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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Claudiiii
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Claudiiii » Dienstag, 02.05.17, 13:52

Liebe Jamie,

Du gehörst zu den Menschen, die aufopferungsvoll und hilfsbereit sind, die sich nicht unterkriegen lassen obwohl sie nichts vom Leben geschenkt bekommen.
Ich mag mir nur im Ansatz vorstellen können, was du durchgemacht hast und jeden Tag durchmachst. Ich und viele andere wären daran wohl schon längst zerbrochen. Du machst jedoch immer weiter und lässt dich nicht unterkriegen. Zusätzlich hilfst du auch noch anderen Menschen, sowohl persönlich, als auch im Forum. Ich bin mir sicher, dass das irgendwann belohnt wird und Besserung eintritt.

Oftmals hat man nicht den Eindruck, dass das Leben gerecht ist und das zieht einen so sehr runter :cry: Aber die Hoffnung auf ein gutes Ende wird niemals vergehen. Du bist gerade in einer sehr schlimmen Phase, aber jede Phase geht auch wieder vorbei. Die ganzen Beschwerden können nicht ewig bleiben und auch deine traumatischen Erlebnisse werden es nicht schaffen dein gesamtes restliches Leben zu beherrschen. Kämpf immer weiter :sports: Du bist für mich, und sicher auch für andere ein Vorbild, was das Aushalten von Symptomen oder von Beschwerden und das Kämpfen angeht. Da komme ich mir gleich schlecht vor, wenn ich daran denke, wie ich immer jammere, wenn es so schlecht geht. Aber manchmal hilft es eben und ich denke, dass es dir sicher auch helfen wird uns ab und zu an deinem Leid teilhaben zu lassen. :group:

Ich wünschte ich könnte dir einen Teil deiner Last abnehmen oder dir einen erlösenden Tipp geben, ich kann dir nur ganz viele gute Wünsche und meinen Zuspruch senden.

Von Herzen alles Gute und :hug:
Claudi
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Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg
20.07.18 04 Kügelchen 1,2mg
08.08.18 04 Kügelchen 1,1mg (neues Präperat mit mehr Kügelchen pro Kapsel)
22.08.18.03 Kügelchen 0,8mg
15.10.18 02 Kügelchen 0,5mg
04.12.18 01 Kügelchen 0,3mg
07.02.19 00 Kügelchen 0,0mg
Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von TeaTime » Dienstag, 02.05.17, 14:36

Liebe Jamie,

verstehe schon was Du meinst, Du willst erst anderen helfen und dann auch Dir Raum und Zeit geben.

Solange Du das dann zumindest tust, ist es ja auch gut. Dass Du Dich damit schwer tust sieht man ja schon daran, dass Du einen eigenen Thread eigentlich auch bisher nicht wirklich hattest. Und das, obwohl es Dir eben nicht gut geht.

An den vielen (vor allem auch liebevollen) Antworten siehst Du, wie sehr man Dich hier schätzt, Deine Ratschläge und Tipps, aber eben auch DICH, Jamie !!

Wenn Du manchmal Deine eigenen Probleme schilderst macht es mich fast sprachlos, was Du ertragen musst.
Irgendwie findet man auch so schlecht einen Ansatz, wo Du was machen könntest. Das liegt natürlich nicht an Deinen Problemen an sich, sondern weil Du selber ja eine entsprechende Ausbildung hast und Dich besser auskennst, als viele andere hier.

Arians Vorschlag mit einer Kur klingt eigentlich sehr gut, vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit für Dich mal aus Allem raus zu kommen und Dich mal nur auf Dich zu besinnen, ohne Aufgaben, ohne Stress und einfach die Seele baumeln lassen.

Wünsche Dir sehr, dass Du Deine Schmerzen mit Schulter und Magen in den Griff bekommst und mal unbeschwert sein kannst.

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von schneefloeckchen » Dienstag, 02.05.17, 17:48

Liebe Jamie! :hug:
Es tut mir unheimlich leid das es dir an allen Ecken und Kanten so schlecht geht. Alles das nagt natürlich auch an körperlichen Zustand.
Eine Kur wie vorgeschlagen wäre für dich nicht schlecht. Und für deine Eltern könntest du eine Kurzzeitpflege beantragen.
Du opferst dich für das Forum auf um anderen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen,und läufst selbst auf dem Zahnfleisch.
Aber ich kann dich gut verstehen du bist und bleibst eine Frau mit Helfersindrom, du kannst garnicht anderst, und das ist was dich auch
so liebenswürdig macht.
Du kennst dich ja am besten mit Tees oder Medikamenten aus. Das einzige was mir noch einfällt und auch geholfen hat ist Angurate Magertee
aus Peru,den kennst du bestimmt. Außer einer Rollkur wie empfohlenfür deinen Magen.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen das es irgendwann wirklich besser wird.
Du leidest schon so lange und hättest was besseres verdient.
Ganz liebe Grüße und kämpfe weiter es wird sich garantiert lohnen :sports: :sports: :
Monika
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

Juna
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Juna » Dienstag, 02.05.17, 18:11

Liebe Jamie,

ich kann gerade nicht mehr schreiben (sry dafür)
:fly: :fly: :fly: :fly: :fly: :fly: :fly:
:hug: :hug: :hug: :group: :group: :group:

Ich denke an Dich und schicke Dir, alles an Kraft, was geht.

GLG
Juna
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Lana19 » Dienstag, 02.05.17, 19:46

Liebe Jamie,

habe gerade erst den Jamie Thread entdeckt. Ich war ja nicht viel hier unterwegs die letzte Zeit, weil es mir selbst nicht gut ging.
Also erstmal:

:party2: :party2: :party2: ich freu mich ganz dolle über einen eigenen Jamie-Thread! Das war echt höchste Zeit und ich gönne ihn dir von ganzem Herzen! <3 :hug:

Dass es dir so schlecht geht finde ich allerdings sehr traurig. Und gleichzeitig bist du einfach nur bewundernswert!

Wie andere schon geschrieben haben, es wird Zeit das du nach DIR guckst, so sehr wir dich hier brauchen. Vergiss dich bitte dabei nicht! :hug:

Ich möchte jetzt gar nicht viel mehr schreiben, aber ich nehme dich einfach mal virtuell ganz fest in den Arm und halt dich ganz doll fest!

Alles Liebe, pass auf dich auf!
Lana
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von sandra333 » Dienstag, 02.05.17, 21:39

Liebe Jamie :hug:
Mit Schrecken lese ich über deinen Zustand :cry: . Einerseits weist du ganz genau warum dein Körper nicht mehr weit von einem Totalversagen entfernt ist, andererseits bist du nicht in der Lage deine Situation zu ändern :frust: Es ist ein endloser Kampf den du so nicht gewinnen kannst. Ich weis wovon ich rede, wir haben sehr viel gemeinsam und ich bin wie du.. allein an der Pflege meiner Eltern kaputt gegangen. Klar ich habe Pflegegeld bekommen, lächerliches Geld für eine undankbare Arbeit die mich fast umgebracht hat.

Dein Magen streikt komplett...die Gelenke gehen kaputt und entzünden sich ständig...an Schlaf kannst du nicht wirklich denken....Worauf wartest du noch? Willst du vor deinen ELtern sterben? Mir wäre es auch fast passiert. :frust: Liebe Jamie, ganz ehrlich...wenn du spätestens jetzt nicht die Reißleine ziehst...wirst du unter gehen. Ist es das wert? So hart das klingt aber schmeiß den Pflegejob, schaff dir Dinge ab die deinen Magen zerstören weil deine Situation einfach sprichwörtlich zum kotzen ist.

Auch ich habe gebetet aus der Situation rauszukommen, ich weis heute, es gibt Pflegeheime, man muss hart werden um sich selber zu retten und zu schützen. Niemals würde ich mehr eine Pflege übernehmen, das kannst auch du nicht auf Dauer schaffen. Bitte denke nur ein einziges mal nun an DICH und schaff dir Freiräume für DICH. So kannst du beten solange du möchtest, es wird sich an deinem Zustand nichts bessern. Du opferst dich so sehr auf, dass dein Körper streiken muss.

O.K wenn du dann umgekippt bist, merken vielleicht andere Menschen für die DU immer nur da warst, dass auch DU Menschen brauchst die sich mal um dich kümmern und sich vielleicht auch mal Sorgen um dich machen. Machst du so weiter...wird dein Körper bald mit noch mehr Symptomen reagieren. Reicht es nicht ohnehin schon?

Versuche egal wie...aber ändere bitte was. Da mache ich mir schon große Sorgen um dich. Liebe Jamie, du bist extrem klug und weist ganz genau warum du so leidest, du weist auch dass es nur besser werden kann wenn du etwas änderst. Ich hoffe du findest die nötige Kraft, die wünsche ich dir von Herzen.

Ich sende dir ganz viel Kraft und ganz liebe Grüße :hug: Sandra
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16.10.12 bis 12.2.13 = 0,5 Tavor wegen Panikattacken (fast 5 Monate täglich) + 50mg Opipramol morgens und abends
12.2. - 23.2. langsame Umstellung auf Diazepam und Umstellung auf Doxepin Anfangs 2,5mg - 26mg aufdosiert
24.2. - 5mg Dia + 50mg Opipramol morgens + 26mg Doxepin (geht mir schlecht)
26.2. - 6mg Dia
Vom 26.2.13 bis 12.3 = 7mg Dia (geht mir damit besser)
Vom 13.3.13 bis 4.4.13 reduziert auf 6,5mg Dia -------------------------Seit 14.7.13 Dox- 24mg
Vom 5.4.13 bis 30.4.13 reduziert auf 6,0mg Dia--------------------------Seit 15.8.13 - 22mg
Vom 1.5.13 bis 17.5.13 reduziert auf 5,5mg Dia-------------------------Seit1.9.13 -18mg
Vom 18.5.13 bis 1.6.13 reduziert auf 5mg Dia---------------------------Seit 6.1.14 -16mg
Vom 2.6.13 bis 13.6.13 reduziert auf 4,5mg Dia-------------------------Seit 30.1.14 -14mg
Vom 14.6.13 bis 3.7.13 reduziert auf 4mg Dia---------------------------Seit 6.3.14 -12mg
Vom 4.7.13 bis 17.7.13 reduziert auf 3,5mg Dia ------------------------Seit 21.3.14 -10mg
Vom 18.7.13 bis 2.8.13 reduziert auf 3mg Dia...............................Seit 12.4.14 -8mg
Vom 3.8.13 reduziert auf 2,5mg. Dia..........................................Seit 21.4.14 -6mg
Am 11.8.13 wieder zurück auf 3mg Dia.......................................Seit 7.5.14 erhöht 14mg
(ging mir nicht gut, zu viel Stress)............................................-Seit 30.5.14 -12mg
Am 23.8.13 reduziert auf 2,7mg Dia
Am 6.9.13 reduziert auf 2,4mg Dia
Am 25.9.13 reduziert auf 2,1mg Dia
Am 9.10.13 reduziert auf 1,8mg Dia
Am 24.10.13 reduziert auf 1,5mg Dia
Am 9.11.13 wieder 0,3 erhöht auf 1,8mg Dia
Am 27.11.13 reduziert auf 1,5mg Dia
Am 11.12.13 reduziert auf 1,2mg Dia
Am 30.12.13 reduziert auf 0,9mg Dia
Am 21.1.14 reduziert auf 0,6mg Dia
Am 7.2.14 reduziert auf 0,3mg Dia
Am 21.2.14 auf 0 Dia

Im März wieder 5mg Dia durch Stress nach Tod meiner Eltern
Diazepam alle 3 Wochen reduziert um 0,5mg
immer wieder ein auf und ab mit Dia
Seit September 2016 komplett frei von Dia

Doxepin 25mg reduziert seit November 2016
immer 2mg Schritte alle ca. 2-4 Wochen
30.4.17 Doxepin auf 8mg

AD Dosis momentan 50mg Opi /50mg Opi/ 8mg Doxepin
Medikamente Euthyrox 75 Schilddrüsenunterfunktion

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 03.05.17, 0:05

Liebe Jamie!

Von außen sehen viele oft schon lange das etwas drastisch verändert werden muss.

Man selbst sieht es mit dem Verstand,
spűrt es am eigenen zerbrechlichen Leib der leidenden Seele,
aber die Seele, das Gefühl sagt:
nein.

Es sagt, das kannst du nicht das darfst du nicht.

Oder beide sagen, das tut man nicht.
Man lässt die Eltern nicht im Stich.
Und den Medizinern hinter lässt man sie nicht.
Denen mit der Medizin...

Jamie.

Ich weiß nicht ob ich dankbar sein sollte das ich wirklich - Hand aufs Herz - nicht kann
wenn ich nicht kann.
Ich habe es getestet, erzwungen, in der Dusche war Ende, Zusammenbruch.

Wenn ich Diazepam nehme, mache ich diese ? Schwäche ?/ mein müdes vormittags lahmes System taub und kann losschleichen in der Früh, am Vormittag. [ einmal Notfall Krankenhaus ]
Will ich dann nach Tag vier (max. 6 dann beginnt die Abhängigkeit )
den Diazepamentzug beginnen weil ich es genutzt habe um in der Früh auf zu sein
um hilfreich zu sein im KH -
Hilfreich.
Wenn man selbst nicht kann.
Das kann ich doch nicht aus Bockigkeit nicht.

Wer begleitet Dich liebevoll durch die Re-traumatisierung, Jamie!!
Ich weiß, sonst würde ich das nicht ansprechen,
Du schreibst auch klar und deutlich wenn es eng wird, bei jemandem.

Ich weiss was Re-traumatisierung ist,
das man dann jemanden braucht.

Dein Körper spuckt-
und verweigert.

Versprechen kann und darf und muss man brechen.
Lügen können schonen.
Auf sich schauen ist schwer zu lernen, wenn man weiß was kommt kann oder wird und man möchte es so gern vermeiden.

Bis jetzt hast Du alles getan, für Deine pflegebedürftigen Eltern.
Ob es eine Teilzeit Pflege gibt sodass Du etwas los lassen kannst?

Ein bisschen.
Auf einmal schafft man nicht was der Verstand besagt.

Aber soviel das Du nicht unter gehst, den ich befürchte das es lange ist das dieser Threat hier hätte stehen wollen.

Ich weiß wievielte und wie gut ich mir etwas vor machen konnte ganz lange.
Es ist etwas was mich zur Zeit so rasend macht das ich in den Wellen
oder bin ich es neu erdings?
Das ich in den Wellen schlechte Laune habe
Nie gehabt.
Heule, in und vor Verzweiflung
Nie getan, wirklich nie.
Aggressiv und wütend werde und laut.
Nie nie niemals gewesen.

Immer Optimist.
Das wär doch gelacht.
Kopf hoch!

Manchmal sage ich hier immer wieder, meine Kraft weiter zu machen löst sich.
Wenn ich ganz unten bin, bin ich gerade nicht, aber ich erinnere weil es vor kurzem immer häufig passiert.
Vielleicht ist es an der Zeit, mal durch zu hängen.
Positiv.
Nicht destruktiv
aber so wie ich es den Ärzten sage: bitte Stopp, ich kann nichts und ich will und werde nichts versuchen, auch nichts reduzieren.
Ich brauche ein Stop.
Ruhe.
Pause.
Ruhe.

Dann reduziere ich zwar nicht
Blutwerte ok, Leber sieht gut aus ( Werte und Ultra Schall)
Ja dann geb ich Ruhe.

Ich gehe jetzt wieder auf den Balkon und rauche meine drei
Und denke, wie gestern dabei an Dich.

Im Bett dann, Licht aus, bete ich.
Immer, für den und die und mich und andere.

Katharina

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Monalinde » Mittwoch, 03.05.17, 9:36

Hallo Jamie, Liebes

ich fühle mich jetzt auch noch dazu berufen, mit dir in Verbindung zu treten, obwohl die Foris schon so viel gescheites geschrieben haben.

Ich habe wie du, Schmerzen im rechten Oberarm, allerdings bedingt durch eine Kalkschulter. Ich versuche die notwendige OP noch aufzuschieben, solange es irgendwie geht. Mir hilft es sehr, wenn ich den Arm schone, d.h. auch nicht viel am Computer schreibe. Es kommt mir so vor, als ob Verpannungen auch noch ihren Teil zu den Schmerzen beitragen würden. Also Arm schonen, ist schon einmal die halbe Miete.

Ich habe auch eine diagnostizierte Magenschleimhautentzündung, wobei ich nicht weiss, ob die Beschwerden tatsächlich organisch sind, oder ob es sich nicht doch noch um einen späten Entzug handelt. Seltsamerweise hatte ich jetzt schon für längere Zeit keine Attacken, obwohl ich nichts an meinen Essgewohnheiten verändert habe. Ich habe den Eindruck, dass bei mir in dieser Hinsicht auch die Psyche ein Wörtchen mit zu sagen hat, ich glaube, dass es Ängste sind. Vielleicht könnte das bei dir auch eine kleine Rolle spielen.

Ich bin durch die paranoide Schizophrenie meines Sohnes sehr belastet, die zu Ostern wieder da war. Ich kann nur sagen, Hölle pur!
Nachdem ich ganz allein dastehe, seit dem Tode meines Mannes, habe ich beschlossen, mir Hilfe zu holen. Bei den Ärzten heisst es ja nur, Anstaltseinweisung, ja oder nein! Ich weiss, ich bin mit der Krankheit meines Sohnes überfordert und werde versuchen mir über den sozialpsychiatrischen Dienst Hilfe zu holen. Vielleicht lassen dann diese fürchterlichen Panikattacken und Angstzustände, die nichts mit dem Medikamentenentzug zu tun haben, nach.

In ähnlicher Richtung denke ich auch bei dir. Es gibt Krisendienste die man anrufen kann, vielleicht könnte man auch das Gesundheitsamt einschalten, und vielleicht gibt es auch sonst noch jemanden in deiner Familie, der deinen Eltern zur Seite stehen kann, notfalls auch ein Betreuer. Wenn deine Mutter unter Depressionen leidet, könnte auch der sozialpsychiatrische Dienst in einer Krise ins Haus kommen.

Ich sehe das wie viele hier im Forum, dass du einen gewissen Abstand zu deinen Eltern brauchst, wegen deiner selbst angeschlagenen Gesundheit.

Das klingt jetzt alles irgendwie sehr nüchtern, aber vielleicht kann es dir ja trotzdem ein bisschen weiterhelfen.

Alles Liebe, Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 03.05.17, 11:21

Liebe Jamie!

Ich habe eine Zeitlang problemlos für meinen Magen Leinsamen aufquellen lassen, doch plötzlich würgt es mich, ich kann das nicht mehr runter kriegen.

Jetzt nehme ich geschrotete Leinsamen, gebe sie in ein schon volles kühles Glas Wasser
Sie sacken beim Umrühren ab und dann trinke ich sie mit einem Strohhalm.
Ruckzuck ausgetrunken.
Vielleicht noch ein Glas Wasser hinter her, ich nehme oftmals eine recht große Menge Leinsamen , einen guten gehäuften Esslöffel.

So bemerke ich nichts davon beim Trinken, und sie können sich wahrscheinlich erst im Darm entfalten, wo auch immerzu und dort ihre Gutes tun.

Jamie, Du bist so tapfer. :hug:

Eine Krankenschwester damals beim Stat. Entzug trug ein Schild an ihrem Schlüsselbund, darauf stand:
Schwäche kann auch Stærke sein.

Damit konnte ich damals nichts anfangen da ich der Meinung war, ich müsse ausschließlich funktionieren.

Ich wünsche Dur einen tragbaren Tag.
Du wirst Deine Entscheidungen treffen, lass Dir Zeit dafür.

Eine Wende für mich ist, dass Du Dich uns an vertraut hast.
Das Niederschreiben ist ein Veräussern, allein das hilft und bewegt etwas.

Herzensangelegenheiten und Dinge die die Seele/ Gefühle betreffen
hinken dem was man schon lange verstanden hat,
erheblich hinterher, deshalb habe Geduld mit Dir und sei Dir gut.

❤️ lich, Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 03.05.17, 12:23

Liebe jamie!

Ich wünsche dir heute nur einen erträglichen Tag, keine Schmerzen, viel Ruhe und Gelassenheit, und Lebensfreude!

Ich denk an dich und schicke dir einen virtuellen Knuddler! GLG!
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von sinua » Mittwoch, 03.05.17, 12:49

Liebe Jamie :hug: ,
liebe andere Foris in diesem Thread :group: ,

ich werde versuchen, nur "noch-nicht-Gesagtes" zu schreiben :) was aber gar nicht so einfach ist.
Mit praktischen Gesundheitstipps kann ich wenig dienen, weil ich mich mit deinen Problematiken schlecht auskenne, Jamie.
Ich möchte auf ein paar andere Aspekte hinweisen. Manchmal klingt mein Geschriebenes etwas neutral oder hart (hier auch?), aber ich versichere dir, dass ich all das hier sehr liebevoll meine.

Mal raus aus der Situation für eine Kur o.ä. ist an sich eine sehr gute Idee, doch wie lange hält das vor? Ein paar Tage oder Wochen, mit Glück ein paar Monate. Danach würde es wahrscheinlich wieder wie jetzt werden, wenn sich an der Grund-Situation nichts ändert.

Da du auch von einem angeschlagenen ZNS schreibst: ich habe bei mir und vielen anderen hier immer wieder festgestellt, wie sehr Stress aller Art alle möglichen Symptome verstärkt oder teilweise überhaupt erst auslöst. Du hast diese Verbindung bei dir auch schon gesehen.
Deswegen könnte ein Ansatz sein, das Stress-Level erheblich zu senken. Darauf warten/hoffen, dass die gesundheitlichen Probleme besser werden, damit du den aktuellen Stress wieder wuppen kannst - das ist sehr menschlich, aber wenn die gesundheitlichen Probleme gerade vom Stress kommen, dann ist das eine Sackgasse bzw. ein Teufelskreis, der sich spiralförmig nach unten bewegt.

Ich glaube, es bringt nicht viel, wenn ich jetzt etwas schreibe à la "wenn du immer die Bedürfnisse der anderen vor deine stellst, dann..." - das weißt du alles selber. Und weißt du was? Ich wusste das auch alles und musste trotzdem erst durch ein fettes Erschöpfungssyndrom und danach nochmal eine Depression hindurch, um da wirklich etwas ändern zu können - ich kann bis heute nicht sagen, ob ich vorher einfach nur die Änderung nicht genug wollte oder wirklich nicht konnte. Aber ich habe an mir und anderen immer wieder gesehen, dass es oft sehr tief runter gehen muss, damit wir wichtige Änderungen anstoßen können.
Wenn du das also alles weißt und momentan nichts daran ändern kannst, dann ist das eben so. Das Leben wird dir weitere Herausforderungen liefern, damit du dich in diesem Thema weiterentwickeln kannst.

Mit Traumata kenne ich mich nicht aus. Aber kann es sein, dass du an einem Punkt bist, wo du Hilfe brauchst Richtung stabilisierende Therapie o.ä.? Kennst du Skills u.ä. um damit umzugehen und kannst du diese anwenden?

Zu deinen fettgedruckten Sätzen: Du musst es nicht hier beantworten, aber es wäre vielleicht hilfreich, zu ergründen, wovor genau du Angst hast, diese Angst kennen und verstehen zu lernen. Das kann sehr beim Umgang damit helfen.

Als allerletztes möchte ich dich an eine deiner vielen Ressourcen erinnern: deine Spiritualität. Wir sind uns da ja teilweise ähnlich und ich hatte oft das Gefühl, dass auch du Frieden, Kraft und Gelassenheit daraus ziehen kannst.
Um es mit Eckhart Tolles Worten zu sagen: Könnte es sein, dass du dich derart von deiner Lebenssituation vereinnahmt fühlst, dass du das Leben darunter nicht mehr spüren kannst?
Ich kenne es auch von mir, dass ich manchmal so tief in der äußeren Krisen-Situation gefangen bin mit meinen Gedanken und Gefühlen, dass ich an die Achtsamkeit/Spiritualität nicht mehr richtig herankomme. Dann kann es schonmal ne Weile dauern, bis ich dazu wieder Zugang finde. Und oft habe ich an dem Punkt, wo es dann wieder geht, das Gefühl, einen gewaltigen Fortschritt gemacht, etwas Wichtiges gelernt und Grundlegendes verinnerlicht zu haben.
Erinnerst du dich an den Thread zum Thema Rückfälle (damals mit insanity und kimeta http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=4&t=9707). Ein bisschen in dem Sinne meine ich das. Diese "Rückschritte" sind ein elementarer Bestandteil des "Voranschreitens".

Ich drücke dich :hug: und denke an dich,
Sinua
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Freitag, 05.05.17, 22:53

Hallo,

ich bedanke mich bei euch für euer Feedback und euren Zuspruch :hug: .
Ich muss sagen, es ist für mich ehrlich gesagt etwas ungewohnt, wenn man mal "auf der anderen Seite" der Beratungsarbeit ist und es fällt mir auch nicht so leicht es anzunehmen.

Das Forum ist keine Art der Belastung, die ich ablehne. Ich kann nicht mehr in meinem erlernten Beruf tätig sein, aber ich mag die Arbeit hier und weil ich sie gerne tue, empfinde ich sie selten (ab und zu schon, das gebe ich zu!) als stressig oder belastend.
Es hängt wirklich damit zusammen, ob man etwas tun kann / darf, was einem sinnvoll erscheint und wichtig - und wo das Herz dran hängt.
Da das hier der Fall ist, bin ich auch gerne hier - und das hat dann auch nur sekundär etwas mit "Helfer-Syndrom" zu tun :wink: .

Ich kann / mag nur ein paar Aspekte herauspicken - die Pflege meines Vaters [meine Eltern sind seit vielen Jahren geschieden] und den Rosenkrieg meiner Mutter mit meinem Stiefvater möchte ich ausklammern - ja, es sind auch mit die heikelsten Sachen.
Ich fühle mich aktuell nicht imstande da so zu reagieren, wie ich selbst wüsste, dass es eigentlich sein sollte.
Und ja, es ist wahr, dass ich das alles dermaßen "zum Kotzen" [wortwörtlich] und lähmend / unverdaulich [Magen entzündet und wie paralysiert] finde, dass ich nur noch mit Krankheit darauf reagieren kann. Mir ist das auch bewusst.

Eine Kur / Reha lehne ich aus vollster Überzeugung und vom Grunde meiner Seele aus ab!
Wenn man mich quälen will, zwingt man mich aus meinem Zuhause. Es ist mir heilig. Mein Ein und Alles.
Meine Tierchen, meine 4 Wände und ich - das sind die Säulen meines [leider bröckelnden] Seelenfriedens.
Ich weiß, dass es Menschen gibt, denen so etwas wie eine Reha etc. gut tut, die eine positive Einstellung dazu haben und die es sogar für unabdingbar ansehen, weil sie sonst fühlen nicht genesen zu können. Aber ich gehöre absolut nicht dazu.
Was ich mir aber wünschen würde: Mal ein paar Euro zu haben, um am Wochenende einfach raus tief rein in die Natur zu kommen und vielleicht eine Nacht irgendwo zu übernachten. Aber das ist mit Sozialhilfe nicht drin und ich will mich auch nicht beklagen. Den Wunsch ins Universum schicken - das darf ich trotzdem :).

Ich möchte noch einmal auf die Gastritis eingehen und auch auf Mangelzustände bei Nährstoffen.
Ich war in der Zwischenzeit bei meiner Heilpraktikerin, die mich für einen Sonderpreis behandelt.
Und ich habe auf meinen Typ abgestimmt und ausgetestete Medikamente verschrieben bekommen. Sie wirken allerdings nur sehr langsam, wie es scheint. Subtil sowieso. Ich brauche Geduld.
Trotz der massiven gesundheitlichen Probleme ist mein Zustand nicht allzu schlecht; das hat sie mit ihrem Screening-Gerät ausgetestet.
Auffallend waren mannigfaltige Mangelzustände bei Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen; allerdings nicht einmal mittlere oder schwere Mängel, sondern nur leichte.
Unter anderem: Eisen, Vitamin D und Vitamin K, Kupfer, Selen, Kalium, Vitamin B3 (nur dieses! von den B-Vitaminen) und noch ein paar mehr.

Sie hat dann die Vitamin... etc. - Präparate zu den Magenmitteln, die sie zuvor ausgetestet hat, dazugenommen und dann ist etwas Interessantes passiert.
Einzeln genommen wollte der Körper die Mineralien und Co haben, zusammen mit den Medis für den Magen konnte der Körper aber nicht mehr viel damit anfangen.
Ich erwähne das deshalb, weil es meines Erachtens eine Theorie stützt, die ich habe.

Auf die Frage, was jetzt los sei, sagte mir meine Heilpraktikerin, dass der Körper zwar Bedarf habe, aber dass das im Zusammenwirken mit den Magenpräparaten einfach zuviel Input für den Organismus ist und der mit der schieren Masse an dem, was man zufügt, nicht zurechtkommt und Überlastungszeichen äußert.
Deswegen ist die Therapieanordnung, zuerst den Magen auf Vordermann zu bringen (einzige Ausnahme ist das Kupferpräparat, das ich dazu nehme, weil Kupfer anscheinend schleimhautregenerierende Eigenschaften hat und gut zu den Magenmedikamenten passte) und dann erst die Vitamin- und Mineralstoffdepots aufzufüllen.

Ich schreibe das explizit, weil hier im Forum immer wieder Diskussionen aufkommen, ob und wieviel NEM man nehmen soll, wenn man in einem Zustand ist wie der unsere und das hier belegt meine Theorie, dass "viel hilft viel" im Entzug unpassend ist und es deckt sich auch mit den Beobachtungen im Forum, dass es zwar oft Mängel gibt (zB belegt durch Bluttests), der Körper aber bei einigen Personen getriggert wird, wenn dann substituiert wird.
Ich vermute, es ist einfach ein Overkill für das ZNS und deswegen plädiere ich auch dafür, NEM nicht wild durcheinander, sondern lieber nach einander und niedrig dosiert zu nehmen und ggf. auch damit zu warten, bis man stabiler ist.

Noch eine weitere Info. Ich trinke seit Tagen mehrmals täglich schluckweise sehr heißes (ayurvedisches) Wasser, das ich zuvor habe mehrere Minuten sieden lassen. Es bekommt mir gut. Dieses energetisierte Wasser soll das Verdauungsfeuer anregen. Kaffee trinke ich aktuell keinen, Tee geht irgendwie nicht an mich. Ich versuche auch ein bisschen Dosha-gerecht zu essen und ich probiere aktuell auch vermehrt Lebensmittel aus, die zu meiner Blutgruppe passen. Das Schwerste daran ist das Weizen zu meiden, welches Menschen der Blutgruppe A überhaupt nicht vertragen.
Ich werde berichten.

Noch ein letzter Hinweis. Der heikelste Aspekt ist nach wie vor meine Retraumatisierung, die ich aber nicht ausführen kann / will.
Ich kann es nur knapp mit einem Satz umreißen, der aber keinen Sinn macht für diejenigen, die nicht wissen, wie sehr ich vor, während und nach meiner Herz-OP gelitten habe: Ich werde operiert werden müssen und es gibt Komplikationen :( Jetzt schon, davor.
Das dazu. Wer mir ein paar positive Gedanken schicken mag - dem sag ich herzlich Vergelts Gott <3

Grüße
Jamie
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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Samstag, 06.05.17, 10:18

Liebe Jamie, guten Morgen!

Bei all diesen Sorgen Paketen ist Dein Zuhause der Schutz Ort den Dir nichts anderes geben kann.
Meine Wohnung war frisch renoviert, Wände Fußboden und dann brachten die Werte zusammen, Arbeit Ende Leber Therapie und ich dachte ihn meinen vier Wänden: hier kann ich krank sein.

Was Du von der Heilpraktikerin berichtest,ist prima.

Ich weiß nicht was ich hoffen soll, aber ich hoffe das Du das Schwerste bald hinter Dir hast um es nicht vor Dir zu haben.

Es schwächt mich etwas Schweres vor mir zu haben, immer schon es wird größer oder ich meine Gedanken und Ängste machen es größer.
Möge es anders kommen, mit wenig und erträglichen Komplikationen.
Manchmal läuft etwas anders als befürchtet, das klingt naiv, doch ich möchte diesen Glauben dazwischen setzen.

Ich wünsche Dir jetzt und heute ein schönes Wochenende
denn es soll schőn und warm werden für zwei Tage, ich hoffe Du kannst Dir Stunden davon weg nehmen sodass diese nur Deine sind einzig und allein.

Ich denke an Dich -
Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Samstag, 06.05.17, 11:20

Jamie, Liebelein!

Ich schicke dir soviele gute Gedanken wie ich nur kann!!!!!!

Kenne deine Geschichte und habe auch Traumaerfahrung durch eine mißglückte OP mit nachfolgender Schwerstbehinderung, deshalb wünsche ich dir nur das Beste!
Kann deine Ängste absolut nachvollziehen, das ist wie ein Sog, der einen reinzieht....

Alles Liebe, du gute jamie!!! LG
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Claudiiii » Samstag, 06.05.17, 14:34

Hallo liebe Jamie,

Vielen Dank für den Hinweis, dass vielleicht mehrere Vitamine und Ergänzungen zusammen schädlich, einzeln aber verträglich sind. Ich bin zur Zeit auch immer im Zwiespalt. Einerseits möchte ich meinen Körper unterstützen, andererseits auch nicht überfordern mit zu viel Input.

Tut mir Leid, dass es bei dir Geldmäßig so knapp ist :(
Wenn du nur für jeden Tipp hier im Forum einen Cent bekommen hättest, wäre jetzt aber ein richtig exklusives Wochenende drin :o Auch wenn ich mir schon denken kann, dass du nichts exklusives möchtest sondern sicher Natur und Ruhe.
Aber schonmal toll, dass du dich zu Hause so wohl fühlst. Das ist viel wert!

Ich kann sehr gut verstehen, dass du Ängste bezüglich Krankenhaus und allem was damit zusammenhängt hast. Natürlich ist es noch viel schlimmer, wenn man bereits negative Erfahrungen machen musste.

Ich wünsche dir weiterhin die Kraft, die du brauchst. Du wirst wie immer das Beste aus der Situation machen.
:hug:
Claudi
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Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg
20.07.18 04 Kügelchen 1,2mg
08.08.18 04 Kügelchen 1,1mg (neues Präperat mit mehr Kügelchen pro Kapsel)
22.08.18.03 Kügelchen 0,8mg
15.10.18 02 Kügelchen 0,5mg
04.12.18 01 Kügelchen 0,3mg
07.02.19 00 Kügelchen 0,0mg
Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Samstag, 06.05.17, 15:03

Liebe Jamie!

Ich musste noch an meine Bauchspeicheldrűsenentzűndung denken, die Ränder hatten begonnen sich aufzulösen da das Organ verstopft war durch einen kleinen Gallenstein, die Visite sah meinen Besuch nicht und sagten, würden sich die Werte nicht bis morgen ändern wűrde das nicht mehr werden.

Manchmal hat man das Glück auf seiner Seite.-

Alles alles Liebe,
Katharina
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Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Samstag, 06.05.17, 16:11

Liebe Jamie,

dass du eine Reha für dich ablehnst, kann ich gut verstehen. Ich nehme diese Möglichkeit auch nicht wahr. Ist viel zu anstrengend. Es gibt auch für mich keinen kraftspendenderen Ort als mein Zuhause.

Hab vielen Dank für die kostbare Info zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Das betrifft mich auch. Ich habe mich vor meinem großen Crash so schwach gefühlt, dass ich auch im besten Glauben beliebig ergänzt habe. Nun erscheint alles in einem anderen Licht.

Ich finde es schön, dass du Ayurveda für dich entdeckt hast. Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe einen qualifizierten (!) Ayurveda-Therapeuten/-in. Ich habe selbst bei einem indischen Vaidya einen Eindruck von den komplexen und potenten Möglichkeiten und Mitteln gewinnen können.

Ich sende dir ganz viel Kraft und Zuversicht.
Mögest du allzeit beschützt sein. :hug:

Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von schneefloeckchen » Samstag, 06.05.17, 22:22

Liebe Jamie! :hug:
Ich möchte dir viele positive Gedanken schicken.
Ich kann mich gut in deine Situation versetzen.
Ich habe als Kind (6-14 Jahren) 6schwere OPmit ca. 3einhalbJahren in Krankenhäusern verbracht. Vor jeder OP als Kind hatte ich fürchterliche Angst
vor den Narkosen. Nach den OPs kamen dann die Physiotherapien die soviel Schmerzen verursachten,das ich mich jedesmal übergeben mußte.
Ich kann mir gut vorstellen wie tief deine Traumatisierung sitzt.Ich versuche es immer noch mit Therapie zu verarbeiten.Die ganze Qual brachte nur eine
Schwerbehiderung.Und was jetzt in letzter Zeit alles bei mir dazu kam hast du bestimmt gelesen.
Ich wünsche dir jede Menge Schutzengel die dir zur Seite stehen und dich beschützen und begleiten.
Ich erlaube mir mal ,dich in den Arm zu nehmen und fest zu drücken. Deine Geschichte berührt mich zu tiefst das mir die Tränen in den Augen stehen.
Du bist sehr stark, halte durch ganz liebe Grüße von einer mitfühlenden
Monika
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Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus » Sonntag, 07.05.17, 9:28

Liebe Jamie,
ich habe deinen Thread eben erst entdeckt. Oft habe ich ich gefragt, wie es dir geht.
Mir fehlen jetzt einfach die Worte. Aber ich möchte dir gaaaanz viel Kraft und noch mehr dicke Drücker senden.
:hug: :hug: :hug: :hug: :group: :group: :group: :group: :group: :group:

Fühle dich gedrückt und gegnuttelt, so oft du willst.

Liebe Grüße
Fledermaus
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JamieKatharina
seit 2004 150 mg Venlafaxin
2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.
2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.
Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.
18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)
31.0 1.18 60 mg = 55 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (137:37,5x22,5=82,2 137-82=55)
10.02.18 Blutdruck schießt wieder hoch, zusätzlich zu den schon bekannten Symptomen
23.03.18 57mg=59 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (123:37,5x19.5=64 123-64=59 Kügelchen weniger)
12.05.18 70 54 mg? Kügelchen weniger verrechnet? Auswirkung jetzt katastrophal (25.6.18)
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Brennende Haut, Sehstörung, Nervenzucken, Weinen, Angst, müde, schwere in Gliedern, Schwitzen, frieren, Hunger kann aber nichts Essen
27.06.18 56 mg
10.08.18 56 mg (Durchschnitt 701:5=140,2, 140,2:37,5x19= 71 Kügelchen weniger in einer 37,5mg Kapsel
02.10.18 54 mg (Durchschnitt wie oben 701:5=140,2 :37,5x21= 78,512 = 79 Kügelchen weniger
28.11.18 52 mg (Durchschnitt 141,8) 141,8:37,5 X 23= 87 Kügelchen weniger
14.01.19 50 mg 14,6:37,5x25=94,4 141,6-94,4= 94.4 Kügelchen weniger
24.04.19 48mg 144,2 :37,5x27=103,82 Kügelchen weniger

Vitamin D seit 07/18 bei 43 - keine zusätzliche Einnahme
Vitamin B6 bei 7.7 i
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Magnesium bei Wadenkrämpfen und Nervenzuckungen

Siggi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi » Sonntag, 07.05.17, 12:08

Liebe Jamie, <3

gerne möchte ich mich all den lieben Genesungswünschen anschließen.

Es fällt nicht leicht, einer so taffen,mutigen, kompetenten, souveränen, empathischen und klugen Frau Trösterle
zu spenden, denn angesichts deiner Stärke, deinem Mut und deiner großen Selbsthilfe, stehe ich mit leeren Händen
vor dir.
Aber ich möchte dir von Herzen versichern, dass meine aufrichtigsten Gedanken täglich mit dir verbunden sind,
ebenso in meinem Gebet!

Es ist unfassbar, dass du in deinem Thread, der dein schweres Leiden schildert, dennoch die Gabe besitzt -
UNS ALLEN- mit deinen Erfahrungen , so auch zu Unverträglichkeiten etc., große Hilfe leistest,
und unser aller Wohl vor Augen hast und mit deinen Erfahrungen und Recherchen große Hilfe bist, und uns
somit wieder neue Erkenntnisse vermittelst!

Vielleicht ist dir nicht mal bewusst, dass du mehr gibst und zu geben hast, als du jemals für dich inanspruch nimmst!

Nein, auch ich sehe bei dir kein "Helfersyndrom" . Es ist deine menschenfürsorgliche, christliche und selbstlose Haltung.
Du sollst- und du darfst aber, bei all deinem Tun und Handeln -dich, den wertvollsten Menschen dabei NICHT vergessen....

Liebe Jamie, in der großen Hoffnung, dass unser Vater, bei all deinen bevorstehenden OP's , wenigstens deine essentiellen Bedürfnisse erhört, und dir wieder mehr Lebensqualität schenken möge,
drücke ich dich von Herzen lieb <3
und bin bei dir, du gehst nicht alleine <3 :hug:

Herzlichst Siggi
Zuletzt geändert von Siggi am Montag, 08.05.17, 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
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