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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Clarissa
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 29.10.19, 5:24

Liebe Jamie,

ich habe gerade Dein Update mit Besorgnis und Anteilnahme gelesen.

Hoffentlich findest Du bald einen Weg zu nachhaltiger Besserung, das wünsche ich Dir von Herzen.

Teilnahmsvolle Grüsse von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Dienstag, 29.10.19, 10:18

Liebe Jamie,

auch ich kann mich nur anschließen, und Dir von Herzen alles erdenklich Liebe und Gute wünschen.

Ich denke oft an dich und bin sehr entsetzt darüber, was Dir alles auferlegt wird, dabei bist du ein so empathischer und hilfsbereiter Mensch.

Ich möchte dich in den Arm nehmen und sagen, dass alles wieder gut werden wird liebe Jamie. :hug:

Mehr kann ich leider nicht beitragen und ich fühle mich wie so oft, hilflos gegenüber soviel Leid. :cry:

Liebe Grüße
Renate
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lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Dienstag, 29.10.19, 11:16

Liebe Jamie!

Die MRT-Untersuchung ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!

Dass du nun hin und wieder Lyrica und / oder Benzos brauchst, finde ich mehr als legitim, denn bei dir ist es mehr als ein Notfall und für solche Lebenssituationen sind sie gemacht!

Du hats schon einen Entzug hinter dir, und sollte es wieder notwendig sein, dann schaffst du den auch wieder!!

Jetzt hat erstmal Vorrang dass du deine elenden Schmerzen loswirst und auch zu ein wenig Schlaf kommst, denn sonst brichts du zusammen und dann geht gar nichts mehr.

Ich kenne mich mit Pregabalin nicht aus, wußte nicht, dass man die nach Bedarf nehmen kann, aber wenn sie dir helfen, dann wäre es doch egal, absetzen muß man eh alles was es an PP gibt.

Dass du hin und wieder ein Benzo nimmst finde ich gut, denn es schafft wenigstens für ein paar Stunden etwas Distanz zum Schmerz, zur Seelenqual und vielleicht verschafft es dir ab und zu ein paar Stunden Schlaf.

Denk jetzt nur an Heilung und Linderung, dann an das was danach sein wird - ich mache es dzt. genauso.

Wie immer bete ich auch für dich mit, sowie für alle die so leiden müssen.

GLG und ganz zarte Umarmung!
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Siggi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi » Dienstag, 29.10.19, 13:23

Meine liebste Jamie, <3

ich fühle mich so hilflos und traurig, angesichts deiner so schweren Lebensituation :(
und glaube aber dennoch ganz fest, dass dieser Zustand nicht so bleiben wird.

Dein unerschütterliches Vertrauen zu dir, zu deinem Leben und zu unserm Herrn wird dir immer
wieder Wege der Hoffnung zeigen, die du gehen kannst, auch wenn du es im Moment nicht
so sehen kannst!

Wir alle bilden einen stabilen und festen Ring um dich der dich trägt und schützt
und immer wieder neue hoffnunsvolle Kräfte nachwachsen lässt!
Auch dieser schwere Zustand bleibt nicht, und verändert sich wieder.

Ich fühle ganz tief mit dir, und stelle, trotz deiner kaum mehr zu ertragenden Lebenssituation
immer wieder fest, wie immens deine innere Kraft, Selbstdisziplin und Stärke sind.
Und diese Kraft wird dich weiter tragen. :sports:

In liebevoller Zuneigung <3
herzlichst Siggi :hug:
Mein Absetzverlauf:
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Mole25
Beiträge: 196
Registriert: Freitag, 13.01.17, 18:34

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Mole25 » Dienstag, 29.10.19, 20:17

Jamie, you will "get out of your tumble". Do not give up. You have helped us here. And now we are here for YOU!!!!

Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
:roll: Windows

Uma
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Registriert: Sonntag, 08.09.19, 15:58

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Dienstag, 29.10.19, 20:53

Liebe Jamie,

wir haben uns bei Hasenhirn getroffen und du hast dein Mitgefühl da gelassen :)

Deine Situation hat mich tief getroffen und sehr berührt.

Da ich auch sehr starke Nervenschmerzen habe, kann ich deine Situation extrem nachfühlen und verstehen.

Bei mir hilft bis jetzt ausser Benzos absolut nix und das ist absoluter Höllentrip.

Ruhe zu finden, wäre so traumhaft schön und ich hoffe so sehr, das es für dich ganz schnell in Erfüllung geht!!!!!!

Man weiss erst wieviel Kraft man hat, wenn man keine andere Wahl hat.

Liebe Jamie, ich hoffe, ihr kann dir etwas Trost spenden und drücke dich ganz zart und wenn es eine göttliche Macht geben sollte, sag ich da oben mal Bescheid, ich glaub, der hat ne Schraube locker.....es reicht jetzt!!!!!!•

Aaaaaallllles Liebe <3 von Uma
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Homelander
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch, 22.11.17, 12:42

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Homelander » Mittwoch, 30.10.19, 16:53

Liebe Jamie :hug: ,

ich habe jetzt erst hier gelesen, wie es dir momentan geht. Dein Statement bei Hasenhirn hat mich sehr traurig und mitfühlend gemacht, ich weiß nicht was du dieses Jahr noch alles ertragen musst...es ist echt ein schlimmes Jahr für alle hier irgendwie.

Ich sehe es ähnlich wie Lunetta, wenn dir das Pregabalin etwas hilft gegen die Schmerzen und du ab und an ein Benzo brauchst um etwas Schlaf zu finden, dann ist das jetzt so und besser als wenn gar nichts mehr geht und du zusammen klappst :cry: .

Pass nur unbedingt auf mit dem Pregabalin, das baut schneller Toleranz auf als Benzos, nicht mehr als 75-150 Milligramm nehmen von dem Zeug und nach Möglichkeit 5 Tage, dann 2 Tage versuchen es weg zu lassen, weil die Toleranz dann wieder unten ist und es wieder besser wirkt für die nächsten 5 Tage und so weiter. So habe ich es von 2012-2016 gemacht und bin nie über 300 Milligramm täglich gekommen und hatte auch keinen Wirkungsverlust.

Ich weiß, das du es nicht so lange nehmen wirst, und das ist auch gut so. Wenn die Zeit da ist, wirst du sehen es geht leichter weg zu lassen als man denkt. Aber wie gesagt, pass bitte auf dich auf, ich habe dir versprochen niemals aufzugeben und wünsche mir das auch von dir :sports: .

Du hast so viel gutes hier getan für soviele Menschen und es ist an der Zeit, das du es mal zurück bekommst und wir dir helfen können so gut es geht.

Wir alle hier halten fest zusammen und sind eine Gemeinschaft und stärken und halten uns gegenseitig hoch in schlechten Zeiten.

Bei dem Bromazepam weißt ja selber, nicht zuviel und nur wenn nichts mehr geht als Notfall.

Du hast dich damals von 3 der härtesten Substanzen befreit und bist über viele Jahre hinweg nie rückfällig geworden und du wirst sehen, auch diesmal wirst du es schaffen und es kommen bessere Zeiten.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie und denke immer dran, wir alle hier sind für dich da.

Und ich drücke ganz fest die Daumen, das sich beim MRT nur positives ergibt.

Ich lasse dir ein dickes Kraftpaket da und umarme dich ganz herzlich :group: :hug: .

Tröstende und teilnahmsvolle Grüße <3
dein Joshy
1997 bis 2008 Alkoholiker mit hochprozentigem fast täglich.
Anfang 2008 abgesetzt und starke Angststörung generalisiert entwickelt samt Depressionen.
März 2008 Psychiatrie wegen zu starken Entzugserscheinungen für 18 Tage eingestellt auf 100 mg Stangyl (Trimmipramin) über den Tag verteilt.
Ende 2009 wieder Alkoholiker geworden durch schwere Krankheit meiner Mutter. Stangyl trotzdem weiter dazu genommen.
November 2011 Stangyl ausgeschlichen. Alkohol weiter getrunken.
Dezember 2011 Mutter verstorben und ich habe einen Nervenzusammenbruch erlitten.
15. Dezember 2011 Klinik Alkohol abgesetzt und 4 Wochen auf 1,5 mg Tavor eingestellt und auf 100 mg Sertralin, 300 mg Lyrica und 100 mg Doxepin eingestellt. 1 Woche 50 mg Seroquel auch noch, aber ist mir nicht bekommen, deshalb direkt wieder weggelassen
Tavor dann ausgeschlichen als die anderen Sachen gewirkt haben. Keine Entzugserscheinungen durch die Ads.
Februar 2012 wieder raus und die nächsten Jahre so eingestellt ganz gut gelebt und stabilisiert.
2014 leider wieder zum Alkohol gegriffen erst kleine Mengen und wieder schnell gesteigert.
2016 das Lyrica ausgeschlichen.
Anfang 2017 das Sertralin ausgeschlichen.
Alkohol hochprozentig und 100 mg Doxepin weiter genommen.
Ende Mai 2017 Alkohol abgesetzt. 100 mg Doxepin weiter genommen.
Anfang Juli 2017 kam plötzlich und schnell fortschreitent die Dystonie, erst Torticollis am Hals nach links unten dann Meige Syndrome an Augen und Mund-Kiefer Zungenbereich dazu gekommen.
Tavor 1 mg einmal täglich zur Beruhigung bekommen.
November 2017 wegen Verdacht das die Dystonie vom Doxepin kommt, direkt abgesetzt 100 mg nach 5 Jahren täglich auf 0. Ich bin dann 6 Monate durch die Hölle gegangen.

Update 24.04.2020

Derzeitige Situation und Tabletten Einnahme:

Tavor seit 15 Monaten auf 0
Zopiclon seit 13 Monaten auf 0
Artane seit 14 Monaten auf 0
Alkohol seit 14 Tagen trocken

Morgens:

20 Milligramm Pantoprazol
16 Milligramm Candesartan (Blutdrucksenker)
75 Mikrogramm Clonidin (Blutdrucksenker)
40 Milligramm Propranolol (Betablocker)

Mittags:

2 Milligramm Clonazepam

Abends:

16 Milligramm Candesartan
75 Mikrogramm Clonidin
40 Milligramm Propranolol

Nachts:

7,5 Milligramm Mirtazapin
6 Milligramm Bromazepam

Zustand : sehr ängstlich, immer angespannt, immer unruhig, manchmal doppelt sehen, starke Stimmungsschwankungen, Blutdruckschwankungen, starke Schwindelgefühle, Todessehnsucht, Gedankenkarussell, Dystonie spielt völlig verrückt, Suizidgedanken, Schluckstörungen, das Gefühl nur noch aufgeben zu wollen.

Juna
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Juna » Freitag, 08.11.19, 4:56

Meine liebe Kampfhasi🤗,

😪Ich weiß immer noch nicht, was ich schreiben soll.


Himmelpopoundzwirn, es tut mir leid! Total profan und kaufen kannst Du Dir davon gar nichts. 😪


"Schlimmer geht immer" muss doch auch irgendwann mal aufhören, ich bin zwar der Meinung, dass wir nicht tragen müssten, was wir tragen, wenn nicht irgendjemand der Meinung wäre, dass wir es tragen könnten, aber....es ist doch auch mal gut, Luft holen, Kraft schöpfen - Universum? Bitte ganz viel davon an diesen tollen Menschen hier schicken.


Ich gebe Dir auch gerne 5 meiner Schutzengel ab (ich habe 30,meine Thera sagt, dass ist unverschämt und egoistisch, ich sage, dass davon immer 5 im Urlaub oder krank sein können und ich dann trotzdem noch immer 25 habe, die mich begleiten und dafür sorgen, dass meine kleinen - großen Katastrophen meist glimpflich verlaufen - aber so kann ich Dir eben welche senden).


Weißt Du schon mehr?


Ich wünsche Dir von Herzen Linderung, Nervenschmerzen sind die Hölle auf Erden, zusätzlich zu allem anderen, ich wünsche Dir von Herzen Hände die Dich tragen und Liebe, die das Ganze erträglicher und aushaltbarer macht.


So verworren, komisch oder oberflächlich meine Worte auch erscheinen mögen, sie kommen von Herzen und ich meine jedes (hoffentlich haben meine Finger um die Uhrzeit und mit dem seit Tagen nicht schlafen kein Eigenleben geführt) genauso.


Fühl Dich virtuell mal in den Arm genommen, gehalten, getragen und einfach eine wortlose Schulter zum anlehnen und über den Rücken streicheln.


Ganz liebe Grüße und vor allem Linderung, für Dich, Deine Vögelchen und das, was Du trägst.

Juna
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In Behandlung bei einem Psychiater u. Schmerzdoc
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Sonntag, 17.11.19, 17:52

Hallo,

wie sehen Hilferufe aus, wenn man weiß, es gibt keine Hilfe?
Dann sind es resignierte Texte.
Ich bin vor 34 Tagen operiert worden, die ganze Zahn-Kiefergeschichte geht nun in Woche 8.
Und hier denke ich als schon, es geht einfach nicht schlimmer, aber es geht seit Tagen schlimmer.

Eins vorweg, im MRT kam nichts raus, wie so oft. Wann immer genauer nachgeschaut wird, findet man nichts und eigentlich ist das gut, aber dann kommt man sich so wenig ernst genommen vor. :?
Das Kontrastmittel ist mir nicht bekommen (immer noch Gadolinium, dass die einfach nix weniger Gefährliches entwickeln können?!), mir wurde übel und schwindelig davon und ich werde weitere Untersuchungen mit Kontrastmittel ablehnen.

Meine Zunge ist teilweise noch taub, teilweise auch nicht mehr. Dann brennt, prickelt oder bitzelt es, fühlt sich überdimensioniert an, nicht zu mir zugehörig; im besten Fall seltsam, im schlechtesten Fall schmerzhaft und panikauslösend.

Ich habe im kompletten Gesichtsbereich links, und zunehmend auch rechts, einschließlich HWS und Brustbereich Schmerzen. Normale Schmerzen, Muskelschmerzen, Verkrampfungsschmerzen und vor allem eins: Nervenschmerzen. Mein Trigeminus ist hochaktiv, meine Kiefernerven auch. Es zieht und schmerzt überall, Ohren, Schläfen, Stirn, Hals, natürlich im operierten Kiefer, aber auch im Unterkiefer. Im Hinterkopf, einfach überall. Ich kann nicht mal ohne Schmerzen mein linkes Ohr berühren. Das linke Auge zuckt.
Ich kann nicht richtig kauen, schlucken, sprechen, essen. Nicht Naseputzen, gescheit Zähne putzen oder sonstwas.
Alles ein Krampf, ein Schmerz.

Zu diesem unsäglichen Zustand gesellt sich eine massive psychische Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit. Die auch daher resultiert, dass ich bald 8 Wochen nicht mehr normal mit Menschen reden kann. Ich bin so isoliert vor Schmerzen, das tut mir gar nicht gut.
Ich meide Gespräche, weil sie anstrengen und alles verschlimmern und dann geht es mir nur immer weiter elend, weil ich nicht drüber reden kann, wie es mir geht.

Ich bin körperlich, mental und seelisch am Ende. Ein Wrack.
Manchmal so hoffnungslos wie die schweren Fälle hier im Forum.
Wenn mir ein Krankenhaus eine Therapie anbieten könnte, würde ich heute Abend noch meine Sachen packen und mich da rein legen.

Das Pregabalin habe ich nach wenigen Anwendungen sein lassen, es ist mir nicht bekommen. Ich hatte wirre Träume, war benommen, mir war schwindelig, ich litt unter Übelkeit, fiel halb besoffen durch die Gegend, meine Brüste sind angeschwollen und ich hatte Probleme mit normalen Reaktionen und Schutzreflexen. Ich habe mich zum Beispiel so sehr verschluckt wie jemand, der am Ertrinken ist. Weil ich nicht mehr koordiniert schlucken konnte.
Diese Erscheinungen traten bei einer "Höchstdosis" von 50mg auf, was mein Neurologe als lachhaft abtat (die Dosis, nicht die Nebenwirkungen). Aber gut, muss ich halt immer wieder beweisen, wie medikamentensensibel ich bin, bis sie es endlich kapieren.

Es gibt aktuell kein Medikament, das die Schmerzen lindern könnte.
Die Verzweiflung darüber ist schrecklich. Es gibt nichts. Nichts spricht an.
Ich brauche es nicht mit Ibuprofen oder Diclofenac oder Amitriptylin zu versuchen, es wirkt nicht.
Ich habe hier noch Gabapentin 100mg liegen, was man gerne Schmerzpatienten gibt, aber ich traue mich nicht ran. Wenn, dann nur in Anwesenheit von Familie über Stunden, damit ich nicht in Panik ausbreche, wenn ich NW bekomme.

Ich hatte Versuche mit NEM unternommen, namentlich Klinoptilolith, MSM Kapseln, Vitamin B Komplex, Vitamin D und K2, Magnesium, natürliches Vitamin C aus der Acerola Kirsche.
Alles bekam mir nicht (außer der B Komplex), da habe ich auch einen starken Widerwillen entwickelt es einnehmen zu wollen, was immer ein sehr sicheres Zeichen bei mir ist, dass es nicht passt oder nicht verträglich ist. Das ganze Geld umsonst rausgeworfen.
Aber wenn man verzweifelt ist, versucht man halt auch Dinge abseits der Schulmedizin, kennt ihr ja.

Ich nehme aktuell nur Arnica C30 und D6 Globuli, den B Komplex und ab und zu Gelsemium compositum Hevert Tropfen und Bachblüten. Wirklich Affinität habe ich nur zu den Arnica Globuli, was heißt, mein Körper und / oder meine Psyche wollen sie haben. Zum Rest bin ich neutral eingestellt, aber wenigstens keinen Widerwillen wie zu den NEM.
Und frisch hergestelltes Kolloidales Silber 100ppm nehme ich noch gelegentlich.

Ich muss ständig aufpassen nicht das Essen und Trinken zu vergessen. Nahrungsaufnahme belastet mich so sehr, dass der Körper einfach in eine Art Überlebensmodus geht und gegessen und getrunken wird nur, wenn mir schon ganz flau ist. Ich will einfach nicht, weil es weh tut und krampft, wenn ich die Kaumuskeln benutze und schlucke.
Ich habe auch auf nichts Appetit. Dass bei mir schon wochenlang Schokolade rumliegt, die nicht aufgegessen wird, ist kein gutes Zeichen.

Ich bin von meinem Gesamtzustand sehr eingeschränkt und mitgenommen, absolut nicht belastbar und einfach krank und unendlich schwach.
Am schlimmsten sind die Momente, wenn die Angst und Panik hochkriecht und ich die Hoffnung verliere. Das ist alptraumhaft. Wo gibt es noch Hilfe? Werde ich wieder gesund? Wie kann ich weiterleben? Das ist kein Leben mehr.
Mit sowas im Kopf macht man dann rum. Und als dazu die wandernden und gar nicht richtig (überall, wenn man mich fragt) lokalisierbaren Schmerzen im Gesicht und Kiefer und Kopf.
Da das so nah am Gehirn ist, kann ich mich gar nicht abgrenzen, zB in dem ich sage - OK ich habe einen kaputten Fuß (sowas in der Art), aber das ist der Fuß, das bin nicht ich.
Es ist so nah dran an meinem Sein, dass ich es nicht richtig kann. Ich bin der Schmerz oder sowas in der Art. So fühlt es sich an. Und das ist weder gut noch gesund.

Was soll ich noch länger klagen?
Ich möchte es auch gar nicht mehr.
Ich bin froh, es mal niederschreiben zu können (Sprechersatz) und nun versuche ich, mich auf andere Dinge zu konzentrieren und mich immer wieder zusammenzureißen, die Hoffnung nicht fahren zu lassen.

Macht´s gut, passt auf euch auf
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von padma » Sonntag, 17.11.19, 19:24

liebe Jamie, :)

es tut mir so leid, was du durchleidest. :hug:
Diese Schmerzen müssen sehr schlimm sein. Ich verstehe gut, dass dich das auch psychisch sehr mitnimmt. Sowas geht ja an die Substanz.

Dieses "Ich bin der Schmerz" beschreibt es sicher sehr gut. Vieleicht schaffst du es mehr zu denken, "Da ist Schmerz, ich spüre ihn, aber das bin nicht ich. Das ist nicht ich, das ist nicht mein."

Ich wünsche dir und hoffe sehr, dass es dir bald besser geht. :hug:

ganz liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
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Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Sonntag, 17.11.19, 19:25

Liebe Jamie, :hug:

komm Mal her ich nehme dich ganz vorsichtig in meine Arme und ich wiege dich wie eine Mama es mit ihrem Baby macht.
Da kommt es gerade Recht, denn ich bin eine grosse runde Frau und ganz ganz weich, da eckt nichts an und es wird dir sicher ein bisschen gut tun.

Wenn ich koennte würde ich für eine Weile deine Last und Schmerzen übernehmen, obwohl ich diese sehr fürchte und lieber ohne bin, wer nicht?

Du bist so eine liebe und hilfsbereite Person und es tut mir unendlich leid für dich, dass dieses Schicksal immer so hart bei dir zuschlägt meine liebe Jamie.

Ich kann dir leider keinen medizinischen Rat geben, doch im Geiste bin ich bei dir und wünsche eine recht baldige Genesung.

Liebe Grüße
Deine Renate
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svenja2014
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von svenja2014 » Sonntag, 17.11.19, 19:38

Liebe Jamie,

ich habe gerade erst gelesen , wie schlecht es Dir geht...
Das ist wirklich nicht schön, dass Du so gebeutelt wirst vom Leben....,was soll der Sch🤬....

Ach Jamie, arme Jamie, bitte verzweifle nicht...., ich stelle mir das soooo schlimm vor , was Du gerade durchmachst....

Sei ganz lieb gedrückt
Svenja
Seit ca2005 Antidepressiva, zuerst Sertralin, dann Venlafaxin150 mg + Trittico 150 mg wegen Panikattacken und Depression
Trittico reduziert auf 50 mg wegen völlig blockiertem Gehirn am Vormittag
2011 Scheidung Psychische Rehabilitation 6 Wochen , entlassen Venlafaxin150 mg, Trittico 100 mg, Seroquel 25 mg
ca.2014 Seroquel abgesetzt, ohne Ausschleichen, Panikattacken Angstzustände VerzweiflungWeinen
Trittico aufdosiert auf 100 mg, daraufhin verschwinden Absetzerscheinungen in kurzer Zeit
2015 -2017 Trittico ausgeschlichen ( langsam, genau weiß ich es nicht mehr), nehme Same und Gaba als NEM, das hilft mir
seit 2018 NUR noch Venlafaxin 150 mg, fühle mich meistens antriebslos, depressiv, habe Angst in der Arbeit nicht mehr zu funktionieren, gefühlsarm, fühle mich wie von mir abgeschnitten,
Ab 2018 langsame Reduzierung in ca. 10 Prozent Schritten, bis Herbst 75mg +27;5mg seit Herbst Reduktionspause
Seit 5.3.2019 Versuch weiter zu reduzieren momentan also 75mg plus ca.20 mg
Schwitzen, Kopfweh, Blutdruckprobleme( zu hoch),mulmiges Gefühl( Kloß im Hals) innere Anspannung,Herzklopfen, Depression,bin zuviel alleine
Bin seit2005 in Gesprächstherapie 1 mal im Monat
seit 15.4. -4 mg= 91,5 mg
totale Reizbarkeit, frühes Aufwachen Schwindel, Übelkeit, Durcheinander im Gehirn....kann keinen klaren Gedanken fassen, Zwangsgedanken nach 1 bis 2 Wochen besser...
Seit 1.11.19 minus 8 mg = 83 mg Venlafaxin
Seit 1.2. minus 8 mg= 75 mg

lunetta
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Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Sonntag, 17.11.19, 20:10

Mein Liebelein!

Mir fehlen die Worte, und kann dir doch so gut nachfühlen, denn ich bin auch grade ganzn ganz unten und frag mich wie lange ich das noch aushalten kann, weil es kein Ende nimmt.

Ich werde heute wieder für uns beten und um die Hilfe des Universums bitten!

Umarmung liebe jamie!

GLG
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Mole25
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Mole25 » Sonntag, 17.11.19, 21:59

Jamie,

auch bete ich für dich. Ich hoffe, dass die Schmerzen weg gehen. Kannst du dich irgendwie ablenken? Sag nein auf jeden Fall zu deinen Angstgedanken.
You will get there. Never give up.

Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
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Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
:roll: Windows

Uma
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Registriert: Sonntag, 08.09.19, 15:58

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Montag, 18.11.19, 0:25

Liebe Jamie,

ich verstehe dich so unfassbar gut und fühle so sehr mit dir :hug:

Mir fehlen die Worte, ich kann gar nicht ausdrücken, wie mein Herz mit dir fühlt.
Diese Hilflosigkeit ist so schwer auszuhalten und wenn man so starke Schmerzen hat und denkt, eigentlich kann ich es nicht mehr aushalten und muss es aber........das kann nur jemand nachempfinden, der das auch durchgemacht hat.

Bitte glaub daran, das es besser wird, ganz fest!!!

Ich sende dir von Herzen alle Kraft und Liebe dieser Welt und fühle dich umarmt und in Gedanken bin ich bei dir <3

Uma
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Jofab
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Montag, 18.11.19, 0:47

Liebe Jamie,

es tut mir so leid, wie du dich quälen musst !
Das Wissen, dass NICHTS helfen kann, ist so
grausam !

Ich bete für dich.
Ilse :hug:
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Homelander
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Homelander » Montag, 18.11.19, 1:21

Hallo Jamie :hug: ,

auch von mir alles gute und ich hoffe, das es bald wieder etwas besser wird mit den Schmerzen und du wieder etwas Freude und Lebenskraft tanken kannst.

Wenn du so auf 50 mg Pregabalin reagiert hast, dann ist es die richtige Entscheidung gewesen, es direkt wieder sein zu lassen...das ist ehrlich hoch sensibel wie dein Körper darauf reagiert hat und kein gutes Zeichen bei diesem Medikament.

Ich bin auch total ratlos absolut.

Ich nehme dich ganz fest in den Arm :hug: und bin in Gedanken immer bei dir und schicke dir ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Alles Liebe und immer dran glauben, das auch wieder bessere Zeiten kommen.

Dein Joshy
1997 bis 2008 Alkoholiker mit hochprozentigem fast täglich.
Anfang 2008 abgesetzt und starke Angststörung generalisiert entwickelt samt Depressionen.
März 2008 Psychiatrie wegen zu starken Entzugserscheinungen für 18 Tage eingestellt auf 100 mg Stangyl (Trimmipramin) über den Tag verteilt.
Ende 2009 wieder Alkoholiker geworden durch schwere Krankheit meiner Mutter. Stangyl trotzdem weiter dazu genommen.
November 2011 Stangyl ausgeschlichen. Alkohol weiter getrunken.
Dezember 2011 Mutter verstorben und ich habe einen Nervenzusammenbruch erlitten.
15. Dezember 2011 Klinik Alkohol abgesetzt und 4 Wochen auf 1,5 mg Tavor eingestellt und auf 100 mg Sertralin, 300 mg Lyrica und 100 mg Doxepin eingestellt. 1 Woche 50 mg Seroquel auch noch, aber ist mir nicht bekommen, deshalb direkt wieder weggelassen
Tavor dann ausgeschlichen als die anderen Sachen gewirkt haben. Keine Entzugserscheinungen durch die Ads.
Februar 2012 wieder raus und die nächsten Jahre so eingestellt ganz gut gelebt und stabilisiert.
2014 leider wieder zum Alkohol gegriffen erst kleine Mengen und wieder schnell gesteigert.
2016 das Lyrica ausgeschlichen.
Anfang 2017 das Sertralin ausgeschlichen.
Alkohol hochprozentig und 100 mg Doxepin weiter genommen.
Ende Mai 2017 Alkohol abgesetzt. 100 mg Doxepin weiter genommen.
Anfang Juli 2017 kam plötzlich und schnell fortschreitent die Dystonie, erst Torticollis am Hals nach links unten dann Meige Syndrome an Augen und Mund-Kiefer Zungenbereich dazu gekommen.
Tavor 1 mg einmal täglich zur Beruhigung bekommen.
November 2017 wegen Verdacht das die Dystonie vom Doxepin kommt, direkt abgesetzt 100 mg nach 5 Jahren täglich auf 0. Ich bin dann 6 Monate durch die Hölle gegangen.

Update 24.04.2020

Derzeitige Situation und Tabletten Einnahme:

Tavor seit 15 Monaten auf 0
Zopiclon seit 13 Monaten auf 0
Artane seit 14 Monaten auf 0
Alkohol seit 14 Tagen trocken

Morgens:

20 Milligramm Pantoprazol
16 Milligramm Candesartan (Blutdrucksenker)
75 Mikrogramm Clonidin (Blutdrucksenker)
40 Milligramm Propranolol (Betablocker)

Mittags:

2 Milligramm Clonazepam

Abends:

16 Milligramm Candesartan
75 Mikrogramm Clonidin
40 Milligramm Propranolol

Nachts:

7,5 Milligramm Mirtazapin
6 Milligramm Bromazepam

Zustand : sehr ängstlich, immer angespannt, immer unruhig, manchmal doppelt sehen, starke Stimmungsschwankungen, Blutdruckschwankungen, starke Schwindelgefühle, Todessehnsucht, Gedankenkarussell, Dystonie spielt völlig verrückt, Suizidgedanken, Schluckstörungen, das Gefühl nur noch aufgeben zu wollen.

Berlin-2013
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Berlin-2013 » Montag, 18.11.19, 13:16

Hallo Jamie,

schon krass was du wieder aushalten musst.

Es tut mir echt leid und ich kann dir nur wünschen: bleibe stark und auch weil ich fest daran glaube das du irgendwann auch diese Baustelle erfolgreich abhaken wirst. Ich weiß, das es merkwürdig klingt aber der BENZO Entzug hat sehr langfristige Konsequenzen und hinterlässt viele Spätfolgen. Da ich täglich benzobuddies lese, stosse ich immer auf Geschichten von Betroffenen die zurück kehren und von ihren Erfahrungen berichten und dabei sind viele die mit ihrer Gesundheit zu kämpfen hatten oder sogar mit Rückkehrer der Symptome nach z.
B. 6 Jahren auftauchen weil sie berichten wollen was ihnen an skurilen passiert ist aber irgendwann war alles wieder gut. Es gibt davon so viele Berichte.

Ich selbst erlebe gerade etwas sehr merkwürdiges, zum einem sind die Symptome teilweise wieder total ausgeprägt da und zum anderen reagiert mein Körper heftig auf die Medikamente, die ich seit 4 Jahren super regelmäßige nehme?! Und zeitgleich heile ich und bin immer belastbarer und aktiver.... geht eigentlich nicht zusammen ist aber so. Und ich habe starke Schmerzen und dann wieder nicht, völlig irre.


Mein "Schwachpunkt" sind die steifen Muskeln und Erschöpfung und Gleichgewichtstörungen so das Laufen und normales sich Bewegen sehr anstrengend ist. Auch schmerzhafte Krämpfe belasten mein Leben.... was ich dir sagen will ist, ich kann mir sehr gut vorstellen das es Spätfolgen sind und irgendwann verschwinden werden. Deshalb nicht aufgeben weil wir alle unsere Erfolgsgeschichten hier aufschreiben davon bin ich überzeugt und das gilt auch für dich....

Gute Besserung LG aus Berlin
Off Topic
Viele Grüße und 2020 wird ein schönes Jahr
😍
FAZIT: Ich war viel zu schnell unterwegs und DAS hat alles verschlimmert und den Entzug dadurch unnötig verlängert!! :schnecke: besser ist ZEIT UND GEDULD beim Absetzen. Microtappering ist die beste und schonendste Variante!

Am 13. September 2019 sind es 5 Jahre nach 0 mg :party2: Die Heilung des ZNS ist leider erst zu 85 % erfolgt und da es bei mir nur langsam voran geht 🙄 kostet es mich sehr viel Kraft, Disziplin, Geduld und Willensstärke!

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LenaLena
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von LenaLena » Montag, 18.11.19, 15:00

Hallo Jamie :)

Ich lese hier immer wieder mal mit, und es tut mir sehr leid, dass es dir so anhaltend schlecht geht :-( Fühl dich gedrückt!
Ich lese auch immer wieder heraus, dass bei dir so vieles an Panikreaktion (bei Schmerz vor allem) im Kopf stattfindet und sich völlig verselbständigt; vermutlich auch alles andere verschlimmert ... ich kenne das alles selber auch, wenn auch nicht in diesem Ausmaß ...

Mir kam heute ein Gedanke, was ich dir empfehlen kann, was dir da helfen könnte, und somit mache ich das nun einfach mal :)

Kennst du die HEAL SUMMIT?
Das ist ein sehr sehr großer, bekannter Onlinekongress zum Thema "Heilung und Gesundheit" mit vielen renommierten internationalen Sprechern. Alles wird auf Deutsch übersetzt.
Es geht weniger in die Richtung genauer körperlicher Vorgänge und Maßnahmen, sondern mehr in die Richtung, wie man durch seine inneren Gedanken den Körper dazu bringt, die Selbstheilung anzukurbeln. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich damit schon länger beschäftige, auf wissenschaftlicher Basis. Denn es gibt immer bessere Nachweise dafür, dass das funktioniert, und viele der Sprecher sind in ihrem Bereich auch wissenschaftliche Vorreiter (Bruce Lipton, Joe Dispenza, Gregg Braden, Deepak Chopra usw.).
Aber auch handfeste Tipps werden weitergegeben, zB spricht dieses Jahr Anthony William, viele kennen bestimmt seine Bücher (Schilddrüse, Leber usw.).

Ich habe schon bei der Heal Summit 2018 und 2017 teilgenommen, also mitten im Entzug/Akutentzug, und es hat mir in vieler Hinsicht, gerade auch, was meine mentale Stärke angeht, den A... gerettet! Und mir so unendlich viel Hoffnung gegeben.

Die Heal Summit 2019 findet vom 27. November bis 3. Dezember statt. Also bald :)
Sie ist völlig kostenlos.
Jeden Tag werden einige Videos freigeschalten und sind dann je 24 Stunden abrufbar. Man braucht also nur Internet und Computer/Tablet/Handy und kann selber entscheiden, welche Videos man sich ansehen mag oder wie viel Zeit man hat.
Wenn man möchte, kann man am Ende natürlich auch das ganze Paket der Aufzeichnungen käuflich erwerben (daraus finanziert sich der Kongress; aber man muss es natürlich nicht!).
Anmelden kann man sich hier: https://www.healsummit.net/
(scheint momentan überlastet zu sein oder upgedatet zu werden, vorher gings noch...einfach später nochmal draufklicken, Adresse stimmt)

Ich bin selber sehr dankbar, dass es solche Angebote gibt, die man unkompliziert gratis und zu Hause nutzen kann, ich hoffe, es ist okay, das weiterzuempfehlen. Besonders dir, Jamie, und auch wenn es sonst wen anspricht - probiert es mal aus, hört euch was davon an, vielleicht bringt es euch auch so viel wie mir.
Ich würde es mir wünschen. Es ist so wichtig, dass wir unseren Körper auch durch unsere innere Einstellung unterstützen.

Jamie, verliere nicht die Hoffnung :hug:
Lena
Zuletzt geändert von LenaLena am Montag, 18.11.19, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Zu rasches Reduzieren (nur 5 Monate) nach Langzeiteinnahme, seitdem PROTRAHIERTER ENTZUG/ABSETZSYNDROM seit August 2017

Mir hilft: Atemübungen, histaminarme und gesunde Ernährung, bedarfsweise Passionsblumentropfen
Mein Thread: http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=14041

Straycat
Teamunterstützung
Beiträge: 3561
Registriert: Montag, 10.10.16, 16:51

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Straycat » Montag, 18.11.19, 15:05

Liebe Jamie,

durch Zufall bin ich nun auf deinen Thread gestoßen und habe vieles nachgelesen.
Es tut mir so unglaublich leid, was du durchmachen musstest und musst.
Ich glaube, es gibt leider nicht viel zu sagen, was dir wahrlich Trost spendet. Mir tut es besonders weh zu lesen, wie ein so großartig unterstützender und hilfsbereiter Mensch so leiden muss.

Leider weiß ich gar nichts, was ich dir raten könnte, außer nicht aufzugeben. Auch wenn es sich im Moment finster wie die Nacht anfühlt, kommen wieder hellere Tage!

Ich hoffe inständig, dass es bei dir bald bergauf geht!

Alles Liebe,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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