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Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Uma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Donnerstag, 09.01.20, 16:08

Liebe Jamie,

Ich denke so oft an dich und hoffe so sehr, das deine Schmerzzustände gelindert sind!!!!!!

Ich bin in Gedanken an deiner Seite und lass einen lieben DRÜCKER für dich da :hug:

Jeden Tag brennt eine Kerze für dich♡

Alles Liebe wünscht dir Uma
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Dangermouse
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Dangermouse » Samstag, 11.01.20, 10:55

Liebe Jamie,

auch ich möchte Dich wissen lassen, dass ich sehr an Dich denke und eigentlich täglich hoffe, dass es dir besser geht und dir Linderung verschafft werden kann!
Dicke Umarmung!

Alles Liebe,
Dangermouse
2001 depressive Episode 5 Monate 150mg Venlafaxin,
dann 1 Monat 75mg Venlafaxin, dann Schluss bis auf einige Zeit Schwindel und Verletzlichkeit keine großen längeren Entzugssymtome

2017 Panik- und Angsterkrankung, Nervenzusammenbruch Dez 17 - Januar 18 37,5 mg Venlafaxin zum Glück Forum gefunden und mit der Ausschleichmethode nach Kurzzeiteinnahme ohne große Folgen ausgeschlichen

Seitdem kämpfe ich mit Hoch und Tiefs, mal mehr und mal weniger Panikattacken und helfe mir mit VT, Neurexan, Lasea und Calmvalera je nach Bedarf.

Seit Ende September Pantozol 20mg morgens, da ich eine extreme Gastritis entwickelt habe, 1 Absetzversuch misslungen.

50 mg L- Thyroxin morgens wegen Unterfunktion

Ab 25.1.20 10 mg Omeprazol
Ab 30.1.20 12 mg Esomeprazol( da Übelkeit unter Omeprszol zu stark)
31.1.-13.2.20 15 mg Esomeprazol( zum Stabilisieren, da starke andauernde Übelkeit und Krankheitsgefühl)
14.2-19.2.20 13,5 mg
20.2.- 29.2.20 10 mg( stabilisiere mich gerade)
1.3.- 9.3. 8 mg( Übelkeit und Magenschmerzen stärker)
10.3 - 18.3. 6 mg es wird besser
19.3. - 27.3 4 mg fühle mich wieder richtig „ gesund“
28.3 - 6.4. 2 mg wieder vermehrt Übelkeit und Magenschmerzen
7.4. - 16.4. 1 mg

Kein PPI mehr :party2:
Mir ist immer mal übel und es rumort im Magen, das hatte ich unter PPI auch und viel stärker.

Sonne27
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Sonne27 » Sonntag, 12.01.20, 17:37

Liebe Jamie, 💐

ich habe heute mit tiefer Sorge gelesen das es Dir, gesundheitlich überhaupt nicht gut geht.

Mir fehlen noch immer die Worte, ich musste erst mal in mich gehen, so bestürzt hat mich dein Gesundheitlicher Zustand. Es tut mir im Herzen weh, du bist die gute Seele des Forums, hilfst hier an jeder Ecke und stehst mit Rat und Tat zur Seite, spendest Kraft und Mut...

und dann das... Ich hoffe Dir geht es mittlerweile ein bisschen besser und du bekommst Erleichterung. Am 16.01.2020 hast du ja in der Ambulanz deinen Termin und ich hoffe da kann man Dir helfen.

Bist du noch in der Klinik? Wenn ja konnte man dich in die geeignete Klinik verlegen mit der passenden Station, die vielleicht nochmal eine andere Idee haben um Dir zu helfen.

Liebe Jamie, ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft, Gesundheit, Durchhaltevermögen und Erleichterung.

Fühl dich umarmt💮

Liebe Grüße 😘
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Quietscheentchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Quietscheentchen » Montag, 13.01.20, 16:46

Liebe Jamie,

Ich bin unendlich fassungslos ob deines Leidens. Jeder Beitrag von dir bringt neues Elend ans Licht, das kann doch einfach nicht sein. Ich BETE für dich, liebe, liebe Jamie! Goldenes, heilendes Licht schicke ich zu dir, das dich sanft einhüllen soll.

Du hast mir mal deine Lieblingsaffirmation geschrieben, ich habe sie nie vergessen. <3

"Ich werde geliebt und geschützt. Alles geschieht zu meinem höchsten Wohl bzw. derer um mich herum."

Ich kann mir nun beim besten Willen nicht vorstellen, wie diese höllischen Schmerzen dir etwas geben oder dich etwas lehren sollen. Aber ich hoffe, du kannst dich an dem Schutz von oben noch ein kleines bisschen festhalten...?

Ich hoffe, es geht dir etwas besser. Ich wünsche dir, dass 2020 nicht mehr nur ein Durchhalten für dich ist, sondern dass du leben kannst. :hug:
Ich bin so besorgt um dich, wie wohl alle hier.

Liebe Grüße
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Rameike
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Rameike » Freitag, 17.01.20, 12:56

Jamie,

ich denke immer wieder an dich und hoffe jeden Tag, dass etwas gefunden wird, dass dir Linderung bringt!

Rameike
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Clarissa
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Clarissa » Dienstag, 28.01.20, 6:56

Liebe Jamie.

Ich schaue jeden Tag im Forum nach einem Bericht von Dir über Deinen Aufenthalt in der Schmerzklinik. Habe ich vielleicht was übersehen?

Meine Beschwerden ähneln Deinen, wenn auch zum Glück momentan nicht so ausgeprägt. Mit der Diagnose Trigeminus-Neuralgie laufe ich schon seit 2014 rum, mir wurden Carbamazepin enpfohlen und Amitriptylin. Ich habe das nie ausprobiert.

Mich interessiert sehr, welche Behandlungsoptionen eine Schmerzklinik hat. Ich hoffe, Du kannst von dem Aufenthalt dort richtig profitieren und uns mal Deine Erfahrungen mitteilen.
Vielen Dank dafür.

Ich wünsche Dir alles Gute.

VG von Clarissa.
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:
inzwischen 65 Jahre alt.

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Absetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien - alles mit verheerenden Folgen!

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 5 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

Mir haben falsches Leben, psychiatrische Therapien und besonders PP, allen voran die Benzos, viel Elend beschert. Ich werde nicht aufhören, auf die Gefahren von PP-Gebrauch hinzuweisen.

Uma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Donnerstag, 30.01.20, 16:21

Liebe Jamie,

ich möchte dir einen ganz lieben Knuddler senden und in Gedanken bin ich an deiner Seite :hug:

Ich hoffe so sehr, das du jetzt in einer Schmerzklinik bist und du die Hilfe bekommst, die dir endlich die Schmerzen nimmt.
Ich selbst suche nach einer Schmerzklinik und bin erschrocken, wenn sie dich überhaupt aufnehmen, wie lange die Wartezeiten sind, unfassbar.

Ich drücke dich von Herzen <3 und denke an dich♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡

Alles Liebe und mega viel Linderung wünscht dir Uma
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Quietscheentchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 14.02.20, 17:54

Liebe Jamie,

die letzten Tage musste ich sehr an dich denken. Ich hoffe sehr, dass derzeit etwas geschieht, das dir viel Linderung bringt.

Heilende Gedanken und liebe Grüße
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lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Sonntag, 16.02.20, 19:12

Liebe jamie!

Habe heute nachmittag mit einer Bekannten gemailt, die ich schon lange kenne, und sie leidet schon seit sehr vielen Jahren an einer Trigeminus Neuralgie, und wurde mit verschiedensten Medikamenten behandelt, die wenig Erfolg brachten.
Hochdosis Pregabalin in Kombi mit Tilidin war bei ihr angeblich noch am erträglichsten, aber sie entwickelte eine Toleranz gegen Lyrica und war schon so hochdosiert, dass man da eher ans Absetzen dachte.

Bei ihr wurde jetzt bei einem stationäre Aufenthalt ein Medikament mit dem Inhaltsstoff Tizanidin probiert, und sie sagt, dass es ihr erstmalig seit Jahren relativ gut geht - zwar etwas bedröppelt, aber gut.

Ich kenne mich mit diesem Wirkstoff nicht aus, wollte es dir aber unbedingt sofort schreiben.

Ihr wurde nur gesagt, dass es müde macht und enspannt - sie ist aber den ganzen Tag benommen, das soll sich aber nach einer Eingewöhnungszeit geben.

Sie erzählt, dass sie nicht mehr dieses Einschießen des Schmerzes hat, zwar noch Schmerzen, aber kein Vergleich zu vorher.

Sie nimmt es jetzt seit Beginn der Woche.

Ist angeblich ein Medikament gegen Spastiken...?


Wie geht es dir? Ich umarme dich ganz vorsichtig und schicke LG!
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Uma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Sonntag, 23.02.20, 22:38

Liebe Jamie,

wieder einmal schreibe ich dir, weil ich gerade an dich denke.
Ich hoffe sehr, das deine starken Schmerzen gebessert wurden und du nicht mehr so sehr leiden musst.
Vielleicht bist du mittlerweile in einer Schmerzklinik, ich wünsche es dir von ganzem Herzen.

Ich möchte dir sagen, das ich an dich denke und dir alles was nur möglich ist an Erleichterung und Heilung wünsche!!!!

Aaaaaaaaaaaaaalles Liebe und ich sende dir ganz viel Lichtstrahlen, die dich wärmen und dir alles Glück dieser Erde geben!

Ganz liebe Gedanken schickt dir Uma und fühl dich umarmt :hug: :hug: :hug: :hug:
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Sonntag, 15.03.20, 20:16

Teil 1

Liebes Forum :)

Ich möchte mich für eure guten Wünsche und Zuspruch bedanken.
Teilweise habe ich erst eben gelesen, dass noch so viele reagiert haben. :hug:

Vor ein paar Tagen habe ich mich wieder nach langer Abstinenz (lange für mich ;)) hier im Forum eingeloggt und versuche, wieder mitzuwirken, wenngleich sehr verhalten, weil einfach nichts in Ordnung ist, aber es fällt mir nicht leicht.

Ich bin am 2.1. aus dem Krankenhaus geschmissen worden (ich wollte nicht gehen) und war dann einige Tage völlig paralysiert bei meiner Familie, weil ich mir nicht vorstehen konnte.

Es folgten medikamentöse Irrläufe zB mit Palexia (Tapentadol) auf Höchstdosis und mein Gott, was musste ich da an MaryLou denken, die schlecht eingestellt war und darum sehr viel Novalgin nehmen musste.
Man wollte unbedingt, dass ich Palexia retard nehme und ggf. bis zur Höchtdosis (400mg) hochgehe - aber was für einen Sinn macht es, 8! 50mg Tabletten über den Tag verteilt zu schlucken, die dann nicht helfen???? Palexia hat eine niedrigere analgetische Potenz als Morphin - was ein Quatsch, wenn schon Morphin nicht stark genug wirkt.

Ich habe einige Tage später dann endlich einen Termin bei einer Schmerzärztin bekommen, die mich zurück umstellte auf Morphium retard.
Das ging ein paar Tage gut, bis meine Verdauung anfing zu streiken.
Ich bekam nicht ganz mit, was passierte, aber anscheinend rutschte aus dem Magen nichts weiter in den Darm, also weder Essen noch Medikamente, und eines Abends lag ich dann da und wurde plötzlich kalt und ganz ruhig. Ich atmete nur noch flach, mein Blutdruck fiel auf 90/55 und ich dachte, so fühlt es sich an, wenn man gleich friedlich von dieser Welt scheidet.
Ich hatte keine Angst und blieb ruhig, aber ich ahnte nichts Gutes.
Die am Tage eingenommenen Morphintabletten waren anscheinend nicht in den Darm gelangt, dafür dann abends auf einmal alles gleichzeitig und ich hatte eine Überdosis (GsD nur leicht und ich habe es auch noch selber bemerkt und vermutet).
Nach diesem Erlebnis habe ich aus Angst vor wirklich schweren Vorkommnissen auf weiteres Morphin verzichtet.

Mitte Januar hatte ich dann endlich! einen Termin in einer Schmerzambulanz einer Uniklinik.
Ich habe dem Arzt fast 3 h Stunden lang in einem Erstgespräch mein Martyrium geschildert und er war auch ziemlich beeindruckt von der Tortur, die hinter mir lag. Er bot mir an, er könne mich einen Monat später stationär aufnehmen und dann würde man versuchen, meinen Gesichtsnerv durch sog. Stellatus-Blockaden zu hemmen / zu beruhigen.
Da ich nach wie vor keine adäquate Schmerzmitteleinstellung hatte, wurde eine neue Umstellung probiert auf 5mg Oxycodon retard.
Ich kam drei vier Wochen damit zurecht, doch dann begann ein neues Problem.
Es entzündete sich ein weiterer Backenzahn im Kiefer und zwar genau der, wo vorher schon zwei Mal hintendran operiert wurde - mein Zahnarzt vermutete, dass durch die traumatischen Eingriffe an der immer gleichen Stelle die Wurzel einen irreversiblen Hau hatte.
Es waren furchtbare Schmerzen, doch dieses Mal gab es keinen OP Termin.
Erst einen in 4 Wochen und bis dahin wäre ich gestorben oder sonstwas.

Der Zahnchirurg in der Klinik griff dann zu einem Reserve-Lokalanästhetikum, das ausgezeichnet wirkte und ich hatte keinerlei! Schmerzen beim Zahnziehen, allerdings ist es nicht nur das Potenteste, sondern auch das mit der höchsten Toxizität und Plasma-Eiweiß-Bindung (Bupivacain). Der Eingriff bescherte mir 14 Tage Nonstop-Übelkeit, gegen die nicht mal Ondansetron wirkte und endete in einem viertägigen Migräneanfall.
Allerdings durfte ich auch die Erfahrung machen, dass es auch schmerzfreie Zahnarztbesuche gibt. Bis heute noch bin ich verdattert über dieses Ausmaß an Mut der Verzweiflung, das ich an diesem Tag aufbrachte.

Leider leider, und das war vorher meine Befürchtung, triggerte der Eingriff am Oberkiefer wieder den Trigeminusnerv an :cry: und als dann die Nonstop-Übelkeit kam und es mir durch die Einnahme von Oxycodon noch übler wurde, entschied ich mich, die Opiate jetzt sein zu lassen und still vor mich hin zu leiden und zu schauen, was man in der Uniklinik noch für mich tun könnte.

Von Mitte bis Ende Februar lag ich 14 Tage auf der Schmerzstation.


(Teil 2 folgt)

Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Sonntag, 15.03.20, 21:23

Teil 2

Geplant waren in der Uniklinik sog. Stellatum-Blockaden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ganglion_stellatum
Hierbei wird einem täglich ein Lokalanästhetikum (LA) unter sterilen Bedingungen und Ultraschallkontrolle in den Hals gespritzt, zuvor "puhlt" man sich mit der Nadel allerdings den Weg dorthin frei.... :o

Ich war schon wirklich nicht glücklich, als man mir sagte, dass man mir nur noch dies anbieten könne, zumal mir bis 4 Tage vor dem ersten Eingriff noch übel war vom letzten LA und ich Angst hatte vor neuer Übelkeit, da ich LA ja so schlecht vertrage. Ich hab mich trotzdem drauf eingelassen.

Tag 1 und Prozedur 1 war allerdings das erste und letzte Mal. Ich fand es schrecklich und schmerzhaft und man spritzte sicherheitshalber nur die Hälfte des Mittels. Leider wurde nichts taub, nicht ein bisschen. Stattdessen setzte einen halben Tag später mit gewohnter Verlässlichkeit starke Übelkeit ein und da die Prozedur jeden Tag 5 Tage lang wiederholt wird und sich das Mittel anreichert, hätte das zwangsläufig zu unkontrollierbaren Zuständen bei mir gefühlt und ich wollte dann auch nicht mehr. Ich hatte ein schXXX Gefühl dabei.

Danach bekam ich leider zum ersten Mal das unschöne Wort "austherapiert" zu hören.
Und ab da, also seit knapp einen Monat, war es aus.
Ich war ein konstantes Häufchen Elend und nur noch am Weinen.
Man hat mich dann zusätzlich in die multimodale Schmerztherapie aufgenommen, was psychologische Gespräche, Psychoedukation, Gruppenkrankengymnastik / Sport und Einzel-KG, Entspannungstrainings sowie Magnesiuminfusionen und Akupunktur umfasst.
Es geht hier auch nicht mehr darum noch was zu finden, was hilft (also klar, wenn etwas davon hilft, ist es schön), sondern die Stoßrichtung ist eher zu schauen, wie man mit einem chronischen Schmerz leben kann.

Ich habe den Ärzten und Therapeuten gesagt, dass ich mich nicht in der Lage fühle, als chronisch Schlaflose auch noch unter die chronisch unter starken Schmerzen Leidende zu gehen, aber ob ich will oder nicht - danach fragen mich meine Nerven und mein Schmerz nicht.
Ich gelte nun als austherapiert mit den Diagnosen komplexes Gesichtsschmerzsyndrom, enoraler Schmerz, Glossodynie und Trigeminusneuralgie.

Als ob man damit wirklich nicht bedient genug wäre, bekam ich in der Uniklinik anhaltende Schmerzen im Oberbauch rechts und wurde einen Tag lang durch ein internistisches Konsil geschleust. Ergebnis: Durch meine quasi-Nulldiät über Wochen ist der Gallensaft eingedickt (Sludge), weil die Galle nicht mehr gebraucht wurde und es haben sich haufenweise Steine gebildet - die Gallenblase muss raus!
Das erfuhr ich an dem Tag, an dem ich auch das "austherapiert" zu hören bekam und dann hat es mir gereicht.
Ich habe seitdem krasse Übelkeit, zusätzlich zur LA- Übelkeit, Bauchschmerzen, bin total aufgebläht, Durchfall, Verstopfung, ständiges Ziehen rechts Gallengegend... die Ärzte sagen, wenn die Galle einmal so loslegt, dann besteht kaum eine Chance sie zu behalten, weil sie sich selten noch mal beruhigt und die Folgestörungen im Magen-Darm-Trakt sind ja schon beträchtlich.

Ach ja, und dann kommt jetzt noch Corona.... meinen OP Termin für Anfang April (Karwoche) sehe ich flöten..... die Ärzte und Kliniken sind ja angehalten, alle elektiven OPs zu verschieben und nur noch Notfall-OPs zu machen und ja, ich habe auch Verständnis dafür, aber mir geht´s so elend, ich will auch ein bisschen egoistisch sein und sagen, es wäre toll, sie wäre endlich draußen!

Ich leide seit 6 Monaten konstant vor mich hin auf teilweise hohem bis sehr hohem Schmerzniveau, bin nie schmerzfrei. Ich bin zermürbt, entmutigt, hoffnungslos, traurig und erschöpft.
Die letzten Wochen habe ich dumpf vor mich hinexistiert.
Momentan versuche ich mich wieder aufzuraffen, weil so kann es nicht weitergehen.
Ich bin krank und das Ganze macht mich krank. Irgendwo muss ich das mal aktiv unterbrechen.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie es ist, keine Schmerzen zu haben. :cry:
Ich kann nicht richtig sprechen, nicht gut kauen, abbeißen oder schlucken.
Mein liebstes Hobby, das Singen, muss ich auch ruhen lassen.
Über 6 Monate geht das schon und kein Ende in Sicht.
Ich weiß nicht mehr, was es heißt, sich zu freuen oder halbwegs wohl in seiner Haut zu fühlen.
Wie es ist, entspannt irgendwo zu sitzen oder in ein frisches Brötchen zu beißen.
Bücken und Kopf nach vorne neigen ist NoGo, da kriege ich unerträgliche Zustände im Hirn / Hinterkopf / Kiefer / Mund - muss da auch öfters an Petunia denken. Es ist, als würden sich alle intrazellulären Druckverhältnisse ändern, einfach grauenhaft.

Okay, also, das war es nun von mir.
Ich hoffe, ich finde künftig die Kraft, etwas regelmäßiger Updates zu geben.
Will eigentlich auch gar nicht mehr jammern, aber leider ist halt einfach nix gut geworden :oops:.
Ich suche wieder nach dem, was mir Kraft und Halt gibt und mich nicht aufgeben lässt.
WANTED! <3

Macht´s gut und passt auf euch auf
Jamie

Notfallmedikation, wenn Mundschmerz auf 6 oder höher klettert aktuell: Morphin Mundspülungen


Medikamente, die ich seit 6 Monaten teste / nahm:

Ibuprofen
Diclofenac
Dexketoprofen
Arcoxia 90mg

Amitriptylin
Lyrica
Oxcarbazepin

Morphin retard
Morphin Tropfen
Morphin Infusionen und s.c. Injektionen
Dolantin
Palexia (Tapentadol)
Hydromorphon
Oxycodon
Buprenorphin

Ondansetron
Buscopan
Mebeverin
MCP
Vomex
Domperidon
Natriumtabletten

ungezählte Antibiotika wegen der Zähne

Lokalanästhetika: Bupivacain, Ropivacain
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

-----------------------------

Infos über mich:
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Uma
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Uma » Sonntag, 15.03.20, 22:06

Liebe Jamie,

mir fehlen sowas von die Worte.....ich bin erschüttert, traurig, fassungslos und wütend!

Da ich seit 8 Monaten auch unter stärksten Schmerzen leide, kann ich dich extrem gut verstehen und mein Mitgefühl ist grenzenlos♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡

Mir sind die Tränen gekommen, Deine Beschreibung ist unfassbar und so tragisch.
Muss noch die Galle dazu kommen ......so ein Shit!!!!!

Ein Tag ohne Schmerzen wäre fenomenal, ich bin soooooo bei dir, ich weiss auch schon nicht mehr, wie sich das anfühlt.
Trotzdem glaube ich Jamie, das du den richtigen Arzt für dich noch nicht gefunden hast.
Ich bin auch schon in ganz Deutschland gewesen, jedes mal mit neuer Hoffnung.....zack wieder ein Idiot.
Ich weiss auch nicht, wo der eine Arzt ist, der der richtige wäre...... der um die Ecke denkt, der andere Ideen hat, alternative Wege geht..
Ich gehe auch bald in eine multimodale Schmerztherapie aber wenn ich deine Erfahrung lese, kann ich es lassen.........

Liebe Jamie, hat eigentlich ein einziger Arzt mal Cannabis erwähnt.........wenn nicht, unfassbar.... ...Alle Morphine gehen, klar..entschuldige, das regt mich so auf!!!!
Alternative Wege finden....wenn ich dir nur helfen könnte........

Deine Situation geht mir sehr nahe :hug: und ich denke so oft an dich und ich hoffe soooooooooooooooooo sehr, das deine Schmerzen gelindert werden.

Alles Liebe wünscht dir Uma
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Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Bittchen » Montag, 16.03.20, 10:56

Liebe Jamie,

ich bin erschüttert und mir fehlen angesichts deines furchtbaren Leidens die Worte.
Mir bleibt da nur, dir mit ganzem Herzen zu wünschen, das dieses Martyrium bald ein Ende hat.

Ganz liebe Grüße
Brigitte
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Straycat
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Straycat » Montag, 16.03.20, 11:33

Liebe Jamie,

ich will dich einfach mal ganz fest umarmen :hug: (virtuell geht das ja ohne Schmerzen!)

Zu hilfreichen Medikamenten/Therapien kann ich nichts beisteuern und ich denke da bist du selbst ohnehin am besten informiert.
Ich freue mich einfach, dass wir hier wieder etwas von dir hören und dass du versuchst bestmöglich mit dieser furchtbaren Situation umzugehen.

Mir bleibt nichts als dir unendlich viel Kraft für diese Zeit zu schicken :fly:
Alles Liebe und Gute,
Cat
rezidivierende Depression (seit 2006)/ Bipolar II (2008 - Fehldiagnose?)
Erfahrungen mit Escitalopram (9 Jahre) und kurzfristig auch Lamotrigin , Aripiprazol , Trazodon, Bupropion, Alprazolam - alles wieder abgesetzt
protrahiertes Entzugssyndrom: wiederkehrende Muskelschmerzen, gelegentlich Panikattacken
Aktuelles Absetzen von Venlafaxin seit 04/2018
für detaillierte Infos: auf "Text zeigen" klicken
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lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von lunetta » Montag, 16.03.20, 12:00

Liebste jamie!

Man kann nicht in Worte fassen, was man zu deiner Situation gerne sagen würde...

Deshalb lasse ich Worte, denke aber ganz fest an dich, und versuche dir von meinem Minirest, den ich noch habe, ein wenig Kraft und MIt zu schicken, und dir alles alles Liebe und Gute zu wünschen!!

GLG
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Jimbo
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jimbo » Montag, 16.03.20, 12:56

Liebe Jamie,
ich habe deinen Thread von Anfang bis Ende gelesen und hoffen inständig das du irgendwann ein bisschen Ruhe finden kannst.
Du schlidderst von einer Katastrophe in die Nächste, das ist voll Ka :censored: e.

Leider kann ich dir auch keinen Rat mehr geben den du nicht schon kennen würdest, von daher Denke ich mit ganz viel gutem Willen und Energie an dich!

Ich werde meine Schutzengel kontaktieren und sie fragen ob sie Deinen irgendwie helfen können... ich habe glücklicherweise noch Kapazitäten frei die ich Dir so, so gerne dir geben würde!

Liebe Grüße und viel Kraft
Tim
In 2012 bis ca. 2013 sporadisch Alprazolam genommen am Ende nach ca. 3-4 wöchiger Dauereinnahme leichtes Entzugssyndrom nach Kaltentzug gehabt... war aber nicht wirklich schlimm und nach wenigen Tagen erledigt.

Bis Jan. 2018 keine Psychopharmaka.

Januar 2018 bis ca. August 2018 in Psychotherapeutischer Behandlung wegen, Panikattacken, Schwindel/leichte Derealisation, depressive Verstimmung. Behandlung erfolgreich beendet wegen deutlicher Besserung des Befindens und der Symptomatik.

Jan. 2018 - Mitte Dez. 2018 --- 10 Stk. Alprazolam a´0,5mg pro Monat nach Bedarf
21.12.18 - 20.01.19 --- täglich ca. 0,75mg Alprazolam insgesamt also ca. 50 Stk. a`0,5mg
Seit 21.01.19 --- 0 mg Alprazolam (also Kaltentzug, war eine Woche etwas anstrengend aber ging ganz gut)
Am 27.01.19 --- einmalig 0,75mg Alprazolam (nochmal 3-4 Tage Entzugssymptomatik)

Februar - Juni 2019: Unregelmäßige Einnahme: ca. 1x pro Woche 0,5 - 0,75mg

Dann zwei mal starke Absetzsymptomatik Mitte 2019:

18.06.19 --- 1 x 0,5 mg Alprazolam
Mehrere Tage akutes Gedankenkreisen (Sinn des Lebens), stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, Panikattacken

13.07.19 --- 1 x 0,5mg Clonazepam

Entzugs-Verlauf Tagebuch:
14.07. - 16.07. Durchgehend akutes Gedankenkreisen zwanghaft, stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, Panikattacken
17.07. + 18.07. Alkohol getrunken zur Deckelung der Symptomatik (ganz schlechte Idee!!!)
19.07. Durchgehend schwerstes Gedankenkreisen zwanghaft, stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, evtl. sogar leicht suizidal
20.07. Minimale Verbesserung, sehr starke Symptome durchgehend
21.07. Leichte Verbesserung, sehr starke Symptome wellenartig
22.07. Verschlechterung, sehr starke Symptome fast durchgehend + Sorge das es nicht besser wird
>>> 23.07. Extreme Verbesserung über Nacht nach fast 11 Std. Schlaf, wahrscheinlich Alk. Nachwirkungen ausgeschlafen (große Erleichterung) <<<
24.07. Gleichbleibend, leichte Symptome wellenartig, schlecht Geschlafen
25.07. Verbesserung, nur noch unterschwellig Symptome, keine Wellen mehr, leicht reizbar, schlecht Geschlafen
26.07. Gleichbleibend, unterschwellige Symptome, Stimmung gedämpft, nicht mehr so reizbar, mittelmäßig geschlafen ca. 5 Std., von Benzoentzug geträumt
27.07. Verbesserung der allgemeinen Stimmung, manchmal noch leichtes Gefühl der Distanziertheit, Kopf läuft noch nicht ganz rund, netter Grillabend mit Freunden, alle be/angetrunken außer mir, ganz gut geschlafen 6 Std., von Benzoentzug geträumt
28.07. Leichte Verschlechterung Innere Unruhe, Grübeln (leicht) 13:30 - 15:00 Uhr 0,7 L Bier getrunken, war nicht so toll, 19:30 Uhr Alk. Wirkung vorbei >>> Befinden wieder besser, sogar richtig gut, ganz gut geschlafen 5,5 Std.
29.07. Gleichbleibend Noch leicht kreisende Gedanken. Stimmung über den Tag noch leicht schwankend, gut geschlafen 6 Std.
30.07. Verbesserung Nahezu Symptomfrei, Feststellung: Rauchen bekommt mir nicht gut... unangenehmer Schwindel nach Zigarette, muss aufhören! Entzug scheint nahezu abgeschlossen zu sein, ebenso so mein Entzugs-Tagebuch... hoffe ich!
31.07. Keine spürbaren Symptome mehr, Stimmung und allgemeines Befinden normal/gut, Schlaf: Gut aber etwas kurz (ca. 6 Std.)
01.08. Alles stabil und gut. Tagebuch Ende. Restliche Benzotabletten im Keller eingelagert.
09.12.19 Keine weitere Benzoeinnahme, alles OK

Jimbo
Beiträge: 45
Registriert: Mittwoch, 30.01.19, 4:07

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jimbo » Montag, 16.03.20, 13:18

OK, nach Rücksprache mit meinen Engeln haben wir beschlossen dir zu helfen!

Ich soll jetzt etwas mehr aufpassen wenn ich über die Straße gehe aber ansonsten geht das klar.

Ab sofort schauen meine Engel nun auch auf dich!
Mehr kann ich leider nicht für dich tun...
In 2012 bis ca. 2013 sporadisch Alprazolam genommen am Ende nach ca. 3-4 wöchiger Dauereinnahme leichtes Entzugssyndrom nach Kaltentzug gehabt... war aber nicht wirklich schlimm und nach wenigen Tagen erledigt.

Bis Jan. 2018 keine Psychopharmaka.

Januar 2018 bis ca. August 2018 in Psychotherapeutischer Behandlung wegen, Panikattacken, Schwindel/leichte Derealisation, depressive Verstimmung. Behandlung erfolgreich beendet wegen deutlicher Besserung des Befindens und der Symptomatik.

Jan. 2018 - Mitte Dez. 2018 --- 10 Stk. Alprazolam a´0,5mg pro Monat nach Bedarf
21.12.18 - 20.01.19 --- täglich ca. 0,75mg Alprazolam insgesamt also ca. 50 Stk. a`0,5mg
Seit 21.01.19 --- 0 mg Alprazolam (also Kaltentzug, war eine Woche etwas anstrengend aber ging ganz gut)
Am 27.01.19 --- einmalig 0,75mg Alprazolam (nochmal 3-4 Tage Entzugssymptomatik)

Februar - Juni 2019: Unregelmäßige Einnahme: ca. 1x pro Woche 0,5 - 0,75mg

Dann zwei mal starke Absetzsymptomatik Mitte 2019:

18.06.19 --- 1 x 0,5 mg Alprazolam
Mehrere Tage akutes Gedankenkreisen (Sinn des Lebens), stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, Panikattacken

13.07.19 --- 1 x 0,5mg Clonazepam

Entzugs-Verlauf Tagebuch:
14.07. - 16.07. Durchgehend akutes Gedankenkreisen zwanghaft, stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, Panikattacken
17.07. + 18.07. Alkohol getrunken zur Deckelung der Symptomatik (ganz schlechte Idee!!!)
19.07. Durchgehend schwerstes Gedankenkreisen zwanghaft, stark depressiv, extremes Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens, evtl. sogar leicht suizidal
20.07. Minimale Verbesserung, sehr starke Symptome durchgehend
21.07. Leichte Verbesserung, sehr starke Symptome wellenartig
22.07. Verschlechterung, sehr starke Symptome fast durchgehend + Sorge das es nicht besser wird
>>> 23.07. Extreme Verbesserung über Nacht nach fast 11 Std. Schlaf, wahrscheinlich Alk. Nachwirkungen ausgeschlafen (große Erleichterung) <<<
24.07. Gleichbleibend, leichte Symptome wellenartig, schlecht Geschlafen
25.07. Verbesserung, nur noch unterschwellig Symptome, keine Wellen mehr, leicht reizbar, schlecht Geschlafen
26.07. Gleichbleibend, unterschwellige Symptome, Stimmung gedämpft, nicht mehr so reizbar, mittelmäßig geschlafen ca. 5 Std., von Benzoentzug geträumt
27.07. Verbesserung der allgemeinen Stimmung, manchmal noch leichtes Gefühl der Distanziertheit, Kopf läuft noch nicht ganz rund, netter Grillabend mit Freunden, alle be/angetrunken außer mir, ganz gut geschlafen 6 Std., von Benzoentzug geträumt
28.07. Leichte Verschlechterung Innere Unruhe, Grübeln (leicht) 13:30 - 15:00 Uhr 0,7 L Bier getrunken, war nicht so toll, 19:30 Uhr Alk. Wirkung vorbei >>> Befinden wieder besser, sogar richtig gut, ganz gut geschlafen 5,5 Std.
29.07. Gleichbleibend Noch leicht kreisende Gedanken. Stimmung über den Tag noch leicht schwankend, gut geschlafen 6 Std.
30.07. Verbesserung Nahezu Symptomfrei, Feststellung: Rauchen bekommt mir nicht gut... unangenehmer Schwindel nach Zigarette, muss aufhören! Entzug scheint nahezu abgeschlossen zu sein, ebenso so mein Entzugs-Tagebuch... hoffe ich!
31.07. Keine spürbaren Symptome mehr, Stimmung und allgemeines Befinden normal/gut, Schlaf: Gut aber etwas kurz (ca. 6 Std.)
01.08. Alles stabil und gut. Tagebuch Ende. Restliche Benzotabletten im Keller eingelagert.
09.12.19 Keine weitere Benzoeinnahme, alles OK

Jofab
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Registriert: Mittwoch, 16.08.17, 19:51

Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jofab » Montag, 16.03.20, 13:29

Liebe Jamie,

ich bin völlig fassungslos angesichts deines Leids und kann dir nur von ganzem Herzen Glück wünschen, dass es irgendwie Erleichterung für dich gibt.
Wieviel ist ein Mensch nur imstande auszuhalten ?
Fühl dich ganz fest gedrückt und ich bete um Kraft für dich.

Alles Liebe :hug:
Ilse
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Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitrag von Jamie » Montag, 16.03.20, 13:45

Hallo ihr Lieben,

will schnell auf ein paar geschriebene Dinge eingehen und noch eine Ergänzung machen.

Liebe Uma, nein, das Wort Cannabis ist in 6 Monaten nicht einmal gefallen. Ich wundere mich auch nur noch.
Soweit ich weiß gehören Schmerzen dieser Art nicht in das Indikationsgebiet von med. Cannabis, aber es scheint auch darüber hinaus sehr wenig Bereitschaft zu geben, mir hier entgegen zu kommen.
Lieber noch ein Opiat..... :wacko:

Lieber Jimbo, ich glaube ja fest an die Existenz von Engeln - mein Schutzengel ist bei mir, das weiß ich gewiss 💜.
Vielen Dank für deine Bemühungen und dein lichtvolles Wirken.
In Zeiten wie diesen brauchen wir Licht und Liebe auf dem Planeten - wir alle.

Ich möchte noch ergänzen, dass ich durch den langen Opiatkonsum mittlerweile auch zwei Mal Erfahrungen mit quasi- Kaltentzügen mit Opioiden hatte.
Das eine Mal war es mit Morphium / Palexia, das andere Mal mit Oxycodon.

Die Symptome waren benzoentzug-ähnlich:
Frieren, zittern, Herzklopfen, Tachykardien, Schauer, die einem den Rücken herunterlaufen und latente Angstzustände und Panikattacken.

Insgesamt hielten die Symptome bei mir aber nicht lang an (ca 1Woche akut, dann bessernd) und man muss auch bedenken, dass ich die Mittel nicht ewig lang zuvor eingenommen habe und bis auf Palexia auch nur niedrig dosiert einnahm.

Im Vergleich zu meinen Erfahrungen mit AD - und Benzoentzug war es "ein Klacks", wobei ich damit ausdrücklich nicht sagen will, Opiat Entzüge seien einfach und harmlos ❗
Ich will nur vollkommen subjektiv schildern, was meine Erfahrungen sind, jetzt, wo ich schon Einiges miteinander vergleichen kann.

Eine psychische Abhängigkeit habe ich zu keiner Zeit verspürt, im Gegenteil. Ich war immer froh, wenn ich auf eine Ration verzichten konnte.

Passt auf euch auf :hug: und bleibt auch angesichts der Umstände besonnen.
Seid solidarisch, freundlich und auch mal nachsichtig.

Liebe Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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