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Arzneimittel-News / Forschungs-News

Sommersprosse
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von Sommersprosse » Mittwoch, 11.04.18, 12:55

Hallo :)

hier ein Artikel zur Antidepressiva-Forschung:

Pränatale Exposition gegenüber SSRI-Antidepressiva steht in Verbindung mit der Entwicklung des fetalen Gehirns
Antidepressiva und die Gehirnentwicklung

Quelle | psylex.de Quellenangabe: JAMA Pediatrics - doi:10.1001/jamapediatrics.2017.5227 | Artikel vom 10.04.2018

Liebe Grüße Sommersprosse (n) :schnecke:
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

2. Reduzierungsverlauf:
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Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

Katharina
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 23.05.18, 8:14

Aktuelle Nachrichten in der Süddeutschen Zeitung

Home > Gesundheit > Medizin

22. Februar 2018, 16:22 Uhr
Depressionen
Antidepressiva sind besser als ihr Ruf
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Nietzsche-Ente
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von Nietzsche-Ente » Sonntag, 16.09.18, 11:04

Hallo allerseits,

Hier ist eine Übersichtsarbeit zu Abhängigkeit und Entzugssymptomen bei SNRI (englisch):

https://www.karger.com/Article/FullText/491524

Eine (recht knappe...) Zusammenfassung auf deutsch gibt es hier:
https://psylex.de/psychopharmaka/antide ... zug.html#1

Viele Grüße :) , Nietzsche-Ente
eigentliches Ziel der Medikation: Stimmungsstabilisierung und -aufhellung

Vager Überblick des zeitlichen Verlaufs:
Citalopram: 2008 nach wenigen Tagen wieder eigenständig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
Quetiapin: 2008 – 2010, seitdem eingeschränkte Darmfunktion und Leukopenie
umgestellt auf Citalopram, wenige Wochen später umgestellt auf
Duloxetin: Januar 2011, zwischenzeitlich Versuch mit Lamotrigin → abgesetzt wegen heftiger Hautreaktion; Duloxetin Januar 2014 abgesetzt wegen drohendem Leberversagen, drei Monate später Beginn heftiger Absetzsymptome ohne zu wissen, dass es welche sind.
Lorazepam: März 2015 verordnet bekommen bis zur Abhängigkeit, deshalb Ausschleichen bis März 2016
Sertralin: März 2015, abgesetzt nach 2 Monaten wegen Wirkungslosigkeit
Duloxetin: nur wenige Tage, da rasanter Anstieg meiner Leberwerte
Venlafaxin: Ende Juni 2015 Eindosierung auf 150mg, Beginn des Absetzprozesses im Dezember 2015

>bunter Symptomcocktail<

Erkenntnis der Zusammenhänge erst März 2016


ab 05.08.2017: Null
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. (Oscar Wilde)


Psychiatrieerfahren?

stubi
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von stubi » Sonntag, 16.09.18, 12:24

Hallo ihr Lieben,

Ich habe Gute Pillen- Schlechte Pillen abonniert und da ist der Artikel im Heft Nr. 5 vom September Oktober 2018 auf auf Seite 6 sehr interessant.

Kein Kinderspiel
Probleme beim Absetzen von Antidepressiva

Antidepressiva
Entzugserscheinungen
Seite 6

Ich weiß jetzt nicht wie ich das hier einbringen kann, rein rechtlich gesehen.
Vielleicht kann mich jemand darauf hinweisen.

PS: Ich sehe, das Murmeline das am 13. 09. 2028 das Thema Gute Pillen- schlechte Pillen schon eingestellt hat.
Sorry

Liebe Grüße
Renate
Zuletzt geändert von stubi am Sonntag, 16.09.18, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Murmeline
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 16.09.18, 12:30

Hallo Renate,

ich hab ihn auch gelesen. Da es zu bezahlender Inhalt ist, knn man nur so darauf hinweisen: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=15877

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

padma
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma » Dienstag, 23.07.19, 13:53

hallo,


die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bzw. Zulassungsbehörde hat kürzlich anerkannt, dass PSSD auch nach Absetzen eines SSRI/SNRI fortbestehen kann:

Zunehmend gibt es jedoch Hinweise, dass beeinträchtigende Störungen der Sexualfunktion trotz Absetzens bestehen bleiben oder sogar erst nach Beendigung der Therapie auftreten können, ein Phänomen, das als post-SSRI sexuelle Dysfunktion (PSSD) bezeichnet wird.1 Entsprechende Risikosignale haben im September 2018 in ein europäisches Risikobewertungsverfahren gemündet.2 Als Ergebnis empfiehlt der europäische Pharmakovigilanzausschuss (PRAC), einen – sehr knapp formulierten – Warnhinweis in die Produktinformationen von SSRI- und SNRI-Antidepressiva aufzunehmen: SSRI und SNRI können die Sexualfunktion beeinträchtigen. Über lang anhaltende Störungen ist berichtet worden, die trotz Absetzens der SSRI/SNRI fortbestehen.
https://www.arznei-telegramm.de/html/ht ... 907064_02k

Thread zum Thema:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=6&t=16621

padma
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma » Dienstag, 23.07.19, 14:03

hallo,

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat im Mai 2019 mikroskopische Colitis als UAW bei Pantoprazol anerkannt:
https://www.ema.europa.eu/en/documents/ ... dium=email
(s. S. 4 im Dokument des Pharmakovigilanz-Ausschusses PRAC)

danke an Carlotta fürs Recherieren

Jamie
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von Jamie » Montag, 09.09.19, 9:14

Mal schauen, was die Pharmaindustrie demnächst wieder aus dem Hut zaubert :o :

SAGE-217, ein allosterischer Modulator des GABA-A Rezeptors, ein sog. Neurosteroid.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... 2-6QiQdYQk

"Schwere Depressionen. Neuer Arzneistoff wirkt schon nach zwei Wochen"

padma
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Re: Arzneimittel-News / Forschungs-News

Beitrag von padma » Mittwoch, 02.10.19, 18:35

Studie zu erhöhtem Demenzrisiko durch Anticholinergika
Im Ergebnis empfehlen die Wissenschaftler bestimmte anticholinerg wirksame Arzneimittel bei Patienten über 50 Jahre nur zurückhaltend zu verordnen. Ihre Erkenntnis erlangte die Arbeitsgruppe um Carol Coupland von der Universität Nottingham anhand einer Analyse von prospektiv erhobenen Daten. Diese geben Hinweise dafür, dass eine Langzeitbehandlung mit stark wirksamen anticholinergen Antidepressiva, Antiparkinson-Mitteln, Antipsychotika, harnblasenwirksamen Antimuskarinika und Antikonvulsiva die Entwicklung einer Demenz begünstigen könnte. Eine überraschende Erkenntnis war insbesondere das gesteigerte Risiko von vaskulären Demenzen.
Im Ergebnis zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem erhöhten Demenzrisiko und
Antidepressiva (+29 Prozent)
Anti-Parkinsonmittel (+52 Prozent)
Antipsychotika (+70 Prozent)
Harnblasenwirksame Antimuskarinika (+65 Prozent)
Antikonvulsiva (+39 Prozent).
https://www.gelbe-liste.de/neurologie/e ... olinergika

liebe Grüsse,
padma

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