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Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Offene Reise
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Offene Reise » Montag, 29.01.18, 8:45

Hallo Sonnenscheindauer,

vielen Dank für die lieben Worte! Ich wünsche dir vom Herzen alles Gute!

Liebe Grüße

Lukas
Meine Erfahrungsberichte
1. Jahr nach dem Absetzen
2. Jahr danach
3. Jahr ohne Meds
4. Jahr nach NullNeues Update

Radiosendung
Feature im SWR2: mein Bericht zwei Jahre nach dem Absetzen

Erfolgreiche Absetzung
Seit Anfang 2015 ganz frei von Medikamenten (einige Jahre Erfahrung mit Olanzapin, dann lange mit Abilify, für kurze Phasen zusätzlich auch mit ADs und Lithium)

Offene Reise
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Drei Jahre nach dem Absetzen (Update)

Beitrag von Offene Reise » Sonntag, 22.07.18, 12:59

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder ein Jahr rum seit meinem letzten Update. Und es ist wieder einiges passiert, so dass es einiges zu erzählen gibt...

Bei Fragen einfach fragen! Freue mich aber auch einfach so über Feedback, vorallem, wenn ihr euch in meinen Erlebnissen wiederfindet!

LG

Lukas



Update - drei Jahre nach dem Absetzen: Entwicklungen, über die ich mich freue


Ein Krisenjahr geht zu Ende

Mittlerweile schaffe ich es ganz gut, meinen Schmerz nicht mehr auszublenden, sondern mich zu meiner Frau zu kuscheln, mich auf mein Herz zu fokussieren und den Tränen freien Lauf zu lassen. Der Schmerz löst sich dabei etwas auf und der Tag kann ungestört weitergehen.

Das ist mir im letzten Jahr so gar nicht gelungen, so dass es zu einem waschechten Ätz-Jahr wurde. Beim letzten Update hatte ich den Eindruck, die düstere Phase von damals hinter mich gebracht zu haben, vielleicht erinnert ihr euch ja. Das hat so aber nicht ganz hingehauen - kam raus, es war wohl eher die Ruhe vor dem Sturm.

Und der ging so: die meiste Zeit habe ich mich innerlich abgekapselt und konnte dadurch meiner Partnerin emotional oft nicht zur Seite stehen, wenn sie es brauchte. Aus meiner persönlichen Krise wurde eine Ehekrise, in der wir uns teilweise fremd wurden. Ein nur schwer zu verdauender Bruch mit dem, was uns die ersten Jahre als Paar ausgemacht hat: aus dem „wir sind ein Team“ wurde ein verworrenes Gegeneinander. Ich kam mir manchmal vor wie ein hoffnungsloser Fall, der nicht weiß wie ihm gespielt wird. Was ist mit mir los? Warum stoße ich die Menschen um mich herum derart von mir?

Dass ich mich über lange Zeiten zu einem zynischen Arschloch gewandelt hatte, wurde mir auf halber Strecke bewusst. Auch, dass meine Launen und Stimmungsschwankungen meiner Partnerin arg zusetzen.

„Du bist nur noch ein Schatten deiner Selbst.“, meinte sie einmal, und wollte damit ihrer Verzweiflung Ausdruck verleihen. Ich fühlte mich oft innerlich zerrissen und empfand mich als Schwachmaat, wollte ich doch unbedingt ein guter Lebenspartner sein.

Aber wie mit dem Anti-Sein aufhören?

Als Vater kam ich nach wie vor recht gut klar; nur, wie kann ich wieder der werden, in den sich meine Frau vor fünf Jahren verliebt hatte? Wir befanden uns in einem Teufelskreislauf, an dessen Ende wir immer wieder über eine Beziehungspause nachdachten - von meinen drängenden suizidalen Bedürfnissen ganz zu schweigen.

Was ich damals nicht wusste: mit diesen Krisen bekam ich langsam und unmerklich einen Zugang zu mir. Und damit eine Antwort auf die Frage, warum ich auf meiner Rolle nicht klarkam.


Antworten auf die Fragen „wer und was bin ich?“

Dieses Identitäts-Thema hat mich viel beschäftigt. Ich meine, woraus besteht meine Psyche eigentlich konkret? Und in welchem Verhältnis steht sie zum Körper?

Dabei interessieren mich theoretische Überlegungen eher weniger, ich möchte es direkt erfahren - indem ich in mich hineinschaue und das zu Gesicht bekomme, was ist. Also meiner Wahrheit und meiner inneren Realität auf die Spur komme. Und diese führte mich in eine (innere) Welt, wie sie zum Beispiel im Ayurveda und der Chakrenlehre beschrieben wird. Am Ende stand für mich fest: hinter meiner psychischen Not steht vor allem eine spirituelle Krise, in der es darum geht, mit meinem inneren Kern in Kontakt zu sein.


Gut unterwegs mit meinen Stimmen

Inzwischen kann ich sagen: zu meinem inneren Kern gehören Stimmen - ich höre Stimmen! :D Wobei ich sie auch sehen kann, weil sie verschiedene Farben, Formen und Charaktere annehmen. Dazu kommt noch, dass ich eine synästhetische Wahrnehmung habe, was mir erst vor ein paar Monaten bewusst wurde.

Manche Synästhetiker nehmen zum Beispiel Zahlen farbig wahr oder können Worte schmecken.
In meinem Fall heißt Synästhesie: meine Gefühle haben Formen und eine Persönlichkeit, geben Geräusche von sich oder erzeugen Farben. Zu den unsichtbaren Geschmäckern wie salzig oder bitter entdecke ich nach und nach weitere, die ich ebenfalls sehen kann. Es ist nur schwer zu beschreiben, aber ein richtig gutes Brot schmeckt für mich nicht nur nach Dinkel und Sesamkernen, sondern glüht auch auf gewisse Weise golden. Und Berührungen in meinem Gesicht erzeugen ein wohliges Brummen bzw. katzenähnliches Schnurren im Kopf. Ob sich diese Tiere ähnlich fühlen, wenn sie so gemütlich vibrieren?

Da wären noch andere synästhetische Eindrücke bei mir, aber ich möchte an dieser Stelle auf einen bestimmten Punkt hinaus: Einiges von dem begleitet mich schon mein Leben lang, ohne dass ich etwas von Synästhesie gewusst hatte. Dass meine Gefühle aber zum Beispiel einen Charakter besitzen, ist erst nach der Traumabearbeitung und dem Medikamentenabsetzen zum Vorschein gekommen. Denn ich war vom Trauma offenbar ähnlich betäubt wie von den Psychopharmaka und konnte meine Gefühle kaum wahrnehmen.

Warum meine synästhetischen Eindrücke so wichtig sind

Doch genau hier liegt der Hund begraben: ich komme erst dann gut mit meinen Emotionen klar, wenn ich ihre synästhetischen Ausdrucksformen wahrnehme. Je intensiver ich das mache, je eindrücklicher die visuellen und akustischen Eindrücke sich entfalten dürfen, umso gründlicher ebben die Gefühle ab. Ich muss manchmal einigen Mut aufbringen, um die volle Bandbreite davon erleben zu können. In der Regel empfinde ich meine synästhetischen Wahrnehmungen aber als ästhetisch und genieße es dann, in ihnen zu leben.

Ein toller Effekt davon ist, dass ich Gefühle nun oft simultan verarbeiten kann. Ich höre zum Beispiel jemanden aufmerksam zu und schaue mir dabei das visuelle Geschehen an, das dabei entsteht und nur ich sehen kann.

Dasselbe Prinzip gilt auch für meine Stimmen. Solange sie von mir unbeachtet bleiben, haben sie einen enormen Einfluss auf mich und verursachen oft viel Leid. Hier hilft mir am meisten, sie achtsam wahrzunehmen und ihnen ohne Wertung zuzuhören. Manchmal keine einfache Aufgabe, aber es lohnt sich oft. Denn dadurch kann ich mich gut von ihnen lösen und bleibe der Herr im Haus.

Es ist wie in der Beziehung zu Menschen. Sie gelingt mir am besten, wenn ich mein Gegenüber nicht verändern will, sondern aus echtem Interesse in ihr Leben schaue.

Seitdem ich offen für meine Stimmen und meine synästhetischen Eindrücke bin, kann ich also "wesensgerecht" mit meinen Gefühlen umgehen, die eben auch in Form von Stimmen auftauchen können. Und so komme ich auch viel besser klar, gerade mit schmerzhaften Emotionen. Besonders freue ich mich über die Auswirkung von alldem auf unsere Ehe. Wir haben uns inzwischen von den Strapazen erholt und befinden uns wieder in ruhiges Fahrwasser.

Man könnte meinen, je mehr ich meine "verrückte" Seite annehme, desto funktionaler werde ich... :P

Die Vielfalt menschlicher Wahrnehmung ist wirklich faszinierend. Und vielleicht geht es anderen, die im Leben bisher auch nicht gut klargekommen sind, ähnlich wie mir – sie haben ihre ureigene Art der Wahrnehmung noch nicht entdeckt und brauchen noch etwas Zeit, um dahinter zu kommen.




Meine Bilanz drei Jahre nach dem Absetzen

Mich bewegt das bis heute immer wieder, über sieben Jahre Medikamente eingenommen zu haben. Irgendwie fühle ich mich dem Thema nach wie vor verbunden. Warum habe ich damit überhaupt begonnen? Muss ich es bereuen, sie genommen zu haben? Oder sie abgesetzt zu haben? Welche Unterschiede sehe ich mittlerweile zwischen meinem Leben mit und ohne den Substanzen?

Zusammenfassend bin ich recht glücklich mit meiner Drei-Jahres-Bilanz: Die positiven Entwicklungen aus den ersten beiden Erfahrungsberichten sind weitergegangen. Mit einigen Auf und Abs, aber doch ganz klar erkennbar.

Rückblickend betrachtet sehe ich zwar nicht mehr eine gesundheitliche Begründung für meine damalige Medikamenteneinnahme, habe aber meinen Frieden damit gefunden. Aus meiner jetzigen Sicht gehören die Substanzen nämlich zu meinem Lebensweg dazu, sie haben biographisch und kulturell gesehen Sinn gemacht.

Heute würde ich Medikamente aber als kontraproduktiv empfinden, da ich ja darauf angewiesen bin, meine Gefühle und Stimmen deutlich wahrzunehmen, um überhaupt gut klarkommen zu können.

Und sie würden mir auch bei meiner weiteren körperlichen Gesundung in die Quere kommen, denn es gibt offenbar noch einiges zu tun, um meiner Leber auf die Sprünge zu helfen und zum Beispiel Entzündungsprozessen beizukommen.




Was mich noch erwartet

Es ist noch lange nicht alles gut. Was jahrelang in mir eingeschlossen war, wird mich noch länger begleiten und immer wieder beschäftigen. Mittlerweile möchte ich aber nicht mehr auf den Tag warten, an dem ich mit meinen seelischen Altlasten durch bin, um glücklich zu sein.

Nach und nach mache ich auch die Erfahrung, dass ich trotzdem zufrieden sein kann und trotz allem Lebensglück empfinden kann. Das gelingt mir auch immer besser, seitdem ich einen guten Draht zu mir gefunden habe. So beginne ich wieder mit Zuversicht nach vorne zu schauen und bin gespannt auf das, was da kommen mag.
Meine Erfahrungsberichte
1. Jahr nach dem Absetzen
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Offene Reise » Sonntag, 22.07.18, 19:36

Hallo zusammen,

als kleiner Nachtrag - mir ist aufgefallen, dass ich am Anfang etwas geschrieben habe, das ich ergänzen möchte:
Mittlerweile schaffe ich es ganz gut, meinen Schmerz nicht mehr auszublenden, sondern mich zu meiner Frau zu kuscheln, mich auf mein Herz zu fokussieren und den Tränen freien Lauf zu lassen. Der Schmerz löst sich dabei etwas auf und der Tag kann ungestört weitergehen.

Das ist mir im letzten Jahr so gar nicht gelungen, so dass es zu einem waschechten Ätz-Jahr wurde.
Damit meine ich, dass es mir im Alltag schwer gefallen ist, mich auf schmerzhafte Gefühle einzulassen - ich bin in besonders schlimmen Krisensituationen extra in die Natur gegangen, um dort Trost und Halt zu finden. Das hat mir geholfen, die Gefühle auszuhalten und zu durchleben, wodurch eine Entwicklung möglich wurde.

Mittlerweile kann ich ganz gut im Alltag schwierige Gefühle handeln, so dass ich viel besser klarkomme.

LG

Lukas
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 16.08.18, 14:45

Lieber Lukas,

danke für deinen 3. Erfahrungsbericht! So eine Reise über einen langen Zeitraum zu lesen, finde ich sehr wertvoll!

Lustig, bei ein paar Punkten und besonders bei den Stimmen dachte ich sofort: Er ist Synästhetiker! Und du schriebst es dann ja auch :) Diese Form der Wahrnehmung ist viel zu wenig bekannt, ich möchte nicht wissen, wie viele sie mit einer Störung verwechseln :(
Ich selbst bin durch meine Hochsensibilität darauf gekommen, dass ich auch Synästhesien habe (allerdings sehr kleine, marginale), da beides häufig zusammenhängt.
Und auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Medikamente diese feinen Wahrnehmungskanäle, die ich nun mal im Charakter angelegt habe und die zu mir gehören, komplett zubetoniert haben. Ich merke diesen Unterschied erst jetzt wieder, wo ich frei von den AD bin.

Dir weiterhin alles Gute! :)
Lena
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), danach Entzug/Absetzsyndrom, auf Null seit August 2017

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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Offene Reise » Samstag, 18.08.18, 7:29

Liebe Lena,

ja, seit ich meine Art der Wahrnehmung entdeckt habe, bin ich ganz fasziniert von unserer mentalen Vielfalt. Ich freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Wahrnehmungsbereich sich öffnet, weil ich dadurch mehr Macht und Kontrolle bekomme. Zuletzt habe ich zum ersten Mal meine Angst gesehen und bin vom Hocker gefallen, wie ich von Ängsten gerüttelt bin. Bis dahin dachte ich immer: Ängste sind was für andere, ich habe keine. :D

Also, wenn ich so drüber nachdenke, fällt mir dann auf, wie mein Leben ziemlich von Angst geprägt war und immer noch ist... :lol:
Ein wichtiger Meilenstein!

LG

Lukas
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Offene Reise » Samstag, 18.08.18, 14:36

oh, und danke, dir auch alles Gute, Lena! :)

LG

Lukas
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Markus 77
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Markus 77 » Dienstag, 19.03.19, 7:08

Super Bericht Danke
Seit 1.2 mirtazapin 15mg ca. 14tage ausgeschlichen. Psychische Krise: 25.2 .14 15mg mirtazapin ca. 15Tage u. 15 Tage 7,5 mg u.ausgeschlichen. ( schlief 15 Std. Damit)Seit.25.2 citalopram 10mg ( 65 Tage)umstieg am 5.4 30mg Duloxetin 14 Tage .. Dann Null( Grund:heftige kopfschmerzen,Augendruck , blutdruckkrise) seit. 15.5 Probleme mit starker Ermüdung/ tagesschläfrigkeit / war vorher nie/starker Erschöpfung/ am 1.6 2tage escitalopram 5mg ( starke Kopfschmerzen)26.6.14 in psychiatrischer Klinik mirtazapin 15mg u. 75mg bupropion . 2 Tage mit 150mg ... 75 mg zurückdosiert ( bekam bei 150mg blutdruckkrise zittrige Hände, übelkeit , Schwindel) ....Derzeitige Medikamente seit ca.seit ca.18.7:6,5m mirtazapin 7.8 ca 5mg Mitra. 2-3 mg Mirta seit 20.8..Seit 30.8 ..Seit 20.10 ca.6,5 mirtazapin seit 3. 11 15mg mirtazapin seit. 7.11 ca.12mg mirta weil 15 mg nicht benötigt!! 11mg Mirtazapin seit 21.11.13 13mg 2.12 .13 seit 18.1 Temsta 4,5mg reduziert auf null seit 22.2. 15 .! seit 20.2 15mg Mirtazapin seit 10.3.15 20mg stabil 18mg seit 15.4 .2015 seit 20.5 auf 16,5 mg schlaf 8 Std. Past 22.6 15,5 mg Versuch
....seit 14.7 . 14,5 mg mirtazapin seit 8.7.15 abilify 5mg abilify seit 18.7 2,5 mg mirta zapin seit 18.7 14mg , 13 mg mirta seit 11.8 12,5 mirtazapin seit 22.8 seit 3.9 12mg , seit 20.9 11mg ,seit 8.10.
...10 mg mirtazapin rezed. Depressionen .seit 1.10.15 9 mg 1.12.15 8 mg mirtazapin und seit 15.11 5 mg abilify schlaf ca.7-8 std . absetzerscheinung :erschöpfung (körperlich ,nervliche) erbrechen , übelkeit ...... ...7mg mirtazapin seit 25.12. 30.1......6,5mg mirtazpin 6 mg seit 29.2.16 .....19.3 5,5 mg
abilify 4,75mg ...!! abilify 5 mg 19.3 3.4.16 Umstieg wasserlösmethode 35ml ergibt 5,25
mg Mirtazapin 33ml ( 5 mg Mirtazapin ) 8.4. 16......30 ml ,( 4,5 mg ) 17.4 .16... 4mg ( 27ml ) 9.5 .16 .....31.5.16 ...3,5 mg ( 35 ml ) 24.6.16 3 mg ( 30ml ) 16.7
(26 ml ) 2,6 mg 18. 7 . 2,7 mg ( 27 ml ) 14 .8 ( 24 ml .. 2,4 mg 11.9.16 21 ml 2,1 mg ... 2 mg seit 25.9. 1,8 ml ( 1,8 mg ) seit 10.10 1,5 mg seit 5.11.16 ...1,2mg seit 30.11. (12ml ) .. 1mg ( 10ml ) 28.12.16....22.1 .17 ...0,8 mg .0,7 mg seit ...8.2.. 0,6 mg seit 18.2 ...0,5 mg 24.2 ..0,4mg ...3.3.17 0,3 mg 17.3 seit . 25.3 abgesetzt .....wieder eindosiert mit 0,2 mg ...ab 1.4.17....abgesetzt 27.4 .17 mit 0,15 mg Mirtazapin abgesetzt ...!!schlaf past 6-9 std.....seit 6.6.17 .........4 mg abilify 3,5 mg Abilify ....seit 29.6....21.7.. ..3mg. 2,6 mg ...seit 21.8 .....21.9.. 2,1 mg ...21.10...1,8 mg 21.11 1,4 mg .....21.12. .....1,00 mg .... 22.1 0,7 mg ....22.2 ... 0,4 mg abgesetzt

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Update: 4 Jahre danach

Beitrag von Offene Reise » Mittwoch, 26.06.19, 18:52

Hey ihr Lieben,

inzwischen ist wieder ein Jahr rum (insgesamt sind es schon vier Jahre ganz ohne Medikamente). Im letzten Jahr hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, erwachsen geworden zu sein, was viel in Bewegung brachte…

Hier also ein Update zum vierten Jahr nach dem Absetzen. Freue mich wie immer über Feedback (bei Fragen einfach fragen) und wünsche euch viele interessante und hilfreiche Eindrücke! :)

Alles Liebe

Lukas




Update: 4 Jahre danach – was gut lief

Körperliche Gesundung vorangebracht

Chronische Entzündungen weiter gelöst…

Hier ist einiges passiert. Einige der spürbaren Entzündungsherde sind in den letzten Monaten so ziemlich verschwunden. Die in meinem Gehirn und die in gewissen Gelenken zum Beispiel. Das merke ich einmal daran, dass sich diese Regionen nicht mehr schmerzen. Und zum anderen hat meine Performance Sprünge gemacht. Ich kann mir Dinge mühelos merken, weiß auch noch, was so im letzten Sommer los war und laufe mir nicht mehr die Gelenke auf Arbeit wund (das Tempo ist aber das gleiche geblieben).

Ich führe das vor allem auf eine passende Ernährung zurück, aber das CBD-Öl hat da sicher auch eine wichtige Rolle gespielt (es stärkt das Endocannabinoid-System unseres Körpers).


Fortschritte in der Entgiftung…

Wenn sich meine Blase überraschend meldet und ich alles stehen und liegen lasse, um zur Toilette zu kommen, ist klar: mein Körper schmeißt mal wieder Gifte raus. Überhaupt regelt er bei mir einiges über das Urinieren, wenn ich so an früher denke. Also noch zu Medikamenten-Zeiten. Aber Probleme dieser Kategorie habe ich ja schon im ersten Erfahrungsbericht anschaulich beschrieben. Die sind zum Glück schon lange passé, daher zurück zum eigentlichen Punkt:

Meine Entgiftungsorgane arbeiten nach langer Zeit der Überforderung (eben durch Medikamente und einem nicht gerade förderlichen Ernährungsstils) wieder ordentlich. Dass ich die letzten Jahre so Vieles in meinem Leben umgestellt habe trägt jetzt endlich Früchte. Wohlverdient würde ich sagen. 😊


Zähne sichtbar remineralisiert…

Mein Ernährungszustand lässt sich gut an meinen Zähnen ablesen, denke ich. Was vor einem Jahr noch etwas durchsichtig war, ist jetzt wieder gut aufgefüllt mit Mineralien, sprich, man hat nicht mehr das Gefühl, durch die unteren Ränder der Schneidezähne sehen zu können (ist auch besser so, meine Zunge ist nach wie vor in Erholung begriffen – mehr dazu im ersten Erfahrungsbericht). 😉

Das wichtigste Helferlein hierfür ist das Wasser. Wir sind vor einiger Zeit auf gefiltertes Leitungswasser umgestiegen: schmeckt besser und ist gut mit Mineralien angefüllt (durch ein Filtersystem mit natürlichen Prozessen).


Sprünge in meiner seelischen Entwicklung

Loslösung aus emotionalem Missbrauch...

Dieser Schritt gehört zu den wichtigsten Meilensteinen bei mir. Rückblickend wird mir immer klarer, was für ein Hemmschuh unverarbeiteter Missbrauch sein kann. Und auch, dass hinter den Schmerzen Gold steckt, wenn man sich auf diesen Aufräumprozess einlässt.

Genauer gesagt war es Gaslighting, durch das ich wie gelähmt durch's Leben stiefelte, zumindestens im Innern.
Gaslighting ist eine Form des emotionalen Missbrauchs, in dem die Selbstwahrnehmung manipuliert wird, um den anderen zu verunsichern und orientierungslos zu machen, was echt tiefgreifende Folgen nach sich ziehen kann. Im Nachhinein kann ich mir damit so manche seelische Krise erklären…

Wer mehr darüber erfahren möchte, findet auf Wikipedia einen gut gemachten Artikel dazu.


Vertiefung meiner Identität…

In den letzten Monaten drehte sich viel darum, Konditionierungen abzulegen und mehr zu meiner wahren Natur zu finden, sozusagen in die Wildnis in mir zurück zu gehen und mich so zu sehen, wie ich bin. Und mittlerweile kann ich sagen, dass aus diesem Prozess viel Selbstliebe und Leichtigkeit entstanden sind.

Die dicken Filterschichten aus seelischen Altlasten abzutragen und zu den Schmerzen dahinter zu kommen, war also ein wichtiger Drehpunkt für diesen Prozess, “...denn dann kannst Du jemanden kennenlernen, den Du bisher vielleicht noch nicht getroffen hattest - Dich selbst!“, wie es so schön im Alexandra House Blog heißt.
Unterstützung bei all dem hatte und habe ich durch meine wunderbare Frau und durch Meditationen (Deepak Chopra, Mady Morrison).



Was im nächsten Jahr ansteht

Körperlich verläuft die Gesundung um einiges langsamer, als ich es mir vor vier Jahren vorgestellt hatte. Doch so ist es nun einmal, wenn man sich zu slow Detox entschieden hat und sich Zeit für die Prozesse nimmt. So ist mein Zucker- und Hormonhaushalt noch etwas durcheinander, was ich an verschiedenen Problemen rund ums Essen und Fitness bemerke. Auch bin ich immer noch nicht zu einer Art „Darmsanierung“ gekommen – einmal hat das Geld bisher nicht gereicht und zum anderen möchte ich es eben achtsam angehen. Was sich lange aufgebaut hat, braucht entsprechend Zeit, um sich wieder abzubauen.



Meine Bilanz zum vierten Jahr danach

Inzwischen habe ich mein Kapitel mit den Medikamenten (und dem konventionellem Hilfssystem) gefühlt geschlossen. Das alles kommt mir sehr weit weg vor. Ein bisschen wie aus einem anderen Leben.

Was ich aus dem besagten Missbrauch vor allem mitgenommen hatte war ein bestimmter Satz – ich darf nicht.
Nicht sein, nicht lieben, nicht genießen. Das loszulassen und mich für das Leben zu öffnen hat mich erwachsen werden lassen. Ich darf geschickt sein im Leben, Dinge schnell erledigen, mit dem was ich mache erfolgreich sein. Und diesen inneren Wandel sieht man auch immer mehr im Außen…

Zum Beispiel konnten wir uns nun ganz vom Jobcenter befreien (wir hatten aufgestockt) und genießen den Aufwind, den dieser Schritt mit sich brachte.

Es war also ein gutes Jahr, in dem ich das wurde, was ich bin und dadurch immer mehr in den Fluss des Lebens komme.

So, das war erstmal alles von mir. :) Ich wünsche allen, die noch mittendrin stecken, viel Kraft und Hoffnung für den weiteren Weg, ihr schafft das! :fly:
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von TurkeyCold » Donnerstag, 27.06.19, 21:34

Hallo Lukas,

danke für die anschaulichen und teilweise unterhaltsamen Passagen, insbesondere in puncto Identitätsfindung und -bildung habe ich mich phasenweise wiedergefunden als einer, der sich im bisherigen Leben ganz schön abgestrampelt hat. Ich habe nicht alles gelesen und es ist bloß eine Zahl: Verrätst du, wie alt du bist? Und um was für ein gemeinsames Geschäft handelt es sich?

Dir weiterhin alles Gute, herzlich
C.
Medizinische Vorgeschichte:

11/2015 - Duloxetin 30mg, 12/2015 - Duloxetin 60mg, 4/2016 - kalt abgesetzt
8/2016 - Duloxetin 60mg, 2/2017 - Duloxetin 30mg, 4/2017 - kalt abgesetzt
7/2017 - Duloxetin 60mg, 9/2017 - Duloxetin 30mg, 11/2017 - kalt abgesetzt
3.5.2018 - Milnacipran 25mg, 10.5.2018 - Milnacipran 50mg, 20.5.2018 - Milnacipran 25mg
seit 24.5.2018 - kalt abgesetzt und protrahierter Entzug

NEMs: Omega-3

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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Offene Reise » Freitag, 28.06.19, 9:29

Hey TurkeyCold,

danke dir für das Feedback!
Bin 36. Das gemeinsame Geschäft war ein Dorfladen, der ist aber wieder zu. Wir sind gerade beide in Festanstellung und bereiten die nächste Selbstständigkeit vor...

LG

Lukas
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TurkeyCold
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Re: Update: 4 Jahre danach

Beitrag von TurkeyCold » Montag, 01.07.19, 17:38

Hallo Lukas,

danke für deine Antwort, zu folgendem habe ich noch ein paar Gedanken:
Offene Reise hat geschrieben:
Mittwoch, 26.06.19, 18:52
Auch bin ich immer noch nicht zu einer Art „Darmsanierung“ gekommen – einmal hat das Geld bisher nicht gereicht und zum anderen möchte ich es eben achtsam angehen. Was sich lange aufgebaut hat, braucht entsprechend Zeit, um sich wieder abzubauen.
Mich würde interessieren welche Maßnahmen du dabei meinst außer entsprechend (teure) Bakterienstämme bzw. -kuren und Einläufe? Wie du ja selbst sagst, ist der Darm ein hochkomplexes System, dessen Balance und oft auch Dysbalance über einen langen Zeitraum entsteht, jedoch bin ich der Auffassung, dass man ganz viel mit einer gesunden Lebensführung wieder hinbekommt, meist auch nachhaltiger als mit irgendwelchen Sanierungsprogrammen oder kurzzeitigen Kuren - und damit relativ kostengünstig.

Was mir spontan einfällt: Verzicht auf raffinierten Zucker ist klar, zunehmend ballaststoff- und wasserreich speisen, Verzicht auf entzündungsfördernde Speisen (bei Milch sollte z.B. jeder in sich hineinhorchen: Mag mein Körper das? Wie reagiere ich?), probiotische Speisen einbauen (Joghurt, Frischsauerkraut, Brottrunk oder -ferment, Möhrenmost, Apfelessig, Miso und andere) und Reduktion oder besser Verzicht auf Fleisch (man weiß z.B. nie, ob man durch den Verzehr indirekt Medikamente aufnimmt).

Das sind Maßnahmen, die mir sehr geholfen haben. Vielleicht ist der ein oder andere Tipp für dich dabei. Ein ganz großer Faktor in Sachen Dysbalance des Darms sind ganz sicher Medikamente, wenn nicht der größte. In diesem Punkt dürftest du aber ohnehin sensibilisiert sein, da bin ich mir sicher ;)

Herzlich
C.
Medizinische Vorgeschichte:

11/2015 - Duloxetin 30mg, 12/2015 - Duloxetin 60mg, 4/2016 - kalt abgesetzt
8/2016 - Duloxetin 60mg, 2/2017 - Duloxetin 30mg, 4/2017 - kalt abgesetzt
7/2017 - Duloxetin 60mg, 9/2017 - Duloxetin 30mg, 11/2017 - kalt abgesetzt
3.5.2018 - Milnacipran 25mg, 10.5.2018 - Milnacipran 50mg, 20.5.2018 - Milnacipran 25mg
seit 24.5.2018 - kalt abgesetzt und protrahierter Entzug

NEMs: Omega-3

Offene Reise
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Offene Reise » Donnerstag, 04.07.19, 13:53

Hey TurkeyCold,

danke für die vielen Tips!

Das sehe ich auch so - es ist echt wichtig die Basics wie Lebensführung und Ernährung für sich zu klären. Ich selbst richte mich ziemlich nach dem Ayurveda und langsam auch nach der Traditionellen Chinesischen Medizin. Entsprechend möchte ich aus ihrem Spektrum Reinigungspraktiken anzuwenden. Finde aber auch die Darmkur von Axt-Gadermann interessant, muss aber davor noch einiges an Alltagsstress aus dem Leben bekommen.

Liebe Grüße und dir auch alles Gute!

Lukas
Meine Erfahrungsberichte
1. Jahr nach dem Absetzen
2. Jahr danach
3. Jahr ohne Meds
4. Jahr nach NullNeues Update

Radiosendung
Feature im SWR2: mein Bericht zwei Jahre nach dem Absetzen

Erfolgreiche Absetzung
Seit Anfang 2015 ganz frei von Medikamenten (einige Jahre Erfahrung mit Olanzapin, dann lange mit Abilify, für kurze Phasen zusätzlich auch mit ADs und Lithium)

Maimayy
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Maimayy » Donnerstag, 15.08.19, 16:39

Hallo

Mir ist das gleiche genauso ergangen wie dir.

Nur...
Das ich "angeblich" zurück gefallen bin
Und wieder in die Klinik hoch musste.
Ich bin zwar wieder draußen und schlich es bis auf
5mg runter aber ich bekomme nicht viel Unterstützung.

mein Freund und meine Familie meinten
Ich solle die Medikamente weiter nehmen.

Dabei fehlt meine Intelligenz und fühle mich
Wie ein zombie.
Wie es dir auch ergangen ist.
Und ich habe 40 kg zugenommen.

Nehme olanzapin und hoffe
Das ich beim nächsten Mal absetzen kann.

Mfg maimay
Momentan 5mg Olanzapin
Nebenwirkungen..

Unwohl sein
Müdigkeit
Gerringer Appetit
Konzentrationstörung
Lichtempfindlichkeit

Schwindelattacken
Benommenheit

:zombie:

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 461212.jpg

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 461318.jpg

Offene Reise
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Offene Reise » Samstag, 24.08.19, 8:17

Hey Maimayy,

danke für Dein Feedback. Mir bricht es Herz zu sehen wieviele Menschen unter unserem System leiden, und dass auch Du dazu gehörst.
Es muss einen besseren Weg geben. :cry:

Bitte halte durch. Es wird besser werden. :hug:

Liebe Grüße

Lukas
Meine Erfahrungsberichte
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2. Jahr danach
3. Jahr ohne Meds
4. Jahr nach NullNeues Update

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Erfolgreiche Absetzung
Seit Anfang 2015 ganz frei von Medikamenten (einige Jahre Erfahrung mit Olanzapin, dann lange mit Abilify, für kurze Phasen zusätzlich auch mit ADs und Lithium)

Strong
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Re: Erfahrungsbericht von Lukas (Olanzapin und Abilify erfolgreich abgesetzt)

Beitrag von Strong » Montag, 25.11.19, 19:07

Hallo Lukas,

alle Achtung zu Deinem gegangenen Weg!! Ziemlich ohne Worte!!
Eine Frage: Welche Art von Traumatherapie hat Dir geholfen um an die Gefühle heranzukommen?
Lieben Dank, Strong
Start mit Mirtazapin 07.2013 w/ posttraumatische Belastungsstörung.
Die letzten 1,5 Jahre auf 7 mg
Mit Sommer 2019 auf 3,75 mg reduziert
rd. um den 25.10. auf NULL

Floxy: 4 Tage 25 mg in der Früh & 25 mg Mittags

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