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Jamies "all in a tumble" Thread

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 05.06.17, 21:45

Mitte Mai 2


Die Uniklinik hat mich abgelehnt.


:cry:


Ich kann nicht sagen, wie ich mich fühle. Das sprengt gerade alles.

Wenn ich mich schaffe zusammenzureißen, kann ich euch mehr Details schreiben.

devastated, Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 05.06.17, 21:48

Montag, 5.6. Teil 1


Hallo,

ich versuche so gut es geht ein update zu geben.

Die Uniklinik DEF hat mich abgelehnt zu operieren. Alle Versuche von X, die Anästhesistin umzustimmen, fruchteten nicht.
Sie hat einfach nicht mit sich reden lassen und egal welches Argument man brachte, sie wand sich sich aus allem raus.
Ihre Hauptbegründung war, so viele Zähne machen zu müssen, würde eine 4-stündige Narkose erforderlich machen und das sei nicht tragbar für sie.
Auf unseren Einwand, dass man den Eingriff dann eben auf die Zähne reduziert, die am problematischsten sind und damit die Narkosedauer auf 1-1,5h reduziert, ging sie aber nicht ein, sondern wandte sich erneut. Die Uniklinik DEF sei nicht für mich zuständig sondern ABC bla bla, man hätte nicht die Ressourcen bla bla...

Eine echte ehrliche Antwort hat sie uns nicht gegeben, so bleibt wieder nur die Vermutung / Spekulation, dass sie mich aus genau den Gründen nicht operieren will, wie auch der Arzt in die X: Angst vor meinem Verstoffwechsltertypus und meinen empfindlichen Reaktionen und dem Herz.
Dass man sich bei so einem Fall aber mal interdisziplinär zusammen setzt und ggf. einen anderen Anästhesisten zu Rate zieht.. Fehlanzeige.
Und das bei einer Uniklinik. Wenn die das nicht machen, wer dann?
Unikliniken sind doch state of the art bei der Behandlung komplexer Patienten und die Zahnabteilung wirbt extra dafür, dass sie zuständig sei für Patienten mit allgemeinmediznischem Risiko :( (?) Ist ja toll gelaufen. :shock:

Fakt ist, den Fall hat Frau Dr. F an einen recht jungen Arzt namens Dr. W weitergegeben (kannte ich bislang nicht), der mir dann auch die schlechte Nachricht am Telefon überbrachte.
Ich hatte es schon befürchtet, irgendwie :cry: [menno, jetzt muss ich schon wieder weinen].
Aber ich wäre nicht Jamie, wenn ich klein beigeben würde. Ich habe gelernt für mein Glück kämpfen zu müssen (früher wäre ich verzagt) und hab ihm gesagt, dass jetzt Plan F her muss und man irgendwie eine Lösung finden muss.

Und weil ich so deprimiert und enttäuscht und verzweifelt war, habe ich ihm am Telefon gesagt, dass ich jetzt wegen der niederschmetternden Nachricht erst mal heulen muss (ich musste mein Schluchzen eh schon die ganze Zeit unterdrücken) und habe 40sec ins Telefon geheult.
Ich kann nicht schauspielern, das war echt. Nicht dass ihr denkt, ich würde da eine Show abziehen. Ich hab vor lauter Kummer einfach erst mal heulen müssen und es war mir sehr recht, dass ich dabei auch einkalkulierte, dass ein Arzt sehr gerne auch mal mitbekommen darf, was es mit einem Menschen macht, der seit einem halben Jahr nur Körbe kassiert und fertig mit der Welt ist.
Es ist sehr einfach Menschen, die man nicht kennt, am Telefon abzubügeln; dieses Spiel wollte ich die Uniklinik nicht mit mir spielen lassen.
Ich konstatiere: es war ein sehr betretenes Schweigen am anderen Ende der Leitung.

Nachdem ich mich wieder zusammengerissen hatte, kam ein mitfühlendes "ja also ich möchte Ihnen ja schon gern helfen" und der Vorschlag, dass es ein Lokalanästhetikum gibt, das recht gut wirkt aber ohne Adrenalin-Zusatz und das wenig genutzt wird in den Arztpraxen und ob wir es nicht mal probeweise damit probieren sollen / wollen? Ich habe eingelenkt. Ich habe ja keine andere Wahl. Mehr kann man nicht für mich tun.
Dass man mir meine Zähne in Narkose saniert, das ist einfach vom Tisch. Niemand will es machen :( .

OK - heißt, mich allen Ängsten immer und immer wieder stellen zu müssen. Der Himmel hätte mich billig von wegkommen lassen, wenn man mir die Narkose zugebilligt hätte; das hier ist die harte Tour und eigentlich wundert es mich jetzt auch nicht mehr, dass ich diesen steinigen Weg gehen muss.

Ich war vor 2 Wochen zusammen mit X das erste Mal bei Dr. W in DEF, ein ganz netter Typ, jung, humorvoll. Bisschen eigen.
Ich habe mir zwei nur leicht betroffene Zähne, die direkt nebeneinander liegen, rausgesucht (Oberkieferfront, Eckzahn, Schneidezahn).
Ich weiß nicht wie versiert ihr mit Zahnsachen seid, aber Oberkiefersachen werden direkt an den Zähnen betäubt, Unterkiefersachen werden hinten Richtung Rachen am Kiefer an den kompletten Nervensträngen betäubt (sog. Leitungsblockade). Hat beides Vor- Und Nachteile.
Da es der Oberkiefer war, hat der Arzt an den beiden Zähnen rumgespritzt und keine 20sec später wurde es mir ganz komisch. Als hätte ich ein Beruhigungsmittel abbekommen. Ich bin ganz müde / benommen geworden und habe gemerkt, dass mein Herz langsamer schlug.
Dabei hatte er mir versichert, das Mittel (Mepivacain) sei völlig neutral gegenüber dem Herzen. Ich habe die Klappe gehalten (wenn ich ihm das gesagt hätte, hätte er sofort alles abgebrochen) und nur gefragt, ob es normal sei, dass man sich so komisch müde fühlt, aber damit konnte er nix anfangen.

Ich habe eine ziemliche Menge von dem Zeug gebraucht und Gott sei Dank hatte ich keine Schmerzen, als er an den beiden Zähnen herumbohrte.
Er hätte keine Minute länger bohren dürfen, denn eine Minute später, als er fertig war und Luft an die Zähne pustete, ging es schon mit Schmerzen los. Unfassbar, das Zeug soll eine HWZ von 114min haben, bei mir hörte es nach 15min auf zu wirken. Verstörend finde ich auch, dass mir nicht nur die Zähne weh taten, sondern auch ein Schmerz in den rechten Arm zog. (Die Zähne waren mitte-rechts).
Ich habe ihn gefragt, ob er sich nen Reim drauf machen kann, konnte er aber nicht. Er war nur etwas irritiert.
Ist mir recht, die können sehr gerne mal mitbekommen, was solche Mittel und Behandlungen mit hochgradig ZNS erregten Menschen anstellen; da lernt er noch was für´s Leben.

Während der Behandlung brummelte er noch was von "Sehen Sie, das Mepivacain ist IHR Mittel, damit geht es doch. Es wäre ja schade, wenn sie bei einer Narkose nicht wieder aufgewacht wären"... [ :o :o :o ] [[[ aha, also das war dann der Grund der Anästhesistin]]], aber sobald ich wieder sprechen konnte, habe ich ihm gesagt, dass es keinerlei Anlass gibt zu befürchten, dass ich nicht mehr aufwache. Ich bin schon drei Mal in Vollnarkose operiert worden. Nie gab es Komplikationen und damals wusste auch noch keiner, dass ich besonders schnell metabolisiere. Also Narkose scheint mir weniger gefährlich als andere Medikamente, die ich nicht kenne.

2 Zähne geschafft.
Als ich die Uniklinik 20min später verließ, was das Mittel völlig abgebaut und nix mehr taub. Leider wurde es mir dann flau.
Ich bin froh, dass X mich gefahren hat. Ich bin nach diesen Behandlungen fahrunfähig und das will was heißen, denn ich traue mir einiges zu und bin eine sichere Fahrerin, aber ich bin dann in einem ganz komischen Zustand gewesen. Mir wurde es dann im Laufe des Tages immer flauer und übler. Sehr übel. Die Übelkeit hielt 2 Tage an. Am Tag drauf (Feiertag, donnerstags) wollte ich dann spazieren gehen. Leider war mir übel und mir war schrecklich schwindlig und der Schwindel wurde beim Spazierengehen immer schlimmer. Ich war im Wald und konnte mich gerade so zu einem nahe gelegenen Burger King retten. Ich war auch unterzuckert. Ich habe geschwitzt wie blöde, mir war schlecht, ich war zittrig ohne Ende, übel und eben schwindelig. Da ist mir klar geworden, dass es nicht nur an Nachwirkungen und Triggern liegen kann, sondern dass ich dringend mal einen Blick in die Fachinfo von Scandicain 2% werfen muss.
Die häufigste Nebenwirkung ist Übelkeit und Erbrechen, gefolgt von Bradycardie (verlangsamter Herzschlag)! :o Also das, was ich auch hatte.
Danach folgen Kreislaufprobleme mit Intoxifikationssymptomen wie Benommenheit etc. OMG! :cry:

Mir schwante nix Gutes. Ich bin diesen Mittwoch trotzdem wieder hin.
Dazu aber noch einen Satz davor. Nachdem mich Dr. W behandelt hat, sagte er, er würde mich jetzt zu meiner Hauszahnärztin schicken, die könne das zu Ende führen, das klappe doch prima. Ich habe sofort protestiert.
Entweder ich bin ein Risikofall, dann verstehe ich, dass man mich nicht operieren will, aber dann hat die Uniklinik gefälligst sicherzustellen, dass sie mir selbst die bestmögliche Behandlung zukommen lässt, oder aber ich bin kein Risikofall, dann darf man mich gerne zu meiner Zahnärztin zurückschicken - hat aber auch kein Argument, was eigentlich dagegenspricht, mich nicht in Narkose zu behandeln!!!!!!!
Da stimmt doch was nicht :evil: .
Ich habe ihm gesagt, dass ich keinesfalls zu meiner Zahnärztin zurückgehe, auch wenn das auch für mich viel einfacher / praktischer wäre.
Wenn was passiert und ich umkippe oder so, dann lieber in einer Uniklinik, wo schnell Hilfe naht als in einer OttoNormalo Zahnarztpraxis!
Ich traue weder mir noch meinem Körper mehr über den Weg; und Ärzten auch nicht :cry: - aber wie gesagt, dann lieber Uniklinik als bei meiner Zahnärztin.

Tja, er hat dann gesagt, dass es da leider ein Problem gibt. Er behandelt selbst gar nicht, das war eine Ausnahme für mich. :o
Die Uniklinik sei ein Lehrkrankenhaus. Wenn ich behandelt werden wolle, könne er mir als Einzigstes anbieten, dass die Studenten mich behandeln und er gucke immer mal wieder nach mir. Er ist nämlich die Oberaufsicht der Studenten.
Tja, also jetzt habe ich nicht mal einen ausgebildeten fertigen Zahnarzt, der sich meiner annimmt, sondern Studenten (kurz vor Studiumsende).
Aber was soll ich machen? Das war das Einzige, wie er mir entgegenkommen kann. Also habe ich eingewilligt. Habe ich eine Wahl?
Es ist nicht so, dass ich Studenten nichts zutraue. Ich denke, sie können genauso gut bohren wie ein Zahnarzt, aber ich denke bei Komplikationen etc. hat eben ein erfahrener Zahnarzt mehr drauf. Nun gut.
Man hat mir versichert, dass der oberaufsehende Zahnarzt vor dem Bohren, nach dem Bohren und am Ende vorbeischaut und alles begutachtet und wenn was ist, brüllen die Studenten los und Hilfe naht... schön. Damit kann ich leben. Und er hat extra angewiesen, dass die Studenten bei mir, bevor sie loslegen, Rücksprache mit ihm zu halten haben. Okay, auch gut. Das beruhigt mich etwas.

Jetzt war ich am Mittwoch wieder da, aber leider war es ziemlich schlimm. Ich berichte davon später.
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 05.06.17, 21:50

Montag 5.6. Teil 2

Fortsetzung


Also, ich war am Mittwoch (31.5) wieder da. Termine werden zu allem Überfluss nur Mo, Mi und Freitag am frühen Morgen vergeben, damit die Studenten genug Zeit für die Patienten haben. X kann mich bei diesen Terminen leider aus familiären Gründen so früh nicht begleiten.
Also werde ich künftig andere Menschen bitten müssen mich zu begleiten bzw. eine Regelung mit X ist, dass ich in aller Herrgottsfrühe den Zug nach DEF nehme und das eben alleine durchstehen muss, er aber nachgefahren kommt und mich dann abholt.
Jetzt am Mi war meine Mutter mit dabei.

Die Studentinnen waren sehr nett und auch in meinen Fall eingeweiht. Dr. W hat auch nach mir geguckt.
Dieses Mal habe ich mit zwei Backenzähne im Unterkiefer links rausgesucht, die nur leicht befallen waren.
Unterkiefer bedeutet Leitungsanästhesie. also Spritzen hinten rein Richtung Gaumen / Nervenstrang. Da braucht man naturgemäß mehr Lokalanästhetikum, weil das ein größerer Bereich ist, der geblockt werden muss. Das Zeug wirkte und wirkte nicht richtig. :vomit:
Als wieder nachgespritzt. Auch an den Zähnen selbst. Und selbst da habe ich nach 15min immer noch gemerkt, wenn der Haken sich ins Zahnfleisch bohrte (Test, ob taub). Irgendwann haben wir dann trotzdem losgelegt und Gott sei Dank, keine Schmerzen. Allerdings gegen Ende dann ging es wieder los, dass mir anfingen die Nerven im Kiefer wehzutun. Ich bekam auch Kopfschmerzen und die Hälfte meiner nicht betäubten Zähne tat weh :( .

Ich war heilfroh da weg zu kommen, mir war leider auch schnell wieder flau. Herzprobleme hatte ich dieses Mal nicht.
Leider steigerte sich die Übelkeit ins Unerträgliche. Ich nahm Motilium UND MCP und nix half. Ich konnte nichts essen, nichts trinken. Mir war so unsäglich schlecht. Und schlafen kann ich seitdem auch nicht mehr. Am selben Abend setzte ein widerwärtiger Geschmack in meinem Mund / auf meiner Zunge ein: widerwärtig bitter. Ekel erregend. Wenn ich brechen könnte, würde ich es tun.
Am Donnerstag ging es mir so furchtbar, dass ich als Notfall zu meinem Hausarzt musste. Mein Kreislauf hat schlapp gemacht, ich hatte kaum noch Kraft zu laufen. Ich zitterte wie Espenlaub und diese Übelkeit!!! Ich hab ihm das geschildert und er vermutet auch Nebenwirkungen, letztlich eine beginnende Medikamentenintoxifikation! :o :o :o

Ich bin seit Mittwoch ausgeknockt. Mein Hausarzt verschrieb mir die stärkste Gruppe erhältlicher Antiemetika, ein Setron. Ich bat darum.
Setrone werden bei zytostatikainduziertem Erbrechen verordnet. Er meint, wenn die Übelkeit als Nebenwirkung im Gehirn angesiedelt ist, dann ist es auch verständlich, dass die anderen Mittel nicht wirken, weil diese über den Wirkmechanismus der Magenentleerung wirken, Setrone aber direkt im Gehirn ansetzen.
Ich fühle mich seitdem total vergiftet. Den widerwärtig bittren Arzneigeschmack habe ich immer noch auf der Zunge!
Das Ondansetron habe ich mich nicht getraut zu nehmen, weil ich mich bereits so vergiftet fühle. Es liegt für weitere Notfälle hier.

Freitag war ich soweit mich freiwillig ins Krankenhaus einweisen zu lassen, weil es mir so untergrottig geht. Aber die können mir ja auch nicht helfen :( Der Körper muss das Zeug von selbst abbauen, dann verschwinden auch die NW.
Ich habe dann mit meiner Heilpraktikerin Rücksprache gehalten und nehme seitdem Schüsslersalze, die Medikamententoxine ausleiten.
Ich trinke viel Wasser, mache Ölziehen, mache basische Bäder (Entgiftung) und schlucke Basentabs.

Seit Samstag ist die Übelkeit leicht besser und Kreislauf stabilisiert sich auch langsam; aber dieser widerliche grässliche Geschmack ist immer noch da.

Kann mir jemand mal sagen, wie es jetzt weitergehen soll?

So kann ich die Zähne nicht weiter sanieren, da müssen Wochen zwischen den Behandlungen liegen, das macht mein Körper nicht mit und innerlich weigere ich mich selbst, so einen Horror fortzuführen. Wer will denn freiwillig jedes Mal so leiden? Was, wenn das noch schlimmer wird???
Leider sind besonders viele Zähne im Unterkiefer betroffen, sodass die weiteren Behandlungen mit großen Mengen Mepivacain verbunden sind.

Warum ist das denn alles so scheiß kompliziert???? Ich hab das nicht verdient. Das ist so unfair. :cry: :cry: :cry:

Das war auch der Grund, warum ich vorne vor ein paar Tagen in meinem Thread geschrieben habe, dass nix mehr geht.
Ich mache hier einen nicht enden wollenden Horror mit.

:abtransport:
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 05.06.17, 21:53

 ! Nachricht von: Jamie
Ich habe die letzten Monate zusammengefasst und hier rein gestellt. Es sind mehrere Beiträge. Wer sie lesen möchte, muss bitte hier beginnen: http://psychopharmaka-absetzen.de/austa ... 40#p194697

Arianrhod
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Arianrhod » Montag, 05.06.17, 22:08

Hallo liebe Jamie,
das ist ja schrecklich, dass auf dich die Anästhesien so eine Wirkung haben. Es wird wohl nix anderes übrig bleiben, als die Behandlung sehr lang rauszuziehen. Als ich meine Totalsarnierung hatte, gab es fas Problem, dass ich es wegen der Rückenschmerzen nur ca. 1 Stunde ausgehalten habe.
Also bin ich immer nur für eine Stunde gekommen - undd das über Wochen. Und natürlich muss das betäubt werden.

Was ich mich frage ist, warum in Deutschland nicht mit Lachgas gearbeitet wird? Ich bekam das in Kolumbien immer. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für dich:
http://www.pluspatient.de/expertensprec ... t-lachgas/
denn es schaltet zwar den Schmerz nicht vollkommen aus, man braucht aber wesentlich weniger Betäubungsspritzen und gut verträglich ist es auch.) *

liebe Grüße Arian

)*Korrektur: Bei MIR war es gut verträglich. Man müsste es wohl mal antesten.
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Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Montag, 05.06.17, 22:28

Liebe Jamie,

es tut mir so leid, was du erdulden musst. :hug:

Ich sende dir alle Kraft und Zuversicht und schließe dich in meine spirituelle Heilübung mit ein.

Alles Liebe für dich!

Rosenrot
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Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Montag, 05.06.17, 22:50

Liebe Jamie!

Entsetzlich was Du aushalten musst; ganz schlimm, ich schließe Dich in meine Gedanken.

Unser Zahnarzt arbeitet mit Lachgas.

Ondansetron als Schmelztablette wirkt in Sekunden ( Wenn alles andere nicht wirkt ).
Ich habe in vierzehn Tagen jeden Vormittag vier Stunden die Zähne saniert bekommen, vor langer Zeit.

Uni-Klinik ist auch mein Gefühl die wäre auch meine Wahl, wenn ich wählen könnte.

( Der verzweifelte Mann meiner sterbenden Freundin ist direkt in die Notfall Aufnahme gerast und hat seine Frau drinnen auf den Boden gelegt, somit konnte sie nicht ab bewiesen werden. )

wenn es sehr, sehr gefährlich werden könnte dann ist man Blitz schnell "versorgt"das habe ich bei der Bauchspeicheldrűsenentzűndung bemerkt, da kamen Ärzte aus dem Nichts, einer noch mit Fahrradhelm und Rucksack vom Ausflug ans Bett mit seinem Ultraschall Gerät.

Wie mache ich Dir Mut?
Ich werde etwas finden.


--

❤️

Katharina
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schneefloeckchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von schneefloeckchen » Montag, 05.06.17, 23:20

Liebe Jamie!
Ich schicke deinen Schutzengeln helles Licht ins Universum und drücke dazu alle Daumen,Zehen und Krallen
von mir und meiner Hündin. Ich wünsche dir so sehr das du recht hast,und das der Kreis sich schließt.
Es wäre dir nur zu wünschen nach all den vielen Jahren die du so leiden mußt.
ganz liebe Grüße von Monika
Seit 1995 Bromazanil 6 mg täglich
Seit 2004 Tramadol 3 mal 40 Tropfen
Seit 2007 Fentanylpflaster 25 mg/h
Seit 2008 Bromazanil 12 mg täglich
November 2010 Psychatrie für 12 Wochen,alles entzogen,dabei 7 Epi`s gehabt
2011 in der Psychatrie 20 mg Citalopram,1 Woche später 40 mg,am Entlassungstag (10.01.2011) erhöht auf 60 mg .Schwere Nebenwirkungen.Psychatrie war die Hölle.
bis 12.06. 2011 Cita genommen.Selbst abgesetzt 60-40-20-10-0,innerhalb von 3 Wochen.Ich dachte ich sterbe.
Juli 2011 Gallen Not-OP
Oktober 2011 3 Wochen Moclobemid,schwere Nebenwirkung,sofort abgesetzt
November 2011 Promethazin 25 mg 1-1-2
Ende Novenmber 2011 Venlafaxin 150 mg ,1 Tablette genommen,Hölle,ich dachte ich verbrenne innerlich.
Januar 2012 3 Tage Opipramol,schwere Nebenwirkung,abgesetzt
Juni 2014 Meine heutige Meditaion : mg Promethazin 1-0-2
Blutdrucktbl. Carmen 10/10 1-0-0
Betablocker 1-0-0
Pantoprazol 20 mg 1-0-0
Symptome:Wie Bleigewicht im Kopf,Kopfschmerzen,Tinnitus,Zungen und Lippenkribbeln,Nackenschmerzen,Nackenversteifung,
Arme und Beine wie gefesselt,Taubheitsgefühl in den Fingern und Füssen,brennen am und im ganzen Körper,Sehstörung,
verkrampfung der Extremitäten,Harndrang,Stuhldrang,Verzweiflung,Weinen,krampfartige Schmerzen im Oberbauch,Blutdrucksprünge,
körperliche Schwäche,Übelkeit,Appetitlosigkeit,Unwirklichkeitsgefühl,DR,Erkältungssymptome,starke innere Unruhe
Alle genannten Symptome mal mehr oder weniger,aber nie weg
18,10,2014 Promethazin 20 mg
27.11.2014 Promethazin 15 mg
24,01 2015 Promethazin 10 mg
13.06.2016 Promethazin 9 mg
11.07.2016 Promethazin 8 mg
28.03.2017 Promethazin 7,5 mg
03.04.2017 Promethazin 8 mg

stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Montag, 05.06.17, 23:44

Liebe Jamie,

ich ziehe meinen Hut vor dir, wie stark du sein musst du arme. Ich möchte dir tausend Gedanken des Mitgefühls senden, den es ist schrecklich was du alles auszuhalten hast.

Ich umarme dich und hoffe das du auch weiterhin die Kraft hast das alles durchzustehen.

Liebe Grüße
stubi

Claudiiii
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Claudiiii » Dienstag, 06.06.17, 7:06

Liebe Jamie,

Es ist sehr schlimm, wieviele dumme Zufälle und Gegebenheiten zusammengekommen sind. Aber du hast nicht aufgegeben, sondern immer weiter gemacht. Dafür hast du meine vollste Hochachtung.
Und genau aus diesem Grund, wirst du es auch hinter dich bringen. Egal welche Probleme auftauchen, du suchst immer nach einer Lösung und es wird sich immer eine finden lassen, auch wenn sie bei weitem nicht perfekt ist.

Ich sende dir weiterhin viel Kraft!
Claudi
Aufgrund von Panikattacken und Angst Venlafaxin bis 75mg eindosiert, außerdem 7,5mg Mirtazapin. Nach 1 Monat Beginn mit Absetzen, durch zu schnelles Absetzen extreme Symptome: Durchfall, Übelkeit bis zum Erbrechen, Traurigkeit, Angst und Panik schlimmer als je zuvor. Besserung durch erneutes Hochdosieren von Venlafaxin. Mirtazapin unter Qualen und Hartnäckigkeit losgeworden.

ab 08.07.16 37,5mg Venlafaxin
ab 15.07.16 75mg = Maximaldosis
ab 08.08.16 Beginn mit Absetzen
Nach viel zu schneller Reduktion (alle 4 Tage 12,5mg) und wieder minimalem Hochdosieren auf 25mg stabilisiert und auf Kügelchen-Präparat umgestiegen
20.10.16 55 Kügelchen 18mg
20.11.16 45 Kügelchen 15mg
15.12.16 35 Kügelchen 11,5mg
11.01.17 25 Kügelchen 6,9mg
08.02.17 15 Kügelchen 4,2mg
08.03.17 10 Kügelchen 2,8mg zu großer Schritt daher
09.03.17 12 Kügelchen 3,3mg schlimmste Symptome
11.05.17 13 Kügelchen 3,6mg Aufdosiert, da keine Stabilisierung in Sicht war
09.10.17 12 Kügelchen 3,3mg endlich weiter runter, seitdem kaum Symptome
10.10.17 11 Kügelchen 3,4mg (neue Packung mit weniger Kügelchen pro Kapsel)
11.11.17 10 Kügelchen 3,1mg
12.12.17 09 Kügelchen 2,8mg
18.01.18 08 Kügelchen 2,5mg
12.03.18 07 Kügelchen 2,2mg
25.04.18 06 Kügelchen 1,9mg
08.06.18 05 Kügelchen 1,6mg
20.07.18 04 Kügelchen 1,2mg
08.08.18 04 Kügelchen 1,1mg (neues Präperat mit mehr Kügelchen pro Kapsel)
22.08.18.03 Kügelchen 0,8mg
15.10.18 02 Kügelchen 0,5mg
04.12.18 01 Kügelchen 0,3mg
07.02.19 00 Kügelchen 0,0mg
Symptome nach (zu schneller) Reduktion am Morgen extrem und schrecklich: Nervosität, Anspannung, schneller Puls, Angst, Panik, extreme Blähungen, zeitiges Aufwachen, dann Durchfall, manchmal mit Übelkeit bis zum Würgen, teilweise Erbrechen.

Dann Symptome auch ganztägig verteilt: plötzliche Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Gefühl das Gehirn schwitzt und ist warm, Unwirklichkeitsgefühl, vereinzelt Anflug von Panik, Traurigkeit, Weinerlichkeit, Pessimismus, wirre Träume.

Nachmittags ist es oft gut und es gibt auch Symptomfreie Tage, wenn ich dann endlich auf einer Dosis stabilisiert bin.

Immer wieder, auch außerhalb der schlimmen Wellen:
schmerzhafte Nacken- und Rückenverspannungen, ständig Blähungen und täglich Durchfall, selten kurzes aber schmerzhaftes Stechen im rechten Unterbauch, Schwindel, Kopfschmerzen

Siggi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi » Dienstag, 06.06.17, 11:02

Liebe Jamie :hug:

auch von mir meine allerinnigsten Wünsche, dass alles gut wird.... :sports:

Ich fühle mich so hilflos angesichts deines schlimmen Dramas, und Worte können nicht sagen, wie groß
meine Erschütterung über diese Zahnsanierung ist.
Aber ... eines weiß ich gewiss, du bekommst immer die nötigen impulse von unserm Herrn,
auch wenn du oft vor dem Abgrund stehst und meinst,dass nichts mehr geht...
Er liebt dich , auch wenn seine Wege oft unüberwindbar steinig anmuten

Vielleicht kannst du versuchen zu verstehen, dass seine schweren Umwege Prüfungen sind, Prüfungen,
weil er weiß, dass du sie bestehst...
Er weiß, dass du bisher , wenn auch mit Pein, Schmerzen, Verlusten und Entbehrungen , alle seine
auferlegten harten Herausforderungen bestanden hast, und wird dich auch jetzt nicht verlassen.
Er gab dir einen außergewöhnlichen Intellekt, festen, starken Willen, Wachstum, Reife und Lebenstüchtigkeit,
sicher nicht deswegen, um dir nun unabwendbaren Schaden zuzufügen.
Ich glaube fest an deine Heilung, auch wenn sie anders verläuft wie wir Menschen sie uns vorstellen... es sind
seine Wege, Wege die wir Menschen oft nicht verstehen können...

In lieber Verbundeheit <3
Siggi
Mein Absetzverlauf:
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Chrissie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Chrissie » Dienstag, 06.06.17, 19:52

Hey,
ist ja echt ein riesen Mist was du da alles mitmachen musst. :shock:
Wünsche dir von Herzen dass sich alles zum Guten wendet, ich finde, du hälst dich trotz dem ganzen :censored: noch sehr tapfer, schicke dir hiermit einen dicken Respekt!
Gaaaanz viel Kraft und Durchhaltevermögen wünscht dir Chrissie <3
Februar 2016: schwere depressive Episode mit Panikstörung Opipramol und Mirtazapin
März 2016: 2 Wochen Klinik, Umstellung auf Citalopram 20 mg
Dezember 2016: Citalopram auf 10 mg runterdosiert, erneute schwere Depression mit Suizidgedanken, Citalopram hoch auf 40 mg :cry: bin mittlerweile ziemlich sicher dass das keine erneute Depression war sondern massive Entzugserscheinungen, hatte aus Unwissenheit innerhalb einer Woche die Dosis halbiert
Ab 21.Juni 2017: wieder bei 20 mg Citalopram
Ab 13.Juli : 125 mg Pregabalin (neuropathische Schmerzen)
Ende August : 100 mg Pregabalin
Ab 21.September :450mg Quilonoum (Diagnose bipolar bekommen, nicht nur Depressionen :evil: )
Ab 02.Oktober : 75 mg Pregabalin
Ab Nov. : 675mg Quilonum
Ab Dez.: 50 mg Pregabalin
Ab Januar 2018 : 900mg Quilonum, 40mg Pregabalin
Ab März 20018 13wöchiger Klinikaufenthalt aufgrund extremer Stimmungsschwankungen , Diagnose bipolare Störung mit ultra rapid cycling ; Citalopram wurde ausgeschlichen ohne Probleme, wenigstens etwas!
Stand Februar 2019: 50 mg Pregabalin, 1125mg Lithium, 200mg Lamotrigin (seit Mai 2018), 10mg Abilify (seit 11.02.)
Das Abilify wurde gegen 50 mg Quetiapin ausgetauscht das ich ebenfalls seit Mai 2018 genommen habe
Für mich momentan der Horror, wollte alles loswerden und rutsche da nur von einem Medi zum Anderen :?

Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 07.06.17, 11:15

Liebe Jamie,

ich bestelle wieder viel Kraft für Dich beim Universum. Fühle Dich gedrückt :hug:

Liebe Grüße

Muryell
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Ululu
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Ululu » Mittwoch, 07.06.17, 13:01

Liebe Jamie,

das ist ja echter Horror, den du da durchmachst.
Ich schicke dir schon mal viel Mut.

Hast du dich mal über eine Behandlung unter Hypnose informiert? Ich weiß, dass es Zahnärzte gibt, die so etwas anbieten.

Wäre nur nochmal eine Idee, ich weiß ja nicht, ob das für dich in Frage käme.

GLG Ululu
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Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 07.06.17, 15:49

Liebe Jamie!

Du bist fest in meinen Gedanken, oft am Tag, besonders zu einer bestimmten zeit am Abend.
Ich wünsche Dir Erlösung vom Zuviel,
Lösungen für die schwere Pflege Deiner Eltern
und Begleitung,liebevolle Begleitung auf all Deinen schweren Wegen.

von Herzen
Katharina :hug:

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Borusse09 » Mittwoch, 07.06.17, 17:20

Hallo Jamie, wo wohnst du eigendlich.
Ich habe mir auch Zähne ziehen lassen sogar und habe ja immer schreckliche Symthome.
Aber bei dem Arzt wo ich war der ist super toll und sehr vorsichtig und auch mit Betäubungen. Könnte dir den Namen des Zahnarztest gerne schreiben.
Bei mir wirken die Betäubungen auch nicht gut oder halten nicht lange an, aber es hat bei ihm geklappt.
Ich bin ja gelernte Zahnarzthelferin und ich könnte mich ja mal erkundigen welche Betäubungen es noch so gibt die ohne Adrenalin sind.
Was ich auch immer gemacht habe, nach den Behandlungen Toxaprevent eingenommen das
Entgiftet das Anästhetikum und nimmt auch noch Histamin weg.
Hilft sehr sehr gut.
Ist teuer aber wenn du magst kann ich dir gerne mal etwas zuschicken und du probierst es mal aus.
Es hilft wirklich sehr gut.
Melde dich einfach und liebe Grüße Petra .
Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
Magen und Darmspiegelung bekommen und zweimal ein MRT mit Komtrastmittel gespritzt bekommen.
Diverse Entgiftungen gemacht und HWS Behandlung beim Osteopathen und Chiropraktiker.
Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
Geruchssensibelität und Elektrosensibel geworden.
Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
Von August 2014 bis Januar 2015 täglich 2 mg Tavor eingenommen und dann innerhalb 8 Wochen ausgeschlichen , wobei ich das letzte vierte so abgesetzt habe. Danach alle Symthome wieder schlimmer vorhanden.
Fast vier Monate ohne Tavor .
3 Wochen in Amerika in einer Umweltklinik, könnte die Behandlung leider nicht vertragen denn in den Spritzen zur Resensibelisierumg war auch Natriumchlorid enthalten.
Ab Mitte Juni 2015 nehme ich jeden Tag 1 mg tavor ein weil die Überreizung nicht aufhört.
Ende Feburar 2016 Schilddrüsen komplett OP und seit dem Versuch von Einnahme der Schilddrüsenhormone, was noch mehr zur Überreitzug führt und mein Histamin wird immer schlimmer.
Verträge das Tavor seit dem auch kaum noch.
Symthome seit Einnahme der Schilddrüsenhormone, Unruhe , totale überregbarkeit des Nervensystems ,trockene Schleimhäute und Haut sowie trockene Haare. Juckreiz am Körper, kaum noch etwas essen können, erschöpft, lichtempfindlicher, Geruchssensibeler, gereizter Magen und Darm, Ausschlag im Gesicht , Nackenschmerzen,elektrosenibelität noch stärker, Konzentrationsprobleme,
Trockene Augen , Exeme an den Ohren und noch einiges mehr.

Snowman

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Snowman » Mittwoch, 07.06.17, 21:38

Hallo Jamie Schwesterchen,
Ich habe eine ziemliche Menge von dem Zeug gebraucht und Gott sei Dank hatte ich keine Schmerzen, als er an den beiden Zähnen herumbohrte.
Ich las das du dir die Zähne sanieren lassen willst, hast du zufällig Amalgamplomben? Wenn ja, dann musst du höllisch aufpassen, das du nicht noch mehr vergiftet wirst! Das kannst du bestimmt nicht gut brauchen. Ich habe da große Erfahrungen darin, weil ich selber 16 (!) Amalgamplomben hatte.
Seit Samstag ist die Übelkeit leicht besser und Kreislauf stabilisiert sich auch langsam; aber dieser widerliche grässliche Geschmack ist immer noch da.

Kann mir jemand mal sagen, wie es jetzt weitergehen soll?
Also ich würde Ölziehen! hilft immer, insbesondere gegen den schlechten Geschmack im Mund. LG.
Zuletzt geändert von Snowman am Mittwoch, 07.06.17, 22:31, insgesamt 1-mal geändert.

Snowman

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Snowman » Mittwoch, 07.06.17, 21:49

Hallo Schwesterchen, :-)
Und jetzt muss ich einfach nur weinen. Es macht mich so fertig :cry: . Diese Anspannung, die Ungewissheit.
Ich bin so unglücklich und frustriert. Ich weiß überhaupt nicht wohin mit diesem Ballast.
Ich erreiche auch gerade keinen, A nicht, meine Mutter nicht, meine Schwester nicht und B auch nicht.
Ich will, dass das endlich ein Ende hat, dieser Alptraum-
Och du armes Kind. Komm lass dich vom Onkel Snowman einmal kräftig Virtuell knuddeln. Schade das ich nicht bei dir in der nähe bin, ich würde dann einfach so bei dir sein und dir zuhören. Also mir hilft das jedenfalls ungemein, wenn es mir schlecht geht und ein guter Freund/in ist bei mir und tröstet mich oder ist einfach nur da.

Wir sollten wirklich eine Rubrik starten wo wir so eine Art Task-Force haben und uns gegenseitig unterstützen, wenn wir Leidensgenossen haben, die in der nähe sind. LG.

Katharina
Beiträge: 5015
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 07.06.17, 22:48

Hallo!

Das wäre gut.
Einfach gut.

Gute Nacht,
Katharina
► Text zeigen

Snowman

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Snowman » Donnerstag, 08.06.17, 9:18

Hallo liebe Katharina,
Hallo!

Das wäre gut.
Einfach gut.

Gute Nacht,
Katharina
Wer sollte uns denn sonst Helfen wenn nicht wir uns gegenseitig Helfen? Wer sollte einen besser verstehen, als einer der das gleiche Problem hat? Ich habe den großen Fehler gemacht, da ich aufgeschlossen und Selbstbewusst bin, das auch Leuten, (z.b. Stammkneipe) zu erzählen, mit dem Ergebnis, das vom anfänglichen Verständnis, sich das genau ins gegen teil gekehrt hat. Die verstehen das einfach nicht und dann kommt irgendwann "reiss dich mal zusammen" und danach schreiben sie dich ab und die Situation kippt dann auf die Negative Seite.

Ich sehe da draußen nur eine gleichgültige Masse, die sich übers Wetter unterhält und ansonsten genug eigene Probleme hat. Ich z.b. bin täglich mit dutzenden Menschen zusammen, bin aber immer allein. Die Ärzte kannst du auch vergessen, wo sind denn die paar noch, die wirklich am wohl ihrer Patenten interessiert sind. Es geht nur ums Geld letztendlich, habe ich das Gefühl.

Einfach mal ein Thread mit den PLZ und dann eben den Mut haben auch zusammen zu kommen. Ich bin überzeugt, das die meisten hier, (mir wird das auch allmählich klar) auch vor allen deshalb Krank sind, weil sie alle mehr oder weniger alleine dastehen, insbesondere wenn was passiert. Mir geht es genau so. Meine selbstbestimmte Freiheit und Eigenständigkeit, zeigt (so schön es ist) jetzt die negative Seite.

LG
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Snowman

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