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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Mohrmann: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Mohrmann » Montag, 01.06.15, 10:40

Hallo padma,

mein innerer Aufruhr hatte einen handfesten Grund, der jetzt behoben ist, so dass es mir seit bestimmt 2 Wochen wieder besser geht. Allerdings nehme ich noch Doxepin, abends 8 und morgens 4 Tropfen. Hatte kurzfristig auf 20 Tropfen angehoben und bin nun dabei, allmählich wieder niedriger zu kommen. Aber um das Doxepin mache ich mir eher wenig einen Kopf. Das Paroxetin beschäftigt mich. Ich möchte es langfristig niedriger bekommen.

Danke für die Links. Ich habe mir jetzt die günstigere der beiden Waagen bestellt. Die Wasserlösung erscheint mir zu grobflockig und die Suspension ist nur in 2 mg - Schritten zu dosieren, wenn ich das richtig gelesen habe. Werde mich mit der Waage versuchen.

Wann ich tatsächlich anfange, weiß ich noch nicht. Ich möchte langfristig eine Aussicht haben, wie es gehen könnte, wenn ich denn soweit wäre. :)

Danke auch für den Link mit den Erfolgsberichten. Paroxetinausschleicher sind jedoch eher wenige dabei (2?) und sie haben es auch nicht so lange Jahre genommen. Nichtsdestotrotz werde ich es (irgendwann) versuchen. In letzter Zeit kommen die Ängste verstärkt wieder hoch. Vielleicht weil ich zum ersten Mal seit 15 Jahren auf nur 10 mg bin? Oder weil die Therapie soviel aufrührt und oben hält, dass tatsächlich mehr "echte" Ängste entstehen? Das wüsste ich gern. Tatsächlich bin ich wohl ein Mensch, der sehr sensibel und das mit Ängsten reagiert, dessen Alarmsysystem im Kopf sehr schnell anspringt und sehr langsam wieder abklingt. Vielleicht finde ich ja doch noch einen anderen Weg, damit umzugehen, als Medikamente zu nehmen. Aber das nur am Rande.

Liebe Grüße an Alle sendet Ulrike!
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Jamie » Montag, 01.06.15, 11:44

Hallo Ulrike,

das nimmt ja langsam Form an, schön :) .
Lass dir Zeit, es braucht dich nichts und niemand hetzen.

Gerade für Paroxetin gilt die super-langsame Variante; es ist meiner Meinung nach und nach dem, was ich hier so lese, eines der am schwersten abzusetzenden AD und kann wirklich Probleme machen, deswegen gehört eine gute Planung des Ausschleichens und viel Geduld unbedingt dazu.

Zu der Waage kann ich nicht so viel sagen; die Erfahrungen sind sehr widersprüchlich, manche kommen gut damit klar, andere berichten von permanent anderen (falschen) Wägeergebnissen und das macht mich skeptisch.
Mitglied "Blutoranger" hat auch massive Startprobleme mit Paroxetin gehabt (ist vom Feilen der Tablette nun auf die Lösemethode gegangen); die erste Zeit mit der Wasserlösemethode lief nicht gut bei ihm, aber gerade jetzt am Wochenende hat er berichtet, dass es ihm nun etwas besser geht / er sich stabilisiert. Ob die Verschlechterung der Auflösung oder dem Medikamentenausschleichen an sich geschuldet ist, können wir nicht beurteilen; es ist wie erwähnt ein übles Zeug, das sehr schwer abzusetzen ist.

Hierzu würde ich gerne etwas sagen:
Tatsächlich bin ich wohl ein Mensch, der sehr sensibel und das mit Ängsten reagiert, dessen Alarmsysystem im Kopf sehr schnell anspringt und sehr langsam wieder abklingt.
Das kann gut sein, aber ich möchte anmerken, dass die AD an sich auch zu diesem hyperreagiblen Alarmsystem führen können!
Ich war unter Sertralin ständig im "Alarmstufe Rot"-Modus und bin, seitdem ich so gut wie keine Medikamente mehr nehme (noch nehme ich 5 Trpf. Amitriptylin), in meiner Grunderregung /- Anspannung wesentlich niedriger und relaxter.

Und noch ein Hinweis zum Schluss. Du schreibst, du bist zeitweise auf 2o Tropfen Doxepin gegangen; das ist mal möglich, aber beachte bitte, dass die Kombination SSRI - TZA nur zugelassen ist, wenn das TZA nicht zu hoch dosiert ist, sonst besteht die Gefahr eines Serotonin-Syndroms.
Nur zum-im-Hinterkopf-behalten.

Grüße
Jamie
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Mohrmann » Montag, 22.06.15, 15:02

Heute habe ich einen Durchhänger und ich frage mich, ob das mit der Dosisreduktion vom Doxepin zusammenhängen kann. Vielleicht bin ich es (mal wieder) falsch angegangen. Natürlich will ich nun nicht nur von meinem Parexetin runter, sondern auch vom Doxepin. Nachdem es mir besser ging merkte ich, dass die Doxepin-Dosis am Morgen mir sehr auf den Kreislauf ging. Außerdem hatte ich oft einen trockenen Mund. Also habe ich die Dosis reduziert. Zuerst in großen dann in kleineren Schritten. Ich weiß, ihr empfehlt erst das SSRI und dann das TZA auszuschleichen. Aufgrund der kurzen Einnahmezeit und der doch unangenehmen Nebenwirkungen, dachte ich, wird schon klappen.

Nachdem ich letzte Woche Muskelschmerzen in den Oberschenkeln und Durchfall hatte (beides für mich ganz untypisch), bin ich heute total traurig, verwirrt und habe schlechte Gedanken. Kann das mit der Reduktion zusammenhängen? Für eine derartig starke Missempfindung gibt es im realen Leben eigentlich keinen Grund.

Am Paroxetin habe ich noch nicht wieder gerüttelt.

Übrigens: Nachdem meine Therapeutin sich bisher immer bedeckt gehalten hat bzgl. der Medikamente, also weder ja noch nein dazu gesagt hat, ist sie nun der Ansicht, dass ich medikamentös möglichst nicht wieder höher gehen sollte. Das würde mich eher in die Passivität bringen. :o

Liebe Grüße, Mohrmann
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Lisamarie » Montag, 22.06.15, 18:01

Hallo Ulrike ja das hört sich nach Absetzproblemen an , hab mir gerade deine Signatur angeschaut :o

Du bist viel zu schnell vorgegangen , nach 8 Wochen Einnahmezeit ist auch das Doxepin schon fester Bestandteil der Gehirnchemie. In fünf Wochen hast du jetzt von 40 mg auf 16 mg runtergefahren. Und in den letzten 16 Tagen um 6 mg reduziert. Das haut so nicht hin. Wir sagen bei längerer Einnahmezeit alle vier bis sechs Wochen 10% , da du es noch nicht so lange genommen hast könnte es sein das du alle 14 Tage 1 Tropfen also 2 mg absetzen kannst. Aber da bist du viel zu rasant unterwegs. Also wäre ich an deiner Stelle würde ich wieder auf 18 mg vielleicht sogar auf 20 mg gehen , dann abwarten bis sich alles beruhigt hat und dann langsamer runterfahren.
Lg Petra
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Mohrmann » Montag, 22.06.15, 18:28

Hallo Petra,

danke für deine schnelle Antwort. Es fällt mir schwer, aber wahrscheinlich ist es wirklich besser, heute Abend zwei Tropfen mehr zu nehmen. Und wenn ich sie abends mehr nehme macht sich die Kreislaufnebenwirkung vielleicht nicht so bemerkbar. Und dann wirklich erst nach 14 Tagen erneut schauen. Oh Mann, dieses Schneckentempo erfordert wirklich Geduld.

Liebe Grüße, Ulrike
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Mohrmann » Sonntag, 28.06.15, 11:03

So, nachdem ich wieder zwei Tropfen hochgegangen bin, hat sich mein Gemüt wieder stabilisiert, Montag habe ich angefangen und am Dienstag war es schon besser. :) Werde mindestens noch eine Woche so weitermachen wie jetzt.

Nachdem ich in der Vergangenheit bezüglich des Absetzens viel falsch gemacht habe denke ich hier mal laut nach: Wäre es nicht sinnvoll, die 10 Tropfen Doxepin beizubehalten und statt dessen das Paroxetin Milligramm für Milligramm abzusetzen?

Das Doxepin macht mich immerhin etwas ruhiger. Beim Paroxetin weiß ich gar nicht, ob und wie es überhaupt wirkt.

Liebe Grüße, Ulrike
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Lisamarie » Sonntag, 28.06.15, 11:21

Hallo Ulrike, ja das wäre sinnvoll erst das Paroxetin abzusetzen und danach erst das Doxepin. Aber jetzt muss sich dein Körper erstmal erholen von dem ganzen, deshalb warte bitte sechs Wochen ab, bevor du anfängst das Paroxetin auszuschleichen, die Regel kennst du , alle vier bis sechs Wochen höchstens 5 %, da du unter 10 mg bist und da noch besonders viel Rezeptoren mit Wirkstoff belegt sind ist da besonders vorsichtiges Ausschleichen angebracht, die meisten hier setzen in 0,5 mg Schritten alle vier bis sechs Wochen ab.
lg Petra
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Mohrmann » Samstag, 18.07.15, 16:32

Anfang der Woche ist die Feinwaage zum Einsatz gekommen: http://www.amazon.de/Smart-Weigh-Digita ... =feinwaage

Ob sie 100 %ig genau ist weiß ich nicht, aber auf jeden Fall genauer als meine besherigen Versuche und mir erscheint das Wiegen zuverlässiger als die Wasserlösmethode. Hatte ja vorher ein wenig ausprobiert. Meine 10-mg-Tablette hat inklusive Füllstoff ein Gewicht von 125 mg und keine Bruchrille. Teile ich diese Tablette mit einem Küchenmesser nach Augenmaß sehr genau, hatte ich eine Gewichtsschwankung von mehr als 10 mg zwischen den beiden Hälften. Das kriege ich nun mit der Waage genauer hin.

Ich habe als Absetzdosis jetzt 10 % vom Gesamtgewicht gewählt. Ich viertele die Tablette und krümele vom letzten Viertel soviel ab, dass ich insgesamt 113 mg auf der Waage habe. Das entspricht laut Dreisatz einem Wirkstoff von 9,08 mg, womit ich etwas weniger als 1 mg absetze.ich bereite mir montagmorgens die Wochenration vor, damit ich nicht jeden Morgen diese Feinarbeit leisten muss.

Bislang bekommt es mir. :) Werde berichten, wenn es Neuigkeiten gibt.

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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Jamie » Samstag, 18.07.15, 16:49

Hallo Mohrmann,

irgendein Mitglied (mir fällt leider der Name nicht mehr ein) hat demletzt berichtet, dass jede einzelne Tablette unterschiedlich viel wiegen würde! :o
Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob das wirklich so ist oder sich Wägefehler eingeschlichen haben (?)
Bei deinem System müsstest du vielleicht zur Sicherheit jede Tablette neu wiegen und einen Dreisatz aufstellen?
Vielleicht kannst du mal ein paar Probewiegungen machen?

Ist nicht ganz einfach die Tabletten loszuwerden... :roll: ... aber tschakka - irgendwie kriegen wir sie klein, im doppelten Sinne.. :wink: :sports:

Grüß
Jamie
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von padma » Samstag, 18.07.15, 19:01

hallo Mohrmann, :)

danke dir für deinen Bericht.
Ich habe den ersten Teil davon in unseren "Feinwaage Thread" kopiert.
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 68#p108568

viel Erfolg mit dem Wiegen.
liebe Grüsse,
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 18.07.15, 19:08

Hallo Mohrmann, diese Waage hab ich auch. Ich finde sie auch akzeptabel obwohl es leichte Wiegefehler macht , aber besser wie dieses Pi mal Daumen Geschnipsel ist sie alle mal. Mein 15 mg Tablette wiegt 0,12 g da zeigt sie mal genau 12 an dann wieder 0,124 also ganz genau ist sie nicht, aber ich kann damit auch gut leben. Mal nehme ich die Wasserlösmethode mal wiege ich , je nach Gusto.
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Kevin05

Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Kevin05 » Sonntag, 19.07.15, 18:02

Hallo Mohrmann,

ein verspätetest Hallo auch von mir. 15 Jahre sind eine lange Zeit und Paroxetin ist ein potentes SSRI und dann hast du noch das Doxepin, also da musst du wirklich vorsichtig und langsam vorgehen. Die Verläufe sind nicht lineal das bin ich mittlerweile auch schon draufgekommen, manche haben es deutlich leichter als andere, wo du da reinfallen wirst wird die Zeit zeigen, aber langsam wie dir die anderen gesagt haben ist schon mal ein Garant dass es zumindest nicht allzu heftig werden sollte oder es kommt vielleicht auch gar nichts Schlimmes.

Ich werde ja nicht müde zu schreiben, wenn Menschen von Absetzen sprechen, was ja eine tolle Idee ist, vor allem wenn ein Medikament nicht mehr greift, dass ich gerne daran erinnere dass es einen Grund gab, dass man es mal nahm und es ist ja leider erwiesen, dass beim Absetzen oft eine paradoxe Wirkung eintritt, heißt, dass wogegen ich es genommen habe verstärkt seine Symptomatik. Wünsche ich dir zwar nicht und muss auch nicht sein, aber kann sein.

Du machst ja schon verschiedene PT wie ich verstanden habe, die du auch durchaus als sinnvoll findest. Mein Zugang dazu ist auch so, wenn es hilft, dann ist es eine gute Sache, vor allem Verhaltenstherapie, weil man da ja mit Situationen umgehen lernt und das ist wertvoll.

Wie gesagt, erwarte dir keinen leichten Weg, weil es doch eine lange Einnahmedauer war und das Doxepin auch noch dabei ist, aber wie gesagt vielleicht ist es auch deutlich leichter als ich mir das vorstelle.

Was mich immer wieder fasziniert wenn ich die Beiträge lese, dass alle von den Medikamenten weg wollen, aber eigentlich wenig Ideen haben was sie anstatt dessen dann als Gegenpol entgegenbringen wollen. Und da halte ich mich bewusst zurück mit Idee, nur meine Logik sagt, wenn es dir nicht gelingt da deutliche Gegengewichte aufzubauen, die deine Erkrankung von einer anderen Seite bekämpfen wird es schwer, das Absetzen alleine ist schwer genug, aber ohne Medikamente und ohne Strategie doppelt schwer. Vielleicht reicht dir auch die Verhaltenstherapie bzw. machst du ohnedies genug andere Sachen, ich habe deinen Beitrag nur oberflächlich leider gelesen, also falls ich was falsch verstanden habe oder übersehen, dann verzeih mir bitte.

Ich will halt bei ALLEN Betroffenen immer wieder in Erinnerung rufen, dass das Absetzen toll ist, aber zu wenig und manchmal hab ich das Gefühl, dass ich da alleine bin auf weiter Flur, weil ich lese immer nur von Absetzprogrammen, aber zu wenig, dass man auch selbst was tun muss, was zwar in den Datenbanken und Beiträgen drinnen ist, aber bei der individuellen Beratung oft verloren geht, weil nur Absetzen und Warten geht meiner Meinung nach schief, gut, ist nur eine Einzelmeinung und ich wünsch dir natürlich Erfolg, egal für was du dich entscheidest, alles Gute, Kevin

Clarissa
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Clarissa » Montag, 20.07.15, 6:19

Ich denke auch, nur Absetzen und Warten, das geht schief.

Mir hat die radikale Akzeptanz meiner Lage geholfen, die Erkenntnis, daß Psychopharmaka höchstens kurzfristig daran etwas ändern können, der unbedingte Wille, davon los zu kommen und mir meine Gesundheit auf längere Sicht bestmöglich zu erhalten bzw. zu retten, dafür auch (erhebliche) Einschränkungen in Kauf zu nehmen.

Weitere Einnahme von Psychopharmaka mit Präparatewechsel, Dosissteigerung, Rückfällen war für mich keine Alternative mehr.

Ich bin in einem Alter, in dem das Verharren in meiner Situation und das laufende Deckeln mit Medikamenten mit Sicherheit eher über kurz als über lang ein böses Ende genommen hätte.

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Mohrmannpadma
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei.

Murmeline
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Murmeline » Montag, 20.07.15, 7:10

Hallo Mohrmann,

ich freue mich, dass es mit der Reduktion bisher gut klappt! Patrick ist ja auch auf einen guten Weg, ich hoffe, dass macht Dir mut und ihr beide und auch Lana profitiert vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Ich freue mich, wenn ihr uns allen weiter berichtet.

Grüße Murmeline
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Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Mohrmann
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Mohrmann » Montag, 20.07.15, 9:32

Oh, so früh schon Post! Vielen Dank Euch allen. :)

Heute morgen habe ich jede Tablette einzeln gewogen und tatsächlich gibt es Schwankungen im Gesamtgewicht zwischen 121 - 125 mg. Heute morgen habe ich beim "absäbeln" diese Schwankung berücksichtigt. Letzte Woche dürfte ich eine Wirkstoffschwankung von 0,32 mg dadurch gehabt haben. Aber darum mache ich mir jetzt keinen Kopf. So vorsichtig und genau war ich bisher noch nie und ich gehe davon aus, dass sich diese erhöhte Sorgfalt auszahlt.

Eine Folge des Absetzens und vielleicht auch der Kogn. Verhaltenstherapie ist, dass seit einem dreiviertel Jahr meine Gefühle wieder deutlicher werden. Die angenehmen, aber auch die anstrengenden, wie Schuldgefühle, Traurigkeit, Ärger... Das ist dann schwer auszuhalten. Neuerdings habe ich an manchen Tagen das Gefühl, wieder besser sehen zu können. (???)

Kevin05, was meinst du denn mit "Gegenpol zu den Medikamenten schaffen"? Ich habe vor einigen Jahren mit stolzen 49 Jahren das Laufen angefangen und laufe seither zweimal die Woche ca. 5 km. Das wirkt bei mir wie Medizin. Hat nur den Nachteil, dass bei übelst schlechtem Wetter oder gesundheitlicher Einschränkung das Laufen ausfallen muss. Aber ich habe z. B. bewusst mehr Bewegung in meinen Alltag eingebaut, laufen, radfahren und wandern vor allem. Gut wäre bestimmt auch, zu meditieren anfangen, aber da weiß ich nicht wie, bzw. habe nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Manchmal möchte ich meine Gedanken einfach vorbeiziehen lassen. Diese ängstlichen Erwartungs- und Katastrophengedanken möchte ich, wenn sie schon einmal gekommen sind, wenigstens nicht mehr festhalten sondern ziehen lassen können. Das wäre für mich auch sehr hilfreich.

Die kognitive Verhaltenstherapie die ich zur Zeit mache ist nach meinem Empfinden dieTherapie, die mich bisher am stärksten beeiinflusst. Und die mir das Leben momentan vielleicht sogar oft eher schwerer als leichter macht, da sie meine Problematik aufrührt und in der Konsequenz eben verändertes Verhalten fordert, was ich sehr schwer finde. Ob sie meine Grunderkrankung Angststörung soweit beeinflussen kann, dass ich über lange Zeit ohne Medis stabil bin, hmm... sicher bin ich mir da auch nicht, aber ich tue was ich kann und will die Hoffnung nicht aufgeben.

Seit Mai nehme ich ca. 3 - 4 Mal die Woche Fischölkapseln, da sie hier im Forum als hilfreich beschrieben werden. Übrigens nicht nur hier im Forum, ich hatte auch das Buch gelesen "Was die Seele essen will", dort wird ebenfalls auf die positiven Kräfte der Omega 3-6-9 Fettsäuren hingewiesen. Ich habe die von tetespet von dm gekauft. Bislang kann ich weder von einer guten noch einer negativen spürbaren Veränderungen berichen, aber da ich davon ausgehe, dass sie grundsätzlich positiv wirken, auch wenn ich es vielleicht nicht merke, nehme ich sie weiter.

Liebe Murmeline, dir vielen Dank für deine Ermutigung!

Ich grüße Euch alle herzlich und wünsche euch einen guten Start in die Woche!

Liebe Grüße, Mohrmann
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05.05.2016 20 mg Paroxetin
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Kevin05

Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Kevin05 » Montag, 20.07.15, 12:06

Hallo Mohrmann,

du hast deine Frage an mich mit den Gegenpolen perfekt beantwortet, genau diese Dinge, die du ja schon machst meinte ich. Wenn du eine Meditationsübung suchst, dann geh ich meinen Beitrag unter Benzodiazepine absetzen, da ist eine Atemübungen vor einigen Tagen geschrieben, die eigentlich Meditation ist und die funktioniert glaub mir, alles Gute und weiterhin so wie du es bis dato machst, ich finde du bist auf einem guten Weg, LG Kevin

Mohrmann
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Mohrmann » Donnerstag, 23.07.15, 12:45

Heute bin ich den ganzen Tag traurig. An solchen Tagen denke ich, dass es eine Schnapsidee ist, die Medikamente herunterdosieren zu wollen. Außerdem habe ich eine Zahnwurzelentzündung unter meinen brandneuen, ar...teuren Kronen und muss Antibiotika nehmen. Nächste Woche habe ich ein Vorgespräch bei einem Kieferchirurgen, die Zahnwurzelspitze muss entfernt werden. Das ist nicht schön, aber der einzige Weg die neuen Kronen zu retten. Es hängen drei zusammen, sind "verblockt". Die beiden Zähne rechts daneben sind ebenfalls überkront und "verblockt". Sollte die Wurzelspitzenresektion nicht von Erfolg gekrönt sein, wird es eine sehr teure Geschichte und im Moment habe ich selbst gar kein Geld und es ist mir unangenehm, so etwas aus der Familienkasse, die zur Zeit nur aus dem Einkommen meines Mannes besteht, bezahlen zu müssen. Aber das sind wieder ängstliche Erwartungsgedanken, Katasrophengedanken. Ich hatte schon einmal solch einen Eingriff und diesen Zahn konnte ich dadurch bis heute behalten.

Aufgrund der Zahngeschichte wage ich es diese Woche nicht zu laufen. Das ist der Nachteil am Laufen. Es bringt mir viel, aber es gibt eben Zeiten, da geht es nicht. Kevins Meditation habe ich gefunden. Vielleicht nehme ich das zum Anlass, es einmal mit dem "stillen Sitzen" zu probieren.

Eine positive Nachricht gibt es aber auch. Die Rentenversicherung hat mir eine medizinische Reha bewilligt. Beantragt hatte ich nur eine Teihlhabe am Arbeitsleben, einen begleiteten Wiedereinstieg, da war ich nach dieser Nachricht erst einmal überrascht und wusste gar nicht, ob ich das will. Vermutlich ist es aber der richtige Weg und vielleicht kann ich in der Reha noch mehr über den Umgang mit meiner Angststörung lernen. Eigentlich wäre ich auch gern wieder berufstätig, gern auch im kleinen Rahmen und mit nicht so viel Verantwortung. Vielleicht kann ich dort herausfinden, in welchem Umfang und auf welchem Gebiet ich mich arbeitsmäßig einbringen könnte.

Liebe Grüße, Mohrmann
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 23.07.15, 16:51

Hallo Mohrmann, selbst "gesunde" Menschen berichten das sie Tage haben wo sie traurig sind. Es geht auch ihnen nicht immer gleich. Allerdings kann es sein das das Antibiothika Symptome triggert, das haben schon viele festgestellt . Wir haben halt ein super empfindliches ZNS das auf alles reagiert. 3 bis 4 mal die Woche Fischöl ist zuwenig. Täglich und hochdosiert soll helfen.

Also ich hatte das auch schon unter der neuen Krone hatte sich ne Fistel gebildet , der Kieferchirurg konnte den Zahn retten trotz großflächiger "Rereparatur" , ich hatte den halben Mund anschließend genäht. Aber den Zahn hab ich immer noch.

Die medizinischen Reha tut dir sicher gut , vielleicht wirklich eine Chance deiner Angststörung weiter den Kampf anzusagen.
Lg Petra
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Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
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Kevin05

Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Kevin05 » Donnerstag, 23.07.15, 19:03

Hallo Mohrmann,

es mag dir wenig Trost sein, aber viele Menschen haben ähnliche Probleme wie du, auch ich habe multiple Probleme auf allen Fronten, vornehmlich auch gesundheitlicher Natur körperlich wie psychisch. Angst vorm Zahnarzt habe ich nur vor den Rechnungen, sonst nicht. Du klingst ein wenig traurig wie du auch schreibst, aber auch das ist normal, auch gesunde Menschen sind manchmal traurig und enttäuscht, wobei natürlich die Medikamente bzw. deine Grunderkrankung mitspielt, keine Frage, aber du klingst sehr vernünftig und besonnen und offen. Also nicht wie jemand, der die Dinge nicht unter Kontrolle hat und ich finde es gut, dass du auch über deine Gefühle schreibst, eben wenn du traurig bist, warum nicht, ist ja nichts worüber man sich schämen muss.

Ich finde auch gut, dass du dir die Ziele setzt ein annähernd normales Leben wieder zu führen, es ist einfach wichtig sich Ziele zu setzen, meine Übungen haben nur Erfolg wenn du sie wirklich konsequent machst, wobei ich zugebe, das gleich gilt für mich, wobei ich davon überzeugt bin, dass es zumindest eine große Unterstützung ist und allgemein viel bringen würde. Die Ruhe kannst nur du dir selbst geben und da gibt es nicht tausende Techniken und Übungen, aber diese Übung ist gut, weil sie deine Gedanken zum Schweigen bringt und ingesamt dich ruhiger machen sollte, zumindest mit der Zeit und du dann vielleicht auch generell anders denken anfängst über die Prioritäten des Leben. Du scheinst wirklich nett zu sein und sehr kontrolliert, wenn auch eben nachdenklich, ich bin sehr optimistisch, dass das gut wird, glaub dran, alles Liebe Kevin

Horni
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Re: Paroxetin nach mehr als 15 Jahren absetzen

Beitrag von Horni » Mittwoch, 12.08.15, 9:48

Mohrmann hat geschrieben:Ich nehme seit mehr als 15 Jahren wegen einer Angsterkrankung Paroxetin, viele Jahret 20 mg pro Tag, dann habe ich auf 15 mg, jetzt ganz langsam auf 10 mg abdosiert. Ich hatte den den Eindruck, dass es nicht (mehr?) wirkt und dass ich es dann ebenso bleiben lassen könne. Aber das ist eben nicht so einfach.

Zur Zeit habe ich keine gute Phase, aber ich habe eine kognitive Verhaltenstherapie bewilligt bekommen, und dieses Mal habe ich ganz große Hoffnung, dass die Therapie etwas in mir verändert.

Gern würde ich das Paroxetin weiter runterdosieren, ganz allmählich, weil ich gemerkt habe, dass es anders nicht geht. Jetzt habe ich 10 mg-Tabletten. Davon nehme ich an 5 Tagen 1 Tablette, dienstags und freitags 5 mg, so dass ich rechnerisch bei 8,5 mg täglich bin. Da ich wiegesagt momentan eine schwache Phase habe, die ich nicht auch noch befeuern will frage ich mich jetzt, ob es so klug ist, an zwei Tagen nur 5 mg zu nehmen, oder ob es auch diese Dosisschwankung sein kann, die mir zu schaffen macht.

Andere Psychopharmaka nehme ich nicht. Mein größter Wunsch ist es, irgendwann ganz von diesem Zeug runterzukommen, da will ich nicht mit etwas anderem anfangen.

Was sagt ihr zu den Dosisschwankungen, kann es sein, dass sie sich in meinem Befinden bemerkbar machen?

Liebe Grüße, Ulrike
Hallo Ulrike,
sei bitte bei Paroxetin absetzen vorsichtig. Ich habe selber eine sehr Schlechte Erfahrung damit gemacht.

Folge den Anweisungen, die dir hier angeboten werden.
Und dosier das Paroxetin nur LANGSAM ab. Und möglichst mit geringen Dosisschwankungen.
Ich wollte auch ohne Medikamente leben. Durch meine Unwissenheit beim Absetzen des Medikaments muss ich momentan viel mehr Medikamente einnehmen als vorher. Und es geht mir immer noch nicht gut.
Siehe mein Beitrag :
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=9361

Am besten wenn du besorgst dir Paroxetin in flüssiger form.
Zb.: Paroxetin Hormosan Tropfen 33.1 mg/mL
Jeder Tropfen des Medikaments entspricht 1 mg.
Und wirklich folge den Anweisungen in diesem Forum.
Mach nicht den Fehler den ich gemacht habe!

Alles Gute Horni
Zuletzt geändert von padma am Mittwoch, 12.08.15, 18:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: link rrepariert
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"Berichtet euren Mitmenschen welche Verherende Wirkung Antidepressiva haben können und wie Verständnis los damit umgegangen wird."
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Verküpfung zum Paroxetin Betroffenen Thread:
viewtopic.php?f=18&t=10777&hilit=Paroxetin+betroffenen

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