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Schildkroete: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Schildkroete
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Schildkroete: Venlafaxin erfolgreich abgesetzt - jetzt Probleme durch Antihormontherapie (Tamoxifen)

Beitrag von Schildkroete » Sonntag, 17.05.15, 19:27

:lol: Hallo,

ich bin neu hier und bitte um Unterstützung.

Ich habe acht Jahre lang wegen Depressionen Venlafaxin genommen. Zwei Jahre lang in hohen Dosierungen von 225 oder 300 mg, die übrige Zeit 150 oder 75 mg. Das Höher- oder Niedrigerdosieren lief immer problemlos, aber wenn ich eine Einnahme ganz vergessen habe, habe ich das deutlich gemerkt (Kopfschmerzen/Schwindel).

Vor einigen Monaten habe ich auf Vorschlag meines Psychiaters beschlossen, das Venlafaxin abzusetzen. Da ich vor den Absetzerscheinungen, wie ich sie von den vergessenen Einnahmen her kannte, einigen Respekt hatte, bin ich langsamer und in kleineren Schritten vorgegangen, als üblicherweise empfohlen wird, nämlich:

bis 13.1.2015: 75 mg
14.1.2015: 62,5 mg
15.-24.1.2015: 50 mg
25.1.-6.2.2015: 37,5 mg
7.2.- 27.3.2015: 25 mg
28.3.-30.3.2015: 12,5 mg
ab 1.4.2015 ganz weggelassen

Inzwischen habe ich hier gelesen, dass auch das noch viel zu schnell sein kann, und dass es kontraproduktiv ist, einen Dosierungsschritt nur für einen oder wenige Tage zu nehmen. Aber vor ein paar Wochen kannte ich das Forum noch nicht.

Kopfschmerzen hatte ich übrigens trotz meines "langsamen" Ausschleichens nicht zu knapp. Aber das eigentliche Problem hat sich erst später entwickelt: Ca. drei Wochen, nachdem ich das Venlafaxin ganz abgesetzt hatte, setzte eine quälende innnere Anspannung ein. Außerdem erlebe ich seitdem ausgeprägte Morgentiefs.

Zunächst hatte ich gehofft, dass es sich um Absetzerscheinungen handelt, die schnell vorbeigehen und die ich aussitzen kann. Aber mein Aussitzvermögen ist erschöpft, ich bin inzwischen völlig funktionsunfähig. Mein Psychiater hält es nicht für Absetzerscheinungen, sondern für zurückkehrende Symptome der Depression, und wenn es nicht besser wird, soll ich das Venlafaxin wieder nehmen.

Ich halte es immer noch für möglich, dass es sich um Absetzerscheinungen handelt, glaube aber nach ausgiebiger Lektüre in diesem Forum nicht mehr, dass sie einfach geräuschlos verschwinden. Deshalb habe ich beschlossen, zu der letzten Dosierung zurückzukehren, mit der ich gut klargekommen bin, und habe gestern wieder mit 25 mg Venlafaxin begonnen. Jetzt leide ich unter Kopfschmerzen und Übelkeit, und es geht mir eigentlich noch schlechter. Ob das wohl der richtige Weg ist?

Zur weiteren Info:

Ich nehme noch Schilddrüsenhormon und Vitamin D, beides wird regelmäßig überprüft.

Vor dem Venlafaxin habe ich drei Jahre lang Paroxetin genommen. Daneben habe ich Erfahrungen mit zahlreichen anderen Psychopharmaka - Fluoxetin, Trimipramin, Amitryptillin, Doxepin, Tavor, Alprazolam, Promethazol, Qetiapin, Pipamperon, Amisulprid, die ich aber alle nur wenige Tage bis wenige Wochen genommen habe. Das letzte derartige "Abenteuer" liegt mehr als zwei Jahre zurück.

Gruß
Schildkröte
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 17.05.15, 19:50

Hallo Schildkröte,

Willkommen im ADFD.

Wie du schon richtig befürchtest hast du viel zu schnell abgesetzt , außerdem wird das ZNS immer empfindlicher je mehr Psychopamaka man genommen hat. Und das sind auf jeden Fall Absetzprobleme und nicht wie deine Psychologin sagt das Aufflammen der Grunderkrankung . Das hören wir öfter das die Ärzte einem sowas erzählen, warum sie Absetzprobleme leugnen ist uns auch unklar. Steht ja inzwischen auch in der Gebrauchsanweisung.

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=19&t=9345

Schau hier unsere Liste der Absetzproblematiken

http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html

Wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen 10% ab und im unteren Bereich nur noch höchstens 5% da da noch übermäßig viele Rezeptoren mit Wirkstoff belegt sind. Das du wieder eindosiert hast ist gut. Allerdings hast du viel zu hoch eindosiert , also wir hier starten nachdem es falsch ausschgeschlichen wurde , erstmal mit einem Krümmel um auszuprobieren ob man es noch verträgt.

Da es nachdem man es abgesetzt hat auch zu paradoxen Reaktionen oder Unverträglichkeiten kommen kann. Wenn man das Krümmelchen dann verträgt langsam höher dosieren, also erstmal auf höchstens 2.5 mg dann abwarten ob das schon ausreicht um wieder stabiler zu werden. Wenn das nicht ausreicht auf 5 mg aufdosieren. Die Chancen stehen nicht schlecht das man sich schon mit wenig stabilisieren kann. Und sowohl das Abdosieren wie auch das Aufdosieren sollte vorsichtig erfolgen , weil beides Stress fürs ZNS ist. Und das es dann kein Wunder ist das es dir mit 25 mg noch schlechter geht.

Lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
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6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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.

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Schildkroete » Sonntag, 17.05.15, 20:38

Hallo Petra,

vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich habe mich für 25 mg entschieden, weil das die letzte Dosierung war, mit der es mir einigermaßen gut ging. Jetzt nochmal runter zu gehen, ist ja wahrscheinlich auch nicht sinnvoll, oder?

Gruß
Schildkröte
Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

Mein Thread: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9719

Jamie
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 17.05.15, 20:50

Hallo Schildkroete,

also wenn du nur gestern und heute 25mg genommen hast, dann sollte es schon drin sein morgen nochmal runterzugehen.
Das Problem ist, dass ein gereiztes ZNS wirklich willkürlich agieren kann. Sprich einstmals gut vertragene 25mg können nach falschem Absetzen plötzlich Probleme bereiten. Du solltest m. Er. morgen weniger probieren, zumal dir die 25mg auch nicht so gut bekommen sind.
Meine Empfehlung wären 12,5mg oder sogar noch etwas weniger.

Es bleibt natürlich dir überlassen, wie du weiter vorgehen möchtest. Wir machen nur zunehmend die Erfahrung, dass niedrige Dosen a) oft ausreichend sind und b) den Körper weniger belasten.

Gruß. Ach so. Das will ich nicht vergessen: Willkommen im adfd :).

Jamie
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von fruehling » Sonntag, 17.05.15, 22:34

Hallo Schildkröte,
das ist ziemlich verflixt, wenn auch noch Schilddrüsenmedikamente im Spiel sind.
Bitte lass mal alle Werte prüfen; TSH, T3, T4
Es ist eine enorme Herausforderung sowohl für den Motor deines Lebens (Schilddrüse) und dein Nervensystem.
Das alles greift ineinander über. Ich würde es nicht als wiederkehrende Depression deuten.
Du brauchst ganz viel Zeit, denn nach längerer Einnahme hat dein Nervensystem verlernt, die Botenstoffe zu regulieren.
Was hat denn Oberhaupt zur Einnahme geführt?
Lieben Gruß
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MurmelineJamieKassiopeiapadma
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Kassiopeia
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Kassiopeia » Sonntag, 17.05.15, 23:03

Hallo Schildkröte,

willkommen! Heute trudeln ja einige Venlafaxin-Neulinge hier im Forum ein. Du hast ja schon Antworten von den Profis hier erhalten, denen ich mich jedenfalls anschließen möchte. Ich denke auch, dass du mit 12,5 besser fährst, nachdem du schon längere Zeit auf dem Level warst.

Die 25 lassen das Pendel vielleicht zu sehr in die Gegenrichtung ausschlagen, und das könnte der Grund dafür sein, dass es dir noch schlechter geht.

Das wäre jedenfalls meine Vermutung. Das ZNS versucht sich wieder auf eine stabile Mitte einzuschwingen, nachdem es aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Jeder Impuls wird aufgenommen, er muss also wohldosiert und vorsichtig sein.

Dann kann man nur abwarten und beobachten.

Alles Liebe
Kassiopeia
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MurmelineJamiepadmaOliverSchildkroete
Diagnose 3/2013: Schwere/mittlere Depression/Burn-Out induzierte D.>>März 2013: Venlafaxin 75 mg>>auf 225 mg
nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Schildkroete » Sonntag, 17.05.15, 23:58

Vielen Dank für eure Antworten! Dann werde ich es morgen 12,5 mg versuchen.

Wieso ich das Zeug überhaupt, und dann so lange, genommen habe? Das ist eine Geschichte für sich, die ich jedenfalls heute nicht mehr erzählen werde.

Gruß
Schildkröte
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Schildkroete » Mittwoch, 20.05.15, 0:47

Ihr Lieben,

ich bin's nochmal mit einer Frage. Seit gestern habe ich, wie ihr mir geraten habt, meine Venlafaxin-Dosis auf 12,5 mg reduziert. Die Übelkeit ist weg, das ist schon mal gut. Aber ansonsten sind die Nebenwirkungen weiter in voller Pracht vorhanden (Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schwitzen, Schlaflosigkeit). Und die Anspannung, die ich eigentlich zu bekämpfen hoffte, ist auch noch da. Ich bin verunsichert, ob es der richtige Weg ist, das Venlafaxin wieder in einer niedrigen Dosis zu nehmen. Wie lange lohnt es sich, mit den 12,5 mg abzuwarten und zu beobachten? Und wenn es mir weiter so schlecht geht, in welche Richtung sollte ich dann gehen? Höher dosieren? Wie viel?

Ich möchte noch ein paar Hintergrundinfos ergänzen. Ich nehme das Venlafaxin seit einem Klinikaufenthalt im Jahr 2007. Es wurde mir dort nicht aufgedrängt, ganz im Gegenteil. Zu Beginn dieses Klinikaufenthalts hatte ich Paroxetin (nach dreijähriger Einnahme) abgesetzt. Einige Zeit danach begann ich mich so zu fühlen, wie ich es auch jetzt erlebe - quälende innere Anspannung, frühes Erwachen, Morgentief. Da diese Symptome nicht unmittelbar nach dem Absetzen, sondern erst mit einigen Wochen Verzögerung auftraten, dachte damals weder ich noch irgendjemand sonst an Absetzsymptome, sondern ich dachte, meine Depression würde immer schlimmer. Dass ich solche Symptome vor der ersten Einnahme eines ADs nie erlebt hatte, darüber dachte ich damals nicht nach.

Ich selbst habe dann darauf gedrängt, wieder ein AD einzunehmen, weil ich meinen Zustand unerträglich fand. Ich bekam das Venlafaxin, und innerhalb weniger Tage war ich wie ausgewechselt. Ich fand es selbst merkwürdig, dass es so schnell geholfen hat. Heute, im Rückblick, habe ich den Verdacht, dass es nicht die Symptome meiner ursprünglichen Depression waren, die da so schnell beseitigt wurden, sondern nur die Absetzsymptome des Paroxetins. Mir wird ganz anders, wenn ich mir vorstelle, dass mir das Venlafaxin vielleicht nie etwas genutzt hat, sondern einzig und allein die Absetzsymptome gelindert, die es jetzt selbst verursacht...

Leider scheint es diesmal nicht so schnell zu gehen mit dem Lindern der Absetzsymptome durch erneute Einnahme eines SSRI. Spricht das dafür, dass es diesmal doch keine Absetzsymptome sind?

Ich habe morgen einen Termin bei meinem Psychiater. Der wird mir wahrscheinlich nahe legen, wieder eine "richtige" Dosis von dem Venlafaxin zu nehmen. Oder eine "richtige" Dosis eines anderen ADs. Und vielleicht noch etwas zum Entspannen dazu. Und ich bin so zermürbt, dass ich nicht weiß, ob ich mich darauf nicht einlasse.

Gruß
Schildkröte
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Kassiopeia » Mittwoch, 20.05.15, 1:01

Liebe Schildkröte,

halte noch ein wenig durch, dann kannst du immer noch etwas anderes machen. Auch wenn es bei dir immer recht schnell gegangen ist mit der Besserung, so ist es doch nicht ungewöhnlich, dass das Einpendeln etwas Zeit braucht. Die schlimmsten Erfahrungen machen meines Erachtens jene, die keine Geduld aufbringen und anfangen herumzuexperimentieren. Davor möchte ich dich eindringlich warnen.

Vielleicht findest du ja etwas für dich, das dir ein wenig gegen die Anspannung hilft, also abgesehen von Medikamenten. Entspannungstechniken oder so. Irgendetwas ohne Nebenwirkungen, oder etwas das dich ablenkt.

Alles Liebe
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nach Abklingen der NW gut vertragen>>Dezember 2013: Um Tiefs (Schmerzen am ganzen Körper, extreme Schwäche)abzufedern auf 300 mg: stabile Stimmung, jedoch körperlich ständig erschöpft, extrem hohes Schlafbedürfnis und neue NW: "Stöße" am Hinterkopf + kurzzeitig schwankender Gang>>5.2.2014:225 mg Absetzsymptome: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, Weinerlichkeit, intensive (auch Angst-) Träume, Nachtschweiß, Kälteschauer, Kribbeln an den Fußsohlen. Positiv: Bin seitdem tagsüber nicht mehr so erschöpft und müde! AS nach etwa drei Wochen abgeklungen>>9.3.2014: Reduktion auf 200 mg. Erst Hochgefühl (manische Phase?) Plötzliche AS nach zehn Tagen: Kopfschmerzen, Augenbrennen, Rachenschmerzen, intensive Träume, Kälteschauer, Tinnitus verstärkt, Müdigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Gliederschmerzen, Verspannungen, Pessimismus, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Gefühl der Überforderung. Dann psychisch eine Besserung, jedoch werden die Krankheitssymptome heftiger: Kopf, Kiefer, Hals, Ohren, Zunge abwechselnd oder gleichzeitig, wechselnd besser und wieder schlechter>>26.4.2014:: 150 mg: Körperliche Schwäche und Gliederschmerzen. Halsschmerzen und Kopfschmerzen abwechselnd. Tinnitus, Müdigkeit. Nach etwa 1 Monat symptomfrei. Dann Tabletten vergessen: Alptraumnacht und massive körperliche Symptome. Wiedereindosiert nach 2 Tagen. Symptome nun wieder wie nach letztem Absetzschritt, mit Ausnahme von Halsschmerzen.
Absetzpause, Reha, Stabilisierung. Neue Diagnose: rezidivierende Depression und somatoforme Schmerzstörung
20.12.2014: Ca. 147,5 mg leichte Absetztsymptome
31.12.2014: Ca. 145 mg die ersten paar Tage nix, dann Schwitzen, Kälteschauer, Gliederschmerzen und Antriebslosigkeit
07.01.2015: Ca. 142,5 mg Schmerzen am ganzen Körper, grippig, morgens total im Eimer
17.01.2015: Ca. 140 mg
19.01: Bakterieller Infekt mit Fieber: Wegen heftiger Muskelzuckungen wieder zurück auf 142,5 mg
02.02. 140 mg
11.02. 137,5 mg
13.03. 132,5 mg
05.04. 127, 5 mg
23.04. 125 mg
27.05. 122,5 mg
10.06. 120 mg
04.08. 117.5 mg
18.08. 115 mg
08.09. 75 mg. hypomanische Phase, Schwitzen, Kälteschauer, Träume, dann Tief mit Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gliederschmerzen.
03.01. 7 Kügelchen weniger
08.02. 10 Kügelchen weniger
28.02. 15 Kügelchen weniger - also bei etwa 70,8 mg
14.03. 20 - etwas zu früh
Umstellung von morgendlicher Einnahme auf abends
2.5. 25 Kügelchen weniger
15.5. 30 Kügelchen
28.5. 35 Kügelchen
20.6. 40 Kügelchen
14.7. 45 Kügelchen
2.8. 55 Kügelchen - der Schritt war anscheinend zu groß. Enorme Erschöpfung und Schmerzen in den Fingern, Händen, Füßen, Oberarmen, Oberschenkeln, Kribbeln im Gesicht, Halsschmerzen. Jeder Schritt ist anstrengend.
1.9. 60 Kügelchen
20.9. 65 Kügelchen
5.10. -70 Kügelchen :schnecke: :o
16.10. -75 K.
30.10. -80 K.
20.11. -85 K.
20.12. -90 K. - immer noch ca. 50mg to go :frust:
weitergemacht in dem Tempo, bis ich gemerkt habe, dass eine vergessene Dosis mir kaum mehr etwas ausgemacht hat, da hab ich dann immer geschwindelt und bin am nächsten Tag deutlich niedriger eingestiegen.
Ab 1.5.2017 Countdown von 70 Kügelchen, jeden Tag eines weniger
1.7.2017 9 Kügelchen to go
10.07.2017 - 0. Ich bin gereizt und weinerlich, meine Muskeln ziehen, es kribbelt und mir schlafen die Gliedmaßen ein

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Oliver » Mittwoch, 20.05.15, 1:03

Hallo Schildkröte,

diese Fragen kannst nur Du Dir selbst beantworten und wenn ich deinen Beitrag lese, lese ich das auch eigentlich so, dass Du Dir diese Fragen auch bereits selber beantwortest, aber Du kämpfst halt noch mit Dir selbst.

Das hier ist für mich die entscheidende Stelle:
Einige Zeit danach begann ich mich so zu fühlen, wie ich es auch jetzt erlebe - quälende innere Anspannung, frühes Erwachen, Morgentief. Da diese Symptome nicht unmittelbar nach dem Absetzen, sondern erst mit einigen Wochen Verzögerung auftraten, dachte damals weder ich noch irgendjemand sonst an Absetzsymptome, sondern ich dachte, meine Depression würde immer schlimmer. Dass ich solche Symptome vor der ersten Einnahme eines ADs nie erlebt hatte, darüber dachte ich damals nicht nach.
Lass Dir morgen nichts aufschwatzen :hug:

Alles Gute
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Beitrag von Schildkroete » Mittwoch, 20.05.15, 23:34

Nachdem ich ihm noch einmal ausführlich dargelegt habe, warum ich das, was ich jetzt erlebe, für Absetzsymptome halte und was ich da für Zusammenhänge sehe, hält er das auch für plausibel und will mich dabei unterstützen, dass "Zeug" (seine Worte!) ganz loszuwerden ("Und wenn ich Sie dafür einen Monat krankschreiben muss!").

Er wäre allerdings angesichts der Nebenwirkungen dafür, die 12,5 mg wieder abzusetzen ("Dann ist doch das Allerwichtigste, das Sie das Zeug so schnell wie möglich ganz loswerden!"). Seiner Erfahrung nach (er hat natürlich nur Erfahrungen mit dem "üblichen" Absetzplan) muss ich dann eben unter Umständen für ein paar Wochen durch eine unangenehme Zeit, aber früher oder später würden die Symptome von selbst verschwinden.

Ich bleibe jetzt aber erst mal bei den 12,5 mg. Dieses Vorgehen ist mir zwar nicht richtig geheuer, aber das "radikale Absetzen" ist mir noch weniger geheuer.

Zu allem Überfluss habe ich auch noch einen grippalen Infekt mit leichtem Fieber.

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Ich habe meinem Psychiater Unrecht getan!

Beitrag von Oliver » Mittwoch, 20.05.15, 23:53

Schildkroete hat geschrieben:Nachdem ich ihm noch einmal ausführlich dargelegt habe, warum ich das, was ich jetzt erlebe, für Absetzsymptome halte und was ich da für Zusammenhänge sehe, hält er das auch für plausibel und will mich dabei unterstützen, dass "Zeug" (seine Worte!) ganz loszuwerden ("Und wenn ich Sie dafür einen Monat krankschreiben muss!").
Wow! Da hast Du aber ganze Arbeit geleistet! Ich bin begeistert. Vielleicht sollten wir das ADFD umbenennen in "Institut für Ärzteweiterbildung mit Guerilla Taktiken" :D
Schildkroete hat geschrieben:Er wäre allerdings angesichts der Nebenwirkungen dafür, die 12,5 mg wieder abzusetzen ("Dann ist doch das Allerwichtigste, das Sie das Zeug so schnell wie möglich ganz loswerden!"). Seiner Erfahrung nach (er hat natürlich nur Erfahrungen mit dem "üblichen" Absetzplan) muss ich dann eben unter Umständen für ein paar Wochen durch eine unangenehme Zeit, aber früher oder später würden die Symptome von selbst verschwinden.
Ja ... das lernt er dann in den nächsten Lektionen, die er von Dir bekommt, das er da noch große Lücken hat :)
Schildkroete hat geschrieben:Ich bleibe jetzt aber erst mal bei den 12,5 mg. Dieses Vorgehen ist mir zwar nicht richtig geheuer, aber das "radikale Absetzen" ist mir noch weniger geheuer.
Klingt gut.
Schildkroete hat geschrieben:Zu allem Überfluss habe ich auch noch einen grippalen Infekt mit leichtem Fieber.
oder Du hast gerade eine der vielfältigen Entzugserscheinungen von SSRI und Co. darf ich vorstellen Die Absetzgrippe

Alles Gute
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Schildkroete » Donnerstag, 21.05.15, 22:31

Mein Psychiater ist generell sehr vernünftig und unvoreingenommen. Er verschreibt Antidepressiva nicht leichtfertig, und es war ja auch sein Vorschlag, dass ich das Venlafaxin absetze. Ich sehe das also nicht in erster Linie als meine Leistung. Guerilla-Taktiken habe ich jedenfalls nicht angewendet.

Absetzgrippe höre ich zum ersten Mal. Woran erkenne ich die? In den Links steht etwas von Änderungen im Tagesverlauf, aber wie sehen die aus? Ich habe auch etwas Husten, passt das auch dazu?

Gruß
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1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Oliver » Donnerstag, 21.05.15, 22:39

Hallo Schildkröte,
Schildkroete hat geschrieben:Mein Psychiater ist generell sehr vernünftig und unvoreingenommen. Er verschreibt Antidepressiva nicht leichtfertig, und es war ja auch sein Vorschlag, dass ich das Venlafaxin absetze.
achso, ich hatte mich auf diesen Abschnitt bezogen, der für mich eher nach Pharmavertreter als beim Absetzen hilfreichen Arzt klang:
Ich habe morgen einen Termin bei meinem Psychiater. Der wird mir wahrscheinlich nahe legen, wieder eine "richtige" Dosis von dem Venlafaxin zu nehmen. Oder eine "richtige" Dosis eines anderen ADs. Und vielleicht noch etwas zum Entspannen dazu.
Da dachte ich, hättest Du eine schwere Aufgabe, den davon zu überzeugen, dass weniger mehr ist.

Sorry :bettzeit:
Oliver

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 21.05.15, 22:45

Hi Schildkroete,

eine Absetzgrippe fühlt sich an wie ein grippaler Infekt, allerdings ist Husten eher selten. Die meisten sind müde, schwach, haben Kopf- und Gliederschmerzen, es kann sogar etwas Fieber auftreten; ferner wird berichtet von schwitzen, frieren, zittern etc. Manchmal auch etwas Halsweh.

Wir wissen jetzt natürlich nicht, ob du eine Absetzgrippe hast oder es dich "richtig" erwischt hat.
Du kannst ja so verfahren, dass du dich so behandelst und schonst, wie du es tun würdest, wenn du eine "normale" Grippe (bzw. grippaler Infekt) hast - gerade Husten gehört behandelt.
Spricht aber nichts von deinen Maßnahmen an, was bei dir bei deinem grippalen Infekt eben normalerweise hilft, dann mehren sich schon die Hinweise, dass das absetzbedingt ist.

Auch wenn es wirklich eine Absetzgrippe ist, kannst du gar nicht viel Anderes tun, als über die Wiedereinnahme des Venlafaxins nachzudenken bzw. dich zu schonen und viel zu schlafen und Beschwerden ggf. symptomatisch behandeln, z.B. Lutschpastillen bei Heiserkeit, Schmerztablette bei Kopfweh etc.

Gruß
Jamie (gute Besserung :bettzeit: )
Zuletzt geändert von Jamie am Donnerstag, 21.05.15, 23:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 22.05.15, 15:41

Vielen Dank für die Erklärungen zur Absetzgrippe. Kann schon sein, dass es das ist. Der Husten ist so dezent, dass er eigentlich nicht "ausreicht" als Erklärung dafür, wie schlecht ich mich fühle. Hustentee gibt es trotzdem!

Leider habe ich inzwischen noch eine neue körperliche Unbill kennengelernt. Heute morgen hatte ich einen Schließmuskelkrampf (s. z. B. hier http://www.gesundheit.de/krankheiten/sc ... lgia-fugax), und ich kann euch sagen, das ist wirklich schlimm. Hatte so etwas noch nie. Es scheint wirklich alles aus den Fugen geraten zu sein. Das macht mir Angst.

Ich habe schon früher die Erfahrung gemacht, dass sich mein Psychiater plausiblen Argumenten nicht verschließt. Trotzdem hatte ich in diesem Fall tatsächlich erwartet, dass es schwieriger werden würde, ihn zu überzeugen. Aber da habe ich ihm, wie gesagt, Unrecht getan.

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Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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insanity
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von insanity » Freitag, 22.05.15, 16:56

Klingt alles gar nicht gut. Diese quälende innere Unruhe/Anspannung habe ich auch oft, gerade nach Absetzschritten oder wenn ich mal eine Tablette vergessen habe.
Was machst du dagegen?

LG insanity
Diagnose: Depressionen, aktuell keine Symptomatik (Juli 2017)
Fluoxetin
Mär'14-Jul'14: 20-40 mg anfangs starke Übelkeit
bei jeder Erhöhung vermehrt Suizidgedanken, die nach einigen Tagen weg waren; im Verlauf zwar Besserung, die Ende Mai in schwerste Depressionen umschlugen
Venlafaxin (retard)
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14.12. 37,5 mg erzwungene Aufdosierung durch Klinik. Kügelchenmethode sei nicht praktikabel. Dazu einige Tage unretadiert. Schwindel, Kopfschmerzen
08.04.2017 25 mg leichte Antriebslosigkeit, sonst keine Symptome die direkt darauf zurückzuführen wären
Promethazin, Dipiperon, Seroquel
jeweils 10-20 mg (Seroquel 25-50mg) keine oder zu viel Wirkung
Trimipramin
Dez '14-Anfang 2016: 10-40 mg
Feb '15-heute
Pille: Maxim (Valette)
0,03 mg Ethinylestradiol; 2 mg Dienogest
Jul'15-heute keine Probleme

immer wieder Probleme mit niedrigen HB/Eisenspeicher, gut behandelbar mit Eisentabletten.

Schildkroete
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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Schildkroete » Freitag, 22.05.15, 17:11

Hallo insanity,

ich mache Entspannungsübungen, meistens PMR. Das bringt nicht so richtig viel, aber ich habe es auch früher nie regelmäßig geübt, was man ja tun sollte, damit man es "kann", wenn man es braucht. Und ich versuche mich abzulenken (Lesen, Surfen, Hausarbeit), das klappt ganz gut. Wenn ich Fieber habe, wie in den letzten Tagen oder Anfang letzter Woche (da hatte ich eine Halsentzündung), ist die Anspannung weg. Das ist dann fast eine Erholung.

Bei einzelnen, vergessenen Tabletten hatte ich das zum Glück nie. Da hatte ich nur Kopfschmerzen.

Gruß
Schildkröte
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Diagnose: Depression, in Remission seit 2014
Seit 2003 diverse Antidepressiva, zuletzt (seit 2007) Venlafaxin , wechselnde Dosierungen, zuletzt 75 mg
Außerdem: Einnahme von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin, seit 2009), diverse Nahrungsergänzungsmittel, Antihormontherapie mit Tamoxifen (seit 10/2017)

1. Absetzversuch (Anfang 2015): über 6 Wochen von 75 mg auf 0 mg. Symptome: Weinerlichkeit, Verstärkung bereits vorhandener neuropathischer Schmerzen, Bauchkrämpfe, bei jedem Reduktionsschritt für ca. fünf Tage Kopfschmerzen. Ca. 3 Wochen nach Null zusätzlich innere Anspannung, extreme Stressanfälligkeit, Verzweiflung, Morgentiefs, Schlafstörungen. Weiter Weinerlichkeit und Bauchkrämpfe, zusätzlich immer wieder Durchfall. Rückgang der neuropathischen Schmerzen auf das Ausgangsniveau, Zunahme der Anspannung bis zur Funktionsunfähigkeit (Krankschreibung).

Wiedereindosieren (Mitte Mai 2015): 2 Tage 25 mg (NW: Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit) >> 6 Wochen 12,5 mg (Übelkeit sofort weg, übrige NW werden im Lauf der nächsten Woche besser; Darmsymptome verschwinden schnell, Anspannung bessert sich nach ca. 10 Tagen, bleibt aber auf einem auf Dauer nicht erträglichen Niveau, Weinerlichkeit, Stressanfälligkeit und Schlafstörungen bessern sich nur wenig) >> 2 Wochen 14 mg >> 2 Wochen 17,5 mg >> 7 Wochen 22 mg (nach ca. einer Woche Besserung von Anspannung, Schlafstörungen und Darmsymptomen - endlich Rückkehr zur Normalität!)

2. Absetzversuch (Start 14.09.2015): 4 Wochen 20 mg >> 6 Wochen 18 mg (in der vierten Woche nach der Reduktion Schlafstörungen, deshalb länger auf der Dosis geblieben) >> 9 Wochen 16 mg (viel Stress, zwei Antibiosen, kurzzeitig wieder einige Tage mit Anspannung (aber lange nicht so schlimm wie im Frühling) und Weinerlichkeit) >> 8 Wochen 14 mg (leichte Morgentiefs in den ersten Tagen nach der Reduktion, für ca. drei Wochen den typischen Absetz-Kopfschmerz, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 5 Wochen 12 mg >> 9 Wochen 10 mg (leichtes Serotonin-Syndrom aufgrund einer Wechselwirkung mit einem anderen Medikament) >> 7 Wochen 8 mg (verstärkte stromschlagartige Schmerzen, Schlafstörungen, deshalb den nächsten Reduktionsschritt verkleinert) >> 5 Wochen 7 mg >> 8 Wochen 6 mg (keine Absetzsymptome, aber eine Fernreise und zwei Antibiosen) >> 4 Wochen 5,5 mg (in der zweiten Woche nach der Reduktion verstärkte stromschlagartige Schmerzen) >> 4 Wochen 5 mg >> 4 Wochen 4,3 mg >> 5 Wochen 3,8 mg (Absetz-Kopfschmerz, besonders in der 3. und 4. Woche, insbesondere in Verbindung mit Koffein) >> 4 Wochen 3,3 mg >> 4 Wochen 2,7 mg >> 4 Wochen 2,3 mg >> 7 Wochen 1,7 mg >> 5 Wochen 1,2 mg >> 4 Wochen 0,6 mg >> seit 01.10.2017 komplett abgesetzt

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 22.05.15, 17:41

Hallo Schildkroete, ich setz zwar ein Benzo ab aber das mit dem Schliesmuskelkrampf kenne ich auch erst seit dem Entzug. Das hört sich harmlos an aber tut irre weh. Ich hab den meistens nachts , davon werde ich dann wach und mit dem Schlaf ist es dann auch vorbei. Dauert ca ne halbe bis eine Stunde bei mir. Das das ne Krankheit mit eigenem Namen ist wusste ich bisher nicht. Außerdem leide ich an Speiseröhrenkrampf, beim Essen bleibt plötzlich was stecken, fühlt sich so an als ob das Speisestück von einer Faust umschlossen wird. Und lässt dann erst nach ca ne halben Stunde wieder nach, kann dann selbst Spucke nicht mehr runterschlucken , ist auch irre unangenehm. Behindert mich sehr ich kann nicht mehr mit lieben Menschen essen gehen da ich Angst hab das mir das passiert. Alles sehr unangenehm, und es ist sehr lebenseinschränkend, da es so jeden dritten Tag einmal auftritt, das ich inzwischen Angst vorm Essen hab, aber hab ich erst alles seit dem Entzug also denke ich das es da einen Zusammenhang gibt.
Lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

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Re: Probleme nach Absetzen von Venlafaxin

Beitrag von Dia_HB » Freitag, 22.05.15, 18:50

Huhu, ich habe das selbe ,habe es eben bei Lisamarie gelesen.
Der Link ist super.


Liebe Grüße Heike
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Schildkroete
Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

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