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Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

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Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Samstag, 31.01.15, 20:06

Ja irgendwie ist das voll das hartnäckige Zeug. Aber das Problem dabei ist auch, dass umso weniger Mirtazapin man nimmt, desto größer ist auch die schlafanstoßende Wirkung. Ich glaube das zeigt schon das hier schon ganz wenige mg eine enorme Wirkung haben.
Das komische ist, dass ich mich gerade richtig gut und normal fühle.... So trügerisch... Heute Nacht werde ich wieder wach liegen und 2. Stunden einen oberflächlichen Schlaf haben...
Was ist eigentlich Mikrotapering? Habe es in deiner Signatur gelesen!
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
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Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
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Murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Samstag, 31.01.15, 20:14

Hallo!

Ich hoffe Du hast den Tag soweit gut überstanden.
Ich laufe auf und ab und weiß nicht ob ich es nehmen soll oder doch lieber aushalten.
Das ist eine Entscheidung, die Dir leider niemand abnehmen kann. Aber Du wirst schon das richtige für Dich herausfinden.
Ich werde wohl heute Abend versuchen 3mg zu nehmen. Das wird wieder so ein Akt die Tagblette so hinzuschneiden mit dem Messer. Und wenn da nur ein paar Brösel abfallen, dann mache ich das in ein Glas Wasser und trinke es. So sollte es gehen, denke ich.
Denke ich auch. Vielleicht meldet sich auch noch jemand mit einem guten Tipp.
So richtig schlimm wurde es ja erst Mittwochnacht und -morgen und ich habe (leider) am Abend zuvor eine gute Menge Bachblütentropfen in meine Wasserflasche gefüllt und üner den Abend und die Nacht getrunken
Das kann gut sein, dass ein Zusammenhang besteht. Leider reagieren viele auch auf die sanften Mittel. Daher gilt hier: immer vorsichtig antesten und nur steigern, wenn man das Gefühl hat, dass sich nichts verstärkt. Zusätzliche Wechselwirkungen kann man in dieser Situation nicht brauchen, v.a. wenn man am Ende garnicht mehr weiß, was von was kommt. Deshalb finde ich auch Ersatzmedikamente beim Ausschleichen schwierig.
Der Arzt gestern meinte noch, dass selbst wenn man den Wirkstoff nicht mehr im Blut hat oder er da nicht mehr nachgewiesen werden kann, der Stoff noch lange Zeit im Gewebe sein kann und man einen Gewebespiegel hat und der Stoff wohl auch nicht so schnell abgebaut wird. Das erklärt warum die ersten 5 Tage bis auf Schlaflosigkeit sonst okay waren
.
Das hat der Arzt meiner Meinung nach genau richtig erklärt :D
Dann lieber wieder Mirtazapin und langsamer absetzen. Ich habe nur den Eindruck dafür brauche ich jahrelang..? I
Dass kann Dir keiner genau sagen. Aber wenn Du irgendwann zurückschaust, dann ist es auch egal, ob es x Monate länger oder kürzer gedauert hat. Hauptsache Du bist da gut durchgekommen.
Mir wurde S*rtr*l*n gegeben, R*t*l*n, S*roqu*l noch dazu. Und ich habe die alle abgesetzt, ohne Ausschleichen und es war okay. Keine Symptome, nur beim R*t*l*n für 3, 4 Tage. Sonst gar nichts.
Das ist interessant. Hast Du das alles zeitgleich mit dem Mirtazapin genommen? Das würde erklären, warum es auch ohne Ausschleichen gut geklappt hat, denn dann hatte Deine Gehirn ja immer das Mirtazapin noch. Darüberhinaus gibt es natürlich Menschen, die weniger Probleme beim Absetzen haben. Umso krasser muss Dir Deine Reaktion gerade vorkommen. Kein Wunder, dass Du sehr verunsichert warst bzw. bist.
Ich verstehe auch nicht wie man mit so einer hohen Dosis anfangen kann und gleichzeitig sollte ich 75mg *t*s*l nehmen!!!!
Leider gehen viele Ärzte vom Credo "Viel hilft viel" aus. Das zahlt sich meistens nicht aus. Aber letztendlich wirst Du auch mit irgendeinem Leidensdruck bei den Ärzten angekommen sein. Und die handeln dann eben nach ihrem Schema.
Ich erzähle ihr (der Psychaterin) wie schrecklich es ist und sie sagt, wenn es mit Mirtazapin besser war,soll ich es einfach wieder nehmen.
Ja, das ist immer den einfachste Weg. Und wenns nicht besser wird, dann einfach weiter erhöhen...

Wie gehts Dir heute abend?
Grüße Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Samstag, 31.01.15, 20:48

Danke Murmeline, heute Abend geht es wirklich gut. Bin ganz erstaunt darüber. Mal gucken wie lange es anhält.
Wegen den verschiedenen Medikamenten, ich habe nur S*r*q**l für ein paar Monate mit Mirtazapin genommen und S. problemlos abgesetzt, alles ohne ausschleichen. Und den Rest der Tabletten habe ich unabhängig voneinander einzeln eingenommen und abgesetzt. Keine Probleme. Nur jetzt mit Mirtazapin geht es nicht.
Wenn ich wenigstens schlafen könnte.... dann würde ich es aushalten einigermaßen, wenn es mir weiterhin geht wie heute Abend. Die Müdigkeit verstärkt alle Symptome.
Ich hätte nicht gedacht das auch pflanzliche Mittel die Symptome verstärken. Ich lerne hier immer mehr dazu.

Das Symptom der Schlaflosigkeit, wie lange hält das denn in der Regel an? Welche Erfahrungen macht ihr ihr? Ich meine, irgendwann schläft man doch einfach ein... Das kann doch nicht ewig weiter gehen.
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
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Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
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Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

Murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Samstag, 31.01.15, 21:12

Hallo Heartbeat,

es wäre ganz sinnvoll, wenn Du Deine Signatur ergänzt um die Medikamente, die Du noch genommen hast und wann.
Auch wenn es mit der aktuellen Situation nichts zu tun hat fände ich das wichtig, um Deine Geschichte insgesamt einordnen zu können.
Wenn es ok für Dich ist, bitte auch Deine Diagnose und Therapien mit rein schrieben.
Es ist einfach leichter, wenn man diese Fakten auf einen Blick hat.

Mich würde grundsätzlich interessieren, ob Du an der Grundproblematik, die Dich zu den Psychiatern und den Medikamente geführt hat, auch begleitend therapeutisch gearbeitet hast?

Wenn es gerade gut ist, dann genieß es und schöpfe Kraft. Die wirst Du brauchen, falls wieder eine Welle kommt, wo es nicht so gut ist. Auch das wäre ganz typisch und nichts, was Dich zusätzlich massiv beunruhigen sollte.

Insgesamt sind Deine Beiträge nicht mehr so panisch wie der erste, ich finde, dass ist eine gute Entwicklung.

Ich hab keine Erfahrungswerte mit länger ausbleibenden Schlaf. Bei mir war das in egal welcher Situation immer nur kurz der Fall.

Was mir spontan einfällt: Versuche, nicht um jeden Preis Tiefschlaf zu erwarten. Wenn Du nicht einschlafen kannst, dann leg Dich hin und hör dir leise irgendwas an (Hörbuch, Musik oder Du findest auf Youtube Naturgeräusche oder irgendwas anderes, was Dir gefällt). Daliegen und verkrampft auf den Schlaf warten stelle ich mir jedenfalls schwierig vor und vermutlich auch nicht zielführend.

Grüße Murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Sonntag, 01.02.15, 12:52

Hallo,

ich ergänze meine Signatur noch, im Moment kann ich nicht... eigentlich ging es mir gut, gerade fängt es wieder an das Herzrasen und die Hitze.
Heute Nacht bin ich um 4 eingeschlafen und um 6 aufgewacht, hatte mal keinen Alptraum, wenn auch komische Träume. Ich bin dann aufgestanden,
in der Hoffnung heute Abend mal richtig schlafen zu können. Die Schlaflosigkeit schwächt mich. Aber ich bin nie müde nur ausgelaugt und erschöpft.
Ich habe Angst das ich jetzt wochenlang nur 2 Stunden jede Nacht schlafe, denn das wäre mein aus. Das geht nicht. Das macht einen kaputt.
Wenigstens 6 Stunden brauche ich.
Ja, an der Grundproblematik wurde gearbeitet, mir geht es psychisch sehr gut. Bis jetzt halt. Aber das würde jedem so gehen...
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 01.02.15, 13:08

Hallo!

Wie es dir jetzt geht hat sicher mit dem absetzen zu tun. Wenn der Schlaf fehlt ist es wichtig, dass du deinem Körper und Geist tagsüber etwas ruhe gönnst um zu erholen. Herzrasen und Hitze sind natürlich unangenehm. Fällt dir irgendetwas ein was dir gut tun würde und dich ablenkt? Es ist nicht leicht aber nur Symptome beobachten macht es leider nicht besser.

Gut dass du eine hilfreiche Therapie hattest, dass ist ein ganz wichtiger Baustein!

Grüße murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Sonntag, 01.02.15, 13:22

Hey Murmeline, ich habe mich gerade mal etwas hingelegt um mich auszuruhen. Ich hab keine Idee was mir gut tun könnte, ich habe kein Interesse mehr an nichts....auch keine Lust.
Aber mir ist was eingefallen was helfen könnte als ich gerade einen Artikel eines Arztes über Schlafstörungen gelesen habe.
Also bevor ich Mirtazapin genommen habe, habe ich meine Schlafstörung erfolgreich mit einem Antihistaminika in den Griff gekriegt. Also ein ganz normales frei verkäufliches Mittel gegen Heuschnupfen und so. Und in dem Artikel sagte der Arzt das dies sehr wohl eine Lösung ist. Es macht nicht abhängig und führt zu keinen Absetzungserscheinungen. Die hatte ich auch damals nicht! Es ist auch kein Psychopharmaka und macht nichts mit dem ZNS
Was haltet ihr davon? Habt ihr davon mal was gehört!
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 01.02.15, 13:30

Hallo! Die hystaminsache kann ich fachlich nicht einschätzen, leider. Meldet sich hoffentlich jemand dazu.

Ansonsten glaube ich dass man handeln muss und austesten muss was guttut. Man fühlt sich nicht sofort besser, denn das tritt meistens erst zeitverzögert auf. Aber es ist immer gut einen Anfang zu starten und zu hoffen, dass Gefühle, Gedanken und Wohlbefinden mit der zeit nachziehen.

Grüße murmeline
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Lisamarie
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 01.02.15, 13:31

Hallo Heartbeat, wie heißt das Mittel denn ? Also eigentlich ist das unlogisch das das Antihistaminika nicht in die Gehirnsubstanz eingreift. Weil es ja soweit ich weiß das Histamin oder den allergieauslösende Substanz ausschaltet. Also sicher bin ich mir da nicht wirklich, weil ich mich damit noch nicht beschäftigt hab. Schreib mal um welches Mittel es sich handelt. Dann kann man da genauer nachforschen.
Lg Petra

Sorry Murmeline gerade mit dir überschnitten.
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen

Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Sonntag, 01.02.15, 13:43

Ich wusste nicht ob ich den Markennamen posten darf.
Es handelt sich um Cetiriz*n, das habe ich genommen und es hat super zum schlafen geholfen!! Weil diese Mittel gegen Allergien ja immer auch eine sedierende Wirkung haben. Wenn ihr Antihistaminika gegen Schlafstörungen googelt, gibt es einiges dazu. Ich weiß nur nicht wie es mit den absetzungssymptomen ist, ob die dadurch schlimmer werden. Ich frage mal morgen meinen Arzt und versuche es dann ggf.
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Schlumpf
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Schlumpf » Sonntag, 01.02.15, 23:17

Hallo Heartbeat, du hattest gefragt, wie wir es hier mit der Arbeit machen. Soweit ich weiß, sind einige krankgeschrieben oder verrentet, andere arbeiten. Ich selbst versuche, mich bei der Arbeit irgendwie durchzubeißen. Das ist manchmal ganz schön hart, aber ich brauche und will den Job. Davon abgesehen tut es mir persönlich auch gut, eine Aufgabe und eine Struktur von außen zu haben. Als ich das Citalopram auf Null hatte, war ich vier Tage krankgeschrieben, sonst ging es eigentlich. Es gab aber auch einige Tage, an denen ich morgens nicht wusste, wie ich durch den Tag kommen sollen und am Abend dann ganz verblüfft war, dass es geklappt hat und anscheinend nicht einmal aufgefallen ist... 8-)
1. Symptome: Schlafstörung, Erschöpfung, Depression, Angepanntsein, häufige Migräne, Weinkrämpfe, sozialer Rückzug - zog sich alles schleichend über Jahre und wurde immer schlimmer; Diagnose: Depression
2. Seit 2008: 30mg Mirtazapin; 2012 auf 15mg reduziert, dafür 20mg Citalopram eingeschlichen
3. Euthyrox 75 seit ca. 2000 (wegen Hashimoto/Unterfunktion der Schilddrüse). Musste während des Absetzens im August auf 100 erhöhen, im November weitere Erhöhung auf 125. Im März Reduktion auf 112,5. Nächste Kontrolle im Mai.
4. Absetzen: Citalpram in mehreren Schritten von 20mg ausdosiert, letzte Einnahme am 22. Juli, Mirtazapin seit Ende Oktober bei 7,5mg. Ich habe mich zum langsamen Absetzen durch Mikrotapering entschlossen.

15.12. ca. 6mg Mirtazapin
4.1. ca. 3,75mg Mirtazapin
Seit dem 4. Februar: Vier Tage lang immer ein Krümelchen abgeschabt, mal gucken, wie mir das bekommt.
Seit dem 14. Februar 2015: 0mg. Ich bin gespannt, wie es mir bekommt.

Seit Februar 2015 keine Psychopharmaka mehr. Aktuell L-Thyrox 112 wegen Hashimoto, Mönchspfeffer wegen Zyklusproblemen und seit Dezember Baldran zum besseren Schlafen.

carriecat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von carriecat » Montag, 02.02.15, 8:17

Guten Morgen,

es gibt Antihistaminika als frei verkäufliches Schlafmittel, ich habe mir damals Hogg*r N gekauft. Es aber nie genommen, weil ich so einen Schiss davor hatte :cry: Aber es ist ja bekannt, dass die meisten Antihistaminmittel total müde machen.

Und die docken vermutlich ja an die gleichen Rezeptoren an wie Mirtazapin. Deshalb muss man auch aufpassen mit dem Essen, also bei mir hat histaminhaltige Nahrung die Symptome immer verstärkt. Bzw. ich glaube, dass es erst daher kam, also man erlangt dadurch eine Histaminintoleranz. Ich hatte vor den AD nie Probleme mit Allergien oder Nahrungsmittelintoleranzen.
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Montag, 02.02.15, 10:50

Ich habe seit der Einnahme von Mirtazapin auch verschiedene Allergien entwickelt. Natürlich sagten alle, es hat nichts mit Mirtazapin zu tun. Aber das habe ich nie geglaubt. Ich habe eine Laktoseintoleranz und Fertigprodukte mit viel Gluten kann ich nicht mehr essen. Außerdem habe ich auch noch Nesselsucht! Das ist ja auch einer der Gründe warum ich das absetzen wollte. Mir kann keiner erzählen, dass das alles nichts mit Mirtazapin zu tun hat. Wenn so viele das haben?! Hautausschläge habe ich auch ständig und Schuppenflechte an manchen Stellen.... achso, Akne hatte ich auch, die habe ich allerdings in den Griff bekommen.

@carriecat: meinst du wirklich, dass das an die gleichen Rezeptoren wir Mirtazapin andockt? Ich meine, das ist ja nichts was auf´s ZNS wirkt, soweit ich weiß. Ich habe nur gelesen, dass bei monatelanger Einnahme eine Absetzungserscheinung in Form von Hautjucken entsteht. Ich habe einen Teil nicht richtig verstanden in deinem Post, meinst du, dass die Antihistaminika mit der Zeit eine Histaminintoleranz verursachen und man mit dem Essen aufpassen muss oder war das auf das Mirtazapin bezogen?

Ich werde nachher mal meinen Arzt fragen wegen dem Antihistaminmittel und euch berichten!!

@Schlumpf: wenn du es schaffst so arbeiten zu gehen, hast du meine Bewunderung und ihr anderen hier natürlich auch! Ich für mich kann kaum einlaufen gehen, mein Gehirn ist Matsch, ich stehe neben mir und verstehe nichts mehr.


Ich erzähle mal wie es letzte Nacht war. Also nachdem ich mich den ganzen Tag wachgehalten habe, damit ich nachts vielleicht besser schlafe, hat das auch geklappt. Ich habe sicher den Tag über 1 Liter Baldriantee getrunken und abends noch 2mal Tropfen genommen. Ich bin so um 11 eingeschlafen, habe bis ca. 6 durchgeschlafen :o Das ist wirklich gut!! Ich bin einigermaßen wach und den Umständen entsprechend fit heute. Auch wenn ich Magenschmerzen ohne Ende habe und mir übel ist und schwindlig.
Ich muss echt aller 2 Stunden was essen, sonst verkrampft sich mein Magen total. Gegen die Übelkeit und die Magenprobleme trinke ich Ingwertee und ich nehme Weißdorntropfen gegen Schwindel. Mal sehen wie es die Tage weitergeht und entwickelt. Bisher geht es langsam....
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von carriecat » Montag, 02.02.15, 13:20

Heartbeat hat geschrieben: @carriecat: Ich habe einen Teil nicht richtig verstanden in deinem Post, meinst du, dass die Antihistaminika mit der Zeit eine Histaminintoleranz verursachen und man mit dem Essen aufpassen muss oder war das auf das Mirtazapin bezogen?
Das war auf das Mirtazapin bezogen, Heartbeat. Weil vorher hatte ich ja keine Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Und seit ich das Mirtazapin (viel zu schnell) abgesetzt habe, muss ich mit dem Essen aufpassen und vertrage nicht mehr so viele Sachen. Vor den AD konnte ich alles ohne Probleme essen. Vorher hatte ich keine Angstzustände von Schokolade oder bekam Herzrasen nach bestimmten Lebensmitteln....
Liebe Grüße,
Anja
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Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
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Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
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November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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padma
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von padma » Montag, 02.02.15, 13:59

Hallo Heartbeat, :)

zu den Antihistaminikas:
die älteren Antihistaminikas haben als NW eine starke Müdigkeit, deshalb werden sie manchmal als "Schlafmittel" eingesetzt.
Allerdings lässt diese müde machende Wirkung oft schnell nach. und auch bei Antihistaminikas stellt sich eine Gewöhnung ein. Von daher ist das nicht so unproblematisch.

Besser ist es wirklich, Mirtazapin niedrig wieder einzudosieren und ganz langsam auszuschleichen. Es gibt Mirtazapin auch in flüssiger Form, als Remer.gil Lösung, damit kann sehr fein dosiert werden. Allerdings muss man es wohl zumeist selbst bezahlen, eine Flasche kostet ca. 60 €.
Ich habe seit der Einnahme von Mirtazapin auch verschiedene Allergien entwickelt. Natürlich sagten alle, es hat nichts mit Mirtazapin zu tun. Aber das habe ich nie geglaubt. Ich habe eine Laktoseintoleranz und Fertigprodukte mit viel Gluten kann ich nicht mehr essen. Außerdem habe ich auch noch Nesselsucht!
Mirtazapin hat eine starke Wirkung auf das Histaminsystem. Daher sind das, was du beschreibst typische NW bzw. Absetzsymptome.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



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Heartbeat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Heartbeat » Montag, 02.02.15, 18:41

@padma: ja , das man die Tropfen selbst zahlen muss, habe ich schon mitgekriegt.... ich habe auch ein Rezept besorgt. Bisher aber bin ich sehr zuversichtlich es nicht weiter zu nehmen. Ich würde fast sagen, mir geht es "gut". Ich habe wieder geschlafen, durchgeschlafen. Meine Hoffnung ist das bleibt so und die restlichen Symptome lassen auch noch nach. Sie sind schon schwächer geworden! Heute ist ein Tag der mir Hoffnung gibt. Ansonsten wieder auf Anfang...
Ich habe mir Vitamin B besorgt und nehme das mal die nächste Zeit. Das hat doch auch eine gute Wirkung auf die Nerven, oder?

Was für Vitamine etc nehmt ihr hier noch? Oder nehmt ihr gar nichts?

Warum sagen die Ärzte einem denn nicht das Mirtazapin auf das Histaminsystem wirkt? Weißt du, wie oft ich die das gefragt habe und denen von diesen Symptomen erzählt habe? Und die sitzen da und sagen mir, ich bilde mir das ein und das sei psychisch. *d*ot*n.

@carriecat: okay, danke, dann habe ich es verstanden :) Vor Mirtazapin konnte ich auch alles essen.... wie traurig ist das alles eigentlich? Meinst du, das geht irgendwann wieder weg, diese Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Herzrasen bekomme ich von sehr glutenhaltigen Nahrungsmitteln.... aber Angstzustände von Schokolade? Das ist hart... was denkst du welcher Stoff in der Schokolade das auslöst? Und was sagen deine Ärzte dazu? Die glauben das wahrscheinlich nicht...?!
2007: Sertralin (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2008-2009: Methylphenidad (aprupt abgesetzt und ein paar Tage Kopfschmerzen und ein halbes Jahr Depressionen)
2011: 15mg Mirtazapin, Quetiapin mg? (aprupt abgesetzt ohne Symptome)
2013: 7,5mg Mirtazapin
2014: 3,75mg Mirtazapin
seit 21. 01. 2015: kein M. mehr eingenommen


Absetzungserscheinungen: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Hautausschlag, extreme Schlaflosigkeit,
Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfälle

Absetzungserscheinungen seit Mitte Februar: starke Müdigkeit (auch mit ausreichendem Schlaf), zwischendurch viele Nächte in denen ich mittendrin aufwache und nicht mehr schlafen kann bzw erst wieder nach einigen Stunden

carriecat
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von carriecat » Montag, 02.02.15, 20:20

Heartbeat hat geschrieben: @carriecat: okay, danke, dann habe ich es verstanden :) Vor Mirtazapin konnte ich auch alles essen.... wie traurig ist das alles eigentlich? Meinst du, das geht irgendwann wieder weg, diese Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Herzrasen bekomme ich von sehr glutenhaltigen Nahrungsmitteln.... aber Angstzustände von Schokolade? Das ist hart... was denkst du welcher Stoff in der Schokolade das auslöst? Und was sagen deine Ärzte dazu? Die glauben das wahrscheinlich nicht...?!
Also ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es ganz weg geht...weil sonst würde ich aus dem Fenster hüpfen. Also es ist schon viel besser geworden als zu der Anfangszeit vor 3 Jahren. Aber manche Tage sind immer noch.... :evil: Es kommt wirklich auf die Tagesverfassung an...dann vertrage ich auch Schokolade, aber manchmal könnte ich da einfach die Wände von hochgehen. Und ganz grauenhaft sind Gummibärchen und dieses sonstige Gummizeugs, dabei esse ich das so gerne :cry:

Die Ärzte sagen da gar nix zu....ich habe schon mal Histaminintoleranz testen lassen...im Blut, im Stuhl usw. Nicht nachweisbar...aber das scheint wohl für die absetzbedingte Histaminose typisch zu sein.

Aber lass dir bloß nicht einreden, das wäre psychisch. Das sagen die Herren in weiß nur, weil denen nix mehr einfällt. :twisted:
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von padma » Montag, 02.02.15, 21:42

Hallo Heartbeat, :)
Ich habe mir Vitamin B besorgt und nehme das mal die nächste Zeit. Das hat doch auch eine gute Wirkung auf die Nerven, oder?

Was für Vitamine etc nehmt ihr hier noch? Oder nehmt ihr gar nichts?
B Vitamine können helfen, besonders B12. Allerdings vertragen manche Betroffene auch keine Vitamine, daher immer vorsichtig probieren.

Vit C kann gegen die Histaminintoleranz helfen.

Oft besteht auch ein Mangel an Vit D, das sollte man aber erst testen lassen. Bei Vit D muss man besonders vorsichtig ausprobieren, das es Symptome verstärken kann.

Fischölkapseln können auch hilfreich sein.

Bitte immer eines nach dem anderen probieren.
Warum sagen die Ärzte einem denn nicht das Mirtazapin auf das Histaminsystem wirkt?
Sie wissen es offensichtlich nicht. :frust: :frust: :frust:

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Lisamarie » Montag, 02.02.15, 22:15

Hallo Heartbeat, also ich hab unter Mirta auch ne schlimme Histamintolleranz entwickelt, nach einem halben Jahr nach dem Absetzen verschwand die wieder nach und nach und ich kann heute wieder alles essen.
Lg Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Murmeline
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Re: Mirtazapin abgesetzt - Höllentrip...Hilfe!!!

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 03.02.15, 7:53

Hallo Heartbeat,

schön zu lesen, dass Du einen guten Tag hattest und auch schlafen konntest.
Das ist doch mal ein großer Unterschied zu Deinem ersten Beitrag.
Danke auch, dass Du Deine Signatur ergänzt hast.

Du hast jetzt weder das Mirtazapin noch das *t*s*l noch einmal genommen, richtig?
Und die sitzen da und sagen mir, ich bilde mir das ein und das sei psychisch.
Ja, das ist echt schlimm. Als ich unter Medikamenten Hautprobleme bekam (die Haut löse sich einfach stellenweise ab), hab ich auch immer zu hören bekommen, dass das psychisch ist, sobald Ärzte von meinen Tabletten erfahren haben. Man wird nicht ernst genommen, wenn man da Nebenwirkungen vermutet. Dabei hatte ich ohne Medikamente noch nie so etwas!

Mit Fischöl habe ich persönlich nach dem Absetzen von Quetiapin und einem anschließenden extrem starken Juckreiz gute Erfahrungen gemacht.
Wie Padma schreibt ist es aber wichtig, alles immer vorsichtig anzutesten und nicht gleichzeitig auszuprobieren, damit Du Nebenwirkungen klar auf ein Produkt zurückführen kannst.

Ich hoffe für Dich, dass es weiter bergaufgeht.

Grüße Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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