Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

Ein Dankeschön an alle, die sich bereits aktiv in den Erfahrungsaustausch einbringen. Gegenseitige Unterstützung stärkt jede Selbsthilfegruppe.

Euer ADFD-Team

Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Antworten
NoAntipsychotics
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch, 01.08.18, 19:36

Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von NoAntipsychotics » Mittwoch, 01.08.18, 19:42

Hallo liebe Community,

meine Geschichte ist die, dass ich mit Antipsychotika zwangsmedikamentiert werde, obwohl ich versuche mich dagegen zu wehren.

Die Symptome, die ich ohne Antipsychotika habe sind, dass sich mir unter großem Stress der Eindruck aufdrengt, dass ich von anderen Menschen beobachtet werde (im negativem Sinne). Außerdem vertrage ich die meisten Antidepressiva nicht.
Allerdings das eigentlich selten und nur unter großem Stress.

Mit Antipsychotika habe ich je nach Antipsychotikum:

1. Starke Nebenwirkungen, wie: Depression (auch bei Quetiapin), starke Müdigkeit und übertriebener Schlafmangel, schwer zu ertragene Unruhe

2. Bei nicht empfohlenen Absetzen: Sehr starke Depressionen mit starken Selbstmordgedanken (im Fall von Quetiapin, bei dem ich empfindlich auf Dosisredzierungen reagiere)

3. Außergewöhnliche Nebenwirkungen wie: Heftige psychotische Schübe, bei denen ich schubweise das aufdringliche schwer zu ertragende Gefühl beobachtet zu werden und ebenfalls schwer zu ertragendes Gedankenlautwerden habe. Das alles wird bei mir von Amisulprid ab einer Dosis von ungefähr 400mg hervorgerufen.

Zu Punkt 3:
Das könnt ihr jetzt alles abstreiten, in Frage stellen und mir sagen, dass das ja gar nicht sein kann, weil das Medikament ja ein Antispychotikum ist und damit genau gegensätzlich wirken sollte.

Fakt ist, dass ich es erlebt habe!
Ich habe das Medikament über in Jahr genommen und dabei diesen ganzen Sch :censored: (Entschuldigung für die Außdrucksweise) mitgemacht!
Jetzt setze ich das Medikament langsam ab und bei jedem Schritt werden die unerwünschten Wirkungen (Nebenwirkungen) und damit meine ich das, was ich bei Punkt drei beschrieben habe weniger. Bei 200mg (aktuell) tritt es eigentlich nicht mehr auf (Stattdessen habe ich auch kein anderes Antipsychotikum hereingenommen oder erhöht).

Zu Punkt 1:
So kann ich nicht leben. Da bringen die ganzen "Vorteile", die die Antipsychotika haben sollen (, aber bei mir nicht haben, ) dann auch nichts.

Zu Punkt 2:
Daran wäre ich fast gestorben und habe ich immer noch starke Verletzungen und Einschränkungen dadurch.

Man könnte jetzt sagen na klar ist ja meine Schuld hätte ich halt nicht machen dürfen. Aber so einfach ist das nicht:
Wenn man das Zeug ausschleichen will, braucht man meistens erst mal einen Arzt, der einem dabei hilft. Und das die Ärzte alle gleich sind, findet man so jemanden nicht. Und ohne Arzt wirds schwierig.

Die Ärzte zwigen einen also gewissermaßen auch zu so einem Schritt.

Und zweitens wussten die Ärzte ganz genau, dass ich das Zeug immer wieder abgesetzt hab. Ich finde es einfach nur unverantworklich (!!!) mir so ein Zeug zu verschreiben, wenn genau bekannt ist, wie meine Compliance dazu steht. Das Zeug hätte mich wirklich fast umgebracht und jetzt muss nämlich ICH mit den Schäden und Folgen leben und nicht die Ärzte.

Zuletzt:
Ich habe auch einen langen Krankhausaufenthalt hinter mir bei dem ich versucht habe den Ärzten doch ein wenig zu vertrauen, aber nicht mal da hat das Zeug was genützt! Ich war mit Folgeaufenthalten fast 1 Jahr in der Klinik davon ungefähr 1/2 Jahr schwer krank trotz höchster Dosis von mehreren Antipsychotika. Ich glaube, dass ich ohne genauso schnell wieder gesund geworden wäre.

Und das heftigste ist ja, dass ich durch das Amisulprid erst noch psychotisch geworden bin.

Schlussendlich frage ich mich immer noch, ob ich eine Schizophrenie wie diagnostiziert habe. Klar, ich habe die Beschwerden, die ich oben unter "
Symptome, die ich ohne Antipsychotika habe" beschrieben habe. Aber ich frage mich was das für eine Kranheit sein soll, mit der ich gut leben kann, wenn mich diese drecks Antipyschotika fast umgebracht hätten und außerdem bei mir nicht wirken.

Gruß an die, die das lesen

(Off-Topic: Kann dieser Beitrag bitte, wenn er geprüft worden ist, in Erfahrungsberichte verschoben werden?)
Zuletzt geändert von LinLina am Mittwoch, 01.08.18, 19:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: kraftausdruck mit smily zensiert
Krankheits- und Medikamentengeschichte
► Text zeigen

Arianrhod
Teamunterstützung
Beiträge: 1915
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 02.08.18, 11:08

Hi, NoAntipsychotics
NoAntipsychotics hat geschrieben:
Mittwoch, 01.08.18, 19:42
Zu Punkt 3:
Das könnt ihr jetzt alles abstreiten, in Frage stellen und mir sagen, dass das ja gar nicht sein kann, weil das Medikament ja ein Antispychotikum ist und damit genau gegensätzlich wirken
Da das hier ein psychopharmakakritisches - und Absetzforum ist, rennst du eigentlich offene Türen ein. :wink:

liebe Grüße Arian
► Text zeigen

Traurige
Beiträge: 135
Registriert: Samstag, 18.02.17, 12:47

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von Traurige » Donnerstag, 02.08.18, 14:51

Hallo NoAntipsychotics,

ich musste so eine Erfahrung auch schon machen, dass durch Antipsychotika erst psychotische Symptome auftraten. :wink:

Aber zunächst einmal: Herzlich Willkommen hier im Forum!

Du bekommst sicher noch Post von den erfahreneren Mitgliedern hier, aber vorab kann ich Dir ja schon einmal ein paar Infos aus meinem Erfahrungsschatz geben:
Auch bei mir treten psychotische Symptome nur auf, wenn ich starke Ängste entwickle, unter großem Stress stehe und unter einer starken Depression leide.
Ich habe mir das in einer Psychotherapie mal genauer angesehen und herausgearbeitet, was in mir starke Ängste auslösen kann und auch, wie ich Stress und Ängste abbauen kann und wie ich aus meiner Depression wieder herausklettern kann.
Das hat mir sehr geholfen, den Mut zu finden, es wieder ohne die Antipsychotika zu probieren.
Bei mir waren die Symptome, dass ich Angst hatte, andere denken schlecht von mir, ich habe ihn meinem Leben alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und ich bin zu nichts nutze. Außerdem befürchte ich dann, es wird irgendwas ganz schlimmes passieren. Leider bin ich davon nur abgerückt unter Antipsychotika. Insofern waren die in der Akutsituation auch hilfreich.
Aber ich denke, wenn man lernt, mit seinen Ängsten umzugehen und weiß, was diese psychotischen Symptome auslöst, dann kann man besser damit umgehen und braucht weniger und im besten Fall vielleicht auch gar keine Medikamente mehr.

Ganz wichtig, wenn man diese Medikamente absetzen möchte, dann darf man das auf keinen Fall zu schnell machen. Aber das hast Du ja schon gemerkt. Hier im Forum wird den Mitgliedern eine Reduzierung von ca. 10% alle vier bis sechs Wochen empfohlen, wenn die Absetzprobleme zu stark werden, gibt es eine Absetzpause oder man dosiert auch mal wieder ein bisschen rauf. Aber dabei werden wir hier im Forum sehr liebevoll unterstützt und beraten.

Ich freue mich jedenfalls, dass Du hierher gefunden hast und möchte Dich ermuntern, einmal im Forum zu stöbern. Es lohnt sich!

Liebe Grüße
von Maria
1999 Burnout mit Diagnose V.a. paranoide Psychose, vorübergehende psychotische Störung (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg), Angststörung
April 2019 1 Woche Klinik, Diagnose schwere Depression mit psychotischen Symptomen

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox
inzwischen wieder erhöht auf 50 Mikrogramm (genauen Zeitpunkt muss ich recherchieren)
ab 03.04.2019 25 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage - massive gynäkologische Blutungen

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg
ab Anfang April 2019 Erhöhung Risperidon von 0,25 auf 0,5 mg

Bei Bedarf Neurexan

Katharina
Beiträge: 5169
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 02.08.18, 15:53

Liebe NoAntipsycotics !

Ungefähr 1973 bekam unser Kinder und JugendFreund
K. folgende Gedanken:

Kannst du dir vorstellen:
andere Welten Stimmen Fügung fragte er mich.
Weshalb nicht. Aber ich kenne das nicht von meinem innen Leben.

Später erzählt seine Schwester S. K. Sei schizophren.
Er würde seine Medikamente nicht nehmen und alle damit nerven das er die Nebenwirkungen nicht ertragen will.

Ich weiß nicht was das damals für Medikamente waren.

K. sehe ich ab und an. Er erträgt nur ein scheues Grüßen

( na und )

Er ist sehr scheu
Er war als Kind auch scheu sensibel
und hatte die tollsten Pläne für Baumhaus und Erdhaus auf den Feldern,

ein Freund seine Schwester und ich
was für eine tolle Zeit.

Er lebt sehr zurück gezogen mit seiner Familie.
Es geht ihm gut.

Natürlich entspricht er nicht der Norm.
Natürlich nicht.

Natürlich sollten wir wohl alle gleich sein heute?

ER NIMMT NICHTS. Keine Medikamente.
Ich werde dann wahnsinnig davon, sagt er.

Er hat sich sein Gesicht mit Bart und seinen wilden Haaren zuwachsen lassen.
Er stört niemanden und sich selber nicht.

Ver****t nochmal.
Wir sollten alle ins gleiche Korsett ?

Vielleicht ist K. nur ANDERS.
Nichts mehr und nichts weniger.

Mich tröstet der Autor
Oliver Sachs.

Was er liebevoll über Menschen schreibt und sich selber, die anders sind.

Ein Lese-muss für alle die anders zu sein scheinen und daran zweifeln oder sich verzweifeln lassen: lesen.
Leicht und lieb geschrieben, großes Herz dieser Mann.

Passt auf euch auf.

Gruß, Katharina
► Text zeigen

ValentinaG
Beiträge: 38
Registriert: Donnerstag, 02.08.18, 14:42

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von ValentinaG » Mittwoch, 08.08.18, 18:42

Lieber NoAntipsychostics,

es tut mir Leid, welche Erfahrungen du machen musstest!

Auch ich bekomme anscheinend durch die Neuroleptika Depressionen und gar Suizidgedanken. Das ist wirklich schwer auszuhalten. Ich weiß nicht, wie ich so den Entzug machen kann, wenn das mit den Depressionen erstmal so bleibt. Ich wache momentan jeden Morgen damit auf. Im Laufe des Tages bessert es sich dann in der Regel (was denke ich, daran liegt, dass ich die Medikamente abends nehme und sie dann im Laufe des nächsten Tages nicht mehr so stark wirken)
In Krisen (Psychosen) bin ich nicht gegen Antpsychotika und vielleicht auch für eine zeitlang zur Vorbeugung, aber auf Dauer möchte ich sie nicht nehmen.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und viel Kraft! :hug:

Liebe Grüße
ValentinaG
Symptome: Wahnvorstellungen, Ängste, Unruhe, Depressionen, Manie, Schlaflosigkeit, Suizidalität;

Diagnose: gemischte Schizoaffektive Störung

Erfahrungen mit: Seroquel/Quetiapin, Risperidon,
Tavor, Truxal, Aripiprazol,
Atosil, Lorazepam, Diazepam (alle abgesetzt)

Medikation: Olanzapin/Zyprexa 15mg - seit November 2017
im Laufe 2018 runter auf 12,5 und 10mg.
weiterer Absetzverlauf: (Hinweis zur Vorsicht: Zum Teil nicht, wie hier empfohlen wird)
02.08.2018 7,5mg Schlafprobleme, durch Reduktion?
04.08.18 Aufdosierung auf 8,5mg aufgrund von warnenden Hinweisen im Forum; Schlafprobleme,
Kopfschmerzen und Gefühl von "Blei" im Kopf, durch Reduktion?
05.08.18 Aufdosierung auf 9mg keine Schlafprobleme
nach schrittweisen Ab- und Aufdosierungsversuchen, teils innerhalb kürzerer Zeit, (an 2 Tagen komische Gedanken/Ängste am Anfang (die ich mit Hilfsmitteln in den Griff bekommen habe) und auftretende Durchschlafprobleme (anfangs Schlaf gut) ) ->
13.10.18 6,00mg Schlaf stabilisiert sich zu einem großen Umfang. Nehme teilweise Baldrian zur
Unterstützung/Schlaf stabilisiert sich in den folgenden Tagen immer mehr. Brauche keinen Baldrian mehr.
31.10.18 5,75mg
09.11.18 5,25mg
19.11.18 5,00mg An einigen Tagen hintereinander Zuckungen in einem Bein. Entweder direkt durch das Medikament oder indirekt durch die Reduktion?
Die Zuckungen verschwinden erstmal wieder.
01.12.18 4,80mg
08.12.18 4,60mg An 1-2 Tagen etwas unangenehme Gedanken, die nach Gesprächen und Abstand zum Thema wieder verschwinden.
19.12.18 4,40mg
27.12.18 4,20mg Mir fällt auf, dass ich spät einschlafe, schlafe aber in fast allen Nächten genug.
09.01.19 4,00mg Genug Schlaf. Beginne anscheinend, teils wieder früher einzuschlafen. :bettzeit:
16.01.19 3,80mg
22.01.19 3,60mg
31.01.19 3,40mg
06.02.19 3,20mg
13.02.19 3,00mg
17.02.19 2,80mg
26.02.19 2,60mg Fühle mich stabil, möchte aber nicht zu schnell werden, erstmal Pause
Anmerkung vom 28.02.: seit ein paar Tagen manchmal Zuckungen an einem Augenlied und selten Tinnitus(?) für ein paar Sekunden.
10.03.19 2,40mg
Der Tinnitus ist nach ein einigen Tagen wieder verschwunden. Weiterhin manchmal Zuckungen in einem Augenlied und selten einem Bein (sehr selten auch in der anderen Körperseite und anderen Körperstellen)
17.03.19 2,20mg
Anmerkung vom 20.03.: Die Zuckungen sind seit wenigen Tagen deutlich milder und seltener.
24.03.19 2,0mg
Anmerkung vom 25.03.: Die Zuckungen sind schon seit mehreren Tagen fast zu 100% weg, fast nie und kaum was spürbar. Am Auge gar nichts mehr.
31.03.19 1,8mg
06.04.19 1,6mg
13.04.19 1,4mg Anmerkung vom 14.04.: Seit mehreren Tagen wieder manchmal kurze Zuckungen, eher leicht, u. in den Beinen

(Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin B12:
Mitte/Ende Februar 19: gering dosiert (50 µg)
Seit Ende Februar 19: Vitamin B12-Zahngel, gelegentlich
Seit Anfang März 19: hoch dosiert (1000 µg Methylcobalamin), fast täglich oder mehr

Vitamin D3:
seit Anfang März 19 (Pause seit Mitte März)

Arianrhod
Teamunterstützung
Beiträge: 1915
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 09.08.18, 21:54

Traurige hat geschrieben:
Donnerstag, 02.08.18, 14:51
Hallo NoAntipsychotics,

ich musste so eine Erfahrung auch schon machen, dass durch Antipsychotika erst psychotische Symptome auftraten.
Hallo,
das war bei mir auch so.
Es gibt auch Neuroleptika, die dazu schon einen gewissen Ruf haben, wie Aripiprazol :
Eine Zunahme der psychotischen Symptome ist unter Aripiprazol wiederholt beobachtet worden und scheint ebenso häufig oder häufiger vorzukommen wie unter anderen Neuroleptika. In einzelnen Fällen besserte sich der Zustand nach Absetzen von Aripiprazol wieder.(14)
https://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=106

liebe Grüße Arian
► Text zeigen

NoAntipsychotics
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch, 01.08.18, 19:36

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von NoAntipsychotics » Sonntag, 19.08.18, 15:05

Ich habe heute Nacht geträumt, dass wir (die Klasse) im Deutschunterricht zu dem Thema

"Die Katze hat Appetit, denn sie nimmt Amisulprid"

abgefragt werden.

Das stimmt zwar bei mir so nicht ganz, weil ich durch die Fettleibigkeit von Amisulprid eher weniger Appetit hatte/habe, aber es macht deutlich wie sich das Zeug auswirkt.

Ich habe mich nur, als ich wieder wach war, gewundert und gefragt, wie sich mein Kopf solch einen Blödsinn beim Schlafen ausdenken kann :o . Kreativ ist es aber auf jeden Fall.

Ich hoffe diese Anekdote hat jetzt irgendjemanden interessiert :) .
Krankheits- und Medikamentengeschichte
► Text zeigen

dragon4277
Beiträge: 451
Registriert: Mittwoch, 24.09.14, 1:29

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von dragon4277 » Samstag, 26.01.19, 3:35

Hallo ihr lieben,

meine Erfahrung im allgemeinen lösen Verlustängste (welcher art sie nun auch sein mögen) Psychosen aus.

Nimmt man nun psychopharmaka ein findet eine veränderung statt.

1. Veränderung ist man wird weniger emotional und kann seiner arbeit nachgehen und kann dadurch seine ziele weiterverfolgen. (Wie lang das dann gut geht ist eine andere frage.)

2. Veränderung ist man wird weniger emotional und sieht dann rational tatsächlich in welcher gefahr man ist und dadurch wird die Angst mit der man noch weiter in die Psychose geschoben wird noch weiter verstärkt.

Man bezeichnet das auch sehr scön in der Medizin als negative symptomatik. Das man keine emotionen empfindet.

LG Dragon
2003 Diagnose reine Paranoia
- Zyprexa 5-10mg
J01/2005 Zyprexa abgesetzt auf anraten des Docs ohne auschleichen rückfall+ verschlimmerung ->
03/2005 Diagnose Schizophrenie
-Zyprexa 5mg
2009 Zyprexa 5mg abgesetzt neu Risperdal 2mg ->(schwere Depressionen)
03/2011 Risperdal abgesetzt 15mg abilify -> Entzug
04/2011 wieder Risperdal 2mg
03/2012 Risperdal 2mg Seroquel Prolong 600mg (noch schwerere Depression gewichtzunahme)
09/2012 kalter Entzug von Risperdal und Seroquel Prolong (hat 3 Monate gedauert) mit unterstützung von Amisulprid 200mg
10/2013 Amisulprid 300mg
10/2014 amisulprid 200mg
11/2015 amisulprid 150mg
06/2016 Pantoprazol von 40mg auf 20mg
04/2017 Pantoprazol 0mg
04/2017 amisulprid 200mg um Absetztpsychose bei Pantoprazol absetzung zu verhindern bald wieder auf 150mg
04/2018 nach langem hin und her und mehrfachen entzugserscheinungen
Pantoprazol 40mg und Amisulprid 150mg (muss mich sehr lange von dieser odyssee erholen)
10/2018 100mg Amisulprid
11/2018 150 mg Amisulprid (Wegen heftiger Erkältung)
03/2019 137 mg AMisulprid (wasserlösemethode)
03/2019 150 mg Amisulprid aufdosiert wegen absetztpsychose
10/2019 125 mg Amisulpird (100mg + 1/2 50mg)

Arianrhod
Teamunterstützung
Beiträge: 1915
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 26.01.19, 14:04

OT
NoAntipsychotics hat geschrieben:
Sonntag, 19.08.18, 15:05
Ich habe heute Nacht geträumt, dass wir (die Klasse) im Deutschunterricht zu dem Thema

"Die Katze hat Appetit, denn sie nimmt Amisulprid"

abgefragt werden.

Das stimmt zwar bei mir so nicht ganz, weil ich durch die Fettleibigkeit von Amisulprid eher weniger Appetit hatte/habe, aber es macht deutlich wie sich das Zeug auswirkt.

Ich habe mich nur, als ich wieder wach war, gewundert und gefragt, wie sich mein Kopf solch einen Blödsinn beim Schlafen ausdenken kann :o . Kreativ ist es aber auf jeden Fall.

Ich hoffe diese Anekdote hat jetzt irgendjemanden interessiert :) .
Das ist cool :D
werde ich hinzufügen zu

"Fett wie ein Wal - dank Risperdal " und "Fühl dich wohl mit Haldol" :D

liebe Grüße Arian

PS: Kreativität ist ein gutes Zeichen, das heißt dein Gehirn möchte so langsam aus der erzwungenen Stumpfsinnigkeit der Neuroleptika raus .
Und es ist noch da.
► Text zeigen

Arianrhod
Teamunterstützung
Beiträge: 1915
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Gefahren Antipsychotika (Neuroleptika)

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 26.01.19, 14:10

Off Topic
dragon4277 hat geschrieben:
Samstag, 26.01.19, 3:35

Nimmt man nun psychopharmaka ein findet eine veränderung statt.

1. Veränderung ist man wird weniger emotional und kann seiner arbeit nachgehen und kann dadurch seine ziele weiterverfolgen. (Wie lang das dann gut geht ist eine andere frage.)

2. Veränderung ist man wird weniger emotional und sieht dann rational tatsächlich in welcher gefahr man ist und dadurch wird die Angst mit der man noch weiter in die Psychose geschoben wird noch weiter verstärkt.

Man bezeichnet das auch sehr scön in der Medizin als negative symptomatik. Das man keine emotionen empfindet.

LG Dragon
Zu 1) Ich kenne niemandem im RL , der durch Neuroleptika "weniger emotional" wurde und seiner Arbeit und Zielen weiter nachgehen können.
Ich kenne sie nur als Einstieg zu einer Psychiatriekarriere , Zerbrechen von Partnerschaften und ganzen Familien, da Partner oder Vater/Mutter völlig "abgeschossen" , Erwerbsunfähigkeit, Armut .

Bei der Negativsymptomatik ist noch gar nicht klar, ob sie wirklich Teil der Psychose ist oder eigentlich eine Reaktion des "Ausgebranntseins" des Gehirns - eine Psychose aufrechtzuerhalten kostet viel Energie. NL verstärken sie eher, was man versteht, wenn man die Aufgaben von Dopamin berücksichtigt. Es ist interessant, dass Negativsymptome in früheren Berichten über Psychosen, vor Einführung der NL, nicht erwähnt werden.
Vgl auch https://www.antipsychiatrieverlag.de/ar ... ebatte.pdf S. 20 ff

liebe Grüße Arian
► Text zeigen

Antworten