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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
weg

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von weg » Donnerstag, 22.02.18, 10:49

hallo jamie :hug:

ich möchte dir ein paar :fly: :fly: :fly: zusenden.

ich danke dir für all deine arbeiten. ich staune immer wieder über deine geduld und deine so einfühlsamen und medizinischen beratungen. ich lerne viel von dir.

herzlich
weg

Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 22.02.18, 12:07

Liebe Jamie!

Ich habe gelesen das Du in die Uniklinik musstest.

Das ist ansich immer mit Schmerzen Unruhe Sorge, Anspannung belastet Hinweg und nachhause noch dazu

dann trotz Termin 20 andere vor einem.

Ich ahne wir sind an eine Menge gewöhnt
haben viel akzeptiert um des inneren Friedens Willen.

Solche Situationen hauen mich aber um, wenn Termin und dann doch nicht.

Dafür habe ich keinen Energie - Puffer mehr, dann wird es etwas eng.

Ich hoffe Du konntest das überstehen
ohne zusätzliche Nerven lassen zu müssen

Ich hoffe sehr, das Du jetzt ein paar Tage zu Hause zum Gesunden hast
und für den StreßAbbau der inzwischen leider zu bzw rund um KH und Arztbesuche fast noch schlimmer ist
bzw
sich auf das schon Vorhandene drauf legt, dass ist sehr sehr schwer aus und durchzuhalten, Jamie.

Anmeldung egal wo, Rezepte und Versorgung, ist oft so komplex geworden
Das beschwert doppelt.

Ich stumpf dann ab, und empfinde das als "gefűhlslosen herzlosen Schutz meines Selbst"
wie ein Roboter kann ich besser da durch
es erspart mir die Verzweiflung.

Wie bewältigtst Du Dein Leid.-

Ich hoffe
Entlastung wie Einkäufe oder Wäsche , geringes - möge Dir gewährleistet sein.

Ich hoffe sehr Du bist versorgt mit erträglichen und greifenden Schmerz Medikamenten, ich wünsche Dir das es abebbt,
das Du Linderung erfährst

Ich wünsche Dir
viele viele gute Besserung und gute Momente -

Herzlich,
Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Sommersprosse » Donnerstag, 22.02.18, 15:37

Liebe Jamie,

Bild gelöscht, wegen fehlender Quellenangabe. :)

Alles erdenklich Liebe für für dich mit Wünschen für eine baldige Genesung.

Liebe Grüße Sommersprosse (n) Bild
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 22.02.18, 17:38

Liebe Sommersprosse :-)

hast du das Bild selbst gemacht oder woher stammt es? Bitte füge ggf. die Quelle ein bzw. überprüfe ob du das Bild überhaupt veröffentlichen darfst, sonst müssen wir es leider löschen :( Danke Dir :hug:

Liebe Grüße
Lina
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Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Sommersprosse
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Sommersprosse » Donnerstag, 22.02.18, 19:59

Bitte füge ggf. die Quelle ein bzw. überprüfe ob du das Bild überhaupt veröffentlichen darfst, sonst müssen wir es leider löschen
Ich bitte um Löschung des Bildes, vielen Dank.

Liebe Grüße Sommersprosse (n) Bild
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Sommersprosse » Freitag, 23.02.18, 17:33

Bild....auf ein neues...

Liebe Jamie,

ich wünsch dir einen Regenbogen,
der Hoffnung gibt und Brücken schlägt

Der dich mit sanften Farben
durch den grauen Alltag trägt

Für die kommende Zeit wünsche ich dir viel, viel Kraft, positive Gedanken und baldige Besserung. Bild

Liebe Grüße schickt dir Sommersprosse (n) Bild
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Samstag, 24.02.18, 17:38

Liebe Jamie,

gerade habe ich erst gelesen wie schlecht es dir geht.
Ich möchte dir gute Besserung wünschen und dass die Ursache sehr bald gefunden wird.

Alles erdenklich Gute und liebe Grüße
Bittchen
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell » Sonntag, 25.02.18, 16:04

Liebe Jamie,

ich weiß nicht genau, was los ist. Ich habe aber gelesen, dass Du in die Uniklinik musstest. :( Ich hoffe, Du hast alles gut überstanden.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Sonntag, 25.02.18, 16:10

Liebe Jamie,

Auch von mir alles alles Gute und liebe Grüsse !
Möge es dir bald besser gehen.

:fly: Ilse
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Sonntag, 25.02.18, 18:34

Liebe Jamie,

ach wie tut es mir leid, dass gerade du immer mit so schlimmen Sachen konfrontiert wirst.

Alles Gute für dich und Recht baldige Besserung wünsche ich dir.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von etlenia » Sonntag, 25.02.18, 19:03

Liebe Jamie,

ich wünsche Dir gute Besserung und hoffe, Du bist bald wieder genesen.

Alles Liebe wünsche ich Dir und fühle Dich gedrückt.
Claudia
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FlummiJamieKatharina
vor ca. 25 Jahren Stangyl 25mg abends (Angszustände und Panikattacken), Hirnanhangdrüse hat sich vergrößert nach absetzen wieder zurückgebildet, Einnahme 2 Jahre, einfach abgesetzt ohne Probleme

1997 Konisation (Krebsvorstufe)
2000 OP Endometriose
2002 Kaiserschnitt
2006 Pfeifferches Drüsenfieber (als Erwachsener richtig heftig, vor allem mit Kleinkind)
2007 Diagnose Dünndarmcrohn, Diagnose Histaminintoleranz
2013 Spindelzelllipom OP Schlüsselbeingrube dadurch Nervenschädigung rechter Arm, Atemnerv verletzt, dadurch nun 8 cm Zwerchfellhochstand rechts, Zwerchfell drückt auf den rechten Vorhof, dadurch Probleme mit dem Herz. Vor Tavor tgl. Kopfschmerzen, extreme Verspannungen, konnte den rechten Arm ohne Schmerzen nicht heben...

2016 Brustkrebs links invasiv, rechts Vorstufe 2x operiert worden, beidseits bestrahlt und Therapie abgebrochen, weil doppelte Dosis, wie andere Patientinnen und Nebenwirkungen, die ich gar nicht aufzählen kann oder will
Tamoxifentherapie abgebrochen, gingen aufs Herz und diverse andere Nebenwirkungen, mit der Brustkrebsdiagnose auf Tavor gekommen :cry:

Tavor 1 mg abends, keine anderen Medikamente
Seit 01.12.17 Umstellung auf Diazepam 2,5 mg morgens, abends 2,5 mg und 0,5 mg Tavor, Schweißausbrüche, vor allem nachts, alle 1-2 Stunden wach, keine Änderung zu dem Zustand unter Tavor. Weiterhin immer wieder Herzrasen, noch zerstreuter (regelrecht verpeilt)
Seit 7.12, morgens nur noch 1,5 mg Diazepam, restliche Dosis verbleibt
Seit 14.12. abends 6,5mg Diazepam und 0,25mg Tavor, kaum Schlaf, Puls hoch, Nervenschmerzen Kiefer,
Seit 18.12. abends 8mg Diazepam, mehrere Stunden komplett neben der Spur, schlafe von jetzt auf gleich ein paar Stunden, bin dann wach und den ganzen Tag verpeilt und unruhig. Weiterhin hoher Puls, keine Hitzewallungen und Schweißausbrüche mehr.
seit 19.12. abends 7mg Diazepam, nach ca. 5 Tagen der Dosis, alle 2 Stunden wach, schweißgebadet, hoher Puls, Muskelverspannungen nehmen zu, teilweise auch wieder Nervenschmerzen. Zustand tagsüber wacher im Kopf :-)
seit 12.01.18 abends 6mg Diazepam (nach der Einnahme immer noch sehr wackelig auf den Beinen) keine Änderung des Zustands, körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach :-(, 1/4 Bisoprolol 1,25mg tgl.
seit 26.01.18 1mg Diazepam morgens, 4,5 mg abends
27.01.18 0,5 mg morgens, 5,5 mg abends
08.02.18 5mg abends, 1/2 Bisoprolol 1,25mg morgens
21.02.18 4,5 mg abends, Biso 1/2, bei Bedarf 3/4
09.03.18 4 mg abends, Biso 1/2
23.03.18 3,5 mg abends, Biso 1/2
06.04.18 3mg abends, Biso 1/2 seitdem keine Nacht mehr richtig geschlafen (fast auf die Minute genau, jede Stunde wach), nachts ständiges Schwitzen
03.05.18 2,5mg abends, Biso 1/2 Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, ständiges Schwitzen, weiterhin fast schlaflos

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 26.02.18, 8:02

Vielen Dank, dass ihr an mich denkt.
Das war eine ziemlich furchtbare Woche.
Man gewöhnt sich ja an Kummer, aber das war schon schlimm.
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 26.02.18, 8:28

Guten Morgen :)

Danke an alle, die sich einfach so gemeldet und mir Grüße da gelassen haben.
Habe mich voll gefreut.

Diesen unteren Text habe ich am Samstag Abend in den internen Teambereich gestellt.

Ja, ich bin nach wie vor massiv mit meinen Ohren beschäftigt, die seit meiner Infektion und dem Krankenhausaufenthalt im Dezember nicht ausheilen und bin seitdem ständig krank, vor 2 Wochen erst ein grippaler Infekt, der mich 5 Tage ins Bett zwang und dann ging das nahtlos in eine erneute Gehörgangsentzündung und Ohrmuschelentzündung über, die ich wieder mit zwei starken AB behandeln musste.
Parallel lag mein Vater wieder halb erstickend und japsend auf der Intensivstation und wir müssen uns um die Wohnungsauflösung und all die anderen Sachen kümmern, die es mit sich bringt, wenn jemand dauerhaft im Pflegeheim leben wird.
Mittwochs war ich in der Uniklinik wegen den Ohren, 6 Stunden lang (trotz Termins) und am Ende kam wieder nicht viel bei rum. Man weiß nicht genau was bei mir los ist; mein Fall ist dann dem Oberarzt vorgestellt worden, aber der war auch ratlos, woher diese andauernd feuchten und juckenden Ohren kommen.
Ich habe aber das Gefühl nicht auf die Beine zu kommen, so lange diese Ohren weiter feucht sind und jucken. Ich hab das Gefühl da immer wieder Rückfälle zu erleiden.
Und als ich dann völlig erschöpft um 18h da raus getaumelt bin (Termin um 12h :o ), da hat mich gerade wieder die nächste Erkältung erwischt, nachdem ich da 6 Stunden mit 30 Mann in der Keimhölle gesessen und gewartet habe.
Parallel ist meine Mutter ebenfalls an einem grippalen Infekt erkrankt und hat meine Hilfe gebraucht, sodass ich einfach keine Zeit zum Ausruhen habe / hatte.

Tja und dann passierte das mit Moritz, meinem türkisblauen Welli-Schätzchen.

-------------------------------------

Da ist er nun gekommen, der Tag, den ich befürchtete, von dem ich aber wusste, dass er mir nicht erspart bleiben würde.

Schon seit meinem Krankenhausaufenthalt Mitte Dezember wusste ich, dass Moritz nicht mehr lange bei mir bleiben würde und dass jeder Tag Bonus, aber auch Bürde ist.

Er ist so alt gewesen, so tatterig und schwach. Kahler Hals, kahle Beine, struppiges Gefieder, mager und fast unterernährt. Knorrig, knochig, verbraucht.
Ein dürrer ausgemergelter uralter Tattergreismethusalem-Vogel.
Mein Schatz <3 .

Er hat fast nur noch geschlafen und erschöpft da gesessen, kein Zwitschern mehr, kaum noch Laute.
Hat sich nur noch ausgeruht, gedöst; wirkte auf mich wie ganz weit weg; wie als würde er bereits zeitweise auf der anderen Seite weilen.

Er hat immer Barclays Nähe gesucht, der ihm stundenlang ruhig und freundlich Gesellschaft leistete, wenn er schlief. Barclay hat sich rührend um ihn gekümmert.
Moritz hing an ihm, sehr sogar. Er hätte sich mehr gewünscht als gefüttert werden (Barclay fütterte Moritz), aber das Verhalten zwischen Wellensittichen und Bourke-Sittichen ist dann doch zu verschieden. Kraulen hätte er sich sehnlichst gewünscht, aber das verstand Barclay nicht.
Und so blieb nur sich ganz nah an ihn heran kuscheln, was Barclay gewährte und sich eben füttern lassen.

Die letzten Wochen waren davon geprägt, dass Moritz zusehends öfter von der Stange und dem Seil fiel. Er plumpste dann immer metertief auf den Boden; eine Tortur für diesen alten, knochigen Vogel, der seine Flügel nicht mehr benutzen konnte (aus Altersschwäche), um den Sturz abzufangen. Deswegen war mein Wohnzimmer seit Wochen auch nicht mehr gut bewohnbar, denn ich habe alles viele Zentimeter dick mit unzähligen Decken, Bettdecken, Flauschdecken etc. gepolstert und Zeitung drüber gelegt.
Dennoch tat er sich bei jedem Sturz weh, ich sah es an seinen schmerzverzerrten stecknadelgroßen (also sehr kleinen) Augen.
Es begann quälend zu werden.

Ich wusste aber auch, Moritz würde mir nicht den "Gefallen" tun tot von der Stange zu fallen; ich wusste es würde auf verunfallen herauslaufen und darauf, dass ich diese letzte Entscheidung für ihn zu treffen haben werde.

Und das ist heute früh passiert. Er stürzte ab und konnte seinen linken Fuß nicht mehr belasten.
Und da wusste ich, dass bei meinem diffizilen Abwägen all die Zeit heute vielleicht der letzte Anstoß gegeben worden ist ihn gehen zu lassen.

Und so habe ich ihn heute Vormittag zu meinem vogelkundigen Tierarzt gebracht. Obgleich das Füßchen nicht gebrochen war, war es geprellt und es tat ihm weh und ich wusste, dass es nur eine Frage von Tagen wäre, wann er wieder abstürzt und sich vielleicht noch mehr verletzen würde.

Und so habe ich ihn erlösen lassen.
Euthanasieren läuft so ab, dass die Tierchen eine Spritze bekommen, die sie in tiefe Beruhigung und Bewusstlosigkeit führt (Pentobarbital) und dann bekommen sie nach einigen Minuten eine weitere Spritze mit Kaliumlösung, die das Herz zum Stehen bringt.
Moritz war so schwach, dass sein Herz bereits nach der ersten Spritze aufhörte zu schlagen.

Die Tierärztin hatte mich alleine gelassen, damit ich mich in Ruhe von ihm verabschieden konnte, aber ich bemerkte selbst, dass sein Herz bereits da schon aufhörte zu schlagen.
Er war ganz ruhig und friedlich, als er ging.
Ich habe mich hingesetzt und ihm das heilige indische Gayatri Mantra und das Asatoma leise gesungen und ihn gestreichelt.
Er hat es geliebt, wenn ich singe und mir war in einer spirituellen Sitzung mitgeteilt worden, dass es schön für ihn wäre, wenn seine Seele die Ebenen wechselt, wenn ich ihm das singe.
Und da ich immer tue, was der Himmel mir sagt (sofern es sich stimmig für mich anfühlt), habe ich das auch getan.

Mit Moritz verliere ich einen Weggefährten, der mir treu zur Seite stand wie keiner meiner Wellis.
Er hat alles mitbekommen: Den Verlust der Liebe meines Lebens, mein Ausbildungshorror, mein Versuch zu arbeiten, meine immer wieder gescheiterten Versuche eine Wohnung zu finden (mein Gott was ist der Vogel mit mir umgezogen!), mein Benzoentzug, mein Indienaufenthalt und schlussendlich auch meine Berentungund der jetzige Versuch, neu ins Leben zu finden.
Ich hatte nie ein Tierchen, das länger bei mir war und sooooo alt wurde und ich bin trotz meines Schmerzes dankbar für diese große Gnade.

Ich sitze auch hier ohne den Anflug eines Zweifels, dass das nicht die richtige Entscheidung gewesen sein könnte, aber ich sitze auch hier mit großem Schmerz und das Herz ist mir sehr sehr schwer und mein Körper ist strapaziert und extrem erschöpft.

Mach´s gut mein Schatz, mein kleiner Meckerer <3 - flieg schön über die Regenbogenbrücke und grüß mir meine anderen Mäuschen.


Today you did the bravest thing,today you set me free.
Thank you for showing me the ultimate dignity.
I'm sorry that my leaving has broken your kind heart.
But we knew this day would come, the day we had to part.
Don't think I did not hear every last word you said.
Don't think I did not feel, your trembling hand touch my head.
Today you did the bravest thing, today you set me free.
Thank you for a wonderful life,thank you for loving me. ❤ (by Debbie Gaskin)
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Traurige » Montag, 26.02.18, 8:49

Liebe Jamie,

mein aufrichtiges Mitgefühl für den Abschied von Deinem kleinen Freund :hug:

Was Du durchmachen musst ist unglaublich und ich wünsche Dir viel Kraft, um das noch Kommende durchzustehen und ich drücke Dir beide Daumen, dass die Ursache Deiner Schwierigkeiten mit den Ohren endlich gefunden werden und behandelt werden kann.

Ich bewundere Dich für Deine Stärke.

Liebe Grüße
von Maria
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JamieJofabSommersprossestubi
1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von sigli » Montag, 26.02.18, 13:33

Liebe Jamie,

ich wünsche dir wirklich sehr, dass es dir wieder besser geht.

Und so traurig die Geschichte mit deinen Welli klingt, ist sie doch auch wunderschön. Ich habe überhaupt keine Beziehung zu Vögeln wie Wellis, doch deine Geschichte ging mir sehr nahe. Man spürt, welche intensive Beziehung du und deine Vögel haben. Wirklich berührend.

GlG von Sigli
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Petunia
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Petunia » Montag, 26.02.18, 13:54

Liebe Jamie,

Ich möchte Dir eine mitfühlende Umarmung schicken. Es tut mir leid, dass Dein Moritz nun gehen musste. Trotz aller Einsicht und der Dankbarkeit, die man auch fühlt, wenn ein so langjähriger Gefährte geht, so ist es eben auch sehr traurig und schmerzhaft. Das kenne ich auch.

Und ich wünsche Dir sehr, dass das mit Deinen Ohren endlich wieder in Ordnung kommt. Das ist ja furchtbar, was Du da alles ertragen musst.

Ich denke an Dich und wünsche Dir von Herzen gute Besserung.

Ganz liebe Grüße Beate
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Montag, 26.02.18, 14:53

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Montag, 26.02.18, 15:56

Liebe Jamie, :)

danke, dass du diese traurige Erfahrung für uns aufgeschrieben hast. Es tut mir so leid.
Möge dein Kummer bald vergehen und die Dankbarkeit für eure gemeinsame Zeit bleiben.

Dass und wie arg die Ohrenschmerzen dich immer noch plagen, ist für mich unvorstellbar... :(

Ich wünsche dir von Herzen, dass dich endlich Linderung und Heilung erreichen. :hug:

Pass gut auf dich auf!

Liebe Grüße
Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell » Montag, 26.02.18, 20:27

:hug:

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