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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
LenaLena
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von LenaLena »

Liebe Jamie,

jetzt habe ich endlich deinen Thread gefunden - ich wollte dir schon lange mal DANKE sagen für deine immer informativen und hilfreichen Worte, die hier überall zu finden sind!
Tut mir leid, dass es dir gerade so schlecht geht - ich schicke dir unbekannterweise ganz viel Kraft und von Herzen gute Besserung! :hug:

LG Lena
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Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PROTRAHIERTER ENTZUG/ABSETZSYNDROM seit August 2017

Mir hilft: Atemübungen, histaminarme und gesunde Ernährung, bedarfsweise Passionsblumentropfen
Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041
Jofab
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab »

Liebe Jamie,
hoffe, du hast die Feiertage einigermassen überstanden !
Wünsche dir von ganzem Herzen gute Besserung , nimm dir Zeit und denk ausnahmsweise
mal zuerst an dich und deine Gesundheit !

Liebe Grüsse :hug:
Ilse
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Luisa1974
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Luisa1974 »

Liebe Jamie,

ich habe eben erst gelesen, dass du im Krankenhaus gewesen bist. Es tut mir so unendlich leid, was du alles erleiden musst zurzeit... und trotz allem hast du immer noch Gedanken und Worte für andere gefunden..
Ich denke fest an dich und wünsche dir viel Kraft, langsam Schritt für Schritt wieder voranzukommen..
sei ganz lieb gedrückt
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
*******************
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
mein neuer Psychiater setzte mich unter Druck Venlafaxin zusätzlich zu nehmen, lüge ihn an, es zu nehmen, nehme es aber nicht, habe Angst dass er die Behandlung abbricht. Suche Therapieplatz bisher vergeblich.
Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie »

Hallo, :pillowtalk:

an diesem vorletzten Tag eines Jahres, das ich gerne rundherum einpacken, verschnüren und in den Tiefen des Ozeans versenken möchte, aufdass so ein grausam anstrengendes Jahr niemals wiederkehren möge.

Ich bedanke mich bei allen netten Menschen hier, die mir freundliche und aufmunternde Worte da gelassen haben, auch wenn ich nicht reagieren könnte.
Ich hatte immer wieder Impulse mal ein "Höllenupdate" :o zu geben, aber beim Gedanken daran all das formulieren und niederschreiben zu müssen ist mir jegliche (eh nicht vorhandene Energie) zusätzlich abhanden gekommen und daher habe ich es sein lassen.

Wie ihr bemerkt habt, steige ich kleinen Etappen wieder in die Forenarbeit ein, freiwillig, wenngleich mein Leben immer noch arg danieder liegt.

Ich hätte eigentlich Stoff einen langen Roman zu schreiben, was da in den letzten 3 Wochen bei mir abgegangen ist, aber ich picke mir nur das Relevante heraus.

Es fing damit an, dass ich Mittelohrentzündung bekam, morgen ist das 21 Tage her, und mich nicht schonen konnte, weil mein Vater immer noch schwer krank im Krankenhaus lag.
Ich bin sofort zum HNO Arzt und bekam ein Antibiotikum, das allerdings nur leidlich half. Nach 3 Tagen bekam ich nachts eine massive Verschlimmerung meines Zustands, sodass ich donnerstags morgens wieder beim HNO Arzt saß, der darauf hin das AB wechselte (von Doxycyclin auf Amoxicillin).

Im Laufe des Tages nahm das Krankheitsgefühl massiv zu und Eiter lief aus dem Ohr.
Freitags steigerte sich das Schmerzlevel und die Entzündung so exorbitant, dass ich vor Verzweiflung, Panik und Schmerzen nur noch weinen konnte.
Ich bat meine Mutter am frühen Abend mich zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst zu fahren, weil es nicht mehr auszuhalten war. Der Arzt dort war glücklicherweise Internist und hörte sich alles genau an. Beim Blick aufs Ohr meinte er dann, das sähe übel aus und er habe den Eindruck, das Trommelfell sei möglicherweise perforiert.
In Anbetracht dessen, dass ich mit einem angeborenen Herzfehler vorbelastet sei und bereits beim Zweitlinien-Antibiotikum sei, das anscheinend nicht greife, könne er mir jetzt leider nicht weiterhelfen außer mich in die HNO Notaufnahme der nächsten Uniklinik zu verweisen bzw. mich einzuweisen.

Wir sind dann weiter in die Uniklinik, wo ich glücklicherweise auch nicht länger als 1,5 Stunden warten musste und dann ran kam. Der Arzt inspizierte das Trommelfell und meinte, es sei nicht eingerissen, aber hinter dem Trommelfell sei so ein starker Erguss und solch eine Entzündung, dass es extrem gespannt und vorgewölbt sei und noch reißen könnte. Außerdem sei auch der Gehörgang mit entzündet sowie das umliegende Gewebe angegriffen. Er wechselte erneut das AB (jetzt Cefuroxim), saugte mir Entzündungsflüssigkeit aus dem Gehörgang (jaul), verordnete Ciprofloxacin-Ohrentropfen, schrieb stärkere Schmerzmittel auf (Voltaren / Diclofenac) und kündigte an, ich müsse zurück in die Notaufnahme, wenn der Schmerz binnen 24-36 Stunden nicht massiv besser werden würde, da man dann das Trommelfell aufschneiden müsste.

Ich war erleichtert heim zu dürfen und war am späten Freitag Abend dann daheim, aber ich bemerkte dann, dass die Wirkung der Voltaren nur 2 Stunden anhielt und parallel heizte die Entzündung noch weiter an. Mitten in der Nacht wurde mir klar, dass hier gerade etwas völlig außer Kontrolle geriet. Nichts wurde besser, alles nur schlimmer. Und ich kann doch nicht alle 2 Stunden eine Voltaren nachlegen, da werde ich am nächsten Tag mit Nieren- und / oder Leberversagen und Medikamentenvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.

Also rief ich im Morgengrauen wieder heulend meine Mutter an und wir fuhren erneut in die Uniklinik.
Ich kann euch nicht sagen, in welchem Zustand ich war, aber ich war ein Tier und kein Mensch mehr. Die Schmerzen haben mich fast umgebracht; und ich kann Schmerzen normalerweise tolerieren! Ich habe gewinselt, gestöhnt, geheult, gebrüllt und mein Umfeld angefahren.
Ich habe mir den sofortigen Tod herbeigewünscht.

In der Uniklinik war ein neuer Arzt, der mir nun mit dem Skalpell wedelte. Und was soll ich sagen? Es war mir egal. Schei* egal. Ich willigte in die Parazentese ein (Trommelfellschnitt); ich wollte nur noch, dass der Schmerz aufhört.
Er hat es so gut es geht betäubt und ich habe es über mich ergehen lassen. Durch den Schnitt konnte die Wundflüssigkeit hinter dem Trommelfell nach vorne gedrückt werden (über Druckausgleichsübungen) und der Arzt kann es dann absaugen. Dadurch, dass der Druck abnimmt, nehmen normalerweise auch die Schmerzen ab, aber bei mir half es leider nur wenig.
Ich sollte dann sagen, wo auf einer Skala meine Schmerzen seien, und als ich dann sagte vorher 10 von 10, jetzt 9 von 10, bin ich unwirsch angeguckt worden, das könne nicht sein.
War mir aber egal. Warum sollte ich lügen? Ich wär ja selber froh gewesen, die Schmerzen wären bei 5 gewesen.

Langer Rede kurzer Sinn. Ich war am Ende. Mit allem. Mit mir, den Nerven und den Kräften und ich hätte es mir nicht vorstellen können, dass dies je in meinem Leben passieren würde, aber ich habe tatsächlich den Arzt angebettelt mich auf Station zu nehmen.
Wer mich und meine Krankenhausphobie kennt, der weiß, dass ich da einen Verzweiflungsgrad gehabt haben musste, dass sprichwörtlich nichts mehr ging.
Ich konnte mir nicht mehr vorstehen und hätte auch nicht gewusst, wie ich das mit den Schmerzen noch hätte regeln können; es war einfach unerträglich. Und wenn selbst ich mit pharmazeutischem Beruf nicht mehr weiter weiß? Ich meine, das will was heißen.

Ich bin dann auf Station gekommen und die ersten 2 Tage waren ganz ganz schlimm. Da ich das Standardanalgetikum Novalgin (Novaminsulfon) nicht vertrage und infundiert bekommen darf, hing ich - witz komm raus du bist umzingelt - am Paracetamol-Tropf! Und bekam alle 8 Stunden 1,5 Gramm Cefuroxim infundiert! Meine Entzündungswerte waren exorbitant; völlig entglitten, wie bei einer Sepsis. Katastrophe.
Ich hab die ersten 48 Stunden die Minuten rückwärts gezählt, bis ich wieder an den Tropf durfte. Nachts bin ich weinend über den Flur geschlichen, weil die Schmerzen immer noch so stark waren und ich aber nix mehr haben durfte, da ich schon so zugedröhnt war. Ich habe dann mit einem Arzt ausgehandelt, im Notfall wenigstens 10 Tramal Tropfen nehmen zu dürfen, da es weder in meinem noch ärztlichen Sinne ist, wenn ich nachts weinend vor Schmerzen den Flur unsicher mache. Schrecklich :sad-angel:.

Erst am Ende des dritten Tages hatte ich mal Zustände, wo ich nicht ständig nach dem Paracetamol Tropf schielte. Mein Trommelfellschnitt war zu diesem Zeitpunkt wieder zugeheilt, allerdings waren die Hörtestergebnisse nicht gut; ich habe einen Hörverlust zu 40% bei gewissen Tönen.
Die Entzündungswerte sind Gott sei Dank massiv gesunken und nach vier Tagen konnte man mich entlassen. Ich wär ja noch einen Tag länger geblieben, aber das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Durchgangsstation und man wollte mich da vor Weihnachten raus haben. Verstehe ich auch, wollte auch selbst raus, aber einen Tag länger hätte ich auch gerne noch akzeptiert.

Ich bin dann wieder zum HNO und auch zu meinem Hausarzt. Das Ohr sah wieder normal aus, allerdings hat die Entzündung sehr gewütet und zudem habe ich auch noch einen viralen Infekt obendrauf bekommen. Ich mache seitdem mit Neuralgien an Kopf, Hinterkopf und Gesicht herum; ich habe immer noch einen leichten Erguss, der mein Hörvermögen einschränkt und mein Trigeminusnerv hat was abbekommen.

Durch das bevorzugte Liegen auf dem noch gesunden Ohr hat das gesunde Ohr links nun auch einen Druckschaden; ich habe überall Schmerzen (Nerven) am Ohr und der Schläfe.
Dadurch war ich gezwungen viel auf dem Rücken zu liegen, was allerdings aufgrund meiner kaputten Wirbelsäule auch ein Problem ist und jetzt kämpfe ich mit einem Halswirbelsäulensyndrom, das locker mit meinem Zustand nach meiner Herz OP mithalten kann, laufe wie auf rohen Eiern, mir wird schwindelig bei den einfachsten Bewegungen und so weiter.

Mein HNO Arzt kam dann auf die Idee, es war keine gute Idee :o , mir aufgrund meines schlechten Zustands 500mg Prednisolon zu infundieren, da innerlich noch viel angeschwollen war / ist.
Am nächsten Tag dann noch mal 250mg und dann ausschleichend über 10 Tage (aber nur noch Tabletten, Weihnachten stand an und die Praxis war zu). Ich habe das sehr bereut. Aber ich war auch sehr verzweifelt. Das Cortison hat mich abgeschossen. Herzrasen ohne Ende, Flush, Bluthochdruck, Panik, Aggressionen, Unruhe... das ganze schei :censored: Programm. Ich leide auch heute noch darunter; ein ganz schlimmeds Gefühl, nicht man selbst zu sein.
Erst war ich nicht ich selbst wegen der Schmerzen und jetzt wegen der Unmengen Stresshormone, die immer noch durch meinen Körper wabern.

Zwischen den Jahren hatte mein Hausarzt Notfallsprechstunde und war schockiert über meinen schlechten Zustand. Ich hatte (jetzt etwas weniger, Gott sei dank) auch massive Herzstolperer ausgelöst durch das Cortison. Er hat mir verboten es weiterzunehmen und konnte mir nur anbieten mich wieder in die Klinik einzuweisen. Aber ich wollte / will natürlich nicht :oops:.
Dennoch steht seit Heilig Abend eine gepackte Tasche hier, falls ich wieder muss.
Ich bin an einem Grad der Zermürbtheit angelangt, wo ich mich nur noch in mein Schicksal füge.
Cortison schwemmt Kalium vermehrt aus; Kaliummangel (als auch Überschuss) verursachen Herzrhythmusstörungen. Ich behelfe mir mit kleinen Krümelchen Kaliumtabletten und hoffe, dass es sich wieder einrenkt.

Parallel bin ich unsäglich geschwächt von diesen Unmengen an Medikamenten und auch der ganzen Entzündung. Ich bin aus dem Krankenhaus entlassen worden und war besser beisammen als jetzt. Zudem noch der Virus, der mir zu schaffen macht. Nachts schwitze ich mein Bett durch; ich bin bettlägerig und muss Familie und Freunde kommen lassen, um nach mir zu gucken. Selbst aufstehen und aufs Klo gehen ist anstrengend, Duschen gleicht einer Mount Everest Besteigung. Mein Herz rast sogar, wenn ich rede! :o Schrecklich.
Das kommt vermutlich hauptrangig von dem Cortison, nachrangig ist es die schwere Erschöpfung und die Strapaze der letzten Wochen, die mich umhauen.

Vor zwei Nächten bekam ich nachts dann noch Darmkoliken und bin auf der Toilette ohnmächtig geworden, konnte mich dann aber ans Bett zum Handy retten und meine Mutter anrufen und die Beine hochlagern. Ich war sowas von kurz davor die 112 zu wählen :cry: . Das ist so schrecklich, wenn man so fertig ist und dann immer noch was oben drauf kommt. Man besteht irgendwann nur noch aus Angst. das Herz rast und stolpert, man fühlt sich beklemmt in der Brust, es ist einem schwindelig und man hat brain fog, der Körper ist so übermüdet und gleichzeitig so aufgeputscht usw. :(

Insgesamt muss ich sagen, komme ich einfach nicht mehr richtig auf die Beine.
Ich habe mich dieses Jahr so aufgeopfert für meinen Vater, dass ich selber erst so krank werden musste. Und das habe ich jetzt davon. Völlig erledigt und mit den Nerven runter.
Das kann nicht gesund sein und den Preis zahle ich jetzt.

Ich spüre, es wird eine lange Rekonvaleszenz. Momentan bin ich froh, wenn ich einfach nur liegen kann und das Herz nicht so dolle rast. Ich brauche es warm, muckelig und kuschelig. Ich will einfach nur noch meine Ruhe. Und ich esse wie ein Scheunendrescher. Ich esse esse esse.
Ich kann überhaupt nicht aufhören zu essen. Ich bin so schwach, ich glaube mein Körper braucht alle Energie, die er kriegen kann.

Natürlich habe ich viele NEM und unterstützende Präparate hier, aber es geht alles nicht so richtig an mich. Ich brauche vor allem Butterbrote, tierisches Fett (stürze mich geradezu auf Hühnerbrühe, weichgekochte Eier und Markklöschen und so Sachen) und Süßes. Weiches Süßes. zB weicher Schokokuchen. Lauter ungesundes Zeug, aber mir egal. Ich futtere wie eine Verhungernde.

Tja, also das ist alles ziemlich heftig gewesen und nach wie vor heftig.
Die Medikamente waren nötig, aber ich habe sie extrem schlecht vertragen und gemerkt, dass sie mir schaden. Der Schaden wird vermutlich viele Monate anhalten, aber es ist nicht zu ändern. Ich muss 2018 langsam mit dem Wiederaufbau beginnen.
Meinen Magen hat dieser Horrortrip an Medikamenten auch gänzlich zerschossen; ich habe 2 ganze Jahre des PPI Ausschleichens verloren :cry: . Bin auf Dosierungen zwischen 20-28mg.
Keine Chance gehabt, muss wieder von vorne beginnen.

Was bleibt denn jetzt als Fazit?
Dankbar zu sein zu leben. Dankbar zu sein Hilfe bekommen zu haben. Dankbar sein Weihnachten nicht im Krankenhaus liegen zu müssen.
Und sehr sehr viel Zeit haben und genau nachdenken, dass sich sowas nicht wiederholen darf und wo ich die Grenze zum eigenen Überlebensschutz ziehen muss.

Viele Grüße
Jamie :pillowtalk:
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Anke13
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Anke13 »

Liebe Jamie,

es tut mir im Herzen so leid, was Du durchgemacht hast, so etwas Schlimmes was Du durchlebt hast, ich bin geschockt :shock: und es fehlen mir einfach die Worte.....

Ich hatte mal ein Barotrauma beim Landeanflug in die Türkei (alle Gefäße im Innenohr geplatzt) und das waren schon höllische Schmerzen. Aber was Du durchgemacht hast ist einfach unfassbar. Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung und schone Dich und ich bete für Dich, daß 2018 ein besseres Jahr wird für Dich.

Du hast uns Allen so viel gegeben und geholfen, dafür danke ich Dir sehr. :group:

Gute Besserung und alles Liebe und möge ein Engel immer an Deiner Seite sein :fly:
Liebe Grüsse
Anke
Diagnosen 2014: Endstadium Burnout/Panikattacken /Angstzustände/diverse Traumata

1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! (Suchtgedächtnis s.unten)
Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Hochdosisabhängigkeit Alprazolam /Diazepam

Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substitution Diazepam.
Fehler 1) Entzug zu sehr in die Länge gezogen
Fehler 2) Dosis ständig verändert von 3 Tabl./nächsten Tag 7 Tabl./nächsten Tag 4 Tabl., etc.

2016 Jan-Dez weiter runterdosiert Alprazolam, dafür Diazepam gesteigert FEHLER !

4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!!

Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg - 20 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
18. Sept.2018 = 18 mg
07.Okt.2018 = 16 mg
04.Nov.2018 = 14 mg
Agoraphopie und Sozialphobie neu dazu
Übelkeit und Darmkrämpfe werden heftiger
Neu dazu: Zahnfleisch überall entzündet und Zähne schmerzen (typisches Absetzsymptom)

Grunderkrankung (Angststörung) tritt wieder auf (Panikattacken)
massive Krankheitsängste /diverse Trigger verursachen Angst

03.12.2018 Aufdosierung 0,5 mg (hilft kaum, da in Toleranz) Schreibfehler !
Aufdosiert mit 5 mg Diaz./ Januar 2019 weiter aufdosiert mit 5 mg (also 10 mg insgesamt)
derzeitige Dosis = leider wieder 24 mg Diaz. :( (Ängste jetzt aushaltbar)


Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jeden Morgen 4 Uhr durch Absetzen

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
Suchtgedächtnis: 1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag !
1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014.
Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)
lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta »

Jamielein,

ach mein Gott was mußt du alles durchmachen...furchtbar!

Nur wer schon selbst Mittelohrentzündungen hatte, kann nachvollziehen, welche Schmerzen das sind!


Bitte schau gut auf dich und versuch dich weiter zu schonen und dir viel Gutes zu tun! Feste Umarmung und alles Liebe! GLG
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weg

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von weg »

hallo jamie

als ich seinerzeit an krebs erkrankte war gerade der letzte winterschnee geschmolzen und eine ganz kleine blume im rasen des spitals weckte meine neugierde. ich schicke sie dir als bild. sie erscheint hier ganz gross. in wirklichkeit ist sie wohl kleiner als das fingerbeeren vom kleinen finger. als ich deinen bericht las, kam mir diese kleine blume wieder in den sinn und ich möchte sie mit dir gerne teilen.
jamie hat geschrieben:
Und sehr sehr viel Zeit haben und genau nachdenken, dass sich sowas nicht wiederholen darf und wo ich die Grenze zum eigenen Überlebensschutz ziehen muss.
solche gedanken tun weh und sind doch dringend nötig. ich kenne die auch und oft bekomme ich schuldgefühle, weil ich genau diese überlebensschutz-grenzen brauche und mich zurückziehen muss, wo hilfen angesagt wären.

ich wünsche dir viele erklärende gedanken und hoffe, dass du dich wieder langsam erholen kannst. ich danke für deine beiträge im forum. du hilfst uns allen so viel - ich weiss gar nicht wie ich dir das rüberbringen kann. :hug:

herzlich
weg

die blume heisst "ehrenpreis" :)
Dateianhänge
ehrenpreis für jamie.jpg
Guglhupf
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Guglhupf »

Hallo liebe Jamie :)

es liest sich furchtbar, was du in den letzten Wochen mitmachen müsstest. Das tut mir sehr sehr leid und ich wünsche dir, von ganzem Herzen, dass es bergauf geht. Wenn man bedenkt, wie massiv deine Ohrenentzündung war, wundert es nicht, dass dein Körper noch so schwach ist. Das braucht jetzt Zeit um wieder ins Lot zu kommen.

Liebe Jaimy bitte denke zukünftig mehr an dich. Ich habe mir so oft gedacht, wie sehr ich dich für deine Stärke bewundere. Du hast selbst dein Päckchen zu tragen und bist sofort und jederzeit im Forum mit Rat und Tat zur Stelle. Obwohl es mir verhältnismäßig gut geht, gibt es Tage wo ich nicht ins Forum schauen kann oder mag, weil es oft sehr energieraubend sein kann. Jeder hat Verständnis, dass besonders ihr Moderatoren auch Pausen braucht zumal hier jeder betroffen ist. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich immer wieder selbst die nötigen Pausen verschaffen muss, da es oft an Rücksicht mangelt.

Ich denke sehr viel an dich und drücke dir ganz fest die Daumen, dass du nicht wieder ins KH musst. :hug:

Das Wichtigste ist jetzt, dass du wieder gesund wirst und dich schonst :)

Ganz liebe Grüße
Anna :group:
Meine Signatur
[spoil] 2007 - erstmalig nach zahlreichen Panikattacken Citalopram genommen. Eingeschlichen in 5mg Schritten bis 10mg. Nach etwa 4 Monaten relativ rasch abgesetzt ohne NW
2011 - nach vermehrten Angstphasen wieder eingeschlichen, diesmal aber Escitalopram in 5mg Schritten bis 20mg
Okt. 2013 - von heute auf morgen aufgehört - Symptome: anhaltende Panikattacken, ÜW in KH, nach Anraten der Ärzte Escitalopram wieder eingeschlichen auf 15mg
2016 - Zustand stabil, 2. Absetzversuch wieder viel zu schnell - Folge: erneut heftige Entzugserscheinungen, wieder eingeschlichen auf 15mg
April 2017 - Reduktion auf 10mg
Mai 2017 - Reduktion auf 5mg
Juli 2017 - Reduktionsversuch auf 2,5mg - Absetzerscheinungen: Zwangsgedanken, starke innere Unruhe, andauernde Anspannung, dauerhaft erhöhter Puls, Zittern, keine Möglichkeit zur Ruhe zu kommen Verdauungsprobleme, sehr belastendes Gedankenkreisen, innere Unruhe
nach Anmeldung im Forum Dosiserhöhung auf 5mg - zwei Tage darauf NW weg
August 2017: 5mg nach 3 Wochen NW wie Ein- und Durchschlafstörungen, sehr lebhafte Träume, vermehrte Zuckungen vor dem Einschlafen, Gedankenkreisen, verspannter Nacken, Unruhe, Nervosität, ab und an leichte Panikattacken
26.8.17 - Reduktion auf 4,5mg klare Gedanken erst gegen Nachmittag möglich, vormittags spürbare Ausschüttung von Cortisol - Neigung zu Panikattacken
27.9.17 - Reduktion auf 4,1mg
6.11.17 - Reduktion auf 3,6mg schon ab Tag 2 nach Reduktion sehr starke Symptome, Herzrasen, Angstphasen, daher wieder Dosiserhöhung
9.11.17 - hoch auf 4,1mgStabilisierung der Symptome
18.11.17 - Reduktion auf 3,8mg ab Woche 3 lebhafte Träume, Zuckungen vor Einschlafen nur noch selten und leichter, noch immer starke innere Unruhe, Gefühl von "Nebel" aus belastenden Gedanken, gegen Abend klarere Gedanken möglich, ab Woche 4 zunehmend körperliche Symptome wie Verdauungsprobleme (starke Blähungen, weicher Stuhl, viel Luft in Magen-Darmbereich), auf sämtliche Symptome folgt immer sehr ängstliche Reaktion mit Neigung zu Panikattacken - irrationale Beurteilung von Symptomen
1.12.17 - Reduktion auf 3,6mg starke Muskelverspannungen im Schulter-/Nackenbereich, verkrampfte Kiefermuskulatur, dauerhafte Anspannung und innere Unruhe, erst gegen Woche 5 Besserung der NW
28.1.18 - Reduktion auf 3,3mg Bis Woche 2 keine NW, ab Woche 3 überwiegend Verdauungsbeschwerden mit vermehrt Blähungen und Aufstoßen (Verdauungstrakt reagiert empfindlicher auf zB Kohlensäure und Laktose), phasenweise innere Unruhe, einzelne leichte PAs, Menstruation verschlimmert Symptome, phasenweise aggressiver auf Mitmenschen, ab Woche 5 Stabilisierung
9.3.18 - Reduktion auf 3mg ab Woche 3 Verdauungstrakt reagiert empfindlicher auf zB Kohlensäure und Laktose, einzelne leichte PA lassen sich mit Meditation und achtsamen Atmen gut in Griff bekommen, Menstruation verschlimmert Symptome, phasenweise aggressiver auf Mitmenschen, ab Woche 5 Stabilisierung und kaum noch NW
19.5.18 - Reduktion auf 2,7mg
8.8.18 - Reduktion auf 2,5mg
4.10.18 - Wieder hoch auf 2,7mg
Absetzpause
14.11.19 - Reduktion auf 2,5mg
21.11.19 - nach Angstnebel wieder rauf auf 2,7mg :cry:
[/spoil]
- bei Bedarf Magnesium
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."
stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi »

Liebe Jamie,

ich wünsche mir für dich, dass es dir bald wieder besser geht. :hug: :hug: :hug:

Herzlichst
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
Neverthelessw11
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Neverthelessw11 »

Guten Abend,

Ich will mich einfach anschließen: Du musstest grausames durchleben zum Jahresende. Ich denke, es wird vielen hier beim Lesen, wie mir gegangen sein: Mitgefühl und dieser Schmerz in der Brust, der einen beim Lesen deiner Zeilen durchfährt.

Bin verleitet zu sagen "es kann nur besser werden"... Aber manchmal hab ich das Gefühl, das Leben sagt dann "Challange accepted". Daher drücke ich einfach die Daumen für ein akzeptables Silvester und dafür, dass du im neuen Jahr besser auf dich und deine Grenzen zu achten vermagst.

LG Never
Medikamente zu Beginn: Seroquel (Quetiapin retardiert) 150 mg + Seroquel (Quetiapin unretardiert) 25 mg abends bei Bedarf

Grund der Medikamenteneinnahme: Somatisierungsstörung, Angststörung + (daraus resultierende Verzweiflung aka) Depressionen

Psychiatrieaufenthalte:
[spoil]2010-2012: Zwei lange + mehrere sehr kurze Aufenthalte in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (absolute Katastrophe: Mit Medikamenten zugeballert und so entlassen worden, kaum Therapie, Entwicklung von vielen anderen Problemen, die ich vorher nie hatte - einfach weil die Zeit dort kaum aushaltbar war.)
2014: Sechs wöchiger Aufenthalt in der Erwachsenenpsychiatrie nach Wiederkehr der Panikattacken (Aufenthalt war ok.)
Medikamente in der Psychiatrie: Einnahme von Tavor (bis 12,5 mg täglich - in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrmonatiger Einnahme), Fluoxetin (in wenigen Tagen abgesetzt nach mehrwöchiger Einnahme wegen plötzlich einsetzender, extremer Schlafstörung) und Dipiperon (kalt abgesetzt, wegen Neuro-Aggressionen)[/spoil]
Absetzgründe:
[spoil]Geistige Verlangsamung, Tagesmüdigkeit, Beinschwellung, extreme Gewichtszunahme ~35 kg, starker Durst + ständiger Harndrang, emotionale Verflachung, Visual Snow.[/spoil]
Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 0
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
[spoil] Seit ca. 09/2011: 150 mg Retardiertes Quetiapin
24.11.-03.12.2017: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 12.5-0-25 (- 8,3%) - Verbesserung des Schlafbedarfs
04.12.-04.01.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 6-0-25 (- 4,3%) - Für drei Tage Herzklopfen
05.01.-16.02.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-25 (- 4,8%) - 2× "Narkolepsie" & Verzweiflung
17.02.-23.03.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-19 (- 5,0%) - leichte Hautrötung + Juckreiz
24.03.-01.05.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-12.5 (- 5,3%) - alles super
02.05.-13.06.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-6 (- 5,6%) - alles super
14.06.-xx.xx.2018: Retardiert: 0-0-100 + Unretardiert: 0-0-0 (- 5,9%) - Unwirklichkeitsgefühl.

Zwischenfazit nach 50 von 150 mg: Anfangs holprig, aber gut erträglich. Am Ende besser als man es sich wünschen kann. Weniger Schlafbedürfnis als vor dem Absetzen und etwas mehr Energie im Allgemeinen. Sehr zufrieden! [highlight=yellow]Aktuell Absetzpause wegen Stress in der Uni.[/highlight]

Weitere Pläne:
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-6-25 (-6,3%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 12.5-0-25 (-6,7%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 6-0-25 (-7,1%)
Retardiert: 0-0-50 + Unretardiert: 0-0-25 (-7,7%)

[/spoil]

Experimente mit NEM: Keine Aktiven.
[spoil]Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung, gefühlsmäßiges Fazit: Verbesserung von Antrieb, Kraft und Energie. Experiment unterbrochen während der Sommermonate.

Seit dem 01.05.2018: Experiment mit einem Mutivitamin-/Mineralpräparat. Ziel: Testen, ob die Sehstörung sich dadurch beeinflussen lässt. Wenn ja, Suche nach dem relevanten Mangel. Experiment vorerst beendet, da kein Einfluss auf den Visual Snow.[/spoil]
Arianrhod
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Arianrhod »

Liebe Jamie,
das tut mir alles so Leid. Gute Besserung. :hug:

liebe Grüße Arian
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Flummi

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Flummi »

Hallo Jamie,
Auch ich wünsche Dir ganz schnell Besserung von Deinen Leiden. Das hört sich wirklich übel an.

Ich kann mir auch vorstellen, dass es wirklich nervig ist, wenn Du 2 Jahre Deines Absetzprozesses als verloren ansiehst. Es ist eine müssige Sysyphos-Arbeit.
Daher alle Kraft der Welt an Dich für den weiteren Heilungsprozess! Und ein besseres 2018!
Einen guten Rutsch wünscht....
Claudia
Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell »

Liebe Jamie,

ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Wenn ich könnte, würde ich Dich nur drücken und Dir sagen, dass es mir leid tut, was Du alles durchmachen musstest, und dass ich wünsche, dass Du bald wieder ganz gesund bist.

Du hast Recht, wir müssen dankbar sein, dass wir leben.

Ich wünsche Dir alles, alles Gute für die Zukunft und drücke Dich ganz fest. :hug:

Liebe Grüße

Muryell
[spoil]Diagnose
Angststörung - Februar 2015 mit Klinikaufenthalt
Medikation
Paroxetin 20 mg und für kurze Zeit 12 mg Olanzapin
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ausschleichen und Absetzen - Februar bis März 2016 - Plan der Ärztin: 20 mg - 10 mg - 0. Absetzsymptome: brain zaps, Erbrechen, Durchfall, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit
Neue Krise im Juli (vermutlich Absetzsyndrom) mit Klinikaufenthalt von Juli bis September 2016 Wiedereindosierung von 10 mg Paroxetin mit (vermutlich) paradoxer Reaktion: Stundenlange Muskelzuckungen, Ohnmacht, Panik, Angst, Erschöpfung, extreme Unruhe
Medikation
Paroxetin 40 mg
Pregabalin 75 - 0 - 125 mg
Lorazepam und Promethazin als Bedarfsmedikation
Ab März 2017 - Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen
Ausschleichsbeginn: 25. April 2017

Verhaltenstherapie mit Erfolg abgeschlossen :D
9. Mai 2017

Zwei Wochen nach Reduzierung der Pregabalin-Dosis kann ich viel besser fokussieren und lesen

Mitte Juni 2017: zweitägiger KH-Aufenthalt wegen Schmerzen im Bein und im Rücken sowie Lähmungserscheinungen

01.7.2017
Wegen der starken Nebenwirkungen wird Pregabalin ab jetzt in zwei Schritten um 25 mg pro Woche reduziert.

10.7.2017
Die Schmerzen werden schwächer.

30.9.2017 - Pregabalin abgesetzt!

Keine Absetzsymptome von Pregabalin, allerdings wirkt das Paroxetin stärker und ich bin schwächer.

[highlight=yellow]Paroxetin[/highlight]: Die Reduzierung von 40 mg auf 25 mg wurde schrittweise abwechselnd mit dem Ausschleichen von Pregabalin gemacht.


Ich stelle fest, dass ich Paroxetin gar nicht vertrage, und beschließe, es zügig auszuschleichen.
09.10. - 22,5 mg
21.10. - 20 mg
28.10.- 17,5 mg
05.11. - 15 mg
11.11. - 12,5 mg
25.11. - 10 mg - Längere Pause - stärkere Müdigkeit
19.12. - 9 mg - mit der neuen Reduzierung wurde die Müdigkeit schwächer
26.12. - 8 mg
02.01. - 7 mg - die Schwäche dauert jetzt nur ca. 6 Stunden an. Keine Absetzerscheinungen bis jetzt.
09.01. - 6 mg
16.01. - 5 mg (furchtbare Symptome wie beim Einschleichen. Ich beschließe, noch zügiger auszuschleichen).
23.01. - 3 mg (es geht mir besser)
27.01. - 2 mg
29.01. - 1 mg
01.02. - 0,5 mg
03.02.2018 - 0! :party2:

Nach dem Absetzen: Gelegentlich ganz schwache brain zaps, Tremor am 5. Tag nach 0. Nachmittags Verzweiflungswellen, die immer schwächer wurden und nach zwei Wochen ganz verschwanden.

Welle: Ende April 2018 - Starke Lichtempfindlichkeit, Weinkrämpfe, starke Angst vor dem Alleinsein.
Ich nehme Promethazin, weil es früher geholfen hat. Es wirkt paradox.
Ich nehme Neurexan. Es hilft. Nach zwei Wochen wirkt es paradox.
Ab dem 09.5.2018 nehme ich nichts mehr. Die Beschwerden sind schwächer.
Ende Mai 2018 - psychisch stabil, körperlich sehr geschwächt

Welle: Mitte Juli bis Mitte August 2018. Hitzeempfindlichkeit, Schwäche
Nachhher fast vier Wochen beschwerdenfrei

Welle: Anfang September 2018, getriggert durch zu viele Verpflichtungen. Zitternanfälle, extreme Akathisie und Hoffnungslosigkeit.

Erneuter Klinikaufenthalt
Seit September 2018: 2,5 mg Olanzapin
Seit Dezember 2018: 100 mg Amitriptylin
[/spoil]
Luisa1974
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Luisa1974 »

Liebe Jamie
es tut mir so unendlich leid, was du alles erleiden musstest und noch immer musst :'( ich hoffe von ganzem Herzen, dass es jetzt bergauf geht und das neue Jahr 2018 besser wird und dir auch viele schöne, gesunde Momente bescheren wird.
ganz liebe Grüße und eine dicke Umarmung
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedankentäglich,Weinkrämpfe
Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise
Januar 2017: Existenzangst ->Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Tinnitus macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser
25.01.2017: denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: neue Psychiaterin: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg durch Psychiaterin angeordnet
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: auf 30mg erhöht - Panikattacken Atemnot, bin sicher das Citalopram löst dies aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten v. Psychiaterin - Androhung Einweisung in Klinik gegen eigenen Willen, ab jetzt bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15 - Klinik abgesagt weil wegen meinem Hund keine Selbstmordgefahr besteht sagt Psychiaterin
*******************
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg , Mirtazapin 15 mg
01.01.2018 -schrittweise langsame Reduzierung des Citaloprams auf 10 mg
2018 - 2019 - Citalopram abgesetzt bis 0 gm in Mini-Schritten, ab 5mg Wasserlösemethode - durch die Krankheit und dem Tod meiner Mutter konnte ich dies nicht dokumentieren, Tinnitus ist leider geblieben, aber erträglich, oft leise

aktuell: Mirtazapin 30 mg, musste nach dem Tod meiner Mutter erhöht werden, da Panik und Atemnot extrem wiederkamen und ich beinahe meine Arbeit verloren hätte (kein Kündigungsschutz..)
mein neuer Psychiater setzte mich unter Druck Venlafaxin zusätzlich zu nehmen, lüge ihn an, es zu nehmen, nehme es aber nicht, habe Angst dass er die Behandlung abbricht. Suche Therapieplatz bisher vergeblich.
Siggi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi »

Liebe Jamie <3

ich bin einfach nur fassungslos und entsetzt, was du liebes, gutes Menschlein alles ertragen musst,
und sogar schaffst!
Deine Stärke, deine Geduld, dein Wissen, deine unendliche Reife und deine Empathie grenzen an übermenschliche
Kräfte!
Du bist von Ihm auserkoren,schwere Prüfungen zu bestehen, und du wirst es auch immer wieder mit Seiner Hilfe
schaffen ! <3

Ich denke ganz viel an dich, und glaube fest daran, dass 2018 ein geebneteres Jahr wrden wird!
Fühle dich, trotz der vielen und schlimmen Widrigkeiten immer wieder geschützt und geborgen.

Von Herzen :hug:
In lieber Verbundenheit
Siggi
Mein Absetzverlauf:

[spoil]2002 wegen Angst-Panik-Depressionen 12 wöchiger Klinikaufenthalt, wo mir 15 µg Remergil und Tavor verschrieben wurde.
Diganose :Hashimoto . Danach Substitution von L.Thyroxin
Von 2003 bis 2005 Remergil von 15 µg auf 7,5. von 2005 bis 2007 Remergil auf 4,5 µg
Im Januar 2007 Remergil ausgeschlichen, 6 Wochen keine Entzugserscheinungen, doch danach umso heftiger, wie Schwindel, Derealisation, starke Benommenheit, Übelkeit und teilweise Depris mit Ängsten.
Ende 2007- ein langes Jahr lang- schwere Symptome aber- erfolgreich ausgeschlichen
2011 wegen 3 schweren OP's (lange Narkose) Angst, Unruhe Herzrasen,etc.erneute Einnahme mit 20 mgMirtazapin (Remergil Tropfen) begonnen!!
April 2012 bis Juli 2012 von 20 mg auf 8mg gesenkt (zu schnell!)
Absetzsymptome: massive innere Unruhe,begleitende generalisierte Angst, Benommenheit, Schwindel! Massive Histaminunverträglichkeit,Gluten-und Fructoseunverträglichkeit-vertrage nur noch wenige Lebensmittel.
Starke, Gelenk-Rücken-Knie-Knochen Schmerzen, Steifigkeit und Schmerzen bei jeder kleinen Bewegung
20.10. 2012 auf 7,2 mg. Mirta reduziert, einfach nur grausig mit allen Symptomen die man sich denken kann
27.12 2012 6,4 Mirta-Tropfen einfach die Hölle...
weiter, monatlich in kleinen Schritten von :
27.12. 2012 bis 7.8. 2014 reduziert!
seit 7.8. 2014 auf Null....
weiterhin kein gutes Befinden, nur wenige Fenster,Ängste, Katastrophengedanken, Unruhe.
sind es Wellen??
Gluten, Histamin, Fructose und seit Jan. 2016 noch Laktose-Unverträglichkeit, Ernährung immer karger.
Seit ca. 3 Monaten bei Vitalogen wegen massiver Nackenmuskelschmerzen und unbeweglich steifem Hals... seit ca. 4 Wochen Beweglichkeit und Radius, sowie Schmerzen durch Behandlung etwas besser.
Seit 7.8. 2014 keine Stabiliät.Immer wieder viel Auf und Ab mit all den Absetzsymptomen.
jedoch immer mal wieder Fenster.... die ich dann versuche zu genießen und davon zu zehren[/spoil]
Clarice
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Clarice »

Liebe Jamie,
ich lese jetzt erst, was du in den letzten Wochen (Monaten) durchgemacht hast. Das tut mir sehr leid.
Ich drücke dir sämtliche Daumen, dass du dich gut erholst, das 2018 ein besseres Jahr für dich wird. Es muss einfach! :sports:

Herzliche Grüße :hug:
Clarice
Aktueller Stand:
31.01.2020 0,6 mg E. (Erhöhung um 25 %)
Januar 2020: viele Schmerzmittel sowie Omeprazol
ab 11.01.2020: Hormonersatztherapie wegen extremer Hitzewallungen.
KW 5: 3 Tage Mirtazapin (7,5 mg/1mg/1mg)

[spoil]Langjährige AD-Historie: seit ca 1999, hier die Escitalopram-Phase, leider auch nur rudimentär, da ich sehr nachlässig mit der Dokumentation war:

07.08.2015:Neue Ärztin, neues Medikament: 5mg Escitalopram, Venlafaxin (zuletzt 37,5mg) sofort abgesetzt. 4 Tage lang Kopfschmerzen und starker Harndrang (vermutlich durch das Escitalopram), ca. 2-3 Wochen lang Schwindel (vermutlich Absetzsymptom Venlafaxin)
14.08.2015: Erhöhung Escitalopram auf 10 mg. morgens Halsschmerzen, Stimmungsverschlechterung (Zusammenhang Zyklus?), Pickel, Libidoprobleme,
02.09.2015: seit Tagen massive (Tages-)Müdigkeit, guter Schlaf nachts, wenig Antrieb, Stimmung mittelprächtig, sonstigen NW weg.
04.09.2015: wieder starke Depressive/Angstsymptome
.
Seit Einnahmebeginn Escitalopram Libido quasi 0 / Müde - Müde - Müde. Besonders schlimm seit November 2016.
.
09.01.2017 5 mg Escitalopram (seit mehreren Monaten); Vorsatz endlich abzusetzen
Anfang Feb.2017 Wechsel von Tabletten auf Tropfen, Dosis gleichbleibend.
Zwischen Feb/März eine dämliche Auf- und Ab-Dosierung auf 15mg und wieder zurück, nach dem ich wieder 6 Wochen AU war wg. extremer Müdigkeit/Erschöpfung und Konzentrationsstörungen (Ärzte: Grunderkrankung ist da/Ich inzwischen: Wechsel auf die Tropfen???), je mehr E. desto müder - also wieder runter. Don't ask...
18.04.2017 5 mg Escitalopram
16.05.2017 4 mg Escitlopram
06.07.2017 3 mg Escitalopram, paar Tage später weinerlich und gereitzt, Durchfälle,
11.07.2017 4 mg E.
23.07.2017 3,6 mg E.
26.08.2017 3,3 mg E./Erschöpfungszustände werden weniger
29.09.2017 3 mg E. / fast keine Erschöpfungszustände mehr; Libido lässt weiter auf sich warten :(
10.12.2017 2,7 mg. E.
25.01.2018 2,4 mg. E.
19.02.2018Wechsel Hersteller meiner E-Tropfen: ein paar Tage später massive Depri-Gefühle; Agitiert; Herzrasen; Hautbrennen/Kribbeln, allgemeine Unzufriedenheit, etc.pp.
08.03.2018 2,2 mg E.
28.03.2018 2 mg E.
26.06.2018 1,7 mg E.
17.08.2018 1,5 mg E.
19.09.2018 1,3 mg E.
13.10.2018 1,1 mg E.
09.11.2018 1 mg E.
09.12.2018 0,9 mg E.
06.01.2019 0,8 mg E. - nach ca. einem halben Jahr ziemlich beschwerdefreiem Reduzieren setzen die bekannten Probleme (Schlaflosigkeit, starkes Herzpochen, verstärkung der eh vorhandenen Muskelverhärtungen/Schmerzen) nun wieder ein.
01.03.2019 0,75 mg E. - in dieser Zeit 3 Wochen Cortison erhalten: Starke NW: Psychisch angekratzt, Herzrasen, Schlafstörungen
26.04.2019 0,70 mg E.
In dieser Zeit 3 Tage Cortison erhalten-Starke NW: Psychisch angekratzt, Herzrasen, Schlafstörungen, vermehrt Schmerzen. Außerdem zwei Tage Oxycodon: Horror-NW - nicht weiter genommen.
19.05.2019 0,66 mg E.
Cortison-Depotspritze am 12.6.: nach einer Woche extreme psychische Reaktionen.
30.06.2019 0,6 mg E.
28.07.2019 0,5 mg E.
Ab 15.01.2020 Abbruch nach 2 Tagen! (Stufenschema Prednisolon (Cortison) 20 Tage)
23.12.2019 0,48 mg E.
[/spoil]
Anikke
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Anikke »

liebe Jamie,
voller Schreck las ich eben erst, wie es dir kurz vor Weihnachten ergangen ist! das war ja richtig schlimm!! alles am und im Kopf tut sooo furchtbar weh!!
und nun durch die vielen Medikamente mit vielem wieder von vorn anfangen zu müssen ist frustrierend, das kann ich gut verstehen.
ich wünsche dir von Herzen dass alles gut heilt,vdass du gut auf dich aufpassen, dich gut schonen und wärmen kannst, und dass immer das im Hause ist, worauf du Hunger hast :-)
ich bin über zeugt dass appetit auf hühnerbrühe und schokokuchen genau das anzeigt was dein Körper gerade braucht :-)
ganz liebe grüße anikke
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etlenia
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von etlenia »

Liebe Jamie,

ich wünsche Dir für das Jahr 2018, dass Du Dich erholst, viele schöne Momente erlebst und Deine Gesundheit ein Einsehen hat. Du hast wahrlich genug grausame, schmerzgeprägte Zeiten hinter Dir und durchlebst immer noch eine qualvolle Zeit.

Danke dafür, dass es Dich gibt!

Alles Liebe
Claudia
vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn, Diagnose Histaminintoleranz
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(, 1/4 Bisoprolol 1,25mg tgl.
seit 26.01.18 1mg Diazepam morgens, 4,5 mg abends
27.01.18 0,5 mg morgens, 5,5 mg abends
08.02.18 5mg abends, 1/2 Bisoprolol 1,25mg morgens
21.02.18 4,5 mg abends, Biso 1/2, bei Bedarf 3/4
09.03.18 4 mg abends, Biso 1/2
23.03.18 3,5 mg abends, Biso 1/2
06.04.18 3mg abends, Biso 1/2 seitdem keine Nacht mehr richtig geschlafen (fast auf die Minute genau, jede Stunde wach), nachts ständiges Schwitzen
03.05.18 2,5mg abends, Biso 1/2 Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, ständiges Schwitzen, weiterhin fast schlaflos
Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot »

Liebe Jamie,

viel Kraft und Heilung für das neue Jahr 2018 wünsche ich dir.

Es tut mir so leid, dass du in der letzten Zeit so viel durchmachen musstest. :hug:

Möge das neue Jahr Raum für Ruhe, Schonung und Freude für dich bereithalten.

Bitte achte gut auf dich!

Liebe Grüße
Rosenrot
sigli
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von sigli »

Liebe Jamie,

du hast wirklich das große Los mit den schlimmsten Erlebnissen gezogen. Tut mir wirklich leid. Ich hoffe sehr, dass es nun besser für dich wird.

Die eigenen Wehwehchen relativieren sich, wenn man solche Geschichten von dir liest.

Alles Liebe von Sigli
[highlight=yellow]Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.[/highlight]

2.4.2018: Diazepam: 0 mg

[spoil]Mehrere Borreliosen

Substitution von ca. 125 bis 150 mg Musaril täglich mit 17,5 mg Diazepam innerhalb 12 Wochen. Nun Ausschleichen von Diazepam:

2013:

1.-14.11.: letzte Phase der Substituion: 0 Musaril + 17,5 mg Diazepam
15.11.: 5-4,5-7,5 = 17 mg: (1. Wo. sehr gut, 2. Wo. Albträume, psychisch labil, kann besser m. Stress umgehen)
29.11.: 5-4-7,5 mg = 16,5 mg: beginne wieder mit Sport, (Walking, Zumba Gold 1x/Wo.)
14.12.: 4,5-4-7,5 mg = 16 mg (mittags Unruhe und Kribbeln im Kopf)
19.12.: 5-5-6 = 16 mg
20.12.: 5,5-4-6,5 = 16 mg
23.12.: 6-4,5-5,5 = 16 mg: habe mich m. einer 3-Wochen-Pause stabilisiert
2014:
5.1.: 6-4-5,5 = 15,5 mg
20.1.: 6-3,5-5,5 = 15 mg (bin immer sehr müde tagsüber)
24.1.: 5,5-3,5-6 = 15 mg
3.2.: 5,5-3-6 = 14,5 mg
17.2: 5,5-2-6 = 13,5 mg
5.3.: 5-2-6 = 13 mg
22.3.: 5-1,5-6 = 12,5 mg
12.4.: 5-1-6 = 12 mg
2.5.: 4,5-2-5,5 = 12 mg (Unruhe ab 2. Wo., 3. Wo. hoher Blutdruck, Unruhe, Augendruck, Unterzuckerungsgefühle. 7 Wo. Pause, davon die letzten 12 Tage symptomfrei)
31.5.: 4,5-2-5 = 11,5 mg (3. bis ca. 7. Tag schwere Depr., 2. Wo. leichter, 3. Wo. gut)
12.7.: 4,5-2-4,5 = 11 mg (viel Streß, Gefühl Schwamm im Kopf)
2.8.: 4-2-4,5 = 10,5 mg (kaum Beschwerden, 3x/Wo. 1 St. Walken bzw. biken)
31.8.: 4-2-4 = 10 mg (weiterhin 3x/Wo. Sport), Zungenbrennen, depr. Gefühle
26.9.: 4-2-3,5 = 9,5 mg ENDLICH IM EINSTELLIGEN BEREICH!
8.11.: 4-2-3 = 9 mg. 10 Tage familiärer Besuch ohne Rückzugsmöglichkeit haben ihre Spuren hinterlassen.
6.12.: 3,5-2-3 = 8,5 mg. Basenbäder
2015:
6.1.: 3,5-1,5-3 = 8 mg. Basenbäder, Nux Vomica D12, Artischockensaft.
6.2.: 3-1,5-3 = 7,5 mg. Weiter Basenbäder. Walken.
8.3.: 3-1,5-2,5 = 7 mg. Recht stabil in den letzten 4 Wochen.
7.4.: 2,5-1,5-2,5 = 6,5 mg. Zähe Erkältung
1.6.: 2,5-1,5-2 = 6 mg
15.7.:2-1,5-2= 5,5 mg Depressionen u. Alpträume
12.8.: 2-1,5-1,5 = 5 mg
28.9.: 2-1-1,5 = 4,5 mg oft Bluthochdruckattacken ohne Grund, nehme Betablocker
2.11.: 1,5-1-1,5 = 4 mg
7.12.: 1,5-1-1 = 3,5 mg
2016:
17.1.: 1-1-1 = 3 mg; 13.3.: 1-0,67-1 = 2,67 mg; 18.4.: 1-0,67-0,67 = 2,33 mg; 7.6.: 0,67-0,67-0,67 = 2 mg; 4.7.: 0,67-0,33-0,67 = 1,67 mg; 9.8.: 0,67-0,33-0,33 = 1,33 mg; 13.9.: 0,33-0,33-0,33 = 1 mg; 5.11: 0,33-0-0,33 = 0,67 mg.
2017:
24.1.: 0,33-0-0,25 = 0,58 mg; 11.2.: 0,25-0-0,25 = 0,5 mg; 18.3.: 0,25-0-0,2 = 0,45 mg; 8.4.: 0,2-0-0,2 = 0,4 mg; 29.4.: 0,2-0-0,16 = 0,36 mg; 20.5.: 0,16-0-0,16 = 0,32 mg; 10.6.: 0,14-0-0,14 = 0,28 mg; 1.7.17: 0,125-0-0,125 = 0,25 mg; 24.7.17: 0,115-0-0,115 = 0,23 mg; 14.8.17: 0,105-0-0,105 = 0,21 mg; 7.9.17: 0,18 mg; 28.9.17: 0,15 mg; 20.10.17: 0,13 mg; 10.11.17: 0,11 mg; 3.12.17: 0,1 mg; 21.12.17: 0,09 mg.
2018:
10.01.18: 0,08 mg; 31.01.18: 0,06 mg; 20.02.18: 0,04 mg; 13.03.18: 0,02 mg.

2.4.2018: 0 mg
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