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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Petunia
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Registriert: Dienstag, 18.04.17, 17:38

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Petunia » Montag, 05.03.18, 21:27

Alles Liebe und Gute und viel Kraft, liebe Jamie!

Ich denke an Dich und Deinen Vater.

Beate
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Aktuelle Medikation:

Metoprolol 47,5 mg (Beta Blocker)
L-Thyrox 100 mikrogramm
Tavor expedit:
2.2.20: 1,0 mg
9.2.20: 0,5 mg
14.2.20: 0,5 mg
Seit 25.2. täglich 0,5 mg
Ab 5.4.20: 0,375
Ab 13.4.20: 0,25 mg
Seit 08.05.20: Tavor weg
Seit 03.04.20: Pregabalin 25 mg, 14 x, dann weg
22.6.20 Tavor 0,5 wg Nervencrash

lunetta
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Beiträge: 4085
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Montag, 05.03.18, 22:46

Liebe jamie!

Viel Kraft und Liebe für dich!

GLG!
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Jofab
Beiträge: 2516
Registriert: Mittwoch, 16.08.17, 19:51

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Dienstag, 06.03.18, 8:58

Liebe Jamie :hug:

Bin in Gedanken an deiner Seite.
Ilse
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sigli
Beiträge: 1458
Registriert: Mittwoch, 07.08.13, 9:52

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von sigli » Dienstag, 06.03.18, 10:56

Liebe Jamie,

ich wünsche dir sehr, dass du gut aus diesem aktuellen Tal heraus kommst. Es tut mir sehr leid, was du alles mitmachen mußt. Und deinem Vater wünsche ich, dass, sofern er es will, ganz sanft in die andere Ebene hinüberschwebt oder eben, dass er wieder gesund wird.

GlG von Sigli
Wer kämpft, kann verlieren, wer aufgibt, hat schon verloren.

2.4.2018: Diazepam: 0 mg
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stubi
Beiträge: 729
Registriert: Donnerstag, 12.02.15, 19:16

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Mittwoch, 07.03.18, 10:27

Liebe Jamie,

kein leichter Weg der da vor euch liegt, ich wünsche dir, euch viel Kraft dafür.

Alles liebe
Renate
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Muryell
Beiträge: 1232
Registriert: Sonntag, 14.05.17, 18:04

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 08.03.18, 15:05

Meine liebe Jamie,

ich habe keine Worte. Wenn ich bei Dir wäre, :hug:

Ganz liebe Grüße

Muryell
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Razia
Beiträge: 783
Registriert: Donnerstag, 13.07.17, 21:45

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Razia » Freitag, 09.03.18, 15:12

Liebe Jamie

wir denken an dich!

LG
Ramona
Mein Thread
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weg

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von weg » Freitag, 09.03.18, 17:36

hallo jamie,

ich bin auf diese webseite aufmerksam gemacht worden und musste dabei auch an dich denken. ich habe selber noch nicht viel darin herumgelesen. aber das was ich gelesen habe, hat mich sehr angsprochen.

http://www.faehrfrauen.ch/kultur.html

herzlich
weg

Flummi

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Flummi » Freitag, 09.03.18, 18:57

Liebe Jamie,
Ich denk an Dich und Deine Familie!

Herzliche Grüsse,
Claudia

Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 19473
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 19.03.18, 14:11

Update Vater

Diesen Text habe ich vor ein paar Tagen an meine Teamkollegen geschrieben.
Mein Vater ist immer noch auf der Intensivstation, mittlerweile etwas stabiler.

Ich wollte den Text denjenigen zur Verfügung stellen, die am Fortgang interessiert sind

(Achtung sehr lang, Ortsnamen und Krankenhausnamen editiert)


Beitrag von Jamie » Montag, 12.03.18, 12:09

Hallo,

Mein Vater ist vorletzten Samstag Nachmittag in ein CO2 Koma gefallen. Es muss schon vorher begonnen haben, da es schleichend verläuft, ist aber von keinem registriert worden. Obwohl wir nun wirklich regelmäßig nach ihm im Pflegeheim gucken, eigentlich alle 2 Tage, manchmal sogar noch öfter, passierte es.

Ich war an jenem Samstag nach 11 Monaten Pause endlich mal wieder auf einem Meditationstag in I.; als die Veranstaltung sich dem Ende neigte sah ich auf meinem Handy, dass wir uns dringend bei unserer Tante und Onkel melden sollten, Papa gehe es sehr schlecht.

In der Zwischenzeit war der Notarzt bei meinem Vater angekommen, aber es ging ihm so schlecht, dass er nicht transportfähig war. Er hat Unmengen Medikamente bekommen, die aber nicht anschlugen und da mein Vater lebensverlängernde Maßnahmen ausgeschlossen hat, hat der Notarzt ihn erst mal an die NIV gehängt (statt intubiert), was auch so erst einmal für uns OK war.

Währenddessen wurde panisch herumtelefoniert, wo ein Bett frei war. Es war kein Bett frei. Nirgends. Wegen der Grippewelle.
Man war daher bereits drauf und dran den Rettungshubschrauber einfliegen und ihn in die Uniklinik G oder Uniklinik M bringen zu lassen.
In letzter Minute konnte aber ein wohl halbwegs stabiler Patient von der Intensivstation des XYZ Krankenhauses auf Normalstation verlegt werden, sodass Papa diesen Platz auf der Intensivstation bekam.

Ich musste noch am gleichen Tag an der Autobahn raus fahren und halten und mit dem Notarzt telefonieren bzgl. lebensverlängernder Maßnahmen.
Abends musste ich auf der Intensivstation erscheinen, um weiteres zu verfügen.
Ich dachte er überlebt die Nacht nicht.
Tat er aber.

Bis Mittwoch früh hing mein Vater an der NIV (eine nicht invasive Überdruckbeatmung), völlig sediert, durcheinander und nicht zurechnungsfähig aufgrund des hohen Kohlendioxidwerts im Blut und nichts, aber auch nichts besserte sich. Die Werte wurden mal etwas besser, nur um einige Stunden später wieder schlechter zu werden. Einige stabilisierten sich, dafür entgleisten andere wieder.
Der mistige hohe CO2 Wert wollte einfach nicht fallen, aber genau das wäre lebenswichtig!

Man hatte in der Zwischenzeit herausgefunden, dass er eine massive Lungenentzündung hat, diese wurde / wird in Kombitherapie mit 2 AB behandelt. (Ja, leider auch Ciprofloxacin intravenös, ich kann es nicht ändern). Sein CRP war bei 200 (normal bis 0,5), seine anderen Entzündungswerte auch erschreckend hoch.

Sein Leben hing seit Samstag am sprichwörtlichen seidenen Faden, permanent war der Alarm am Klingeln, weil Werte entgleisten. Der absolute Intensivstationshorror, den man sich so vorstellen kann. Er hat die ganze Station auf Trab gehalten.

In seinem Durcheinanderzustand riss er sich alles an Zugängen raus, was er hatte und veranstaltete eine blutige "Party" in seinem Bett; er musste dann fixiert werden :(.

Dienstags wollte man eine Bronchoskopie machen, um ihm Schleim aus der Lunge abzusaugen, aber das musste abgebrochen werden, da sein Sauerstoff innerhalb von nur 2 Min auf nur noch 60% - und sein Blutdruck auf 20/10 fiel!!!!!!!!
Er hat massive Herzrhythmusstörungen; Vorhofflimmern. Die Werte springen von 80 innerhalb einer Sekunde auf einen Wert von 190 usw.
Aufgrund dessen war und ist er weiter akut Schlaganfall gefährdet, da diese unkoordinierten Schläge zu Verwirbelungen des Blutes und auch Stockungen führen können, da kein richtiger Blutfluss mehr da ist.
Sein Herz wurde auch zusehends schwächer, überall war Wasser eingelagert; die Nierenwerte machten auch schlapp. Er bekam nun auch noch Lasix (Furosemid / starkes Entwässerungsmittel).

Er bekommt dauerhaft Noradrenalin, brochnienerweiternde Mittel, Heparin, Cortison, AB, Nähr- und Elektrolytlösungen, Lasix etc. infundiert, zusätzlich zu mind. 10 weiteren Tabletten, die er dazu nehmen musste, wenn er konnte (er durfte immer mal wieder ein paar Min von der NIV weg, zB um was zu trinken und seine Tabletten zu nehmen), sofern er nicht bewusstlos war. Dann gab man die Medikamente i.v.

Mittwoch früh klingelte mein Handy, es war das Krankenhaus. Ich machte mich auf das Schlimmste gefasst. Es war ein Arzt, ich sollte sofort kommen, man habe meinen Vater von der NIV genommen, er habe sich umentschieden und wolle nun doch per Intubation beatmet werden.

Wenn Patienten sich umentscheiden, sind Verfügungen aus der Patientenvollmacht ungültig, zumindest für diesen Moment, wie ich gelernt habe. Als Mitbevollmächtigte musste ich aber meine Zustimmung mit geben, zur Intubation und ggf. Luftröhrenschnitt / Trachealstoma.
Das tat ich natürlich, niemals würde ich mich gegen den Willen eines anderen Menschen auflehnen, der nochmal einen Strohhalm ergreifen will. Es hieß hop oder top.

Im Prinzip war ich fast froh, denn ich wusste es hieß nun, dass er ins künstliche Koma gelegt wird und all das nicht mitkriegen muss. Mein Vater war trotz Phasen der Bewusstlosigkeit immer mal wieder ansprechbar in jenen 4 Tagen und man sah, dass er litt. Es hat uns Kinder / Angehörige sehr sehr mitgenommen.

Wir verabschiedeten uns herzlich, so gut das eben geht, für den Fall, dass es nicht gut gehen würde und dann wurde mein Vater mit Propofol narkotisiert und intubiert.
Einen Tag später, geplant war eigentlich eine längere Intubationszeit, musste man ihn langsam wieder aufwecken, weil sich Probleme mit der Narkotisierung einstellten.

Zu unserer aller Freude hatte sich der CO2 Wert stark gebessert (massiv gefallen von 120 auf 46; normal ist so ca. 40 (max 45)), dafür erwachte mein Vater aus Gründen, die nicht zu verstehen sind, immer wieder unerwünscht aus seiner Propofolnarkose! Wenn er wach wurde und realisierte, dass eine Maschine für ihn atmete und ein dicker Schlauch im Hals ein Erstickungsgefühl bei ihm auslöste, geriet er in Panik, woraufhin er so starke Herzrhythmusstörungen bekam, dass sein Defi ansprang und ihn schockte :o .

Die Station ist dann zwar immer zu ihm hingerast, hat einen Bolus an zusätzlicher Narkose gegeben, um ihn wieder wegzuknallen, aber das Phänomen wiederholte sich mehrere Male.
Man gab dann irgendwann ein zusätzliches Narkotikum in einen weiteren Perfusor, was aber eine diffizile und den Körper recht belastende Angelegenheit ist, weswegen sich der Arzt dazu entschied, es so nicht weiter beibehalten zu wollen. Eine tiefere Narkose mit ganz anderen Mitteln wäre auch möglich gewesen, dann hätte man aber riskiert, dass sein Atemantrieb völlig zum Erliegen kommt und der ist aufgrund der COPD eh schon sehr schwach.
Zu riskant, ich sehe es auch so. Deswegen hat man ihn aufwachen lassen.

Der behandelnde Arzt sagte uns, es sei ein absolutes Phänomen, dass mein Vater noch am Leben sei. Er hat gedacht bei seinem Blutdruck von 20/10, das wäre es gewesen und dass er so hervorragend aufs Beatmen anspricht, das war auch nur zu erträumen gewesen, nicht aber realistisch. Er meinte dann zu mir, es sei kein Vorwurf an mich, aber man hätte meinen Vater vom ersten Tag an beatmen müssen.
Tja, was soll ich da jetzt sagen?
Ich habe der Patientenverfügung Folge geleistet und in bester Absicht, nach reiflicher Überlegung, entschieden, eben keine Lebensverlängerung einzuleiten, so wie es auch mein Vater verfügt hatte.
Ich konnte ja nicht ahnen, dass es so gut helfen würde. :oops:

Der Stand nun. Mein Vater wurde zwischenzeitlich operiert, Luftröhrenschnitt. Man hat ihm den Tubus entfernt und lässt ihn langsam aufwachen. Die Entzündungswerte sind stark gefallen und es sieht aus, als ob die Lungenentzündung erfolgreich behandelt werden konnte.
Er wird über einen Trachealzugang beatmet und an an das Beatmatungsgerät gewöhnt; gleichzeitig schaut man immer mal, dass man das Gerät so einstellt, dass er auch selbst aktiv atmen muss. Das Gerät ist dann in einem passiven Zustand und springt nur dann ein, wenn die Atmung bei ihm versagt.

Ziel wäre, wenn es supergut läuft, ihn auch davon zu entwöhnen, sodass er noch einmal ohne dauerhafte Luftröhrenbeatmung leben kann.
Er wird über eine Nasensonde ernährt und kann nicht sprechen. Dafür wird er ein Ventil eingebaut bekommen. Seine Herzschwäche schreitet voran, weswegen er nun eine Flüssigkeitslimitierung auf 1,5l / Tag bekommen hat.
Er darf langsam üben eine Schnabeltasse mit Wasser zum Mund zu führen und man hofft, dass man ihn medikamentös und mit der NIV so einstellen kann, dass er nicht wieder so schnell in diesen hyperkapnischen Zustand (CO2 Überschuss) fällt.

Das wird das A und O sein, um ein weiteres Überleben zu gewährleisten.
Ohne die NIV ist das Todesurteil ausgesprochen.
Mein Vater kann nur noch 200ml Volumen einatmen, das ist die Menge eines Neugeborenen; normal wären 4-5 Liter. Im übertragenen Sinne kann man sich vorstellen, dass das bei uns in etwa so ist, als würden wir nur noch bis zur Mitte des Halses atmen und dann nicht mehr. Unter diesen Umständen wird nicht nur die Lunge nicht belüftet und das CO2 nicht abgeatmet, es können sich auch Keime vermehren und wieder zu Entzündungen führen etc.
Von der Sauerstoffnot erst gar nicht zu reden.

Mein Vater ist noch nicht überm Berg, aber der seidene Faden wurde mit Baumwolle umsponnen.
Ich kann nach diesen horrorhaften letzten 10 Tagen eigentlich kein Fazit ziehen und auch nicht sonderlich schlau was schreiben, außer dass ich für mich festhalte, dass anscheinend noch nicht die Zeit war für meinen Vater zu gehen.

Wie es mir geht, das muss ich ja wohl nicht gesondert erwähnen. Wrack trifft es.

Liebe Grüße, danke für euren support
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Montag, 19.03.18, 15:43

Liebe jamie!

Das liest sich alles wirklich schauderhaft! Dein armer Papa, und auch ihr Angehörigen tut mir schrecklich leid - es ist belastend geliebte Menschen so leiden zu sehen.

Ich möchte dir mein Mitgefühl aussprechen und hoffe mit euch mit dass es ihm entweder besser geht oder er in die andere Ebene gehen darf, ruhig und bereit und ohne Kampf.

Umarme dich und ganze liebe Grüße!
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Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Montag, 19.03.18, 15:59

Liebe Jamie, :)

ich bin fassungslos beim Lesen deines Berichtes.

Ich wünsche deinem Vater und euch Angehörigen all die Kraft und Besonnenheit, die jetzt gebraucht wird.

Alles Liebe :group:
Rosenrot
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Traurige
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Traurige » Montag, 19.03.18, 22:27

Hallo Jamie,

das ist ja schrecklich, was ihr da durchmachen musstet!

Es tut mir sehr Leid, dass dein Vater so leiden muss und ich wünsche euch allen die Kraft, das alles miteinander durchzustehen.

Ich werde Dich und Deine Familie heute Abend in meine Gebete einschließen.

Liebe Grüße
von Maria
1999 Burnout mit Diagnose V.a. paranoide Psychose, vorübergehende psychotische Störung (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg), Angststörung
April 2019 1 Woche Klinik, Diagnose schwere Depression mit psychotischen Symptomen
November 2019 eine Woche Klinik wegen Depression und Panik, Ängsten. Steht auch wieder psychotische Symptome drin :cry:

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.
November 2019 Hygroton wird durch Ramipril ersetzt. Dieses entwässert nicht. Gewichtszunahme.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox
inzwischen wieder erhöht auf 50 Mikrogramm (genauen Zeitpunkt muss ich recherchieren)
ab 03.04.2019 25 Mikrogramm Eferox
29.01.2020 derzeit 50 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage - massive gynäkologische Blutungen
Januar 2020 Ausschabung

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg
ab Anfang April 2019 Erhöhung Risperidon von 0,25 auf 0,5 mg

Bei Bedarf Neurexan

Muryell
Beiträge: 1232
Registriert: Sonntag, 14.05.17, 18:04

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell » Dienstag, 20.03.18, 9:15

Liebe Jamie,

ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft.

:hug:

Muryell
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Anke13
Beiträge: 310
Registriert: Dienstag, 05.09.17, 15:30

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Anke13 » Dienstag, 20.03.18, 13:55

Liebe Jamie,

es tut mir unendlich leid, was Du erleiden mußtest und es erschüttert mich sehr.

Ich habe meinen Vater verloren und meine Mutter auf schlimme Weise (Einzelheiten möchte ich Dir ersparen) und meinen Stiefvater durch Suizid.

Daher kann ich nachempfinden wie es Dir geht und wünsche Dir ganz viel Kraft.

Dieses wunderschöne Gedicht (welches Katharina geschrieben hat) habe ich in der Traueranzeige für meinen Stiefvater geschrieben (er war erst 59 Jahre alt und wir können uns bis heute den Suizid nicht erklären).

Aber dieses tiefsinnige Gedicht hat mich sehr getröstet und mir geholfen und ich hoffe, es kann Dich auch etwas trösten in der schlimmen Zeit jetzt.

Ich bin im Gedanken bei Dir, bleib stark, Du bist so ein liebevoller Mensch und hast so viel für uns Alle getan und uns immer geholfen.

Liebe Grüsse :group:
Anke
Diagnosen 2014: Endstadium Burnout/Panikattacken /Angstzustände/diverse Traumata

1.Tablette Alprazolam genommen Juni 2014 sofort abhängig nach 1.Tablette !!! (Suchtgedächtnis s.unten)
Warnung: Alprazolam Entzug laut Experten härter als Heroin Entzug !!!
Hochdosisabhängigkeit Alprazolam /Diazepam

Juli-Sept 2014 = Alprazolam 1/2 bis 2 Tabl. täglich (je nach Belastung).
Okt.-Dez.2014 STEIGERUNG auf 2-6 Tabl.täglich.
Januar 2015= 4-7 Tabl täglich!! Seit Febr.2015 Absetzplan nach Ashton Methode.
Febr-Dez.2015 Alprazolam runterdosiert und Substitution Diazepam.
Fehler 1) Entzug zu sehr in die Länge gezogen
Fehler 2) Dosis ständig verändert von 3 Tabl./nächsten Tag 7 Tabl./nächsten Tag 4 Tabl., etc.

2016 Jan-Dez weiter runterdosiert Alprazolam, dafür Diazepam gesteigert FEHLER !

4. Mai 2017 Alprazolam auf 0 alleine geschafft !!!

Dafür leider hängengeblieben auf 40 mg Diazepam/täglich.

Reduziere jetzt Diazepam in 2,5 mg Schritten:
5. Mai 2017 =Diazepam 40 mg
3.August 2017 =37,5 mg
1.September 2017 = 35 mg
6. Oktober 2017 = 32,5 mg
4. November 2017 = 30 mg
4.Dezember 2017 = 27,5 mg
5.März 2018 = 25 mg (Angststörung wird stärker, Reizdarm heftiger, seit Monaten bettlägerig)
13. April 2018 = 22,5 mg
16. Mai 2018 = 20,0 mg (Etappenziel erreicht ! Endlich im Niedrigdosisbereich)
16. Juni 2018 = 18,0 mg - 20 mg (geht mir sehr schlecht, körperlich und psychisch)
18. Sept.2018 = 18 mg
07.Okt.2018 = 16 mg
04.Nov.2018 = 14 mg
Agoraphopie und Sozialphobie neu dazu
Übelkeit und Darmkrämpfe werden heftiger
Neu dazu: Zahnfleisch überall entzündet und Zähne schmerzen (typisches Absetzsymptom)

Grunderkrankung (Angststörung) tritt wieder auf (Panikattacken)
massive Krankheitsängste /diverse Trigger verursachen Angst

03.12.2018 Aufdosierung 0,5 mg (hilft kaum, da in Toleranz) Schreibfehler !
Aufdosiert mit 5 mg Diaz./ Januar 2019 weiter aufdosiert mit 5 mg (also 10 mg insgesamt)
derzeitige Dosis = leider wieder 24 mg Diaz. :( (Ängste jetzt aushaltbar)


Erkrankungen verursacht durch Benzos:
Gallensteine
Magen/Darm Probleme: Übelkeit/Brechreiz/Darmkrämpfe, Gewichtsverlust 12 kg./Diagnose: Reizdarm
diverse Nahrungsunverträglichkeiten
Hautausschlag
Panikstörung: Panikattacke/Hyperventilation jeden Morgen 4 Uhr durch Absetzen

Zusatzmedikation seit 15 Jahren: Amitriptylin (Antidepressiva) 50 mg abends zum Schlafen.
Suchtgedächtnis: 1992-1994 starke Alkoholabhängigkeit und Diazepam bis zu 60 mg pro Tag !
1994 erfolgreicher Entzug in Privatklinik. War seit 20 Jahren clean ! Rückfall Benzo (Alprazolam) 2014.
Trinke keinerlei Alkohol seit 1994 .
"Es ist nicht schlimm, in die falsche Richtung gegangen zu sein, man muss nur den Mut haben umzudrehen" (unbekannt)

Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus » Donnerstag, 22.03.18, 19:55

Liebe Jamie,

ich bin sprachlos. Du musst so viel aushalten, durchmachen und doch gibst du soviel Hoffnung und Mut weiter.

Ich wünsche dir und deine Familie viel viel Kraft.

Fühle dich gedrückt.

Alles Liebe
Fledermaus
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Jofab
Beiträge: 2516
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Freitag, 23.03.18, 7:36

Liebe Jamie

wünsche dir und einer Familie ganz viel Kraft und Liebe,
um diese schwere Zeit anzunehmen.
Es tut mir so unendlich leid, wieviel du erdulden musst in diesem Leben.

Ilse :hug:
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Siggi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi » Freitag, 23.03.18, 9:32

Liebe Jamie <3

auch wenn meine Worte klein und hilflos sind, aber gefühlsmäßig sind sie riesengroß und voller Zuneigung,
mit viel Mitgefühl für dich und deine schwere Situation.

Mir ist sowieso unvorstellbar, wieviel schwere Schläge du immer wieder zu erleiden hast,
und dennoch in der Lage bist, Andere auszubauen, ihnen zu helfen, in Verständnis, Kompetenz, Geduld
und Würde!
Und nun sehe ich, dass du sogar in deiner schweren Zeit in der Lage warst, dieses informative Video
der Wasserlösung zu erstellen, und das sogar noch mit Untertiteln, sodass auch ich alles mitverfolgen konnte! :D

Clarissa schrieb auch den netten kommentar, dass deine Stimme sehr hübsch wäre..... und da kamen mir sofort die Gedanken:
"dann müsste Clarissa erst mal sehen, welch schöne und ausdruckvolle Frau hinter dieser hübschen Stimme steckt! <3 "

Ja, ich muss mich wiederholen.... :) du bist ein außergewöhnlicher Mensch, und deine Beiträge haben mir im Laufe der Jahre-in meiner teilweise schwierigen Kommunikation zu Andern- immer wieder geholfen
an mir zu arbeiten, weil du "Vorbild" für mich bist, würde-und verständnisvoll- auch mit schwierigen
Menschen- und dennoch souverän anderer Meinung -sein kann, umgehen kannst!

Ja, du bist eine sehr große Bereicherung und dafür danke ich dir ganz herzlich . <3

Alles Liebe und Gute
für dich und deine Familie
herzlichst Siggi :hug:
Mein Absetzverlauf:
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Clarissa
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Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Clarissa » Freitag, 23.03.18, 10:58

Huhu.

Das freut mich sehr, daß Jamie so hübsch wie ihre Stimme ist.

Hübsche Menschen haben es erfahrungsgemäß im Leben etwas leichter und können mehr erreichen - z.B. auch IRL für die Sache des ADFD.
Mit dieser Stimme!

Ist doch mal was richtig Positives!

Erfreute Grüße von Clarissa :wink:
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Jamie
Moderatorenteam
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Dienstag, 22.05.18, 16:04

Hallo, :)

ich wollte über mich schreiben, dann ist es aber ein tierischer Notfall geworden.
Wer reinlesen möchte:

viewtopic.php?f=8&t=9706&p=249052#p249052

Liebe Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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