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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Philine
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Philine » Donnerstag, 19.12.19, 17:22

Liebe Jamie,

ich denke voller Mitgefühl an dich. Ganz schlimm, was du da aushalten musst.

Ich verstehe allerdings nicht, warum diese Trigeminusneuralgie "keine Ursache" habe:
Ist sie denn nicht durch die Operation gekommen?

Du hattest oben geschrieben, dass der Zahn extra gezogen würde, weil bei einer erhaltenden Wurzelresektion eine Nervenschädigung passieren könnte.
Und das ist jetzt bei der "Totaloperation" trotzdem passiert?
Wenn es wirklich ein Operationsfehler war oder eine Operationsfolge, dann ist es umso unbegreiflicher, dass du nicht nachbehandelst wirst wegen der Schmerzen. Könntest du nicht darauf bestehen, in der operierenden Klinik nachbehandelt zu werden?

Naja, das hast du alles längst durch.
Du musst überhaupt nicht antworten, das sind nur meine Gedanken dazu.

Ich hoffe inständig, dass das reversibel ist für dich.

Lg und viel Kraft
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
seit Dez. 2018 Sertr. 25, langsam runterdosiert auf 16
weitere Medikation:
nach SD-OP 100 Euthyrox
Calcium 500

krasiva
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von krasiva » Freitag, 20.12.19, 20:46

Liebe Jamie,

es macht mich sehr traurig und wütend was du jetzt durchmachen musst. Ich bete für dich, dass sich eine Lösung so schnell wie möglich findet und du Linderung erfährst.

Ich habe gelesen, dass Lavendelöl (direkt eingetragen oder als Kompresse) Linderung verschaffen könnte. Hier paar Öle, die dir helfen könnten:

Lavandula Oleum äth. 10% Wala
Aconit Schmerzöl Wala
Für Kräftigung des Körpers und gut für loslassen: Moor Lavendel Körperöl von Dr.Hauschka (wenn zu müde nur die Füße massieren)
Für Herzgegend gut als sanfte Massage mit sanfter Wirkung: Aurum / Lavandula comp. (25 g) man braucht ganz wenig (abds. oder bei Bedarf die linke Brust einmassieren)

Ich drücke dich ganz vorsichtig Jamie und bin in Gedanken stets bei dir, bete für dich. Sei ganz lieb gegrüßt,

krasiva :)
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Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Samstag, 21.12.19, 19:37

Liebe Jamie,

Was kann ich Dir schreiben
ich weiß es nicht -

Ich erinnere mich an jemanden der durch Gesichtsherpes eine Trigeminusneuralgie erlitt.
Es wurde wie Du es tust alles probiert.

Ich glaube man kann 'nur' alle möglichen versuchten Medikamente die der Körper bei sich behält - nehmen.

Ich würde nicht im Traum an Reduktion denken, Wahnsinn -
sondern ausschließlich auf jede Form der Linderung fixiert sein und das, was Linderung mit sich bringt die Kraft für den nächsten Moment der endlos lang sein möge bitte

Ich erinnere zum Glück für mic, zum Horror der Aussenstehenden (aber die müssen da zur Seite treten),
wie ein sich einengendes Gesichtsfeld erlebt man eine Welt
der besonderen Art,

ich vermute der Körper hat ein 'Notfall -System-Modus
zum Glück

ja und man vergisst zu trinken
eigentlich vergisst man alles um sich heund weg mit denen die ihre Ratschläge ausbreiten.

Die habe ich kaum gehört, ich weiß aber sie waren da.

Die Frage was nehme ich wie schädlich usw stellt sich nicht.
Linderung, das fordert Körper und Geist und zwar zurecht um jeden Preis.

Es hat etwas vonVegetieren dieser Not-Modus,
ich war froh darum.

Und erschrocken danach viel später - aber dankbar, sicher dankbar
denn der Medikamentencocktail hat mich auch ‚beschützt.
Ondansetron in der Infusion/Ringer
ein Segen

Wenn Du dann noch Wut empfindest
schreibe imaginär den Beschwerde Brief.

Diktiere ihn laut das hilft der Atmung,
keine Ironie ich meine es ernst;

Beschwere und klage an, das hält und trägt.
Egal welche Worte, schrei, schimpf.

Sie können froh sein dass man nicht um sich schlägt
dem Ausrasten nahe und zu Recht -
sie wären in genau der selben Situation und das wissen sie.

Die Medizin weiß was Nervenschmerz heißt im Buch,
jedoch nicht diejenigen die ihn nicht erlebt haben mindestens 8 Tage und Nächte am Stück
sollten bitte still sein.

Was kann ich Dir sagen, Jamie.
Dass das was geht, im Körper bleibt -

Das Du nicht zu lang alleine bist
in jeder Hinsicht
so wie Du es wünscht und so wie es notwendig ist
das jemand die wichtigen Werte ambulant nein, bei Dir zuhause wenn Du nicht stationär sein ‚darfst‘
kommt und misst.

Das ist mehr als ‚all in a tumble‚
Jamie
Das ist sehr zuviel -

Katharina

Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Katharina » Sonntag, 22.12.19, 14:28

Liebe Jamie,

Kannst Du Düfte, Gerüche ertragen beziehungweise leiden ?

Wenn mir etwas zuviel wird oder wurde
konnte ich zu den Düften eine Zeit und war von mir entfernt.

Vielleicht kurz, aber kurz könnte eine Pause sein.

Trinken ist manchmal kaum möglich da half die Ringerlösung
oder das was gut schmeckte an Getränken
wenn dieser Weg möglich war.

Ich mag den Süden und orientalische Düfte,
Cananom/ Ciamon ein kleines wenig direkt auf der Herdplatte verbrennen und schon duftet es 'anders'.

Vielleicht magst/kannst Du Dich an Indien erinnern -

Oder frische Luft, einen Ventilator,
eine Blüte
Farben durch Tücher über Lampen legen, vor dass Fenster oder auf die Decke, sichtbar
verändern die Stimmung im Raum
blau kühlt, grün beruhigt, rötlich wärmt und erlaubt müde zu werden

Safran-fädchen im Tee oder Wasser
mit Honig oder ohne, wenn es nicht ekelt,

Klänge, Musik, binaurale Frequenzen ( gratis Apps )
manche mögen die Schuhmann Frequenz, manche konnten all das nicht ab.

Acoxia war weniger belastend als Ibuprofen
Du hast 90mg zusätzlich zu den anderen Medikamenten

andere Reiz-setzungen, das der Körper andere Signale erhält

durch Bürsten als Beispiel ganz weich, leicht oder fester wo am Körper ist gleich, wenn es behagt.

Kühle oder Wärme, laue Tücher, manche mögen kurze Berührung mit Eiswürfeln.

( Vorsicht: immer feucht wg. der Verbrennung, ich war oft nicht achtsam weil das Bedürfnis so stark war, das ich diese Überlegungen nicht beachten mochte;
es soll nicht klug daher kommen
ich weiß dass Du das weißt )

Ich habe gesehen es gibt eine Flohmarkt Rubrik
kann man Dir etwas zukommen lassen was Dir gut tun würde?

Herzlich, Katharina

Jamie, ich schätze Deine Souveranität
Deine Einfühlsamkeit und gleichzeitige Sachlichkeit
diese setzt Du jetzt für Dich um, vermutlich, so hoffe ich gibst Dir Zeit und Selbstaufmerksamkeit.

Du stehst fest, da wo Du stehst in dem Du Dinge und Bewegungen oder Diskussionen belässt;
das gehört dazu in einem gewissen Rahmen in einen großen Forum und dessen Teilnehmern.

Das Forum ist aufbereitet mit Basisinformationen,
Informationen für jedes Medikament sowie die möglichen Methoden die es erlauben sich damit zu befassen und es durchzuführen wenn ein Reduzierwunsch besteht inklusive einem Video dafür von Dir erstellt auf YouTube.

Ich kann es mir nicht besser vorstellen,
ich bin sehr dankbar darüber und wünsche Dir Ruhe.

Bittchen
Beiträge: 1172
Registriert: Freitag, 24.11.17, 9:35

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Montag, 23.12.19, 12:17

Liebe Jamie,
was du durchmachst, geht mir sehr nah und ich kann nur hoffen und wünschen,dass du Hilfe gefunden hast.

Alles erdenklich Gute für dich und ganz liebe Grüße
Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Philine
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Philine » Montag, 23.12.19, 22:20

Liebe Jamie,
auch du verbringst Weihnachten im Krankenhaus.
Ich wünsche dir so sehr Momente des Friedens und der Schmerzfreiheit.
👃
Philine
Mitte Okt. 2018-bis Mitte Jan. 2019: 30 x Tavor 0.5
Mitte Okt. – Ende Nov. 2018 Esci. 5-10-5 mg
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krasiva
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von krasiva » Dienstag, 24.12.19, 10:59

Liebe Jamie,

auch von mir schöne Weihnachten und gute Wünsche, dass es dir bald ganz gut gehen möge.

Warme Weihnachtsgrüße, :fly:

krasiva :)
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Rosenrot
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 24.12.19, 16:34

Liebe Jamie, :hug:

ich wünsche dir von Herzen ein hoffnungsfrohes Weihnachtsfest und hoffe, dass du in der Klinik gut umsorgt wirst.

Heilende Gedanken! :hug: <3
Rosenrot
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Uma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Dienstag, 24.12.19, 18:23

Liebe Jamie,

ich sende dir sooooo viele Glückssterne ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆
Und bete, das es Dich erreicht.

Meine Gedanken sind bei Dir <3

Alle Fenster dieser Welt mögen sich für Dich öffnen!!!!!

Alles Liebe von Uma
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Jofab
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Dienstag, 24.12.19, 19:19

Liebe Jamie,

ich wünsche dir möglichst schmerzfreie Weihnachtstage und die Hoffnung auf Hilfe und Linderung.

Mitfühlende Grüße :hug:
Ilse
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Marcilie

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Marcilie » Dienstag, 24.12.19, 19:30

Hallo Jamie, :)

Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest.
ich hoffe inständig, das du gerade jetzt zu dieser Zeit nicht so viel leid ertragen musst und das du viele nette Leute um dich hast , die dir Kraft und halt geben. :hug:

in diesem Sinne, viel Gesundheit , Kraft und eine besinnliche Weihnachtszeit. :group:

herzlich,
Marc

lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Freitag, 27.12.19, 15:45

Liebe jamie!

Ich muß grade so an dich denken...

Wie es dir wohl im KH geht, ob du überhaupt noch stationär bist, wie es dir mit diesem Haufen an starken Medikamenten geht.... ich hoffe sehr, dass zumindest eine Linderung damit erreicht werden kann!!!

Falls du mal die Kraft dazu hast, mach mal einen kleinen "Pieps", nur damit wir wissen, wie es dir geht!

Wenn nicht ist es auch nicht schlimm, dann wünsche ich dir nur das Beste und dass du liebe und empathische Menschen um dich hast, die dir helfen wollen und können, und dass du Linderung deiner schrecklichen Schmerzen erfährst!

Mitfühlende und LG!
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FineFinchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von FineFinchen » Freitag, 27.12.19, 19:52

Liebe Jamie, :hug:

ich denk an Dich und schick Dir einen Knuddler :hug:

Und den Knuddler hier, weil ich gestern an Dich gedacht habe :hug:

Und den hier, weil ich auch morgen an Dich denken werde :hug:

Und übermorgen :hug:

Und überübermorgen :hug:

Und einen, damit es Dir besser geht :hug:

Und einen, damit Du weißt, dass viele heilende Gedanken auf dem Weg zu Dir sind :hug:

Und einen, der Dich immer wieder daran erinnert, dass Du ein ganz lieber Mensch bist :hug:

Und einen, damit Du nicht aufgibst :hug:

Und einen, damit Du weißt, dass Du vermisst wirst :hug:

Und einen, damit Du weißt, dass Du nie wirklich alleine bist :hug:

Und dann schick ich Dir noch mehr Knuddler: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug: :hug:

Herzliche Grüße vom
Finchen
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Chor
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Chor » Samstag, 28.12.19, 13:29

Hallo Jamie,

ich schreibe dir, weil du mir so geholfen hast, als ich sehr verzweifelt war und meine Situation ebenfalls als ausweglos empfand.
Du und andere haben mir dazu geraten, ganz langsam auszuschleichen und erst dann den nächsten Schritt zu unternehmen,
wenn ich stabil bin. Da ich aber nie täglich TRANXILIUM eingenommen habe sondern nur nach Bedarf (manchmal,jeden Tag, manchmal alle paar Tage oder Wochen, konnte mir dieser Rat nicht wirklich helfen. Seit Jahren befinde ich mich also durch das ständige Einnehmen und Weglassen im Entzug. Ich habe die Dosis drastisch reduziert weiter nur eingenommen, wenn ich fühlte, das es nicht ohne geht.

Vor ungefähr 4 Monaten bemerkte ich bei mir eine Veränderung. Ich hatte keinen Wunsch, wieder TRANXILIUM einzunehmen. Ich habe dann sofort aufgehört und bin jetzt 4 Monate ohne Sucht. Leider aber mit starken Symptomen, wie du sie ebenfalls beschreibst. KRÄMPFE im Kopf, im Nacken, Schultern, Arm links, Hände, Brust, Rücken, linkes Bein, Gelenke, Augen, Kiefer, Lende, Hüfte, Bauch...

Ich habe das Gefühl, obwohl ich alt bin, schleichend alt geworden zu sein. Aber es gibt Momente, in denen ich mich wieder sehr jung fühle. In den Jahren, in denen ich Entzugssymptome durch die unregelmäßige Einnahme hatte, hätten bestimmt andere aufgegeben. Ich nicht. Ich will gesund werden und hoffe, mein Körper macht mit.

Ich hatte den Eindruck, dass es Dir lange sehr gut ging. Deshalb macht es mich traurig, dass du diesem heftigen Rückfall hat.

Ich hatte immer Angst viele unterschiedliche Mittel einzunehmen, wie du es gemacht hast. Das ist nicht gut.
Du schreibst auch von homöopathischen Mitteln (Arnica C30, Gelsemium ...) ich denke, damit hast du auch etwas falsch gemacht. Wer hat dir das verordnet ? Zu einer Hochpotenz ab C30 darf man keine anderen Hochpotenzen nehmen. Schon gar keine Niedrigpotenzen, da die mehr für akute Fälle sinnvoll sind.

Nimm zwei (2) Globuli C30 deines Konstitutionsmittels, wenn du es kennst. Lass sie einige Wochen wirken und wenn es dir gut tut, zwei (2) Globuli C200 des gleichen Mittels. (Heringsche Regel). Alles andere lass bitte weg.

Für Deine Psyche: bitte geh so oft es geht spazieren. Nimm einen Fotoapparat mit, dadurch verändert sich Deine Wahrnehmung.
Lies ein gutes Buch. Am besten Klassiker. Andere Menschen helfen dir nicht, konzentrier Dich immer auf ein einziges Symptom, dass du loswerden willst. Alle anderen ignorierst du einfach. Es wird dir besser gehen.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute, eine schnelle Besserung sowohl psychisch als auch physisch.

Ich weiß, was du durchmachst. Ich denke, ganz werden wir es nicht los. Aber soweit, dass wir besser damit leben können.

VG
Claude
Erste Erfahrungen mit Beruhigungsmitteln: ca. 1970 FRISIUM (obwohl sehr gutes Elternhaus Angst, Zwänge, Unruhe seit meiner Kindheit)
1980: Lexotanil (Grund: unter Solarium eingeschlafen, Kreislaufzusammenbruch, Panik), nach kurzer Zeit wegen Wirkungsverlust Tabletten entsorgt und keine mehr eingenommen
1985: Panikattacke auf beruflichen Reisen, Beginn mit Tranxilium (Dikaliumclorazepat)
-während der nächsten 30 Jahre unregelmäßige Einnahme von 10 mg oder 20 mg täglich oder nach Bedarf
(beruflicher Stress bzw. selbstgerechter Stress durch Ängste und Zwänge)

-Wegen schwächer werdender Wirkung zwischendurch immer wieder kalt abgesetzt
-wegen starker Ängste immer wieder begonnen

Seit 2012 (Ruhestand) mehrmals versucht davon los zu kommen, Intervalle verlängert, Dosis reduziert.
Verkrampfungen, Kopfdruck, Nachts schweißgebadet, Tags schwitzen oder klebrige Haut
Einnahme seit 2017: 07/2017 4 x 5 mg - 08/2017 3 x 5 mg - 09/2017 3 x 7,5 mg - 10/2017 3 x 5 mg
11/2017 2 x 10 mg - 12/2017 keine
Einnahme seit 2018: 01/2018 7 x 5 mg - 02/2018 7 x 5 mg - 03/2018 3 x 5 mg - 04/2018 5 x 5 mg
05/2018 2 x 5 mg
Juni - Oktober 2018: ? - 11/2018 5 x 5 mg - 12/2018 1 x 5 mg
Einnahme seit 2019: 01/2019 (5.1. 5 mg, 6.1. 5 mg, 16.1. 5 mg, 18.1. 5 mg, 20.1. 5 mg) - 02/2019 (12.2. 5 mg)
03/2019 (8.3. 5 mg, 11.3. 2,5 mg, 14.3. 2,5 mg, 19.3. 3 mg) - 04/2019 (3.4 5mg, 15.4. 2,5 mg)
18.4.-25.4. Tal. 1,25 mg / 5.5. 1,25 mg / 10.5. 2,5 mg / 16.5. 2,0 mg / 18.5. 2,0 mg / 27.5. 2,0 mg /
30.5. 2,0 mg / 10.6. 1,5 mg / 14.6. 1,5 mg / 19.6. 1,5 mg / 28.6. 1,5 mg / 30.6. 1,5 mg
4.7. 2,0 mg / 7.7. 5,0 mg / 16.7. 2,5 mg
Meine fast ständigen Symptome
Starke wandernde Verkrampfungen, Muskel- und Gelenkschmerzen zwischen den Einnahmen, starker Druck im Kopf, Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen, verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Flimmern und Beben im Kopf, Unruhe, Übererregung, jede Nacht schweißgebadet, am Tag schwitzen durch kleinste Belastung, Gelenkschmerzen nur linke Körperseite, Nacken/Halsschmerzen links, Schulterschmerzen bis in die linke Hand, Kopfdruck vom Auge links bis in den Nacken. Erschöpfung, oft müde und nicht belastbar, oft Schmerzen im ganzen Körper (an Fibromyalgie gedacht), Grippesymptome fast täglich, Taubheitsgefühle, Beine oft stramm oder kraftlos, nie ausgeschlafen, extremes Gähnen, ständiger Harndrang, Verdauungsprobleme, Überempfindlichkeit gegen Kunstlicht (Kaufhaus) oder Gerüche (Parfums), Hautveränderungen, Juckreiz, Ekzeme, krampfhaftes Zusammenziehen des Kopfes und des Nackens mit Beben. Schmerzen in den Fingern, dass ich nichts tragen oder anfassen kann.
Netzhautablösung 2017, Schlaganfall 2/2019

Ich habe Tranxilium nie mit anderen Mitteln (Paracetamol, Antibiotika...) gleichzeitig eingenommen und mache das auch heute nicht. Nehme Tranxilium nur, wenn es nicht mehr anders geht. Vielleicht ist das falsch. Ohne Benzo geht es manchmal nicht, mit Benzo geht es auch nicht. Es ist ein Kampf ums Überleben. Einer wird gewinnen.

Unverträglichkeit der meisten Arzneimittel. Versuche auch in meinem Alter ohne Medikamente auszukommen.

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Samstag, 28.12.19, 15:38

Lieber chor!

Ich weiß, dass du deinen post nur gut meinst!!!!!!!! ....aber ich glaube bei jamie ist das etwas anders gelagert.

Es ist ja nicht so, dass sie Symptome hat, die sie durch Spazierengehen und Fotografieren lindern könnte, sondern sie hat durch schwerste Zahnprobleme- und behandlungen, Nervenschädigungen erlitten, und die sind leider durch keinerlei Schmerzmedikamente, NL und/oder Benzos zu lindern gewesen.
Und dass man in tiefster Verzweiflung auch Homöopathie probiert, ist auch verständlich.

Und bei jamie kannst du dir sicher sein, dass sie nichts macht, was nicht fundiert ist - sie hat eine pharmazeutische Ausbildung, weiß also was sie tut.

Ihre Probleme haben auch nichts mit Entzug zu tun, sondern sind rein körperlicher Natur, und dass die Psyche irgendwann nicht mehr kann, wenn man wochenlang irrsinnige Schmerzen hat, ist auch nur allzu verständlich.

Ich bin mir 1oo%ig sicher, dass du ihr mit deinem post nur Mut zusprechen wolltest und es gut meinst, aber es ist bei ihr doch etwas anders gelagert, und nicht mit "normalen" Tipps und gutgemeinten Ratschlägen zu lindern.

Sie hat das einzig Richtige gemacht und hat sich stationär aufnehmen lassen, um mit scharfen Geschützen diese unmenschlichen Schmerzen abzufangen und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass das ein wenig funktioniert!!!!!!!!!!!!!!

Jamie, Liebelein, wenn du das liest, dann sei dir bewußt, dass wir hier alle an dich denken, dass wir mit dir mitbangen und mitleiden, und dass wir uns nichts sehnlicher wünschen, als dass man dir deine Schmerzen etwas lindern kann - egal womit, egal mit wieviel an Medikamenten - wenn die Zeit dafür ist, dass die Schmerzen nicht mehr dein Leben bestimmen, dann wirst du sie wieder langsam los und wenn nicht du, wer dann, schafft das dann!!!

Umarmung ganz vorsichtig und zart und GLG!
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Blumenwiese
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Blumenwiese » Samstag, 28.12.19, 15:50

lunetta hat geschrieben:
Samstag, 28.12.19, 15:38
Jamie, Liebelein, wenn du das liest, dann sei dir bewußt, dass wir hier alle an dich denken, dass wir mit dir mitbangen und mitleiden, und dass wir uns nichts sehnlicher wünschen, als dass man dir deine Schmerzen etwas lindern kann - egal womit, egal mit wieviel an Medikamenten
Da bin ich mir sicher!

Liebe Jamie, :hug:

Ich wünsche dir alle Kraft der Welt, um diese schwere Zeit durchzustehen.
:fly: :fly: :fly:

Ich denke viel an dich und hoffe, hoffe, hoffe....
Liebe Grüße
B L U M E N W I E S E


Diagnosen u. vorherige Medikation:
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Aktuelle Absetzverläufe:
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Aktuell:
Quetiapin 0-0-0-25 mg
Promethazin 10-0-25-10 (45 mg)
Bedarf: 2x10 mg Promethazin
*********************************
Sonstige Medikamente:
Artelac Complete, Chelidonium Rh D4, Movicol, Magnesiumglycinat, Cranberry, Lacto Seven
Bedarf: Salbutamol, Levociterizin, Ibulysin, MCP, Umckaloabo bei Erkältung

Lara_86
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Lara_86 » Samstag, 28.12.19, 16:38

Liebe Jamie,💐

auch ich möchte dir ein riesen Kraftpaket hier lassen.
Das sowas in Deutschland passieren kann, macht mich wütend...

Konntest du nun ein Krankenhaus finden, das dich aufgenommen hat?

Ich hoffe sehr, dass dir geholfen werden kann und der Schmerz endlich nachlässt.💕

Ich denke an dich.. 💕

Lg Lara
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Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Samstag, 28.12.19, 16:51

Liebe Jamie,

leider kann ich mich nur meinen Vorschreiberinnen anschließen und hoffe sehr,dass du noch Hilfe gefunden hast.
Das wünsche ich dir so sehr.

Liebe Grüße und eine tröstende vorsichtige Umarmung
Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von stubi » Samstag, 28.12.19, 18:24

Liebe Jamie, :hug:

ich denke auch sehr an dich und wünsche das diese Mächte dich tragen mögen und deine Leiden sich doch bitte verringern mögen.

Alles gute für liebe Jamie und das im neuen Jahr alles für dich besser laufen möge.

Herzlichst
Renate
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Samstag, 28.12.19, 21:37

Guten Abend, :)
hier ein Lebenszeichen. -pieps-
Ich tippe vom Handy aus und der Empfang ist schlecht; es ist mühselig, das vorweg.
Auf dem Handy dauert das alles so ewig.

Mit letzter Kraft und Biss bin ich letzten Freitag (20.12) abends in einem kleinen christlichen Krankenhaus über die Notaufnahme aufgenommen worden.
Ich war in einem desaströsen Zustand. Hätte die Ärztin es verweigert, hätte ich insistiert den Oberarzt sprechen zu wollen. Gott sei Dank hatte man ein Einsehen.
Ich hätte mich sonst auf den Boden geschmissen und so lange geplärrt, bis was auch immer passiert wäre.

Leider gibt es hier keine neurologische Abteilung, erst recht keine Schmerzabteilung, aber mir war alles egal, ich wollte nur noch an den Morphin Tropf.

Seit einer Woche bekomme ich retardiertes Morphium 10mg drei Mal täglich plus Morphintropf, wenn die Anfälle kommen. Morgens bekomme ich Sterofundin in die Vene zum Auffüllen meiner Elektrolyte, weil ich so wenig esse und trinke.

Ich dosiere (besser dosierte) Oxcarbazepin beginnend mit 75mg auf, bin jetzt bei 1200mg.
Oxcarbazepin soll nebst Hirn auch die Nerven beruhigen und somit den Trigeminusnerv beschwichtigen.
Es ist eigentlich ein Antiepileptikum.

Problem: ich vertrage es nicht gut. Es hat als Nebenwirkung meinen Natriumwert gesenkt, sodass ich nun Salztabletten dazu nehmen muss. Er verursacht Juckreiz. Und das Schlimmste: Seit gestern weiß ich, dass es meine Leber akut angreift.
Ich habe intolerabel hohe Leberwerte. Alle 3 über 300, Gamma GT sogar bei 350.
Zur Referenz: normal ist was zwischen 30-40.
Dabei hatte ich gestern den ersten Tag, wo ich mal kein zusätzliches Morphin bräuchte :cry:
Es ist so deprimierend und himmelschreiend ungerecht :oops:.

Durch die massiv gestörte Leber ist mir oft sehr übel, da hänge ich dann am Vomex Tropf bzw. MCP.
Die Ärzte haben schon das Wort Therapie Abbruch in den Mund genommen. Ich bin sehr verstört.

Ich hoffe, dass jemand der Ärzte meinen Zustand als so kritisch einstuft, dass man mich in eine Schmerzklinik mit Schwerpunkt Nervenschmerzen verlegt.
So kann das nicht weitergehen. Ich hab Angst um mein Leben (Leber) und die Schmerzen sind immer noch nicht befriedigend im Griff.
Aktuell liege ich auf der Inneren.
Ehrlicherweise hat man mir gleich gesagt, sich mit Trigeminusneuralgien nicht auszukennen.

Ich habe mittlerweile so viele selbst auferlegte und von den Ärzten abgesegnete Dinge; es ist kein Leben mehr. Ich kann kaum essen, trinken, schlucken, reden.
Alles essen wird püriert.
Ich kann den Kopf nicht nach links drehen, das provoziert einen Anfall. Ich kann mir die Zähne nicht putzen, das provoziert auch einen. Ich liege steif auf dem Rücken im Bett und bewege mich kaum, da kommen dann die Thrombose Prophylaxe Spritzen ins Spiel.

Gegen Panik und ich-weine-aus-Verzweiflung Anfälle bekomme ich Lorazepam; um die Nerven zu beruhigen und die Reizschwelle zu erhöhen Amitriptylin 24mg über den Tag verteilt.
Gegen die schwere Verstopfung durch das Morphium Macrogol, Abführmittel und salinische Klysmen.
Vor Stress hat sich auch noch meine ganze Gesichtshaut entzündet.... :oops:....


Dann noch das Übliche gegen die Gastritis und die Schilddrüsenunterfunktion und fertig ist der Körper, den man nach der Tortur nur noch in Gorleben bestatten kann.

Ich bin trotz allem unendlich froh und dankbar im Krankenhaus sein zu dürfen. Es wäre daheim alles längst eskaliert und ein so schwerer Fall gehört nun mal in eine Klinik! :evil:

Ihr Lieben, um was soll man in so einem Zustand bitten?
Da fällt mir wirklich nur noch ein verzweifeltes Herr erbarme dich meiner ein.

Passt auf euch auf
Jamie
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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