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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
FineFinchen
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von FineFinchen » Montag, 27.05.19, 19:10

Hallo Finchen, :)

bitte eröffne keine weiteren Thread mit gleichem Thema.

Ich bitte die Moderatoren, die Themen zusammenzuführen.

Gruß
Finchen :D
28.05.2019: Ursprünglicher Benutzernamen (Finchen015) aufgrund von Namensähnlichkeiten und zur Vermeidung von Verwechslungen geändert zu FineFinchen.
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Murmeline
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 28.05.19, 0:43

Hallo, der andere Einzelbeitrag wird gelöscht. Die Frage passt hier ja thematisch gut. Über für Suchfunktion kannst du mal stöbern, was es zu dem Thema schon gibt:
https://adfd.org/austausch/search.php?k ... bmit=Suche

Grüße, Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Huhu90 » Montag, 03.06.19, 0:59

[quote=Finchen88 post_id=308437 time=1558976933 user

Meine Fragen an euch:

1. Hatte hier schon mal jemand eine Netzhautablösung? Konnte jemand einen Zusammenhang zu einer der 3 potenziellen Gründe feststellen?



Hallo Finchen88,

bei mir wurde letztes Jahr im März 2018 auf beiden Augen eine Glaskörpertrübung festgestellt und ich bin 28 Jahre alt. Ich nehme seit 9 Jahren das Antidepressivum Doxepin und bin gerade dabei dieses auszuschleichen. Eine Netzhautablösung oder auch wie bei mir die Glaskörpertrübung kommt eher im älteren alter vor und ich bin mir sehr sehr sicher das die Antidepressiva ein großen Teil dazu beitragen. Denn auch im Auge sitzen viele Nervenzellen wohin das Antidepressiva oder allgemein Medikamente transportiert werden. Daher wirken diese auch auf die Netzhaut und auf den Sehnerv. Ich habe starke Probleme mit beiden Sehnerven seitdem ich das Doxepin absetzte. Diese waren bereits geschwollen und entzündet und es gab keinen erkennbaren Grund dafür. Es gibt viele Berichte im Internet die belegen das Antidepressiva und neuroleptika in der Netzhaut und dem Sehnerv Veränderungen hervorrufen.

Auch wenn die Augenärzte oder Neurologen dies nicht hören wollen, die Antidepressiva wirken auch auf die Augen und bringen sehr viele Sehstörungen mit sich. Ich habe gesunde Augen gehabt vor der Einnahme und jetzt auf einmal Problemen mit der Netzhaut und den Sehnerven. Und das Medikament ist ja noch längst nicht raus aus dem Körper wenn man es abgesetzt hab, manche kämpfen Monate oder sogar Jahre noch mit den Nebenwirkungen, ich kann mir gut vorstellen das die Netzhautablösung vielleicht noch Nachwirkungen sind von den Tabletten die du letztes Jahr abgesetzt hast.

Ich hoffe das deine Augen sich wieder erholen, besonders Ruhe und Geduld kann bei sowas helfen das merke ich an mir zumindest. Alles liebe und schönen Abend
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Seit 08.04.2009 (mit 19 Jahren)- angefangen mit 25 mg Doxepin jeden Abend vor dem schlafen gehen, aufgrund schwerer Depression mit Angst und Panikattacken ( angefangen hat alles mit Schlafstörungen und ständigen negativen Gedanken und grübeln, zum Schluss ging gar nichts mehr, nichts mehr! Ich hab nur noch im Bett gelegen und hab gehofft das der Tag irgendwie umgeht. Ich konnte nichts mehr weder trinken, essen geschweige denn duschen oder Autofahren, nicht aus dem Haus gehen oder mit Menschen reden und tagelang nicht geschlafen, alles hat sich gedreht und ständig Herzrasen. Bis endlich nach 3 Monaten ich die Tabletten bekommen habe. Denn zum Schluss drehten meine Gedanken nur noch um selbstmord, ich bin morgens mit aufgestanden und abends mit eingeschlafen. Man kann sagen das Doxepin hat mir damals wahrscheinlich das Leben gerettet )
Anfang Mai 2009 - hochgegangen auf 37,5 mg da keine Besserung stattfand, immer noch extreme Angst und Panikatacken mit Schlafstörungen.
Ende Mai 2009 - auf 50 mg dosiert, aber davon bekam ich Atemnot.
Anfang Juni auf 37,5 mg runter dosiert und gehalten über 8 Jahre, alle Symptome verschwanden und man hat mit den ,,Pillen“ jeden Abend gelebt.
Juni 2017 - da keine Symptome mehr vorhanden waren und ich endlich ohne Tabletten leben wollte habe ich im Juni 2017 mit einer Neurologin auf 25 mg reduziert.
Februar 2018 - auf 20 mg reduziert alles noch ok, außer vermehrt Angst und Panik und Suizidgedanken, mit denen ich sehr gut umgehen konnte da ich nebenbei von einer Psychologin betreut werde, abends öfters Herzrasen und Unruhe, schlechter geschlafen.
März 2018 - reduziert auf 17,5 mg weiterhin Symptome wie Angst und Panik und leichte Sehstörung in Form von Flackern und blitzen und visuel Snow. Extreme Augenschmerzen bei Augenbewegung. Eine Glaskörpertrübung durch den Augenarzt festgestellt Sehnerv i.o.
11.Mai 2018 - noch 17,5 mg genommen und beim Augenarzt gewesen dort war der Sehnerv noch i.o Flackern und Blitzen schlimmer geworden extreme Lichtempfindlichkeit, also ohne Sonnenbrille und Augentropfen geht gar nichts, Angst und Panikattacken sind zurück gegangen, abends dann auf 15 mg reduziert
15.Mai 2018 - erneute Kontrolle beim Augenarzt, der Sehnerv ist beidseitig angeschwollen, nur 4 Tage später nach dem absetzten von 17,5 auf 15 mg. Immer noch extreme Lichtempfindlichkeit, ab und zu Doppelbilder bei hellen Wänden und hellen Gegenständen aber nicht immer, tanzenden Punkten am Himmel und weißen Wänden. Manchmal muss ich alles im Haus abdunkeln weil es mir sonst zu hell ist. Das Gefühl alles mehr wahrzunehmen, als wenn der Kopf das erstmal verarbeiten muss weil die Farben so intensiv sind, ich bin wacher und aufgeweckter und das Gefühl mehr da zu sein als noch mit 37,5 mg.
14.11.18 - von 15 mg auf 12,5 mg reduziert hat sich nichts verändert.
04.12.18 - Sehnervenschwellung zurück gegangen keine Staaungspapille mehr vorhanden.
28.02.19 - Sehstörungen haben sich nicht verändert, es wurde am 04.02.19 beim Augenarzt eine Durchblutungsstörung der Netzhaut und das Sicca Syndrom (Benetzungsstörung der Augen) festgestellt, Unruhe und Angst ab und zu noch vorhanden, komische Gedanken (Suizidgedanken) ab und zu mal, vielleicht 1 mal im Monat. Extrem belastend sind die Stimmungsschwankungen ( extrem glücklich bis zu extrem schlecht gelaunt aggressiv, genervt, will meine Ruhe vor allem und jedem haben) aktuell noch auf der Dosis 12,5 mg.
24.04.19 - aktueller Stand seit 14.11.18 immer noch auf 12,5 mg Doxepin

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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von FineFinchen » Montag, 03.06.19, 12:38

Huhu90 hat geschrieben:
Montag, 03.06.19, 0:59
bei mir wurde letztes Jahr im März 2018 auf beiden Augen eine Glaskörpertrübung festgestellt und ich bin 28 Jahre alt. Ich nehme seit 9 Jahren das Antidepressivum Doxepin und bin gerade dabei dieses auszuschleichen.


Hallo Huhu, :)

könntest Du mal in den Thread von Berti reinschauen?

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... ti#p308784

Er hat auch Doxepin genommen und hat Probleme mit den Augen. Vielleicht könnt Ihr Euch austauschen?

Lieben Dank und viele Grüße
Finchen
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Huhu90 » Montag, 03.06.19, 18:08

FineFinchen hat geschrieben:
Montag, 03.06.19, 12:38
Huhu90 hat geschrieben:
Montag, 03.06.19, 0:59
bei mir wurde letztes Jahr im März 2018 auf beiden Augen eine Glaskörpertrübung festgestellt und ich bin 28 Jahre alt. Ich nehme seit 9 Jahren das Antidepressivum Doxepin und bin gerade dabei dieses auszuschleichen.


Hallo Huhu, :)

könntest Du mal in den Thread von Berti reinschauen?

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... ti#p308784

Er hat auch Doxepin genommen und hat Probleme mit den Augen. Vielleicht könnt Ihr Euch austauschen?

Lieben Dank und viele Grüße
Finchen

Hallo Finchen,

das ist ja lieb von dir, vielen Dank!
Schaue gleich mal rein! Wäre ganz schön wenn jemanden findet der auch Augen Probleme unter dem Doxepin hat.

Schönen Abend und liebe Grüße
Marina
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Anfang Mai 2009 - hochgegangen auf 37,5 mg da keine Besserung stattfand, immer noch extreme Angst und Panikatacken mit Schlafstörungen.
Ende Mai 2009 - auf 50 mg dosiert, aber davon bekam ich Atemnot.
Anfang Juni auf 37,5 mg runter dosiert und gehalten über 8 Jahre, alle Symptome verschwanden und man hat mit den ,,Pillen“ jeden Abend gelebt.
Juni 2017 - da keine Symptome mehr vorhanden waren und ich endlich ohne Tabletten leben wollte habe ich im Juni 2017 mit einer Neurologin auf 25 mg reduziert.
Februar 2018 - auf 20 mg reduziert alles noch ok, außer vermehrt Angst und Panik und Suizidgedanken, mit denen ich sehr gut umgehen konnte da ich nebenbei von einer Psychologin betreut werde, abends öfters Herzrasen und Unruhe, schlechter geschlafen.
März 2018 - reduziert auf 17,5 mg weiterhin Symptome wie Angst und Panik und leichte Sehstörung in Form von Flackern und blitzen und visuel Snow. Extreme Augenschmerzen bei Augenbewegung. Eine Glaskörpertrübung durch den Augenarzt festgestellt Sehnerv i.o.
11.Mai 2018 - noch 17,5 mg genommen und beim Augenarzt gewesen dort war der Sehnerv noch i.o Flackern und Blitzen schlimmer geworden extreme Lichtempfindlichkeit, also ohne Sonnenbrille und Augentropfen geht gar nichts, Angst und Panikattacken sind zurück gegangen, abends dann auf 15 mg reduziert
15.Mai 2018 - erneute Kontrolle beim Augenarzt, der Sehnerv ist beidseitig angeschwollen, nur 4 Tage später nach dem absetzten von 17,5 auf 15 mg. Immer noch extreme Lichtempfindlichkeit, ab und zu Doppelbilder bei hellen Wänden und hellen Gegenständen aber nicht immer, tanzenden Punkten am Himmel und weißen Wänden. Manchmal muss ich alles im Haus abdunkeln weil es mir sonst zu hell ist. Das Gefühl alles mehr wahrzunehmen, als wenn der Kopf das erstmal verarbeiten muss weil die Farben so intensiv sind, ich bin wacher und aufgeweckter und das Gefühl mehr da zu sein als noch mit 37,5 mg.
14.11.18 - von 15 mg auf 12,5 mg reduziert hat sich nichts verändert.
04.12.18 - Sehnervenschwellung zurück gegangen keine Staaungspapille mehr vorhanden.
28.02.19 - Sehstörungen haben sich nicht verändert, es wurde am 04.02.19 beim Augenarzt eine Durchblutungsstörung der Netzhaut und das Sicca Syndrom (Benetzungsstörung der Augen) festgestellt, Unruhe und Angst ab und zu noch vorhanden, komische Gedanken (Suizidgedanken) ab und zu mal, vielleicht 1 mal im Monat. Extrem belastend sind die Stimmungsschwankungen ( extrem glücklich bis zu extrem schlecht gelaunt aggressiv, genervt, will meine Ruhe vor allem und jedem haben) aktuell noch auf der Dosis 12,5 mg.
24.04.19 - aktueller Stand seit 14.11.18 immer noch auf 12,5 mg Doxepin

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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Jamie » Dienstag, 04.06.19, 16:12

Beitrag von Klaro zum Thema "Augenrauschen" (visual snow syndrome)

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 28#p309428
Augenrauschen geht nicht mehr weg. Habe deswegen damals die Diagnose Psychose bekommen obwohl ich ansonsten klar war. Das Augenrauschen wie du bestimmt weißt, ist kaum erforscht und wurde häufig falsch interpretiert. Bei mir sind es blaue Schleier und Nachbilder aber weniger stark, dazu sieht es aus wie Nieselregen der immer fällt. Du solltest dich dran gewöhnen. Solange du keine Drogen oder das Doxepin nimmst, wird es sich auch wahrscheinlich nicht verstärken.

Es gibt ja dieses HPPD, also dieses "Hängenbleiben auf Drogen". Wenn Doxepin bei Serotonin und Noradrenalin eingreift so wie die uns bekannten Drogen, könnte bestimmt ähnliches auftreten.

Man muss nicht gleich eine Diagnose suchen oder einen bestimmten Begriff aber es kann durchaus sein, dass wenn du mal eben so wieder zu Doxepin greifst, was auch immer im Gehirn passieren kann. Wer weiß das schon so genau? Niemand!

Man kann sich dran gewöhnen und vielleicht auch sogar was gutes dran erkennen. Manchmal wenn ich die Augen schließe tanzt dieses Licht in Grün, Gelb und Blau in Spiralen und scheint zu atmen.

Eine blaugetönte Brille hilft bei blendenden Licht. Bitte hab keine Angst davor. Du wirst dein Augenlicht behalten.

Auch wenn man das jeweilige Medikament oft genommen hat, es ist alles nicht vollends erforscht und so lange gibt es diese Substanzen auch nicht. Es sind Bewusstseinsverändernde Drogen und bei manchen merkt man kaum was sie anrichten weil es langsam die Menge, Geschwindigkeit und Konzentration von Botenstoffen verändert oder sie blockiert. Und vielleicht noch teilhaben an Hirnregionen, die ganz andere Aufgaben haben.

Leider gibt es für sowas keine einfachen Erklärungen. Neurologie ist noch nicht so weit.

Liebe Grüße
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Huhu90 » Dienstag, 04.06.19, 22:51

Jamie hat geschrieben:
Dienstag, 04.06.19, 16:12
Beitrag von Klaro zum Thema "Augenrauschen" (visual snow syndrome)

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 28#p309428
Augenrauschen geht nicht mehr weg. Habe deswegen damals die Diagnose Psychose bekommen obwohl ich ansonsten klar war. Das Augenrauschen wie du bestimmt weißt, ist kaum erforscht und wurde häufig falsch interpretiert. Bei mir sind es blaue Schleier und Nachbilder aber weniger stark, dazu sieht es aus wie Nieselregen der immer fällt. Du solltest dich dran gewöhnen. Solange du keine Drogen oder das Doxepin nimmst, wird es sich auch wahrscheinlich nicht verstärken.

Es gibt ja dieses HPPD, also dieses "Hängenbleiben auf Drogen". Wenn Doxepin bei Serotonin und Noradrenalin eingreift so wie die uns bekannten Drogen, könnte bestimmt ähnliches auftreten.

Man muss nicht gleich eine Diagnose suchen oder einen bestimmten Begriff aber es kann durchaus sein, dass wenn du mal eben so wieder zu Doxepin greifst, was auch immer im Gehirn passieren kann. Wer weiß das schon so genau? Niemand!

Man kann sich dran gewöhnen und vielleicht auch sogar was gutes dran erkennen. Manchmal wenn ich die Augen schließe tanzt dieses Licht in Grün, Gelb und Blau in Spiralen und scheint zu atmen.

Eine blaugetönte Brille hilft bei blendenden Licht. Bitte hab keine Angst davor. Du wirst dein Augenlicht behalten.

Auch wenn man das jeweilige Medikament oft genommen hat, es ist alles nicht vollends erforscht und so lange gibt es diese Substanzen auch nicht. Es sind Bewusstseinsverändernde Drogen und bei manchen merkt man kaum was sie anrichten weil es langsam die Menge, Geschwindigkeit und Konzentration von Botenstoffen verändert oder sie blockiert. Und vielleicht noch teilhaben an Hirnregionen, die ganz andere Aufgaben haben.

Leider gibt es für sowas keine einfachen Erklärungen. Neurologie ist noch nicht so weit.

Liebe Grüße

Hallo Jamie,

Lieben Dank für den Beitrag! Hab ich mir gerade durch gelesen und ist echt faszinierend wie viele dieses Augenrauschen haben.

Und man selber denkt immer keiner kann einen verstehen und man kommt einem blöde vor, aber wenn man von anderen lieben Menschen die Beiträge durchließt, kommt es einem so vor als hätte man das selber geschrieben von den Symptomen her.

Viele Grüße und einen schönen Abend
Marina
Seit 08.04.2009 (mit 19 Jahren)- angefangen mit 25 mg Doxepin jeden Abend vor dem schlafen gehen, aufgrund schwerer Depression mit Angst und Panikattacken ( angefangen hat alles mit Schlafstörungen und ständigen negativen Gedanken und grübeln, zum Schluss ging gar nichts mehr, nichts mehr! Ich hab nur noch im Bett gelegen und hab gehofft das der Tag irgendwie umgeht. Ich konnte nichts mehr weder trinken, essen geschweige denn duschen oder Autofahren, nicht aus dem Haus gehen oder mit Menschen reden und tagelang nicht geschlafen, alles hat sich gedreht und ständig Herzrasen. Bis endlich nach 3 Monaten ich die Tabletten bekommen habe. Denn zum Schluss drehten meine Gedanken nur noch um selbstmord, ich bin morgens mit aufgestanden und abends mit eingeschlafen. Man kann sagen das Doxepin hat mir damals wahrscheinlich das Leben gerettet )
Anfang Mai 2009 - hochgegangen auf 37,5 mg da keine Besserung stattfand, immer noch extreme Angst und Panikatacken mit Schlafstörungen.
Ende Mai 2009 - auf 50 mg dosiert, aber davon bekam ich Atemnot.
Anfang Juni auf 37,5 mg runter dosiert und gehalten über 8 Jahre, alle Symptome verschwanden und man hat mit den ,,Pillen“ jeden Abend gelebt.
Juni 2017 - da keine Symptome mehr vorhanden waren und ich endlich ohne Tabletten leben wollte habe ich im Juni 2017 mit einer Neurologin auf 25 mg reduziert.
Februar 2018 - auf 20 mg reduziert alles noch ok, außer vermehrt Angst und Panik und Suizidgedanken, mit denen ich sehr gut umgehen konnte da ich nebenbei von einer Psychologin betreut werde, abends öfters Herzrasen und Unruhe, schlechter geschlafen.
März 2018 - reduziert auf 17,5 mg weiterhin Symptome wie Angst und Panik und leichte Sehstörung in Form von Flackern und blitzen und visuel Snow. Extreme Augenschmerzen bei Augenbewegung. Eine Glaskörpertrübung durch den Augenarzt festgestellt Sehnerv i.o.
11.Mai 2018 - noch 17,5 mg genommen und beim Augenarzt gewesen dort war der Sehnerv noch i.o Flackern und Blitzen schlimmer geworden extreme Lichtempfindlichkeit, also ohne Sonnenbrille und Augentropfen geht gar nichts, Angst und Panikattacken sind zurück gegangen, abends dann auf 15 mg reduziert
15.Mai 2018 - erneute Kontrolle beim Augenarzt, der Sehnerv ist beidseitig angeschwollen, nur 4 Tage später nach dem absetzten von 17,5 auf 15 mg. Immer noch extreme Lichtempfindlichkeit, ab und zu Doppelbilder bei hellen Wänden und hellen Gegenständen aber nicht immer, tanzenden Punkten am Himmel und weißen Wänden. Manchmal muss ich alles im Haus abdunkeln weil es mir sonst zu hell ist. Das Gefühl alles mehr wahrzunehmen, als wenn der Kopf das erstmal verarbeiten muss weil die Farben so intensiv sind, ich bin wacher und aufgeweckter und das Gefühl mehr da zu sein als noch mit 37,5 mg.
14.11.18 - von 15 mg auf 12,5 mg reduziert hat sich nichts verändert.
04.12.18 - Sehnervenschwellung zurück gegangen keine Staaungspapille mehr vorhanden.
28.02.19 - Sehstörungen haben sich nicht verändert, es wurde am 04.02.19 beim Augenarzt eine Durchblutungsstörung der Netzhaut und das Sicca Syndrom (Benetzungsstörung der Augen) festgestellt, Unruhe und Angst ab und zu noch vorhanden, komische Gedanken (Suizidgedanken) ab und zu mal, vielleicht 1 mal im Monat. Extrem belastend sind die Stimmungsschwankungen ( extrem glücklich bis zu extrem schlecht gelaunt aggressiv, genervt, will meine Ruhe vor allem und jedem haben) aktuell noch auf der Dosis 12,5 mg.
24.04.19 - aktueller Stand seit 14.11.18 immer noch auf 12,5 mg Doxepin

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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von carlotta » Dienstag, 11.06.19, 19:16

Hallo,

die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA erkennt Makuladegeneration als UAW bei Sertralin an:
https://www.ema.europa.eu/en/documents/ ... dium=email
(s. S. 6 im Dokument des Pharmakovigilanz-Ausschusses PRAC)

Liebe Grüße
Carlotta
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Huhu90 » Dienstag, 11.06.19, 23:22

Hallo Ihr Lieben,

nach langen hin und her werde ich heute Abend weiter reduzieren von 12,5 mg auf 10 mg. Die letzte Reduzierung fand am 14.11.2018 statt.

Bin etwas nervös und aufgeregt, da man ja nie weiß wie der Körper auf 2,5 mg weniger reagiert, bin auch so ein Typ das ich dann auf jede Kleinigkeit achte was jetzt anders ist wie vorher, eigentlich eine unnötige Panikmache. Hoffe das meine Augen nicht schlechter werden und vielleicht nicht viel mitbekomme anstatt das ich morgen früh schon Absetzerscheinungen bemerke. Jede Reduzierung ist unterschiedlich und daher weiß man vorher nicht auf was man sich einlässt. Drückt mir die Daumen.
Allen einen schönen Abend und liebe Grüße
Marina
Seit 08.04.2009 (mit 19 Jahren)- angefangen mit 25 mg Doxepin jeden Abend vor dem schlafen gehen, aufgrund schwerer Depression mit Angst und Panikattacken ( angefangen hat alles mit Schlafstörungen und ständigen negativen Gedanken und grübeln, zum Schluss ging gar nichts mehr, nichts mehr! Ich hab nur noch im Bett gelegen und hab gehofft das der Tag irgendwie umgeht. Ich konnte nichts mehr weder trinken, essen geschweige denn duschen oder Autofahren, nicht aus dem Haus gehen oder mit Menschen reden und tagelang nicht geschlafen, alles hat sich gedreht und ständig Herzrasen. Bis endlich nach 3 Monaten ich die Tabletten bekommen habe. Denn zum Schluss drehten meine Gedanken nur noch um selbstmord, ich bin morgens mit aufgestanden und abends mit eingeschlafen. Man kann sagen das Doxepin hat mir damals wahrscheinlich das Leben gerettet )
Anfang Mai 2009 - hochgegangen auf 37,5 mg da keine Besserung stattfand, immer noch extreme Angst und Panikatacken mit Schlafstörungen.
Ende Mai 2009 - auf 50 mg dosiert, aber davon bekam ich Atemnot.
Anfang Juni auf 37,5 mg runter dosiert und gehalten über 8 Jahre, alle Symptome verschwanden und man hat mit den ,,Pillen“ jeden Abend gelebt.
Juni 2017 - da keine Symptome mehr vorhanden waren und ich endlich ohne Tabletten leben wollte habe ich im Juni 2017 mit einer Neurologin auf 25 mg reduziert.
Februar 2018 - auf 20 mg reduziert alles noch ok, außer vermehrt Angst und Panik und Suizidgedanken, mit denen ich sehr gut umgehen konnte da ich nebenbei von einer Psychologin betreut werde, abends öfters Herzrasen und Unruhe, schlechter geschlafen.
März 2018 - reduziert auf 17,5 mg weiterhin Symptome wie Angst und Panik und leichte Sehstörung in Form von Flackern und blitzen und visuel Snow. Extreme Augenschmerzen bei Augenbewegung. Eine Glaskörpertrübung durch den Augenarzt festgestellt Sehnerv i.o.
11.Mai 2018 - noch 17,5 mg genommen und beim Augenarzt gewesen dort war der Sehnerv noch i.o Flackern und Blitzen schlimmer geworden extreme Lichtempfindlichkeit, also ohne Sonnenbrille und Augentropfen geht gar nichts, Angst und Panikattacken sind zurück gegangen, abends dann auf 15 mg reduziert
15.Mai 2018 - erneute Kontrolle beim Augenarzt, der Sehnerv ist beidseitig angeschwollen, nur 4 Tage später nach dem absetzten von 17,5 auf 15 mg. Immer noch extreme Lichtempfindlichkeit, ab und zu Doppelbilder bei hellen Wänden und hellen Gegenständen aber nicht immer, tanzenden Punkten am Himmel und weißen Wänden. Manchmal muss ich alles im Haus abdunkeln weil es mir sonst zu hell ist. Das Gefühl alles mehr wahrzunehmen, als wenn der Kopf das erstmal verarbeiten muss weil die Farben so intensiv sind, ich bin wacher und aufgeweckter und das Gefühl mehr da zu sein als noch mit 37,5 mg.
14.11.18 - von 15 mg auf 12,5 mg reduziert hat sich nichts verändert.
04.12.18 - Sehnervenschwellung zurück gegangen keine Staaungspapille mehr vorhanden.
28.02.19 - Sehstörungen haben sich nicht verändert, es wurde am 04.02.19 beim Augenarzt eine Durchblutungsstörung der Netzhaut und das Sicca Syndrom (Benetzungsstörung der Augen) festgestellt, Unruhe und Angst ab und zu noch vorhanden, komische Gedanken (Suizidgedanken) ab und zu mal, vielleicht 1 mal im Monat. Extrem belastend sind die Stimmungsschwankungen ( extrem glücklich bis zu extrem schlecht gelaunt aggressiv, genervt, will meine Ruhe vor allem und jedem haben) aktuell noch auf der Dosis 12,5 mg.
24.04.19 - aktueller Stand seit 14.11.18 immer noch auf 12,5 mg Doxepin

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