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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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ADs wirken doch!? - Biochemisches Ungleichgewicht?

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Oliver » Mittwoch, 18.07.18, 17:36

Hallo Diane,

das sind interessante Fragen auf die ich keine Antworten habe. Wenn Du da mal ein wenig recherchierst willst, würden mich Deine Erkenntnisse interessieren (starte dann am Besten einen neuen Thread und schick mir ein PN, damit ich das mitbekomme).

LG
Oliver
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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Mittwoch, 18.07.18, 18:22

Hallo,

Ich guck mal, was ich in Erfahrung bringen kann.

Lg
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LinLinaOliver
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

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https://youtu.be/KirFj2mTn48

Lithium
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Lithium » Mittwoch, 18.07.18, 20:18

Diane hat geschrieben:
Mittwoch, 18.07.18, 17:06
Hallo,

Oliver, eine kurze Frage an Dich...

Das Forum besteht seit 15J. Ab wann kann man zb solch Erfahrungsberichte wie hier in Studien einfließen lassen?

Könntet Ihr als Team auch eine Studie starten o geht das nicht ohne Ärzte/Pharmaindustrie?

Lg
Hi Diane,

Das Problem ist, dass es sowas wie einen negativen Placeboeffekt gibt. Und dieser wird nach meiner Einschätzung beträchtlich sein. Besonders bei Leuten die sehr viel Angst vor dem Absetzen haben und sich schwer während des Absetzens mit anderen Sachen ablenken können. Und das andere Problem ist, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass die Grunderkrankung die vor der Einnahme bestand bei geringer Dosis wieder auftaucht. Und das ist meiner Ansicht auch die Meinung der Schulmediziner.

Eine Studie die mich überzeugen würde müsste so designt sein: Eine Gruppe die "normal" und eine Gruppe die sehr langsam reduziert gegen die "Placebo"Gruppen die weiterhin die Ausgangsdosis nimmt. Natürlich alles doppelblind. Leider wird sich niemand finden der diese sehr teure (da sehr lange) Studie bezahlen würde.

Ich bin davon überzeugt dass es stark unterschätzte Absetzsymptome real gibt und ich habe für mich persönlich entschieden dass ich deswegen ultralangsam absetze.

Viele Grüße

Lithium
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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Mittwoch, 18.07.18, 20:37

Hi...

Eine Gruppe wurde doch laut Pharmaindustrie schon untersucht. Und zwar erkrankte u nicht erkrankte..
Die Studien von den einzelnen Firmen wurden doch teilweise nur 4 bis 6 Wochen durchgeführt, was einem nicht gesagt wird.
Langzeitstudien gibts über Jahre kaum, zumindestens habe ich noch keine zu Gesicht bekommen. Du?

Und tut mir leid, aber das, was ich durchgemacht habe, war mit Sicherheit kein negativ Placebo! Ich kann sagen, das ich defintiv einen Entzug hatte.

Das man krampfend im Bett liegt, Bluthochdruckkrisen mit 30J erleidet u plötzlich Läsionen am Hirn nach Einnahme hat, sind für mich Indizien u Fakten.

Ich habe meine Probleme auch immer ärztlich abklären lassen.

Ich bin ein bissl erschüttert über Deine Aussage, weil Du damit viele hier in Frage stellst.

Lg
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Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
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Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Lithium » Mittwoch, 18.07.18, 21:11

Diane hat geschrieben: Ich bin ein bissl erschüttert über Deine Aussage, weil Du damit viele hier in Frage stellst.

Lg
Hi Diane,

ich habe mich für das ultralangsame Absetzen entschieden weil ich davon überzeugt bin dass es die beste Methode für mich ist. Und deswegen bin ich auch davon überzeugt dass es die beste Methode für alle hier im Forum ist.

Trotzdem bin ich mir bewusst dass Absetzsymptome sehr schwer zu differenzieren sind. Und zwar aus den folgenden Gründen:

1. Ein negativer Placeboeffekt existiert. Und dieser wird bei Leuten die ängstlich sind und sich nicht ablenken können stärker ausgeprägt sein. Ich halte mich für anfällig für den Placeboeffekt. Deswegen halte ich mich auch für anfällig für einen negativen Placeboeffekt. Und der Placeboeffekt wirkt ja nicht nur psychisch sondern auch physisch.
2. Die Grunderkrankung die vor der Einnahme ja da war könnte, bei unwirksamer Dosierung des Medikaments, tatsächlich wieder auftreten.

Aus beiden Gründen ist es sehr schwer die Schulmediziner davon zu überzeugen dass es massive Absetzsymptome bei ADs gibt.

Grüße

Lithium
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von LinLina » Mittwoch, 18.07.18, 21:34

Hallo :-)

ich denke, die aspekte negativer Placebo-Effekt und sogenannte "Grunderkrankung" spielen individuell sicher eine Rolle, die manchmal schwer zu differenzieren sind. Das ändert ja aber natürlich nichts daran, das unterschiedlich körperliche Entzugssymptome vorkommen und bei weitem häufiger sind, als zugegeben wird.

Sehr viele, fast sogar die meisten würde ich sagen, kommen ja hierher wenn sie aus Unwissenheit zu schnell abgesetzt haben, und meist gar nicht mit solchen Problemen rechnen, und Symptome haben die sie noch nie zuvor hatten, da ist es dann relativ eindeutig finde ich.
1. Ein negativer Placeboeffekt existiert. Und dieser wird bei Leuten die ängstlich sind und sich nicht ablenken können stärker ausgeprägt sein. Ich halte mich für anfällig für den Placeboeffekt. Deswegen halte ich mich auch für anfällig für einen negativen Placeboeffekt. Und der Placeboeffekt wirkt ja nicht nur psychisch sondern auch physisch.
Ich erinnere mich dass es auch betroffene gab/gibt, die aus diesem Grund ihre Partner bestimmen ließen wann reduziert wird und sie selbst kannten den Zeitpunkt nicht. Das ist zwar nicht doppelt verblindet, aber dennoch fand ich es sehr eindrücklich dass trotzdem deutliche reaktionen eintraten.
2. Die Grunderkrankung die vor der Einnahme ja da war könnte, bei unwirksamer Dosierung des Medikaments, tatsächlich wieder auftreten.
Absetzsymptome zeigen aber meist ein typisches Muster, tauchen nach der Reduktion auf und werden dann wieder besser beim halten der Dosis. Das spricht definitiv gegen "Grunderkrankung".

Wir haben auch in den Grundlageninfos einen Artikel zur Unterscheidung verlinkt.

Es gibt auch eine Studie die vorschläge macht zur Unterscheidung, ich schaffe es gerade nicht das rauszusuchen.

Liebe Grüße
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Mittwoch, 18.07.18, 22:04

Hallo..

Zudem gibts bei bestimmten Medis das gleiche Absetz-Entzugs-Muster. Oder will man dann behaupten, das zig Leute eine identische Erkrankung haben, die gleichzeitig mit dem Absetzen auftritt?

Ich für mich weiss, das ich die GANZEN Symptome nach dem Absetzen mit absoluter Sicherheit vorher nicht hatte!

Lg
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Lithium » Donnerstag, 19.07.18, 8:24

Hallo Lina, Hallo Diane,

es geht ja nicht darum mich zu überzeugen. Von was ich überzeugt bin kann man an meiner Signatur sehen. Ich persönlich habe sehr viel Respekt, wenn nicht sogar auch etwas Angst vor dem was noch auf mich zukommt. Im Grunde genommen spielt es für mich beim Absetzen nicht mal eine Rolle ob meine Symptome "echte" Absetzsymptome sind oder Symptome die auf einen negativen Placeboeffekt zurückzuführen sind. Ich habe das Gefühl dass man auch einen negativen Placeboeffekt durch langsames Absetzen positiv entgegenwirken kann.

Es geht mir darum wie man eine Studie designen müsste die einen Schulmediziner überzeugen würde. Und dabei müsste man:

1. den negativen Placeboeffekt durch eine Doppelblindstudie gegen "Placebo" - also Patienten die unwissend auf der Ausgangsdosis bleiben - ausschließen.
2. Das Problem mit der Grunderkrankung. Hier ist es viel komplizierter. Es ist unwissenschaftlich die Grunderkrankung von Absetzerscheinungen (welche ähnlich der früheren Grunderkrankung sind) durch ein Muster zu differenzieren. Das mag in den ersten 2 Wochen nach Dosisreduzierung noch sehr glaubwürdig sein. Aber um so länger die Symptome nach Dosisreduzierung anhalten um so unglaubwürdiger wäre es. Besonders wenn die Symptome ähnlich der Grunderkrankung sind.
3. Die Studie müsste repräsentativ sein. Und das wäre hier im Forum unmöglich. Beispielsweise hätte ich mich als ich nach 6-monatiger Einnahme von Mirtazapin im Jahre 2003 und anschließendem schulmedizinischen Absetzen nicht in so einem Forum angemeldet. Warum auch? Es hat alles mehr oder weniger so funktioniert wie vom Arzt vorhergesagt. Jetzt, nach 14 Jahren, habe ich einfach den glauben daran verloren dass es unproblematisch sein wird. Im Gegenteil: Ich rechne mit erheblichen Problemen.

Im übrigen habe ich in einer pharmazeutischen Firma gearbeitet die Doppelblindstudien durchgeführt hat. Es wurden neue Salben gegen Schmerzen entwickelt. Der Effekt von Placebo bei rein körperlichen Problemen war jedes Mal enorm. Die Schmerzen von Patienten wurden in vielen Fällen durch ein Placebo deutlich reduziert bzw. verschwanden komplett. Deswegen würde ich einen positiven wie auch negativen Placeboeffekt nicht unterschätzen.

Viele Grüße

Lithium
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 19.07.18, 9:11

Hallo Lithium,

Mir ist eine Studie bekannt, die konkret Absetzsymptome als Thema hatte.

Zitat
“There is a real need for evidence about whether long-term use of antidepressants is effective for those with milder depression who are treated in primary care. Doctors and patients can often be in a real dilemma and need more information to make choices about medication.”

Mangin and her team are trying to ease that dilemma. They are halfway through a research project involving 330 patients from Christchurch, Auckland and Wellington who have taken the most commonly-prescribed antidepressant, Fluoxetine, long-term to prevent depression recurrence.

Half of patients are continuing to take the antidepressant, while half are being weaned off to placebo. They are being followed for 18 months to monitor recurrence of symptoms of depression, side effects and general social and occupational functioning. Patients are also recording impressions of their own progress – a novel aspect for this type of study.

Mangin says withdrawal symptoms are common when stopping antidepressants, particularly selective serotonin re-uptake inhibitors (SSRIs) such as Fluoxetine.

These withdrawal symptoms are often very similar to the recurrence of depression and patients often, mistakenly, think stopping their medication has caused a relapse.

Mangin’s study will look at which patients experience withdrawal symptoms and which respond best to stopping their medication. The research will have obvious and immediate implications for doctors and their patients when it is completed next year.
https://www.otago.ac.nz/profiles/otago015766.html

Die Ergebnisse wurden noch nicht veröffentlich, in einem Interview hat Dee Mangin allerdings bereits erklärt:

Zitat
https://www.cbc.ca/amp/1.4658787

Mangin can't share all her findings until the paper is published, but she did reveal that some of the patients had to restart the drug because the withdrawal symptoms were unbearable.

She said it's evidence that doctors need to listen to patients when they report problems coming off antidepressants.

"I think that one of the difficulties patients have faced over the years is that reporting these symptoms to friends or family or their doctors and not being believed. To have the symptoms attributed to some sort of psychological illness rather than being heard or acknowledged."

She said although patients have reported the problems for more than 20 years, there's been little research because drug companies are invested in getting new drugs onto the market, "not to get them off."

She credits patients with filling the void.

"I think initially the most important research was done by patients who noticed these clusters of symptoms, who noticed the similarity of what they were experiencing and started to talk to each other online."

For her part, Dr.Mangin says the message for her colleagues is that they need to listen to patients.

"Patients are the experts in the way medicines affect them. Just because it's not written in the drug data sheet, it doesn't mean that it's not a real experience. When numbers of patients are telling us the same thing, we fail to listen to them at our peril."

Ich finde es großartig, dass sie erklärt, dass Betroffene im online Austausch quasi Forschung betreiben, in dem sie ihre Symptome beschreiben und ähnliche Symptommuster erkennbar sind.

Grüsse, Murmeline
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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Donnerstag, 19.07.18, 10:47

Hi..
Im übrigen habe ich in einer pharmazeutischen Firma gearbeitet die Doppelblindstudien durchgeführt hat. Es wurden neue Salben gegen Schmerzen entwickelt. Der Effekt von Placebo bei rein körperlichen Problemen war jedes Mal enorm. Die Schmerzen von Patienten wurden in vielen Fällen durch ein Placebo deutlich reduziert bzw. verschwanden komplett. Deswegen würde ich einen positiven wie auch negativen Placeboeffekt nicht unterschätzen.

U wie lang gingen die Studien?
Manche werden nur ein paar Wochen durchgeführt.. keiner nimmt sich Zeit für Langzeitstudien, die wirklich über Jahre gehen! Dazu dienen wir Patienten dann als Versuchskaninchen u wenn Beschwerden auftreten, die in der 4-6 Wöchigen Studie nicht auftraten, werden dann als Psyche, Grunderkrankung o Placebo abgefertigt!
Zudem wissen viele nicht, das man zb an sich nicht aufgelistete NW melden kann. Würden wir dies hier allesamt tun, würde man es nicht ernst nehmen!

@Oliver

Ich habe mich erkundigt zwecks Studie. Leider kostet es unmengen. Man müsste sich an ein Institut richten o man findet jmd, der zum Thema schon eine am laufen hat.Da kann man sich mit einbringen. Ansonsten bräuchten man eventuell einen Arzt, der mit uns zusammen eine Studie durchführt. Dieser bräuchte nichts zahlen (bin mir aber unsicher)...

Lg
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Marko92

Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Marko92 » Donnerstag, 19.07.18, 11:46

Hallo in die Runde :pillowtalk:
Diane hat geschrieben:
Mittwoch, 18.07.18, 17:06
Das Forum besteht seit 15J. Ab wann kann man zb solch Erfahrungsberichte wie hier in Studien einfließen lassen?
Der anonyme Austausch im Forum ist zur Selbsthilfe nützlich und für viele die einzige Möglichkeit, überhaupt mit anderen über ihre Probleme zu reden, aber für Aussenstehende sind es anonyme Beiträge von Unbekannten. - Subjektiv, nicht immer konkret und vollständig, teils verfremdet, um nicht erkannt zu werden.
Die Beiträge können eine Anregung sein, weiterzuforschen, für Studien oder Öffentlichkeitsarbeit geht es nicht anonym.

In manchen Depressionsforen findet man Links, wo man sich an Online-Studien beteiligen kann.
Allerdings sind das Fragebögen, die schon festlegen, worum es geht, entweder man kreuzt vorgegebene Antworten an oder man kann frei formulieren (meistens weniger, weil schlechter auszuwerten).
Da ging es auch schon mal ums Absetzen, glaub ich.

Problem bei diesen Online-Befragungen ist, dass sie meistens von Studenten gestartet werden, die ja öfters in Seminaren irgendwelche Arbeiten abliefern müssen und die Bedeutung nicht so gross ist, ausser, dass der Student ein Seminar bestanden hat.

Um wirklich ernst genommen zu werden, braucht man einen schon etwas bekannteren Ansprechpartner, der in Fachkreisen ernst genommen wird, Professor, Arzt/Psychologe/Therapeut, der sich mit dem Thema beschäftigt und Foristen, die sich real und persönlich mit ihrer Geschichte bereit erklären würden, an einem Projekt mitzuwirken.

Nebenwirkungen melden finde ich wichtig, dann gehen persönliche Erfahrungen nicht verloren.

LG Markus

Lithium
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Lithium » Donnerstag, 19.07.18, 12:56

Murmeline hat geschrieben:
Donnerstag, 19.07.18, 9:11
Hallo Lithium,

...Mir ist eine Studie bekannt, die konkret Absetzsymptome als Thema hatte....

Hi Murmeline,

ja die Studie sieht vielversprechend aus. Es gibt nur einen Haken: Der Reduktionsschritt liegt pro Woche bei 50%. Nach 4 Wochen ist jeder Patient auf 0. Das heißt es wird nach schulmedizinischen Maßstäben abgesetzt. Und dabei ist klar dass mit starken Absetzsymptomen zu rechnen ist. Das Problem ist außerdem dass dadurch eine gewisse Entblindung der Studie stattfindet. Das heißt Patienten die um 50% reduzieren pro Woche merken wahrscheinlich sehr schnell dass sie im Placebo Arm eingeteilt sind.

Grüße

Lithium
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Murmeline » Donnerstag, 19.07.18, 13:03

Hallo Lithium,

wo steht die Info über die reduktionsschritte? Bitte gib die Quelle als Info an, danke! Dee ist übrigens Teil des RXISK Teams https://rxisk.org/about/team/

Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Lithium » Donnerstag, 19.07.18, 13:50

Murmeline hat geschrieben:
Donnerstag, 19.07.18, 13:03
Hallo Lithium,

wo steht die Info über die reduktionsschritte? Bitte gib die Quelle als Info an, danke! Dee ist übrigens Teil des RXISK Teams https://rxisk.org/about/team/

Murmeline
Hi Murmeline,

das hab ich gefunden:

https://www.anzctr.org.au/Trial/Registr ... x?id=82860

"Placebo masked tapered cessation of current selective serotonin reuptake inhibitor antidepressant medication. Participants in the intervention group will have their medication tapered over a month to placebo which will continue for 18 months. The dose of active drug in each capsule will be halved each week for the first four weeks then discontinued. The placebo is a non lactose inert powder filled oral capsule. After the taper period both the active drug and the placebo/taper arm will continue to take one tablet daily for the 18 month study period."

Die Studie gefällt mir sehr gut. Besonders weil sie sogar triple blinded ist. Die Geschwindigkeit der Reduktion ist meiner Ansicht nach so schnell dass durch die Absetzsymptome eine Entblindung stattfinden könnte. Besonders weil damit der Teil für die Nachuntersuchungen über 18 Monaten etwas angreifbar wird.

Wie gesagt, ich hab nie gesagt dass es keine starken Absetzsymptome gibt. Ich meine nur dass sich zusätzlich zu den normalen Absetzsymptomen ein gewisser negativer Placeboeffekt dazugesellt welcher bei manchen stärker und manchen schwächer ausgeprägt sein dürfte.

lg

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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Donnerstag, 19.07.18, 14:17

Hallo...

Aber wer sagt, das es auch nach langsamen reduzieren keinen Entzug geben kann lithium? Es klingt leider so, das Du es teilweise on Frage stellst. Warum?
Es gibt Berichte, das zb manche Firmen Studien fälschten u in Millionenhöhe Strafen zahlen mussten. Hatte ich vor kurzem erst verlinkt, weiss abee nicht mehr wo... Vielleicht weiss es jmd aus dem Team noch.

U es gibt leider keine Studien, jedenfalls bekam ich noch keine Studie unter den Augen, das es keine Langzeitschäden gäbe. Es wurde meines Wissens noch nicht richtig untersucht.

U warum gibt es immer mehr Ärzte, die fordern, das die Absetzsymptome im Packungsbeilagenzettel als " Entzug" beschrieben werden?
Auch äussern sich immer mehr Ärzte dazu u sprechen gegen Argumente der Pharmaindustrie...

Lg
Ich nahm 2015 150mg Venlafaxin. Dank diesen Forums schlich ich mit Kügelchenmethode aus (7Monate). Bei 0mg angekommen, gings mir 2 Wochen gut, dann trat die Hölle auf Erden ein. Ich hatte zum Schluss zu schnell reduziert. Ich war monatelang bettlägrig, schlimmste Angstzustände, Herzprobleme, 20kg Abnahme was Vitaminmangel mit sich brachte, die ich dank Entzug mit Nahrungsmittelergänzungspäperate nicht beheben konnte, vorallem mein Vitamin D3 war krankhaft niedrig. Ich war kaum noch lebensfähig, mehr Wellen als Fenster.
Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
Zig Untersuchungen habe ich durch. Dank Venla habe ich Marklagerläsionen im Hirn, was Ärzte aber nicht aufs Medi schieben, wie auch den Rest meiner Symptome.
Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

Aktuelle Medikamente Januar 2018:

Nebivolol seit 1.März 0mg

Vitamin D3 mit K2 alle 2 Tage 5000ie mit 100yu K2


Link zum Absetzten.. Quelle NDR Visite/youtube
(Hier wird auch das Forum erwähnt)

https://youtu.be/KirFj2mTn48

Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Donnerstag, 19.07.18, 16:07

Hi...

Ich schmeiss einfach wortlos diesen Link hier rein. Einige kennen ihn ja 😁

https://www.depression-heute.de/falscha ... hauptungen

Lg
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Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
Die Schwäche kommt oft noch durch.
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Den Rest würde ich gern im Thread beschreiben bzw austauschen, da ich weiss, das viele offline gehen nachdem sie beschwerdefrei sind.

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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Donnerstag, 19.07.18, 16:12

Huhu Lithium,

Hier ein interessanter Link für Dich in hinsicht Placebo.

:)

Hier wird nicht nur von einem Placeboeffekt beim Absetzen, sondern auch bei Einnahme gesprochen.

https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... rmaka.html


Lg
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Heute, ca 2j später, gehts einigermaßen. Ich kann mit 5000ie alle 3 Tage meinen VD3 auffüllen, einigermaßen wieder essen, vertrage aber noch nicht alles. Mein NS ist noch sehr gereizt, vorallem bei Stress u im Zyklus ( starke PMS, Unruhe, Kreislaufbeschwerden)...
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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Donnerstag, 19.07.18, 16:31

Huhu Oliver,


Der Link dazu ist im obigeren Beitrag.
Wie verzweifelt müssen wir sein?"

Doch was sind die Alternativen? Hier sieht es offenbar düster aus. Professor Gerhard Gründer von der Universität in Aachen zeigte auf dem Kongress ein 100 Jahre altes Foto von psychisch Kranken in Eisbädern. Mit dieser Schocktherapie hatte man damals versucht, Depressiven zu helfen.

Heute erhitzt man sie, sagte er und verwies auf eine aktuelle Publikation zur Hyperthermiebehandlung. "Was tun wir hier eigentlich? Wie verzweifelt müssen wir sein? Keiner glaubt doch ernsthaft, dass die Hyperthermie einen spezifischen antidepressiven Effekt hat."

Gründer nannte eine Reihe weiterer Schockbehandlungen, die es in der Vergangenheit zu zweifelhaftem Ruhm gebracht hatten, etwa die Insulinkomatherapie oder die Lobotomie. "Wir stören damit allenfalls die Hirnfunktion." Ähnlich kritisch sieht der Psychiater Versuche mit Psilocybin und Ketamin. "Ketamin ist doch das beste pharmakologische Modell für eine Schizophrenie, und ausgerechnet damit hoffen wir, eine bessere antidepressive Wirkung zu erzielen als mit den bisherigen Medikamenten?"

Neue Endpunkte für Langzeitstudien!

In unserer Verzweiflung, so Gründer, sei uns jedes Mittel recht, um die Hirnfunktion zu stören und den Hamilton-Score um einige Punkte nach unten zu drücken. Jedoch könne niemand sagen, wie lange die Wirkung anhalte und welche Langzeitfolgen damit in Kauf genommen werden.

Er forderte daher Langzeitstudien und neue Endpunkte, die auch die Lebensqualität und das psychosoziale Funktionsniveau berücksichtigen. Nur so könnten wir feststellen, ob wir über das Niveau von Schocktherapien hinausgekommen sind.




Schau mal hier... Ein Professor aus AACHEN , der neue Studien auffordert. Vielleicht könntet ihr als Team ihm auf das Forum aufmerksam machen? Versteh mich bitte nicht falsch, aber Dein Forum gibts seid 15J u magst Du Dich nichtmal an gewissen Stellen wenden?

Lg
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Jamie
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Oliver
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Oliver » Donnerstag, 19.07.18, 17:28

Hallo Diane,
Diane hat geschrieben:
Donnerstag, 19.07.18, 16:31
Vielleicht könntet ihr als Team ihm auf das Forum aufmerksam machen? Versteh mich bitte nicht falsch, aber Dein Forum gibts seid 15J u magst Du Dich nichtmal an gewissen Stellen wenden?
Ich weiß nicht, ob ich Dich falsch verstehe, aber ich möchte gern folgendes klarstellen ... so für alle Fälle:

Das Team tut was es kann und jede(r) entscheidet selber, was und wie viel das ist. Daher möchte ich darum bitten solche Formulierungen, die als unfaire Anspruchshaltung an das Team missverstanden werden können, tunlichst zu vermeiden. Danke :)

Wenn Du denkst, da kann man vielleicht was bewegen, dann trete selber gerne in Kontakt mit dem Professor und schau, was sich daraus ergibt. Wenn er dann auf uns zukommt und irgendeine Art von Kooperation in einer Studie anbietet, die er plant, finanziert und durchführt, dann werden wir uns überlegen, wie wir damit umgehen.

LG
Oliver
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Diane
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Re: ADs wirken doch!?

Beitrag von Diane » Donnerstag, 19.07.18, 17:34

Hallo Oliver,

Das war nicht herablassend gemeint. Das hast Du falsch interpretiert.
Wie soll ich als Mitglied was in die Wege leiten? Und dann noch im Namen des Forums, wo ich kein Teammitglied bin? Das obliegt mir einfach nicht u wenn, dann solltet ihr als Team den Ball ins rollen bringen. Von mir war's lediglich ein Gedankenanstoss, das man nach 15j einfach mal einen anderen Weg einschlagen KÖNNTE.

Lg
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