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Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
gouvion
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von gouvion » Freitag, 04.05.18, 14:19

Liebes Forum

Heute ist es an der Zeit, sich Zeit zu nehmen! Für Euch, liebes Forum. Ich möchte Euch verkünden. ICH BIN GESUND! Ich habe meinen Langzeit-Entzug überstanden. Ich möchte Euch allen Mut machen: Es geht vorüber, sei es noch so schlimm. Frieden und Ruhe kehrt wieder ein. Glaubt daran und gibt nie, nie, nie auf. Ich habe es selber erfahren. Ich habe gelitten wie Jesus am Kreuz, ich war verzweifelt, verloren, keine Hoffnung mehr. Doch ich habe gekämpft, ich ging trotzdem zur Arbeit. Und heute bin ich gesund.

Gerne erzähle ich Euch kurz meine Geschichte. Meinen Leidens-Thread findet Ihr hier:
viewtopic.php?f=18&t=9755&p=172158&hili ... on#p172158

Mein herzlichster Dank geht an das Moderations-Team, insbesondere auch an Murmeline und Padma.

Alles begang nach einer Trennung von meiner Freundin, dann Jobwechsel, ungelöste Probleme aus der Kindheit. Nach sechs Monate heftigsten körperlichen Beschwerden bekam ich vom Hausarzt eine Überweisung zum Psychiater. Diagnose: Mittelschwere Depression. Mir wurde eine intensive Psychotherapie verordnet und täglich 10 mg Cipralex. Dies habe ich dann eingenommen: erster Fehler; 10 mg auf einmal. Die ersten Tage merkte ich nichts. Nach einer Woche viel ich in das tiefste Loch, in das Mann fallen kann. Suizidgedanken (kannte ich in der Depression nicht), heftigste Ängste. Nach drei Wochen - welch Wunder - setzte die gegenteilige Gefühlslage ein. Plötzlich waren all meine körperlichen Beschwerden weg. Es ging mir super, super gut. Ich erholte mich langsam, nahm aber unter Cipralex 10 Kilogramm zu und hatte sexuelle Schwierigkeiten (Ereketion). Also nichts wie weg mit dem Zeug.
Nach 9 Monaten Einnahme entschied ich mich, die Chemie auszuschleichen. Mein Hausarzt meinte, zwei Monate Ausschleichen genügen und ich könne einen Tag eine Tablette nehmen, den anderen Tag darauf verzichten. Dank dem Forum habe ich dies nicht gemacht und nicht zwei Monate ausgeschlichen, sondern drei (meine Entscheidung - Forum hat mir abgeraten so schnell Auszuschleichen). Doch auch dies war viel zu schnell. UND DANN fing die Hölle erst an (viel schlimmer als die Depression):

- 01. April 2015: 0 mg Cipralex
- bis 30. April 2015: vier Wochen massivsten Schwindel und Schlafstörungen
- nach vier Wochen war der Schwindel weg, die Schlafstörungen blieben massiv. Dazu kamen heftigste Gähnattacken (ca. 20. Minuten am Stück mit Schmerzen im Kiefer) und Angstzustände und Depersonalisierung
- 31. August 2015: nach 5 Monaten erste Besserung der Schlafstörung nach 10 Tagen Ferien, restliche Symptome blieben
- Mitte November 2015: nach einer Fasten- und Saunawoche erster GROSSER Heilungs-Schub (Rückgang Gähnattacken & Depersonalisierung). Schlafstörungen noch immer massiv (10 mal Erwachen / Nacht; kein Tiefschlaf)
- Ende März 2016: zweiter grosser Heilungsschub nach einem Jahr (Rückgang Depersonalisierung, Gähnen fast weg, besserer Schlaf). Achtung neues Symptom: extreme Gereiztheit, Angstzustände, unbegründetes Herzklopfen in der Nacht)
- Ende September 2016: 90 % Heilung. Keine Gähnattacken mehr, Angstzustände und Nervosität weg. Schlaf zu 99 % wiedergekehrt.
- Heilung im Feb./März 2017. Seit dann symptom-frei.
(Gliederschmerzen im 2017 hatte andere Ursachen, die man gefunden hat)!

Mein Entzug dauerte als total fast zwei Jahre. Erste richtiger Heilungsschub nach 9 Monaten, zweiter grosser Schub nach einem Jahr. Dritter Schub nach 1.5 Jahren. Heilung nach 2 Jahren.

Das schwierigste im ganzen Entzug war der Glaube daran, dass dies alles durch die Medikamente verursacht wurde. Ich dachte immer, ich sei nun chronisch psychisch krank. DOCH das war falsch. Es waren die Medikamente. Dank dem Forum habe ich mir das immer wieder eingeredet. Es war richtig. Ich bin gesund. Auch die Wellen waren typisch. Ein paar Tage gut, ein paar Tage schlecht. Und die Intervalle wurden mit der Zeit grösser. Auch das wird hier beobachtet und es stimmt zu 100 %. Plötzlich sind es nicht mehr Tage, die gut sind, sondern Wochen und Monate. Und irgendwann kommt die Heilung. Auch bei Euch. Warum sollte Euer Gehirn anders sein? Alles ist eins. Glaubt daran und gebt nie auf.

Meldet Euch bei Fragen. Gerne helfe ich Euch und berichte von meinen Erfahrungen. Glaubt an EURE Selbstheilungskraft. Es ist möglich!

Alles Liebe

Was mir im Entzug geholfen hat:
- Ruhe, Ruhe, Ruhe
- Auf sich hören und seinen Bedürfnissen kompromisslos nachgehen
- Schwimmen / Sport
- Fischöl und Magnesium
- Glaube an Heilung
- Strukturierter Tagesablauf, einfache Arbeit ohne Stress
- Gute Freunde, um darüber zu reden
- Guter Therapeut
15.03.14 - 15.01.15: 10 mg Cipralex
15.01.15 - 20.02.15: 5 mg Cipralex
20.02.15 - 31.03.15: 2.5 mg Ciprlaex
seit 01.04.2015 auf 0mg

Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, extremes Gähnen, teilweise starke Nervosität, generalisierte Ängste

padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 04.05.18, 17:41

hallo Gouvion, :)

ich freue mich so sehr, dass du wieder gesund bist. :party2:

Herzlichen Dank für deinen mutmachenden Bericht. Diese Heilungsbericht sind so wichtig.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von gouvion » Freitag, 04.05.18, 18:08

Danke Euch allen. Ohne Euer Wissen und Euren Rat hätte ich das nicht geschafft.
Vielen, vielen Dank.
15.03.14 - 15.01.15: 10 mg Cipralex
15.01.15 - 20.02.15: 5 mg Cipralex
20.02.15 - 31.03.15: 2.5 mg Ciprlaex
seit 01.04.2015 auf 0mg

Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, extremes Gähnen, teilweise starke Nervosität, generalisierte Ängste

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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Donnerstag, 17.05.18, 18:18

hallo :) ,

Svenja hat erfolgreich Mirtazapin abgesetzt
viewtopic.php?p=247861#p247861

liebe Grüsse,
padma

Murmeline
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Freitag, 01.06.18, 13:21

Black Hannah :) berichtet ein Jahr nach null
Black-Hannah hat geschrieben:
Freitag, 01.06.18, 13:12
Hallo ihr Lieben. :)

Ich hatte gestern quasi Jahrestag. Am 31.05.2017 war nämlich der erste Tag nach 7 Jahren an dem ich keine Antidepressiva mehr eingenommen habe und wenn ich dieses Forum und die vielen nützlichen Infos nicht gefunden hätte, ich bin mir nicht sicher, ob ich mich dann auch seit einem Jahr als Medikamenten-frei bezeichnen könnte.

Es ist für mich immer noch ein merkwürdiges Gefühl tatsächlich schon ein Jahr ohne Venlafaxin zu sein.

Natürlich hab ich mir das auch anders vorgestellt. Das ich durch einen langen kalten Entzug gehen würde, konnte ich vor einem Jahr noch nicht ahnen.
Ich dachte, nach ein paar Wochen (schlimmsten falls auch 3 Monate, so wie im Beipackzettel verwiesen) sei ich mit den Absetzerscheinungen durch und mein Körper hätte sich reguliert.

Nun ja, es kam ja doch anders.

Aber immerhin kann ich jetzt mittlerweile sagen, ich bin mit dem Schlimmsten durch. Unfassbar, dies nach einem Jahr nach Absetzen der Medikamente endlich vorsichtig behaupten zu können.

Es ist zwar noch nicht alles fit und im Lot. Im Großen und Ganzen hat sich mein Zustand nicht verändert seit dem letzten Update vom April und der Status quo stagniert zur Zeit, aber immerhin ist es auch nicht wieder schlimmer geworden. Das sehe ich doch als sehr positiv an. :)

Es gibt Wochen in denen sich wenig Fenster einstellen möchten und wenn vorhanden nur kurz, sonst ist ein eher Wellen-artiger Zustand vorhanden. Die Woche darauf ist es meist wieder umgekehrt. Einige und lang anhaltende Fenster und wenn vorhanden nur kurze Wellen-Symptome.

Die letzte Mai-Woche verlief bspw. recht positiv. Wenige und leichte körperliche Symptome vlt. psychisch leicht niedergeschlagen und die Wärme macht mir etwas zu schaffen. Aber da bin ich nicht die einzige, die sich in meiner Region endlich eine Abkühlung in Form eines Gewitters herbeisehnt. Die Woche davor hingegen, hatte ich häufiger Schwindel, gelegentliche leichte Muskelzuckungen und fühlte mich allg. oft müde.

Da auch meine Konzentration-und Gedächtnisleistung wieder zugenommen hat, gelingt es mir jetzt auch nach und nach wieder besser mich zB. einem Sachbuch zu widmen (Woher vermutlich auch die leichte Resignation stammt, wenn man Bücher über Massentierhaltung und Klimawandel liest, ist das auch nicht verwunderlich…). :roll: :whistle:

Auch da muss ich erst wieder ein für mich gesundes Maß finden, Interesse und Wissensdurst hin oder her, auf meine Psyche-Hygiene muss auch geachtet werden.

Ich möchte noch mal ausdrücklich dem Forum danken. Wie oben schon angemerkt, haben mich die vielen bereitgestellten Infos und Erfahrungen zu Psychopharmaka und Co. wirklich davor bewahrt wieder zu AD zu greifen. Ich vermute mal, ich hätte das Rezept vom Psychiater Anfang März während meiner schlimmen depressiven Phase, evtl. tatsächlich angenommen. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es dann mit mir weiter gegangen wäre…

Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt schon auf das Forum aufmerksam geworden, und wusste, dass die AD nicht heilen sondern bestenfalls deckeln. Und das ich auch nicht wirklich „krank“, sondern wohl eindeutig im Entzug bin.

Jetzt hab ich schon ein Jahr ohne ADs geschafft. :party2: Dieses Jahr hatte es sich wirklich in sich, es war anstrengend und ich musste durch so einige tiefe Täler hindurch. Bin nun aber froh, dass tatsächlich seit einiger Zeit ein Aufwärtstrend zu verzeichnen ist.

Ich wünsche euch alles Gute und baldige Besserung.
Ihr kämpft alle so tapfer, gebt nicht auf! :) :sports:

Alles Liebe und viele Grüße
Hannah
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Murmeline
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Montag, 11.06.18, 12:22

Kessi :) gibt ein Update
Kessi hat geschrieben:
Montag, 11.06.18, 11:46
Hallo ihr Lieben,
nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Seit 8 Monaten auf 0 und mir geht's weiterhin gut!! Allerdings gibt es auch manchmal Tage, da kämpfe ich mit bleiernen Gliedern, Kreislauf (extrem niedriger Blutdruck) und es "kriecht" mich wieder ein altbekanntes und verhasstes Gefühl der ängstlichen Unruhe an. Da denke ich dann aber gezielt an die Hinweise hier im Forum, dass es noch Monate nach 0 "ruckelige" Phasen geben kann. Nehme dann bedarfsmäßig Passionsblume, die mir ja schon früher so gut geholfen hat und mache mich nicht verrückt, da diese Tage erfahrungsgemäß wieder enden. Leider ist das Schlafen auch immernoch problematisch.

TROTZDEM kann ich sagen, ich fühle mich gesund (habe auch seit Januar bewusst über 20 KG abgenommen) und bin jeden Tag froh und dankbar darüber, dass ich völlig ohne Medikamente (gut) leben kann.

Euch allen hier - besonders den Mods - von ganzem Herzen alles Gute. Danke, dass ihr Euch so kompetent, liebevoll und unermüdlich um die immer größere Schar der Hilfesuchenden kümmert.
Ich werde wieder berichten, wie es nach 1 Jahr bei mir aussieht.
HERZLICHST Eure Kessi
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Maus 66
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Maus 66 » Dienstag, 12.06.18, 17:58

Hallo Ihr,
ich wollte nur sagen, dass ich seit über 4 Monaten mit Pregabalin auf 0 bin und habe keine Entzugserscheinugen mehr dadurch..:D
Juhuuuuuuuu, jetzt ist nur noch Opi dran..;-)
LG Maus
Aktuelle Medikation:
3 Tropfen CBD Öl 10% am Morgen
Bei Bedarf: Zolpidem 5mg, höchstens 1 x im Monat..zur Zeit ca 3x im Monat.....abgesetzt seit 12.5.2017!
Opipramol: seit 5.12.2016.. 0mg..seit dem 25.3. wieder 50-0-0-75... seit Ende März wieder 125mg..0-25-0-100!
Thyroxin 88mg 1-0-0-0, seit ca 3 Wochen nur noch 75mg....seit 12.5.2017 100mg!
Seit 17.1.2016 Natürliches Progesteron: 0-0-0-200mg oral, seit 3 Wochen Blähbauch und Magen Darm Probleme..
früher 100mg vaginal alle 14 Tage....seit Mai, 100mg vaginal
Transdermales Pflaster Estradot: 50mg..seit 2 Wochen 37,5mg...seit 1 Woche wieder auf 50mg!
Bei Bedarf 10mg Promethazin..abgesetzt
Seit 20.6. 2017!!
Opipramol: 0-50-0-100
Lyrica: 0-0-0-75
Seit 1.8. 2017!
Opipramol: 0-25-0-100
Lyrica:0-0-0-50mg
Seit 5.11. 2017:
Opipramol: 0-12,5-0-75
Seit 1.9.2017
Lyrica: 0-0-0-25
Thyroxin:100mg
Progesteron oral:
0-0-0-200mg
Estradiol50 transdermal
2x wöchentlich
Seit 3.12.2017
20mg Lyrica Lösung
Seit 5.12.2017
Opipramol:
6,25-0-0-75
Lyrica Lösung 20mg/1ml
Seit 26.1.18
0,4mg
Seit 3.2.2018
Opipramol
0-0-0 75mg
Seit 26.2.18
Pregabalin : 0
Seit 1.5.2018
Opipramol
0-0-0-68,75mg
Seit 1.7.2018
0-0-0-60mg
Seit 1.10.2018
Opipramol
0-0-0-54mg
Seit 15.11.2018
Opipramol
0-0-0-50mg
Seit 19.1.2019
0-0-0-45mg
Seit 29.7.2019
0-0-0-42mg
Seit Juli 2019
CBD Öl Tropfen 10%
3-0-0-0
16.10.2019
Opipramol
0-0-0-45mg
11.12.2019
Opipramol
0-0-0-50mg

Irrtum
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Irrtum » Samstag, 23.06.18, 10:45

Ich dachte mir ich schreibe noch mal ein halbes Jahr nachdem ich das Mittel Escitalopram erfolgreich abgesetzt habe, da mir seit ca. 2 Monaten diverse Dinge aufgefallen sind:

- Bestimmte Medikamente, die auf das ZNS wirken (z. B. Muskel-Entspannungsmedikamente, die über das ZNS laufen), wirken heftig und unangenehmst, inkl. Kreislaufschwierigkeiten, Blutdrucksenkung, Pulsrasen, Übelkeit etc. Das hatte ich vor der SSRI-Einnahme nicht. Ebenfalls betroffen ist Melatonin, was ich selten zum Schlafen genommen habe. Inzwischen lasse ich die Finger von ZNS Medikamenten, weil mein Körper anders darauf reagiert. Auch insgesamt habe ich das Gefühl, dass Medikamente und teils Nahrungsergänzungsmittel anders wirken und kurzzeitiges Unwohlsein herbeiführen.
- Schwindel: Es kommt vor, dass ich mich manchmal eine halbe Stunde wie benommen fühle. Für wenige Minuten fühle ich mich wie auf einem Schiff, das sich im leichten Wellengang bewegt. Unschön! Kommt aber meist nur vor, wenn ich Schlafmangel oder lange Arbeitstage hatte.
- Brainzaps (?): Ca. 2 Mal im Monat bin ich in Phasen der Entspannung für einen Bruchteil von einer Sekunde "weg". Es tut nicht weh aber ich bin in dieser halben Sekunde geistig weggetreten und dann sofort wieder "bei mir". Während ich ausgeschlichen hatte, hatte ich ein ähnliches Symptom, aber das war eher ein Aufleuchten vor den Augen. Ich hoffe, dass es weniger wird.

Ansonsten: Gedankenkreise erkenne ich frühzeitig und stoppe sie ziemlich erfolgreich. Regelmäßiger Sport ist unverzichtbar. Anstrengung und leichter Muskelkater führt auch dazu, dass man seinen Körper besser wahr nimmt und stolz auf das Erreichte ist. Ich mag Sport jetzt nicht sonderlich, aber das Gefühl danach unter der Dusche ist unbezahlbar. Vor wirkt es bei mir ausgleichend :D

Würde ich SSRI noch mal nehmen oder empfehlen? Eher nein. :?
12.10.2017: 25mg Sertralin; nur drei Tage genommen aufgrund heftiger Kopfschmerzen und Weggetreten-Seins.
17.10.2017: Umstellung auf Escitalopram: 1 Tropfen pro Tag gesteigert.
25.10.2017: Stopp bei 8 Tropfen
Ab 27.10.2017: Reduktion auf 7 Tropfen wegen starkem Schwitzen
Ab Anfang November: Panik, Unruhe, hoher Puls, schlaflose Nächte mit Bewegungsdrang; Trimipramin als Schlafhilfe hilft mit 5 Tropfen nicht und gleichzeitig komme ich mit Trimipramin am nächsten Morgen nicht aus dem Bett. Fast schon paradox.
14.11.2017: Escitalopram aufgrund immer schlimmer werdenden Nebenwirkungen abgesetzt.
16.11.2017: Einmalige Einnahme von 2 Tropfen; leichtes Schwitzen; Körper scheint sich gegen Medikament zu wehren
15.-17.11.2017: Angenehmes Wohlbefinden. Glücklich. Innere Bestätigung, das Medikament komplett abzusetzen
18.11.2017: nach 10 km joggen komme ich in meine Wohnung und bekomme aus dem heiterem Himmel einen Schwindelanfall. Mir wird übel und mein Kreislauf fährt komplett runter, sodass ich mich hinlegen muss. In zeitlichen Abständen von 45 Minuten nehme ich jeweils einen Tropfen. Nach drei Tropfen stabilisiert sich der Körper. Leichter Schwindel bleibt.
19.11.2017: leichte innere Unruhe und erhöhter Pulsschlag. Starke Konzentrationsschwierigkeiten seit gestern. Weggetreten-Sein immer noch vorhanden. Aber nur noch leichte Übelkeit. Reduktion der Dosis auf einen Tropfen pro Tag für die nächsten Tage bis sich der Körper stabilisiert hat.
20./21.11.2017: Körper ist stabil. Lediglich kleine Sehstörungen 1-2 Mal am Tag (Aufflashen einer hellen ovalen Form für eine Viertelsekunde)
23.11.2017: Sehstörungen weg. Leichtes Kälte-Empfinden. 9 km Laufen mit etwas verminderter Leistungsfähigkeit.
25.11.2017: Reduktion auf 0,9 mg mit Wasserlösmethode. Keine Vorkommnisse
26.11.2017: Reduktion auf 0,8 mg. Nach 1h leichtes "Kaltschwitzen". 10 km Joggen. Fühle mich gut und ausgeglichen.
27.11.2017: Reduktion auf 0,7 mg.
28.11.2017: Beibehaltung 0,7 mg. Leichtes Unwohlsein nach 9 km Joggen.
29.11.2017: Reduktion auf 0,6 mg.
30.11.2017: Reduktion auf 0,5 mg.
01.12.2017: Reduktion auf 0,4 mg.
02.12.2017: Verschnaufpause bei 0,4 mg.
03.12.2017: Reduktion auf 0,3 mg.
06.12.2017: Reduktion auf 0,2 mg.
07.12.2017: Reduktion auf 0,1 mg.
08.12.2017: Letztmalige Einnahme von Escitalopram (0,1 mg)
09.12.2017: Escitalopram abgesetzt. Fühle mich nicht so gut und versuche es, über‘s Wochenende dennoch durchzuziehen. Habe mir 3 Tage Sportverbot erteilt.
15.12.2017: Jetzt auch kein Trimipramin mehr. Reduktion von 1 auf 0 Tropfen ohne Schwierigkeiten. Testen von Lasea als pflanzliche Alternative zur Beruhigung.

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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Dienstag, 24.07.18, 18:00

hallo zusammen, :)

eine Erfolgsmeldung von MPK 9 Monaten nach 0
Halli hallo. Monate zogen ins Land und ich wollte mich noch mal melden.

Nach Oktober 2017 (Null der Opipramol) ist alles wieder ok. GANZ unglaublich selten KANN es mal sein, dass ich was spüre - ist aber ein Witz.
Gewicht: 3kg runter - hat auch erst spät angefangen.
All das kann ich wieder machen, seit ich auf Null bin. Es hat zwar gedauert, bis ich die letzten Symptome los war, aber sie sind weg. Ich bin fitter, schneller, stärker - nicht wie damals - aber das wollte ich auch nicht. Das Gewicht geht langsam runter, ca. 500gr pro Monat. Und das ist auch gut so.

An alle, die mir geholfen haben und die sich so viel Mühe mit den Guides geben: danke. KEIN Arzt, keine Psychologen - nein, selbst betroffene haben geholfen.

Ich behaupte es weiterhin: jeder kann den Mist loswerden. Es ist nur eine lange Reise, ein Marathon und es hilft, sich Ziele zu setzen.
Niemals aufgeben!

*drück*
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 32#p260332

Flummi

Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Flummi » Sonntag, 29.07.18, 15:10

Hallo,

mein Mann ist nach einem halben Jahr Reduktion von 1800 mg Lithium (Quilonium retard) nun seit einer Woche auf NULL.

LIebe Grüße,
Claudia

Edit von padma: hier der link zum thread https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=14265
Zuletzt geändert von padma am Montag, 30.07.18, 18:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Edit eingefügt

Murmeline
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 09.08.18, 15:17

LenaLenas Zwischenbericht
LenaLena hat geschrieben:
Donnerstag, 09.08.18, 15:03
EIN JAHR ENTZUG nach Null GESCHAFFT! :party2:

Heute vor einem Jahr war mein erster Tag ohne AD!

Wenn ich auf dieses absolute Horrorjahr zurückblicke … möchte ich es einfach nur vergessen. Dennoch sehe ich Fortschritt, wenn ich Vergleiche ziehe. Es wird definitiv besser, ich bin auf einem guten Weg. Ich habe mein Ziel, auch in größter Verzweiflung keine Antidepressiva mehr anzurühren und auch keine anderen Psychopharmaka, eingehalten. Ich habe alle Medikamente vermieden, die ich vermeiden konnte und ernähre mich sehr gesund, bewusst und histaminarm.

Die Monate 5-8 waren mit Abstand die schlimmsten, das kann ich nicht in Worte fassen. Mein Körper hat mich gefoltert, mein Kopf mir Wahn vorgespielt. Mein Nervenkostüm war so dünn, dass es bei jedem Benachrichtigungston des Handys riss. Es war richtig "nackt" :shock:
Ich war so überreizt, dass ich mit Sonnenbrille herumlaufen musste und nicht einmal für 2 Minuten ein Telefonat führen konnte. Den Fernseher musste ich häufig auf stumm oder gänzlich ausschalten. Ich habe 99,9% der Zeit in der Wohnung verbracht.
Wenn ich das vergleiche, hat sich so vieles verbessert. Ich hatte am Wochenende zum zweiten Mal eine Freundin zu Besuch, die auch hier geschlafen hat, und ich konnte mich ganze Tage unterhalten und das wegstecken, auch wenn mich alle paar Stunden eine fast tödliche Müdigkeit überkam, die eine Überreizung anzeigte. Aber: Ich habe mich immer wieder (recht schnell) davon erholt.

Ich bin mittlerweile nach über 6 Monaten die ersten Male wieder Auto gefahren und war manchmal draußen, war einkaufen und spazieren. Diese ständigen Angstzustände und Panikattacken vom Beginn, die ich immer bei Überforderung (also Überreizung) bekam - zB im Supermarkt wegen der vielen optischen Reize oder der vielen Menschen, oder auf der Straße wegen der vielen Fußgänger (Großstadt), sind nach 7-8 Monaten komplett abgeflaut. So gut wie nie mehr spüre ich diese furchtbare entzugsausgelöste Angst, schon gar nicht Panik. Was auch bedeutend weniger geworden ist, sind die "Kopfsymptome" - Schwindel, Brain Fog, Neben-mir-stehen, Verwirrtheit, Konzentrations- und Denkstörungen. Diese innere starke Getriebenheit und Unruhe, die ich monatelang fast pausenlos gespürt habe (eines der folterndsten Gefühle, die es gibt!!), ist mit kleinen Ausnahmen verschwunden und hat einer inneren Gelassenheit Platz gemacht.

Viel raus kann ich noch immer nicht, weil mein Nervensystem noch sehr angegriffen ist (auch in Fenstern) und nicht viel wegsteckt. An manchen Tagen geht es, an anderen kämpfe ich stark oder es ist gar nicht möglich.

In den Fenstern geht es mir wirklich schon zufriedenstellend und so viel besser als die meiste Zeit im Entzug. Wenn ich auch noch lange nicht dieselbe bin wie vorher. Ich bin oft noch schwach, habe einen wackligen Kreislauf und einen etwas wirren Kopf, neben anderen kleinen wechselnden Symptomen. Aber meine Energie reicht wieder, um den Haushalt recht locker zu bewältigen und zeitweise auch mehr (aussortieren, langsam auch Kisten packen für den Umzug).
In den Wellen geht es mir immer noch sehr übel. Dafür, dass schon ein ganzes Jahr vorbei ist, frustriert mich das oft noch ziemlich.

Da ich öfter erwähnt habe, dass ich definitiv Traumen aus dem Entzug davongetragen habe (allem voran aus Situationen, wo diese starke und lange Panik mich überschwemmt hat, bis ich dachte, ich drehe komplett durch, z.B. ganz zu Beginn des Entzugs mitten beim Auto fahren…), arbeite ich nun mit dem Buch von Klaus Bernhardt daran, dass sich das nicht im Denken festsetzt. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht wieder hinkriege, nachdem ich vorher schon in der Therapie meine Ängste so toll überwunden hatte! :sports:

Eigentlich war ich immer sehr positiv eingestellt, aber in letzter Zeit war ich, je näher die Jahresmarke rückte, zunehmend frustriert über meinen immer noch schlechten Zustand, besonders in Wellen. Sorry dafür… :?
Ich musste mich eine Zeitlang damit auseinandersetzen und an den Gedanken gewöhnen, dass es noch bedeutend länger dauern wird, bis ich wieder gesund bin. Realistisch betrachtet ist es ein jahrelanger langsamer Prozess, bis diese "Verletzung" im Gehirn geheilt ist, da bin ich wohl keine Ausnahme. Leider :D

Zum Glück haben mich viele sehr ermutigt und mich wieder sehen lassen, dass ich auf einem guten Weg bin, der Fortschritte zeigt. Danke dafür <3
Ein Jahr liegt hinter mir, und ich werde diesen Weg genauso weitergehen und auch weiterhin heilen, bis ich wieder gesund bin!
Ich glaube an die Selbstheilungskräfte des Körper und an die Neuroplastizität des Gehirns :sports:

LG Lena
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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padma
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Montag, 13.08.18, 17:13

Bine :) hat Paroxetin erfolgreich abgesetzt:
Hallo ihr Lieben

Habe mich ja schon ewig nicht mehr gemeldet. Hatte eine ganze Zeit kein Internet, da ich es mir durch die damalige Arbeitslosigkeit erstmal nicht mehr leisten konnte, was auch u.a durch meinen damaligen Partner verschuldet wurde, ja mittleweile schon lange Ex-Feund.
Habe eigentlich den Thread über erfolgreiches Absetzen gesucht,yep, habe es geschafft! Lebe wieder ganz normal! Schon ca 8 Monate komplett frei vom Paroxetin,keine fiesen Absetzerscheinugen mehr, von denen ich ja reichlich hatte x( und ich nie gedacht hätte ,dass ich wieder ganz normal werde. Aber nach 'nem knappen Jahr, war es wieder alles normal,natürlich nicht von heut auf morgen, aber stück für stück. Gehe wieder arbeiten, ich schlafe wieder normal, sogar sehr gut :) wache ganz normal auf, drehe mich auch gerne mal wieder entspannt um noch 5min länger zu dösen, ach,machen wir's kurz..
ICH LEBE WIEDER! :D
Und das habe ich natürlich auch dank eurer Unterstützung geschafft! Nochmal eine ganz liebes Danke und auch nochmal ein liebes danke an die, mit denen ich aufbauende chatgespräche hatte, denke die ich meine,können sich erinnern, danke :) Hoffe den andern geht es auch schon besser?! Werde mich gleich hier ma durch die Threads lesen..

LG
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 87#p264487

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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Muryell » Montag, 13.08.18, 18:04

Danke, liebe Bine.

Danke, liebe Padma, fürs Posten hier.

Liebe Grüße

Muryell
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Murmeline
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Montag, 20.08.18, 22:12

Ein Jahr nach dem Entzug von Escitalopram - Erkenntnisse und Schlussfolgerung
Ein Erfahrungsbericht aus dem Forum "survivingantidepressants.org" von User „Notalwaysso“ am 29. August 2017 (übersetzt von Lena :) )
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=15786
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 06.09.18, 17:21

Timi88 hat geschrieben:
Mittwoch, 05.09.18, 14:34
Liebe Mitglieder,

fast 1 Jahr ist es nach meinem 1. Post her und ich kann wie die letzten Monate eigentlich nur gutes berichten.
Was ist mir heute nach 1 Jahr Entzug geblieben: Tinnitus und Kopfrauschen (minimal) und bei wenig Schlaf leichter Schwindel (wird auch besser).

Dafür ist viel Hoffnung, Selbstbewusstsein, Freude und Glück zurückgekehrt. Heute kann ich zurückblicken und stolz sein, stolz, dass ich es geschafft habe! Natürlich verbunden mit Dankbarkeit aller die mir geholfen und beigestanden haben...hierzu gehören auch die Administratoren des Forums dazu :-).

Auch wenn es für viele immer noch unfassbar klingt. Ich bin mitten in der Heilung :). Sie findet statt... ich spüre es!

Lieben Gruß,
Timi
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Samstag, 20.10.18, 22:55

Insanity :) hat es geschafft (Venlafaxin):
Ich habe das letzte bisschen auf einen Schlag abgesetzt. 3 Tage Kopfschmerzen, eine Woche Händezittern und Schwindel. Danach hatte ich mit etwas Stimmungsschwankungen zu kämpfen.
7 Wochen danach hatte ich starke Muskelzuckungen, vermutlich ausgelöst durch Magnesium Mangel und Stress.

Aber, und das ist die Hauptsache: seit dem 15.01.2018 bin ich komplett frei von Psychopharmaka!
Auch die letzte Dosis hat meine Stimmung noch etwas stabilisiert, ich fühle mich jetzt wieder wie ich selber, auch wenn mein Gefühlsleben wesentlich bunter ist.

Mittlerweile bin ich 20, habe einen neuen, wirklich tollen Partner an meiner Seite. Ich bin psychisch gesund. Nur noch ein reges Gefühlsleben mit etwas tieferen Tiefs als bei “normalen“ Menschen kann ich noch mein Eigen nennen.

Liebe Grüße von (in)sanity
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 71#p274871
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.1.2020: 0 mg, Die :schnecke: steht auf dem Kilimanjaro :D



Was finde ich wo im Forum
Infoartikel: Antidepressiva absetzen
FAQ: Alles, was Ihr übers Absetzen wissen müsst!




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Timi88
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Timi88 » Montag, 29.10.18, 11:44

Hallo Ihr Lieben,

ich wollte euch allen wieder ein Update zu meinem Gesundheitsstatus geben. Interessant: Früher sagte ich Krankheitsbild... :shock:

Es geht mir wirklich so verdammt gut. In der Zeit des Absetzens und der anschließenden Entzugswellen, war ich mehr als verunsichert. Mein Selbstwertgefühl aber auch mein Selbstbewusstsein hatten stark gelitten. Dementsprechend bin ich verunsichert auf Arbeit und Privat aufgetreten. Ich war definitiv nicht ICH selbst.
Je mehr ich merkte, dass ich nicht ICH bin, desto mehr ärgerte ich mich über mich.

Heute kann ich sagen, dass das alles der Einfluss des Entzuges war. Da passieren Sachen (unkontrollierbar) , welche aber Zeichen sind der Genesung. Immer wieder muss man sich einreden: Hey das ist normal, das ist der Entzug...es wird besser...

Und : Es wurde besser!

Mein Tinnitus ist leiser geworden...und auch der ist bald weg...das weiß ich! Kopfschmerzen habe ich gar keine mehr! Ich erinnere mich wie ich mit Kopfweh aufgewacht bin und nichts geholfen hat - außer Ruhe...
Herzrasen habe ich keine..außer ich bin verliebt <3
Mein Schwindel und mein unsicherer Gang waren so schlimm, dass ich eine Gehhilfe nutzte. Damit mir das keiner anmerkte - ich meine ich bin 29 Jahre alt und Sportler- nutzte ich einen großen Regenschirm. Als die Leute um mich herum fragten, dass es heute nicht regnen werde, sagte ich WER WEISS - Sicher ist sicher :haha:
Panikattacken habe ich schon gefühlt 6 Monate keine mehr...Warum? Ganz einfach , weil dieser Teil in meinem Körper geheilt ist...genauso wie die oben beschriebenen Teile....
Ich bin nicht mehr gereizt/verärgert/emotional/traurig, ich kann erholt schlafen und aufwachen. Keine Gedankenkreisel...NIX...NIX NIX NIX!

Liebe Leute ihr schafft das!!!! Ich stehe gerne für euch zur Verfügung um euch zu motivieren dran zu bleiben. Meldet euch gerne!

Ich werde weiter berichten. Zusammen sind wir stark! :group:

LG
Timi
Februar 2017 - Ende Mai 2017 = 7,5 mg Mirtazapin aufgrund Ängste und Schlaflosigkeit (Diagnose Burnout)
Juni 2017= 0 mg (kalt abgesetzt, laut Psychiater können kleine Dosen abgesetzt werden)
Nach 2 Wochen haben sich dann Absetzsymptome eingeschlichen (Schwindel, Benommenheit, Ängste vor allem Panikattacken, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit)
08.07.2017 - 24.08.2017 = mehrere Dosisschwankungen teilweise bis zu 15mg (wegen Paradoxer Wirkung vor allem Benommenheit und PA sowie starke Ängste , deshalb wieder ausgeschlichen - je niedriger ich gegangen bin, desto besser ging es mir) am Ende bei 0,003 mg ausgeschlichen

seit 25.08.2017 bei 0 mg = daraufhin erneut Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Ängste und Unruhe (vor allem morgens), Schlaf ist einigermaßen besser geworden

16.09.2017= 0,006mg
20.11.2017= 0,006mg (Welle mit Unruhe und Schwindel, Schlaf fast normalisiert...Erfolg durch Kurkuma und Omega 3)
11.12.2017=0,006mg (Welle/Fenster)
24.12.2017=0,0000000mg
18:01.2018= Weniger Wellen, mehr Fenster: Super tiefer Schlaf, weniger bis gar keine Kopfschmerzen, Schwindel nur bei Stress und Müdigkeit, gute Konzentrationsfähigkeit, weniger Ängste, weniger Unruhe, ein wenig erschöpft (ES WIRD BESSER)
20.03.= Nun sind es fast 3 Monate nach NULL und ich bin wieder klarer im Kopf - weiterhin Symptome (vor allem Schwindel und Kopfdrehen,,Hirndrehen")
19.04.2018= 4 Monate nach Null...wenig Schlaf und Stress triggern extrem....
18.05.2018= Ich hatte vor 2 Wochen eine Leistenbruch-OP und hatte eine Vollnarkose (Propofol) erhalten...kleiner Rückfall...aber es geht wieder vorwärts...
20.06.2018=Psyche in Ordnung, kaum Beschwerden ABER weiterhin hin und wieder Schwindel und Kopfrausch...an einer HIT liegen.
05.09.2018= Heilung in Sicht (mehr Fenster)
24.01.2019= leichter Schwindel, Psyche ok - Ablenkung ist total wichtig , weiterhin Tinnitus
01.01.2020= Großer Trigger: Pantoprozol nach Sodbrennen (extreme Unruhe, Angst, Schwindel) sofort abgesetzt !
28.05.2020= aktuell Schwindel bei Stress und zu viel Kaffee sowie wenig Schlaf. Besserung seit Anfangsphase spürbar.
19.06.2020= Tinnitus aushaltbar , Angst bessert sich , kopfdruck bessert sich - Schwindel kaum spürbar...Fenster-Wellen-Fenster Wellen ...
07.07.2020= Protrahierter Entzug: Optimismus ist da. Keine Depressionen mehr - mehr Selbstbewusstsein. Sport und Ablenkung tun gut. Zu viel Sport triggert leider :-( Tinnitus weiterhin mit unterschiedlichen Geräuschen, die sich vor allem bei Überforderung bemerkbar machen...

Fledermaus
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Fledermaus » Donnerstag, 01.11.18, 17:48

Danke schön, das macht Mut :)
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Jamie
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 06.12.18, 15:45

traubensaft1988 :) hat einen sehr mutmachenden Bericht für uns

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 35#p281598

1 Jahr, 6 Tage - Ohne Antidepressiva

Hallo liebe Leute!

Ich dachte ich schreibe heute nochmal einen Beitrag, da es den ein oder andere vielleicht interessiert.

Ich muss sagen aktuell geht es mir sehr Gut!

Durch die Einnahme von ein paar Nahrungsergänzungsmitteln geht es mir so gut wie nie zu vor.

Aktuell nehme ich: Omega 3 , Zink , OPC , Camu - Camu , Vitamin B komplex , VitaminD mit k2 , Magnesium :party:

Ich habe mit einem Sozialcoach auch viel erreicht (Mehr als mit jedem Psychologen bisher)

Derzeit plane ich sogar auszuziehen in eine eigene Wohnung. (Damals konnte ich nicht mal in einem anderen Raum sein als mein Vater vor lauter Angst)

Habe jetzt auch wieder Bewerbungen geschrieben.

Ich nehme weder Schlafmittel noch irgendwelches Cortison. - Bei mir kam jetzt wohl auch raus das ich eine Histamin Intoleranz habe. Was vieles "übel" sein erklären würde wo mein Kopf nicht Schuld dran war.

Nunja, am Ende bin ich froh das Forum hier gefunden zu haben und das Dreckzeug nicht mehr nehmen zu müssen. Es gab zwar 1-2 Rückschläge aber die werden wohl immer dazu gehören und kommen sicher auch wieder.

Also Leute gebt nicht auf! - Es lohnt sich! :group: :group: :group:

Alles liebe
Claudia

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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Dienstag, 11.12.18, 13:45

BeeElKay hat Escitalopram vor einem Monat erfolgreich abgesetzt :party2:
Hallo ihr Lieben,

mal wieder ein Update von mir (liest das überhaupt noch wer? :lol: )

Ich freue mich euch mitteilen zu können, dass sich das Problem Ein-und Durchschlafstörungen so gut wie erledigt hat. Seit nun schon ungefähr 10 Tagen ist es deutlich besser. Ich würde sagen ich bin was das Thema Schlafen anbelangt zu 85% wieder der Alte. Ich wache kaum noch auf und selbst das Einschlafen hat sich gut gebessert wenn ich auch hier noch etwas Luft nach oben sehe, aber das ist kein Vergleich von vor paar Wochen, da liegen Welten dazwischen. Man könnte auch sagen jammern auf hohem Niveau.

Ansonsten geht's soweit ganz gut. Hin und wieder habe ich ein paar Momente da bilde ich mir ein ists mitm Kreislauf nicht so prickelnd und ich bin etwas schlapp. Ansonsten kann ich meinen Alltag recht gut bewältigen und bereue es absolut nicht damit aufgehört zu haben. Es hört sich komisch an aber ich fühle wieder, dass ich Lebe. Das wird einem erst wieder bewusst wenn dieses "in Watte gepackt sein" weg ist.

Mit dem Sport und Sauna bin ich noch etwas vorsichtig. Bei Überanstrengung folgen da derzeit Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein. Ich habe mittlerweile akzeptiert, dass es einfach noch ein bisschen dauert. Die Zeit möchte ich meinem Körper auch geben.

Ansonsten fällt dieses Update tatsächlich relativ kurz und knapp aus. Psychisch geht's mir hervorragend, wenns wo zwickt, dann wirklich körperlich.

Bis denn :hug:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 36#p282236

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