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Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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Guglhupf
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Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 16.11.18, 17:20

Hallo ihr Lieben :)

Ich bin in einem auf und ab und reagiere trotz Absetzpause auf manche Symptome so voller Angst, als wäre ich mitten im Absetzprozess. Ich lese auch immer wieder, dass speziell jene, die es über einen längeren Zeitraum genommen haben ihre ganz individuellen Stolperfallen bei einer gewissen Dosis haben.

Gibt es Erfahrungsberichte von Usern (auch aus anderen Foren, ganz egal wo), die Escitalopram über 5 Jahre genommen haben und es erfolgreich langfristig absetzen konnten?

Ich will nicht so negativ sein und bemühe mich sehr, positiv zu bleiben. Trotzdem frage ich mich immer wieder wie das funktionieren soll. Wenn die Angst kommt, geht nichts mehr, nur blöd rumliegen.

Ich bin seit meiner Kindheit hypochondrisch und kann das Muster nicht ablegen. Im Entzug ist es noch viel stärker und ein Ende nicht wirklich in Sicht. Nicht mal in der Absetzpause.

Bin sehr dankbar für mutmachende Links.

Viele Grüße
Anna
Meine Signatur
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"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

Katharina
Beiträge: 5181
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24

Re: Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Beitrag von Katharina » Samstag, 17.11.18, 0:11

Liebe Anna !

Ich.
Erfolgreich abgesetzt.

Nach einer Zeit abrupt keinerlei! Escitalopram - Entzugserscheinungen
nach dem vollständigen Absetzen;
Sie waren schwer
Sie sind nie wieder gekehrt.

obwohl ich noch PP nehme, deren Nebenwirkungen bei mir völlig anders
und für mich klar von denen
die vom Escitalopram kamen,
zu unterscheiden sind.

Tipp: stützende Gespäche, privat bezahlen.

Alles Gute, nie aufgeben.
Gruß,

Katharina
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Josh
Beiträge: 224
Registriert: Mittwoch, 13.06.18, 7:11

Re: Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Beitrag von Josh » Samstag, 17.11.18, 6:56

guten morgen gugelhupf,

genau das gleiche problem habe ich auch!
bin seit 50 tagen auf 2,4 ( von 2,5 ) escitalopram
und es gibt wieder viele nebenwirkungen!
zum glück keine angst dafür eben muss bei mir alles
ruhig ablaufen keine extra sachen !
kind ist momentan mit seiner energie für mich
stress und erschöpftung ist das schlimmste!
ohrengeräuche tag und nacht !
ich wollte oder will nach 1 jahr und 10 monaten
ununterbrochener reduzierung einmal pause machen
und hoffe wie du das es besser wird mit den nebenwirkungen ( komme von 20 mg )
ich habe von anderen gehört hier das manche
nebenwirkungen bleiben können!

kopf hoch, sage ich mir jeden tag auch wenn es
sau schwer ist

Liebe Grüsse

josh
Dezember 2014 Operation
danach depression, ängste, panik, idiotische gedanken!
keiner geholfen nur antidepresiva im oktober
2015 angefangen ( escitalopram 1 -20 tropfen)
früher immer mal down , job verlust , stress , umzug und
soweiter ! mit johannneskraut und homöopathie behandelt! hat im allgemeinen 20 jahre geklappt!
dann op und ab da kein mensch mehr wie früher!
nehme
MG Fussbad
OPC ca 200 reines
Vitamin C 500-1000 mg
Omega3 2g
D3 mit K2 20.000 IU
multivitaminpräparate mit mineralstoffen !
( hatte eine mineralstoff analyse machen lassen)
Kupfer mängel, selen ! quecksilber hoch und die
anderen werte nicht gut und nicht schlecht!
bin seit jahren in psychotherapie aber die nebenwirkungen kann sie nicht ändern! ist sehr offen
und hat das mit der postoperativen depression nach der OP auch
schon gelesen! es wird wohl nach der OP
MG
FE ( habe ich als kind schon gehabt )
D3
B12 mangel gewesen sein aber keiner hat sich darum
gekümmert! habe ich auch erst 2016/17 selbst erlesen!

Ein Tipp von mir das Buch 📚
Gesund in 7 tagen von raimund von helden!!!
es ist wirklich ein teil welches uns viele baustellen
reparieren lassen kann !!!!
Muss aber nicht nur wer will!!!

meine letzte Absetzschritte

2,3 mg am 11 .Februar
2 mg am 20. Februar
1 mg am 20. März
0.5 mg am 30.April
0,25 mg 3.Juni
0 28. Juni

feenarm
Beiträge: 50
Registriert: Mittwoch, 28.03.18, 19:58

Re: Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Beitrag von feenarm » Samstag, 17.11.18, 10:05

liebe anna,

deine frage war genau die richtige für mich.
naja eher die antworten die gekommen sind.

drücke dich ganz dolle und wünsche dir einen neutralen tag.
fee
26.03.2003 40mg citralopram
01.04.2003 30mg citralopram
07.04.2003 20mg citralopram
01.01.2006 10mg citralopram
16.03.2016 15mg citralopram 25mg Atosil zur Nacht -über die Notaufnahme ins KK
23.03.2016 20mg citralopram 10mg Atosil zur Nacht
15.09.2016 20mg citralopram

11.11.2017 19mg Citralopram
11.12.2017 18mg Citralopram
03.01.2018 17mg Citralopram
17.01.2018 16mg Citralopram
01.02.2018 15mg Citralopram
14.02.2018 14mg Citralopram
13.03.2018 13 mg Citralopram
19.05.2018 12mg Citralopram
17.06.2018 11mg Citralopram
30.06.2018 10 mg Citralopram
26.07.2018 9 mg Citralopram
01.08.2018 9 mg Citralopram Wasserlösemethode umgestellt
24.08.2018 8,5 mg Citralopram
19.09.2018 8 mg Citralopram
03.10.2018 7,5 mg Citralopram
23.10.2018 7.5 mg Citralopram und 10 Atosi
28.10.2018 8.0 mg Citralopram und 10 Atosil
15.11.2018 8,5 mg Cita -
04.12.2018 9,0 mg Cita- Atosil / Atosil 5/5/10 mg
07.12.2018 10 mg Cita

Guglhupf
Beiträge: 769
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 14:26

Re: Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 17.11.18, 13:53

Hallo Josh :)

Es ist schon arg. Bei mir ist es so, dass ich abends richtig gut drauf bin und morgens oft ganz typisch mit Angst und daraus resultierenden Symptomen zu kämpfen habe. Angstgefühle stehen gerade ziemlich im Vordergrund. Ich habe heute Nacht nach Jahren auch wieder aus dem Schlaf heraus eine Panikattacke gehabt, konnte die aber gut abfangen und relativ schnell weiterschlafen.

Gestern hab ich dann noch viel dazu gelesen, unter anderem hier: http://my-free-mind.at/leitfaden-psycho ... -absetzen/

Da stehen viele sehr wichtige Infos, die aus dem Tief helfen, wenn man wieder Mal das Gefühl hat, man würde es doch nie schaffen. Und vor allem, dass es völlig normal ist, nach langjähriger Einnahme lange zu brauchen. Auch wenn ich es weiß - in den herausfordernderer Phasen muss ich das immer und immer wieder lesen. Die Angst ist so mächtig, da hat kein rationaler Gedanke Platz.

Für mich ist jetzt klar, dass ich mir alle Zeit der Welt lasse. Ich habe über 10 Jahre diesen Mist genommen. Erst wenn ich mich zu 100% stabil fühle, werde ich wieder reduzieren. Macht auch gar keinen Sinn vorher, weil die Rezeptoren noch nicht ausreichend angepasst sind, solange man noch Symptome hat.

Und zu lesen, dass der Erfolg einzig und allein mit der Anpassung der Rezeptoren steht und fällt, hat mir auch wieder geholfen weg zu kommen von dem Gefühl "krank" zu sein. Es ist ein Umbauprozess, keine unheilbare Krankheit.

Wünsche euch ein hoffentlich feines Wochenende,
liebe Grüße
Anna
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Bittchen
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Registriert: Freitag, 24.11.17, 9:35

Re: Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Beitrag von Bittchen » Samstag, 24.11.18, 19:37

Liebe Guglhupf,

ich schaue wieder mal rein und lese deinen Beitrag.
sehr viele Jahre habe ich immer wieder verschiedene Ads genommen.
Zuletzt aber 7 Jahre 20 mg Es_Citalopram bis Januar 2017.
4 Monate habe ausgeschlichen die letzten 5 mg als Tropfen.
Das Forum hier habe ich da noch nicht gekannt.Erst wie es mir grottenschlecht ging wurde ich im Netz fündig und landete GsD hier.
Dann konnte ich mir viele meiner Symptome und Beschwerden erklären.

Ich konnte dann nicht mehr die kleinste Dosis einschleichen und musste den Entzug aushalten ,bis sich mein ZNS regeneriert hatte.
Heute geht es mir sehr viel besser,obwohl ich immer noch depressive Phasen habe.
Durch sehr viel Ärger(Dachbrand und Erbstreit)habe ich noch sehr viel Stress,was mich immer noch nicht zur Ruhe kommen lässt.
Aber ich bin sehr dankbar das ohne PP irgendwie hinzubekommen.
Auch die Spätschäden (Polyneuropathie)machen mir zu schaffen,aber alles ist besser, als wieder zu glauben irgendeine Pille könnte mein Leben verbessern.

Sei geduldig und glaube an deine Genesung.
Ich wünsche dir ganz baldige Genesung.

Ganz liebe Grüße
Bittchen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

Katharina
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Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24

Re: Escitalopram nach langer Einnahme erfolgreich abgesetzt - gibt es das?

Beitrag von Katharina » Samstag, 24.11.18, 23:33

Liebe Anna !

Unter und nach Escitalopram
habe ich mich morgens den ganzen Vormittag nicht gut gefühlt, ich konnte oft äußert wenig tun.

Das ließ von heute aus morgen nach.
Alle Gefühle wurden wieder wie die,
die ich zuvor als meine benenne

und daran hat sich bis heute nichts verändert
also keinen Rückfall in die
Nach-Null-Escitalopram Zeit,
die
für mich
unvergleichbar schwer war

Im Gegensatz zu anderen reduzierten Medikamenten.


( Das ich noch nicht vormittags aufstehen kann
das begann innerhalb der Interferon Therapie

also nicht unbedingt auf Escitalopram nach Null Entzugserscheinungen zurück zu führen. )

noch kann ich Vormittags ab und an
nur wenige Stunden innerhalb der Wohnung zb:.
schlichtes wie Drucker konfigurieren schaffen,

muß aber bis Mittags noch einmal schlafen
sonst fühle ich mich wie schwer verkatert;

ich bin auch noch nicht fertig mit der Reduzierung der PP.

Aktiv bin ich am Nachmittag.
Und in liegen Abends
bis ca 1h

da vorher kein einschlagen möglich ist.

Aktiv an Nachmittag war undenkbar in der Nebenwirkungseit
nach Null Escitalopram.

nachmittags war es erträglicher
abends besser.

Alles Gute,
Katharina
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