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Liebe Fories, liebe Interessierte,

seit 1.8.2019 gibt es Änderungen im Forum. Es ist nur noch teilweise öffentlich zugänglich. Ohne Anmeldung können nur die Rubriken "Informationen", "Neue Teilnehmer" sowie "Erfahrungsberichte" gelesen werden.

Die anderen Rubriken sind nur noch für registrierte Mitglieder einsehbar. Dazu gehört auch der Bereich "Ausschleichen von Psychopharmaka" mit Dokumentation der einzelnen Verläufe (Tagebücher) zum Absetzen von Antidepressiva, Neuroleptika und Benzodiazepinen. Hier findet Ihr alle Neuerungen und Änderungen. Hier steht alles Wichtige für noch nicht registrierte Interessierte.

Wir sind ein Selbsthilfeforum. Wer sich registriert, um einen eigenen Thread zu eröffnen, entscheidet sich auch dafür, sich aktiv mit den bereitgestellten Informationen auseinanderzusetzen. Neue Mitglieder bitten wir daher, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, die Grundlagentexte durchzulesen und anzueignen. Wer nach der Registrierung nur still mitlesen will, ist auch willkommen.

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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Panik
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Panik » Mittwoch, 10.09.14, 8:24

Hallo :) ,

ich hoffe Ihr seht es mir nach, dass ich als nicht Langzeit Betroffener hier ein paar Zeilen da lasse um Euch einfach nur ein paar dicke Kraftpakete :group: :group: :group: zu schicken. Lob, Respekt, Anerkennung wie weit Ihr schon gekommen seid. Davon kann man sich
nichts kaufen und es zaubert auch nicht die Probleme weg, aber das musste ich einfach mal los werden !

durchhalten
panik
Diagnose: anfangs Anpassungstörung, dann Angst-/Panikstörung jetzt keine Ahnung
08/2011 Antikoagulation Macumar abgelöst durch
25.11.2013 Thrombozytenaggregationshemmer ASS100
13.07.2012 Escitalopram 10mg
08.10.2013 Reduzierung Escitalopram 9mg
20.10 2013 Reduzierung Escitalopram 8,5mg
23.10 2013 Reduzierung Escitalopram 8mg
10.11.2013 Reduzierung Escitalopram 7mg
07.12.2013 Aufdosiert Escitalopram 8mg
15.12.2013 Reduzierung Escitalopram 7,5mg
29.12.2013 Reduzierung Escitalopram 7mg
19.01.2014 Reduzierung Escitalopram 6mg
16.02.2014 Reduzierung Escitalopram 5,5mg
23.02.2014 Aufdosiert Escitalopram 6mg
08.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 6,5mg
17.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 7mg
30.03.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
25.05.2014 Reduzierung Escitalopram 8mg
07.06.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
20.07.2014 Reduzierung Escitalopram 8mg
15.08.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,25mg
18.08.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
26.10.2014 Reduzierung Escitalopram 7,5mg
31.10.2014 Aufdosiert Escitalopram 8,5mg
14.12.2014 Reduzierung Escitalopram 8,2mg
21.01.2015 Reduzierung Escitalopram 4,0mg
04.04.2015 Reduzierung Escitalopram 3,8mg
30.04.2015 Reduzierung Escitalopram 3,6mg
30.05.2015 Reduzierung Escitalopram 3,2mg
08.06.2015 Reduzierung Escitalopram 3,0mg
05.07.2015 Reduzierung Escitalopram 2,8mg
26.07.2015 Reduzierung Escitalopram 2,6mg
11.08.2015 Reduzierung Escitalopram 2,4mg
19.10.2015 Aufdosiert Escitalopram 2,6mg
21.01.2017 Reduzierung Escitalopram 2,4mg --> hier
26.02.2017 Reduzierung Escitalopram 2,2mg --> oder hier
05.06.2017 Reduzierung Escitalopram 2,0mg --> oder hier Dosis real 2mg
11.10.2018 Reduzierung Escitalopram 1,67mg

Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Mittwoch, 10.09.14, 9:03

Hallo sleepless,
schau mal hier:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=7819

http://www.histaminintoleranz.ch/downlo ... te_HIT.pdf
sleepless2014 hat geschrieben: habe bei HP immerzu auf den Entzug hingewiesen!
Es kennt sich halt keiner von den Behandlern aus,egal aus welcher Richtung sie kommen.
Sie können halt nichts verbessern,aber Verschlimmerung geht ganz schnell!
Ich habe die Erfahrung gemacht,dass man seinen Körper am besten ganz in Ruhe läßt.
Im Laufe der Zeit lernt man,was man verträgt und was nicht.
Man muß sein eigener Experte werden.
@ curly ganz viel :hug:
Panik hat geschrieben:ein paar dicke Kraftpakete :group: :group: :group:
Danke ,die können wir gut gebrauchen :!:

LG
Nospie

Clarissa
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Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 10.09.14, 17:21

@Nospie
Danke für die Links.
Hartkäse, Salami, Rohschinken, Sauerkraut, Nüsse - ausgerechnet das habe ich gerade alles da und esse ich gerne (bin kein großer Esser).
Naja, die Heilpraktikerin war ein Strohhalm ...
VG von sleepless

edgar
Beiträge: 1235
Registriert: Donnerstag, 16.08.12, 14:04

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von edgar » Sonntag, 14.09.14, 22:13

Hallo ihr Lieben,

ich möchte nur kurz sagen, dass ich es für die Zukunft wichtig fände (um unnötige Kränkungen zu vermeiden, auch wenn sie natürlich nicht so gemeint waren), dass hier am Besten nur diejenigen schreiben, die wirklich Langzeitbetroffene sind, vor allem dann, wenn es um Ratschläge geht, die ja bekanntlich auch Schläge sein können. Bei Spatzine (ich weiß, war gut von Dir gemeint), konnten wir ja sehen, dass es schnell zu Kränkungen führen kann und deswegen (so kam es mir zu Ohren) sich auch schon wieder jemand von den Langzeitbetroffenen verständlicherweise zurückgezogen hat.

Spatzine hat aus ihrer Erfahrung als Nicht-Langzeitbetroffene mit guten Absichten versucht, anderen was Hilfreiches zu sagen, aber sie konnte ihre Erfahrung gar nicht auf Langzeitbetroffene übertragen.

Der Thread heißt ja auch nicht umsonst "Thread für Langzeitbetroffene" und daher bitte ich alle, die nicht Langzeitbetroffene sind, sich mit Ratschlägen bitte zurückzuhalten.

Ich danke für Euer Verständnis.

LG und alles Gute :group:
edgar
Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

Mrs Columbo
Beiträge: 204
Registriert: Montag, 19.03.12, 11:51

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mrs Columbo » Sonntag, 14.09.14, 22:37

Liebes Forum, :group:
und liebe Nadja :) , danke, dass dieser Thread gestartet wurde. Da auch ich im protrahierten Entzug bin, hier meine Erfahrungen:

Bin seit 2 ½ Jahren jetzt auf 0 mg (½ Jahr Fluoxetin, 2 Jahre Venlafaxin). Meine Symptome: Hauptsächlich psychisch. Extremer und seltsamer, als je zuvor. Eine Gefühls- und Gedankenhölle aus einem seltsamen Gemisch aus Zwangsgedanken, Depersonalisation, Derealisation, Angst und Panikattacken und Empfindungen, die so fernab sind, dass ich keine Worte dafür habe, separiert, auseinandergerissen, fremdartig. In letzter Zeit eher vermehrt Empfindungslosigkeit und Depression.
Die Symptome kommen bei mir in extremen und sehr plötzlichen Wellen, dazwischen gibt es fast komplett symptomfreie Zeiten. Beides zwischen 1 und 8 Wochen, die Wechsel sind abrupt. Ich komme mir manchmal vor wie zweimal. Ich frage mich, was diese Extreme macht, als ob ein Schalter ein- und ausgeschaltet wird. :?: :!:

Ich habe über 5 Monate „ausgeschlichen“ – hatte die ganze Zeit über starke brainzaps und auch noch danach ein halbes Jahr. Ich fürchte, es war für mich zu schnell, vor allem am Schluss (von 12mg auf 0). Ich habe oft darüber nachgedacht, etwas zum Deckeln zu nehmen, es bislang aber nicht getan (hier liegt was rum).

Was mir auch schon aufgefallen ist und hier im thread auch schon erwähnt wurde: Es sind tatsächlich hauptsächlich Frauen, die die größten Probleme haben, richtig? Mir fällt dazu ein: Ich habe mal einen Bericht gesehen über Gender-Medizin, einen Forschungszweig, in dem den Unterschieden (z.B. Stoffwechsel) nachgegangen wird, u.a. an der Charité Berlin, wo u.a. herausgefunden wurde, dass Frauen z.B. oft viel zu hohe Medikationen erhalten. Jemand etwas davon gehört?

Wenn es mir schlecht geht, schaue ich auch oft Videos, dies hier hilft mir immer sehr und erinnert mich in meiner Panik, dass wir nicht allein sind und es tatsächlich vom Absetzen kommt:
http://cepuk.org/withdrawal-advisers/
(auf englisch)
Auch eine hilfreiche Seite:
http://beyondmeds.com/2013/05/11/acute- ... ithdrawal/

Es ist schade, dass es so wenig auf deutsch gibt.

Liebe Grüße,
Mrs Columbo
Symptome: (Wiederkehrende depressive Episoden, Stimmungsschwankungen, gelegentlich unklare Symptome wie Erschöpfung, Schwindel); Diagnose: (unklar, meist Depression als Hauptsymptom. 2009: Akut Erschöpfungsdepression wg. Krebserkrankung)
Medikation: (Fluoxetin, 20mg, 7 Monate) (>>) (Venlafaxin, 75mg, 1 1/2 Jahre)
Absetzverlauf (15.09.2011, 75mg): (1 Monat 55mg) (>>) (1Monat 37,5mg) (>>) (6 Wochen lang weiter herunterdosiert bis auf 12 mg) (>>) (1 Monat 12mg) (>>) (seit 02.02.2012 auf 0mg)

Seither protrahierter Entzug in Wellen.
Nach 9-monatiger symptomfreier Zeit begann nach OP alles von vorne.
Hauptsymptome: Depersonalisation/Derealisation; Angst; negative Zwangsgedanken.

Seit 4/5 2015 symptomfrei!

Kevin05

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Kevin05 » Montag, 15.09.14, 6:06

Beitrag gelöscht.
Zuletzt geändert von Kevin05 am Montag, 15.09.14, 17:24, insgesamt 2-mal geändert.

Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Montag, 15.09.14, 10:24

Hallo Kevin,

was Du schreibst, finde ich grundsätzlich richtig. Wenn ich aber von mir spreche, als Langzeitbetroffener, dann finde ich es nicht verkehrt, von den Symptomen anderer zu lesen. Einfach deshalb, weil ich dann mit ziemlicher Sicherheit weiss, dass das Symptom etwas mit dem Absetzen zu tun hat. Ich bin dadurch hoffnungsfroher, weil es dann zumindest die Chance für mich gibt, dass es sich wieder bessern kann. Enorm hilfreich finde ich aber auch die Beiträge, die von Strategien sprechen, wie man positiv gegen die Symptome angehen kann.
Manchmal sind auch Medikamente notwenig, besonders wenn körperliche Symptome bestehen. Ich nehme gegen meine ständig verstopften Nebenhöhlen und der plötzlich aufgetretenen Stauballergie, Desloratadin bei Bedarf, und Esopremazol gegen die Speiseröhrenentzündung. Es hilft mir z.B. sehr, wenn ich lese, dass diese verstopfte Nase, auch ein Symptom sein kann, und noch besser finde ich es, wenn Betroffene davon berichten, dass sie es wieder losgeworden sind.
Ich glaube Kevin, dass Du verstehst was ich meine und nicht der Ansicht bist, dass ich alles besser wissen will. Ich mag Deine Beiträge sehr, weil sie von tiefer Menschlichkeit und Lebensefahrung geprägt sind und somit ganz wertvoll für mich.

Alles Liebe, und einen schönen Wochenanfang wünscht
Dir Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

evidence60
Beiträge: 27
Registriert: Dienstag, 19.08.14, 9:00

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von evidence60 » Montag, 15.09.14, 10:45

guten Tag,
also ich bin dann wohl davon betroffen, das bei mir zwei Tage nach Absetzen diese Absetzerscheinungen anfingen, allerdings nicht nur 6 Wochen ! :cry:
ich leide heute noch darunter, letzte Cymbalta am 11.07.14 und heute haben wir den 15.09.14 :wink:
unter Stress, ich habe das Stufenmodell im Anschluß an meine letzte Reha ausgehandelt und auch begonnen, werden die Symptome wieder stärker, ich habe den Stufenplan genau deswegen abgebrochen,
bin ich zu Hause und kann mir selbst einteilen was ich wann und wie schnell mache, dann sind sie nicht weg, aber erträglicher
außerdem ist jeder Tag anders habe ich festgestellt

meine Leiden sind:
Schwindel, der gar nicht mehr aufhört und zu Übelkeit führt , wie wenn man den ganzen Tag Karussell fahren würde
Kopfschmerzen in unterschiedlichen Stärkegraden, bei denen nicht mal die Einnahme eines Schmerzmittels hilft,
Ohrgeräusche, oder Geräusche die nicht existieren
verspannter Schultergürtel und Nackenbereich
Schlafstörungen, von dauermüde bis nicht schlafen können trotz Müdigkeit
in unregelmäßigen Abständen wieder starke Blutungen (ich war eigentlich am Jahresanfang damit durch) und Brustspannen

Das Schlimmste für mich ist, das mich mein Nervenfacharzt hilflos anguckt, wenn ich ihm aufzähle, was mich so quält.
Das diese Medikamente so massiv in die Gehirnchemie eingreifen, das sagt einem ja keiner. Ich denke langsam das dies absichtlich verschwiegen wird, weil sonst keiner das Zeugs nehmen würde.
Ich für mich habe mir jetzt gesagt, das mit den Absetzungserscheinungen sitze ich aus. Muss ja mal irgendwann vorbei sein und die Körperchemie sich auf ihren Normalzustand eingepegelt haben. Habe das Psychopharmaka ja fast sechs Monate genommen, also wird´s dann doch mindestens sechs Monate dauern, bis sich alles wieder eingependelt hat.

Ich finde es gut dieses hier gefunden zu haben. Dadurch komme ich mir nicht so alleine vor. Obwohl ich schon geahnt habe, das ich kein Einzelfall bin.

Und es stimmt, man mag gar nicht erzählen, das es einem so mies geht, da ziehen sich gleich alle zurück und lassen dich in Ruhe, weil du bist in ihren Augen ja krank. Das ist nicht hilfreich, denn gerade jetzt braucht man Abwechselung.

Eine Herausforderung ist es auch das tägliche Leben zu meistern, zu meinem Haushalt gehört noch meine pubertierende 16jährige Tochter, die das Wort Rücksicht nicht kennt :? ,
dann der Wahnsinn mit den Behörden, den ich auch alleine irgendwie hinkriegen muss, da ich alleine für den Lebensunterhalt aufkommen muss.
Das macht es nicht leichter, ist schon nicht einfach, wenn man gesund ist.
Jetzt ist es eine schwere Herausforderung.
Eigentlich brauche ich Unterstützung, habe aber keinen Plan woher ich die kriegen kann.

LG evidence60
November 2013 Citalopram 40mg
Februar 2013 Wechsel auf Cymbalta 60mg während des Tagesklinikaufenthaltes, da das bisherige Medikament nach Meinung der Oberärztin keine Wirkung zeigte
Juni 2013 Wechel auf Cymbalta 30mg, Reduzierung vom behandelnden Nervenarzt, der 60mg für viel zu hoch hielt
11.07.2014 Absetzen auf Verordnung der behandelnden Ärztin während der Reha, wegen akuten Magenproblemen, ich bekam dort keine weiteren Pantoprazol verordnet
Magenprobleme hatte ich seit ich Cymbalta bekam, war auch den Ärzten bekannt und ich bekam Magenschontabletten dazu, während des Tagesklinikaufenthaltes wurde es einfach dazugegeben, ohne das ich den Namen des Medikamentes erfuhr
nach der Tagesklinik musste ich mir von meiner Hausärztin was für den Magen verschreiben lassen, sie gab mir Pantoprazol 20mg, wenn ich es wieder wegließ hatte ich nach drei vier Tagen wieder Magenschmerzen
seit 13.07. 2014 Entzugserscheinungen
Schwindel, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Konzentration und Merkfähigkeit gegen Null, Übelkeit (vermutlich vom Schwindel), Kraftlosigkeit (plötzlich nichts mehr festhalten können), Müdigkeit, wenig belastbar (oft reicht es schon nur die Betten machen und Aufzuräumen, dann bin ich total k.o.)
Gereiztheit, innere Wut und Ärger ( das hatte ich seit meiner Kindheit nicht mehr) Ungeduld, sich minderwertig fühlen, weil man nicht richtig funktionieren kann

Nospie

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Nospie » Montag, 15.09.14, 10:49

Hallo,
Kevin05 hat geschrieben: Ein Austausch für mich als Betroffene ist wenig hilfreich
Für mich schon :!:
Kevin05 hat geschrieben:weil mich das Lesen von Symptomen höchstens daran erinnert, Symptome sind negativ besetzt und man bekommt vielleicht welche, die man vorher gar nicht hatte.
Logisch sind die Symptome negativ,was sonst :?:
Vom Lesen habe ich jedenfalls noch keine Symptome bekommen,mich hat es beruhigt zu erfahren ,dass andere gleiche Erfahrungen gemacht haben.
Und zwar IMMER.
Kevin05 hat geschrieben: Die Haupthilfe für mich und auch vermutlich für andere im Forum sind Strategien wie man gegen die Symptome ankämpft und auch hier gibt es einen eigenen Beitrag bzw. wie man sie durch positiv besetztere Dinge ersetzt.
Für schwer Betroffene greift das kaum.Da hilft Austausch mehr,manchmal auch Rückzug.
Kevin05 hat geschrieben: Es ist kein Trost zu wissen, dass andere auch leiden, weil ich niemanden Leid wünsche.
Mich tröstet das auch nicht :!: Aber es bringt einen wieder auf den Boden der Tatsachen.
Kevin05 hat geschrieben: Wobei nochmals meine Meinung ist dass der Austausch bzw. das Aufzählen von Symptomen wenig hilfreich ist weder für die die es lesen noch für die die es schreiben
Für dich anscheinend nicht,das gilt aber nicht für alle.
Kevin05 hat geschrieben: Man möge mir bitte verzeihen, es soll kein Angriff sein noch provokativ, nur meine subjektive Sichtweise zu dem Thema, Kevin
Du meinst es nicht verkehrt,aber manchmal nervt es.

So...und nun werde ich mich ebenfalls mal für die nächsten( mindestens 6 Monate ) ausklinken.
Da gibt es auch wieder wirklich was zu schreiben,vermutlich sogar was Positives.
LG
Nospie

So Kevin,nimm es mir nicht krumm,ich meine es auch nicht böse :wink: .

Kevin05

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Kevin05 » Montag, 15.09.14, 12:00

Beitrag gelöscht.
Zuletzt geändert von Kevin05 am Montag, 15.09.14, 17:24, insgesamt 1-mal geändert.

Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Montag, 15.09.14, 12:35

Hallo Nospie,

warum so lange ausklinken, also ich würde Dich sehr vermissen.
Es spricht für die Qualität des Forums, dass es auch einander entgegenstehende Meinunung toleriert. Jeder schreibt seine ehrliche Meinung, und gut ist es, wobei ich es dieses Mal ähnlich empfinde wie Du.
Vielleicht haben Frauen auch manchmal eine ganz andere Sichtweise der Dinge, das merke ich in meiner eigenen Familie jeden Tag. Und wie Siggi es immer so schön schreibt,sind wir trotzdem eine kleine Familie trotz aller Gegensätze mit dem Wunsch, dass es e n d l i c h einmal besser wird.

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Dia_HB » Montag, 15.09.14, 12:57

Beitrag gelöscht
Zuletzt geändert von Dia_HB am Montag, 15.09.14, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

Kevin05

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Kevin05 » Montag, 15.09.14, 13:56

Beitrag gelöscht.
Zuletzt geändert von Kevin05 am Montag, 15.09.14, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carriecat » Montag, 15.09.14, 14:53

Dia_HB hat geschrieben:Huhu ihr Lieben,


ich kann im Moment auch nur die Meinung von Kevin vertreten, da ich weiß das im Benzodiazepin Bereich gerade jemand durch das lesen in diesem Thread Ängste bekommen hat , das es wie bei euch auch diesem User ergeht.
Obwohl es ja wirklich nicht überall so sein muss das es zu solch lange Leidenswege kommen muß, aber wie man sieht kann es schon Angst machen. Ich selber denke mir, es kommt wie es kommen soll, hoffe natürlich das es gut geht.
Nun ja jeder von uns ist anders, der eine bekommt Angst , der andere nicht.


Liebe Grüße Heike
Hallo,

aber es macht doch keinen Unterschied, ob das nun hier steht oder in den eigenen Threads, die ja auch existieren. Verstehe ehrlich gesagt die Aufregung nicht...

Und Kevin, wenn Du meinst, dass der Austausch für dich als Betroffener wenig hilfreich ist...bitte, dann brauchst du dich auch nicht beteiligen. Das steht Jedem ja nun frei, ob er was schreibt. Zwingt dich niemand zum Lesen und auch nicht zum Schreiben. Und für Manche kann es sehr wohl tröstend sein sich über all das auszutauschen...ich maße mir da nicht an drüber zu urteilen. Das solltest du auch nicht :)

Und bitte....es braucht niemand jetzt ne 6-monatige Pause wegen einer einzelnen Meinung machen :(
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

Hinweis:
Moderatoren sorgen für die Rahmenorganisation im Forum. Beteiligen sie sich inhaltlich,
sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.


Dia_HB
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Dia_HB » Montag, 15.09.14, 15:25

Beitrag gelöscht
Zuletzt geändert von Dia_HB am Montag, 15.09.14, 17:53, insgesamt 3-mal geändert.
Schmerzpatientin , behandelt mit Diazepam seit 1992 mit anfangs 60 mg Krankenhaus, über Jahre unbewusst bei 10 mg gelandet ,2013 Toleranz entwickelt, Juni 2013 über 10 Monate ausgeschichen mit Doxepin, Januar 2014 Krankenhaus schwere krämpfe Doxepin aprut abgesetzt 37,5mg, 21 Januar durch falsche Diagnose wieder Diazepam Einnahme 25mg Symptome keine Verbesserung, Mai Doxepin dazu 12,5mg und persönliche Veränderung, Euphorie, Vergesslichkeit selber nicht gemerkt.
19 Mai 2014 erneutes ausschleichen Diazepam, Dezember 2014 bei 10,5 mg Diazepam und doxepin 35 mg, Januar 2015 Erhöhung Doxepin 45 mg plus 9,5 mg Diazepam begleitet mit schmerzen Muskeln, Kopf zucken, Verwirrtheit, Koordination weg , Februar ging nichts mehr, zurück auf 37,5mg Doxepin und 7,5 mg Diazepam keine Besserung, versucht durchzuhalten mit 9 mg Diazepam, Arzt besucht Vermutung Krampfschwelle durch Doxepin runter gesetzt, Doxepin auf 0 mg Anweisung vom Arzt, nicht aushaltbar, eindosiert 12,5mg bis hoch auf 30 mg ,erste Krampfanfälle Kopf ,dann richige epileptische Anfälle.
Krankenhaus Diagnose Krampfschwelle unten durch Doxepin.
9 Mai, Doxepin runter, Diazepam hoch ,keine anfälle mehr. Dritter Anlauf des ausschleichens ohne zweites Medikament in kürze.
Nach 14 Monaten wieder stabil ,seit 7 Wochen Dia am ausschleichen. 16.03.2016

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Jamie » Montag, 15.09.14, 16:29

Hallo. Bitte alle mal zu Kenntnis nehmen. Danke. :) :

Bitte lasst diesen Thread den wirklich Langzeit-Betroffenen.
Das sind Leute, die schon seit Jahren auf Null sind und sich ewig quälen oder die eben so gut wie gar nicht mehr reduzieren können, weil jeder Schritt eine Horror-Symptomwelle auslöst.

Das Forum ist groß genug und bietet genug andere Threads, in denen man sich austauschen kann.
Dieser hier soll für die Leute sein, die sich auch sonst im adfd noch nicht genug repräsentiert fühlen und die es von allen am schwersten haben, weil es Null Verständnis in der Gesellschaft und in der Ärzteschaft gibt und ja sogar behauptet wird, so Leute wie Nospie und Co dürfte es eigentlich gar nicht geben. :wacko:

Ich kann nur für mich sprechen, aber hier liegt einiges an Zündstoff vergraben und viele Betroffene sind dünnhäutig und reagieren sehr emotional.
Damit es keine weiteren Wunden gibt, sollte man gut bedenken, was man schreibt (wobei das nicht heißt, dass man nicht auch mal was Kritisches schreiben darf, soviel Fairness und Verständnis erwarte ich von beiden Seiten).

Ich habe nicht die Kraft dazu hier täglich reinzugucken und Feuerwehr oder Mediatorin zu spielen- sorry, das kann ich nicht.
Und mir gefällt auch nicht, welche Richtung dieser Thread genommen hat.

Ich hoffe, wir finden eine Lösung für alle Beteiligten.

Viele Grüße :group:
Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


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Mrs Columbo
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mrs Columbo » Montag, 15.09.14, 21:53

Hallo an alle,
ich bin etwas überrascht, kann den threadverlauf nicht mehr nachvollziehen, da ja die Beiträge gelöscht sind. Ging es jetzt bei der Entwicklung (auch) mit um meinen Post? Wenn dann sorry. Ich habe nur erst einmal in einer Kurzvorstellung geschrieben, wie es bei mir war, auch weil ich von Nadja auf den thread aufmerksam gemacht wurde. Und vor dem Hintergrund, dass ich von Betroffenen PNs bekommen habe mit eben genau Fragen zu Symptomen und Erfahrungen, weil es oft mühsam und emotional ist, sich durch die Einzelthreads zu lesen.

Grundsätzlich: Ich will niemandem Angst machen. Ich kenne persönlich auch jemanden, der nach dem Absetzen innerhalb von 6 Wochen durch war und alles lief top. Mir persönlich hilft es, von anderen (Langzeit)betroffenen hier zu hören, dass sie Ähnliches erleben, weil ich oft nicht einordnen kann/konnte, was mit mir passiert und mich gerade die psychischen Symptome wie DP/DR zutiefst verunsicherten, ich mein Selbstvertrauen in Identität-, Körper-, und Selbst-Wahrnehnmung verlor. Immer wieder. Information, Austausch und Recherche zum Thema hilft - mir zumindest. Und dafür danke ich allen von Herzen, mit denen ich hier im Kontakt war, bin und sein werde, Moderatoren wie Betroffenen! :hug:
Es hilft nicht immer, Symptomlisten zu lesen, auch mir nicht. Es KANN aber helfen, um sich zu versichern, zu klären. In akuten Symptomwellen ist es mir eine Erleichterung, von anderen zu lesen/hören, weil es mir jedesmal versichert, dass es tatsächlich vom Absetzen kommt. Vielleicht ist auch das eben gerade für einige der Langzeitbetroffenen ein wichtiger Punkt, kann man sich doch nach all der Zeit bei Zweifeln erwischen, gerade wenn die gesammte Umgebung einschließlich Ärzte einen für bescheuert hält. Solidarität, nicht allein sein, sich Tipps geben zum Umgang mit Symptomen. Ja, auch manchmal jammern zu können oder einfach in Kontakt zu gehen, wenn ich (oder andere) verzweifelt sind. Stark sein müssen wir eh alle. Ich habe recherchiert, suche nach Hilfen auf englischen Seiten, und wenn ich außer dem, was ich oder so viele andere hier im Forum (die teilweise tausendmal besser Bescheid wissen) schon geschrieben habe, konkrete Tipps oder Hilfen wüsste, würde ich es sofort mitteilen, in der Hoffnung, dass es irgendeinem anderen, sei es nur einem einzigen, hilfreich sein könnte, das, was wir alle durchmachen zu beenden oder besser zu überstehen.

Und: Ich kann ebensogut verstehen, wenn man vor dem, was man liest, zurückschreckt. Dass es Angst machen kann, einen mehr verunsichert oder man denkt, es dreht sich im Kreis, führt zu nichts. Und brauche auch Abstand von den Themen. Oder Konkretes und keine Berichte. Oder es ist zuviel und man kann nicht mehr. Ich finde, alles hat seine Berechtigung und seine Zeit. Jede Art von Umgang damit ist ein individueller Versuch, etwas für sich oder andere zu verbessern. Wir können versuchen, uns auszusuchen, was wir gerade brauchen. Vielleicht nicht immer alles zu jeder Zeit. Ich möchte niemandem zur Last fallen oder Angst machen. Und ich glaube, das alle Erfahrungen hier wertvoll sind, für den einen oder anderen. Wir sind alle unterschiedlich und das ist auch unser Potential - und das Potential dieses Forums.

Allen das Beste, :group:
Mrs Columbo
Zuletzt geändert von Mrs Columbo am Dienstag, 16.09.14, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
Symptome: (Wiederkehrende depressive Episoden, Stimmungsschwankungen, gelegentlich unklare Symptome wie Erschöpfung, Schwindel); Diagnose: (unklar, meist Depression als Hauptsymptom. 2009: Akut Erschöpfungsdepression wg. Krebserkrankung)
Medikation: (Fluoxetin, 20mg, 7 Monate) (>>) (Venlafaxin, 75mg, 1 1/2 Jahre)
Absetzverlauf (15.09.2011, 75mg): (1 Monat 55mg) (>>) (1Monat 37,5mg) (>>) (6 Wochen lang weiter herunterdosiert bis auf 12 mg) (>>) (1 Monat 12mg) (>>) (seit 02.02.2012 auf 0mg)

Seither protrahierter Entzug in Wellen.
Nach 9-monatiger symptomfreier Zeit begann nach OP alles von vorne.
Hauptsymptome: Depersonalisation/Derealisation; Angst; negative Zwangsgedanken.

Seit 4/5 2015 symptomfrei!

Kevin05

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Kevin05 » Montag, 15.09.14, 21:58

Nein, du warst nicht im Fokus - also mach dir keine Gedanken. LG Kevin
Zuletzt geändert von Kevin05 am Montag, 15.09.14, 22:28, insgesamt 2-mal geändert.

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Lisamarie » Montag, 15.09.14, 22:05

Hallo Mrs. Columbo, nein es ging nicht um dich und dies ist euer Thread da könnt ihr reinschreiben was immer ihr wollt und euch Trost bietet. Und klar macht das uns Angst davon zu lesen was bei einem prohatiertem Entzug passiert, weil es jeden Treffen kann ,und was euch passiert ist ist einfach nur furchtbar und dies soll die Plattform nur für euch sein.
Lg Lisamarie

sinija
Beiträge: 23
Registriert: Mittwoch, 07.05.08, 13:51

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von sinija » Sonntag, 21.09.14, 1:14

Hallo Zusammen,

erstmal vielen Dank für diesen Thread den ich gerade entdeckt habe.

Auch ich bin Langzeitbetroffene, ich habe Jan.2008 die letzte Dosis Paroxetin genommen. Ich war lange nicht mehr hier im Forum, wollte u.a. niemanden mit meinen Beiträgen die Hoffnung nehmen, daher bin ich jetzt sehr froh über diesen Thread der speziell uns vorbehalten ist.

Die letzten 6 1/2 Jahre sind nur ein überleben und kein Leben mehr und man fühlt sich doch sehr alleine mit dieser Problematik und den Erfahrungen.

Da es mir nicht sehr gut geht werde ich ein anderes mal vielleicht etwas ausführlicher schreiben.

Lg Sinija
Dez.07 Paroxetin ausgeschlichen, schwere Absetzsymptome, Langzeitsymptome nach Absetzen von Paroxetin.. bis heute 2013

seit 2011 Lyrica 2 x 50 mg

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