HPU – Wie eine unbehandelte Stoffwechselstörung das Absetzen/Ausschleichen von PP verschlimmern kann
Verfasst: 05.02.2019 13:18
Hallo zusammen,
dieser Thread ist hauptsächlich dafür gedacht, über die relativ unbekannte Stoffwechselstörung HPU zu informieren: biochemischer Hintergrund, Symptome, Diagnose, Therapie, Begleiterkrankungen usw.
Ich werde hier nach und nach ergänzen, alles auf einmal zu schreiben, das schaffe ich momentan nicht. Der Thread ist nur für HPU-Interessierte gedacht, bitte vermeidet hier Grundsatzdiskussionen darüber, ob „HPU auch nur eine Diagnose“ ist. Dafür kann gerne ein eigener Thread eröffnet werden. Ich würde mich jedoch freuen, wenn HPU-Betroffene ihre Erfahrungen hier mitteilen würden.
HPU steht für Hämopyrrolaktamurie und bezeichnet eine genetisch veranlagte Störung des Zellstoffwechsels, die zu täglichen Mineralienverlusten und in der Folge davon zu Entgiftungsstörungen führt. HPU muss ein Leben lang behandelt werden, KPU wird erworben z.B. durch HWS-Traumata und benötigt keine lebenslange Therapie.
Warum es mir damit so ernst ist: Eine unbehandelte HPU kann die Absetz/Entzugserscheinungen qualvoll verlängern. Wenn es also normalerweise im Entzug darauf ankommt, so wenig wie möglich zusätzliche Maßnahmen zu treffen, sondern dem Körper seine Zeit zu lassen um zu heilen, so ist das mit unbehandelter HPU nicht sinnvoll, was wiederum nicht heißt, dass man sofort mit den therapeutisch wirksamen Stoffen einsteigen soll. Die Therapie braucht ihre Zeit und führt auch nicht dazu, dass die Entzugserscheinungen verschwinden, aber sie werden dadurch milder und verlängern den Entzug nicht qualvoll. Warum, das wird unter „biochemischer Hintergrund“ erklärt.
Es gibt im Forum ein paar Betroffene, die das bestätigen können. Ich würde mich freuen, wenn sie berichten könnten.
Für wen kann dieser Thread sinnvoll sein?
Diejenigen,
die unter einer Autoimmunerkrankung wie z.B. Hashimoto, MS oder Diabetes leiden;
die eine zu kleine SD haben;
bei denen Depressionen und Ängste in der Familie vererbt werden;
die nur in extrem langen Abständen reduzieren können;
die irgendwann einmal oder immer noch Amalgamfüllungen besessen haben;
die bereits in jungen Jahren unter Depressionen und Angstzuständen gelitten haben;
die unter einem HWS-Traum leiden;
die nach einer SS unter psychischen Symptomen litten;
die Allergien haben;
die nur in wirklich kleinsten Mengen reduzieren können
die unter massiver Erschöpfung leiden
Diese Liste bedeutet nicht, dass bei Vorliegen eines dieser Symptome automatisch eine HPU vorliegen muss. Es bedeutet nur, dass die Wahrscheinlichkeit dafür gegeben ist.
Warum ist HPU so unbekannt?
Die HPU ist spätestens seit den 70 Jahren bekannt. Es ist keine Krankheit, sondern eine Störung, die früher kaum eine Rolle gespielt hat, da die Menschen früher mit weitaus weniger Umweltgiften in Berührung kamen als heute. Doch durch den Einsatz von Zahnersatzmaterialien, Aluminium und Plastik als Verpackungsmaterial, Impfungen mit metallhaltigen Inhaltsstoffen usw. konnte diese Störung ihr Potenzial richtig entwickeln. Denn diese Stoffe/Belastungen bleiben bei einer unbehandelten HPU im Körper, setzen sich in den Zellen fest, verursachen Folgeerkrankungen und werden z.B. durch SS direkt an die Kinder weitergegeben.
Im Laufe der Jahre oder auch bei besonderen hormonellen Belastungen wie z.B. Geburten, Wechseljahren usw. kommt das Ganze dann zu Tragen. Hauptsächlich durch psychische Symptome, weshalb viele in der PP-Falle landen. Ein grandioser Fehler, weil das die ganze Sache nur verschlimmert.
Unsere Schulmedizin hinkt hinterher und behandelt in vielen Bereichen lieber Symptome statt Ursachen. Es gibt derzeit nur wenige Ärzte, die auf HPU testen und das therapieren. Es sind hauptsächlich Heilpraktiker, die das ernst nehmen. Ein weiterer Grund für die Unbekanntheit von HPU liegt ev. bei den Pharmariesen, denn die Therapie einer HPU ist dermaßen einfach und besteht grob gesagt nur aus der Gabe bestimmter Vitamine und Spurenelemente. Daran verdient die Pharmaindustrie keinen Cent.
Krasserweise gehen Beschwerden von Autoimmunerkrankungen durch die Behandlung der HPU zurück, die Patienten brauchen z.B. weniger L-Thyroxin oder Diabestes Typ 2 verschwindet.
Biochemischer Hintergrund:
Hämopyrrollaktam (HPL) ist eine Substanz aus dem Stoffwechsel des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin). Diese Substanz muss über den Urin ausgeschieden werden, weil sie giftig ist. Menschen ohne HPU bilden diesen Stoff weit weniger als Menschen mit HPU.
HPL wird bei Betroffenen in allen Zellen gebildet, vor allem in Zellen, die viel Häm (zentrales Atom von Hämoglobin) bilden.
Durch die Bildung von HPL wird das gesunde Häm unzureichend gebildet (unter zu wenig Häm leiden z.B. die Muskulatur und die Leber) und der Körper muss auch noch das giftige HPL ausscheiden. Bei dieser Ausscheidung kommt es zum Verlust bestimmter Mikronährstoffe, die dem Körper im Laufe der Zeit immer mehr fehlen: Vitamin B6, Zink, Magnesium und Mangan.
Vitamin B6 oder die aktive Form p5p sorgt über verschiedene Umwege dafür, dass Schadstoffe im Körper wasserlöslich gemacht werden, damit besser gebunden und ausgeschieden werden können. Es unterstützt also auf einfache Art und Weise die körpereigene Entgiftungskapazität. Wurde diese durch ein PP längere Zeit unterdrückt und besteht eine unbehandelte HPU, dann werden durch das Absetzen oder das Reduzieren des PP`s schlagartig Schadstoffe freigesetzt, aber sie können nicht abtransportiert werden, weil sie nicht oder nur in einem geringem Maße gebunden werden können. Sie zirkulieren dann lange Zeit im Körper herum, machen heftigste Symptome und lagern sich ggf. wieder ein. Durch die Behandlung der HPU unterstützt man also den körpereigenen Entgiftungsprozess und bekommt die Schadstoffe schneller hinaus. Das wiederum führt zu einem "schnelleren" Abklingen der Symptome.
Soweit erst einmal.
Leni