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"Wie wirksam sind Psychotherapien?" / Radiosendung jetzt online

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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Offene Reise
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"Wie wirksam sind Psychotherapien?" / Radiosendung jetzt online

Beitrag von Offene Reise » Mittwoch, 18.04.18, 13:03

Hey liebe Foris,

es ist eine neue Radio-Reportage online nachzuhören, in der meine Erfahrungen in Form von Audiotagebüchern und Interviews vorkommen:

Im Deutschlandradio Kultur
Ein Feature von Tim Wiese

Wie wirksam sind Psychotherapien?

Der Titel heißt zwar "Trauma & Therapie - wie wirksam sind Psychotherapien?", aber es geht auch allgemein darum, wie hilfreich Therapien sind.
Sie ergänzt die beiden anderen Sendungen, die unter anderen auch meine Geschichte erzählen (SWR2 und Dlf Kultur).

Freue mich über einen Austausch mit euch! :)

LG

Lukas
Meine Erfahrungsberichte
1. Jahr nach dem Absetzen
2. Jahr danach
3. Jahr ohne Meds
4. Jahr nach NullNeues Update

Radiosendung
Feature im SWR2: mein Bericht zwei Jahre nach dem Absetzen

Erfolgreiche Absetzung
Seit Anfang 2015 ganz frei von Medikamenten (einige Jahre Erfahrung mit Olanzapin, dann lange mit Abilify, für kurze Phasen zusätzlich auch mit ADs und Lithium)

gioia
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Re: "Wie wirksam sind Psychotherapien?" / Radiosendung jetzt online

Beitrag von gioia » Samstag, 13.10.18, 10:57

Hi :)

Ich denke eine Therapie ist immer nur so gut wie der Therapeut.
Meine Theorie:
Jeder Mensch macht ja im Leben eine gewisse Entwicklung durch. Und andere Menschen in seinem Umfeld begleiten ihn dabei und helfen ihm oder hemmen ihn in seiner Entwicklung.
Meist haben ja Therapeuten auch so ihr 'Päckchen' zu tragen, ich denke, sonst hätten sie sich gar nicht für diesen Beruf entschieden.
Ob mir ein Therapeut/Mensch helfen kann oder nicht hängt mMn nicht nur von seiner Ausbildung oder so was ab, sondern auch davon wie ,weit' er auf seinem Weg als Mensch puncto Bewusstsein oder Erdubg gekommen ist. Ist er noch hinter mir, kann er noch so viele Ausbildungen und Diplome haben, aber er kann mir trotzdem nicht helfen, ist er vor mir, kann er mir bei meinem Weg helfen.
Das können aber auch Menschen sein, die überhaupt nichts mit Therapie zu tun haben. Manche Menschen haben ja das Glück schon durch ihr Aufwachsen mit guten Beziehungen sehr geerdet zu sein und einfach in sich selbst zu ruhen.

LG
Gioia
Schlafstörung/Burnout Sommer 2016
2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
12/2016: Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, (08.03.2017)massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
04/2017: Deanxit aus Verzweiflung, Spannung hört langsam auf, kann Benzo absetzen, jedoch fühle ich mich nicht wie früher oder gesund, viel viel ängstlicher als ich je war
10/2017: Absetzen deanxit über einige Wochen, danach bricht Stromspannung mit aller Gewalt wieder los, wie im März zuvor
Muss wieder praxiten nehmen, da unaushaltbare Zustände
Benzo (praxiten/Halcion) konnte ich problemlos reduzieren, auch nach langer Einnahmedauer kaum Toleranz, Benzo für mich Lebensretter
2018: war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, SSRI, SNRI, Pregabalin,
03/2018: starkes Vergiftungsgefühl, Blasenprobleme
ab 06/2018: massiver Haarausfall, netzartige Flecken auf Armen und Bauch
10/2018: Atemprobleme kommen verstärkt dazu
03/2019: je mehr Folterspannung zurückgeht, desto weniger Praxiten brauch ich, Atmungsprobleme bessern sich langsam, Haare wieder normal, totale Erschöpfung
04/2019: an guten Tagen kurz spazieren gehen, total erschöpft, Spannung ab Mitte April langsam besser, Nervenschmerzen, Nervenbrennen, immer wieder starkes Ziehen in den Armen , bei Zyklus wie in andere Galaxie geschossen, Schlaf immer noch gestört, werde immer noch nicht normal müde wie früher vor diesem Tablettenalptraum
Beine zittern vor Erschöpfung, kein Einkaufen , kein Autofahren möglich
07/2019: kurze Autofahrt möglich, hin und wieder einkaufen , Spannung im Körper immer noch
08/2019: Mitte August Verletzung am Finger, zuerst Verdacht auf Nagelbettentzündung, Behandlung mit Jodsalbe, Zugsalbe, Ende August Hautarzt-> starke Kortisonsalbe
09/2019: ab 2.09. wie wenn Bombe im Körper einschlägt, alle Symptome wieder da, inneres Zittern, kann kaum sprechen, starke Brustenge mit Atemnot, schrecklicher Druck im Körper , Schlaf wieder stark gestört
Mitte September: Neurologin: Verdacht auf Morbus Sudeck
10/2019: Ende Oktober leichte Besserung der Symptome
11/2019: ab 30.10. schwere Magen Darm Grippe mit Fieber, über drei Wochen nur im Bett, massive Erschöpfung, Zittern beim Stehen, kann nur ca. 15-20 Minuten stehen, Übungen zuhause um Beweglichkeit des Fingers zu verbessern, auch Ringfinger und kleiner Finger betroffen

Offene Reise
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Re: "Wie wirksam sind Psychotherapien?" / Radiosendung jetzt online

Beitrag von Offene Reise » Donnerstag, 18.10.18, 22:42

Hey Gioia,

das sehe ich mittlerweile ähnlich. Interessanterweise hat mir eine Therapeutin punktuell geholfen, weil ihre Traumatherapie-Form genau meiner Verarbeitung von Gefühlen entsprach. Ich hatte echt viele Sitzungen bei ihr, und ich würde im nachhinein nur eine Handvoll als wirklich hilfreich bezeichnen - eben diese Traumasitzungen...
Ich finde ja, das Leben ist manchmal ein ganz schönes Mysterium... Man lebt nach vorne, versteht es aber meist nur rückwärts... :wink:

LG

Lukas
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dragon4277
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Re: "Wie wirksam sind Psychotherapien?" / Radiosendung jetzt online

Beitrag von dragon4277 » Montag, 21.01.19, 13:16

Also mein Problem mit Therapeuten und auch allgemein Ärzten und auch meine Erfahrung mit denen ist halt eben das sie handlanger der krankenkassen sind.

Mir wurde immer darauf hingewiesen das ich doch in meinem kranken zustand und massive sedierten zustand "freiwillig" arbeiten gehen soll. Es spart kosten für die Krankenkasse und "tue mir gut". Auf die Frage hin, wenn was passieren würde, wer würde die verantwortung tragen kam eine gähnende leere als antwort.

Ich könnte doch meine Erkrankung nicht als koffer mit mir mir rum tragen hies es.

Nun wie schon gesagt die Therapeuten sind handlanger der krankenkassen und müssen die gesetzten Ziele der Krankenkassen umsetzten und ergebnisse liefern. Da können die eigentlichen Probleme der Patienten sehr weit nach hinten rutschen.
2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
10/2018 100mg Amisulprid
11/2018 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
03/2019 137 mg AMisulprid (wasserlösemethode)
03/2019 150 mg Amisulprid aufdosiert wegen absetztpsychose
10/2019 125 mg Amisulpird (100mg + 1/2 50mg)

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