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Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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crazy
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Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Sonntag, 24.03.19, 11:45

Hallo zusammen,
seit knapp 2 Wochen bin ich jetzt komplett auf 0 mg. Ich habe ca. 1 Jahr ausgeschlichen von 5 mg Aripiprazol/Abilify.

Meine Mutter, die mich ja nun wirklich kennt, sagt, endlich bist du wieder mehr wie früher.

Wenn sie und meine Freunde mich nicht unterstützt hätten dabei, zu reduzieren, obwohl ich anfangs eingestellt wurde auf 12,5 mg, dann würde ich das heute noch nehmen.

Sowohl die Klinikärztin als die Tagesklinik danach gingen von einer schweren Psychose aus, in den Arztbericht schrieben sie sogar Schizophrenie. Und das nur, weil ich ehrlicherweise mich selbst eingewiesen hatte, und ehrlicherweise erzählte, ich würde unter anderem etwas hören, von dem ich aber wusste, dass es nicht real sei.

Eigentlich hatte ich mich also hilfesuchend eingewiesen. Und schon kam ich in die Maschinerie der Psychiatrie. Ich war ansonsten sportlich, schlank mit 65 kg, und ja auch halbwegs vernünftig, ich suchte mir ja die vermeintliche Hilfe. Es fand so gut wie keine Therapie statt, wie das in Akutpsychiatrien so ist, aber ich wurde hochdosiert. Anfangs eine gute Erfahrung, die Stimmen waren weg, ich konnte mich wieder besser konzentrieren. Allerdings schon bei anfangs 2,5 oder 5 mg. Man hätte mich an der Stelle auch entlassen können und ambulant weiterbetreuen.

Aber nein, die STANDARDdosis liegt bei Abilify zwischen 10-15 mg, manche Menschen bekommen bis zu 30 mg. Schon die 10 mg und später die 12,5 mg machten mich total platt. Ich schlief nur noch. Klar, angeblich die Negativsymptome. Ich musste in der Psychiatrie in die Psychoedukation, wo ich lernen sollte, wie meine Krankheit funktioniert. Sehr hilfreich, wenn einem Angst gemacht wird, dass man alle paar Jahre einen Schub bekommt und lebenslänglich krank ist, Medikamente nehmen muss.

Bei Diabetes mag das ja Sinn machen, aber die Dopaminhypothese heißt ja Hypothese, weil es wissenschaftlich eben nur eine Annahme ist. Ich frage mich bis heute, ob das wirklich die Ursache für eine Psychose ist. Es weiß ja auch niemand, warum das Dopamin, das angeblich vermehrt ausgeschüttet wird und durch die Neuroleptika wieder blockiert, warum es vermehrt ausgeschüttet wird. Aber anstatt dass Ärzte einem sagen, wir wissen es nicht genau, wird einem lieber das Psychoedukationsfilmchen gezeigt.

Mir leuchten nämlich Erklärungsansätze,die sich mit Viren oder Parasiten oder Infektionen der Mutter in der Schwangerschaft auseinandersetzen, viel mehr ein. Und dann kam in der Psychiatrie natürlich der Drogentest. Na klar, das wäre ja die beste Erklärung überhaupt. Da waren sie ja fast schon enttäuscht, als ich wirklich nichts nahm. Ich war wie gesagt freiwillig in der Psychiatrie, aber ich würde ab dem Zeitpunkt, an dem ich die Stimmen erwähnt hatte, nicht mehr als Mensch behandelt.

Und das kritisiere ich so sehr. Ich meine, es ist schwer genug in so einem Moment zu begreifen, was im eigenen Körper vorgeht. Aber ich würde nicht behandelt, sondern ruhig gestellt und verwahrt.Ich wurde an meinem 30. Geburtstag fixiert, weil der Pfleger in der Nachtschicht nicht mit mir sprechen wollte, nicht verstand, wie es sich anfühlt, an seinem runden Geburtstag in der geschlossenen Psychiatrie festzusitzen. Da kam mein rebellische Geist durch, ich habe die Stationstüre eingetreten. Mit ein bisschen Verständnis wäre das nicht passiert. Wer weiß, der wievielte Nachtdienst des Pflegers das war.
Ich musste Tavor nehmen, sonst hätten sie mir fixiert was gespritzt. Ich kann mich daran erinnern, ich war da zwar wütend, aber rechtlich bin ich mir nicht sicher, ob das in Ordnung war. Ich überlege heute noch, mich wenigstens bei der Beschwerdestelle zu melden.

Aber zurück zum Anfang, zu der Aussage meiner Mutter, dass ich ohne Medikamente endlich wieder ich selbst bin, wie früher. Und darauf kommt es an, dass es mir Jetzt besser geht und ich wieder lebensfroh in die Zukunft sehe.

Und eines habe ich gelernt für meinen Beruf als Sozialarbeiterin, den ich mittlerweile auch wieder ausüben kann. Es gibt für mich nicht mehr die klare Grenze zwischen dem Helfer und dem Klienten, wo der Helfer weiß, wie es geht und der Klient nicht.
Natürlich werde ich keinem Klienten meine Geschichte erzählen, das wäre unprofessionell.
Aber meine Geschichte hat mich geprägt und wenn ich nicht meine Familie und Freunde gehabt hätte, würde ich vielleicht heute auch nicht arbeiten können und bräuchte Sozialleistungen. Das kann jedem passieren.

Warum ich wieder mehr ich selbst bin, ich spiele z. B. wieder Klarinette, ich spiele wieder mit meinen Neffen, ich mache wieder Wäsche und Haushalt und bin nicht zu fertig dazu. Ich lache wieder mehr und meine Stimmung ist stabiler.

Das, was leider nicht wie früher ist, ist das Gewicht, 90 kg, so leicht geht das nicht wieder runter. Vielleicht ist das jetzt dran, 2 Wochen nach 0, wieder Sport zu machen. Aber jeder, der mal mehr gewogen hat, weiß, dass man auch ein bisschen schwerfällig wird. Ich bin gespannt, wie sich dieser Punkt noch entwickelt.

Wer auch hinter mir steht, ist mein Homöopath, er glaubt an eine Behandlung ohne Psychopharmaka, obwohl er auch Psychiater ist. Mit ihm habe ich noch Kontakt.
Mit dem ambulanten Psychiater muss ich noch vereinbaren, ob wir uns nach dem nächsten Treffen überhaupt noch sehen oder nur bei Bedarf. Er ist Schulmediziner, aber auch in Ordnung, war mit dem Absetzen einverstanden und hat mir die Lösung von Abilify verschrieben, was beim Absetzen wichtig war.

Wenn ich also jetzt auch noch mein asltes Gewicht wieder erreichen könnte, dann wäre ich wieder wie früher. Aber ganz die Alte bin ich dann trotzdem nicht mehr, ich habe mich aus der ganzen Sch..... rausgekämpft und das hat mich verändert. Lebendiger bin ich wieder, ja, aber mit mehr Lebenserfahrung, eben nicht wie früher.

Einen schönen Sonntag

Veronika
Zuletzt geändert von Jamie am Sonntag, 24.03.19, 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
Homöopathie: veratrum Album C200
keine psychotischen Anzeichen, hohes Schlafbedürfnis, 88-89 kg
09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
Nahrungsergänzung: Floradix Eisen Folsäure Dragees
11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

nach 0:
13.03.19 gar kein Kaffee mehr
14.03.19 mega viel Durst, gute Laune
24.03.19 veratrum album
05.03.19 veratrum album

Smilla
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von Smilla » Sonntag, 24.03.19, 15:39

Hallo Veronika,

klingt gut, Gückwunsch!

Ich bin trotz oder mit PP jetzt 5 kg leichter, sogar unfreiwillig - vorher hatte ich mit Teilfasten und mir wohltuenden Lebensmitteln eigentlich mein Wunschgewicht schon erreicht, das war für mich eine ganz leichte Weise, 8 kg abzunehmen. Ich möchte Dir Mut machen, es ist hinzukriegen.

Wer das bisher so geschafft hat wie Du, für den ist bestimmt noch mehr drin.

LG Smilla

Seid freundlich,denn jeder Mensch, den ihr trefft, hat schwer zu kämpfen.
-Rev. John Watson-

Um Gott zu begegnen, muss man vorher eine Einladung aussprechen, denn ungebeten kommt er nicht.
-Hape Kerkeling-



Am 12.09.19 mit Bromazepam auf Null, am 21.11.19 Rückfall wegen Kreislaufkrise bzw. PA, mit 6 + 6 mg Einnahme.
Erfahrungen mit Trimipramin und Zolpidem.

crazy
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Dienstag, 14.01.20, 8:50

Guten Morgen,

nach 10 Monaten ohne Medikamente möchte ich mal wieder schreiben.
Ich muss sagen, ich vermisse das Abilify überhaupt nicht 😂 und rückblickend hat sich wirklich viel zum Guten entwickelt.
Im April 2018 mit 32 Jahren hatte ich angefangen von 5mg auf möglichst 0 zu reduzieren und habe das forum hier gefunden (hat eine Freundin empfohlen). Davor hatte ich es zu schnell versucht und es ging mir zu schlecht nach den Absetzschritten. Hier habe ich erfahren, dass es bei Abilify die Lösung gibt und habe meinen Psychiater dazu gebracht, dass er sie mir verschreibt. Damit konnte ich in kleinen Schritten dosieren und reduzieren.
Ich hatte 2017 eine neue Arbeitsstelle angefangen und bestand die Probezeit im September 2017-unbefristeter Vertrag juhu!!! Mit Teilzeit 30 h arbeite ich da bis heute.
Ich empfehle rückblickend jedem, in einer möglichst stabilen Lebenssituation abzusetzen, es ist anstrengend genug!
Im Februar 2018 lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, der mich noch gepusht hat dadurch, dass er mich einfach so mag, wie ich bin. Außerdem war da endlich ein Mann, den ich mir als Vater meines Kindes vorstellen konnte. Der Kinderwunsch hat mich außerdem motiviert, ich wollte gerne ohne Medikamente schwanger werden. Im März 2019 hatte ich es geschafft, 0,0mg!!! Hier wurde empfohlen, dass man am besten 1-2 Jahre noch warten sollte, aber meine biologische Uhr tickte dann doch so laut, dass wir es gleich versucht haben... oft klappt es ja länger nicht. Es war aber dann schon im Juli 2019 soweit, ein positiver Schwangerschaftstest... und jetzt bin ich in der 31. Woche und habe in 10 Wochen Entbindungstermin. Bei den Vorsorgen ist alles in Ordnung.

Wirklich, ich hatte viel Glück und es hat sich für mich sehr gut entwickelt. Ich schreibe später mehr, muss diese Woche noch arbeiten, danach bin ich schon zuhause.

Alles Gute!
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
Homöopathie: veratrum Album C200
keine psychotischen Anzeichen, hohes Schlafbedürfnis, 88-89 kg
09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
Nahrungsergänzung: Floradix Eisen Folsäure Dragees
11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

nach 0:
13.03.19 gar kein Kaffee mehr
14.03.19 mega viel Durst, gute Laune
24.03.19 veratrum album
05.03.19 veratrum album

Clarissa
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 14.01.20, 8:58

Hallo, crazy.

Das ist ja eine wunderschöne Geschichte ...

Weiter so!

Begeisterte Grüße von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

FineFinchen
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von FineFinchen » Dienstag, 14.01.20, 9:06

Liebe Veronika, :)

was für ein toller, mutmachender Beitrag. :hug:

Ich freue mich riesig, wie wunderbar sich Dein Leben jetzt entwickelt hat. Du scheinst angekommen zu sein und wieder in Dir zu ruhen. Das rührt mein Herz.

Alles, alles Liebe für Dich und Deine kleine wachsende Familie. <3
Finchen
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Straycat
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von Straycat » Dienstag, 14.01.20, 11:10

Liebe crazy,

dein Bericht machte mir gerade sooo viel Mut!!
Ich habe ja auch einen Kinderwunsch und will es erst, wenn ich von den PP ganz weg bin, probieren. Es ist so schön zu lesen, wie toll du das geschafft hast!!

Ich freue mich riesig für dich und wünsche dir alles alles Gute!
Liebe Grüße,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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crazy
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Sonntag, 15.03.20, 1:38

Hallo,
ich wollte früher schreiben, aber irgendwie habe ich nicht mehr dran gedacht.
Die Geburt steht kurz bevor, ich bin schon aufgeregt. Es geht mir nach wie vor gut, die kritische Zeit wird eher die Hormonumstellung im Wochenbett. Es gibt die sogenannten Heultage, die so in den ersten zwei Wochen sein können bei allen Frauen. Nur, wenn ich quasi einige Wochen später immer noch schlecht drauf bin, sollte ich vorsichtig sein. Überhaupt finde ich es schon interessant, was Hormone alles bewirken, in der Schwangerschaft steigt ja das Progesteron sehr hoch und das führt an und für sich zu sogar mehr Wohlbefinden.

In der Schwangerschaft hatte ich im ersten Trimester, als sich die Hormone noch einpendeln schon auch Stimmungsschwankungen, was aber auch wieder viele Frauen haben. Ich bezog das immer gleich auf meine Krankheitsgeschichte und war verunsichert. Deshalb stellte ich mich (hatte ja Therapie beendet) doch wieder bei ein paar niedergelassenen Psychologen vor. Was soll ich sagen, das hätte ich lieber nicht machen sollen. Die, die Plätze frei hätten, wären auch nicht gut. Der eine jammerte jede Stunde, dass er über mich einen Bericht an die Krankenkasse schreiben müsste, weil meine letzte Therapie nicht nicht 2 Jahre her sei. Dafür würde er ja gar kein Geld bekommen (mir kommen die Tränen). Dann erwischte ich eine sehr junge in Ausbildung, die alle meine alten Berichte unbedingt lesen wollte (für die Ausbildung) bevor sie mich überhaupt zum jetzigen Zeitpunkt kennen lernte. In der letzten Stunde arbeitete sie, obwohl ich es bei den Vorgesprächen belassen wollte, aufdeckend, bohrte solange, bis ich wütend wurde zum Stundenende (dabei arbeitet man gerade mit Schwangeren eigentlich nur stabilisierend). Dann sagte sie plötzlich, die Stunde sei jetzt vorbei, während ich wirklich heulend und wütend da saß. Wenigstens hatte ich beim letzten Versuch Glück, die Frau hatte Erfahrung und sagte mir nach einer Stunde, dass ich momentan keine Therapie brauche. Und sie hat ja recht, aber ich war halt so verunsichert. Letztendlich vereinbarte ich noch eine Stunde bei meinem letzten Therapeuten, der mittlerweile ca. 1,5h entfernt ist und der mir wirklich langfristig geholfen hatte. Er und mein Psychiater, der mich medikamentös lange Jahre begleitet hat, haben mir dann verboten zu noch mehr Psychologen zu gehen 😂
Es ist aber wirklich schlimm, wie die teilweise auf die Arztberichte aus der Psychiatrie reagiert haben. Da sitze ich doch vor ihnen, fester Job, stabile Beziehung, keine Medikamente mehr, Freundschaften, Familie, aber nein, weil irgendeine Assistenzärztin damals geschrieben hat, dass ich schizophren bin, vergessen sie das alles. Nicht zu fassen.

Also, Therapie habe ich keine mehr gemacht, die Hormone haben sich dann auch eingependelt und somit ging es mir eh besser. Ich achte auf die Ernährung, nehme auch die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel, in denen ja auch Vitamin D und omega3 enthalten ist, das schadet bestimmt auch der Psyche nicht. Ich wollte gern noch vor der Schwangerschaft meine 20 Kilo zu viel verlieren (kamen unter Abilify), aber es klappte dann doch recht schnell mit dem Schwangerwerden. Jetzt habe ich in der Schwangerschaft zusätzlich ca. 10 kg mehr, das ist absolut im Rahmen. Schwangerschaft ist keine Zeit für Diäten, heißt es immer, aber ich hab es eben über gesunde Ernährung geschafft, nicht noch viel mehr zuzulegen.
Für die Geburt kann ich in eine Geburtsklinik ohne Neugeborenenstation, was bei einer Schwangerschaft mit Abilify nicht möglich gewesen wäre.
Für das Wochenbett nimmt mein Mann 2 Wochen Elternzeit, das haben wir auch unter dem Aspekt geplant, dass ich dann eher Schlafen kann, Schlafentzug ist ja manchmal auch ein Trigger. Stillen möchte ich, wenn es klappt. Meine Mutter und die Schwiegermutter wollen auch gerne helfen.
Alles in allem bin ich also guten Mutes.

LG Veronika
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
Homöopathie: veratrum Album C200
keine psychotischen Anzeichen, hohes Schlafbedürfnis, 88-89 kg
09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
Nahrungsergänzung: Floradix Eisen Folsäure Dragees
11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

nach 0:
13.03.19 gar kein Kaffee mehr
14.03.19 mega viel Durst, gute Laune
24.03.19 veratrum album
05.03.19 veratrum album

Schneeglitzern
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von Schneeglitzern » Sonntag, 15.03.20, 8:12

Hey Veronica,
ich freue mich sehr mit Dir, dass es Dir nach 0 so gut geht und Du so stabil bist. Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!
Ich finde mich in Deiner Geschichte etwas wieder. Auch ich bin Sozialarbeiterin, habe mit sogenannten "psychisch Erkrankten" gearbeitet, war aber selber auch wg. Hypomanie in der Psychiatrie und habe viele Jahre vor meiner Schwangerschaft immer wieder mit Depressivität gekämpft und Medikamente genommen.
Die Schwangerschaft und die Zeit danach, als ich stillte, waren für mich toll. Die Hormone , die eine Frau durchs Stillen durchfluten, sind super. :party2: Ich habe in dieser Phase so viel Liebe und Frieden empfunden.
Ich wünsche Dir, dass die Geburt gut verläuft und Du eine tolle, glückliche und friedliche Zeit danach hast! :hug:
Liebe Grüße,
Schneeglitzern
seit 27.12.19 keine AD's, keine Zigaretten, selten Alkohol
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crazy
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Montag, 23.03.20, 3:42

Alles anders gerade durch dieses besch....... Virus.
Heute ist Entbindungstermin, aber nur 4% der Kinder kommen da. Er braucht wohl noch bisschen.
Ich bin erkältet, da ich demnächst in ein Krankenhaus muss, wurde ich auf Corona getestet, negativ! Belastend war das schon. Jetzt ist der Mann der einzige, der noch zur Geburt und danach zu Besuch kommen darf. Auch im Wochenbett zuhause dürfen meine Eltern und Schwiegereltern nicht zu Besuch kommen. Der Plan war ursprünglich, damit ich auch mal Schlaf bekomme, dass sie mich ab und zu im Haushalt unterstützen. Auch die Hebamme kommt zur Nachsorge nur, wenn es sein muss. Das alleine wäre schon belastend.
Dazu kam heute, dass meine Eltern noch auf einer Familien Feier waren, auf der ein Gast positiv war. Und jetzt sind mein Opa und Tante und Onkel in Quarantäne und meine Eltern, die weiter weg saßen, isolieren sich freiwillig.
Mich belastet das alles schon sehr und ich würde teilweise gern wieder etwas nehmen. Aber das ist ja jetzt Quatsch und hilft auch niemandem.
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
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09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
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nach 0:
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Straycat
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von Straycat » Montag, 23.03.20, 11:30

Hallo crazy,

das ist schon mal gut, dass dein Test negativ ausgefallen ist :hug:
Die Quarantäne ist sicherlich sinnvoll, damit das Virus nicht weiter verbreitet wird. Familienfeiern in diesen Zeiten sind halt wirklich nicht besonders vernünftig :( Wenn für dich so Unterstützung wegfällt ist das natürlich hart.
Kann dein Mann zu Hause bleiben bei dir und dem Baby? Dann kann er dich sicherlich am besten unterstützen.

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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crazy
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Donnerstag, 26.03.20, 16:17

Hallo Cat,
jetzt darf der Mann nur noch mit zur Geburt, danach muss er nach Hause und holt uns nach Entlassung wieder ab, er darf uns nicht mehr in der Klinik besuchen. Aber ich hab mich mit der Situation angefreundet. Und danach nimmt mein Mann Elternzeit 2 Monate. Wir werden das schon hinkriegen. Jetzt soll sich der Kleine erstmal auf den Weg machen, es tut sich immer noch nix. Danke für euer Mitgefühl!
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
Homöopathie: veratrum Album C200
keine psychotischen Anzeichen, hohes Schlafbedürfnis, 88-89 kg
09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
Nahrungsergänzung: Floradix Eisen Folsäure Dragees
11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

nach 0:
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crazy
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Sonntag, 10.05.20, 21:47

Hallo,
unser kleiner Mann ist am 03.04. auf die Welt gekommen und wir sind in unserer kleinen Blase sehr glücklich. Eine Wochenbett Depression ist an mir vorüber gegangen, heulen ab und zu ist normal. Allerdings muss ich konsequent tagsüber Schlaf nachholen. Die ganze Umwelt spielt verrückt, aber wir leben und sind glücklich. Wie die Umstände der Geburt waren, schreib ich mal, wenn Zeit ist. Ich denke schon über ein Geschwisterchen nach, weiß aber genau, dass wir da ein sehr entspanntes Baby bekommen haben und das muss nicht nochmal so sein. Ich hoffe, ich mache es so gut, dass dem Kleinen die Psychologen erspart bleiben 😅.
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

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20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
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09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
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11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

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Jamie
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von Jamie » Montag, 11.05.20, 10:22

Hallo crazy :)

Herzlichen Glückwunsch und willkommen auf der Welt,
neuer Erdenbürger <3 :party2: .

Ich freue mich sehr für euch, genießt die schöne Zeit. :hug:

Alles Liebe
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von padma » Montag, 11.05.20, 19:34

liebe Veronika, :)

oh wie schön :D , herzlichen Glückwunsch :party2: :party2: :party2:
Geniesst die Zeit in eurer kleinen Blase.

ganz liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Sonntag, 17.05.20, 5:48

Hallo zusammen,
ich habe zur Zeit Schlafstörungen, die durch das Stillen verstärkt werden. Bzw. wahrscheinlich hatte ich die schon länger, aber es ist nicht aufgefallen, weil ich am nächsten Tag müde in die Arbeit bin. Jetzt stille ich, was hormonell wirklich ein Schutz für die Psyche und auch für das Baby gut ist. Dadurch wache ich nachts auf, gegen 3 kommt er meistens, danach schlafe ich nicht mehr ein und grüble. Er schläft, ich nicht mehr. Früher bin ich nur abends nicht eingeschlafen. Der Schlafmangel und unregelmäßige Schlaf sind auf Dauer wie ihr wisst ein Risikofaktor für die Psyche. Außerdem bin ich mittlerweile überzeugt, dass ich traumatisiert bin durch bestimmte Lebensereignisse und das erklärt viel besser meine psychotischen Symptome als eine vermeintliche Schizophrenie. Meinem Homöopathen habe ich den Rücken gekehrt, er hat mich zwar unterstützt, was das Absetzen angeht, ist aber jetzt mit seinen Ansichten über das (Nicht-) Impfen für mich zu schräg drauf. Impfungen sind allerdings ein so sensibles Thema, da gehe ich heute Nacht nicht drauf ein.

Ich wollte eher berichten, möglichst ohne rosarote Brille oder die " Klinik-und Ärzte-sind doof- Einstellung" berichten, wie es mir ging bei Geburt und danach. Ich habe mehrmals vor Geburt darauf hingewiesen, dass ich eine psychiatrische Vorgeschichte habe. Es war mir sehr wichtig, dass ich bei Geburt nicht traumatisiert werde, ich wollte daher viel Information und Sicherheit. In der Schwangerschaft sind so viel Menschen wie nie zuvor im Intimbereich zu Gange, da sind Grenzüberschreitungen vorprogrammiert. Ich hatte also Ängste, stieß auf Gynäkologen und Hebammen, die in dem Bereich keine Ahnung hatten. Ich wurde höchstens als schwierige Patientin wahrgenommen. Ich wurde zwar nach Schema gefragt, ob Missbrauchserfahrung vorliegen und das wars. Ich hatte den Eindruck, der Gynäkologe hatte höchstens von Wochenbettpsychosen gehört, alles andere war für ihn Neuland. Schlimm eigentlich, jedes Fachgebiet kämpft halt für sich. Ich wollte in der Klinik wieder Sicherheit, wurde wieder als anstrengend wahrgenommen. Ich konnte aber erreichen, dass in der Akte stand, bitte sprecht vor Eingriffen mit mir! Ist zwar Standard, aber im Alltag gibt es leider Abweichungen. Außerdem ist die Hebamme unbekannt usw., wenn man eine Klinikgeburt hat. So, dann war die Schwangerschaft bis auf eine Thrombose recht unkompliziert, aber der Termin war da. Nach 10 Tagen sollte eingeleitet werden. Ich stimmte zu, ich konnte dem Druck nicht standhalten, dass bei längerem Warten meinem Kind etwas passieren würde. Ich las im Internet und hatte wieder Ängste, es gibt Einleitungen, die tagelang nicht wirken. Bei mir gingves gut, die Einleitung wirkte am selben Tag in ca. 4-5 h kam unser Sohn zur Welt. Ich hatte heftige schmerzhafte Wehen und weiß höchstens nicht, ob sie sein mussten, wie es beim Abwarten gewesen wäre. Ich finde aber, dass sich die Klinik wirklich bemüht hat, Salzlampe usw. im Kreißsaal, somit eine möglichst unklinische Atmosphäre. Ich habe Geburt als nicht traumatisierend erlebt, ohne PDA, Venenzugang ja, über den an einer Stelle Wehenhemmer gespritzt wurde. Am Ende eine Grenzerfahrung. Labienriss, weil das Kind den Arm am Kopf hatte. Geburt in der Klinik ist auch ein eigenes Thema. Viele Frauen fühlen sich traumatisiert, aber auch die rosa Darstellung in manchen Internetportalen tragen dazu bei. Was erwartet man? Ein Kopf muss durch ein weibliches Becken, Muskeln müssen zur Seite weichen. Das geht nicht sanft, vor allem nicht bei der ersten Geburt. Allerdings kritisiere ich, dass die Geburtshilfe wie beschrieben nicht eingestellt ist auf psychisch vorbelastete Frauen.
Dann gegen 3 Uhr kam eben unser Sohn auf die Welt und wir waren überwältigt.Bonding ist Standard, ich bin sehr beeindruckt, das Baby kommtvsofort auf Mamas Brust. Ok, gewöhnungsbedürftig, dass da gleich wieder jemand Fremdes deine Brust anfasst und dem Kind in s Maul stopft, damit es trinkt (gut fürs Kind), das habe ich auch nicht erwartet. Aber bei einer zweiten Geburt wüsste ich das vorher, da würde ich das selber machen. Außerdem hatte ich schon genug Ängste, ich weiß nicht, ob es da gut gewesen wäre, wenn ich noch mehr erfahre vom Blut und Schmerz.
Ok, wir durften wegen Corona mit meinem Mann bis in der Früh im Kreißsaal bleiben, dann war ich wieder alleine auf der Wochenbettstation. Ich bin nach 2 Tagen nach hause, was soll ich da ohne Besuch! Ich war körperlich natürlich erstmal am heilen, Stillen plus Blutverlust und Schmerzen beim Wasserlassen. Aber zuhause konnte ich entspannen. Mein Mann konnte bei Geburt ab der Hälfte dabei sein, er wurde angerufen. Er konnte nicht viel machen, außer mir die Trinkflasche reichen, aber er war da!!! Das war total viel wert. Und dann hatten wir das meiste geschafft, Nachsorgehebamme kam am nächsten Tag, die kannte ich schon, aber wieder jemand, der am Intimbereich kontrolliert. Der Intimbereich wird in der Schwangerschaft wirklich zum Museum.
Naja, Corona war im Wochenbett gar nicht so schlecht, kein anstrengender Besuch, während ich noch blute etc.

Jetzt nach gut 6 Wochen bin ich ziemlich erholt, was das angeht, habe aber beim Husten etc. noch Probleme. Rückbildung ist wichtig, ich warte darauf, dass wieder Kurse stattfinden. Ich wachse in die Muterrolle rein. Ich merke, dass es da so viele gibt, die mitreden wollen, wie man was zu machen hat, Schwiegermama etc. Ich wachse!!! Jede Hebamme empfiehlt anders, jede Mama, jedes Kind ist anders. Was ich schön finde, dass das Thema Bindung 2020 wirklich immer thematisiert wird. Allerdings gibt es auch hier wenige, die sich wirklich auskennen, es wird viel Druck auch aufgebaut, was ich als Mama alles falsch machen kann. Ich habe jetzt wirklich eine Frau von der Erziehungsberatungsstelle gefunden, die uns als Familie helfen wird, die sich wirklich auskennt. Das Motto: mach es gut genug! Ohne Hilfe traue ich mich nicht, ich brauche immer meine Anker, bin unsicher. Und verstehe vieles, was meine Eltern getan haben, erst jetzt. Psychologen sind teilweide geneigt, die Eltern als Schuldige hinzustellen, Schuld verhindert aber Heilung.

So, und jede Frau, die noch ein Baby kriegen wird, werde ich gleich mal desillusionieren: fast kein Besuch fragt danach, wie es dir geht, höchstens die beste Freundin. Sie kommen, weil sie das süße Baby sehen wollen, das du unter Schmerzen gerade geboren hast. Sie erzählen dir dafür die Erziehungstips aus deren Zeit, so 1980. Und du musst darum bitten, dass dir Essen mehr bringt als Geschenk als noch ein Kuscheltier. Sie werden das Baby dir fast aus der Hand reißen, wenn es schreit, aber sollst du es in 1 Minute beruhigen. Du wirst sehen, dass die Erwartungen an dich hoch sind, gleichzeitig kommt der erste Schwiegerkonflikt auf dich zu, denn die Oma tut so, als wäre das Kind nur von ihrem Sohn und sie die bessere Mutter. Muttersein ist toll, aber du weißt nicht am ersten Tag, wie dein Baby tickt. Wenn Besuch kommt und du merkst, das Baby fühlt sich nicht ganz wohl auf dem Arm, musst du massiv darum bitten, dass du bitte dein Kind wieder bekommst. Ich wachse!!!

Und dann sind da die tollen Momente, das erste bewusste Lachen, tragen im Tragetuch, der erste Spaziergang, innige Momente beim Stillen. Dafür hat es sich gelohnt zu kämpfen, dafür hat es sich gelohnt, die Medikamente abzusetzen und diejenigen, die meinten, ich sei zu gestört, um Kinder zu bekommen, zu überzeugen. Wir haben einen gesunden Sohn, das ist jeden Tag ein Geschenk und eine Herausforderung. Ich versuche, eine " good enough mother" zu sein.

Jetzt ist die Sonne aufgegangen. Der Kampf hat sich gelohnt! Unser Sohn ist bisher sehr entspannt, der will wahrscheinlich sagen: Mama, entspann dich, der Kampf ist vorbei!

Alles Liebe, Veronika
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
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2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
Homöopathie: veratrum Album C200
keine psychotischen Anzeichen, hohes Schlafbedürfnis, 88-89 kg
09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
Nahrungsergänzung: Floradix Eisen Folsäure Dragees
11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

nach 0:
13.03.19 gar kein Kaffee mehr
14.03.19 mega viel Durst, gute Laune
24.03.19 veratrum album
05.03.19 veratrum album

Straycat
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von Straycat » Montag, 18.05.20, 19:51

Liebe Veronika,

Dein Bericht hat mich sehr berührt. <3
Wie du schon richtig schreibst: du wächst! Und das mit jeder Erfahrung, jedem Erlebnis!

Ich wünsche dir eine rasche Erholung von allen körperlichen Strapazen und unendlich viele wundervolle Momente mit deinem Sohn - sei stolz auf dich! Du hast ein Kind auf die Welt gebracht! Und nur du entscheidest, wie du etwas machst und was du für eine Mutter sein willst :hug:

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
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crazy
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Donnerstag, 21.05.20, 4:57

Mist! Mist! Mist! Mist!...

Jetzt hab ich so vielen Mut gemacht und so viel geschafft, aber das f****** Wochenbett holt mich ein mit seiner Hormonumstellung und dem Schlafmangel. Warum müssen Babys auch nachts um 3 Hunger haben???

Ich war übermüdet, bekam Einschlafprobleme, Denkbeschleunigung, alles zu viel. Außerdem grenzwertig schräge whatsapp Nachrichten an meine Chefin und Alice Schwarzer (was sie von unserer Paarsituation hält)😂.

Psychiaterbesuch, Quetiapin 50mg retard. Es ist wie eine Niederlage erstmal, aber ich darf weiterstillen. Zur Sicherheit stille ich eine Mahlzeit abends, dann eine Tablette, die nächste Mahlzeit Pre-Milch (Fertigmilch für Säuglinge), dann wieder stillen. Abpumpen wäre auch eine Option, aber ich habe keine Pumpe, muss ich noch organisieren.

Jetzt meine Frage: ich nehme Quetiapin erst seit 3 Tagen und schlafe sofort besser. Ist das Wirkung oder Nebenwirkung? So schnell kann doch kein Spiegel wirken, oder? Und gäbe es dann nicht ein Schlafmittel, das auch hilft? Oder wird man davon wieder abhängig?

Nächste Frage: welche Erfahrung habt ihr mit Quetiapin (50mg).

Ich hab geheult, war wütend, alles zusammen!!! Aber ich nehme natürlich ein Medikament, wenn es sein muss. Die Frage ist, wie lange und wie schwer es wieder wird, es loszuwerden.

Denn ich will nicht wieder dauerhaft was nehmen. Außerdem finde ich, der Psychiater ist zwar nett, kommt aber selber in Erklärungsnot. Warum reagiere ich auf wochenlangen Schlafmangel und einen unregelmäßigen Schlafrhythmus? Warum habe ich zwiespältige Gefühle, wenn ich an meine Kindheit denke und mein Baby erinnert mich daran. Er nennt es schizoaffektive Psychose, sagt, ich bin denkbeschleunigt, das geht dann in Richtung manisch? Ich verstehe es nicht ganz.

Danke, bitte schreibt mir! Unser Baby schläft, ich hab um 3 gestillt und versuche jetzt wieder zu schlafen. Drecks-Krankheit!!
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
Homöopathie: veratrum Album C200
keine psychotischen Anzeichen, hohes Schlafbedürfnis, 88-89 kg
09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
Nahrungsergänzung: Floradix Eisen Folsäure Dragees
11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

nach 0:
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24.03.19 veratrum album
05.03.19 veratrum album

padma
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von padma » Donnerstag, 21.05.20, 17:50

liebe Veronika, :)

erstmal meinen Respekt, wie gut du das alles geschafft hast mit der Geburt, das hört sich für mich schon sehr herausfordernd an.

Es tut mir sehr leid, dass du aufgrund des Schlafmangels jetzt diese Symptomatik hast.
ich nehme Quetiapin erst seit 3 Tagen und schlafe sofort besser. Ist das Wirkung oder Nebenwirkung?
Quetiapin ist besonders in niedriger Dosierung v.a. sedierend. Eine sedierende Wirkung tritt in der Regel sehr schnell ein. Eigentlich ist es eine NW, da diese Sedierung aber oft erwünscht ist, wird Quetiapin auch zu diesem Zweck eingesetzt, dann ist es quasi die erwünschte Wirkung.
Und gäbe es dann nicht ein Schlafmittel, das auch hilft? Oder wird man davon wieder abhängig?
Schlafmittel die wirksam sind, machen alle abhängig. Und ob aktuell was sanftes Pflanzliches ausreichen würde, ist fraglich.
Warum reagiere ich auf wochenlangen Schlafmangel und einen unregelmäßigen Schlafrhythmus?
Schlafprobleme sind mit einem Neugeborenen ja normal und für viele Mütter sehr belastend. Nur du bist eben in der Situation, dass bei dir Schlaflosigkeit solche Symptome auslöst.
Warum habe ich zwiespältige Gefühle, wenn ich an meine Kindheit denke und mein Baby erinnert mich daran.
Das halte ich für normal. Ein Baby kann die eigenen Kindhitserfahrungen hervorrufen und das kann, wenn diese schwierig waren, zu solchen zwiespältigen Gefühlen führen.
Er nennt es schizoaffektive Psychose, sagt, ich bin denkbeschleunigt, das geht dann in Richtung manisch? Ich verstehe es nicht ganz.

Wenn du einen Brief an Alice Schwarzer schreibst ist das schon, mal flapsig ausgedrückt, "over the top". Psychiater denken in Diagnosen, was oft nicht unbedingt hilfreich ist.
Außerdem bin ich mittlerweile überzeugt, dass ich traumatisiert bin durch bestimmte Lebensereignisse und das erklärt viel besser meine psychotischen Symptome als eine vermeintliche Schizophrenie.
Das kann ich mir durchaus vorstellen. Traumasymptome werden nicht selten als Psychose/Schizophrenie fehlgedeutet.

Erstmal denke ich, dass aktuell ausreichender Schlaf für dich ganz wichtig ist.

Es wurde im Forum schon öfters positives über das Forum "Licht und Schatten" berichtet , das sich mit psychischen Krisen rund um die Geburt beschäftigt. Ich habe es mir jetzt nicht genauer angeschaut, abervielleicht findest du da was Hilfreiches https://www.schatten-und-licht.de/index.php/de/

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


crazy
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Re: Endlich wieder ich selbst - Abilify die Zeit nach 0

Beitrag von crazy » Samstag, 23.05.20, 21:39

Super, danke erstmal für die schnelle Antwort!!!

Ich schau mal bei Schatten und Licht rein, vielleicht finde ich Hilfe. Selbsthilfe ist ja derzeit eher online, schätze ich. Genau, Schlaf ist wichtig und wenn das Quetiapin dabei hilft, nehme ich es erstmal. Dann sehe ich weiter. Danke.
2008/09:Klinikaufenthalt mit Verdacht auf Psychose/Anpassungsstörung
Medikation: Zyprexa (0-0-5), nach 2 Wochen abgesetzt
2009: Klinikaufenthalt (psychosomatisch)
Medikation: 1,5 mg Risperidon (0-0,5-1)
2009/10: schrittweise Reduktion von 1,5 mg auf 1 mg auf 0,5 mg Risperidon
2010-2015: keine Medikamente

2015: Stimmenhören verbunden mit sehr belastender Situation, Arbeitslosigkeit. Klinikaufenthalt August 2015, Verdacht auf Psychose, 12,5 mg Abilify
2016/17: schrittweise Reduzierung von 12,5 auf 10 auf 7,5 auf 5 mg.
seit ca. März 2017: stabil auf 5 mg Abilify
Dez. 2017: Absetzversuch auf 3,75 mg dann auf 2,5 mg Abilify, Abbruch wegen erneutem Stimmenhören
Seit Dez. 2017: wieder stabil auf 5 mg Abilify
Symptome: keine
Nebenwirkungen: Müdigkeit, vereinzelt depressive Tage. Kinderwunsch.
sonstige Therapie: ambulante Gruppentherapie

29.04. Reduktion von 5 mg auf 4,5 mg mit der Wasserlösemethode
04.05. 5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus, ø ca. 4,2mg
21.05.18 sehr hohes Schlafbedürfnis auch tagsüber
23.05. Einnahme abends wegen der Müdigkeit
01.06. 5mg-2,5mg im zweitägigen Rhythmus abends
06.06. 2,5mg-5mg-2,5mg im dreitägigen Rhythmus abends
psychotische Symptome:keine
aber: müde, gereizt, weinerlich
Homöopathie: Pulsatilla alle 4 Wochen
06.07.18 Umstellung auf Aripiprazol flüssig
3,0 mg abends
02.09.18 2,75 mg abends
10.11.18 2,5 mg morgens, Urlaub
Übelkeit, geruchsempfindlich, Müdigkeit, Grübeln, kein Kaffee mehr, kein Alkohol
20.11.18 zurück aus dem Urlaub, keine Übelkeit mehr,
Homöopathie: jetzt Calcium Carbonicum
27./28.11.18 Venen-Operation, 1 Nacht stationär, Spinalanästhesie und Novalgin/Ibuprofen
Homöopathie: Arnica, Staphisagria
Probleme mit dem Durchschlafen, tagsüber müde
29.11.18 2,0 mg Abilify morgens, früherer Absetzschritt, weil sowieso krank geschrieben
07.12.18 2,0 mg keine psychotischen Anzeichen, Gewicht: 84 kg
10.12.18 2,0 mg, gehe wieder arbeiten,
nachts noch teilweise Schmerzen, bei Bedarf Ibuprofen abends und Pantoprazol (Magenschutz) morgens
12.12.18 1,8 mg morgens
starke Gefühle, wütend
26.12.18 1,6 mg morgens
:schnecke:
Keine Therapie mehr (wegen Umzug zu weit weg)
09.01.2019 1,4 mg morgens
schlechte Laune, Einschlafprobleme, negative Gedanken, Müdigkeit
23.01.19 1,2 mg morgens
06.02.19 1,0 mg morgens
10.02. auf 11.02. nachts Einschlafprobleme :bettzeit: Baldrian Dispert zum besseren Einschlafen, als das nichts hilft 1,0 mg um 2 Uhr nachts
17.02.19 1,0 mg abends

Endspurt
20.02.19 0,9 mg abends
27.02.19 0,8 mg abends
03.03.19 0,4 mg abends
07.03.19 Medikament vergessen
08.03.19 0,2 mg abends
Homöopathie: veratrum Album C200
keine psychotischen Anzeichen, hohes Schlafbedürfnis, 88-89 kg
09.03.19 träge, komm nicht aus dem Bett, müde, Stimmung aber stabil, friere schnell, leichtes Kratzen im Hals, trockener Mund
Nahrungsergänzung: Floradix Eisen Folsäure Dragees
11.03.19 0,0 mg :party2:
müde, aber gut gelaunt

nach 0:
13.03.19 gar kein Kaffee mehr
14.03.19 mega viel Durst, gute Laune
24.03.19 veratrum album
05.03.19 veratrum album

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