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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

und wieder Mirtazapin

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Monalinde
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Monalinde » Sonntag, 10.05.15, 12:12

Meine Lieben,

Eure Beiträge haben mich sehr berührt und geben mir Trost. Ich habe, obwohl, sich die Stimmung verbessert hat, noch immer Langzeitabsetzsymptome. Tinnitus, Blasenentzündung, Schlafstörungen und Nebenhöhlenentzündungen mit Atemnot, Speiseröhrenentzündung nicht zu vergessen. Ich stehe morgens auf und frage mich, was es nun wieder sein wird. Und ... es ist immer etwas. Zwar weiss ich nicht, ob alles mit dem Absetzen in einem Zusammenhang steht, aber wenn ich hier im Forum lese, treffe ich doch auf viele bekannte Symptome.
Ich finde auch keine Unterstützung, bei Ärzten nicht und auch nicht bei meiner Familie. Es ist nicht böser Wille, sie begreifen es einfach nicht und wollen es vielleicht auch nicht begreifen, weil es für sie nicht fassbar ist. Sie meinen, dass alles nur von der Psyche käme. Medikamente sind gut und richtig, basta. Absetzerscheinungen können nicht so lange anhalten. Aber wie es schon gesagt wurde, sind wir keine Spinner. Selbst meine Therapeutin kann ich nicht von Absetzsymptomen überzeugen. Sie überhört es einfach.
Ich habe den Eindruck, dass in unserer heutigen Welt alles fassbar und bewiesen sein muss, ansonsten besitzt es keinen Wert. Ich frage mich, warum sich niemand mehr die Mühe machen will, trotz vielleicht nicht beweisbarer Tatsachen, dem nahestehenden Menschen einmal ohne Besserwisserei zu glauben ,anstatt nur zu beurteilen. Ich fühle mich dadurch manchmal auch einsam und verlassen und bin oft am Verzagen, vor allem, wenn ich daran denke, wie lange ich schon im Entzug stecke
Aber es hilft ja alles nichts, wir müssen durchhalten, wir haben keine andere Wahl.

Nachdenkliche Grüße

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Murmeline
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Murmeline » Sonntag, 10.05.15, 13:06

liebe Mona,

zu dem, was Du schreibst, möchte ich Euch allen gerne noch etwas mitgeben. Es ist erneut ein Artikel von Monica Cassini vom Blog http://www.beyondmeds.com. Monica steht ja selbst im langzeitentzug und hat Kontakt mit dem amerikanischen Forum Surving Antidepressants und mit anderen langzeitbetroffenen (es sind sehr sehr viele dort!).

Monica schreibt:
Wir, die uns entschieden haben, von den Psychopharmaka loszukommen und dann vor allem diejenigen von uns, die durch die Psychopharmakaeinnahme einen schweren Langzeitentzug mit langwierigen Problemen haben, wir haben nur uns untereinander, um uns durch die schwere Krankheit zu helfen. Ärzte haben in der Regel keine Ahnung, was sie mit uns tun sollen und verursachen oft weiteren Schaden, wenn sie versuchen, uns zu behandeln, da sie nicht wissen, mit was sie es zu tun haben. Und dann noch schlimmer, viele Ärzte leugnen tatsächlich, dass das, was mit uns geschieht, etwas mit iatrogenen Schäden (EDIT: Krankheitsbilder durch ärztliche Behandlung) zu tun hat. Es ist zu schwer für sie, ihre eigene Verantwortung in der Realität dieser Epidemie von medizinischen Verletzungen zu sehen.

So wenden wir uns untereinander zu, um einen Weg durch die dunkelsten Zeiten unseres Lebens zu finden. Ich habe viele Mentoren, die mir geholfen, durch die härtesten Zeiten ... Männer und Frauen, die das alles vor mich durchgemacht haben. Und jetzt, durch diesen Blog und auch in einigen langjährigen Beziehungen aus diesem "Schützengraben", gebe ich jenen etwas zurück, die noch in der schwierigsten Phasen stecken.

Wir sehen, dass diejenigen, die schön länger im Entzug sind, langsam heilen, wir beginnen selber zu heilen und wir geben wiederum Hoffnung an diejenigen, die immer noch kämpfen, um zu überleben. Peer-Unterstützung (edit: in einer Gemeinschaft untereinander) hat mir noch nie soviel bedeutet wie jetzt. Diese Gemeinschaft ist quasi eine "Basisorganisation"... es gibt keine Institutionalisierung ... es ist Basis und es ist organisch ... es ist aus einem Vakuum der Notwendigkeit heraus entstanden.

Es war nichts da, und wir haben diese Gemeinschaft einfach gemeinsam geschaffen, und sie ist dadurch auch nachhaltig. Es ist wirklich eine wunderbare Sache. Und natürlich machte nur das Internet es möglich. Ich bin so froh zu wissen, dass die jüngeren Generationen nun diese Informationen, wenn sie möchten, erhalten können, um den Status quo in Frage zu stellen. Ich suchte nach anderen Optionen als ich jung war, aber ich hatte nicht die Mittel um herauszufinden, dass es Leute gab, die Sachen auch anderes angehen. Nicht so, wie wir jetzt haben.

Es ist sehr wichtig, dass wir uns gegenseitig finden, um uns über unsere Erfahrungen auszutauschen. Es gibt so viele Menschen, denen es so geht wie uns und die wir nur noch erreichen und finden müssen (EDIT: bzw. sie Euch). Das Internet macht es sehr gut möglich. Ich finde es ganz wichtig, solche Gemeinschaften zu erschaffen.

Und noch einmal: Unsere persönlichen leidenswege sind keine Einzelfälle. Es gibt nichts, das Besonders ist an unserem Leid. Wenn man diese Tatsache akzeptiert, dann ist das auch befreiend und wenn jeder sieht, dass Teile der eigenen Geschichte/Symptome auch andere Menschen in verschiedenen Gemeinschaften überall auf der Welt betreffen, dann liegt in dieser tiefen Wahrheit/Realität auch Heilung .
http://beyondmeds.com/2014/02/19/correspondence/

Ich finde diesen Text sehr wichtig (wiederum danke an Carlotta, die mir den link dazu vor kurzem zuschickte).

Besonders die Stellen, dass gegenseitige Unterstützung wichtig ist, dass man mit diesem langzeitentzug nicht alleine ist sondern dass es leider sehr sehr viele Menschen gibt, denen es so geht - auch wenn es schlimmerweise kaum jemand anerkennt - und dass es auch wichtig ist, wenn man darüber ehrlich schreibt. Nur das kann dafür sorgen, dass andere Betroffene darauf aufmerksam werden und sich verstanden fühlen. Es ist auch wichtig zu sehen, wo und wie sich Symptome/Verläufe gleichen oder unterscheiden und dass - so hoffe ich - auch Verbesserungen und Heilung über die Zeit kommen. Und es ist wichtig, dass andere Menschen, die ggf. am Beginn ihrer Psychopharmaka-Karriere stehen, die potentiellen Gefahren besser einschätzen können.

lasst euch von niemandem Außenstehenden irritieren, der Euch nicht glaubt. Nur ihr wisst, was Eure schwere Realität ist, und warum. Nur weil andere das nicht anerkennen, heißt es definitiv nicht, dass das alles nicht sein kann oder dass es das nicht gibt. Ganz im Gegenteil.

Ganz liebe Grüße Murmeline

PS: An dieser Stelle auch danke auch an Oliver und linda, die durch die Gründung des Forums eine dieser Gemeinschaften geschaffen haben, in denen Betroffene gegenseitig füreinander da sein können.
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

fruehling
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von fruehling » Sonntag, 10.05.15, 13:08

@Monalinde; meine Mutter hatte auch eine Speiseröhrenentzündung, unkontrollierten Bluthochdruck, kleine Magenblutungen.
In der Packungsbeilage stand es sogar als Nebenwirkung. Anstatt das zu hinterfragen, gibt es noch einen mit Aluminium zugesetzten Magesäurehemmer.
Auch der Cholesterin ging hoch bis ins unermessliche, dafür gab es die doppelte Dosis Cholesterinsenker mit der Fragestellung ob nicht eine neue andere Tabletten sinnvoll wäre.
Zum Glück ging alles zurück mit dem Absetzen. Für uns eine Bestätigung...
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MurmelineOliverSiggiMonalinde
Begleitung meiner Mutter
12. 2011 Kontrastmittelinduzierte SD-Überfunktion
Symptome;innere Unruhe und Gewichtsabnahme, Hypertonie,Schlafstörungen
03.2012, Behandlung in der Psychiatrie
mit Carbimazol, Cita und Olanzapin
12.2012; SD-Blocker abgesetzt
Plötzlich paradoxe Reaktion auf Cita (Erregtheit,innere Unruhe,Getriebenheit,Angst)
02.2013 Psychiatrie
Alles abgesetzt auf 0 (durchgedreht) es wurden sämtliche Psychopharmaka an ihr ausprobiert
- Verschlimmerung der Symptome, unbeschreiblich!
05.2013
Entlassungsmedikation;Lyrika 600mg, Mirtazapin 45mg
Verschlimmerung,Persönlichkeitsveränderung
Lyrika und Mirtazapin langsam abgesetzt
Starke Besserung aber Stimmungstief
Neurologe schlägt zur Stimmungsaufhellung wieder Citalopram vor:
schlimme Unruhe, Stromschläge, Hitzeströme im Nacken, Angst, sollte Tavor (3 mal 0,5mg)nehmen und weitermachen, nach 6 W. keine Besserung (Tavor auf eigene Faust ausgeschlichen)
07.2013
Diagn.: 4,5cm großer hormonaktiver Schilddrüsenknoten
08.2013 SD-OP
09.2013; Nachuntersuchung der SD
6 Wochen später erneute OP
Medikamente weiter ausgeschlichen, Besserung
11.2013 Citalopram in 14 Tagen abgesetzt,
2 Wochen später schlimme Bewegungsunruhe,Depressionen,Angstzustände,Gewichtsabnahme,Strom,-Hitzeströme im Nacken,Hoffnungslosigkeit
Psychiatrie
fast alle Medikamente wurden wieder eindosiert;
Entlassungsmedikation:
150mg Venlafaxin 1-0-0 (75mg)
10mg Olanzapin 0-0-1 (0!!)
7,5mg Zopiclon zur Nacht (0!!)
1mg Tavor 0,5-0,25-0 (0)
Substitution Diazepam (3,75)
Mirtazapin 15mg 0-0-0-1
Olanzapin Reduktion
11.04. - 1,5
01.05. - 1
01.06. - 1
04.07. -1,25 kontinuierliche Besserung, Antrieb/Freude, aushaltbare Absetzsymptome
01.08. -0,65
13.08. -0,65 Blutdruckanstieg, zwischendurch Anspannung, Weinerlichkeit
01.09. -0,65 verbesserter Schlaf, deutlich bessere Zuckerwerte
29.09. -0,65
zeitgleich wg Unruhe, Blutdruckanstieg, kleinen Magenblutungen
Venlafaxin -12,5
12.10. -12,5
27.10. -12,5
21.11. -12,5
25.05. -12,5
25.06. -12,5
10.08. -12,5
Zopiclon
07.11. -1,9mg, dann alle 4 Wochen 0,9mg reduziert,
seit dem 16.03.auf 0
Blutdruck normalisiert, weniger Unruhe, wirkt am Morgen aber sehr sediert
Olanzapin
06.04.
ca. alle 4-6 Wochen 0,7 mg (Bewegungsunruhe momentan so gut wie weg, Cholesterinwerte top,um fast 100 gesunken)
05.06; -0,6mg und immer etwas weniger
16.06. Olanzapin ade(!!?!!)
Lorazepam
16.07; -0,1mg am Mittag
08.08; -0,15mg
05.09. Substitution Lorazepam/Diazepam
In Tropfen: 3-1-3 (3,5mg)
30.10. Erhöhung wg Entzugssymptome
4-1-3 (4,0mg)
28.11.
4-1-2 (3,5mg)
08.12
3-1-2 (3mg)
18.12
2-1-2 (2,5mg) weinerlich, unruhig, Zunahme von Blepharospasmus
?
2-1-1 (2mg)
Erhöhung
11.01.
2-1-2 (2,5mg)
25.01
Umstellung auf 2,5mg am Morgen
Seit ca. Mai 0mg Diazepam :party2:

Siggi
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Siggi » Sonntag, 10.05.15, 14:42

Meine liebe,kleine Familie,
liebe
Frühling,sleepless, Murmeline, Petra, Mona, :group:

Ach, wie sehr haben mich alle euere lieben Mutmacher, Aufbauer, wieder ein wenig aufgerichtet.....
"immer wenn du meinst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her........."

Ich danke euch von ganzem Herzen, dass ihr ALLE so liebevoll Anteil an meiner (unserer) verd...scheußlichen "Einsamkeit" nehmt ,
und mir immer wieder zeigt, dass ich (wir) nicht alleine sind ! :group:
Dieser schwere protrahierte Entzug ist wie ein kleiner "einsamer Tod"... :sports:

Ich habe z.B. eine wirklich liebe Freundin, sie ist klug, verständnisvoll, ehrlich und aufrichtig , hilft mir wenn es mir bescheiden geht,
und hört mir auch zu.... aber, ich mache wohl immer wieder den Fehler, mich zu "rechtfertigen" indem ich ihr sage, dass es immer
noch meine Absetzsymptome und dies ein protrahierter Entzug ist....sie jedoch immer wieder meint,
besser gehen.....(dabei weiß sie dass ich nichts vertrage!)

Ihr Lieben, vermutlich seid ihr bezüglich der "Verschwiegenheit der Absetzsysymptome" klüger als ich....ich bin aber lernfähig!!
Immer wieder meine ich meine Freunde und meine reale Familie "überzeugen zu müssen"... dass meine schlimmen Symptome vom
protrahierten Entzug herrühren... ihr habt 1000%ig Recht, es ist einfach nur müßig und deprimierend, denn diese " Offenheit"
wird meist zum Schuss nach hinten.
Meine zwei Söhne und Schwiegertöchter nehmen mich manchmal nicht mehr ernst, denn sie meinen wirklich, Muttern
hat einen touch weg, das ist die Psyche und nicht das Absetzen ..........wie Mona so schön sagt .... "nein wir spinnen nicht"....

Seit über 4 Monaten habe ich chronische Schmerzen re. und li. am Hals und kann den Kopf nur noch um 90 Grad drehen....
ich habe permanenten Schwindel, Kopfweh, und der Tinnitus ist noch lauter und das bisschen Restgehör noch geringer!!

Seit 12 Tagen trage ich nun wieder eine neue Aufbissschiene (habe bis vor 2 Jahren während 7 Jahren eine Schiene wegen nächtl. Knirschen getragen) aber dann dummerweise weggelassen. :frust:
Die Schmerzen sind aber durch das Tragen der Schiene , die ich nicht nur nachts, sondern auch häufig tagsüber trage, bisher nicht besser geworden.
Ich hoffe halt, dass es im Laufe der Zeit besser wird, denn offenbar hat sich der Kiefer irgendwie verschoben??

Nun habe ich vor 5 Tagen von einem Physiologen, der sich auf Kiefergelenke spezialisiert hat eine Behandlung bekommen.
D.h. er versucht nun mit gezielter Bewegung, sanftem Druck, etc. das Kiefergelenk zu richten.....
Einen Tag nach dieser Behandlung geht es mir noch dreckiger.....Angst, Unruhe, Schwindel, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
haben mich seit dem im Griff..... ( diese Behandlung ist sicher ein Symptomverstärker !?! )
Nun habe ich , wie ein Damoklesschwert auernd vor Augen, dass ich noch 9 Behandlungen habe .... diese ganz wichtig wären, aber unmöglich diese massiven Triggerpunkte aushalten kann.
Morgen habe ich die 2. Behandlung.... ich werde den Therapeut bitten, mich erst mal an die Aufbissschiene gewöhnen zu lassen!!
und dann weitersehen..... der würde ja auch niemals verstehen, dass diese Behandlung triggert!!

Liebe Frühling, du hast meine volle Bewunderung, du erlebst den Entzug deiner Mutter fast noch schlimmer als sie selbst.....
ach, wäre die Welt reicher und lebenswerter, wenn es mehr dieser "Töchter" gäbe!
Auch wenn man mich um 10 Jahre jünger schätzt, :) sind mein Organismus und mein ZNS biologisch 73 Jahre alt....und somit kann ich
die schweren Symptome deine Mutter gut nachvollziehen....
Ich fühle mich im Kopf oft wie benebelt, vergesslich und es mangelt an Konzentration.... und das hatte ich in dem Maß vor den Kiefergelenkschmerzen nicht ....
Noch vor 20 Monaten fuhr ich täglich 40 km Fahrrad.... im Moment gehen nicht mal 15 km, denn alles triggert...... :frust:

Sorry, ist wieder ein langer Bericht geworden.....aber seht ihn einfach als einen "up-date" Bericht an.

Ich möchte euch auf jeden Fall noch einmal ganz liebevoll für alle euere wunderbaren Zuschriften danken, ja, ihr seid meine
wertvolle Familie, die mir immer wieder Mut macht den schweren Weg zu gehen... es bleibt uns leider nichts Anderes übrig.

Seid alles ganz lieb umarmt , viel Kraft für das Kommende ,und,ihr alle seid täglich in meinem Gebet. <3
Herzlichst :hug: :hug:
euere Siggi
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Clarissa
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 10.05.15, 17:10

Also, mit Verlaub, ich würde Aufbißschiene & Co. in die Tonne treten, wenn sie mir nicht helfen, und jede Behandlung unverzüglich beenden, die mir noch mehr Pein beschert.

Verstehe ich nicht, weshalb Du Dir das auch noch antust, liebe Siggi.

VG sendet Dir sleepless
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

Lisamarie
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 10.05.15, 17:33

Hallo sleepless, na ja man erhofft sich halt das es dann irgendwie besser geht, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. So scheint es ja auch nicht weiter zu gehen und das ist ein Strohhalm an den man sich klammert, und Hoffnung verspricht. Etwas was keiner von uns je aufgibt.
Lg Petra
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Siggi » Sonntag, 10.05.15, 21:41

Liebe sleepless, liebe Petra, :hug:

es ist genauso wie du schreibst, liebe Petra...... ich kann nicht sofort die Flinte ins Korn werfen,denn, so wie es jetzt nun schon seit
4 Monaten mit den Schmerzen und all den üblen Begleiterscheinungen geht, gehts doch leider auch nicht...
ergo will ich versuchen, mich an jeden kleinen Strohhalm zu klammern....
Die Aufbissschiene ist auf jeden Fall wichtig, und ich werde sie wohl für den Rest meines Lebens tragen müssen......
denn das nächtliche Knirschen ohne Schiene verursacht noch mehr Probleme.... ich hoffe halt nur, dass sich der Kiefer
im Laufe der Zeit an die Stellung dieser Schiene gewöhnt!
Anders die manuelle Behandlung.....da werde ich morgen mal nachhören, was der Speziallist dazu zu sagen hat!

Drückt mir bitte die Daumen, dass sich wenigstens dieses Problem bald bessern möge.

Ganz herzlichen Gruß :group:
Siggi
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von padma » Sonntag, 10.05.15, 22:11

liebe Siggi, :)

ich vermute, dass die letzte manuelle Behandlung für dich viel zu intensiv war und daher triggerte. Vielleicht kannst du den Therapeut überzeugen, dass du extrem empfindlich reagierst und er nur minimalst behandeln soll. Also kein Druck, nur minimalste Bewegungen.

Ich denke sowieso, wenn jemand sehr gut ist, kann er sehr fein und dennoch sehr effektiv therapieren. Wenn er sich nicht auf dich einstellen mag, vielleicht einen anderen Therapeuten suchen.

Ich drücke dir die Daumen.
und schicke dir ein paar :hug: :hug: :hug:

liebe Grüsse,
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Siggi » Sonntag, 10.05.15, 22:33

Liebe Padma, :hug:
und wieder hast du die richtige und so beruhigende Einstellung.... :D
dafür danke ich dir ganz herzlich.
Und.... genau , wie du es beschreibst, werde ich morgen mit dem Therapeuten vorgehen.... vielleicht ist im Moment weniger wirklich mehr....!!

Nochmals danke für deinen guten Tipp
Ganz lieben Gruß :hug:
Siggi
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Borusse09 » Dienstag, 23.06.15, 22:01

Hallo siggi,
du hast ja hashimoto und nimmst L Tyroxin. Vielleicht brauchst du ein anderes Medikament.
Ich habe eine Bekannte die auch Hashimoto hat und die nimmt ein natürliches Hormon mit
T4 und T3 weil sie die chemischen nicht verträgt. Sie meinte aber letztens noch zu mir das sie eigendlich noch zusätzlich T 3 bräuchte sie es aber nicht chemisch nehmen kann.
Vielleicht brauchst du ja auch zusätzlich noch T3 . Hab das auch schon im Schilddrüsenforum
Gelesen das es einigen nur mit l Tyroxin auch nicht so gut geht und die massive Gelenk Schmerzen haben und noch zusätzlich T 3 nehmen und es dadurch besser geworden ist.
Bei mir funktioniert auch die Umwandlung von T4 in T3 nicht . Ist nur mal so eine Anregung von mir muss ja nicht unbedingt auf dich zutreffen.
LG Petra ( Borusse)
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Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
Magen und Darmspiegelung bekommen und zweimal ein MRT mit Komtrastmittel gespritzt bekommen.
Diverse Entgiftungen gemacht und HWS Behandlung beim Osteopathen und Chiropraktiker.
Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
Geruchssensibelität und Elektrosensibel geworden.
Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
Von August 2014 bis Januar 2015 täglich 2 mg Tavor eingenommen und dann innerhalb 8 Wochen ausgeschlichen , wobei ich das letzte vierte so abgesetzt habe. Danach alle Symthome wieder schlimmer vorhanden.
Fast vier Monate ohne Tavor .
3 Wochen in Amerika in einer Umweltklinik, könnte die Behandlung leider nicht vertragen denn in den Spritzen zur Resensibelisierumg war auch Natriumchlorid enthalten.
Ab Mitte Juni 2015 nehme ich jeden Tag 1 mg tavor ein weil die Überreizung nicht aufhört.
Ende Feburar 2016 Schilddrüsen komplett OP und seit dem Versuch von Einnahme der Schilddrüsenhormone, was noch mehr zur Überreitzug führt und mein Histamin wird immer schlimmer.
Verträge das Tavor seit dem auch kaum noch.
Symthome seit Einnahme der Schilddrüsenhormone, Unruhe , totale überregbarkeit des Nervensystems ,trockene Schleimhäute und Haut sowie trockene Haare. Juckreiz am Körper, kaum noch etwas essen können, erschöpft, lichtempfindlicher, Geruchssensibeler, gereizter Magen und Darm, Ausschlag im Gesicht , Nackenschmerzen,elektrosenibelität noch stärker, Konzentrationsprobleme,
Trockene Augen , Exeme an den Ohren und noch einiges mehr.

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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von padma » Dienstag, 23.06.15, 22:06

liebe Siggi, :)

ich lasse dir ein paar :hug: :hug: :hug: da.
Es tut mir sehr leid, dass es dir weiterhin so schlecht geht (habe ich neulich irgendwo gelesen)

liebe Grüsse,
padma
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Siggi
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Siggi » Mittwoch, 24.06.15, 11:40

Liebe Padma :hug: , liebe Petra :hug: ( Borusse)

habt herzlichen Dank für euere lieben Gedanken, und Wünsche.

Ja, liebe Padma, es ist ein ständiges Auf und Ab..... es ist leider keine tragbare Stabillage....aber es gibt immer mal wieder Stunden
wo ich das Gefühl habe, dass sich kleine Fensterchen öffenen, wo mir ganz versteckt ein paar Sonnenstrahlen zublinzeln....
und die will ich in ein Schraubglas stecken und fest konservieren!! :party2:

Zusätzlich machen mir seit über 8 MOnaten die grausigen Nackenschmerzen und der Schwindel zu schaffen.
Ich kann den Kopf, trotz leichter Übungen und Physiotherapie kaum bewegen....es ist ein Gefühl, als wäre der gesamte Kopf in einem
Schraubstock eingeklemmt :frust: :frust:

Liebe Petra,
auch dir herzlichen Dank für deine Bemühungen.
Ja, es ist in der Tat so, dass ich in meinem Zustand kein L.Thyroxin vertrage..... d.h. im Grunde müsste ich meine L.Thyroxin Dosis
etwas erhöhen, denn meine freien Werte kratzen an der Unterkante der Norm.... aber es ist völlig unmöglich auch nur 6,25 µg zu erhöhen....
sofort kommen -Angst, Unruhe, Panik, halt wie in einer totalen Ü.Funktion auf!
Daher ist dein lieber Gedanke , eventl. natürliches Schweinehormon zu nehmen, leider für mich nicht durchführbar, denn das Schweinehormon
enthält sehr viel T3 und gerade das T3 ist es, was Ü.F. Symptome auslösen kann (vor allen Dingen bei uns,
die an den massiven Absetzsymptomen leiden)
Du hast Recht, dass bei den " Hashimoto- Normalis" der Zusatz von Thybon (T3 ) zur Besserung einiger Symptome führen kann,
aber wenn man, wie wir, ständig unter "Strom" mit Unruhe und Co. steht, ist T3 wohl eher kontrapruduktiv!?
Ich kenne auch Einige, denen hat Armour (Schweinehormon) sehr gut getan. hat.....leider habe ich dieses Glück nicht!

Dir geht es ja auch nicht so gut!! :frust:
Auch du hast leider noch viele Baustellen ..... und das Schlimme daran ist, dass ein "Normali" einfach dementprechende
Medizin dafür nimmt, und gut iss.....
derweil wir nicht mal einen Hub pflanzliches Salbe vertragen.. geschweige denn N.E. Mittel oder gar Chemie!

Ich wünsche dir von Herzen, dass du bald Licht im Baustellen-Tunnel sehen mögest, es MUSS und es WIRD besserr werden :schnecke:

Liebe Grüße an meine kleine Familie :group:
herzlichst
Siggi
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Kevin05

Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Kevin05 » Mittwoch, 24.06.15, 12:09

Liebe Siggi,

dein Weg bzw. deine Geschichte ist wahrlich keine einfache, da gibt es auch nichts schön zu reden, das einzige was mir dazu einfällt ist, dass ich schon dran glaube, dass es im Laufe der Zeit auch bei dir besser und besser wird, wie weit du kommst kann ich nicht sagen, aber die Hoffnung wegschmeißen wirst du sicher nicht, dazu gibt es auch keinen Grund. Ich schreibe auch nicht, wie leid es mir tut, dass es so ist wie es ist, weil davon hast du nichts, es ist nicht hilfreich, wobei ich andererseits gerne schreibe, ich wünschte es wäre besser bzw. dass ich dran glaube, dass es das wird, ich möchte dir eher Hoffnung machen, als deinen aktuellen Zustand zu bedauern, weil denn kann man zur Zeit nur annehmen.

Ich wusste auch nicht, dass du eine Schilddrüsenpatientin bist. Mein Zugang dazu ist, dass die Hormone einen erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Das ist ein Thema über das ich selten bis gar nicht im Forum geschrieben habe. Ich war mein Leben lang sensibel und hatte Probleme, aber nach meiner Schilddrüsenoperation 2003 glaub ich war das bzw. als ich Hormone nehmen musste war mein Leben komplett aus dem Gleichgewicht, da begann meine erste wirkliche Abhängigkeit von Diazepam, weil ich war plötzlich wirklich von einem Tag auf den anderen so innerlich unruhig und hatte Angst, dass ich ohne Diazepam nicht mehr arbeiten konnte. Es war irgendwie wie dass durch die OP alles anders war. Meine Werte waren alle in der Norm und doch ging es mir so was von schlecht und die Ärzte verneinten dass es da einen Zusammenhang gab, aber ich kenne heute viele Menschen, die ähnlich wie ich reagierten und sogar aus dem Berufsleben ausscheiden mussten nach solchen Eingriffen und da sind auch Menschen dabei die vorher keine psychischen Probleme hatten wie LKW-Fahrer usw., die ja nicht unbedingt Sensibelchen sind. Eine Krankenschwester sagte mir mal die Psychiatrien seien voll mit SD-Patienten.

Also meine wirklichen "Benzokarriere" fing eigentlich mit einer Schilddrüsen-OP an, vorher die Jahre nahm ich zwar auch dann und wann etwas, aber kein Vergleich mit dem was danach folgte.

Ich möchte damit nur sagen, dass vielleicht bei dir da auch andere Komponenten eine Rolle spielen als nur die Psychopharmaka die du genommen hast. Vielleicht ist das ein kleiner Trost, wenn auch keine Hilfe. Es ist auch egal wie alt du bist, ich bin überzeugt davon, dass es dir besser gehen wird, vielleicht dauert es noch Monate oder 1 Jahr, aber es wird besser, du wirst sehen und du musst auch dran glauben, alles Liebe und Gute Kevin PS: Viel Kraft weiterhin, wir hören uns irgendwann wieder.

Siggi
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Siggi » Mittwoch, 24.06.15, 19:18

Lieber Kevin, :D

hab ganz herzlichen Dank für dein liebenswertes ,tröstendes und aufbauendes Posting !
Du schaffst es immer wieder, obwohl du selbst solch einen schweren Rucksack zu schleppen hast,verständnisvolle und positive
Aspekte zu finden!

Ist schon irre..... da lesen und hören wir schon seit langer Zeit voneinander, und wissen nicht, dass unser beiderseitiges "corpus delicti"
die Schilddrüse unserer Misère ist!
Nun lese ich, dass du schon im Jahr 2003 Schilddrüsenprobleme -und sogar eine OP hattest.
Ich kann mich nicht erinnern gelesen zu haben dass du von einer L.Thyroxin Substitution in deinen threads geschrieben hast.

Ja, lieber Kevin, es sind vorwiegend die Hochsensiblen, welche diese S.D. Probleme haben, bzw. bekommen, und ewig Probleme
mit der Tabletten- Einnahme haben!
Ich hatte z.B. bis zum Jahr 2002 weder Angst- Unruhe- noch psychische Probleme.
Sicher, es gab, aufgrund meines stark belastenden Lebens immer mal wieder reaktive Durchhänger, die aber jeder hat, der Schweres
erlebt!
Die ganze "Karriere" fing erst 2002 an, wo ich freiwillig in die Psychiatrie ging, denn ich bekam plötzliche Ängste, Unruhe, Schwindel en masse,
Depris und diffuse Zustände.....
In der Psychiatrie füllte man mich zunächst erst mal mit Mirtazapin und Tavor ab !! (ist ja zunächst die Standart- Methode)
Erst danach wurde festgestellt, dass ich Hashimoto habe.....
Never ever hätte ich freiwillig A.Depressiva geschluckt, denn es bestand ja kein Grund dazu !
Und wie ich lese, hattest du nach deiner S.D. OP ebenfalls diese massiven Ängste , sodass du in die Benzo-Spirale rutschtest :frust:
Ein Drama fürwahr....
mir wurde aber damals in der Psychiatrie scjhon sehr schnell bewusst, was für ein Teufelszeug das Tavor darstellt, denn schon nach einigen Stunden
Aufenthalt in der Klinik gings mir mit der verpassten Tavor -Dosis supergut, sodass ich mich ernsthaft fragte, warum ich überhaupt in die
Psachiatrie ging. (ich hatte ja vorher nie Kontakt mit diesen Happymacher, und war nur total erstaunt, dass es mir plötzlich
so super geht!!)

Lieber Kevin, mir ist bewusst, dass Hashimoto mein Leben gravierend erschwerte, denn die Hormon-Einstellung läuft, selbst nach 13 Jahren
immer noch nicht problemlos.....und zusammen mit A.D. läuft das Psycho-Hormon -Fass über....
Richtig schlimm wurden diese Symptome, nach meinen 3 schweren OP's seit 2009, wo ich jeweils 2-3 Std. in Vollnarkose lag!

Wirklich gute Psychiater würden bei diesen diffusen Ängsten und Symptomen Symptomen erst mal die Blutwerte der S.D.testen!!

Ja, lieber Kevin, wir werden es schaffen, auch wenn jeder Tag anders verläuft, als wir es uns wünschen, denn unser gesamte Hormonhaushalt
reagiert auf alles hypersensibel......
Nicht aufgeben, gelle.... immer wieder aufstehen und weiterkämpfen,denn, wenn wir aufgeben, war unser langer Kampf umsonst, und das wäre
einfach nur menschenunwürdig, und das haben wir nicht verdient!!

Ich glaube ganz fest an deine Besserung, auch wenn wir uns nichts vorzumachen brauchen jemals wieder so "rüstig" wie früher zu werden..
so doch wenigstens menschenmäßig akzeptabel!!

Dir ganz liebe Grüße und eine dicke Umarmung :hug: :hug:
alles Gute
Siggi
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Borusse09
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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Borusse09 » Mittwoch, 24.06.15, 21:06

Hallo siggi,
Ich finde es auch recht erschreckend das bei schilddrüsenproblemen immer alles auf die Psyche geschoben wird und nicht der Ware Grund gesucht wird. Vielen würde ein langer Leidensweg erspart bleiben, auch dir.
Du schreibst das du nur noch 5 Lebensmittel essen kannst, welches sind das denn noch, kann man davon noch satt werden.
In Amerika hebe ich gelernt man sollte eine rationsdiät machen. Alle 4 Tage etwas anderes dan hat der Körper das wieder vergessen. Genauso ist es mit den Nahrungsergänzungsmittel.
Du schreibst du brauchst gute Darmpakterien. Versuch doch mal ein paar Krümel und dann alle 4 Tage und dann langsam steigern. Nicht jeden Tag . Genauso mit Vitamin D und mit Vitamin b12 . Es gibt soetwas als reinsubstanzen und dann kann man es ganz leicht eindosieren. Immer nur etwas unter die Zunge und dann erst alle 4 Tage oder alle 2 Tage .
Immer ganz wenig . So fangen ganz viele an die nichts mehr vertragen.
Ist so ein Vorschlag von mir.
LG Petra
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Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
Magen und Darmspiegelung bekommen und zweimal ein MRT mit Komtrastmittel gespritzt bekommen.
Diverse Entgiftungen gemacht und HWS Behandlung beim Osteopathen und Chiropraktiker.
Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
Geruchssensibelität und Elektrosensibel geworden.
Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
Von August 2014 bis Januar 2015 täglich 2 mg Tavor eingenommen und dann innerhalb 8 Wochen ausgeschlichen , wobei ich das letzte vierte so abgesetzt habe. Danach alle Symthome wieder schlimmer vorhanden.
Fast vier Monate ohne Tavor .
3 Wochen in Amerika in einer Umweltklinik, könnte die Behandlung leider nicht vertragen denn in den Spritzen zur Resensibelisierumg war auch Natriumchlorid enthalten.
Ab Mitte Juni 2015 nehme ich jeden Tag 1 mg tavor ein weil die Überreizung nicht aufhört.
Ende Feburar 2016 Schilddrüsen komplett OP und seit dem Versuch von Einnahme der Schilddrüsenhormone, was noch mehr zur Überreitzug führt und mein Histamin wird immer schlimmer.
Verträge das Tavor seit dem auch kaum noch.
Symthome seit Einnahme der Schilddrüsenhormone, Unruhe , totale überregbarkeit des Nervensystems ,trockene Schleimhäute und Haut sowie trockene Haare. Juckreiz am Körper, kaum noch etwas essen können, erschöpft, lichtempfindlicher, Geruchssensibeler, gereizter Magen und Darm, Ausschlag im Gesicht , Nackenschmerzen,elektrosenibelität noch stärker, Konzentrationsprobleme,
Trockene Augen , Exeme an den Ohren und noch einiges mehr.

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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Siggi » Donnerstag, 25.06.15, 9:43

Liebe Petra, :)

und wieder danke ich dir herzlich für deine Tipps.

Ja, du hast es erfasst... es ist ein Jammer wie schnell Menschen bei Angst und Panik in die Psychiatrie abgeschoben werden,
dabei es doch Grundrecht der "menschlichen Medizin , erst mal Organisches abzuklären!!
Früher, als Menschen derlei Symptome auswiesen, hat man sie lebenslang in die "Klappse" gesperrt und für verrückt erklärt... :frust:

Ja, meine Ernährung ist karg... Brokkoli, Zucchini, Mangold, Gurke, Radieschen, Feldsalat, Kartoffeln, Reis, Quinoa,
5-10 Weintrauben in das Quinoa-Flocken-Frückstück, Reisflocken,etwas Sahne,Buko-Frischkäse, und Reiswaffeln, Leitungswasser....

Ich probiere bisher immer wieder, wie auch du vorschlägst, Versuche mit N.E Mittel, und Ernährung zu starten....
musste aber immer wieder auf die "Schnauze" fallen.....und kehrte dann resigniert wieder zum Gehabten zurück!!
Ob es immer so bleiben wird??
Vielleicht hast du mehr Glück damit?
Aber es ist lieb von dir, mir deine Vorschläge zu schildern! :D

Ich wünsche dir einen einigermaßen erträglichen Tag
und grüße dich herzlich
Siggi
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Nospie

Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Nospie » Donnerstag, 25.06.15, 11:34

Hallo :group: ,
Hallo siggi :hug: ,
Siggi hat geschrieben: Ja, meine Ernährung ist karg... Brokkoli, Zucchini, Mangold, Gurke, Radieschen, Feldsalat, Kartoffeln, Reis, Quinoa,
5-10 Weintrauben in das Quinoa-Flocken-Frückstück, Reisflocken,etwas Sahne,Buko-Frischkäse, und Reiswaffeln, Leitungswasser....
Meine Großmutter hat mir mal erzählt,dass sie sich im Krieg hauptsächlich über lange Zeit von Kartoffeln ernähren mußten und
sie sagt: Kind,ich war noch nie so gesund,wie in dieser Zeit !
Da sind wir doch noch echt gut aufgestellt :wink: .
Es ist trotzdem traurig.
Siggi hat geschrieben: Ich probiere bisher immer wieder, wie auch du vorschlägst, Versuche mit N.E Mittel, und Ernährung zu starten....
musste aber immer wieder auf die "Schnauze" fallen.....und kehrte dann resigniert wieder zum Gehabten zurück!!
Bingo! Geht mir genauso!
LG
Nospie

Kevin05

Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 25.06.15, 13:02

Liebe Siggi,

Danke für deinen wie immer sehr wertschätzenden (sorry, mir fällt nie ein anderes Wort ein, aber es passt halt am besten...) Beitrag.

Ja, über meine Schilddrüsenproblematik hab ich glaub ich selten oder nie geschrieben, aber das war wirklich der Start in die richtige Abhängigkeit, die Jahre vorher hab ich Benzos nur fallweise genommen, aber mit der OP damals (Knoten und Teilentfernung eines Lappens) war ich auf einmal ein anderer Mensch. Wie du sagst, auch ich war vorher sensibel, aber was danach kam war wirklich ein Hammer, ich war ein anderer Mensch, ich dachte eigentlich, dass da bei OP was daneben ging mit der Narkose, wobei ich heute noch glaube, dass jede Narkose auch so ihre Wirkung hat, aber ich kann es nicht festmachen, eher gehe ich davon aus, dass die SD-Problematik mir die Probleme danach bescherte.

Ich sag dir, ich hatte solche Benommenheit, Unruhe und Angst und das wirklich von heute auf morgen, dass ich mich gar nicht mehr auskannte, ich "musste" wirklich Diazepam nehmen, sonst hätte ich meine Arbeit verloren, also die wirkliche Wahrheit ist das, dass die SD-Problematik mich in die Benzoabhängigkeit trieb. Nach meinem Entzug 2006 war ich ca. 4 Jahre fast frei, sprich selten mal ein Benzo. Und der zweite Auslöser kam dann 2010 aufgrund meiner körperlichen Erkrankungen und dass die Ärzte nichts fanden haben sie mir erfolgreich eingeredet, es sei psychisch und zuerst bekam ich auch Mirtazapin und anderes - es ging aber entgegen den Prognosen der Neurologen nicht weg, nämlich meine ganzen Entzündungen im Mundbereich bis heute nicht. Dann hab ich den Fehler gemacht und mir gedacht okay, versuch ich es mal mit den Benzos und zwar hochdosiert, aber auch das veränderte meinen Zustand nicht und dann verging die Zeit und weiter und weiter und plötzlich sind es ganze 5 Jahre geworden wo ich drinnenhänge, wobei ich sage, grad in den ersten 2 Jahren hab ich mehrfach versucht abzusetzen, sogar kalt, aber es ist dann immer schwerer geworden und irgendwann hab ich begriffen, dass es sehr schwer wird und das ist auch der Stand von heute. Es wird sehr schwer, aber es gibt eine kleine Chance so meine heutige Sichtweise.

Du hast ja sehr richtig geschrieben, dass früher die Menschen wirklich weggesperrt wurden, teilweise lebenslänglich in Anstalten, dabei hatten sie "nur" eine Schilddrüsenhormonproblematik - da hast du die Wahrheit geschrieben, mir haben das Ärzte wie Schwestern bestätigt, teilweise ist es heute noch so, dass eben viele Schilddrüsenpatienten in der Psychiatrie landen.

Wobei ich nochmals betonen will und es in den Raum stellen, was denn wirklich der Faktor von Vollnarkosen ist, was ich damit sagen will, ob nicht auch Vollnarkosen, wenn sie nicht vertragen werden nachhaltige Schäden verursachen. Mein Lehrer schreibt in seinem Buch sogar über Vollnarkosen, dass es ein Zustand wie im Tod ist, und seiner Ansicht nach ist Körper und Geist ein Leben lang eine Einheit, der Tod trennt Körper und Geist, aber das interessante ist nicht, dass Körper und Geist sich beim Tod trennen, weil das weiß auch ein Laie sondern er geht soweit, dass er dezidiert meint, bei einer Vollnarkose trennt sich auch Körper und Geist, was immer er damit meint, aber ich bin mir sicher nichts Gutes. Heißt, dass Vollnarkosen den Menschen sicher deutlich mehr belasten als gemeinhin bekannt und ich glaube das auch.

Gut, wie gesagt, dir wünsch ich weiterhin dass es aushaltbar ist bzw. leicht sich bessert, weil das ist realistisch im Augenblick, längerfristig vielleicht auch mehr, aber das gilt für viele von uns, aber wie du sagst hinfallen ja, aufstehen noch wichtiger. Ich sehe meine Rückfälle auch als ein Hinfallen, nicht mehr so als Scheitern, auch wenn ich vor Tagen noch anders schrieb, Ziel für mich wie gesagt so wenig wie möglich Rückfälle zu haben und wenn sie denn da sind, dann die Dosis auf einem Niveau zu bringen, dass vertretbar ist für einen Ausrutscher, wie 30 mg oder 40 mg, aber eben nicht 100 mg - das wäre für mich im Augenblick schon Erfolg.

Alles Liebe und Gute weiterhin, Kevin

PS: Ich wünschte ich würde mich so ernähren wie du, da wäre ich auch deutlich gesünder... - also Hut ab schafft auch nicht jeder.

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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Borusse09 » Donnerstag, 25.06.15, 19:14

Hallo Siggi,
Noch ein Tipp du schreibst das du Leitungswasser trinkst , ich vertrage auch nicht viel Wasser aber Leitungswasser ist nicht gut. Ich würde dir Plose Wasser emphelen ist total mineralarm und super verträglich. Gibt's im Bioladen.
Dann noch zu Kevin , wenn man seine Geschichte so hört bekommt man ja Angst etwas an der Schilddrüse machen zu lassen.
Ich habe leider den rechten Lappen total kaputt und im linken habe ich auch große Zysten.
Da sie nicht mehr richtig arbeitet und ich ständig in der überfunktion bin soll ich die jetzt auf Raten der Ärzte entfernen lassen. Aber wenn ich das lese bekomme ich echt Angst und weis nicht mehr was ich noch machen soll. Ich habe mich aber nach schonenden Narkosen informiert, extra für sensibel die sogar für chemikaliensensibele Menschen geeignet sind.
Sorry Siggi gehört zwar nicht in dein Ted aber vielleicht kann ja jemand noch eine Antwort drauf geben.
LG Petra
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Siggi
Mirtazepin von Januar bis Mai 2014 eingenommen 30 mg, zwischenzeitlich mal runter auf 20 mg und dann auch auf 10 mg.
Magen und Darmspiegelung bekommen und zweimal ein MRT mit Komtrastmittel gespritzt bekommen.
Diverse Entgiftungen gemacht und HWS Behandlung beim Osteopathen und Chiropraktiker.
Dann durch zwei mal Homeophatische Hochpotenzen toten Zusammenbruch gehabet.
Habe dann innerhalb ganz kurzer Zeit das Mirtazepin abgesetzt.
Ab dann Histamimintoleranz und total überreiztes Nervensystem.Verdacht auf Serotoninsyndrom.
Geruchssensibelität und Elektrosensibel geworden.
Könnte fast mit keinem Menschen mehr reden ist auch heute noch machmal so.
Von August 2014 bis Januar 2015 täglich 2 mg Tavor eingenommen und dann innerhalb 8 Wochen ausgeschlichen , wobei ich das letzte vierte so abgesetzt habe. Danach alle Symthome wieder schlimmer vorhanden.
Fast vier Monate ohne Tavor .
3 Wochen in Amerika in einer Umweltklinik, könnte die Behandlung leider nicht vertragen denn in den Spritzen zur Resensibelisierumg war auch Natriumchlorid enthalten.
Ab Mitte Juni 2015 nehme ich jeden Tag 1 mg tavor ein weil die Überreizung nicht aufhört.
Ende Feburar 2016 Schilddrüsen komplett OP und seit dem Versuch von Einnahme der Schilddrüsenhormone, was noch mehr zur Überreitzug führt und mein Histamin wird immer schlimmer.
Verträge das Tavor seit dem auch kaum noch.
Symthome seit Einnahme der Schilddrüsenhormone, Unruhe , totale überregbarkeit des Nervensystems ,trockene Schleimhäute und Haut sowie trockene Haare. Juckreiz am Körper, kaum noch etwas essen können, erschöpft, lichtempfindlicher, Geruchssensibeler, gereizter Magen und Darm, Ausschlag im Gesicht , Nackenschmerzen,elektrosenibelität noch stärker, Konzentrationsprobleme,
Trockene Augen , Exeme an den Ohren und noch einiges mehr.

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Re: und wieder Mirtazapin

Beitrag von Siggi » Freitag, 26.06.15, 10:18

Hallo ihr Lieben alle :group:

ganz herzlichen Dank für euere Gedanken, Vorschläge und wertvollen Informationen.

@ Petra, danke für deinen "Wasservorschlag"... an sich soll unser deutsches Leitungswasser sehr gesund sein...aber ich will mich
mal im Bioladen umschauen, ob dies eine Option wäre!

@ Nospie, auch dir ganz herzlichen Dank, ich freue mich immer wieder, von dir zu lesen, denn wir haben sehr viel gemeinsame "Karriere"
und es ist immer wieder tröstend und hilfreich zu erfahren, dass es "Familienmitglieder" gibt,die just die gleichen Erfahrungen machten,
denn nichts verbindet mehr, als gemeinsames Leid ... :hug:

@ Kevin, ich danke dir ganz herzlich für all deine tiefen,verständnisvollen und hochinterssanten Gedanken und Informationen!
Oh je.... alleine dein schwerer Schilddrüsenwerdegang grenzt schon an ein massives Trauma....

Es ist so schwer nachzuvollziehen, dass Ärzte diesem kleinen Schmetterling so wenig Bedeutung zumessen!!
Steuert dieses Hormon doch auch eine große Portion des gesamten Wohl- bzw. Mies-Befinden....
Ich bin erstaunt, dass du in all den Jahren so gut wie nie darüber geschrieben hast!
Ich bin sehr erschüttert zu lesen, dass auch bei dir diese S.Drüsen Erkrankung soviel seelisches und körperliches Leid auslösen konnte.

Es ist leider so, und da muss ich mich wiederholen.....es sind die Sensiblen, die damit leider mehr Probleme mit dieser S.D. Problematik
erfahren.... aber... auch diese Probleme können zu einer Besserung führen, wenn man immer wieder seine S.D. Werte prüfen lässt!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, nachdem ich Mirtazapin reduzierte, bei gleicher S.Drüsen Dosis unruhiger und ängstlicher
wurde....heute, seit dem ich seit 10 Monaten auf Null bin, nehme ich nur nur 75 µg L.Thyroxin (vorher 90-10 µg )

Vielleicht ist es so, dass bestimmte Substsanzen durch das A.D. "frei gelegt" werden, und wenn man das A.D. verringert ,
die S.D. dadurch das Gefühl hat, weniger L.Thyroxin zu benötigen??
Diese Frage kann uns wahrscheinlich selbst ein versierter Endokrinologe nicht beantworten, denn man weiß ja leider zur Genüge:
10 Ärzte, 10 verschiedene Meinungen!

Da du ja dein Benzo massiv reduziert hast, wäre es vielleicht wichtig, deine S.D. Werte wie: TSH, fT3 und fT4 testen zu lassen!
Bei der Blutentnahme bitte vorher keine S.D. Hormone nehmen... erst kurz danach!

Was du über die Narkosen schreibst ist äußerst interessant, und leuchtet mir ein, denn.. wissen wir denn überhaupt, was sich ind er Seele
eines Menschen abspielt, wenn all seine Organe, sein Sein und Denken still gelegt werden??
ZB. legte man vor 12 Jahren meinen Ex Mann , aufgrund seiner schweren Erkrankungen ,in ein künstliches Koma....und als man ihn
wieder zurückholen wollte, ist er nie mehr "aufgewacht"... sondern lag noch ein Jahr in einem Wachkoma, wo er dann nach einem Jahr verstarb.
Uffff..... das sind hart verdauliche Brocken die aber uns, also unsere kleine Familie,nicht betrifft, denn wir haben andere Leiden.

Lieber Kevin,es macht mich so unsagbar traurig zu lesen, wie schwer deine Situation,dein täglicher Absetz-Kampf und deine Trauer sind!
Ich habe dich so sehr ins Herz geschlossen, und stehe so hilfos vor deinen schwerwiegenden Problemen.
Bitte wisse aber, dass du nie tiefer als in Gottes Hände fallen wirst, gib die Hoffnung auf Besserung nie auf....
Ich bin in Gedanken ganz fest bei dir, und bete täglich für dich.
Lass uns weiterkämpfen, am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch kein Ende.

Ganz liebe Grüße und ein akzeptables Wochenende an meine kleine Familie :group:
wünscht euch ganz herzlichst
euere Siggi
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