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Seit das ADFD gegründet wurde, haben sich die Verschreibungen von Psychopharmaka ungefähr verdreifacht! Die Gründe warum diese Substanzen verschrieben werden sind sehr unterschiedlich. Es wäre interessant und hilfreich für die Gemeinschaft und auch Außenstehende, einen besseren Einblick in die Verschreibungshintergründe zu bekommen. Darum ...


... macht bitte alle bei unserer Umfrage zum Verschreibungsgrund mit :)


Paroxetin-Betroffenen-Thread. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
aaa
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von aaa »

Ich habe angefanhen 2008 Paroxetin zu nehmen. Und ich habe sofort Dermatillomanie davon bekommen. Dann wurde ich immer zwanghafter mit der Zeit, perfektionistischer. Ich hatte eine Veranlagung für zwanghafte Persönlichkeitsstörung seit der Kindheit, aber Paroxetin hat diese Wurzeln genommen und über Jahre wachsen lassen. Meine Persönlichkeit wurde verändert. Ich nehme es seit 2016 nicht mehr, aber trotzdem bin ich nicht ich. Zwanghafte Persönlichkeitsstörung und Perfektionismus wird immer schlimmer.
2008 angefangen Paroxetin 20 mg, Dermatillomanie hat angefangen, zwanghaftes Verhalten, aber ich wusste nicht, dass es vom AD kommt
Mit der Einnahme vom AD wurde die Menstruation regelmäßig, davor waren die Tage unregelmäßig
2011 angefangen Seroquel 600 mg
2012 Seroquel auf 300 mg reduziert
Januar bis Juli 2016 beides ausgeschlichen, seitdem keine Medikamente

Seit Oktober 2016 keine Menstruation

Die Persönlichkeitsänderung mit zwanghaftem Verhalten hat mit der AD Einnahme angefangen und ist schleichend immer mehr geworden, aber es war mir die ganze Zeit nicht bewusst, dass es vom AD kommt. Auch nach dem Absetzen hört es nicht auf, zu wachsen.
Horni
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Horni »

Hallo AAA,
Ich glaube es dir.
Paroxetin kann meiner Meinung und eigener erfahrung nach langzeitSchäden verursachen.
Das Gehirn hat aber eigene Heilkräfte die brauchen jedoch Zeit.
Es ist wie ein russisches Roulette.
Ich habe zu schnell abgesetzt und eine Art Zwangsgedanken entwickelt, die enorme Angst Impulse verursacht haben. Zum Glück hat es nicht lange gedauert.
Fakt ist, es ist ein teufelszeug, das sehr langsam abgesetzt werden soll.
Du musst wissen du bist nicht allein. Alle haben hier zu kämpfen. Ohne Unterstützung und Verständnis der Spezialisten in weiss.

Um vergleiche zu ziehen vergleiche ich die Einnahme und das Absetzen von dem Dreck mit einem Flug mit einem Flugzeug.
Da ist der Start und vor allem die Landung am meisten kritisch.
Kalter Entzug ist wie eine Notlandung mit unbekannten Konsequenzen.
LGhorni
"Berichtet euren Mitmenschen welche Verherende Wirkung Antidepressiva haben können und wie Verständnis los damit umgegangen wird."
Gebt uns eine Stimme!!!

Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... etroffenen
BobdB
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von BobdB »

Hallo,
hat jemand von Euch auch Probleme mit Verspannungen des Kiefermuskels während der Paroxetin Einnahme bekommen?
Wäre lieb, wenn Ihr in meinem dafür erstellten Thread antworten könntet: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=13081
Danke+LG
Bob
- Anfangs Paroxetin 20mg
- Kurz danach auf 10mg reduziert und dann weit über 10 Jahre genommen
- Am Ende krasse "Nebenwirkungen" und dann Ausschleichen über mehrere Monate
- Seit Mitte Juli/2017 auf NULL
Merlie

Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Merlie »

Hallo !

Ich bin neu bei ADFD und mir wurde euer Treat empfohlen... vorweg... wie markiere ich diesen Treat um ihn nicht zu verlieren? Ich bekomme gerade nichts gebacken...

Dann wollte ich kurz fragen, ob es nach 1Woche und bald 2 Tagen zu spät ist Paroxetin wieder einzudosieren oder ob es besser ist, jetzt durchzuhalten.
Ich bin mit dieser Frage überfordert und habe Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.

Vielleicht hat einer von euch schon diese Erfahrung gemacht...

Liebe Grüße und danke,
Merlie
Lana19
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Lana19 »

Hallo Merlie,

ich habe dir dazu in deinem Thread geantwortet.

Lana
[spoil]Depressionen und Angststörung Diagnose 9/05
11/05: Beginn Paroxetin
4/06-11/06 erste Absetzversuche gescheitert, Symptomverschlimmerung, wieder Beginn mit 20 mg
5/07 30 mg Paroxetin
von 2/08 bis 9/08 abgesetzt, zum Schluss mit Seroxat


12/08 Rückfall, Beginn mit 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 10 und 20 mg
5/10 0mg!

2/11 Rückfall Panik, Beginn 10 mg
Wechsel der Dosierungen zwischen 5 und 20 mg je nach Zustand
12/14 20mg

Jahr 2015
5.1.15 10mg
9.1.15 15 mg, Schmerzen in Rücken, Depri, heulen,....
1.2.15 12,5 mg
1.3.15 10mg erstaunlicherwesie ohne Probleme! freu
16.3.15 2 Krümelchen weniger, nach drei Tagen fängt der miese Schwindel an, aber ich halte durch. Ansonsten nur Übelkeit und blöde Träume
10.04.15 schätzungsweise bei 8mg angekommen.
25.04.15 Umstellung auf Seroxat 4 ml
27.04.15 wieder 8 mg Paroxetin, Seroxat war Hölle. Finde keinen Schlaf mehr, stattdessen nervöse Unruhe mit Übelkeit, Depri, völliger Kraftverlust
29.04.15 wieder 10mg Paroxat, muss raus aus diesem Loch, sonst geh ich kaputt!!!
24.4.15 Hoch auf 15 mg. Burn Out. Nichts geht mehr. Fühl mich total wie ein Versager
01.06.15 20mg auf anraten vom Doc.
habe nicht das Gefühl dass es überhaupt noch wirkt!
01.07.15 15 mg So, erneuter Versuch und diesesmal SCHAFFE ICH ES !!!!
18.07.15 wieder 17,5 mg, seit 12.07. jeden Tag mehr Angst, Unruhe, nervosität, Übelkeit
07.09.15 17 mg 28.09.15 15 mg , zwei Tage gut, dann massiv Ängste und Panik
01.10.15 16mg finde mit der Reduktion leider überhaupt keine Ruhe , darum:
30.10.15 16,5 mg = 0,200g auf der Feinwaage
[highlight=yellow]Ab jetzt Reduktion mit Mikrotapering[/highlight]
......wöchentliche Reduktion um 0,25mg......
19.12.15 [highlight=yellow]15,00mg[/highlight]
.......ab Mai alle 5 Tage Reduktion um 0,25 mg, der Versuch ging allerdings schief, lassen wir es bei alle 7 Tage!
02.12.2016[highlight=yellow]5,00mg[/highlight] :party2:
01.01.17 4,75mg
26.01.17 4,50 mg
06.02.17 4,25mg schlimmer Schub mit Depri, Nervosität, extreme Rückenschmerzen, könnt nur heulen, aber das bringt auch nix! Erstmal Absatzpause, so deprimierend es ist
01.03.17 aufdosiert 4,75mg nachdem es immer schlimmer wurde. Voll Depri, kein Schlaf mehr ab 3 Uhr morgens, nervöse Unruhe, mag nicht mehr.
Nach 3-4 Tagen :Schlaf wird besser, zum Glück, aber immer noch in einem Loch drinnen....
16.03.17 Schlaf wurde weiter immer schlimmer, nur noch 2-3 Stunden, dann wach, nervös, Übel, kann nicht mehr. Aufdosieren auf 5 mg

29.04.17stehe jetzt ca. bei 4mg

30.06.17 3mg

31.08.17 2mg

es geht voran, sogar ganz gut! Habe das Gefühl das Schlimmste ist vorüber mit der großen Welle vom Frühjahr

25.09.17 0!!!!




:schnecke: :schnecke:[/spoil]
HOPE85
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von HOPE85 »

Hallo Paroxetiner,
Ich hoffe euch gehts soweit gut.
Ich machs kurz . Hab überlegt gegen GSK den Hersteller von Paroxetin zu klagen. Hab gedacht ich frage mal nach ob jemand auch interesse hat. Sammelklagen sind erfolgreicher und kosten weniger.
Bin gespannt auf eure Antworten.

LG Hope
Nillo
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Nillo »

Hallo HOPE, Sammelklagen gibt es in Deutschland gar nicht!

Respekt für deinen Mut, die Aussicht auf Erfolg sehe ich allerdings als gering...
[spoil]Therapien:[/b]
Tagesklinik 12/2013-02/2014
1 Jahr Psychoanalytische Therapie bis 09/2014
Psychiatrie (wg Absetzerscheinungen) 09/2014-01/2015
Psychosomatische Klinik 6 Wochen 06/07 2017
Verhaltenstherapie seit 02/2015

Medikation:
einige Male Sertralin versucht, jedoch nie vertragen
ab 05/2013 Mianserin 30mg
ab 10/2013 Mianserin 60mg
ab 01/2014 Mianserin 30mg (in der Tagesklinik plötzlich reduziert, mit Absetzerscheinungen Panik, Übelkeit, Schwindel, etc., ca 4 Wochen)

Absetzversuch:
Juni 2014: plötzlich abgesetzt, heftige Absetzerscheinungen nach ca 2 Wochen (Panik ohne Ende, Übelkeit, Schwindel, Augendruck, Unruhe, etc.)
erneut 30mg Mianserin mit wenig Besserung
seit 18.08.2014 15mg Mianserin
seit 27.08.2014 10mg Mianserin
seit 05.09.2014 5mg Mianserin
seit 15.09.2014 0mg
seit 23.09.2014 5mg Mianserin
seit 25.09.2014 0mg Mianserin (paradoxe Wirkung!!!)

seit 25.09.2014 Opipramol 50mg
seit 29.09.2014 Opipramol wieder weg

16.10.2014 22. Tag ohne Mianserin, gerade so aushaltbar mehr nicht
20.10.2014 26. Tag ohne Mianserin, tatsächlich Besserung der Unruhe. Schlaf unruhig, Ängste leicht besser aber immer noch einschränkend
04.11.2014 41. Tag ohne Mianserin, körperlich etwas leistungsfähiger, Derealisation und Sehstörungen besser. Unruhe teils besser, teils aber auch nicht
30.11.2014 deutliche Besserung der Symptome
Mitte Dezember: alles wieder von vorne
01.02.2015: Schlechte Tage werden eher seltener, Arbeit wieder aufgenommen.[/spoil]
18.07.2015: Abschluss, Ende, Aus, Vorbei! Geschafft!
10.01.2017: Einnahme von einer Tablette Levofloxacin, alles wieder von vorne!
21.03.2017: nach mehreren Zahnbehandlungen weitere Verschlechterung aller Symptome
31.05.2017: Zustand weiterhin sehr schlecht, Augenprobleme massiv, körperliche Leistungsfähigkeit fast bei 0
07.08.2017: zwischenzeitlich mal etwas besser in der Psychosom. Klinik, danach nach Sonnenbad so schlecht wie am Anfang...
22.08.2017: Augen wieder deutlich schlechter. Unruhe besser. Aber bei kleinster körperlicher Anstrengung massiv Druck in Brust
17.10.2017: leichte Besserung, körperlich etwas besser aber bei kleinster Anstrengung massiv Druck in Brust, Hochstimmung bei kleinster Anstrengung und Freude
14.11.2017: massive Verschlechterung, Depersonalisation, Derealisation so schlimm wie nie, körperlich zu nichts fähig.
08.01.2018: minimale Verbesserung, Depersonalisation und Derealisation besser. Körperlich etwas leistungsfähiger, massives Körpertemperaturproblem
13.01.2018: Derealisation und Depersonalisation wieder voll da.
02.02.2018: komplett bettlägrig, Körpertemperaturproblem, Herz bei kleinster Anstrengung, Kopf mal leer mal angespannt, grausam
29.04.2018: Depersonalisation löst sich langsam auf. Körperlich geht nix, bettlägrig. Kopf schwillt bei kleinster Anstrengung an, Augenproblem massiv und schwankend, kein Schlaf
15.06.2018: Körperlich leichte Besserung. Hülle über ganzem Körper und Augen. Keine Gefühle. Wahrnehmungsstörungen, komischer Kopf, kein Schlaf
HOPE85
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von HOPE85 »

Hallo Nilo.
Da hast du recht doch GSK hat auch einen Sitz in UK.
Würde einen Anwalt beauftragen der dafür versiert ist und Zulassung hier und in GB hat.

Gruss Hope
HOPE85
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von HOPE85 »

Wenn jemand mitziehen will kann er sich bei mir melden , wenn nicht ist auch ok und ich mach es selber.
Es gibt genug Fälle und Klagen die bereits erfolg hatten.

Gruß
Muryell
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Muryell »

Hallo, Ihr Lieben!

Ich weiß nicht, ob ich mich hier schon gemeldet habe. Ich bin auch ein Opfer des Paroxetin-Monsters. Ich habe angefangen, Paroxetin auszuschleichen. Meine Anfangsdosis war 40 mg. :vomit: Ich bin jetzt bei 30 mg.

Ich wollte meinen Leidensgenossen einen schönen Gruß senden. :)


Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
[/spoil]
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von HOPE85 »

Hallo an alle.
Hier was zum anschauen auf Englisch .

[mod=Murmeline]Link entfernt[/mod]

Gruß Hope
Jamie
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Jamie »

Hallo Hope,

ich muss hier mal intervenieren.
Also, SSRI sind potente Medikamente, von mir aus auch "Teufelszeug" (wobei ich diesen Begriff nicht gerne benutze),

Aber das, was du hier verlinkt hast, ist unseriös.
Der Moderator ist ein Populist und Scharfmacher und die Berichte, auf die er sich beruft, namentlich Jon Rappaport - das ist ein (angeblicher) Verschwörungstheoretiker.
Wenn ich diesen schlecht und nuschelig sprechenden Mann richtig verstanden habe, sind seine ersten Sätze gleich, dass zB die Deutschen die reineren (soft) Impfstoffe haben und sonstige Verschwörungen.

Wir verfolgen hier sehr aufmerksam die Forschungen zu SSRI, es sind riskante Medikamente; von Löchern in Gehirnen (!) habe ich aber noch nie etwas gehört (das erhöhte Schlaganfallrisiko und die hämorraghischen Blutungen müssen ggf. gesondert betrachtet werden, wobei ich davon auch noch nicht so viel gelesen habe) und ich finde es nicht verantwortungsvoll, sowas zu propagieren.
Dann können wir uns hier ja alle auch die Kugel geben, wenn das Zeug Löcher verursacht. Das ist ja dann unser schicksalhaftes Ende.

Mit Verlaub, das sind genau die News, die Donald Trump konsumiert - und anschließend irgendwas raushaut (twittert).

Ich gebe zu, dass ich aufgrund des starken Nuschelns und des Akzents nicht alles verstanden habe und werde unsere Teammitglieder bitten, da auch mal reinzugucken, um mich zu korrigieren, falls ich das nicht richtig kapiere, aber ich habe wirklich Zweifel an der Seriosität.

MfG
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Murmeline »

Hallo!

Wir haben uns im Team zum Video kurzgeschlossen.

Wir versuchen im Forum, die unerwünschten Auswirkungen, Risiken und Schädigungen durch Psychopharmaka so weit möglich mit Forschungsliteratur zu belegen. Dies hat auch den Hintergrund, dass sich das ADFD zu Beginn mit Scientology-Vorwürfen u.ä. rumschlagen musste.

Der Moderator der Sendung ist als Verschwörungstheoretiker/Weltuntgergangsentertainer bekannt. Wir halten daher nichts davon, Videos dieser Art als Informationsquelle stehen zu lassen.

Danke für Dein Verständnis. Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von LenaLena »

Hallo Leute,

ich hab als Langzeitkonsumentin von Paroxetin hier ein wenig reingelesen. Ich habe, wie in der Signatur zu sehen, über 6 Jahre lang Paroxetin genommen. Absetzversuche scheiterten komplett (waren auch viel zu schnell). Es ging mir so dreckig, das ist unvorstellbar.

Was ich aber schreiben wollte, bei mir hat ein Psychiater dann einen Medikamentenwechsel vorgenommen auf Escitalopram, und "im Grunde" dürfte das bei mir geklappt haben. Mit Vorbehalt. Damals hatte ich keine Ahnung, aber wenn ich jetzt zurückschaue, ging es mir die eineinhalb Jahre auf Escitalopram nie wirklich gut, und ich denke, dass das am Paroxetinentzug lag, den das Esci. nur etwas gedeckelt hat. Allerdings war ich in dieser Zeit lebensfähig, gesellschaftsfähig.

Ich würde auch nie zu so nem Wechsel raten, weil Risiko, aber ich hatte ja keine Ahnung damals.

Seit ich Escitalopram ganz abgesetzt habe, geht es mir sehr schlecht und immer schlechter. Irgendwie frage ich mich, ob ich (noch) im Paroxetinentzug sein könnte...
Ist natürlich reine Spekulation, auch Escitalopram-Entzüge können sich nach Langzeiteinnahme so auswirken.

Ach übrigens, ich bekam beim Absetzen von Paroxetin die Absetzsymptome immer direkt, ohne Verzögerung.

Soweit meine Erfahrungen :)

LG Lena
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Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PROTRAHIERTER ENTZUG/ABSETZSYNDROM seit August 2017

Mir hilft: Atemübungen, histaminarme und gesunde Ernährung, bedarfsweise Passionsblumentropfen
Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
carlotta
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von carlotta »

Hallo Lena,

der Paroxetin-Entzug spielt nachgelagert bei Dir mit ziemlicher Sicherheit noch eine Rolle. Jede psychotrope Substanz, die in der Vergangenheit konsumiert wurde, hinterlässt Spuren im Körper. Dazu noch ein harter Wechsel zu einem anderen Präparat, der ebenfalls viel Chaos ins Nervensystem bringt (auch wenn Du evtl. nicht so viel davon gemerkt hast damals); das Nervensystem musste ordentlich arbeiten, um das halbwegs hinzubekommen und i. d. R. wirken sich auch solche Manöver auf spätere Entzüge bzw. den Allgemeinzustand des Nervensystems aus (limbic kindling).

Es gibt bei PP-Konsumenten meist einen Punkt x, an dem das Nervensystem sagt/zeigt: "Bis hierhin und nicht weiter!" Der kann schon nach dem ersten Präparat eintreten oder auch nach dem zweiten oder dritten. Das ist individuell. Und dann kommt die Symptomflut, Körper samt Nervensystem ist völlig destabilisiert, es läuft nichts mehr rund, die Baustelle, die die Substanzen hervorgerufen haben, ist einfach zu groß geworden, um sie nebenbei zu bewältigen.

Von daher kann man davon ausgehen, dass jeder Kontakt zu PP (ggf. auch anderen Medikamenten) eine Rolle bei solchen Reaktionen spielt, man kann es im Grunde immer nur im Gesamtkontext sehen.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
"For the illicit drugs, we call this process addiction. For the prescribed medications, we call this process therapeutic." (Robert Whitaker)


"We need to stop harming each other in the false name of medicine." (Monica Cassani)


[spoil]Kurzabriss Verlauf:
viewtopic.php?f=18&start=140&t=12787&si ... fb#p266609
Seitdem nur unwesentlich mit dem Reduzieren weitergekommen, da längere Absetzpause.[/spoil]
MaggieSmalls
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von MaggieSmalls »

Hey Zusammen,
hatte in diesen Thread noch nie was geschrieben und wollte mich mal abseits meines eigenen ein wenig austauschen, falls einer Lust hat?
Habe gerade eine Welle und wie jedes mal in einer Welle habe ich das enorme Bedürfnis nach Zuspruch und Austausch mit Betroffenen.
Bin seit 3 Tagen genau 1 Jahr auf 0mg und habe immer noch sehr starke Symptome wie Wattegefühl im Kopf, Kopfbrummen, Derealisation uvm. .
Was macht Euch Mut, dass es irgendwann aufhören wird und wir keine Langzeitschäden davon nehmen? Je länger es dauert bei mir, desto weniger Verständnis bekomme ich von meinem Umfeld. Es ist ja ohnehin für Aussenstehende schlicht weg nicht nachvollziehbar aber habe das Gefühl, dass mich einige Leute langsam für verrückt erklären. Ich fühle mich in meinen Wellen total gefangen in einem Körper / in einer Person mit der ich eigentlich nichts zu tun habe. Es vermischt sich vieles und bei mir entsteht ein totales Chaos :frust:
Ich hätte vor einem Jahr nie gedacht, dass ich so ein heftiges Jahr vor mir habe und dachte die Sache ist nach max 3 Monaten durch :cry:
Vieles hat schon nachgelassen aber meine Hauptsymptome lassen mich einfach nicht los es ist zum verrückt werden! :frust:

Lg Maggie
September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden


Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (nur noch sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
"Needles and Pins"
Heiß / Kalt Gefühl
Hitze triggert Symptome
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
Extrem Depressive Phasen
Kein Hunger
Depersonalisierungsgefühl
Halluzinationen (ganz selten noch Nachts)
Neuro Emotionen (stark)
Muskelkrämpfe
Heulattacken
Suizidgedanken
Clarissa
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Clarissa »

Hallo Maggie.

Obwohl ich nie Paroxetin eingenommen/abgesetzt habe, ähneln doch viele meiner anhaltenden Beschwerden Deinen.

Ich bin fast 3,5 Jahre auf komplett Null und befürchte, Langzeitschäden davongetragen zu haben. Verständnis von meiner Umwelt bekomme ich längst nicht mehr. Man hält mich vielleicht nicht gerade für verrückt, aber für reichlich sonderbar und irgendwie psychisch krank. Nur mein Hund ist loyal :wink: .

Meist komme ich mit all dem ganz gut klar, aber an schlechten Tagen, wie heute einer ist, verliere ich auch fast allen Mut.

Mal sehen, was wir für Antworten bekommen.

VG sendet Dir Clarissa
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MaggieSmalls
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von MaggieSmalls »

Hallo Clarissa,
das klingt aber nicht gut! Welche Symptome hast du aktuell? Ich habe gerade in den Wellen extreme Angst vor Langzeitschäden, obwohl ich fast ausschließlich davon gehöhrt habe, dass mit der Zeit (Wie lange auch immer) alle Symptome verschwinden sollen. Wie lange hast du ADs eingenommen?
Habe Paroxetin nur 1 Jahr genommen habe aber die volle Palette an Symptomen bekommen.
Ich denke mir und ich hoffe das macht Sinn, dass wenn Symptome sich innerhalb meines 1. Jahres teilweise verringert und teilweise verschwunden sind, wieso sollte dann nicht irgendwann alles verschwinden?
Und Langzeitschäden bedeutet doch auch nicht gleich für immer oder? Grauenhafte Vorstellung die mir den Atem raubt

Vg
September 2015 starker Schwindel - erstmaliger Besuch beim psychologen + Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse.
November 2015 - Nach anfänglicher psychischer Besserung plötzlich Talfahrt mit Beginn von Panik.
05.11.2015 1. Einnahme von Cipralex - Stimmung wurde besser allerdings nicht die Panik.Januar 2016 - völliger psychischer Zusammenbruch - kein Schlaf & nur Panik + Heulattacken, Aussichtslosigkeit, tiefe depressive Emotionen

2016
Januar 2016 Diagnose schwere reaktive Depression / Burn Out

Seit Mitte Januar 2016 dann 40mg Paroxetin (Ohne einschleichen, direkt 40mg)
Ich hatte die ersten Nächte heftige Symptome. Meine Haut hat an allen Gliedmaßen gebrannt wie Feuer. Ich habe mein gesamtes Bettlaken vollgeschwitzt und hatte hier bereits das nächtliche aufschrecken und die Orientierungslosigkeit.

Anfang der Reduktion auf eigenes Handeln:
Anfang Juli 30mg
Ich habe viel zu schnell abgesetzt. Weder mein Arzt noch mein Psychiater haben mich davor gewarnt - ganz im Gegenteil.
Ich habe dieses Forum leider zu spät entdeckt und habe selbst dann nicht auf einige von Euch gehört "es langsamer anzugehen". Ich wollte das Zeug so schnell wie möglich los werden. Das war ein großer Fehler und hat mir das Jahr 2017 zur Hölle gemacht.

Seit dem Absetzen fing bei mir von Beginn an das typische "Wellen / Fenster Muster" an. Alle meine Symptome die unten zu lesen stellten sich spätestens mit der 1. Reduktion von Paroxetin ein. Deswegen steht nicht hinter jedem Absetzschritt ein Symptom, kann aber alles in meinem Thread nachgelesen werden.
Vieles kam auch bereits mit dem Beginn von Paroxetin - Allerdings dachte ich, das wäre Teil meines Burn Outs.

Ende Juli - 25 mg
August - 20 mg (Anfang von Depersonalisierungsgefühl - Hatte das Gefühl ich sehe mich selbst beim reden)
September - 15 mg
Oktober - 10mg
8. November 2016 - 5mg
Schwerster Schritt bislang mit den meißten Symptomen. Körperlichen Symptome haben sich weitesgehend gebessert. Psychischen Symptome kommen und gehen. Jedoch leichter Aufwärtstrend.

08.01.2017 - 3,75mg
Nach 2 Wochen leichte bis wenig Absetzsymptome. Kein Vergleich zur Reduktion im Schritt davor.

22.01.2017 - 2,5mg
Mäßige Absetzsymptome - Teilweise starke Benommenheit / Schwindel. Psyche teilweise realtiv gut dann wieder relativ schlecht. Wechselt ziemlich schnell. Leichte Sinnestäuschungen gehabt aber alles noch im Rahmen des Erträglichen. Weiterhin bleibt der Schritt von 10mg auf 5mg der schlimmste.

05.02.2017 - 0mg

Stand 2018


Symptome die immer noch anhalten:

Dauerhaftes Derealisationsgefühl
Rauschen im Kopf / auf den Ohren
Geringe Belastbarkeit / Kann Stresssituationen schlecht einordnen
Kann nicht zu lange am PC sitzen (verschlimmert Symptome)
Nächtliches schwitzen
Starke Benommenheit
Probleme beim Fokussieren
Neuro Emotionen (leicht)
Angst nicht mehr gesund zu werden


Symptome die verschwunden sind:

Brainzaps (nur noch sehr selten und sehr schwach - wenn dann nur morgens direkt nach dem aufstehen)
Lebhafte Alpträume + plötzlich wach werden und nicht wissen wo man ist
Grippe Gefühl
"Needles and Pins"
Heiß / Kalt Gefühl
Hitze triggert Symptome
Teilweise Orientierungs / Koordinationsprobleme
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Fatigue
Extrem Depressive Phasen
Kein Hunger
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Neuro Emotionen (stark)
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von Clarissa »

Hallo Maggie.

Ich habe über gut 10 Jahre mit Pausen verschiedenste PP bekommen.

Ich hoffe wie Du auf weitere Besserung, fürchte aber: Garantie gibt es keine.

Deine Chancen auf baĺdige Heilung sind bei Deiner Vorgeschichte mit Sicherheit viel größer als meine. Hab Geduld!

VG von Clarissa.
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padma
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Re: PAROXETIN-BETROFFENEN-THREAD. Alles rund um Paroxetin, Symptome, Absetzmöglichkeiten, Erfahrungen, Austausch

Beitrag von padma »

hallo Maggie, :)
Ich habe gerade in den Wellen extreme Angst vor Langzeitschäden, obwohl ich fast ausschließlich davon gehöhrt habe, dass mit der Zeit (Wie lange auch immer) alle Symptome verschwinden sollen.
Es ist für Wellen ja ganz typisch, dass man, wenn man in einer Welle steckt, sich gar nicht vorstellen kann, dass es wieder anders wird.
Ist die Welle vorbei, schätzt man die Situation schon wieder anders ein.

Du könntest deine Frage noch in einem andern thread stellen, es betrifft ja nicht nur Paroxetin. Z.B. in "Umgang mit Wellen" http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=50&t=10031

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, im :schnecke: Tempo ausgeschlichen
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

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