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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
carriecat
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von carriecat » Sonntag, 21.09.14, 10:35

Hallo Sinija,

oje, das ist nicht schön zu lesen. Welche Symptome hast du denn noch? Also wenn ich überlege nochmal 3 Jahre so weiter zu machen....puh....
Liebe Grüße,
Anja
____________________________________________________________________
Panikattacken im Nov. und Dez. 2010 aus heiterem Himmel
Citalopram 20 mg und Doxepin 10 mg (Aponal) ab Ende Dezember
Mirtazapin 15 mg ab Ende Januar statt Aponal
15 kg zugenommen in einem halben Jahr
Ab Juni 2011 Tabletten halbiert, ab Juli 2011 geviertelt
Ende August die letzten 5 mg Citalopram genommen, 3,75 mg Mirta eine Woche länger, dann auch abgesetzt.
Kurze Zeit danach kam das nächtliche Herzrasen wieder samt Tremor in den Beinen und Hitzeströme durch den ganzen Körper, Schwächegefühl und Erschöpfung - Eisen und Vitamin B-Komplex genommen
Danach hatte ich Magenbeschwerden, konnt nicht richtig essen und trinken und kriegte dann Herz- und Atemprobleme
Habe kurzzeitig Lasea genommen, danach Orthomol Vital F incl. Omega-3-Kapseln, um mal wieder ein bißchen auf den Damm zu kommen. Fühlte mich nur schlapp und krank.
War dann von Nov - Dez 2011 in einer Psychosomatischen Fachklinik. Es wurde langsam besser, was ich aber nicht auf die Behandlung dort zurück führen würde.
Seit 02/2012 arbeite ich wieder, in 05/2012 bin ich jetzt über ein halbes Jahr ohne Medis und es geht mir wieder recht gut. Manche Tage quäle ich mich aber immer noch mit Schwindel und Depersonalisierung. Und ab und zu nächtliche Panik mit Kribbeln am ganzen Körper und Herzklopfen.
Oktober 2012: Bin tagsüber viel müde, erschöpft, schwindelig und kämpfe immer mal wieder mit Angstattacken.
März 2013: Immer mal wieder Schwindel, Depersonalisierung und Angst
November 2013: Magenbeschwerden, Atemprobleme

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Coldine
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Coldine » Dienstag, 23.09.14, 18:15

Hallo an Alle,

in letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass es, wenn auch millimeterweise aber doch aufwärts geht. Auch psychisch ging es mir viel besser und ich konnte auch wieder viel mehr, wenn auch mit meinen ständigen Begleitern Verschwommensehen, Unwirklichkeit und Schwankschwindel. Auch mit den Augen habe ich noch immer große Probleme. Wenn ich versuche, sie einige Zeit auf etwas zu fixieren wie Zeitung lesen oder basteln oder nähen, geht das nicht. Sie verkrampfen richtig und mir wird schwindelig. Allerdings gab es immer mal wieder auch Tage, an denen ich sogar eine halbe Stunde nähen konnte.

In den letzten Monaten habe ich fast dauernd Migräne. . Ich hatte über 30 Jahre eine rein menstruale Migräne mit Aura, die dann auch 2Jahre weg war. Im Moment ist die Migräne aber ganz anders, der Schmerz wandert von einer Stelle zur anderen. Sie kommt und geht, oft im Minutentakt.
In den letzten 6 Wochen hat sich auch der Schwindel geändert, ich kann kaum die Augen bewegen ohne dass mir schwindelig wird
Nun hatte ich aber in derNacht zum Donnerstag ein Erlebnis, das mir totalAngst gemacht hat. Ich wurde nachts wach und hatte ein Schwindelgefühl, beim Aufstehen schwankte dann das Zimmer für einige Minuten. Am Samstag abend lag ich auf dem Sofa und plötzlich guckte ich extrem verschwommen und die Bilder purzelten kaleidoskopartig durcheinander. Das hatte ich im Frühjahr so 3 bis 4Mal aber dann nicht mehr.
Am Sonntag dann 2 mal hintereinander ein Flimmerskotom, so wie ich es schon 30 Jahre lang kannte. Ab Montag dann Kopfschmerzen, die kommen und gehen mit starkem Schwindelgefühl, Übelkeit, Gangunsicherheit, Verschwommensehen, ständigem Harndrang und Lichtempfindlichkeit. Der Schmerz ist mal in der Mitte des Kopfes, mal an der Stirn, den Augen oder dem Kiefer. Meistens ist es ein brennendes Gefühl. Also an sich typisch Migräne. Nur früher hatte ich den Schmerz immer nur auf der linken Seite.
Das für mich allerschlimmste zur Zeit ist aber,dass ich mich nicht hinlegen kann. Das Schwindelgefühl und die Gleichgewichtsstörungen werden dann noch stärker. Mir wird übel und meine Beine brennen und ich habe eine starke innere Unruhe. Das macht mir alles wieder mal so viel Angst. Ich kann nicht einordnen, ist es Migräne oder Entzug und habe immer Angst, dass es nie mehr weggeht. Kann es sein, dass in meiner Gehirnchemie soviele Veränderungen zur Zeit stattfinden, dass das immer wieder Auslöser für Migräneanfälle sind?
Kennt jemand vielleicht auch dieses Schwindelgefgühl im Liegen? Ich kann dann auch nicht fernsehen, dann wird mir noch schwindeliger.
Es waren immer so meine Entspannungszeiten,wenn ich mich mittags und abends aufs Sofa legen konnte und nun renne ich wieder nur durchs Haus.
Kann man wirklich 5 Jahre nach Null immer wieder durch neue quälende Symptome überrascht werden? Da soll man keine Angst haben, man weiß ja nie, was die nächsten Stunden wieder bringen.

Liee Grüße

Barbara
2003 habe ich wegen nervöser Herzbeschwerden Lexotanil verordnet bekommen Habe je nach Bedarf 1,5-3 mg genommen.
Während der Einnahme hatte ich schon , ohne es damals zu wissen, Entzugsbeschwerden.
2005 kamen neben Schwankschwindel, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen dann noch Lichtempfindlichkeit , Derealisation und Unwirklichkeitsgefühle dazu und mir wurde Cipralex verordnet um das Lexotanil auszuschleichen.
Oktober 2008 letzte Einnahme Lexotanil
März 2009 letzte Einnahme Cipralex nach langem Runterdosieren
Seit Januar Beschwerden, allerdings immer vorübergehend.
Seit Mai Zunahme der Beschwerden und ab Anfang August dauerhaft. Beschwerden sind z. Zeit: sehr starke Sehstörungen (Verschwommensehen, Akkomodationsstörungen) krampfartiges Gefühl ums Auge, Benommenheit, Gangunsicherheit (Gefühl seitlich wegzukippen), Schwindel selbst im Sitzen, Übelkeit, Durchfall, Schwitzen, extreme Träume, ständiger Harndrang, Kribbeln in Händen und Füßen, Kopfdruck, hochrotes Gesicht, Geühl Fieber zu haben

blinded.03
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von blinded.03 » Donnerstag, 25.09.14, 17:16

Coldine,

Leider ist deiner Signatur nicht zu entnehmen, was das lange Runterdosieren genau bedeutet hat. Also ab wann je wieviel runter .

Gruß

Blinded
Medikation:Paroxetin 20mg seit 2000
nach ca. 1 Jahr >> Umstieg Paroxetin Suspension (erstes Generika klappte nicht, dann auf anderes gewechselt: Gut)
seit ca. 2003 reduz. in vielen Einzelschr.
>> ab 26.03.07: 4,2 ml (massive Entzugsersch. nach ca 2-3 Wochen)
>> ab 30.05.07: 4,3 ml (nach ca 10 Tagen Krämpfe / Muskelzittern, Arm bewegt sich hin und her)
>> ab 11.06.07: 4,2 ml
>> seit 2008 4,0ml
>> Unterbrechungen beim Reduzieren wegen Zwischenfällen wie 1-2 Std. zeitverz. Einnahme, Med. wie Antibiotika, Cortison etc.
>> seit 24.05.11 3,9 ml
>> weitere Reduz.in super-kleinen Schritten
>> ab 27.10.13: 3,6 ml
>> ab 31.03.14: 3,4 ml (Schwindel, Gangunsicherheit)
>> ab 02.07.14: Lokalanästhetikum stürzt mich in Super-Krise (alle neurolog. und psychischen Sympt. sehr heftig)
>> ab 17.07.14: 3,2ml (3 Tage bessser, dann wieder schlimmer)
>> ab 31.07.14: 3,3 ml
>> ab 01.08.14: 3,8 m (Appetit besser, geschlafen, Nervenbrennen reduzierter, Durchfall)
>> ab 02.08.14: 4,o ml (Angst besser, aber dafür andere starke Symptome, zwanghaft)
>> ab 08.08.14: 3,8ml (Ersten Tage besser, dann wieder Symptome, aber insgesamt bisschen klarer im Kopf)
>> ab 12.08.14: 3,6ml Auch nach 12 Wo. noch starke neurolog.Symptome
>> ab 06.11.14: 3,45 ml 2 Tage direkt besser, dann wieder starke Symp. und Pseudohallus (dabei 2 Nächte wie Delirium), halben Tag verwaschene Sprache
>> ab 19.11.14: 3,5 ml wie bei 3,45 ml
>> ab 20.11.14 : 3,55 ml Kurzzeitged. gleich 0
>> ab 21.11.14: 3,6 ml wie Tage zuvor, zusätzl. Schütteln i. g. Körper + Verkrampfungen 1-2 Tage, kein normales Denken mögl., Schwindel, Mundzucken, Verwirrung, Gehirndr., Ausbleiben Mens., 2 Tage Apathie, extreme Schwäche, Panik, Unruhe, Atemprobl., enger u.versp. Brustkorb, würgen, Juckreiz, nicht mehr wollen, Gewaltph., Krämpfe Oberk.
>> ab 04.12. 14: wöchentliche B12 - Spritzen a´1000ug
>> ab 11.12.14: Folsäure-Kapseln (Übelkeit, Bauchkneifen, Britzeln in Armen & Brust, Übelkeit >> wieder abgesetzt am 17.12.14

>> ab 28.12.14: B12 sublingual tägl. bis zur nächsten Spritze

akt. Beschwerden: krampfart. Versp. Oberk. mit Nervenbrennen , starker Schwindel bei Augenbew., Zucken in Gesicht & einz.Muskeln, Übelkeit, Zittern

drehwurm
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von drehwurm » Donnerstag, 25.09.14, 17:39

@coldine:
Ich treibe mich hier eigentlich nicht viel rum, weil mich das eher ängstigt, was teilweise zutage kommt - klar, wenn man von den langen schweren Verläufen dann erfährt.
Aber bei Dir hab ich dann reingelesen: ich bin ja selbst recht schwindelerfahren... Nun weiß ich nicht, was bei Dir schon alles abgeklärt wurde, nach dieser langen Zeit, auch nach der langen Zeit mit Migräne (wie unglaublich, wie kann man das so lange aushalten?).
Ist Dir "vestibuläre Migräne" ein Begriff??? Das ist eine Migräneform, die vor allem und auch mit Schwindel einhergeht. Ist wohl schwierig abzugrenzen von anderen Schwindelerkrankungen, aber gibt es. Vielleicht hast Du das auf "Deine" Migräne draufgesetzt?
Und was mir noch dazu einfiel: wie ist der Schwindel im Liegen? Legt er sich nach einer gewissen Zeit, oder ist der immer da? Ersteres könnte ein Lagerungsschwindel sein, aber so klingt es nicht. Ich selbst wurde anfangs auf Neuritis vestibularis diagnostiziert, d.h. eine Nervenentzündung am Gleichgewichtsnerv. Da hat man ordentlich Gelichgewichtsstörungen, schwankt, dazu Übelkeit/Erbrechen, es ist wie bei Seegang mit Seekrankheit oder im Dauersuff...

Wie auch immer - ich weiß nicht, ob Dir das hilft, aber es gibt zahlreiche Erklärungen, die auch organisch sein können. Mein Schwindel lässt sich halbwegs abgrenzen von dem Entzugsschwindel, den ich zuletzt noch hatte. Gottseidank, sonst wäre ich wohl irre geworden...

Kannst Du Migränemedikamente nehmen?
Mensch, das tut mir so leid, es liest sich abscheulich, was Du da gerade durchmachst!!! :hug:
Aufstehen, Krone richten, weitermachen!!!

Schwindelgeplagte seit Oktober 2013, bis Ende Januar keine passsende Diagnose, dann wenigstens Verdachtsdiagnose mit entsprechender Therapie, die dann auch weiterhalf;
Ab 29.1.14 Venlafaxin eingeschlichen, 14 Tage 37,5 mg, dann auf 75 mg,
dabei geblieben bis Ende Juni 14, danach "Ausschleichen" ab 24.6.14 (ohne genaue Infos) über 5 Wochen mit täglich gleicher Dosisverringerung nach der Kügelchenmethode.
Ab 29.7.14 ohne Venlafaxin, jetzt Absetzsymptome... vermutlich aber noch vergleichsweise "mild", jedoch schließlich deutlich Schlafstörungen und Schwindel, nicht mehr alltagskompatibel >>nach 4 Wochen Entscheidung zum Wiedereindosieren:
27.8.14 mit 12,5 mg (=40 Kügelchen), am
2.9.14 dann Erhöhung auf 50 Kügelchen (ca. 15,6 mg) bei abnehmenden Entzugssymptomen, massive Schlafstörung
08.09.2014 Besserung spürbar,aber weiterhin sehr einschränkende Schlafstörungen mit viel, viel zu frühem Aufwachen, sonst keine Symptome mehr...
ab 21.9.2014nochmal kleine Erhöhung auf 60 Kügelchen (= ca. 18,5 mg) --- Beruhigung der Lage, Wohlfühlen, gut nach ca. 3 - 4 Wochen;
29.11.2014 erste Reduzierung um 10%, d.h. 54 Kügelchen (=ca. 16,65 mg): die ersten beiden Wochen gut vertragen, dann Absetzsymptome, jedoch auszuhalten
04.01.2015 nächster Schritt um 10%, jetzt noch 48 Kügelchen (=14,8mg); recht bald Absetzsymptome für ca. 12 Tage, erträglich;
08.02.2015 wieder 10%, jetzt 42 Kügelchen (=12,95), soweit gut vertragen;
08.03.2015 erneut 10 % weniger, noch 36 Kügelchen (=11,1mg);
05.04.2015 weitere 10% runter - ich bin bei 30 Kügelchen (9,25 mg), und das sind 50% der Dosis bei der ich das erneute Absetzen begonnen habe! Strike!!! :D
01.05.2015 die nächsten 10% - es sind noch 24 Kügelchen (7,4 mg) - es geht gut soweit
29.05.2015 und nochmal 10% - entspricht 18 Kügelchen = 5,55mg, weiterhin läuft es gut, nur ganz wenig zu spüren, das halte ich durch!
26.06.2015 es geht "rauswärts" auf 20% der Dosis 12 Kügelchen = 3,7mg , anfangs wieder wahrnehmbare Symptome wie Schwindel, Benommenheit, Abgeschlagenheit, nach einer Woche wieder besser
23.7.2015 der nächste Schritt, runter auf 10% =6 Kügelchen=ca. 1,85 mg - es geht gut!
21.8.2015 es ist geschafft - 0 mg Venlafaxin! Keine Folgen des Absetzens - genial!!!

Begleitend: Vit. D (1x/Wo), Vitamin-B-Komplex (tägl), Omega3-Fettsäuren

rosalienchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von rosalienchen » Freitag, 26.09.14, 18:41

hallo ihr lieben, ich wollte auch kurz mal wieder von mir hören lassen. mir geht es ganz ganz schlecht momentan. ich weiss gar nicht ob es mir in der ganzen zeit und das sind ja nun schon 2,7 jahre, jemals so erging.. ich glaube ganz am anfang. ich stecke seit monaten in einer schlimmen welle. ausgelöst sicher durch den stress, der gürtelrose, meiner trennung. bin jeden tag am weinen, angst-panik gesellt sich wieder dazu, durchdrehgefühle, ganz schlimme nervosität, ich würde manchmal am liebsten aus meinen eigenen körper fliehen.. dazu wieder herzrasen.. am schlimmsten sind die symptome morgens was sich bis mittag hinzieht.. ich friere ganz schlimm, dann glühe ich mal wieder.. die liste ist lang... ich drücke euch alle mal ganz fest und bin in gedanken bei euch..
lg
rosalienchen
mittelschwere Depressionen, Angst und Panik, Sept-Nov. trimiparin, weiss aber nicht mehr genau wieviel, musste es dann absetzen weil ich nicht mit klar gekommen bin,
seit november 2010 venlafaxin 37,5mg
nach 2 wochen hoch auf 75 mg
september 2011 von 75mg runter auf 37,5mg
starke stromstösse, übelkeit, nervosität, traurig, unruhig
genau weiss ich es nicht mehr ich glaube im dezember runter auf 18 mg und im januar auf 12,5mg dann im februar ganz abgesetzt
seitdem alle symptome die es gibt in verschiedenen abständen jeden monat was anderes habe ich das gefühl, seit märz betablocker morgens 25mg abends 25mg, nur mit nebenwirkungen zu kämpfen, seit anfang september nur noch morgens 25 mg, nebenwirkungen lassen langsam nach, seit 3 wochen nur ne viertel metobeta, jetzt seit einer woche nur noch jeden zweiten tag eine viertel metobeta, dann tgl. eine viertel metobeta also12,5mg, jetzt seit weihnachten aufgrund von herzstolpern und einer panikattacke wieder auf 25mg, seit april 2013 nur noch ein krümel also 12 mg metobeta, und ich glaube ich habe das schlimmste überstanden, sicherlich gibt es noch tage wo stundenweise symptome auftreten, aber es ist auszuhalten, ich sage mir immer das geht vorbei und motiviere mich selbst. im juli eine op mit kurznarkose, 2 wochen später kommen alle absetzerscheinungen wieder zurück, jeden tag was anderes, schwindel, üelkeit, frieren, schwitzen, zittern, weinerlichkeit ect
seit 30.10.2013 letzten krümel betablocker abgesetzt, nun medikamentenfrei.. symptome weiterhin stundenweise am tag... frieren, schwindel, muskelzittern, nackenverspannungen und schmerzen, blutdruck sehr niedrig, müdigkeit, stimmungsschwankungen,
Im Februar 2015 werden es 3 Jahre ohne Ad und mein Zustand ist oft einfach katastrophal.

Lisamarie
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 26.09.14, 18:51

Hallo Rosalinchen, schreibe dir mal, obwohl das hier der Thread der Langzeitbetroffene ist den wir nur für diese eingerichtet haben. Es tut mir sehr leid das es dir so schlecht geht. Was trostreiches hab ich leider auch nicht anzubieten, das war einfach alles zuviel in letzter Zeit für dich, was sicher dazu beiträgt das es dir im Moment so schlecht geht. Ich wünsche dir das du dich bald wieder besser stabilisieren kannst.
Ganz liebe Grüße sendet dir LisaMarie / Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Lisamarie
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 26.09.14, 22:25

Liebes Rosalinchen, ich hab mich da vorhin dumm ausgedrückt, ich meinte mich damit ob ich dir hier antworten darf, weil ich nicht zu den Langzeitbetroffenen gehöre. Auf gar keinen Fall das du nicht hier hingehörst, ich weiß ja das du im Langzeitentzug bist. Entschuldige bitte das ich mich so schlecht ausgedrückt hab.
Alles liebe an alle Langzeitbetroffenen
LisaMarie / Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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curlytitus
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von curlytitus » Dienstag, 30.09.14, 11:22

Hallo liebe Langzeitbetroffenen,
ich leide im Moment wie ein Schwein, anders kann ich es nicht bezeichnen. Ich fühle mich fast wie vor zwei Jahren oder so, keine Ahnung, fühle mich voll in die Anfangszeit zurück versetzt. Mir geht es jetzt seit 5 Wochen unterirdisch. Das Gefühl ich dreh gleich am Rad, das Gefühl nicht mehr normal zu sein, einfach krank geworden zu sein. Es gab jetzt einige Tage, wo ich wieder länger schlafen konnte und nicht mit Herzrasen aufgewacht bin. Es war etwas erträglicher. Gestern konnte ich erst gegen halb zwei einschlafen und bin heute morgen wieder mit Herzrasen aufgewacht und zwar mega früh. Ich überstehe meine Tage irgendwie, ich weiß manchmal nicht wie, aber es muß ja irgendwie gehen. Ich fühle mich einfach so schlecht, das kann ich euch gar nicht sagen. Es scheint so, also ob es gar nicht mehr enden will. Ich bin einfach verzweifelt, man kann es sich gar nicht vorstellen. Ich habe am 27.07 Opi wieder hoch dosiert auf 75mg, weil es gar nicht mehr ging. Es ist schön das andere schaffen runter zu dosieren, bei mir klappt es so, wie ich es getan habe leider nicht. Dann wurde es nach dem aufdosieren wieder besser und jetzt hänge ich hier seit Wochen in dem riesen Loch. Kann nicht mehr klar denken, riesen Wolke um mich herum. Einkaufen ist schon ein Graus für mich, mir schnürt es dann den Hals zu. Gestern habe ich mal wieder schlimm geweint, hatte jetzt meine Tage, sind glaube ich dann heute vorbei. Bald sind es 2 Jahre und 9 Monate. Es kann sich keiner, der nicht betroffen ist, vorstellen was das für mich schlimme Dinge sind, die im Körper so vorgehen. Zwangsgedanken.....ich werde nicht mehr, es bleibt so....Alles macht mir Angst, wie soll ich jemals wieder da raus kommen? Es kann doch nicht sein, das es einem nach so einer langen Zeit, noch so schlecht geht.

Ich bin froh nicht alleine zu sein, denn das stelle ich mir echt ganz schwer vor.

Lieben Gruß
Curly <3
Ariclaim 30 mg Wirkstoff Duloxetin Einnahme 2 Jahre wegen Schmerzen durch das Kiefergelenk, kalt abgesezt ab 28.01.2012, da ich das AD nicht mehr vertragen habe, ich meine kein Hüsterchen, sondern schon lebensbedrohliche Symptome. Ich bekam keine Luft mehr, konnte vor zittern nicht mehr laufen, schwitzen, frieren, der ganze Körper hat gezuckt. Ich weiß nicht ob es eine paradoxe Reaktion war oder ein Serotonin Syndrom!
Seit Mai 2012 125 mg Opipramol
Seit 2016 69 mg Opipramol
Die genauen Absetztschritte waren immer wieder individuell und ich bin 2 Jahre 2014 und 2015 an 5mg gescheitert und mußte alles wieder aufdosieren. Habe mich monatelang Katastrophe gefühlt. Symptome: Angst, Panik, Taubheitsgefühle Beine+Arme und Nase, Atemnot, Schwitzen, Frieren, Bauchschmerzen, Durchfall, Gedankenkarrusell, Hoffnungslosigkeit, null Kraft, nervös, Zittern, innerliches Vibrieren, Muskelschmerzen, Zahnschmerzen, verbranntes Gefühl auf der Haut, Gefühl es sitzt jemand auf dem Brustkorb,Zwangsgedanken,Heulanfälle, Herzklopfen wie verrückt,nicht mehr raus gehen könnten, kein Auto fahren, seit SD Medi richtige Todesangst usw.

Mrs Columbo
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Registriert: Montag, 19.03.12, 11:51

Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mrs Columbo » Dienstag, 30.09.14, 12:41

Liebe Curly, liebe rosalienchen,
es macht mich sehr, sehr traurig, hilflos und betroffen, zu lesen, dass es Euch wieder so furchtbar geht. :-(
Und auch Coldine und alle anderen Langzeitbetroffenen :-) :-)
Ich denke an Euch, und auch, wenn das nicht viel ist: Nein, ihr seid nicht allein. Und ja, ich habe in der letzten Welle, die 9 Wochen gedauert hat, nachdem es mir auch wieder besser ging, gedacht, es wird NIE wieder, ich bin verloren, ich konnte nicht mehr und wußte nicht, wie diese Hölle noch einen Moment aushalten, das wisst ihr. Und nun hält mein Fenster (mit Einbrüchen) seit Wochen an. Ich habe Euch z.T. schon geschrieben, als PN und im thread: Nicht aufgeben. Es kann sich keiner vorstellen, der es nicht erlebt hat. Ich denke jedesmal in der Welle, es geht nicht mehr und ich bin ein Wrack und krank. Und es ist jedesmal vorbei gegangen oder besser geworden, so schlimm der Horror auch war. Es wird wieder anders. Es MUSS! Ich wünsche es Euch von Herzen, dass ihr aufatmen könnt, Hoffnung findet, es Euch ganz bald besser geht.
Mir hilft es jedesmal, wenn ihr hier im Forum mich daran erinnert.
Denk an Euch und schicke Euch Kraft,
Mrs Columbo
Symptome: (Wiederkehrende depressive Episoden, Stimmungsschwankungen, gelegentlich unklare Symptome wie Erschöpfung, Schwindel); Diagnose: (unklar, meist Depression als Hauptsymptom. 2009: Akut Erschöpfungsdepression wg. Krebserkrankung)
Medikation: (Fluoxetin, 20mg, 7 Monate) (>>) (Venlafaxin, 75mg, 1 1/2 Jahre)
Absetzverlauf (15.09.2011, 75mg): (1 Monat 55mg) (>>) (1Monat 37,5mg) (>>) (6 Wochen lang weiter herunterdosiert bis auf 12 mg) (>>) (1 Monat 12mg) (>>) (seit 02.02.2012 auf 0mg)

Seither protrahierter Entzug in Wellen.
Nach 9-monatiger symptomfreier Zeit begann nach OP alles von vorne.
Hauptsymptome: Depersonalisation/Derealisation; Angst; negative Zwangsgedanken.

Seit 4/5 2015 symptomfrei!

Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Mittwoch, 01.10.14, 13:18

Danke Mrs. Columbo !


Mona
Zuletzt geändert von Monalinde am Mittwoch, 01.10.14, 13:22, insgesamt 2-mal geändert.
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

drops68
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von drops68 » Mittwoch, 01.10.14, 13:19

Beitrag gelöscht
seit 2003 Citalopram zuletzt 30mg, dazu Melperon
03.13 stationär Umst. auf 125,5mg Venlafaxin, zusätzl. Zopiclon und ständig Atosil
05.13 Venlafaxin kalt zuhause abgesetzt
06.13 für 4 Wochen wieder stationär, AD Amitriptylin + Pipamperon, heftigste Nebenwirkungen, grauenhafte Klinik, zuhause kalt abgesetzt
07.13 wieder in die erste Klinik, Mirtazapin 45mg + 50 mg Atosil zur Nacht, weil ich unter Mirtazapin noch schlechter als vorher geschlafen habe, hatte aber auch keine Wirkung
+ Tavor bei Bedarf (in 8 Wochen ca. 6 Mal, jeweils 1mg)
ab 12.08. Mirtazapin 30mg, Atosil + Tavor komplett weg,
ab 19.08. alles auf 0
Okt. 13 für 4 Wochen unregelmäßig 1mg Tavor/tgl. (alle 2-3 Tage)

Eisberg
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Eisberg » Dienstag, 21.10.14, 10:27

Hallo Ihr wie ich Betroffenen,
ich habe seeehr lange nicht geschrieben, genauer gesagt seit dem Leon nicht mehr ist....
Ich habe keine Kraft mehr, mich dauerhaft hier zu diesem Thema zu äußern, aber um Euch darüber zu informieren, wie es sonst noch so bei Dauergeschädigten aussieht hier meine
Leidensgeschichte:
wegen Borderline(was ich erst vor ca.2 J. erfuhr)
Angststörung
Depression
sehr unglückliche Lebensumstände
ab 2003 -2009 100mg Zoloft mit allen Nebenwirkungen (Schlafstörung,Gähnatacken,Blähungen,nachts Depressionen,Sodbrennen,Starkes(25)erworbenes Übergewicht,Aggressionen,Haarausfall,Herzprobleme,Sehstörungen u.s.w.)
- dann in 6 Wochen (!!!) ausgeschlichen.....
- nach 3 Monaten mit Stromstößen,grippeähnlichen Zuständen,Muskelschmerzen,nadelartige Schmerzen in Fingern, Nase und Ohren
- die Langzeitschäden - bis heute :
dauerhafter Haarausfall (bei vorher sehr vollem Haar nur noch spärlicher Haarwuchs, der psychisch schon allein sehr belastend ist
starke Sehschwäche (bräuchte theoretisch für jede Entfernung eine Brille)d.h. Auge kann sich nicht mehr scharf stellen
Persönlichkeitsveränderung
Derealisierung
Depersonalisierung
Verfolgungswahn
Schlafstörungen
Panikattacken
starke Depressionen und Stimmungsschwankungen bis zum Vernichtungsgefühl
Altagsbewätigung nur sehr schwer möglich
nachts Schweißausbrüche
extremer Grübelzwang
Angstzustände
Suizidgedanken
Flashbacks (wie ich sie vor Zoloft nie hatte !)
und noch vieles mehr...
-seit März 2013 Berentung für immer - obwohl mir Arbeit immer das Wichtigste war
-Freunde und Kollegen dadurch verloren
-und das Allewichtigste -meine geliebte, mir die einzige Bodenhaftung gebende Wohnung verloren...
-nun fühle ich mich wie obdachlos und sehe keinen Sinn mehr im Leben
Ich habe niemanden, der mir wirklich zur Seite steht und der mir hilft, das alles durchzustehen.
Alle schauen nur weg - auch meine großen Kinder und um die Kleinen muß ich mich noch kümmern, wozu ich eigentlich nicht mehr in der Lage bin.
Wenn ich in der Lage wäre zu klagen gegen Pfilzer un co,so würde ich es machen, aber sie sind die Gewinner, die auf dem Grab des Verlierers tanzen werden.
l.G. Eisberg

Mrs Columbo
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mrs Columbo » Freitag, 24.10.14, 10:04

Hallo Eisberg,
das ist schlimm, was Du schreibts, ganz, ganz schlimm. Es macht hilflos das zu lesen und ich denke, das ist das Gefühl, mit dem wir uns alle auseinandersetzen müssen - und wahrscheinlich auch der Grund ist, warum man "Freunde" verliert, weil man ja irgendwann wieder normal/anders/wie früher sein soll und weder man selbst noch andere damit umgehen können. Von Leon habe ch nur im Nachhnein gelesen. Ich wünsche Dir, trotz allem, dass Du Hoffnung findest, auch wenn ich selbst keine Idee habe, was ich hoffnungsvolles schreiben kann. Einige Deiner schlimmen Zustände kenne ich selber. Ich ertrage es seit 2 1/2 Jahren, allerdings habe ich gute Fenster, wo mir alles wie ein Alptraum erscheint.
Warst du mal auch in den englischen Foren?
Was auch immer Dir helfen könnte, sei es noch so klein - tu es. Viel Kraft und alles Gute,
Mrs Columbo
Symptome: (Wiederkehrende depressive Episoden, Stimmungsschwankungen, gelegentlich unklare Symptome wie Erschöpfung, Schwindel); Diagnose: (unklar, meist Depression als Hauptsymptom. 2009: Akut Erschöpfungsdepression wg. Krebserkrankung)
Medikation: (Fluoxetin, 20mg, 7 Monate) (>>) (Venlafaxin, 75mg, 1 1/2 Jahre)
Absetzverlauf (15.09.2011, 75mg): (1 Monat 55mg) (>>) (1Monat 37,5mg) (>>) (6 Wochen lang weiter herunterdosiert bis auf 12 mg) (>>) (1 Monat 12mg) (>>) (seit 02.02.2012 auf 0mg)

Seither protrahierter Entzug in Wellen.
Nach 9-monatiger symptomfreier Zeit begann nach OP alles von vorne.
Hauptsymptome: Depersonalisation/Derealisation; Angst; negative Zwangsgedanken.

Seit 4/5 2015 symptomfrei!

Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Freitag, 24.10.14, 11:42

Hallo Eisberg,

Ich wollte Dir auch etwas tröstliches schreiben, aber ich wusste einfach nicht, wie ich es formulieren soll. Jetzt hat mir Mrs. Columbo aus der Seele gesprochen. Ich versuche mich immer daran aufzurichten, was Quirk geschrieben hat. Bei ihm ist es auch kontinuierlich in Minischritten besser geworden. Warum sollte das nicht auch für uns gelten?
Ich quäle mich auch schon fast zwei Jahre überwiegend mit Absetzsymptomen herum, wobei der Körper im Vordergrund steht. Angefangen von Histaminunverträglichkeit, saurem Aufstoßen, Schleim im Hals bis zur Speiseröhrenentzündung, zahlreichen Allergien, verstopfter Nase, Niesanfällen, Blasenentzündungen, Tinnitus. Schließlich weiss ich schon nicht mehr, was von was noch kommt. Gerade habe ich wieder eine HNO- Rechnung von über 700 Euro bezahlt, Null Besserung.

Angstzustände, Albträume, Aufgedrehtsein, Schlafstörungen, Hyperakusis, Depressionen, Agressionen, Grübelzwang, Gähnattacken, haben nachgelassen. Zumindest davon weiss ich jetzt, dass dies dem Entzug von Venlafaxin und Mirtazipin geschuldet war. Es ist wirklich zum Haareausraufen und ich kann wirklich nur jedem davon abraten, diese Medikamente einzunehmen, mögen sie auch bei manchen nicht allzu schlimmes anrichten, Diejenigen, die es aber trifft, sind elendiglich gestraft.

Liebe Eisberg, ich finde es bewundernswert von Dir, dass Du Dich mutig gemeldet hast. Mir hilft Dein Beitrag sehr, weil ich ersehen kann, dass es außer mir auch noch andere Betroffene gibt. Das hilft leider auch nicht weiter, ich weiss. Es ist für uns Langzeitbetroffene nicht einfach, hier zu schreiben, zumindest gilt das für mich, weil man diejenigen, die noch beim Absetzen sind, nicht verunsichern will, aber andererseits auch allein nicht weiterkommt .

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, und natürlich auch den anderen, dass es besser wird,

Monalinde
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

rosalienchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von rosalienchen » Dienstag, 04.11.14, 17:33

Hi, Ihr Lieben. Es macht mich einfach nur so verdammt wütend und traurig was wir hier alle durchmachen müssen. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr.
2,9 Jahre leide ich jetzt schon. Es gab sicherlich auch schon gute Zeiten, aber die letzten 5 Monate waren ne Qual. Ich sitze nur zu Hause, kaum noch Kontakt zur Aussenwelt weil es einfach nicht geht..
klar gibt es auch gute Stunden zwischendurch, aber dann bist du damit beschäftigt sich um das liegengebliebene zu kümmern.
Ich musste meine Umschulung abbrechen, meine Partnerschaft ist zerbrochen.. mein Freundeskreis wird weniger..
Geht man zum Arzt und sagt man kann nicht schkafen, bekommt man gesagt.. nehmen Sie zur Nacht Opripamol...

Sorry da könnte ich ausrasten.. es macht einen einfach nur wütend und traurig.. und heulen tu ich eh jeden Tag
schon.
Das musste ich jetzt mal rauslassen, hoffe es ist ok.

LG
Rosalienchen
mittelschwere Depressionen, Angst und Panik, Sept-Nov. trimiparin, weiss aber nicht mehr genau wieviel, musste es dann absetzen weil ich nicht mit klar gekommen bin,
seit november 2010 venlafaxin 37,5mg
nach 2 wochen hoch auf 75 mg
september 2011 von 75mg runter auf 37,5mg
starke stromstösse, übelkeit, nervosität, traurig, unruhig
genau weiss ich es nicht mehr ich glaube im dezember runter auf 18 mg und im januar auf 12,5mg dann im februar ganz abgesetzt
seitdem alle symptome die es gibt in verschiedenen abständen jeden monat was anderes habe ich das gefühl, seit märz betablocker morgens 25mg abends 25mg, nur mit nebenwirkungen zu kämpfen, seit anfang september nur noch morgens 25 mg, nebenwirkungen lassen langsam nach, seit 3 wochen nur ne viertel metobeta, jetzt seit einer woche nur noch jeden zweiten tag eine viertel metobeta, dann tgl. eine viertel metobeta also12,5mg, jetzt seit weihnachten aufgrund von herzstolpern und einer panikattacke wieder auf 25mg, seit april 2013 nur noch ein krümel also 12 mg metobeta, und ich glaube ich habe das schlimmste überstanden, sicherlich gibt es noch tage wo stundenweise symptome auftreten, aber es ist auszuhalten, ich sage mir immer das geht vorbei und motiviere mich selbst. im juli eine op mit kurznarkose, 2 wochen später kommen alle absetzerscheinungen wieder zurück, jeden tag was anderes, schwindel, üelkeit, frieren, schwitzen, zittern, weinerlichkeit ect
seit 30.10.2013 letzten krümel betablocker abgesetzt, nun medikamentenfrei.. symptome weiterhin stundenweise am tag... frieren, schwindel, muskelzittern, nackenverspannungen und schmerzen, blutdruck sehr niedrig, müdigkeit, stimmungsschwankungen,
Im Februar 2015 werden es 3 Jahre ohne Ad und mein Zustand ist oft einfach katastrophal.

Lisamarie
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Lisamarie » Dienstag, 04.11.14, 17:45

Hallo liebes Rosalinchen, es tut mir sehr leid das es dir so schlecht geht. Du hast ja auch einige unschöne Schicksalschläge hinnehmen müssen.

Ich schick dir ganz viel Kraft.

Ich wollte hier sowieso noch was da lassen, das hier ist euer Thread in dem ihr euch austauschen könnte. Und das solltet ihr auch unbelastet tun, denn ihr habt euch das ganz sicher auch nicht ausgesucht das euch das passiert ist und so solltet ihr wenigstens euren Thread zum Austausch benutzen können. Die zarteren Seelen im Forum müssen ja nicht unbedingt hier lesen. Vielleicht pinnen wir vorne einfach an das dieser Thread nichts für die zarten oder ängstlichen Gemüter unter uns ist . Aber dies ist euer Raum und was euch passiert ist ist furchtbar und ihr habt mein Mitgefühl.

Also lass euch euren Raum nicht streitig machen und tauscht euch aus.
Lg und für alle Betroffenen ein dickes Kraftpaket. Petra
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Mrs Columbo
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mrs Columbo » Donnerstag, 06.11.14, 10:04

Liebe Rosalienchen,
lass Dich doll drücken. Es tut mir total leid, das zu Lesen. 5 Monate ist arg, das hatte ich letztes Jahr. Die Verständnislosigkeit, auf die man trifft, macht es oft doppelt schwer. Und ich finde es auch völlig okay, hier seinen Frust rauslassen zu dürfen. Wenn nicht hier, wo sonst? Ich bin mir sicher, dass wir alle oft genug Meister im Aushalten und Zusammenreißen sind. Danke für das Kraftpaket, Lisamarie :-) Und ich pack noch eins dazu.
Etwas zum Mut machen: Mein gutes Fenster hält an, mit Kurzeinbrüchen von Symptomen und einer geminderten kognitiven Leistungsfähigkeit, aber seit Anfang August bin ich relativ symptomfrei! Das ist die längste Zeit seit dem Neubeginn der Symptome nach meiner OP.
An Dich und alle da draußen ganz, ganz gute Besserung :-)
Mrs Columbo
Symptome: (Wiederkehrende depressive Episoden, Stimmungsschwankungen, gelegentlich unklare Symptome wie Erschöpfung, Schwindel); Diagnose: (unklar, meist Depression als Hauptsymptom. 2009: Akut Erschöpfungsdepression wg. Krebserkrankung)
Medikation: (Fluoxetin, 20mg, 7 Monate) (>>) (Venlafaxin, 75mg, 1 1/2 Jahre)
Absetzverlauf (15.09.2011, 75mg): (1 Monat 55mg) (>>) (1Monat 37,5mg) (>>) (6 Wochen lang weiter herunterdosiert bis auf 12 mg) (>>) (1 Monat 12mg) (>>) (seit 02.02.2012 auf 0mg)

Seither protrahierter Entzug in Wellen.
Nach 9-monatiger symptomfreier Zeit begann nach OP alles von vorne.
Hauptsymptome: Depersonalisation/Derealisation; Angst; negative Zwangsgedanken.

Seit 4/5 2015 symptomfrei!

Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Freitag, 07.11.14, 21:00

Eine Anfrage an Langzeitbetroffene: Kennt Ihr es, daß ein grippaler Infekt die Absetzsymptome massiv triggert? Ich, über ein Jahr ohne Dia, 7 Mo. ohne Zolpidem, stelle eine deutliche Verschlechterung noch vorhandener und Wiederkehr bereits abgeklungener Symptome fest. Ich kämpfe seit 3 Tagen mit einem heftigen grippalen (Virus-) Infekt.
Danke für Antwort!
VG von Christina aus der Reha, in der heftige Infekte umgehen.

Monalinde
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Monalinde » Samstag, 08.11.14, 11:06

Hallo Sleepless,

Du wirst es nicht glauben! Bei mir ist es gerade umgekehrt, wenn ich einen Infekt habe oder sonstige Beschwerden, treten mein psychischen Symptome in den Hintergrund. Wenn sich der Infekt legt, kommen die alten Symptome wieder verstärkt hervor. Es ist vielleicht so, dass sich der Körper immer auf das naheliegendste konzentrieren möchte, zumindest bei mir.
Seit dem Absetzen von Mirtazi*in und Trevil*r sind nun auch schon zwei Jahre vergangen. Ich habe viel von den alten Symptomen gänzlich verloren, aber es sind neue hinzugekommen. Z.B die Entzündung der Speiseröhre, Blasenentzündungen und eine Nebenhöhlenentzündung undefinierbaren Ursprungs (keine Infektion) Und ich warte und warte, dass es besser wird. Unendlich glücklich bin ich, dass ich wieder schlafen kann, wie früher. Ich habe fast keine Albträume mehr und wenn ich schlafe, dann einfach viel fester und nicht mehr so, als ob ich wachliegen würde.

Ich will aber nicht abschweifen, die Frage von sleepless ist wirklich interessant und es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich unsere Körper reagieren. Wie ist es bei Euch?

Liebe Grüße, Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Samstag, 08.11.14, 18:30

Dankeschön, Monalinde!

Es sind gar nicht so sehr psychische Symptome, die sich dann verstärken, mehr physische. Nämlich der Druck im Kopf (auch wie NNH-Entzündung, aber v.a. einseitig), das Gehirnschwabbeln, der Schwindel, der Tinnitus, die Benommenheit, die Konzentrationsstörungen, das verstärkte und unregelmäßige Herzklopfen, die Muskelverkrampfungen, die Kurzatmigkeit etc.
Schlafen tu ich sowieso immer noch sehr schlecht, aktuell beim Infekt noch schlechter, ist klar.

Ach es ist ein Mist, bin ganz down.

Trotzdem liebe Grüße!

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