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Euer ADFD-Team

Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Ululu
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Ululu » Sonntag, 30.09.18, 14:25

Filzblumes Freundin hat es geschafft.

:party2:

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 97#p263765

LG Ute
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7

Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Lucifer
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Lucifer » Donnerstag, 04.10.18, 21:18

Hallo Leute!

An alle die es geschafft haben. Ich mache mir große Sorgen um meine spirituellen Fähigkeiten und um meine Intelligenz und Emotionen.
Kann mir jemand sagen, ob meine spirituellen Fähigkeiten (Energien wahrnehmen, Eingebungen bekommen, philosophieren) für immer verloren sind oder gibt es welche, die auch spirituell sind und diese wiedererlangt haben? Was ist mit der Intelligenz? Seid ihr in der Lage komplexe Zusammenhänge zu erkennen und komplizierte Sätze mit einem großen Vokabular zu bilden und schnelle Gedanken zu haben? Was ist mit den Emotionen, sind diese wieder zurückgekommen wie sie vorher waren? Oder waren sie nie wieder so stark wie vorher? Und was ist mit eurem Selbst. Habt ihr das Gefühl, dass ihr wieder 100% ihr selbst seid oder gab es da auch Einbussen? Wenn ja, welcher Art? Muss ich damit rechnen, dass ich nie wieder derselbe sein werde und für immer ein Teil von mir verloren gegangen ist? Bedeutet Regeneration wieder zu mir selbst zurückzukehren oder dass das Leid einfach ertragbarer wird und man aber für immer eingeschränkt bleibt?
Ich weiss, dass alles völlig individuell ist, aber diejenigen, die es geschafft haben. Könnt ihr bitte einige Fragen davon beantworten?
Ich mache mir täglich riesige Sorgen...

Liebe Grüße
Lucifer
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padma
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Samstag, 06.10.18, 19:13

hallo zusammen, :)

hier ein ausführlicher erfolgreicher Absetzbericht von Aripiprazol von Lea Gie
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=15947

liebe Grüsse

Murmeline
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 11.11.18, 16:32

Hallo Christine,

Hab deine Frage in den Thread von potatoiv verschoben, da gehört sie hin.
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 78#p278078

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

padma
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 30.11.18, 18:43

hallo zusammen, :)

Robotnik hat erfolgreich Paliperidon abgesetzt :party2: :party2: :party2:
Hallo liebe Mitglieder,

bir mir ist es nun seit ca. 9 Wochen so, dass ich das Neuroleptikum abgesetzt habe. Mir geht es seitdem besser. Habe das Gefühl, dass das Interesse im Allgemeinen gestiegen ist. Bin motivierter, lese viel mehr, kann mich langsam für das begeistern was mir vor der Psychose auch Spaß gemacht hat. Schlafprobleme gibt es keine - der Schlaf ist sehr gut - nun reichen 8 h/Nacht - mit der Medikation waren es vielmehr

Bin sehr optimistisch - verbringe viel Zeit in der Bibliothek - gehe zu Vorträgen - bin weiterhin sehr ausgeglichen - die Neuroleptika-Therapie hat mir sehr geholfen mich zu erholen - ich fühle mich viel besser als vor der psychose

doch möchte ich die Erfahrung mit euch teilen - hört auf euch und euer gefühl - weniger auf die ärzte - sie haben oft ein verzerrtes bild - außerdem gibt es immer wieder statistische ausreißer- somit sind die erfahrungen der ärzte, wesentlich für die Gestaltung weiterer Therapien, nicht treffsicher

natürlich ist es wichtig mit den fachärzten zu kooperieren - und versuchen deren ratschläge erst zu nehmen- doch ich habe gegen ärztlichen rat abgesetzt - hatte das gefühl, es sei die bessere lösung

Das Antidepressivum habe ich vor ca. 5 Wochen abgesetzt - keine Probleme dabei

freue mich über weiteren austausch
alles gute

robotnik
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 95#p280595

Flummi

Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Flummi » Sonntag, 09.12.18, 3:38

Hallo,

ich habe Abilify abgesetzt:
https://www.adfd.org/austausch/viewtopi ... 10#p281910

Viele Grüße,
Claudia

Mananuu
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Registriert: Sonntag, 20.01.19, 13:12

Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Mananuu » Montag, 21.01.19, 9:16

Hat hier jemand eine Erfolgsgeschichte mit Seroquel Prolog? Bin gerade danei von 200 auf 150 zu reduzieren. (Mit Ärztin abgesprochen).
Nehme jetzt auch noch Seroquel 25mg unratiert dazu um ein bisschen nachzuhelfen.

Würde mich wirklich sehr über eine Erfolgsgeschichte freuen, da ich im Moment recht verzweifelt bin.
Diagnose: Angst und Depression gemischt

2015-2016
Sertralin (Gladem) 50mg
Seroquel Prolog 100mg
Euthyrox 125mg

2017 - Juli 2018
Kein Seroquel mehr :party2:
Sertralin (Adjuvin) 50mg
Euthyrox 125mg

Ca. 23.Juli 2018 - Medikamente:
Sertralin (Adjuvin) 75mg
Seroquel Prolog 200mg
Euthyrox 125mg
Progesteron 1%
Alchemilla Urtinktur
Vitamin D3 & K2
Vitamin B & Metacare Aktiv

16.01.2019 - Beginn Ausschleichen
Seroquel Prolog auf 150mg reduziert
Sertralin (Adjuvin) 75mg

21.01.2019 - Hochdosierung
Seroquel Prolog 150mg + morgens und mittags 25mg Seroquel
Sertralin (Adjuvin) wie gehabt

11.03.2019 - Reduzierung
Seroquel Prolog 100mg + morgens, mittags und abends 25mg Seroquel
Sertralin (Adjuvin) 75mg
Vitamin D
Arginin
Phenylanin
Tyrosin
Vitamin Präparate
50mg - 5Htp abends (mit Absprache!)

29.04.2019 - Reduzierung
Seroquel Prolog 50mg + morgens, mittags und abends 25mg Seroquel
Adjuvin (Sertralin) 75mg
Nahrungsergänzungsmittel wie gehabt.

11.05.2019 - leichte Hochdosierung
Seroquel Prolog 50mg abends + 25mg vor dem schlafen
Morgens, mittags und abends 25mg Seroquel
Adjuvin (Sertralin) 75mg (wie gehabt)
Nahrungsergänzungsmittel wie gehabt.

mondscheinlicht
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von mondscheinlicht » Donnerstag, 14.03.19, 9:18

Hallo liebe Leute, gerade habe ich eure erfolgreichen Absetzgeschichten gelesen und möchte erst mal gratulieren und ich dafür bedanken. Ich bin sehr beeindruckt von den vielen Details- sprich wann wieviel genommen wurde und Symptome in welcher Zeit. Ich habe mir sowas nie aufgeschrieben und auch längst nicht so genau in Erinnerung. Ich habe Dezember 2016 aus dem Internet die Broschüre über das Absetzen von Neuroleptika herunter geladen und seit dem vorgegangen. Dabei muss ich hinzufügen, dass ich Herbst 2014 bis Herbst 2015 bereits das Fluanxol abgesetzt hatte. Ich habe es wieder genommen aus dem einzigen Grund, weil ich chronische Magenbeschwerden bekommen habe, ansonsten ging es mir gut. Es war so von Ärzten verordnet und letztendlich war ich es selber, der es wieder genommen hat, als ich durch Internetrecherche darauf stieß, dass meine Magenprobleme möglicherweise auf Entzug vom Fluanxol beruhen- dem war denn auch so, wie ein kurzer Test zeigte. Seit dem habe ich es wieder in geringen Dosen genommen, aber nun ist es deutlich schwieriger mit dem Reduzieren und Absetzen geworden - was die These unterstreicht, dass Ärzte wenn sie absetzten zu schnell absetzen und es langfristig dadurch länger wird. Von Herbst 2015 bis heute sind schon mehrere Jahre, wo ich nach dem Prinzip 10% weniger und 2-3 Monate die Dosis halten vorgegangen bin - rein mathematisch gibt es für so eine Anleitung ja nie ein Ende. Und so mußte ich auch vor ca. einem Jahr feststellen, dass ich nicht nur halbe sondern auch viertel Tabletten reduzieren musste. Ich bin jetzt bei drei Tabletten der Minimaldosis 0,5 mg pro Woche angekommen und meine Psychiaterin sagt, das seien ja nur homöopatische Dosen, es kann aber sein, dass ich dieses Minimum ewig beibehalten muss. Diese Forum macht mir Mut, es aber weiter zu probieren und laut der obig genannten Broschüre ist eine so starke Reduktion mit einer so niedrigen Enddosis auch ein großer Erfolg, so dass ich es hier schon mal posten möchte - ohne diese Broschüre hätte ich es wohl nicht geschafft. Im Gegensatz zu dem einem Jahr gänzlich ohne Fluanxol habe ich jetzt aber ständig diverse Absetzprobleme, nur eben nicht mehr dieses gravierende Magenproblem. Ich hatte damals auch den Hersteller Bayer angerufen und davon berichtet, die behaupteten, dass ihnen diese Nebenwirkung unbekannt sei. Auf alle Fälle - man fühlt sich besser mit geringer Dosis und hat wieder mehr Gefühle, dazu gehören eben auch mal weniger schöne Gefühle und etwas Schlafprobleme, aber das ist es wirklich wert!!! LG, mondscheinlicht
mondscheinlicht, nehme seit 10 Jahren Fluanxol , davon seit ca. 7 Jahren nur geringe Dosen

padma
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 14.06.19, 18:55

hallo, :)

Crazy hat erfolgreich Aripiprazol abgesetzt und ist seit 11.3. auf 0 und es geht ihr gut
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 91#p295291

:party2: :party2: :party2:

liebe Grüsse,
padma

padma
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Sonntag, 04.08.19, 22:59

hallo zusammen, :)

wieder eine Erfolgsmeldung:
Micha68 ist seit März 2018 psychopharmakafrei (Valproinsäure und Quetiapin abgesetzt)
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 47#p316847

:party2: :party2: :party2:

lg padma

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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 23.08.19, 10:55

hallo zusammen, :)

Raito hat Olanzapin abgesetzt und ist seit dem 13.7.2018 auf 0
:party2: :party2: :party2:

Hier sein update:

es geht mir immer besser !

hab zwar noch:
- Knie schmerzen
- Blasen probleme
- trockene augen
- verspannter rücken/schultern


aber es geht mir vom kopf her besser.

ich bin zur zeit nicht aktiv hier im forum oder sonst wo online.

ich werde euch aber auf dem laufenden halten, da ich denke das es hier viele leute gibt die von olanzapin weg wollen. Und vor allem wie lange es dauert bis dieser entzug vorbei ist.

Ich denke im moment das es noch 2jahre plus/minus dauern wird. Habe hier auch von jmd gelesen das er seinen körper nach 3 jahren zu 70% zurück hatte.

und ich bin im moment nach 1.jahr schon oft gefühlt bei 70%.

mit dem knie kann ich leben. an die augen hab ich mich irgentwie schon fast gewöhnt^^

aber die verspannten muskeln im rücken und die blase :( das muss wieder heil werden.
habe ich im moment durch sport und total öde ernährung aber ganz gut im griff^^
muss ich mich dran gewöhnen und hoffe in zukunft wieder alles essen zu können
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 54#p319954

Murmeline
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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline » Samstag, 31.08.19, 8:50

Tumbler hat geschrieben:
Samstag, 31.08.19, 8:18
Hallo liebe Leute,

nach wiederum langer Zeit melde ich mich mit der Nachricht, dass ich mittlerweile drei Monate clean bin. Ich habe Anfang des Jahres mit viel Bauchschmerzen das Amisulprid abgesetzt und es ist gutgegangen. Danach wollte ich mir und meinem Nervensystem einerseits gerne eine Pause gönnen, andererseits wollte ich so schnell wie möglich das andere Medikament absetzen, das meiner Ansicht nach nie viel Wirkung gezeigt hat. Auch das habe ich in kleinen Schritten ohne viel Nebenwirkungen getan.

Danach hatte ich natürlich etwas Angst, dass die Symptome, derentwegen ich das Zeug einst verschrieben bekommen habe, wiederkommen würden. Aber weder die Angst noch die Übelkeit haben sich bisher wieder eingestellt. Ich fühle mich nun endlich wieder wie ich selbst.

Aufgrund eines hartnäckigen (und mindestens ebenso hartnäckig von der Schulmedizin verleugneten) Darmpilzes bin ich bei einer guten Alternativen Medizinerin gelandet und es tut mir gut, meine diversen Unausgeglichenheiten nun wenn nötig pflanzlich zu behandeln und damit die Selbstheilungskräfte meines Körpers zu unterstützen. Weiters nehme ich so wenig wie möglich an Medikamenten ein.

Weiters habe ich mich in das Thema Hochsensibilität eingelesen und ein neues Verständnis für mich und meinen Körper entwickelt. Bereits während des Absetzens habe ich alle meine Pflegeprodukte entweder ganz weggelassen oder auf komplett natürlich umgestellt. habe nun sogar einen Naturfriseur, der mir die Haare mit Henna färbt! Stehe verständlicherweise der Chemie und der Notwendigkeit ihres Einsatzes kritischer gegenüber als vorher.

Meine Ehe besteht noch, aber mein Mann ist sehr mitgenommen vom Absetzprozess, was ich teilweise verstehe, teilweise aber auch nicht, weil ich mir da viel mehr Unterstützung gewünscht hätte und streckenweise das Gefühl hatte, alleine zu sein und auch noch die Schuld für alles, was schief rennt, zu bekommen. Meine Tochter hat hoffentlich nichts mitbekommen, und endlich kann ich abends mit ihr ins Bad gehen Zähne putzen ohne Geheimnisse (Medikamente einnehmen)! Auch mein Job hats überlebt, bin weiterhin voll beschäftigt.

Vor etwa anderthalb Jahren habe ich aus psychohygienischen Gründen den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Das erste Jahr habe ich sie mir selbst gegenüber sehr gut ersetzt. Aber dann habe ich gemerkt, dass es so nicht weitergehen kann und ich mich auch emotional von ihr und ihren Vorstellungen von mir lösen muss. Ich habe daher begonnen, mein Leben aufzuschreiben und es tut mir gut, zu sehen, dass ich nicht Schuld war an allem (ich war schließlich ein Kind) und mir selbst endlich glauben zu können. Das bin ich den Kindern in mir schuldig.

Leider habe ich den Entzug tatsächlich unter erschwerten Bedingung durchgezogen. Es war nicht ruhig in meinem Leben, ich habe gearbeitet, hatte keinen, mit dem ich wirklich reden konnte, musste in meiner Familie funktionieren, habe beruflich Ausbildung gemacht und einige körperliche Krankheiten durchgestanden. Doch ich bin gestärkt, bescheiden und freier daraus hervorgegangen. Ich habe Geduld, Demut und Loslassen gelernt und ein neues Verständnis von Gott entwickelt, der mir in den schwersten Stunden beigestanden hat. Nun arbeite ich an meinem Selbstwert und am Umgang mit meinem Partner und hoffe, dass mein Leben etwas ruhiger verlaufen wird als die letzten Jahre.

Wenn ich etwas gelernt habe in der anstrengenden Zeit, die hinter mir liegt, dann, dass Psychopharmaka nicht die Antwort auf psychische Probleme sind. Psychiater müssten lernen, viel verantwortungsvoller damit umzugehen und ihre Patienten von Beginn an als Partner zu sehen, mit denen man eine möglichst kurze Einnehmdauer, einen Absetzplan und vor allem, die Alternativen (Psychotherapie, Bewegung, Ernährung, Körperkontakt, Arbeit an sich selbst, Tagesablauf, Kontakt mit Menschen, Austausch mit Gleichgesinnten, etc.) bespricht. Psychopharmaka können viel leisten, sie haben das Potential, Ängste verschwinden zu lassen und die Welt in Farbe zu sehen, aber sie sind gerade aufgrund dieses Potentials auch gefährlich, wenn man sie wie Bonbons behandelt. Ihr Potential und ihre Gefahr muss ernst genommen werden, um einen verantwortungsvollen Umgang zu gewährleisten, aber wie in den meisten Bereichen denkt der Mensch, was möglich ist, muss auch genutzt werden. Doch wir wissen spätestens nach der Atombombe, dass diese Einstellung Mist ist. ihre Eignung erstreckt sich daher meiner Ansicht nach auf einen ersten Anstoß, um überhaupt fähig zu werden, die eigene Heilung in Angriff nehmen zu können. Sie können niemals der gesamte Plan zur Heilung sein. Das ist kurzsichtig, unverantwortlich und schlichtweg dumm. Mich macht es fassungslos, dass so viele Psychiater so leichtsinnig die Qualität des Lebens ihrer Patienten langfristig aufs Spiel setzen.

Ich möchte diesen Beitrag aber nicht mit einer Warnung schließen, sondern mit Hoffnung. Und die gibt es, egal, wie finster das Tal ist, durch das ihr gerade schreitet: Es gibt Hoffnung. Und wenn ihr nicht Gott vertrauen wollt, dann vertraut euch selbst, und euren Körpern und Seelen. Ihr werdet es schaffen, jeder einzelne von euch trägt alles, was er dafür braucht, in sich. Habt nur Geduld, Mut und Vertrauen. Das Licht wird sich wieder zeigen. Ich glaube an euch.

Ganz liebe Grüße von eurer Tumblerin - dem Stehaufweibchen!
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 09#p321409
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Neuroleptika absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von padma » Freitag, 08.11.19, 18:02

hallo,

Sadengel hat erfolgreich Quetiapin abgesetzt und ist seit 5 Monaten auf 0 :party2:
Hier ihr update:
Hallo,

Ein kleines Update. Mir geht es relativ gut. Schlaf ist gut. Alltag ist gut zu meistern. Stimmungsschwankungen vorhanden. Ansonsten keine starken absetzsymptome. Nur das übliche Müdigkeit, bissl muskelschmerzen. Nahrungserganzungsmittel tun gut. Ich denke das gröbste ist geschafft.

Lg
Sadengel89
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 63#p333463

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