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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Marcilie

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Marcilie » Freitag, 13.12.19, 20:36

Liebe Jamie, :)

ich bin's Marcilie (war mein alter nick).

das hört sich ja echt schlimm an was du weiterhin noch alles in der letzten Zeit durchmachen musstest. ich finde es aber wirklich erstaunlich wie du dich in dieser Situation so durchboxt!!
ich hoffe sehr das deine Schmerzen jetzt nachgelassen haben und das der Kiefer nicht mehr solche faxen macht, vor allem wenn du gerade was essen möchtest.
ich hoffe , der Gott behütet und beschützt dich in deiner schwierigen Lage und wünsche mir so sehr , das du wieder schnell gesund wirst.
ich könnte jetzt sagen mache das beste aus der Situation, aber das ist ja dann einfacher gesagt als getan.

alles gute und auf baldige Besserung!🍀🍀🍀🍀
liebe Grüsse,
Marc

Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 19.12.19, 2:43

Guten Abend-Nacht-Morgen liebe Fories :)

Wenn man gedacht hat, die letzten Wochen seien schlimm gewesen, so kann ich versichern, die waren nur der Anlauf für das Megadesaster, mit dem ich seit über 3 Wochen konfrontiert bin.

Wie es nun definitiv und endgültig scheint, habe ich eine Gesichtsnervverletzung davon getragen, eine Verletzung des Trigeminusnervs.

Ich renne seit knapp einer Woche jeden Morgen weinend die Türen meiner Hausarztpraxis ein und sitze schniefend abwechselnd bei ihm oder seiner Kollegin. Wir haben listenweise jede infrage kommende Schmerzklinik, Ambulanz oder Praxis abtelefoniert, stundenlang.
Das kann man meinen beiden Ärzten überhaupt nicht hoch genug anrechnen.

Immer wieder Vertröstungen. Absagen und Neins. Mit dabei waren Uniklink Gießen / Marburg und Uniklinik Würzburg, das Betha*ienkrankenhauf Frankfurt, Schmerzzentrum-Rhein-M+in, Schmerzpraxis am R., Schmerzzentrum am Hei*ig Geist Hospital, private Schmerzzentren. Schmerzpraxis B., Schmerzpraxis F.
Ich habe die Terminvermittlungsstelle der Krankenkasse angerufen, nichts zu machen. Unmöglich vor Weihnachten oder zwischen den Jahren Termine zu organisieren,

Egal was die Ärzte oder ich probierten, immer nur ein abschmetterndes Nein.

Wenigstens die Unikliniken riefen meine Ärzte aus Mitleid und weil meine Docs dort persönlich anriefen und auf ein Arztgespräch insistierten, zurück, und gaben dann telefonisch Schmerzmedikationspläne durch, was sie mit mir anstellen würden, wenn ich jetzt bei ihnen wäre.
Das hat zur Folge, dass ich seit mehreren Tagen fast täglich neu eingestellt bin und werde, allerdings mit wenig Erfolg.

Am schlimmsten war es am Sonntag, als mich die Neurolog. Notaufnahme der Uniklinik Frankfurt, obwohl ich weinend vor Schmerzen mit Dringlichkeitsweinweisung vor ihnen stand, abwies.
Man würde keine reinen Schmerzzustände behandeln, außerdem sei sowieso kein Bett frei und ich solle erst mal 3 Wochen Oxcarabzepin probieren und aufdosieren und wenn das nichts helfe, einen Termin (ha ha) in der Ambulanz ausmachen.

Es gab einen einzigen Tag in den letzten 2 Wochen, an dem es schmerztechnisch ging, und das war letzten Freitag, als mich die Hausarztpraxis in ihrer Verzweiflung 2h an einen Opioid-Tropf (Dolantintropf) hängte. Ich war mal 5h schmerzfrei, allerdings für 12 weitere Stunden völlig abgeschossen und das alleine.
Meine Mutter war in Urlaub und meine Schwester immer noch in Reha.

Die Hausärzte sagten auch, das muss die Ausnahme bleiben, ich gehöre in dem Zustand stationär aufgenommen und überwacht, denn es sind starke Medikamente. Nichts, was man zuhause noch verantwortungsvoll managen kann, auch nicht, wenn man einen pharmaz.-mediz. Beruf hat.
Ich bin am Ende. So verzweifelt.
Es ist eines der schlimmsten Gefühle der Welt, sich vor Schmerzen auf dem Boden krümmen zu wollen, und nur Absagen, Neins und Abweisungen zu erfahren.
Dass es schwierig sein würde in einer Schmerzklinik oder Ambulant unterzukommen, wusste ich, aber dass es ein solches Fiasko werden würde... :cry:

Ich möchte gerne mal die Schmerzen beschreiben, die mich um den Verstand bringen.
Aus dem OP Bereich des Oberkiefers und aus dem Bereich an Kiefergelenk / Schläfe links (operierte Seite) feuern Nerven in stärkster Schmerzstärke Schmerzsalven raus, zusätzlich zu einem permanent existierenden Schmerzgefühl, Druck und Ziehen im Oberkiefer.
Gleichzeitig, und das ist noch viel schlimmer, fühlen sich Mund, Mundschleimhaut, Zahnfleisch, Gaumen UND vor allem die Zunge so an, als ob man sie jede Minute mit kochend heißem Wasser verbrühen würde :cry: :cry: .
Die Schmerzen sind auch spiegelverkehrt auf die rechte Seite gewandert, als habe man mir dort auch den Ober- und Unterkiefer operiert. Wie Phantomschmerzen. Furchteinflößend, da auf der Seite nix gemacht wurde
Zudem Augenschmerzen, Ohrenschmerzen, Hautschmerzen am Gesicht.
Die Diagnose lautet: schwerste therapieresistente morphinpflichtige Trigeminusnervneuralgie bei frustraner Therapie.

Ich nehme und muss nehmen jetzt den heftigsten Cocktail meines Lebens:
Oxcarbazepin (Antiepileptikum), aufdosierend bis 1200mg [momentan bin ich bei 375mg seit Sonntag aufdosierend]
Arcoxia 90mg
Morphin Tropfen (Dosis ausloten)
Amitriptylin 25mg über Tag verteilt
Hydromorphon retard (Dosis ausloten)
Tramadol
Tilidin (eins von beiden, wenn ich mal vom Morphium Pause machen will)
Temgesic (Buprenorphin) sublingual bei Schmerzspitze
hochdos. Vit B Komplex
bei Bedarf Beruhigungsmittel (Bromazepam)
bei schwersten Schmerzen Fahrt zum ärztl. Bereitschaftsdienst für Dolantin (Pethidin)-Infusionen i.v. über 2h in NaCl.

Die vorher ausprobierten Medikamente (Pregabalin, Ibuprofen, Ibu retard 800, Dexketoprofen, Diclofenac, Naproxen) haben mittlerweile ihre Wirkung verloren, sodass ich sie nicht mehr nehmen kann / brauche.
Bzw. das Lyrica musste ich wegen schwerer NW (völlige Desorientierung, eingestellter Schluckreflex, geschwollene Brüste mit beginnendem Milcheinschuss schon nach 2 Tagen bei 50mg) absetzen und weigere mich es noch mal zu nehmen.

Ihr könnt euch nicht die Verzweiflung vorstellen, wie das ist, nur noch - und das freiwillig - sich ins Krankenhaus an einen Schmerztropf hängen lassen zu wollen und nur Absagen zu kassieren.
Ich bin so am Ende, ich finde keine Worte mehr dafür.
So erschöpft, schwach und zittrig.
Ich habe über 1,5 Kleidergrößen abgenommen, kann nur noch Babygläschen essen, wenn überhaupt.
Ich vergesse essen und trinken und vegetiere vor mich hin, unterbrochen noch von letzten Kraftakten bei Ärzten.
Phasenweise übernachtet meine Mutter bei mir, damit ich nicht alleine bin, wenn die Panik besonders stark ist.

Unser Gesundheitssystem hat Stärken und Schwächen, aber das ist ein unhaltbarer Zustand!
Meine Angehörigen und Freunde sind fassungslos; und das sind auch meine behandelnden Ärzte.
Sie sagen es geht gar nicht, dass Notaufnahmen so Patienten wie mich abweisen, zumal mit Dringlichkeitseinweisung. Aber das Problem ist nun mal, dass der Trigeminusnervneuralgie keine akute Ursache zugrunde liegt - und da kann man dann nichts therapieren oder die Ursache auflösen und damit bin ich als Patient nur kostenintensiv und völlig unattraktiv.

Ich kann nicht in Worte fassen, wie schrecklich die letzten Tage waren. Ich habe jeden Tag aufs Neue gehofft und gebetet, dass sich eine Lösung finden lässt, ein Arzt sein Herz erweicht, aber dem war nicht so.
Jetzt bleibt nur aushalten bis zum 16.1. - da wurde mir nach ausdrücklichem Insistieren meiner Hausärztin ein Ambulanztermin in Gießen (ist nicht gerade um die Ecke) angeboten. Noch nicht mal statiomär, aber wenigstens ambulant... Noch einen Monat durchhalten...

Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, dem Gesundheitsministerium einen Brief zu schreiben!
Aber auch das wird nur Kraft kosten, die ich nicht habe. Ich schleiche wie ein Zombie durch die Gegend, zitternd und schwach, voller Angst und Schmerzen und stehe vor mittlerweile 15 Schachteln Medikamenten und weiß nicht, was ich nehmen soll, weil nichts richtig hilft... :oops:.

Und ich bin oft schlaflos.... wie ihr seht.... vor Schmerzen und Aufgewühltsein und weil der Körper Amok läuft.. ständig muss ich Betablocker nehmen, weil das Herz vor Schmerzstress so rast...

Ihr Lieben, ich wünsch euch was. :group:
Ich versuche die Hoffnung nicht fahren zu lassen.
Jamie
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Schwimmerin
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Schwimmerin » Donnerstag, 19.12.19, 9:32

Liebe Jamie

Ich kann nicht in Worte fassen, wie leid du mir tust - es ist einfach so ungerecht, sniff.. :(

Spontan kommt mir eine sunnyrose vom forum in Sinn, die eine Zeit lang in ein Sanatorium ging um sich ihrer Genesung zu widmen, aber bei dir sind ja die Schmerzen das Schlimmste.

Wenn ein bisschen Geld etwas helfen würde, einen freier Platz in einer Schmerzklinik vll als Privatpatient zu bekommen, dann gibt es hier im forum bestimmt Etliche, die dir gerne in Form von Geld etwas zurück geben würden, wenn du es nicht verdient hast, wer dann?

Ich wünsche mir so sehr dass du richtige Hilfe erfahren darfst und das in absehbarer Zeit.

Liebe Grüsse
Schwimmerin
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Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 19.12.19, 9:49

Liebe Jamie !

Bevor ich gehe einen großen herzlichen Gruß
und Wünsche für Dich endlos
🍀.

Ich bekam nach der pancreatitis Dolantin Tropfen für die erste Zeit Zuhause plus Plan der Einnahme und Hausbesuche Beratung etc.
( Dolantin KH über Perfuser ( wenn das Gerät so heißt)

Ebenfalls Hausbesuche da ich zu schwach war, mit reduzierplan für dieses Medikament.

Ich schreibe dies aus meiner Erfahrung, Jamie;
es war das einzige Schmerzmittel welches half
und das einzige welches innerhalb von ca. drei Monaten problemlos zu reduzieren und abzusetzen war.

Es klingt so platt, und doch zum Trotz:
Alles alles erdenklich Gute weiterhin auf einem baldigst leichteren Wege für Dich.

Herzlich,
Katharina
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stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Donnerstag, 19.12.19, 10:18

Liebe Jamie, :hug:

ich bin sprachlos gegenüber deinem Leid und ich habe einen solchen Zorn gegenüber dem Gesundheitssystem.
Sicher gibt es auch viele positive Fälle, aber ich selbst habe auch schlimme Erfahrungen und was ich von Bekannten höre, ist auch schwer aushaltbar.

Liebe Jamie, ich wünsche dir alles erdenklich Gute und hoffe das dir baldigst geholfen werden kann.

Liebe Grüße
Renate
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Jofab
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 19.12.19, 10:32

Liebe Jamie, :hug:

ich bin fassungslos, was du erdulden musst !
Das allein ist schon grausam genug - aber das du keine Hilfe bekommst, ist ein Sandal.

Ich wünsche dir Kraft, das durchzustehen.

Alles Liebe
Ilse
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 19.12.19, 10:50

Liebe Jamie

es macht mich sehr betroffen, was du aushalten musst. Und das schon so lange.

Der Trigeminusnerv macht einen schon phasenweise mürbe, es ist kaum vorstellbar wie du zu leiden hast :(

Und als wäre dem nicht genug, kommt auch noch die absolut unzureichende Versorgung dazu. Es ist schon sehr traurig, wenn man hilflos und abhängig ist, wie sehr man in der Luft hängt.

Liebe Jamie, ich wünsche dir alles Gute und hoffentlich endlich Besserung deines physischen und psychischen Zustands.

Liebe Grüße
Anna 🍀
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- bei Bedarf Magnesium
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Levande » Donnerstag, 19.12.19, 11:24

Liebe Jamie,

es ist so unglaublich, was Du durchmachen musst und aushälst. Meine Gedanken sind bei Dir. Ich wünsche Dir so, dass das Leid was Du solange durch machst, sich durch eine gute Hand in Luft auflöst. :fly:

Als ich Deine Nachricht las, dachte ich, was muss in Dir eine Kraft und Klarheit stecken, dass Du uns bei den Schmerzen, der Wut, der Schlalosigkeit und Verzweiflung so eine lange und strukturierte Nachricht senden kannst.

Ich wünsche Dir, dass Du die Kraft, die in Dir steckt, auch wieder spüren kannst und sie immer weiter wächst.

Alles Gute :hug:

Levande
[
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-27.11.2019 Agomelatin 0 mg

lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 19.12.19, 11:38

Mein Liebelein, jamie!

Mir fehlen dazu die Worte.... was soll man zu so einem Elend noch sagen...?

Ob eine Höherdosierung und vor allem regelmäßige Einnahme des Benzos dein System etwas beruhigen könnte?
Das Ausschleichen würdest du dan genauso wieder schaffen wie beim ersten Mal!

Hast du es schon mal mit höheren Dosen regelmäßig porbiert?

Ich schaffe es dzt. auch nur mir einer solchen Hilfe, ohne wäre ich vollkommen ausgeliefert.

Unvorstellbar dass man dich nicht aufnimmt mit einer solchen Symptomatik....

Ich nehme dich ganz vorsichtig in den Arm und schicke dir wirklich mitfühlende Grüße!


GLG
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Kaenguru
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Kaenguru » Donnerstag, 19.12.19, 12:03

Liebe Jamie,

Ich bin fassungslos, was du erleidest und wünschte man könnte deine Schmerzen einfach wegzaubern.

Leider habe ich keinen Rat und keine Idee.

Ich möchte dir ganz viel Kraft schicken :fly: :fly: :fly: :fly: :hug: :hug:
Du bist in meinen Gedanken.

Liebe Grüße :hug:
Sarah

Marcilie

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Marcilie » Donnerstag, 19.12.19, 12:42

Liebe Jamie, :)

Ich habe Schonmal von dieser Erkrankung gehört und die sollen auf der höchsten schmerzskala verweilen :(
ich finde es ebenfalls wirklich unverantwortlich von den Ärzten/Kliniken, das sie dich im Stich lassen :evil: :cry:
auch macht mich das sauer , das sie nur auf das Geld und ihre Zeit vorziehen, anstatt dich als Patientin aufzunehmen. das zeigt mir wieder wie es in dieser Gesellschaft steht.. aber das ist meine eigene Meinung und jetzt nur nebensächlich...

ich bewundere deine innerliche Stärke , die du trotz allem beibehälts, deinen positiven glaube in der schlimmen Situation und einen kühlen Kopf behälts.
auch ich schliesse mich einigen foristen hier an und habe heute morgen nicht schlecht gestaunt, wie klar und trotz der Situation durchdacht und auch noch positives in deinem Text geschrieben hast. ;)

ich kann völlig verstehen, das bei dieser Situation nicht mehr an schlafen zu denken ist , es ist wirklich furchtbar.

ich hoffe wirklich,das ab Januar schnell eine Lösung für dich gefunden wird und dein Leben wieder lebenswerter wird und das so viel leid endlich ein Ende hat - das hast du absolut nicht verdient!!

sende dir viel Kraft für die weitere Zeit!!

Liebe Grüsse,
Marc

padma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von padma » Donnerstag, 19.12.19, 12:55

liebe Jamie, :)

ich bin bestürzt, das zu lesen, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie unerträglich solche Schmerzen sind. Es muss so qualvoll sein.
Dass dich keine Klinik als Notfall aufnimmt ist ein Skandal.

Ich hoffe inständig, dass du bald Linderung erfährst.

Du bist in meinen Gedanken,
alles Liebe, :hug: :hug: :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Siggi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Siggi » Donnerstag, 19.12.19, 13:54

Ach mein Liebes, <3

ich bin entsetzt, betroffen und nur noch fassungslos, wie menschenunwürdig sich dein Zustand zuspitzte.
Und, keine Klinikaufnahme weit und breit....

Wieviel muss und kann ein Menschlein überhaupt noch tragen und ertragen?

Ich bitte unsern Herrn inbrünstig um Hilfe in deiner so schweren Not.
Man steht so hilflos daneben :censored:

Lass dich ganz innig umarmen und dir von Herzen etwas menschliche Erleichterung wünschen!

Alles Liebe Siggi <3 <3
Mein Absetzverlauf:
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Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Donnerstag, 19.12.19, 14:09

Liebe Jamie, :hug:

dein Bericht macht mich fassungslos und hilflos.

Ich möchte dich halten und trösten. :hug: Ich bete für dich. <3

Viel Kraft und ganz schnelle Linderung, tapfere Jamie!

Rosenrot
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Uma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Donnerstag, 19.12.19, 14:27

Liebe Jamie♡♡♡♡

mir fehlen die Worte, ich bin total erschüttert und entsetzt und kann nicht glauben, wie sehr man dich im Stich lässt, es ist unfassbar!!!!!!!!!!!

Wenn ich dir nur helfen könnte, es berührt mich zutiefst, was du durchmachen musst und dass schon so lange.

Ich sende dir alle Kraft dieser Welt und hoffe sooo sehr, das es für dich endlich eine Zeit der Linderung gibt!!!!

Meine Gedanken sind bei dir und ich fühle sehr mit dir♡

Eine liebevolle Umarmung von Uma
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lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Donnerstag, 19.12.19, 14:35

Hallo!

Ich noch mal:
eigentlich ist das Verweigerung der ersten Hilfe Maßnahmen, und steht unter dem Gesetzt der unterlassenen Hilfeleistung.

Sowas sollte mal einem Patientenanwalt geschrieben werden, oder einer Zeitung etc.

Das macht mich sowas von wütend!!!!

GLG
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Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 19.12.19, 15:25

doppelt
Zuletzt geändert von Bittchen am Donnerstag, 19.12.19, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Donnerstag, 19.12.19, 15:34

Liebe Jamie,

jedes Wort was ich hier schreibe,kann nicht ausdrücken,wie nahe mir dein Martyrium geht.
Leider habe ich schon von der höchsten Stufe dieser Schmerzen gehört.
Auch ich weiß keinen Rat,denn mein Wissen, jetzt durch deine Schilderung,ist nur das Internet.
Was ich da gelesen habe,macht mich sehr bestürzt.
Da hast auch du bestimmt schon alle Informationen nachgelesen, in deiner Not.
Es bleibt mir nur,dir zu wünschen,dass du irgendwie und ganz schnell Linderung erfährst.
Es tut mir so sehr leid.

Liebe Grüße
Brigitte

Vielleicht findest du ja hier neue Erkenntnisse,die dir helfen können,das würde ich dir so sehr wünschen.
https://www.mylife.de/magazin/krankheit ... ilft-10421

https://www.kliniken-koeln.de/Merheim_N ... eminus.htm
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Marcilie

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Marcilie » Donnerstag, 19.12.19, 16:45

eigentlich ist das Verweigerung der ersten Hilfe Maßnahmen, und steht unter dem Gesetzt der unterlassenen Hilfeleistung.

Sowas sollte mal einem Patientenanwalt geschrieben werden, oder einer Zeitung etc.

Das macht mich sowas von wütend!!!!
@lunetta hat wahre Worte getroffen!!
sowas ist einfach nur nicht zu fassen :evil:

Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Fledermaus » Donnerstag, 19.12.19, 16:56

Liebe Jamie,

Ich bin entsetzt und fassungslos wie du leiden musst und vor allem wie man dich leiden lässt!
Was würde sein, wenn man dich mit dem Notarzt in die Klinik fährt? Abweisen dürfen sie dann doch nicht, oder?

Liebe Jamie ich sende dir viele Kraftpakete :sports: :sports: :sports: . Halte durch, wir sind bei dir :group:
Ich bitte um schnelle Linderung für dich.

Lg
Fledermaus
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