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SAMe (S-Adenosylmethionin)

Was gibt es für andere Behandlungsformen? Was hast Du ausprobiert? Was hilft Dir? Antidepressiva, Benzodiazepine, Neuroleptika und andere Psychopharmaka können manchmal kurzfristig helfen, sind aber keine dauerhafte Lösung.
Antworten
Jeannie
Beiträge: 8
Registriert: Donnerstag, 15.09.05, 17:06

SAMe (S-Adenosylmethionin)

Beitrag von Jeannie » Mittwoch, 11.01.06, 18:04

Hallo,
hat jemand Erfahrung mit SAMe (S-adenosylmethionin) bei Ängsten und Depressionen?
Es soll bei der Bildung von Neurotransmittern einen wichtigen Beitrag leisten und somit die
Stimmung anheben. Darüberhinaus soll es einen entgiftenden Einfluß auf die Leber haben und Knorpelmasse (Arthrose/Arthritis) aufbauen. Leider ist es sehr teuer, deshalb lieber hier noch mal nachgefragt, ob es schon jemand ausprobiert hat und wenn ja, mit welchem Erfolg. Laut biopsychiatry.com (Studien in Harvard und Rom 2002) wirkt es genausogut wie Imipramin (trizyklischhes Antidepressivum) bei null Nebenwirkungen. Schön wär's, denn es handelt sich um einen körpereigenen Stoff, der einem hofffentlich nicht diese ganze Scheiße wie Paroxetin auflädt! Seit einem halben Jahr knapse ich jetzt an den letzten 5 mg herum, auf 2 mg hab ich's geschafft. Jetzt muß ich aber erstmal pausieren, weil die Winterdepression mich wieder mal voll im Griff hat.
Viele Grüße und daß es uns allen im neuen Jahr besser gehe
wünscht Jeannie :wink:
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 08.06.18, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel um chemischen Substanznamen ergänzt
Symptome: (Vergiftungsgefühl, niedriger Blutdruck); Diagnose: (Depressives Syndrom, Angst)
Medikation: (Tagonis 30 mg, 11Jahre) >> (Dosierung, Dauer) >> (...)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (Reduktion wöchentlich 5 mg, gescheitert an auftretenden Selbstmordgedanken, Weinkräpfen, akutem Depresssionsschub, elektrische Schläge, Albträume, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, körperliche Schwäche)
Absetzverlauf (Wiedereinnahme seit 3 Wochen, Startdosierung): (5mg, 14 Tage) >> (1 Woche, 4mg) >> (...)

ramires
Beiträge: 15
Registriert: Montag, 01.05.17, 15:01

Re: SAMe

Beitrag von ramires » Freitag, 18.05.18, 13:45

Dieser Beitrag ist zwar 12 Jahre alt, aber mich würde es auch interessieren, ob in der Zwischenzeit jemand Erfahrungen damit sammeln konnte
► Text zeigen

gemuesemuffin
Beiträge: 29
Registriert: Freitag, 08.06.18, 12:58

Re: SAMe

Beitrag von gemuesemuffin » Freitag, 08.06.18, 18:51

Das würde mich auch interessieren.

Ich habe von meiner Therapeutin SAMe empfohlen bekommen und werde damit starten, wenn Paroxetin ausgeschlichen ist. Ich werde berichten :)
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome

Gwen
Team
Beiträge: 1833
Registriert: Donnerstag, 12.01.17, 12:31
Hat sich bedankt: 1874 Mal
Danksagung erhalten: 3453 Mal

Re: SAMe (S-Adenosylmethionin)

Beitrag von Gwen » Freitag, 08.06.18, 20:09

Hallo,

lt Info bei Wikipedia zeigen sich in Studien da auch einige unschöne Nebenwirkungen.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Behandlung mit SAM auftreten: Magenbeschwerden, Durchfall, Ängstlichkeit, manische Symptome, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und allergische Reaktionen.[7] Die nach einer Langzeittherapie auftretenden Auswirkungen sind unbekannt.

Induzierung manischer Symptome

Bei Menschen mit bipolaren Störungen besteht nach Einnahme von SAM die Gefahr der Ausbildung manischer Symptome, wie dies auch bei anderen Antidepressiva möglich ist. Klinische Studien haben ebenfalls gezeigt, dass orale oder injizierte Gaben der Verbindung auch bei Patienten ohne vorher diagnostizierte Bipolare Störungen manische Symptome hervorrufen können.[8] Manche Symptome wie kognitive Dysfunktionen können auch nach Absetzen der Medikation weiterbestehen.[9]
https://de.m.wikipedia.org/wiki/S-Adenosylmethionin

Viele Grüße Gwen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Gwen für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaUlulu 69gemuesemuffin
Diagnose: schwere rezidivierende Depressionen
Escitalopram: aktuell 2,0mg (12.03.2018)
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

gemuesemuffin
Beiträge: 29
Registriert: Freitag, 08.06.18, 12:58

Re: SAMe (S-Adenosylmethionin)

Beitrag von gemuesemuffin » Mittwoch, 13.06.18, 22:05

oh, das war mir gar nicht bekannt. so gilt das wohl auch hier, vorsichtig ausprobieren und auf Veränderungen achten. danke auf jeden fall für die info!
Diagnose: Komplexe PTBS, ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

2011- Venlafaxin 75mg, ca 1 Jahr genommen, von heute auf morgen abgesetzt. 2 Wochen kalter Entzug, danach war es Entzugssymptomtechnisch überstanden.

Medikamentenfrei!

März 2018- 2 Wochen Psychiatrieaufenthalt nach schweren Panikattacken, Flashbacks und Wahnvorstellungen
Medikamente:

Tavor (Bedarf)
Risperidon 3x2mg für 1 Woche für die akuten Wahnvorstellungen, dann ausgeschlichen

Rückfall Zuhause nach dem Psychiatrieaufenthalt
daraufhin wieder zurück in die Klinik

Risperidon wieder höher dosiert auf 3x2mg für ca 1 Woche, zusätzlich Tavor
dann beides noch langsamer ausgeschlichen

Paroxetin parallel eingeschlichen aufgrund von Hoffnungslosigkeit, Suizidalität und angeblicher Depression nach den Wahnzuständen und Flashbacks

Paroxetin 4 Wochen lang mit 20mg genommen
starke Nebenwirkungen

nach 4 Wochen ausgeschlichen wie folgt:

16.4.18- 16.5.18 20mg, etliche Nebenwirkungen

16.5.18 15mg, Besserung
23.5.18 10mg, Besserung
30.5.18 5mg, Besserung
6.6.18 0mg, Verschlechterung, starke Entzugssymptome (Grippegefühl, Unruhe, Brain zaps, Tinnitus, Alpträume)
8.6.18 2,5mg, leichte Entzugssymptome

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