass dich davon bitte nicht verunsichern.

Wenn du jetzt wieder eindosiert, werden sich die Symptome wieder legen, es kann sehr schnell gehen oder auch etwas dauern. Wahrscheinlich wird zumindest eine Besserung in spätestens ein paar Tagen eintreten.

Du solltest dich dann auf dieser Dosis stabilisieren, mindestens 4-6 Wochen, bevor du langsam abdosieren kannst.
Hier die allgemeinen Infos: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6456

Da dein Nervensystem sehr empfindlich reagiert, wirst du wahrscheinlich nur in 5 % Schritten alle 4 - 6 Wochen absetzen können. Das ist möglich mit der Mirtazapinlösung oder der Wasserlösemethode. Das erklären wir dir dann.

Mit dem Atos´l ist es so eine Sache. Es sorgt für eine weitere Irritation des Nervensystems. Am besten ist es keine weiteren chemischen Substanzen zu nehmen. Hilfreich können pflanzliche Präparate sein, wie Baldrian, Hopfen, Passionsblume. Aber auch da muss man vorsichtig probieren, was man verträgt.

Eine Signatur kannst du jetzt erstellen, du warst dafür noch nicht freigeschaltet: Persönlicher Bereich/ Profil/ Signatur ändern,

Versuch erstmal Ruhe zu bewahren, es ist ein scheusslicher Zustand, in dem du dich da befindest, aber mit einer Wiedereinnahme wird es dir wieder deutlich besser gehen.

Halte uns auf dem Laufenden.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Freitag, 30.01.15, 16:20

Hallo padma, vielen Dank für deine Antwort!!
Ich kann leider meine Signatur noch immer nicht ändern, da steht nicht von Signatur, wenn ich auf Pers. Bereich ---> Profil gehe...

Ich war heute bei der Psychiaterin und mir wurde gesagt, ich bilde mir das ein, alles psychisch und ich hätte eine Panikattacke.... so ein Schwachsinn...das ist nichts psychiches. Den Gang dahin hätte ich mir sparen können. Sie sagt, ich soll halt *tos*l nehmen oder Mirtazapin nur aller zwei Tage. Mein Gefühl sagt mir, dass das auch nichts besser macht. Daher lasse ich es. Oder? Ich hasse es wenn die mich nicht ernst nehmen....
Okay, ich versuche Ruhe zu bewahren, ich bin so froh, dass es dieses Forum hier gibt! Ich weiß nicht, im Moment geht es etwas besser, aber ich weiß nicht ob das mit der *tos*l-Einnahme zusammenhängt... ich habe mir Baldrian und Hopfen besorgt und werde die nächsten 2 Tage abwarten, falls gar nichts geht, nehme ich die 3,75mg wieder ein und setze die dann auch langsam ab in kleinen Schritten. Gibt es hier jemanden der es so geschafft hat? Ohne große Symptome?

liebe Grüße, Heartbeat

Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Freitag, 30.01.15, 17:45

...ist das normal das ich jetzt Nasenbluten bekomme...? :cry: kommt das weil die Haut trocken wird oder sowas? Hatte das sonst auch noch jemand hier?
Oh man langsam wird mir das unheimlich. Ich sage mir immer, das sind "nur" Entzugserscheinungen und nichts schlimmes....aber schon hart das ganze.
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
seit 21. 01. 2015: kein M. mehr eingenommen


Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle

Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

padma
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von padma » Freitag, 30.01.15, 18:03

Hallo Heartbeat, :)

sorry, jetzt müsste es klappen mit der Signatur.
Ich war heute bei der Psychiaterin und mir wurde gesagt, ich bilde mir das ein, alles psychisch und ich hätte eine Panikattacke....
Leider steiten Ärzte immer wieder die Existenz von Absetzsymptomen ab. :evil:
ich soll halt *tos*l nehmen oder Mirtazapin nur aller zwei Tage. Mein Gefühl sagt mir, dass das auch nichts besser macht. Daher lasse ich es. Oder? Ich hasse es wenn die mich nicht ernst nehmen....
Dein Gefühl stimmt.
Mirtazapin jeden 2. Tag geht gar nicht, das reizt das Nervensystem enorm.
ich habe mir Baldrian und Hopfen besorgt und werde die nächsten 2 Tage abwarten, falls gar nichts geht, nehme ich die 3,75mg wieder ein und setze die dann auch langsam ab in kleinen Schritten.
das kannst du so machen. Ich glaube nicht, dass Baldrian und Hopfen alleine ausreichen, da du sehr starke Symptome hast.
Gibt es hier jemanden der es so geschafft hat? Ohne große Symptome?
Geschafft haben es einige, http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=7526
viele geben dann leider auch keine Rückmeldungen mehr
Mit dem Symptomen ist das Problem, dass fast alle hier zuvor Absetzfehler gemacht haben und das ZNS bereits gereizt war.
Daher geht es dann oft leider nicht ganz ohne Symptome, aber sie sollten sich im Rahmen halten
...ist das normal das ich jetzt Nasenbluten bekomme...? :cry: kommt das weil die Haut trocken wird oder sowas? Hatte das sonst auch noch jemand hier?
Ja, trockene Schleimhäute ist ein typisches Symptom, das kann zu Nasenbluten führen.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von fruehling » Freitag, 30.01.15, 19:53

Hallo Heratbeat,
wie gehts dir zur Zeit?
Du bist nicht alleine mit deinen Symptomen.
Ich glaube dir, dass dich das wütend macht, wenn du nicht ernst genommen wirst. Ich kenne das zu gut :evil: .

Ich kann das, was Padma schrieb nur bestätigen. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Wegen des Nasenblutens schau doch bitte mal, wie Dein Blutdruck ist?
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Freitag, 30.01.15, 20:34

Hallo Heartbeat,

was Du da beschreibst an momentanen Zuständen hört sich echt nach Hölle an.
Da Du vorher keine Probleme mit dem Absetzen hattest, hast Du sicher nicht damit gerechnet, dass es Dich bei den letzten Milligramm so erwischen würde.

Vertraue Deinem Grundgefühl, dass das "nix psychisches" ist.
Es spricht eigentlich alles für ein Absetzsyndrom.

Wie Padma schon schrieb: Auf keinen Fall irgendetwas mal nehmen und mal nicht nehmen.
Das vertragen die wenigsten.
Okay, ich versuche Ruhe zu bewahren,
Mach das! Lass Dich von körperlichen Mißempfindungen nicht zu sehr runterziehen.
Die sind alle keineswegs ungewöhnlich für Deine Situation!
Auch das Nasebluten.
falls gar nichts geht, nehme ich die 3,75mg wieder ein und setze die dann auch langsam ab in kleinen Schritten
Wenn Du das Absetzen vorher gut vertragen hast, könnte es gut sein, dass Du mit kleineren Schritten dann besser zurechtkommst.

Wichtig wäre jetzt ersteinmal, dass Du Dich ein bisschen stabilisierst und nicht in völlige Panik verfällst.
Du schreibst von einem Therapeuten, kann der Dich denn vielleicht etwas unterstützen nächste Woche?

Erstmal viele Grüße Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Freitag, 30.01.15, 23:29

Hallo, vielen Dank für eure lieben und mitmachenden Worte! Ich bin so froh, nicht allein damit zu sein....
Ich war am Abend noch bei einem anderen Arzt von mir, der viele Weiterbildungen in Psychiatrie macht und nicht gerade Fan von Psychopharmaka ist.
Ich war sehr lange da und er habe ihm alles von Anfang bis Ende erzählt und er hat mich sehr ernst genommen und gesagt, dass der Körper sehr wohl
so darauf reagieren kann und es nicht psychisch ist. Dann hat er in der Notaufnehme angerufen und gefragt ob ich noch zu einem EKG vorbeikommen
kann weil ich so Herzstolpern hatte. Da war ich gerade und zum Glück ist alles gut. Aber ich denke auch irgendwie, dass es jetzt besser ist weil ich ja
*tos*l genommen habe, seitdem habe ich "nur" noch Ganzkörperschmerzen, aber kein Herzproblem oder all das andere. Die Ärztin meinte auch, dass sie
zwar keine Psychiaterin ist, aber es durchaus sein kann. Aber sie hat auch gesagt, bevor ich wieder mehrfach kollabiere, soll ich lieber *tos*l nehmen.
Das werde ich aber erst mal nicht. Ich habe unglaubliche Angst vor den nächsten Tagen, aber ich werde es nicht nehmen. Also außer es wird wieder so
sehr schlimm, dass nichts mehr geht, aber dann werde ich Mirtazapin 3,75mg wieder nehmen und wie von euch vorgeschlagen nach einiger Zeit weiter
reduzieren. Aber jetzt wo es einigermaßen (in *tos*l-Nachwirkung) geht, bin ich zuversuchtlich es zu schaffen. Ich hoffe, ich bi da nicht zu naiv und in
2,3 Tagen liege ich wieder am Boden...

@Murmeline: also wegen meinem Therapeuten... ich mag ihm nicht zur Last fallen. Ich habe ihm Mittwochmorgen, als die Symptome so richtig hart
anfingen, eine Mail geschrieben, er rief zurück nach 5 Minuten und ich habe ihm alles erzählt und er hat dann auch bei meiner Psychiaterin angerufen,
die wollte zurückrufen was sie nie gemacht hat und dann hat sich alles so verlaufen... ich hatte die Angst, dass es ihm zu viel wird. Ich mag ihn und habe
Angst, dass wenn er sich so viele Sorgen macht, er böse auf mich ist.Wenn es mir zu schlecht geht, gehe ich nicht hin.

Und ja, ich vertraue meinem Grundgefühl, niemand braucht mir erzählen, dass sei psychisch?!

@fruehling: ja aber das ist schon sehr schlimm, wenn es dir so schlecht geht und dann wirst du nicht ernst genommen... daher bin ich so froh über dieses Forum hier, wirklich, das ist echt ein Anker. Auch einfach weil man merkt, man ist nicht verrückt oder ein Einzelfall. Du hast geschrieben, du kennst das mit dem nicht ernst nehmen,
wie war das denn bei dir und wie bist du damit umgegangen?
Also das Nasenbluten ist besser jetzt und mein Blutdruck ist normal, haben die im Kkh gesagt.

@padma: Danke, das mit der Signatur hat dann noch geklappt! Ich habe gedacht, vor lauter Entzug sehe ich nicht richtig und finde die Einstellung nicht...
Nein, es jeden zweiten Tag zu nehmen ist echt ein schlechter Rat...das mache ich uaf gar keinen Fall. Aber warum geben einem diese Psychiater lauter so unprofessionelle Ratschläge? Die haben das doch studiert und wissen wie das ZNS und seine Rezeptoren funktionieren?
Mmh, ich glaube auch nicht das Baldrian und Hopfen alleine ausreichen, aber ich denke auch, dass diese krasse extreme Schlaflosigkeit über so lange Zeit hinweg zur Verstärkung der Symptome beitragen und meine Hoffnung ist, ich nehme so viel davon, dass ich wenigstens 6 Stunden schlafen kann. Ich habe keine Ahnung ob das was wird.... aber es gibt ja nichts gegen Absetzsymptome und die damit zusammenhängende Schlaflosigkeit. Das muss wirken.

Ich werde gleich mal nachlesen über die, die es geschafft haben. Das wird mir sicher Kraft und Mut geben. Was für Absetzfehler meinst du denn? Ich habe Angst, dass wenn ich jetzt in der Not wieder Mirtazaoin anfange zu nehmen nach mittlerweile 9 Tagen, dass ich dann auch das ZNS reize. Danke für die Info das das Nasenbluten normal ist. Das beruhigt mich.
Ich versuche mich wirklich immer zu beruhigen und mir zu sagen, dass es "nur" eine Frage der Zeit ist bis es besser wird. Ich versuche innerlich hoffnungsvoll zu sein, sonst stehe ich das nicht durch. Ich muss mir sagen, ich kann es schaffen.

Umso mehr regen mich diese Ratschläge von den Ärzten auf die dir sagen, nehmen Sie es einfach weiter. Die Psychiaterin heute morgen hat ernsthaft gesagt: ja mit dem Medikament ging es Ihnen also besser, dann nehmen Sie es weiter.
Alles klar.... :evil:
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
seit 21. 01. 2015: kein M. mehr eingenommen


Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle

Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

Murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Samstag, 31.01.15, 8:49

Hallo Heartbeat,
Ich war am Abend noch bei einem anderen Arzt von mir, der viele Weiterbildungen in Psychiatrie macht und nicht gerade Fan von Psychopharmaka ist.
Ich war sehr lange da und er habe ihm alles von Anfang bis Ende erzählt und er hat mich sehr ernst genommen und gesagt, dass der Körper sehr wohl
so darauf reagieren kann und es nicht psychisch ist. Dann hat er in der Notaufnehme angerufen und gefragt ob ich noch zu einem EKG vorbeikommen
kann weil ich so Herzstolpern hatte. Da war ich gerade und zum Glück ist alles gut.
Das klingt doch schonmal gut, v.a. dass der Arzt Dich ernst nimmt. Das ist in so einer Situation ganz wichtig. Auch dass er weiteres abklären lässt um Dich zu beruhigen ist wirklich fürsorglich. Falls der sich weiter als kompetent erweist, kannst Du gerne mal die Daten an die Moderatoren per PN schicken. Es werden immer Kontaktdaten von guten Ärzten gesucht, die im Bedrafsfalls per PN an User weitergegeben werden (die Daten werden nie öffentlich gepostet!).
ich denke auch irgendwie, dass es jetzt besser ist weil ich ja *tos*l genommen habe
Dass kann gut sein, und wenn es Dich vor einem Totalkollaps bewahrt hat, dann ist die geziehlte Einnahme aus meiner Sicht doch auch vertretbar.
Also außer es wird wieder so sehr schlimm, dass nichts mehr geht, aber dann werde ich Mirtazapin 3,75mg wieder nehmen und wie von euch vorgeschlagen nach einiger Zeit weiter reduzieren.

Das ist jedenfalls ein gangbarer Weg, der Dich davor bewahren könnte, dass eine Absetzproblematik nach einer gewissen Zeit auf Null und mit einer guten Phase dazwischen zurückkommt und dann länger anhält. Das MUSS nicht sein, aber Du kannst Dir ja vorstellen, dass sich hier im Forum v.a. die Leute finden, bei denen es leider der Fall war.
ich mag ihm (dem Therapeuten) nicht zur Last fallen. ich hatte die Angst, dass es ihm zu viel wird. Ich mag ihn und habe Angst, dass wenn er sich so viele Sorgen macht, er böse auf mich ist.Wenn es mir zu schlecht geht, gehe ich nicht hin.
Aus meiner Sicht ist es die Aufgaben von Therapeuten, gerade dann zu helfen, wenn es einem schlecht geht. Die lernen in ihren Ausbildungen auch, sich abzugrenzen und und außerhalb der Sitzung Distanz zu wahren. Zudem würde ich erwartet, dass er es mir Dir bespricht, wenn er das Gefühl hat, Du forderst etwas ein, was er nicht leisten kann.

Denk also bitte an Dich, der Therapeut sorgt schon für sich selber. Ich hab ja auch nicht gesagt, dass du ihn dauerbelagern oder bei ihm einziehen sollst :D :D Abr ein Termin Mitte der Woche, um die aktuelle Lage zu besprechen, könnte doch ggf. sinnvoll sein.
Aber warum geben einem diese Psychiater lauter so unprofessionelle Ratschläge? Die haben das doch studiert und wissen wie das ZNS und seine Rezeptoren funktionieren?

Das ist mir auch nicht klar. Feste Lehrmeinungen reproduzieren sich eben selber und ändern sich nicht so schnell. Zudem neigen Psychiater wohl dazu, Verschlechterungen auf alles andere als auf Nebenwirkungen von Tabletten oder Dosissprünge zu beziehen.
Mmh, ich glaube auch nicht das Baldrian und Hopfen alleine ausreichen, aber ich denke auch, dass diese krasse extreme Schlaflosigkeit über so lange Zeit hinweg zur Verstärkung der Symptome beitragen und meine Hoffnung ist, ich nehme so viel davon, dass ich wenigstens 6 Stunden schlafen kann.
Schau einfach, ob Du das Gefühl hast, dass die Mitetl helfen. Bitte nimm am Anfang wenig und schau, ob Du es verträgst. Schlaf wäre in der Tat wichtig um Dich zu erholen.
Ich habe Angst, dass wenn ich jetzt in der Not wieder Mirtazaoin anfange zu nehmen nach mittlerweile 9 Tagen, dass ich dann auch das ZNS reize.
Das kann vorübergehend passieren, aber wenn es gut läuft, sollte es sich dann ersteinmal wieder beruhigen.
Ich versuche mich wirklich immer zu beruhigen und mir zu sagen, dass es "nur" eine Frage der Zeit ist bis es besser wird.
Versuch alles zu vermeiden, was Dich zusätzlich aufregt. Erinnere Dich immer wieder daran, dass die Symtpme typisch sind und es nicht nur Dir so geht. Tu Sachen, die Dir guttun, denn Du kannst derzeit nur jeden Tag schauen, wie es sich entwickelt und solltest daher in den kleinen Dingen auf Dich achten.

Ich hoffe, Du hattest eine halbwegs gute Nacht. Grüße Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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fruehling
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von fruehling » Samstag, 31.01.15, 10:32

Hallo Heardbeat,
gut,dass du jmd gefunden hast im wahren Leben, der dich erst nimmt. Das ist sehr viel wert.
Ich selber bin nur indirekt betroffen.
Ich begleite meine Mutter und bin da ziemlich "alleine".
Gut, dass du es erkannt hast und jetzt die Möglichkeit hast, der Pillen zu entkommen statt wie viele andere erst mal ne jahrelange Psychopharmaka-Karriere zu durchlaufen.
Es wird sicher auch für dich nicht leicht, aber es ist machbar...
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Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Schlumpf » Samstag, 31.01.15, 11:02

Hallo Heartbeat, das ist Mist, was du da gerade durchmachst. Ich setze selbst Mirtazapin ab und bin bei 3,75 mg angelangt. Ich kenne alles, was du beschreibst, aber in milderer Form. Ich habe das Medikament sieben Jahre lang genommen und versuche deshalb, langsam abzusetzen. Ich bin trotzdem ziemlich flott unterwegs und muss mich bremsen, weil ich es natürlich gern schnell loswerden will. Mein Hauptproblem beim Absetzen ist der Schlaf, dazu kommen wechselnd Kreislaufprobleme, Schwindel, Verspannungen, Übelkeit, Schwitzen und eine miese Stimmung. Das alles wechselt sich mit Phasen ab, in denen es mir erstaunlich gut geht. Mir helfen Ruhe, etwas Abwechslung und Entspannungsübungen.
1. Symptome: Schlafstörung, Erschöpfung, Depression, Angepanntsein, häufige Migräne, Weinkrämpfe, sozialer Rückzug - zog sich alles schleichend über Jahre und wurde immer schlimmer; Diagnose: Depression
2. Seit 2008: 30mg Mirtazapin; 2012 auf 15mg reduziert, dafür 20mg Citalopram eingeschlichen
3. Euthyrox 75 seit ca. 2000 (wegen Hashimoto/Unterfunktion der Schilddrüse). Musste während des Absetzens im August auf 100 erhöhen, im November weitere Erhöhung auf 125. Im März Reduktion auf 112,5. Nächste Kontrolle im Mai.
4. Absetzen: Citalpram in mehreren Schritten von 20mg ausdosiert, letzte Einnahme am 22. Juli, Mirtazapin seit Ende Oktober bei 7,5mg. Ich habe mich zum langsamen Absetzen durch Mikrotapering entschlossen.

15.12. ca. 6mg Mirtazapin
4.1. ca. 3,75mg Mirtazapin
Seit dem 4. Februar: Vier Tage lang immer ein Krümelchen abgeschabt, mal gucken, wie mir das bekommt.
Seit dem 14. Februar 2015: 0mg. Ich bin gespannt, wie es mir bekommt.

Seit Februar 2015 keine Psychopharmaka mehr. Aktuell L-Thyrox 112 wegen Hashimoto, Mönchspfeffer wegen Zyklusproblemen und seit Dezember Baldran zum besseren Schlafen.

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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Samstag, 31.01.15, 11:46

Hallo, vielen Dank für eure Worte! Ich mag euch mal kurz erzählen wie die Nacht war... ich bin um 3 eingeschlafen nach einer hohen Dosis Baldrian und Hopfen-Tabletten. Um 5 wieder aufgewacht mit Herzrasen und mir war heiß und etwas übel, abver noch einigermaßen aushaltbar. Ich bin gegen 7 wieder eingeschlafen und kurz nach 10 wieder aufgewacht. Mir geht´s...naja, als hätte ich eine schwere Grippe. Aber ertragbar einigermaßen. Solange ich keine Verpflichtungen habe und nirgendswo hin muss, ertrage ich es, aber im Alltag ist das so kaum machbar.... Wie macht ihr das hier mit der Arbeit?? Ich kann mir das gar nicht vorstellen....

Denkt ihr, dass ich Mirtazapin weiterhin weglassen kann und die nächsten Wochen doch *tos*l nehmene kann, weil dann werden doch die Entzugserscheinungen vom Mirtazapin wegsein und dann lasse ich das *tos*l auch weg. Ich werde doch in 3,4 Wochen nicht ebenfalls dann Absetzungssymptome haben davon, oder? VIelleicht ist die Frage ja auch total doof, weil ihr mir ja geschrieben habt, dass das ZNS nur noch mehr gereizt wird. Aber ich versuche gerade alles in meinem Kopf durchzugehen.
Die Vorstellung wieder Mirtazapin nehmen zu müssen macht mir plötzlich richtig Panik, wirklich....alles in mir sträubt sich dagegen weil ich jetzt spüre was das für ein krasses Zeug ist.
Ich glaube wirklich das Schlaf die Symptome besser macht. Ich merke es ja. Wenigstens 4 Stunden und ich kann hier sitzen. Ich habe nur den Eindruch das ich ohne Mirtazapin keine Tiefschlafphasen mehr habe.... ich schlafe nicht, ich döse eher, mit schlimmen Träumen. Jede Stunde die ich mal wegdrifte, habe ich die schlimmsten Alpträume ever...aber ich werde sofort wach wenn nur ein leises Geräusch hier ist. Manchmal liege ich da und weiß gar nicht ob ich wach bin oder schlafe, weil ich so erschöpft abdrifte.

Denkt ihr, dass ich Nebenwirkungen haben werde wenn ich jetzt nach 10 Tagen Mirtazapin wieder einnehme? Und kann ich auch einfach jetzt schon eine geringere Dosis als die 3,75 einnehmen? Ich weiß zwar nicht wie ich diesen Krümel Tablette noch kleiner machen soll, aber wenn ich davon ein Viertel abschneide und den Rest nehme, so 3mg?
Ich bin so hin und her gerissen.... Kann man Absetzsymptome auch dem Hersteller melden? Ich finde, dass sollte mit in dem Beipackzettel.

@Schlumpf: super das du schon bei 3,75 angelangt bist! Wieviel hattest du denn vorher? 7 Jahre ist schon eine lange Zeit, mach wirklich langsam. Du siehst ja bei mir mit weniger Jahren und wirklich langsamen absetzen (jeweils 1 Jahr für die jeweilie Dosis) was es anrichten kann. Aber ich kenne das... ich würde es ja jetzt am liesbten auch ganz weglassen. Ich finde gruselig das es einem zwischendrin so gut geht. Woran liegt das denn? Ich merke auch, dass es wie Schübe sind.

Mein Arzt hat mir gestern gesagt, dass die langfristige Einnahme von Psychopharmaka die Lebensdauer verringert.... es macht mich wirklich wütend, dass niemand einem sowas sagt. Warum habe ich nicht einfach gleich gek*fft oder K*ks genommen... kommt mir im Moment auch nicht mehr schlimmer vor. Nur das du da ernst genommen wirst.

@fruehling: oh...ich glaube für Angehörige ist das auch sehr schlimm, aber wenn deine Mutter jemanden hat der sie versteht und ernst nimmt, gibst du ihr sicherlich schon mal ganz viel. Ich merke auch, Rückhalt ist sooooo wichtig. Sonst schafft man das kaum.

Was mich schockiert jetzt ist, dass manche gleich 3,4,5 verschiedene Tabletten bekommen...ich meine, die können das doch unmöglich jemals wieder absetzen, oder? Ich denke da an Leute die ich kenne, die nehmen seit 10 jahren 4 verschiedene Sachen ....wie kommen die denn davon los? Und denken die Psychiater das es Sinn macht einer sehr jungen Person sowas zu verschreiben mit dem Wissen die nehmen das den Rest ihres Lebens?? Für mich ist das fast Körperverletzung.

@Murmeline: mir macht wirklich der Gedanke Angst, dass ich es mal schaffe, gute Phasen habe und dann wieder schlechte.... das schaffe ich nicht, unmöglich. Ich will doch leben... vor allem kann man dann ja nicht zum Arzt gehen, weil die sagen, das stimmt nicht.

Mmh ich frage mich, wenn dieses Problem ja eigentlich so bekannt ist, warum werden auf psychiatrischen Weiterbildungen anscheinend nicht davon gesprochen? Geht es um Geld? Weil man die Tabletten dann weniger verschreibt?

Hat schon mal irgendjemand seinen Arzt verklagt, geht sowas? Kann mal als Patient überhaupt irgendwas machen?
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
seit 21. 01. 2015: kein M. mehr eingenommen


Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle

Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

Lisamarie
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 31.01.15, 12:06

Hallo Heartbeat, also ich kann deine Wut nachempfinden , ich denke die Ärzte wissen es einfach nicht oder wollen es nicht wissen. Und auch von vier oder fünf Medikamenten kann man runterkommen, langsam und mit Bedacht.

Und was du beschreibst sind typische Absetzwellen, mal geht es einem gut und dann geht es wieder abwärts, im Laufe der Zeit werden die seichter bis sie ganz verschwinden. Aber das wird sicher nicht von jetzt auf gleich sein, das Gehirn muss wieder heilen und das dauert.

Und jetzt das Atosil ist eine neue Substanz und es macht wenig Unterschied ob du vom Mirta oder dem Atosil abhängig bist, davon abgesehen möchte der Körper das Mirtazapin und nicht die neue Substanz. Also kann es sein das du den Entzug mit dem Atosil gar nicht gedeckelt bekommst und dann doch nachgeben musst und das Mirtazapin wieder eindosieren musst, weil es zu schlimm wird. Dann nach wochenlangem Gebrauch vom Atosil kann auch das nicht mehr so einfach abgesetzt werden und du hast ruck zuck zwei Probleme an der Backe. Wir kennen kein Medikament das einen Entzug vollkommen deckeln könnte. Und was hast du davon die eine Substanz durch die andere auszutauschen. Also ich würde tatsächlich die drei mg Mirtazapin wieder einnehmen und dann abwarten ob du dich damit stabilisieren kannst und dann langsam alle vier bis sechs Wochen ein bisschen absetzt.
lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Samstag, 31.01.15, 13:31

Hallo!

Wenn dein aktueller Zustand ertragbar ist, dann ist das schon mal was!
ich bin um 3 eingeschlafen nach einer hohen Dosis Baldrian und Hopfen-Tabletten. Um 5 wieder aufgewacht mit Herzrasen und mir war heiß und etwas übel
Potentiell können diese Mißempfindungen zusätzlich von Baldrian und Hopfen verstärkt werden. Bitte mitbedenken bzw. drauf achten.
Solange ich keine Verpflichtungen habe und nirgendswo hin muss, ertrage ich es, aber im Alltag ist das so kaum machbar
Vielleicht kannst Du dich eine Woche krankschreiben lassen? Eine Grippe kauft Dir bei diesen Symtomen bestimmt jeder Arzt aktuell ab. Dann hast Du immerhin mal ein paar Tage ohne zusätzlichen Stress. Stress macht die ganze Sache natürlich nicht leichter und fördert oft nur zusätzlich das Kopfkino.
Denkt ihr, dass ich Mirtazapin weiterhin weglassen kann und die nächsten Wochen doch *tos*l nehmene kann, weil dann werden doch die Entzugserscheinungen vom Mirtazapin wegsein und dann lasse ich das *tos*l auch weg. Ich werde doch in 3,4 Wochen nicht ebenfalls dann Absetzungssymptome haben davon, oder?
Hm, hm. Schwierig. Petra hat Dir dazu ja Überlegungen mitgegeben, die Du gut abwägen solltest.
Ich finde es tragbar, dass du das *tos*l genommen hast, um in der allerersten Akutphase nicht komplett abzudriften und soweit ruhig zu sein, dass du etwas schlafen und dann Dinge in die Wege leiten konntest (Anrufe, Dich hier anmelden etc). Ob man Entzugserscheinungen damit deckeln sollte, musst am Ende natürlich Du nach Abwägung entscheiden. Bedenkenlos empfehlen kann ich das nicht.
Die Vorstellung wieder Mirtazapin nehmen zu müssen macht mir plötzlich richtig Panik, wirklich....alles in mir sträubt sich dagegen weil ich jetzt spüre was das für ein krasses Zeug ist.
Also, *tos*l ist auch krass :) Du könntest mal schauen, wie es Dir mit der Überlegung geht, dass das Zurückgehen auf Mirtazapin kein Rückschritt sondern nur ein ZWISCHENSCHRITT ist hin zu einem sanfteren Absetzen, dass Du dann hoffentlich besser verträgst
Manchmal liege ich da und weiß gar nicht ob ich wach bin oder schlafe, weil ich so erschöpft abdrifte.
Das könnte die nächsten Tage noch öfter vorkommen. Versuche, das zu akzeptieren (auch die schlimmen Träume) ohne Dich davon verrückt machen zu lassen. In Deinem Kopf "gewittert" es quasi, Dein Gehirn ist ganz schön herausgefordert, sich umzustellen, weil es auf einen gewohnten Stoff verzichten muss.
Denkt ihr, dass ich Nebenwirkungen haben werde wenn ich jetzt nach 10 Tagen Mirtazapin wieder einnehme? Und kann ich auch einfach jetzt schon eine geringere Dosis als die 3,75 einnehmen? Ich weiß zwar nicht wie ich diesen Krümel Tablette noch kleiner machen soll, aber wenn ich davon ein Viertel abschneide und den Rest nehme, so 3mg?
Prognosen sind schwierig. Die meisten fühlen sich nicht schlagartig besser, aber nach einer überschaubaren Zeit - die einem selber natürlich ziemlich lang vorkommt. Wenn Du es früher gut vertragen hast, dann kannst Du davon ja mal ein bisschen Optimismus ableiten. Du kannst es natürlich auch mit einer geringeren Dosis versuchen, vielleicht reichts ja schon.

Grüße!
Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Samstag, 31.01.15, 14:07

Hallo....

oh man das ganze Thema macht mich echt fertig. Ich laufe auf und ab und weiß nicht ob ich es nehmen soll oder doch lieber aushalten. Aber ich tendiere dazu es heute Abend zu nehmen. Die Vorstellung schlafen zu können hört sich für mich wie Paradies an :D
Das gewittern im Kopf ist eine wirklcih gute Metapher, denn genauso fühlt es sich auch an. Ich werde wohl heute Abend versuchen 3mg zu nehmen. Das wird wieder so ein Akt die Tagblette so hinzuschneiden mit dem Messer. Und wenn da nur ein paar Brösel abfallen, dann mache ich das in ein Glas Wasser und trinke es. So sollte es gehen, denke ich.
Oh, ich wusste nicht das Baldrian und Hopfen diese Missempfindungen verstärken können. Ich achte mal drauf.
Wisst ihr was mir noch aufgefallen ist? So richtig schlimm wurde es ja erst Mittwochnacht und -morgen und ich habe (leider) am Abend zuvor eine gute Menge Bachblütentropfen in meine Wasserflasche gefüllt und üner den Abend und die Nacht getrunken.... irgendwo hier habe ich gelesen, dass Bbt die Entzugssymptome noch verschlimmern.

Der Arzt gestern meinte noch, dass selbst wenn man den Wirkstoff nicht mehr im Blut hat oder er da nicht mehr nachgewiesen werden kann, der Stoff noch lange Zeit im Gewebe sein kann und man einen Gewebespiegel hat und der Stoff wohl auch nicht so schnell abgebaut wird. Das erklärt warum die ersten 5 Tage bis auf Schlaflosigkeit sonst okay waren.

@Murmeline: ich finde es sehr hilfreich die erneute Einnahme nicht als Rückschritt, sondern wie du geschrieben hast als Zwischenschritt zu sehen. So versuche ich es jetzt auch zu sehen. Dann fühle ich mich wenisgtens nicht als Loser.

@Lisamarie: nein, es macht echt keinen Sinn das eine Medikament gegen das andere auszutauschen...ich weiß das schon und will beides nicht. Dann lieber wieder Mirtazapin und langsamer absetzen. Ich habe nur den Eindruck dafür brauche ich jahrelang..? Ich bin ja schon 2! Jahre dabei, ich wollte es wirklich langsam machen. Ich verstehe auch gar nicht, dass ich beim reduzieren nie Symptome hatte?! Aber dafür jetzt...
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
seit 21. 01. 2015: kein M. mehr eingenommen


Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle

Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

fruehling
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von fruehling » Samstag, 31.01.15, 16:20

Hallo Heardbeat,
Du schreibt von Leuten, die 4-5 verschiedene Präparate nehmen. Ja, das ist Körperverletzung und ein junger Mensch wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Leben lang an den Tabletten hängen und der Arzt sagt, dass es die Krankheit ist. Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Absetzsymptome kennen die meisten Menschen nicht.
Der Patient selber glaubt es dann auch, dass er schwer psychisch krank ist.
Meine Mutter ging ohne Tabletten in die Klinik und kam mit 7!!! wieder raus. Sie hat nicht mehr gesprochen, hatte keinen Antrieb mehr und war einfach nur da, als Hülle.
Seit einen Jahr reduziert sie die Tabletten und hätte sie keine Familie, wäre auch sie nicht mehr da.
Und ja, als Angehöriger ist es manchmal unerträglich, so dass ich mir schon oft gewünscht habe, dass ich der Betroffene bin, dafür eine gesunde Mutter zu habe.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Heartbeat
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Registriert: Donnerstag, 29.01.15, 12:39

Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Samstag, 31.01.15, 16:33

Hallo fruehling, das mit deiner Mutter tut mir richtig leid...ich finde es so unverantwortlich jemanden der sonst nichts nimmt 7!! verschiedene Tabletten zu verschreiben. Unglaublich. Ich habe mal nicht nur Mirtazapin genommen. Mir wurde S*rtr*l*n gegeben, R*t*l*n, S*roqu*l noch dazu (weiß nicht welche Worte ich wie splashen muss, sorry, hoffe du weißt was ich meine!). Und ich habe die alle abgesetzt, ohne Ausschleichen und es war okay. Keine Symptome, nur beim R*t*l*n für 3, 4 Tage. Sonst gar nichts.
Und da war ich gerade mal 19,20. Ich konnte unter Einfluss der Tabletten nicht mehr zur Schule gehen, ich habe immer verschlafen. Mir wurde sogar von jetzt auf gleich 45 mg Miratzapin verschrieben, ich nahm es einmal, kippte um weil das zu viel auf einmal war und zu plötzlich und dann nicht mehr, bis man es mir eben wieder gab. Aber niedriger dosiert. Ich verstehe auch nicht wie man mit so einer hohen Dosis anfangen kann und gleichzeitig sollte ich 75mg *t*s*l nehmen!!!! Das muss man sich mal überlegen. Ich nahm das zuhause, kippte weg und wachte 16 Stunden später wieder auf, Schulklausur verpasst und Ärger weil ich einfach nicht kam. Da habe ich das nicht mehr genommen.
Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen. Wie lange ist deine Mutter denn schon am Absetzen? Klappt das einigermaßen irgendwie? Und gibt es irgendeinen Arzt der da mit drauf guckt? Was du erzählst macht mich richtig wütend... ich verstehe ja, dass es eine Nutzen/Schaden-Abwägung gibt. Also wenn jemand akut gefährdet ist, dass er dann für KURZE Zeit etwas bekommt, ein einziges Medikament und der Arzt dann den Blick drauf hat, aber das man soviel auf einmal gibt und dann den Patienten alleine stehen lässt.... langsam sollte denen doch klar sein, dass es auch Menschen gibt die sensibel beim Absetzen reagieren und da drauf achten.
Jemand sagte mal: Psychopharmaka ist immer noch billiger als eine 3 Jahre lange Therapie mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten parallel. Das würde mehr helfen, aber wie gesagt Pillen sind billger und der Patient ist ruhig (gestellt).
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
seit 21. 01. 2015: kein M. mehr eingenommen


Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle

Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

fruehling
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von fruehling » Samstag, 31.01.15, 17:05

Meine Mutter hatte schon mal einen Klinikaufenthalt. Damit fing alles an. Sie hat langsam über ein 3/4 Jahr die erste Ration abgesetzt. Daraufhin ist sie durchgedreht (wer macht das nicht bei 4 Tabletten und mehrere Umstellungen incl Tavor). Dann kam es wieder zum Klinikaufenthalt, wo sie mit 7 Medikamenten wieder heraus ging. Das war niederschmetternd.
Wir mussten dann wieder von vorne anfangen. Das war vor einem Jahr. Sie bekam 3 Sachen zum Schlafen, weil sie Nebenwirkungen (kribbeln im Körper und Unruhe) hatte :frust:
Jetzt ist natürlich eine Abhängig keit entstanden.
Das ist jetzt ca 1 Jahr her und ein toller Neurologe unterstützt uns, nimmt uns auch ernst.
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Samstag, 31.01.15, 17:17

Das hört sich alles so schrecklich an... aber gut das ihr einen Neurologen habt der hilft. Nehmen Neurologen einen mehr ernst als Psychiater?
Das Kribbeln und die Unruhe hatte ich auch manchmal in den Beinen wenn ich Mirtazapin und *t*s*l genommen habe. Das ist wirklich schlimm.
Tavor ist richtig hart, glaube ich, wollte man mir auch mal geben, aber abgelehnt, davon wegkommen ist wirklich hart. Das man dann irgendwie
durchdreht und zusammenbricht, körperlich und psychisch, ist einfach normal.... ich schüttel einfach mit dem Kopf weil Psychiater dann ja
immer noch sagen, nehmen Sie alles weiter.

Das war einfach so hart gestern bei der Psychiaterin. Ich erzähle ihr wie schrecklich es ist und sie sagt, wenn es mit Mirtazapin besser war,
soll ich es einfach wieder nehmen. Ja ja klar. Ich nehme es den Rest meines Lebens weil ich sonst Entzugserscheinungen habe. DAS ist
sicherlich nicht der Sinn von Psychopharmaka.

Einmal in der Klinik, da war eine Zimmernachbarin die sehr laut war nachts sodass ich nie schlafen konnte. Ich bitte um ein anderes Zimmer.
Es heißt : nehmen sie einfach noch mehr Tabletten, ein bisschen *t*s*l und dann schlafen Sie auch bei Krach.
Stellt euch das mal vor... SOWAS ist Medikamentenm*ssbr**ch. Es ist zu anstrengend mir ein Zimmer zu organisieren, aber mir Pillen geben, geht.
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
seit 21. 01. 2015: kein M. mehr eingenommen


Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle

Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

Schlumpf
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Schlumpf » Samstag, 31.01.15, 19:45

Hallo Heartbeat, ich habe ursprünlinglich mal 30mg genommen. Die wurden 2012 auf 15mg reduziert, dafür habe ich dann aber zusätzlich 20mg Citalopram bekommen. Ich setze seit Mai 2014 ab. Das Citalopram bin ich recht gut losgeworden, das Mirtazapin ist schwieriger.
1. Symptome: Schlafstörung, Erschöpfung, Depression, Angepanntsein, häufige Migräne, Weinkrämpfe, sozialer Rückzug - zog sich alles schleichend über Jahre und wurde immer schlimmer; Diagnose: Depression
2. Seit 2008: 30mg Mirtazapin; 2012 auf 15mg reduziert, dafür 20mg Citalopram eingeschlichen
3. Euthyrox 75 seit ca. 2000 (wegen Hashimoto/Unterfunktion der Schilddrüse). Musste während des Absetzens im August auf 100 erhöhen, im November weitere Erhöhung auf 125. Im März Reduktion auf 112,5. Nächste Kontrolle im Mai.
4. Absetzen: Citalpram in mehreren Schritten von 20mg ausdosiert, letzte Einnahme am 22. Juli, Mirtazapin seit Ende Oktober bei 7,5mg. Ich habe mich zum langsamen Absetzen durch Mikrotapering entschlossen.

15.12. ca. 6mg Mirtazapin
4.1. ca. 3,75mg Mirtazapin
Seit dem 4. Februar: Vier Tage lang immer ein Krümelchen abgeschabt, mal gucken, wie mir das bekommt.
Seit dem 14. Februar 2015: 0mg. Ich bin gespannt, wie es mir bekommt.

Seit Februar 2015 keine Psychopharmaka mehr. Aktuell L-Thyrox 112 wegen Hashimoto, Mönchspfeffer wegen Zyklusproblemen und seit Dezember Baldran zum besseren Schlafen.

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