hallo, ich bin neu hier.
ein freund hat mir dieses forum empfohlen. um es direkt zu sagen: ich leide unter bulemie und schneide mich. deshalb soll ich sowohl morgens als auch abends 15 mg mirtazapin stada nehmen.
ich habe die packungsbeilage gelesen und ich habe mich im internet umgesehen. hätte ich das doch bloss nicht getan!
ich weiss nicht nun mehr ob ich das mirtazapin nehmen soll. ein antidepressivum ist das einzige, was mir möglicherweise helfen könnte. so denke ich und so sagt auch der arzt... mirtazapin wäre zwar nicht das verträglichste, aber das was bei diesen symptome am sichersten helfen würde.
nur: ich las erschreckende gescichten darüber, von einer frau die deswegen an einer schizophrenie erkrankte, die sich als nicht mehr heilbar erwies beispielsweise. muss ich meine krankheit mit einer schizophrenie vertauschen?
sollte ich vielleicht nach einem anderen antidepressivum fragen? nach einem, das nicht so sicher hilft, aber ungefährlicher ist?
mirtazapin (besser bekannt als remergil)
mirtazapin (besser bekannt als remergil)
b]Medikation:[/b] Möglicherweise ab jetzt morgens 15 mg Mirtazapin und abends 15 mg Mirtazapin
Guten Morgen Chrissy!
Ja, schon bitter zu lesen, dass wir hier heftigste Nebenwirkungen und Absetzungsprobleme mit ADs (bei mir auch Mirtzapin/Remergil) haben oder hatten
Hast Du schon eine Therapie gemacht? Oder bist Du dabei?
Was für ein Arzt hat Dir Mirtazapin verschrieben?
Vielleicht schreibst Du ein wenig mehr darüber, denn Deine Krankheit sollte unbedingt mit einer Therapie angegangen werden.
Magst Du mehr darüber schreiben?
Herzlichst
Tep
Ja, schon bitter zu lesen, dass wir hier heftigste Nebenwirkungen und Absetzungsprobleme mit ADs (bei mir auch Mirtzapin/Remergil) haben oder hatten
Hast Du schon eine Therapie gemacht? Oder bist Du dabei?
Was für ein Arzt hat Dir Mirtazapin verschrieben?
Vielleicht schreibst Du ein wenig mehr darüber, denn Deine Krankheit sollte unbedingt mit einer Therapie angegangen werden.
Magst Du mehr darüber schreiben?
Herzlichst
Tep

Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
-------------------
10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...
...................................................................
27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.
24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
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CloneX
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- Registriert: 10.10.2003 17:01
- Wohnort: Deutschland :)
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Wir befassen uns ja hier viel mit negativen Wirkungen dieser Medikamente, aber von einer nicht mehr heilbare Schizophrenie durch ADs habe ich noch nichts gehört.
Aber ohne Risiko sind diese Medikamente alle nicht. Remergil wurde dir möglicherweise empfohlen, weil es recht schnell zur Gewichtszunahme führt.
Aber ohne Risiko sind diese Medikamente alle nicht. Remergil wurde dir möglicherweise empfohlen, weil es recht schnell zur Gewichtszunahme führt.
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mücke
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Hi Chrissy
Eine Verhaltenstherapie finde ich bei dir wichtiger als Pillen zu schlucken. Das könntest du ambulant machen oder über eine pychosomatische Kur. Es wäre wichtig zu lernen besser mit deinen Gefühlen umzugehen. Mit erbrechen u. ritzen schädigst du dich nur selbst.
Gruss Annette
Eine Verhaltenstherapie finde ich bei dir wichtiger als Pillen zu schlucken. Das könntest du ambulant machen oder über eine pychosomatische Kur. Es wäre wichtig zu lernen besser mit deinen Gefühlen umzugehen. Mit erbrechen u. ritzen schädigst du dich nur selbst.
Gruss Annette
Erfahrung mit Bespar, Zoloft, Mirtazapin, Thombran
Benzodiazepinentzug (Lexotanil)
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 71#p184371
viewtopic.php?f=35&t=16516
viewtopic.php?f=66&t=16653
viewtopic.php?f=18&t=15490
Benzodiazepinentzug (Lexotanil)
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 71#p184371
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amanda
Hallo Chrissy. Im grossen und ganzen bin ich persönlich kein Freund von Psychopharmaka da ich übersensibel darauf reagiert habe. Wenn aber bisher alle Therapien oder Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken keinen Erfolg brachten sollte man vieleicht mit Medikamenten deine Behandlung unterstützen. Ob Remergil das richtige Medikament ist kann ich dir nicht beantworten. Wenn du noch KEINE Therapie hattest egal ob ambulant oder in einer Klinik würde ich zuerst mal diesen Weg gehen! Solltest du dich für ein Medikament entscheiden suche dir einen Arzt der sich bestens mit Nebenwirkungen und Absetzsympthomen auskennt. NICHT JEDER reagiert mit heftigen Nebenwirkungen und genauso gibt es Gott Sei Dank viele Menschen die beim Absetzen auch keine grossen Probleme haben. Leider weiss man im Voraus nicht zu welcher Gruppe man gehört ! Deshalb ist es schon Wichtig dass man sich selbst gut über das entsprechende Medikament informiert, Informationen schriftlich vorliegen hat wenn man z.B. mit starken Nebenwirkungen reagiert. NUR DANN wirkt man glaubhaft beim Arzt. Ich möchte dir Mut machen. Ich hatte selbst folgende Diagnosen. 1.)Panikstörung später mit schwerer Platzangst ,daraus entwickelte sich (ausgelöst durch einen Psychiatrieaufenthalt mit unfähigen Ärzten) eine generalisierte Angststörung mit starken psychosomatischen Beschwerden,ach ja leichte Depressive Phasen wurden auch noch diagnostiziert,Zum Schluss hatte ich Sympthome einer Traumatisierung. Mir geht es heute relativ gut OHNE MEDIKAMENTE. Du siehst mit viel Disziplin und dem Willen WIEDER GESUND zu werden kann man einiges erreichen. Alles Gute AMANDA
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Oliver
- Gründer
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- Registriert: 10.10.2003 23:58
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Hallo Chrissy.
Willkommen im Forum
Zunächst mal eine Frage: wie alt bist Du? Die Einnahme von modernen Antidepressiva ist mittlerweile in den meisten Ländern für Kinder und Jugendliche verboten oder zumindest stark eingeschränkt ...
Du schreibst Folgendes:
Was hast Du denn bisher schon für Formen der Behandlung hinter Dir?
Viele Fragen, wenig Antworten - ich weiß. Iim Endeffekt bist aber allein Du selbst dafür verantwortlich was für einen Weg du beschreitest - die richtigen Fragne können Dir vielleicht helfen Dir klarer über Deine Situation zu werden. Wir wissen hier ja überhauot nichts über Dich und Deine Vorgeschichte, also ist die einzige Antwort die ich Dir geben kann, dass ADs nicht so toll wie ihr Ruf sind und das Du gut daran tust, Die Pros und Kontras der Einnahme von AD im Vorfeld gründlich abzuwägen.
Alles Gute
Oliver
Willkommen im Forum
Zunächst mal eine Frage: wie alt bist Du? Die Einnahme von modernen Antidepressiva ist mittlerweile in den meisten Ländern für Kinder und Jugendliche verboten oder zumindest stark eingeschränkt ...
Du schreibst Folgendes:
Nun, wenn Du das wirklich denkst, dann bleibt Dir wohl nichts anderes übrig als Remergikl oder ein anderes AD zu nehmen. Mich würde allerdings interessieren wie genau Du zu der Ansicht gelangt bist, dass AD dass Einzige sind was Dir helfen könnte ... Soweit ich weiß ist bei Bulimie und SVV eine gute Therapie durchaus erfolgversprechend und auch nachhaltiger wirksam als der mittlerweile sehr zweifelhafte Nutzen von ADs (siehe auch: Antidepressiva - lebensgefährliche Placebos?)ich weiss nicht nun mehr ob ich das mirtazapin nehmen soll. ein antidepressivum ist das einzige, was mir möglicherweise helfen könnte. so denke ich und so sagt auch der arzt
Was hast Du denn bisher schon für Formen der Behandlung hinter Dir?
Viele Fragen, wenig Antworten - ich weiß. Iim Endeffekt bist aber allein Du selbst dafür verantwortlich was für einen Weg du beschreitest - die richtigen Fragne können Dir vielleicht helfen Dir klarer über Deine Situation zu werden. Wir wissen hier ja überhauot nichts über Dich und Deine Vorgeschichte, also ist die einzige Antwort die ich Dir geben kann, dass ADs nicht so toll wie ihr Ruf sind und das Du gut daran tust, Die Pros und Kontras der Einnahme von AD im Vorfeld gründlich abzuwägen.
Alles Gute
Oliver
Hallo,
mein Mann hat längere zeit remagil genommen (in einer Klinik) und er bekam erhebliche Schwierigkeiten erst beim Absetzen (wieder Ängste usw). Er hatte vorher anderes bekommen, zusätzlich zu ca 10 Jahren guter Psychotherapie.
Unser (Fach)arzt hat lange mit der Verschreibung von Medis gezögert (jahrelang); aber irgendwann war es unerlässlich. Das Rumquälen mit den Symptomen nahm kein Ende, der Arbeitsplatz immer gefährdet.
In vielen Zeiten waren die Medikamente (immer zusätzlich zur intensiven Gesprächstherapie!!) eine grosse hilfe, ja, die einzige Möglichkeit.
Das heisst nicht, dass es ihm dauerhaft nur gut geht. Er hat weiterhin viele Phasen, wo er denkt, er schafft alles nicht mehr, wo er wieder unruhig und verwirrt ist. Aber nach all den Jahren ist es momentan bei ihm besser, wenn er die Medikamente nimmt!!
(Vieles andere hat er zusätzlich gemacht: Entspannungen; Ernährungszusätze; Hypnosetherapie; Bewegung;....und die Reduzierung der Arbeitszeit auf 50% und einen einfacheren Bereich)
Dies nur als Erfahrungsbericht von ca 20Jahren "leben mit psychischer Krankheit"...
Und in den Beipackzetteln/Nebenwirkungen stehen ja immer alle Dinge, die irgendwann mal auftraten bei irgendwem. Oft treten die ja garnicht auf!!
Ich finde, man sollte alles andere auch erst versuchen; aber w e n n es nicht hilft, sollte man sich dann kein schlechtes Gewissen wegen der Medikamente machen!!! Jede Kopfschmerztablette, Schlafmittel usw kann Nebenwirkungen haben; aber wenn anderes nicht hilft, sind die "Wirkungen" des Problems auch oft grauenhaft - und dann oft die Medis eine grosse Erleicherung!!!!!!!!
mein Mann hat längere zeit remagil genommen (in einer Klinik) und er bekam erhebliche Schwierigkeiten erst beim Absetzen (wieder Ängste usw). Er hatte vorher anderes bekommen, zusätzlich zu ca 10 Jahren guter Psychotherapie.
Unser (Fach)arzt hat lange mit der Verschreibung von Medis gezögert (jahrelang); aber irgendwann war es unerlässlich. Das Rumquälen mit den Symptomen nahm kein Ende, der Arbeitsplatz immer gefährdet.
In vielen Zeiten waren die Medikamente (immer zusätzlich zur intensiven Gesprächstherapie!!) eine grosse hilfe, ja, die einzige Möglichkeit.
Das heisst nicht, dass es ihm dauerhaft nur gut geht. Er hat weiterhin viele Phasen, wo er denkt, er schafft alles nicht mehr, wo er wieder unruhig und verwirrt ist. Aber nach all den Jahren ist es momentan bei ihm besser, wenn er die Medikamente nimmt!!
(Vieles andere hat er zusätzlich gemacht: Entspannungen; Ernährungszusätze; Hypnosetherapie; Bewegung;....und die Reduzierung der Arbeitszeit auf 50% und einen einfacheren Bereich)
Dies nur als Erfahrungsbericht von ca 20Jahren "leben mit psychischer Krankheit"...
Und in den Beipackzetteln/Nebenwirkungen stehen ja immer alle Dinge, die irgendwann mal auftraten bei irgendwem. Oft treten die ja garnicht auf!!
Ich finde, man sollte alles andere auch erst versuchen; aber w e n n es nicht hilft, sollte man sich dann kein schlechtes Gewissen wegen der Medikamente machen!!! Jede Kopfschmerztablette, Schlafmittel usw kann Nebenwirkungen haben; aber wenn anderes nicht hilft, sind die "Wirkungen" des Problems auch oft grauenhaft - und dann oft die Medis eine grosse Erleicherung!!!!!!!!