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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
padma
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 09.02.18, 19:11

ein mutmachender Bericht von Sinua :) über ihre Fortschritte im zweiten Jahr nach 0
viewtopic.php?p=230163#p230163

LinLina
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von LinLina » Dienstag, 20.02.18, 11:48

 ! Nachricht von: LinLina
Die Diskussion über den AD abgesetzt und wieder gesund Thread wurde abgetrennt, bitte bei Bedarf dort weiter schreiben
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

padma
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Mittwoch, 21.02.18, 19:01

Finchen :) hat erfolgreich Venlafaxin abgesetzt

Hallihallo ihr Lieben,

nach längerer Abstinenz melde ich mich mal wieder - und zwar mit GUTEN Neuigkeiten!

Seit 2 Monaten bin ich komplett frei von Venlafaxin!
Zunächst hatte ich wie geplant um jeweils 1 Kügelchen reduziert, gegen Ende dann verlor ich die Geduld :D
und habe jeweils 2 Kügelchen entfernt.

Es war relativ problemlos *toi toi toi*

Aktuell kämpfe ich noch mit Schlafproblemen (dazu eröffne ich ggf einen eigenen Thread :? )
Zusätzlich immer noch mit Migräne (hier wurde meine Hoffnung auf drastische Besserung nach Absetzen von Venlafaxin leider zunichte gemacht)

Aber es gab keine krassen Suizidgedanken, kein totaler Absturz in die Depression o.ä.

Ich hätte nie gedacht, dass ich von dem Dreckszeug nochmal los komme.
viewtopic.php?p=231961#p231961

Murmeline
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 22.02.18, 16:47

Update von Kessi


Hallo liebe Foris, hier mal wieder kleines update wen es interessiert: 5 Monate auf 0 und mir geht es prächtig! Seit Anfang Januar Ernährung umgestellt und mache 1 x Woche Sport. Derzeit 8 KG weniger und bin voller Energie! Sämtliche Beschwerden/Symptome sind komplett weg. Auch keine Schwankungen im Befinden/Psyche oder Körper.
Ich freue mich jeden Tag über diese Normalität.
Für euch da draußen, die ihr noch kämpft: Es wird wieder. Alles Gute wünscht Kessi
viewtopic.php?p=232473#p232473

Als ich in der Psychiatrie war und dieser Medikamentenwahnsinn begann, da wollte ich auch nur noch sterben - so unaushaltbar waren diese Zustände, die ich von den Medis bekam. Ich habe meine Familie angefleht, mich zu töten. ..
Daher kann ich alles nachvollziehen.
Aber ich habe es geschafft, alles Gift weniger und weniger werden zu lassen und - nach einem "Fehlstart" beim Eindosieren - gaaanz langsam abzusetzen. Es ging mir oftmals auch entsetzlich und ich habe gedacht, ich muss eine schwere Krankheit haben.
Jedoch wirklich ALLES Absetzsymptome und jetzt seit Monaten vollkommen weg!!
viewtopic.php?p=232986#p232986
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

padma
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Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 23.02.18, 19:22

Luce :) hat das Absetzen von Paroxetin geschafft :D
viewtopic.php?p=231450#p231450

Flummi

Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Flummi » Montag, 26.02.18, 13:02

Hallo,
ich bin jetzt ein halbes Jahr ohne Citalopram, weiß aber nicht, ob das hier in diese Kategorie gehört, da ich es einfach abgesetzt hab. Rückschläge hatte ich nicht.

Auf jeden Fall allen alles Gute beim Reduzieren!

Liebe Grüße,
Claudia

Eva

Re: AD abgesetzt und wieder GESUND - Sammelthread

Beitrag von Eva » Montag, 26.02.18, 13:05

Hallo Claudia,

Oliver meinte in der Benzo-Diskussion, jeder persönliche Erfolg gehöre in diese Sammel-Threads hinein - also mit Sicherheit auch Deiner.

Schön, dass Du das so reibungslos geschafft hast; ist ja gerade beim Kaltabsetzen alles andere als selbstverständlich! :whistle: 8-)

LG Eva

Murmeline
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 15.03.18, 6:19

 ! Nachricht von: Murmeline
Die Überschrift des Thread wurde aktualisiert und vereinheitlicht mit den Erfolgsgeschichten bei den Benzodiazepinen und bei den Neuroleptika.

Timi88
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Timi88 » Dienstag, 20.03.18, 16:01

Hallo zusammen,

gerne möchte ich wieder einmal ein Update zu meinem Wohlbefinden geben.
Nun sind fast 2 Monate nach meinem letzten Post vergangen und ich kann wieder sehr viel positives berichten. Ich kann mittlerweile sagen, dass die Fenster immer mehr siegen. Montags ist ein komischer Tag und ich verspüre oft am Montag bzw. Wochenende noch Wellen (Kopfschmerzen, Schwindel ABER keine Unruhe und keine Ängste). Ich bin mir ganz sicher, dass es daran liegt, dass mein Schlaf-Wach Rhythmus gestört wird und mein ZNS dann ein wenig zu kämpfen hat...heute am Dienstag geht es mir wieder viel viel besser...

Es lohnt sich dran zu bleiben und für alle die sich (wie ich vor kurzer Zeit) in einer hoffnungslosen Phase befinden...Die Sonne wird scheinen und dich wärmen! Nur brauchst nur Geduld und Kraft. TU das was DIR gut tut und verzweifel nicht an deinen Katastrophenphantasien...die Ängste sind konstruiert und nicht real!

Lieben Gruß,
Euer Timi
Februar 2017 - Ende Mai 2017 = 7,5 mg Mirtazapin aufgrund Ängste und Schlaflosigkeit (Diagnose Burnout)
Juni 2017= 0 mg (kalt abgesetzt, laut Psychiater können kleine Dosen abgesetzt werden)
Nach 2 Wochen haben sich dann Absetzsymptome eingeschlichen (Schwindel, Benommenheit, Ängste vor allem Panikattacken, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit)
08.07.2017 - 24.08.2017 = mehrere Dosisschwankungen teilweise bis zu 15mg (wegen Paradoxer Wirkung vor allem Benommenheit und PA sowie starke Ängste , deshalb wieder ausgeschlichen - je niedriger ich gegangen bin, desto besser ging es mir) am Ende bei 0,003 mg ausgeschlichen

seit 25.08.2017 bei 0 mg = daraufhin erneut Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Ängste (vor allem morgens), Schlaf ist einigermaßen besser geworden

16.09.2017= 0,006mg
20.11.2017= 0,006mg (Welle mit Unruhe und Schwindel, Schlaf fast normalisiert...Erfolg durch Kurkuma und Omega 3)
11.12.2017=0,006mg (Welle/Fenster)
24.12.2017=0,0000000mg
18:01.2018= Weniger Wellen, mehr Fenster: Super tiefer Schlaf, weniger bis gar keine Kopfschmerzen, Schwindel nur bei Stress und Müdigkeit, gute Konzentrationsfähigkeit, keine Ängste, keine nervosität, ein wenig erschöpft (ES WIRD BESSER)
20.03.= Nun sind es fast 3 Monate nach NULL und ich fühle mich wunderbar...Wellen seltener und nur an Wochenenden...Ablenkung hilft...ich werde wieder :sports:
19.04.2018= 4 Monate nach Null...kaum spürbare Wellen, nur noch bei wenig Schlaf und Stress...aber Wellen sehr minimal und aushaltbar...
18.05.2018= Ich hatte vor 2 Wochen eine Leistenbruch-OP und hatte eine Vollnarkose (Propofol) erhalten...kleiner Rückfall...aber es geht wieder vorwärts...
20.06.2018=Psyche in Ordnung, kaum Beschwerden ABER weiterhin hin und wieder Schwindel und Kopfrausch...an einer HIT liegen.
05.09.2018= Heilung in Sicht!!!
29.10.2018= Ich bin so dankbar, dass es die Wellen so minimal sind...Wahnsinn...Ich danke euch allen hier
24.01.2019= leichter Schwindel, Psyche ok - Ablenkung ist total wichtig , weiterhin Tinnitus
28.05.2020= aktuell Schwindel bei Stress und zu viel Kaffee sowie wenig Schlaf. Besserung seit Anfangsphase spürbar.
19.06.2020= Mehr Fenster und Wellen bessern sich - Tinnitus bessert sich , Angst bessert sich , kopfdruck bessert sich - Schwindel kaum spürbar...Fenster-Wellen-Fenster Wellen ...

Jamie
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 22.03.18, 10:23

Ein mutmachender Bericht von Bittchen :)

viewtopic.php?f=51&p=237374#p237374
Hallo ihr Lieben,

im Januar 2017 habe ich Es -Citalopram ausgeschlichen.
In 4 Monate von 20 mg auf 0 , das war viel zu schnell,nachdem ich viele Jahre immer wieder Ads geschluckt habe.
Aber ich hatte Glück.

Es ging mir viele Monate sehr schlecht,aber jetzt spüre ich doch eine große Erleichterung.
Seit ein paar Wochen, geht es mir bei meinen äußeren Umständen entsprechend ,gut.
Da kann ich nur hoffen,dass es nicht nur ein Fenster ist .
Ich habe eine neue Therapeutin gefunden und hoffe in einer erneuten depressiven Krise eine kompetente Begleitung zu haben.
Im Moment genieße ich den ganz normalen Alltag.

Dass ich den wieder bewältigen kann,ohne sehr viel Zwang ausüben zu müssen.
Das hätte ich nicht so schnell erwartet.
Dass meine sehr lange bestehende depressive Störung geheilt ist,wage ich nicht zu hoffen.
Heute bin ich überzeugt,dass die lange Zeit, immer wieder erneute Einnahme von Medikamenten, die Chronifizierung ausgelöst hat.
Ich will euch einen Bericht senden,um hier etwas Hoffnung zu geben.
Es geht immer vorbei,wir wissen nur nicht wann.


Ich weiß allerdings auch,dass ich nicht so belastbar bin.
Immer werde ich auf mich achten müssen ,um mich nicht zu überfordern.
Das habe ich viel zu spät gelernt.
Heute bin ich älter, aber in jüngeren Jahren fiel es mir schon schwer,zu akzeptieren krank zu sein.
Eine depressive Störung sieht man von Außen nur selten und die Stigmatisierung machte mir noch zusätzlich zu schaffen.
Ohne Ads kann ich wieder fühlen,das ist nicht immer schön,weil auch die schlechten Gefühle ohne Dämpfung ausgehalten werden müssen.
Aber das ist auch richtig so und gehört zum Leben.

Alles erdenklich Gute wünsche ich jedem der hier schreibt und liest.
Liebe Grüße
Brigitte

Mole25
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Mole25 » Sonntag, 25.03.18, 21:02

Hi Brigitte und Timi,

Ihr habt meinen heutigen Sonntag - soooooo schön gemacht. Es ist es so schön, Erfolgsgeschichten zu lesen. Es gibt mir mut, weiter zu machen.

LG Mole
:whistle: :whistle: Nov/ Dez 2016 Panikattacken
11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
03.09.17 0 Citalopram / diverse Entzugssymptome manchmal sehr stark
Seit 01.06.18 Omega Öl 6000 mg + Vitamin Bs
Seit ungefähr Jan 18 CBD Öl - beruhigt
Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
Seit 24.02.18 ausgeprägtes Brain movement, Schmerzen - kann mich kaum
konzentrieren. Autofahrten verursachen noch mehr Schmerzen
26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
Seit 06.18 Omega Öl mit Mega DHA - positive Erfahrung
Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
Kein Cortisol-Unruhe beim Aufwachen, Keine Übelkeit morgens, und ab und zu mal kurze
:roll: Windows

Ululu
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Ululu » Samstag, 31.03.18, 16:41

Inge2 hat Opipramol abgesetzt.

viewtopic.php?f=35&t=10334&start=440#p239298

LG Ute
► Text zeigen
7

Hinweis:
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padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Dienstag, 10.04.18, 18:14

Traubensaft :) hat seit über 4 Monate Valdoxan und Dominal abgesetzt :party2:
viewtopic.php?p=240913#p240913

lg padma

Jamie
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Jamie » Samstag, 14.04.18, 21:40

Hallo :)

Leonardo hat einen sehr erfreulichen Bericht geschrieben

viewtopic.php?f=35&t=14290&p=241821#p241814
Liebes Forum,

seit dem 1. März nehme ich kein Mirtazapin mehr. Nachdem ich schon mehrere erfolglose Entzugsversuche hinter mir hatte, wollte ich diesmal ganz sicher gehen und die Erfolgsmeldung erst nach 6 Wochen geben. Es ist eine grandiose Befreiung, wie wenn ein schwerer Schatten von der Seele fällt. Ich habe jetzt so gut wie keine Beschwerden mehr. Wenn ich an das letzte Jahr zurückdenke, kann ich nur den Kopf schütteln, was ich mit diesem Mirtazeug durchgemacht habe. Und es kam alles nur von diesem Gift, die Ängste, die Krämpfe, die Adrenalinschübe, das Zittern, die Schmerzen, die Schlaflosigkeit, alles! Ich glaubte schon, das bin ich, es kommt aus mir heraus, oder ich werde verrückt. Nichts davon ist übrig. Das ist jetzt alles wie weggeblasen. :party2:

Nach dem Absprung auf Null von einer Restdosis von 0,05mg hatte ich nochmal zwei böse Wellen, vom 4. bis 10. Tag und vom 24. bis 34. Tag nach dem Absetzen, mit erfreulichen Fenstern dazwischen. Dann war der Spuk vorbei. Was mir geblieben ist, ist ein allergischer Schub. Ich hatte seit meiner Kindheit Heuschnupfen und Asthma im Frühjahr. Das war mit den Jahren so gut wie weggegangen, aber jetzt ist es wieder in vollem Umfang da. Ich verstehe das so, dass das von einer missbräuchlichen Dauereinnahme eines starken Antiallergikums kommt, das jetzt weggefallen ist. Aber damit komme ich klar und weiß, was zu tun ist.

Wenn ich dieses Forum nicht gefunden hätte, hätte ich niemals verstanden, was mit mir vor sich geht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es Medikamente gibt, die viele Wochen lang nach dem Absetzen noch Schwierigkeiten machen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass moderne Ärzte ein "Medikament" verschreiben, das derartig gefährlich und bösartig ist. :shock:

Für die bewundernswerte Arbeit der Foristen möchte ich mich bedanken. Ich hoffe, ich konnte anderen Betroffenen Mut machen, dass es möglich ist, und sich absolut lohnt, diesen Entzug zu machen und den Weg ohne PP zu gehen. Ich wünsche allen meinen Leidensgenossinnen (es sind hier im Forum wohl die Frauen in deutlicher Mehrzahl) und auch den wenigen männlichen Leidensgenossen noch viel Kraft und Erfolg für ihren individuellen Weg.

Ich lese noch eine Weile mit, werde demnächst versuchen, eine Freundin von mir hier herein zu lotsen, und stehe für Fragen gerne zur Verfügung.

Herzlichst,
euer Nardo
Folgend

Timi88
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Timi88 » Donnerstag, 19.04.18, 12:46

Hallo zusammen,

auch ich möchte wieder ein Update nach Null geben: Mittlerweile sind es schon 4 Monate her nachdem ich nichts mehr nehme und spüre wieder einen enormen positiven Effekt meines Körpers. Ich schlafe mittlerweile tief und fest durch...keine Alpträume , kein Erwachen mit Panik oder Ängsten..und Unruhe kenne ich nicht mehr...

Ich bin wieder zu 95% der alte...die Lebensqualität hat sich stark gebessert!!!! Gehe sehr viel wandern, bin positiv und strahle die pure Lebensfreude aus...SO WIE ES SICH GEHÖRT :-)

Bitte haltet irgendwie durch, einfach für den Moment das tun was man für richtig hält und auf den Körper hören. Dein Körper stabilisiert sich von ganz allein...es braucht eben seine Zeit...

Ich habe nicht an eine annähernde Heilung geglaubt...und wo bin ich MITTENDRIN genauso wie IHR ALLE :fly:

Ihr könnt mich auch gerne jederzeit anschreiben und ich teile euch meine Erfahrung mit Mirta.

LG
Timi

Edit: hier ist der thread von Timi viewtopic.php?f=18&t=13655
Zuletzt geändert von padma am Donnerstag, 19.04.18, 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit eingefügt
Februar 2017 - Ende Mai 2017 = 7,5 mg Mirtazapin aufgrund Ängste und Schlaflosigkeit (Diagnose Burnout)
Juni 2017= 0 mg (kalt abgesetzt, laut Psychiater können kleine Dosen abgesetzt werden)
Nach 2 Wochen haben sich dann Absetzsymptome eingeschlichen (Schwindel, Benommenheit, Ängste vor allem Panikattacken, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit)
08.07.2017 - 24.08.2017 = mehrere Dosisschwankungen teilweise bis zu 15mg (wegen Paradoxer Wirkung vor allem Benommenheit und PA sowie starke Ängste , deshalb wieder ausgeschlichen - je niedriger ich gegangen bin, desto besser ging es mir) am Ende bei 0,003 mg ausgeschlichen

seit 25.08.2017 bei 0 mg = daraufhin erneut Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Ängste (vor allem morgens), Schlaf ist einigermaßen besser geworden

16.09.2017= 0,006mg
20.11.2017= 0,006mg (Welle mit Unruhe und Schwindel, Schlaf fast normalisiert...Erfolg durch Kurkuma und Omega 3)
11.12.2017=0,006mg (Welle/Fenster)
24.12.2017=0,0000000mg
18:01.2018= Weniger Wellen, mehr Fenster: Super tiefer Schlaf, weniger bis gar keine Kopfschmerzen, Schwindel nur bei Stress und Müdigkeit, gute Konzentrationsfähigkeit, keine Ängste, keine nervosität, ein wenig erschöpft (ES WIRD BESSER)
20.03.= Nun sind es fast 3 Monate nach NULL und ich fühle mich wunderbar...Wellen seltener und nur an Wochenenden...Ablenkung hilft...ich werde wieder :sports:
19.04.2018= 4 Monate nach Null...kaum spürbare Wellen, nur noch bei wenig Schlaf und Stress...aber Wellen sehr minimal und aushaltbar...
18.05.2018= Ich hatte vor 2 Wochen eine Leistenbruch-OP und hatte eine Vollnarkose (Propofol) erhalten...kleiner Rückfall...aber es geht wieder vorwärts...
20.06.2018=Psyche in Ordnung, kaum Beschwerden ABER weiterhin hin und wieder Schwindel und Kopfrausch...an einer HIT liegen.
05.09.2018= Heilung in Sicht!!!
29.10.2018= Ich bin so dankbar, dass es die Wellen so minimal sind...Wahnsinn...Ich danke euch allen hier
24.01.2019= leichter Schwindel, Psyche ok - Ablenkung ist total wichtig , weiterhin Tinnitus
28.05.2020= aktuell Schwindel bei Stress und zu viel Kaffee sowie wenig Schlaf. Besserung seit Anfangsphase spürbar.
19.06.2020= Mehr Fenster und Wellen bessern sich - Tinnitus bessert sich , Angst bessert sich , kopfdruck bessert sich - Schwindel kaum spürbar...Fenster-Wellen-Fenster Wellen ...

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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Donnerstag, 19.04.18, 17:18

hallo Timi, :)

herzlichen Dank für dieses mutmachende update. :D
Ich bin wieder zu 95% der alte...die Lebensqualität hat sich stark gebessert!!!! Gehe sehr viel wandern, bin positiv und strahle die pure Lebensfreude aus..
Das ist wunderbar. :party2:

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 20.04.18, 18:01

Sheol´s Frau :) hat Citalopram abgesetzt :party2: :party2: :party2:
viewtopic.php?p=242665#p242665

lg padma

Murmeline
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Samstag, 21.04.18, 9:43

Hallo chris!

Du hast deinen eigenen Thread und diesen Beitrag dort gestellt. viewtopic.php?t=14884

Bitte warte dort auf antworten und poste nicht das gleiche an verschiedenen stellen. Danke!

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Montag, 23.04.18, 17:40

hallo zusammen :) ,

hier ein positiver Bericht von Taramtamtam :) 1 Jahr nach 0
Hallo ihr Lieben,

nach nun langer Zeit wollte ich mal berichten, was passiert ist:

Es war ca. Mitte Februar diesen Jahres, da fing es wie aus dem nichts an meiner Freundin jeden Tag besser zu gehen. Diese schlimmen Zustände von Schwindel, Migräne, Übelkeit etc. haben sich immer weiter zurückgezogen!!! Soweit, dass sie mittlerweile wieder Auto fährt, Einkaufen geht, mit unserem Sohn spielt etc. und sogar soweit, dass sie mal abends mit Freunden ausgehen konnte.

Es gibt zwar immer noch Tage, an denen die "Kopfsymptome" stark sind, aber nun bleiben sie meist nur wenige Stunden bzw. 1-2 Tage. Die Missempfindungen sind zwar leider nie ganz weg, aber - Gott sei Dank - kein Vergleich zu der Zeit, in der ich mich an dieses Forum gewand habe. Natürlich ist auch immer noch eine gewisse Angst da, dass es nie ganz aufhören wird und so richtig "auf den Körper verlassen" geht auch noch nicht, aber wir haben zumindest wieder ein einigermaßen normales Leben.
Jetzt, wo das Wetter endlich schön ist hatten wir auch Freunde zum Grillabend da oder verabreden uns mit anderen Eltern usw.

Auch ich selbst kann immer öfters das Haus verlassen um meinen Hobbies nachzugehen und weiß, dass meine Freundin sich gut um unseren Sohn kümmern kann, mit ihm spielt, isst, ließt, lacht und ihn abends ins Bett bringt. Das ist schon etwas sehr besonderes nach so einer langen Zeit des extremen Leidens!!!

Ich hoffe natürlich auch, dass wir damit dem Ein oder Anderen Mut machen können und wollte an dieser Stelle noch mal von ganzem Herzen "DANKE" sagen!!!
viewtopic.php?p=242776#p242776

padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Dienstag, 01.05.18, 22:35

hallo zusammen, :)

hier sehr mutmachende Ausschnitte eines Berichtes von Siggi :) , einer Langzeitbetroffenen (9 Jahre im Entzug, viertes Jahr nach 0)

Ich hatte immer wieder vor zu berichten, nachdem ich nun schon im 9. Jahr mit meinem Entzugsschlamassel -
meinen Medikamenten - und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten , den Ängsten, Unruhe, Panik, Schlafstörungen,körperlichen Schmerzen , und Vielem mehr, rummache ....
aber, jedesmal wenn ich positive Ansätze spürte, diese mitteilen wollte, kamen erneute Schicksalsschläge dazu.

Aber....abgesehen von all den zusätzlichen "Schlägen", bin ich seit ca. 6 Wochen voller Demut und Dankbarkeit,
dass meine Tage durchaus positiv und relativ gut verlaufen.
D.h. meine Ernährung ist weitaus variabler, ich kann sogar sagen, sie beinhaltet seit Wochen fast alles was
dem geschundenen Körper gut tut, und entstandene Mängel etwas ausgleicht!

Meine körperliche Beweglichkeit, trotz Schmerzen, ist fast wieder ganz zurückgekehrt, und ich absolviere schon seit
vielen Monaten meine über 100 km Fahrradstrecken pro Woche.

Irgendwie bekomme ich auch wieder mehr Vertrauen in mein Dasein, mein Umfeld, mein Tun und Handeln.
Ich traue mir auch wieder mehr "Konsequenz und Aushaltung" zu... d.h. ich kann besser verkraften, wenn ich merke, aus welchem Grund auch immer, auf Ablehnung stoße, ohne daran "zugrunde" zu gehen...
Fazit:
Ich glaube nun ernsthaft die schwerste und schlimmste Zeit meines protrahierten Entzugs überstanden zu haben...
und das macht einfach nur f r o h :party2: :party2:

Nachdem mein Leidensweg nun schon soo lange währte, fast ohne jegliches Fenster, verließ mich sehr oft die Hoffnung
auf jegliche Besserung..
Mit diesen Zeilen möchte ich Denjenigen, die hoffnungslos und verzweifelt sind , und glauben nie mehr
Licht am Horizont zu erblicken, Mut und Kraft geben, daran zu glauben, dass alles seine Stunde und seine Zeit hat
und man versuchen soll mit "Geduld das Gras alleine wachsen zu lassen", ohne meinen zu müssen,
daran zu ziehen, damit es schneller wächst!
Ihr Lieben, euch allen, die noch einen langen Weg vor sich haben, möchte ich von Herzen, Geduld, Hoffnung,
Glaube und Frieden wünschen.
In lieber Verbundenheit mit all unserer kleinen wertvollen Familie
grüße ich euch herzlichst :group: :group:
Siggi :hug:
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