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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Homöopathie

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Katharina
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Homöopathie

Beitrag von Katharina » Samstag, 29.04.17, 14:35

Guten Tag!

Vor vielen Jahren bekam ich hom zur Behandlung meiner Leber.
In Italien.

Man sagte mir das während homöopathischen Behandlungen eine
Minzfreie Zahnpasta, so wie der Verzicht auf Salmiak wichtig sei.

Wisst Ihr etwas darüber?

Danke, und ein schönes Wochenende,
Katharina
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Re: Homöopathie

Beitrag von Hoffnungsschimmer » Samstag, 29.04.17, 15:14

Hallo Katharina,
Also meine Homöopathin meint das stimmt nicht.
Ich hab sie auch darauf angesprochen.
Nur auf Kaffee sollte man 2 Stunden vorher und nachher verzichten.
Lg
Hoffnungsschimmer
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2010 Sertralin mg?? Wegen Panikattacken
2011 Umstieg auf Citalopram 10mg (wegen Kinderwunsch)
2014 hochdosiert auf 20mg (wegen erneuten Panikattacken)
08/15 runterdosiert auf 10mg (Totalzusammenbruch)
09/15 hochdosiert auf 20mg + 12,5mg Atarax + 75mg Tritticoä
11/15 hochdosiert auf 30 mg + 12,5 mg Atarax + 50mg Trittico
12/15 Trittico reduziert auf 12 mg
5.1.16 Trittico abgesetzt
14.1.16 Atarax reduziert auf 11,25 mg
15.1.16 auf 9,375mg
18.1.16 auf 8,125mg
24.1.16 auf 6,25mg (beginn der Zwangsgedanken, aber noch eher schwach, Halsschmerzen, Ohrgeräusch lauter)
31.1.16 auf 5,625mg (immer wieder ZG)
3.2.16 auf 5mg (immer wieder ZG)
5.2.16 auf 4,375mg (immer wieder ZG)
8.2.16 auf 3,75mg - (Kopfschmerzen, starke Halsschmerzen und immer wieder ZG)
18.2.16 auf 3,25mg - ab jetzt wirds schwierig! Ohrgeräusch wieder lauter
21.2.16 auf 2,50mg - ich gebe nicht auf ;-)
29.2.16 auf 2,19mg - Reduktionsschritte werden jetzt kleiner (1x Panikattacke und 3Tg Schwindel, Durchfalll)
21.3.16 auf 1,88mg - (Ängste, und Unruhe)
26.3.16 auf 1,56mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
29.3.16 auf 1,25mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
01.4.16 auf 0,97mg - keine Absetzsymptome nur ganz leichte ZG
04.4.16 auf 0,63mg - keine Absetzsymtome (Zyklus hat sich um 3 Tage verschoben)
07.4.16 auf 0,32mg - (Halsschmerzen, starke Kopfschmerzen)
10.4.16 auf 0,16mg - keine Absetzsymptome
14.4.16 auf 0mg :D
mir gehts SUPER!!! Zwangsgedanken sind wie weggeblasen!!!!
_____________________________________________________
13.3.16 Citalopram mit 5% angetestet - ging gut
Citalopram Start am 2.6.2016 Ausgangsdosis 28,5mg
2.6.16 auf 25,5mg
4.7.16 auf 22,5mg
7.8.16 auf 21,75mg
24.8.16 auf 20mg
21.9.16 auf 19mg
22.10.16 auf 17,5mg
18.11.16 auf 16mg
15.12.16 auf 13,5mg
11.1.17 auf 12,5mg
8.2.17 auf 11,25mg
9.3.17 auf 10,5mg
25.3.17 auf 10mg :party2: 2 Drittel weg (auf Marke Bluefisch gewechselt)
22.4.17 auf 9,5mg (nicht geeignet für die Wasserlöstechnik)
4.5.17 gewechselt auf Marke Sandoz
19.5.17 auf 9mg
12.6.17 auf 8,5mg
3.7.17 auf 8mg, 5.7.17 wieder zurück auf 8,5mg
24.7.17 auf 8mg
24.8.17 auf 7,5mg
26.9.17 auf 7mg
24.10.17 auf 6,5mg
21.11.17 auf 6mg
22.12.17 auf 5,5mg
27.1.18 auf 5mg
7.4.18 auf 4,5mg
13.5.18 auf 4,25mg
10.6.18 auf 4mg
8.7.18 auf 3,5mg
5.8.18 auf 3mg
5.9.18 auf 2,5mg
25.10.18 auf 2,25mg
23.11.18 auf 2mg
22.12.18 auf 1,75mg
19.1.19 auf 1,40mg
10.3.19 auf 1,20mg
5.4.19 auf 1mg
3.5.19 auf 0,80mg

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Re: Homöopathie

Beitrag von TeaTime » Samstag, 29.04.17, 17:41

Liebe Katharina,

bin im Momen bei einem Heilpraktiker in Behandlung, der mir auch empfahl eine Zahnpasta ohne Minze zu nutzen.
Die Minze verhindere/verlangsame/störe die Aufnahme der homöopathischen Mittel über die Mundschleimhaut.
Gibt sogar extra Zahnpasta dafür, von Elmex z.B.

Dazu, wie Hoffnungsschimmer sagt, am besten keinen Kaffee. (Trinke ich ohnehin nicht)

Hier noch ein LINK dazu, denn da gibt es noch mehr Hinweise.

https://www.homoeopathie-preetz.de/homo ... mehinweise

Lieben Gruß,

TeaTime
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Re: Homöopathie

Beitrag von Katharina » Samstag, 29.04.17, 20:56

Vielen vielen Dank Euch beiden!

Ein schönes wärmeres Wochenende,
Liebe Grüsse
Katharina
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Re: lollarossa: Amisulprid absetzen / Kaltentzug Escitalopram wg. Falschverordnung

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 05.07.18, 10:35

Hallo nexus,

lass die Menschen bitte ihren Weg gehen.
Niemand zwingt dich Homoöpathie zu benutzen oder einzunehmen.
Und wo die Menschen ihre Mittel besorgen, dass darf man auch getrost ihrer Eigenverantwortung überlassen.

Ich finde solche Beiträge alles andere als hilfreich.
Irgendwo reinschneien und einen zynischen Kommentar da lassen. Wem ist damit gedient?
Keinem. Nur, dass du dich subjektiv besser fühlen kannst auf Kosten anderer.

Grüße
Jamie
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Re: Homöopathie

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 05.07.18, 14:01

Hallo Zusammen :-)

Ich finde das von Nexus :-) gepostete Video grundsätzlich anschaulich und informativ um die wissenschaftliche Sicht auf Homöopathie zu kennen.

Wenn jemand für sich entscheidet, Homöopathie einnehmen zu wollen, ist es aber nicht hilfreich als Antwort einen kurzen abwertenden und nicht besonders freundlichen Beitrag "einzuwerfen".

Wir haben deswegen den Beitrag aus dem persönlichen Thread hier in den Homöopathiethread verschoben, hier kann das bei Bedarf auch diskutiert werden.

Man kann ja in der Wissenschaft überhaupt nichts mit letzer Sicherheit beweisen, aber soweit ich informiert bin ist die Studienlage insgesamt so zu beurteilen dass Homöopathie nicht besser als Placebo wirkt. Dazu kommt ja dass der Wirkmechanismus wissenschaftlich nicht mal ansatzweise zu erklären ist bisher bzw. unlogisch ist nach dem was man aktuell weiß.

Wenn jemand persönlich gut darauf anspricht finde ich es dennoch völlig legitim damit zu arbeiten, aber die Info über die wissenschaftliche Sicht finde ich schon grundsätzlich in Ordnung um informiert zu entscheiden.

Ein verantwortlicher Homöopath würde wahrscheinlich nie seinen Patienten dazu raten alle schulmedizinischen Möglichkeiten der Krebstherapie von vornherein außer acht zu lassen und nur Kügelchen zu nehmen, aber die Gefahr besteht m.M.n. schon dass Betroffene nicht informiert entscheiden können wenn der Hinweis auf die Chance der Wirksamkeit laut studien/wissenschaft fehlt (ist aber auch bei konventionellen Therapien oft so, dass die Patienten gar nicht die tatsächlichen Risiken und Chancen beurteilen können)

Ich weiß dass sehr viele hier im Forum mit Homöopathie unterstützen, ich würde auch niemandem das schlecht machen wollen. Ich habe auch kein Problem damit wenn man zu einem Schamanen geht mit dem man sich wohl fühlt und wenn das hilft, ich könnte mir das auch selbst vorstellen wenn ich da bei jemandem ein gutes Gefühl hätte obwohl das wissenschaftlich gesehen natürlich auch "Unsinn" ist. Das macht mir aber nichts, ich kann damit gut leben mit dem widerspruch.

Ich habe auch schon Homöopathie probiert, verschiedenes zu verschiedenen Zeiten und gegen verschiedene Probleme, auch bei einer richtigen Anamnese bei einer Homöopathin und auch Bachblüten, bei mir tut das gar nichts und auch nicht bei meiner Hündin früher, wenn ich da Erfolge gehabt hätte würde ich es evtl. auch nehmen egal ob es nur Zuckerpillen sind oder nicht. Wenn mein Körper meint dass es hilft :wink:

Aber die Info darüber dass es rein wissenschaftlich betrachtet kaum Anlass gibt eine biochemische wirkung anzunehmen finde ich durchaus sinnvoll.

Ich fühle mich immer wieder in diesem widerspruch den ich selbst gar nicht als so schlimm empfinde - einerseits kann ich die Dinge ganz naturwissenschaftlich betrachten und das ist mir auch ganz wichtig - und andererseits habe ich ein starkes spirituelles Gefühl.

Ich muss daher weder "Alternativmedizin" noch Kritik daran von vornherein ablehnen.

Für mich bedeutet das, Homöopathie und manche anderen Verfahren sind rein wissenschaftlich gesehen unsinn, aber deswegen kann ich dennoch mit diesem Wissen wenn ich das möchte diese Dinge probieren und mich auf manches (nicht alles) einlassen.

Ich kann auch gleichzeitig schreiben dass etwas wissenschaftlich gesehen Unsinn ist und kann es trotzdem für mich wertschätzen und nutzen wenn es mir aus mir unerfindlichen Gründen gut tut :?

Für mich ist es im aber sehr wichtig, zu wissen worauf ich mich einlasse um zu entscheiden ob ich das möchte.

Liebe Grüße
Lina
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Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Homöopathie

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 05.07.18, 17:38

Hallo ,
LinLina hat geschrieben:
Donnerstag, 05.07.18, 14:01
Man kann ja in der Wissenschaft überhaupt nichts mit letzer Sicherheit beweisen, aber soweit ich informiert bin ist die Studienlage insgesamt so zu beurteilen dass Homöopathie nicht besser als Placebo wirkt.
"nicht besser als Placebo" ,das wird oft abwertend gebraucht, aber wer weiss, WIE GUT Placebos wirken. Das ist teilweise erstaunlich, denn im Grunde helfen Placebos unserem Körper "es selbst zu tun" , beispielsweise Endophirne auszuschütten oder andere Substanzen - und das Placebo stubst den Körper nur an und sagt ihm, wohin die Reise gehen soll.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... hp?id=4096

https://www.aerzteblatt.de/archiv/16026 ... nd-messbar

liebe Grüße Arianrhod

Also wenn ich was Homöopathisches nehme und jemand sagt mir: "Das ist doch nur Placebo!" , dann könnte ich antworten: "Na hoffentlich!" :D
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Re: Homöopathie

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 05.07.18, 17:44

Liebe Arianrhod :-)

es geht ja um die Frage, ob es biochemisch etwas im Körper direkt als Substanz verändert, oder nicht :D

Aber ich weiß was du meinst. Der Placebo Effekt ist bei ganz vielen schulmedizinischen Medikamenten größer als der eigentliche Effekt, und kann auch bei schweren Erkrankungen sehr hilfreich sein und wirklich etwas im Körper bewirken, nur eben nicht weil es eine bestimmte Substanz ist die spezifische Dinge tut im Stoffwechsel, sondern weil wir den Körper durch die Einnahme und die Begleitumstände sowie positive Erwartung auf die Heilung einstellen.

Um den Plazebo Effekt maximal auszunutzen ist es denke ich sinnvoll, vor allem Behandlungen zu versuchen, mit denen man sich wohlfühlt, man positive Gefühle und Erwartungen damit verbindet.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Homöopathie

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 21.07.18, 18:20

Hallo,

ich bin jetzt bei einem naturkundlich und homöopathisch ausgerichteten Arzt in Behandlung. Ich lasse mich jetzt darauf ein, bin offen - und will etwas lernen.
Was ich sehr interessant fand, bei den Tests kam heraus, dass ich mental auf 100% bin aber auch intuitiv und sensitiv auf 90 %. Ich könnte sozusagen beides ....... Bauchgefühl und Kopf....
Mein Lebensproblem ist wohl, dass ich sehr schnell erschöpft bin,
der Kopf will aber weiter machen,
ich erkenne meine Belastungsgrenzen nicht
bis zum Zusammenbruch
Seelische Erkrankungen sind bei mir nicht wahrscheinlich, wenn ich mich NICHT übernehme.
Ich bin kritisch, aber in einer Dreiviertel Stunde hat mir der Arzt mehr gesagt als andere Ärzte in einem Jahr, was mein Problem ist.....

Mit Psychose oder Depression hat das natürlich nichts zu tun.....

liebe Grüße Arianrhod
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Re: Homöopathie

Beitrag von Lithium » Samstag, 21.07.18, 18:35

Arianrhod hat geschrieben:
Samstag, 21.07.18, 18:20

Was ich sehr interessant fand, bei den Tests kam heraus, dass ich mental auf 100% bin aber auch intuitiv und sensitiv auf 90 %. Ich könnte sozusagen beides ....... Bauchgefühl und Kopf....
Hi Arianrhod,

ich bin was Homöopathie angeht eher kritisch. Aber dass gut inszenierte Placebos (soll nicht abwertend klingen) manchmal sensationell wirken ist natürlich klar.

Da ich mich nicht besonders in den Bereich auskenne würde mich mal interessieren wie diese Tests ablaufen in denn du "Mental 100%" und "Intuitiv 90" bekommen hast.

Liebe Grüße

Lithium :)
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Re: Homöopathie

Beitrag von Arianrhod » Sonntag, 22.07.18, 14:53

Lithium hat geschrieben:
Samstag, 21.07.18, 18:35
Arianrhod hat geschrieben:
Samstag, 21.07.18, 18:20

Was ich sehr interessant fand, bei den Tests kam heraus, dass ich mental auf 100% bin aber auch intuitiv und sensitiv auf 90 %. Ich könnte sozusagen beides ....... Bauchgefühl und Kopf....
Hi Arianrhod,

ich bin was Homöopathie angeht eher kritisch. Aber dass gut inszenierte Placebos (soll nicht abwertend klingen) manchmal sensationell wirken ist natürlich klar.

Da ich mich nicht besonders in den Bereich auskenne würde mich mal interessieren wie diese Tests ablaufen in denn du "Mental 100%" und "Intuitiv 90" bekommen hast.

Liebe Grüße

Lithium :)
Hallo Lithium,

der Test ist im Rahmen der Psychosomatischen Energetik, da es aber nur komerzielle Seiten dazu gibt, wollte ich sie nicht verlinken.
Ich selbst glaube auch eher, dass Homöopathie Placebo ist ..... aber ich bin auch sehr beeindruckt von Placebos und habe weiter oben darüber geschrieben.
Dazu kommt, dieser Arzt ist so was von ....wie soll ich sagen: gütig , menschlich. Er hat keinen PC auf dem Tisch, er schaut mich die ganze Zeit an, wenn er mit mir spricht und er strahlt eine unglaubliche Ruhe aus.
Wenn mein Problem wirklich Hektik und Erschöpfung sind , ist das für mich richtig.....
die Psychiater früher waren ja noch hektischer und aufgeregter als ich selbst.... 8-) ....
Was mir auch wichtig war: Der Doctor ist zwar Naturheilkundler, doch ein wirklicher Doctor der Medizin , also nicht jemand, der gerade mal einen Wochenendkurs gemacht hat.

liebe Grüße Arian
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Re: Homöopathie

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 13.02.19, 7:04

Hallo, nexus.

Ich gebe Dir irgendwie recht.

Für mich ist Homöopathie Placebo plus Zuwendung, während die Selbstheilung das ihre tut.
Aber wenigstens ohne gefährliche Nebenwirkungen und Folgeschäden.
Wer das Geld dafür hat und wem es hilft: warum also nicht?
Ich hab es auch ausprobiert, mir hat es überhaupt nichts gebracht und ich bin demnach durch mit dem Thema.

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Re: Homöopathie

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 13.02.19, 7:47

Hallo Nexus,

ich finde, Du vergreifst Dich hier ziemlich im Ton. Meinst Du nicht, daß jeder hier in der Lage ist, selber zu entscheiden, was ihm hilft, was er tun möchte oder eben auch nicht?
Nur weil Du das "Bullshit" und "Quatsch" findest, nur weil Du offensichtlich auf Scharlatane und Austrickser hereingefallen bist, bedeutet das nicht, daß es immer so sein muß.

Im Gegensatz zu allen möglichen Mitteln, die Du und wir alle von verantwortungslosen Ärzten bekommen haben, schadet die Homöopathie meist nicht und für manche incl. mir ist sie eine echte Hilfe. Ausgebeutet hat mich deshalb noch niemand und im Gegensatz zu chemischen Arzneimitteln sind die Mittel auch noch richtig preisgünstig. Auch hat mir bisher niemand was aufgeschwatzt was ich nicht wollte.

Du willst, daß Deine Meinung akzeptiert wird, dann solltest Du auch den Weg derer, die anders denken, akzeptieren.

Gruß, Towanda
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05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin
03.07.19 - 3,10 mg Mirtazapin

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Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: Homöopathie

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 13.02.19, 7:48

Hallo ihr,
muß meinen Senf auch dazugeben - zuallererst, mir persönlich helfen homöopathische Mittel, aber zum Thema "nur Placeboeffekt" 2 eigene Erfahrungswerte:

1. Meine Enkelin hatte große Beschwerden beim Zahnen,sie schrie ständig vor Schmerzen. Es half nichts, die Apothekerin empfahl homöopathische Globuli (den Namen weiß ich nicht mehr - sind aber speziell für diese Indikation vorgesehen). Fakt ist, daß sich meine Enkelin immer eine kurze Zeit nach der Einnahme beruhigte.

Und nun komme mir bitte keiner, es lag an der mütterlichen Zuwendung, die bekam sie vorher auch oder daran, daß sich die Hoffnung auf Linderung von der Mutter aufs Baby übertrug.
Denn diese Hoffnung hatte meine Tochter bei der vorherigen Gabe diverser Tees auch, was aber keine Linderung brachte.

2. Unser Hund hatte Silvester immer wahnsinnige Angst - die wurde absolut gemindert durch Bachblütentropfen, auch vom Tierarzt empfohlen - Placeboeffekt?

Viele Grüße Anna
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Homöopathie

Beitrag von 0816 » Mittwoch, 13.02.19, 15:52

Hallo,
Für mich ist Homöopathie physikalisch komplett unplausibel und ich halte es auch für sehr zweifelhaft der Schulmedizin (leider oft zurecht) profitorientiertheit vorzuwerfen aber bei Homöopathie die Augen vor der selben Profitorientierung zu verschließen. Aber das muss jeder selbst wissen.
Ich glaube letztlich an die wissenschaftliche Methode und vertraue deshalb auf Medikamention, die sich einer wissenschaftlichen Studie stellt. Ja die Pharmaindustrie manipuliert Studien zum Teil. Aber trotzdem hat die wissenschaftliche Methode einen medizinischen Fortschritt erreicht, der im 19 Jahrhundert unerreichbar schien. Und der Homöopathie gelingt es ja leider nichtmal halbwegs überzeugende manipulierte Studien vorzulegen.
Fakt ist, dass nach aller naturwissenschaftlicher Theorie Globuli keinen Wirkstoff enthalten können und lediglich aus Zucker bestehen. Und diese Meinung vertreten nicht nur konkurierende Pharmaunternehmen sondern auch Chemiker, die nichts mit Medikametenentwicklung zu tun haben.

Wer trotzdem dran glauben möchte, soll das gerne tun und der Placeboeffekt ist stark aber ich persönlich stimme Nexus zu und lehne Homöopathie ab. Das gilt so nicht für natürliche Arzneimittel ohne Potentierung, da hier zumindestens theoretisch eine Wirksamkeit mögich ist auch wenn in diesem Bereich oft ebenfalls ein Mangel an Studien besteht.

Mein Hausarzt nutzt auch Homöopathie und anthroposophiesche Produkte aber er akzeptiert das ich sie nicht nehme und nimmt sich trotzdem recht viel Zeit. Damit bin ich soweit zufrieden. Wenn mir jemand nachhaltig versucht Homöopathie zu verkaufen, bin ich weg.

Und zu positiven Einzelfallbeispielen: Man darf nie Korrelation mit Kausalität verwechseln auch wenn es dem Menschen schwerfällt. Wenn ich etwas nehme und Beschwerden danach verschwinden mag das an den Tabletten liegen oder purer Zufall sein. Deshalb ist für mich die Aussagekraft von Einzelfällen nicht stark.

Ich habe bei meinen Ohrtabletten schon zweimal eine Verbesserung durch Betavert erlebt, dass Offlabel angewandt wurde. Ich bin mir aber bis heute nicht sicher, dass ein Wirkzusammenhang wirklich besteht, da die Studienlage negativ ist. Ich nehme es trotzdem wenn en Anfall auftritt, glaube aber eher an eine Placebowirkung. Wer positive Erfahrungen mit Homöopathie gemacht hat, soll gerne an ihre Wirksamkeit glauben. Aufgrund der fehlenden Wirkstoffkonzentration schaden Gluboli zumindestens niemandem außer dem Geldbeutel, während man mit schlecht erforschter Schuldmedizin ein Risiko eingeht.

Das ist meine Meinung zu dem Thema. Ich habe mich bisher nicht dazu geäußert aber ich finde es nicht fair so auf Nexus einzuhauen und gebe daher mal meinen Senf dazu, was ich sonst gelassen hätte ;)

MFG
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Psychische Probleme seid Kindesalter mit unterschiedlicher Manifestation. Verschiedene Diagnose wobei ich eigentlich nur eine Angststörung als wirklich treffend ansehe.

Einnahme von Zolpidem als Schlafmittel seit 18. Lebensjahr. Zunächst 5 mg, später 10 mg.
2004 psychischer Zusammenbruch mit traumatischer Psychatrieerfahrung. In Psychatrie hohe Dosen Lorazepam erhalten. Mehrere Jahre Psychotherapie und Versuche mit etlichen Antidepressiva. Antidepressiva haben bei mir weder wirkliche Wirkung gezeigt noch Absetzprobleme bereitet. Letzte Einnahme ca. 2010
Erst ab 2007 wieder halbwegs geregeltes Leben.
Seit 2008 sich verstärkende gesundheitliche Probleme (starke Schleimbildung, starker Tinnitus, Hörsturz, allergische Reaktionen bei Sport bis hin zu allergischem Schock).
2012 im Rahmen von Studienabschluss vom Hausarzt Atosil als weitere Einschlafhilfe erhalten (15 Tropfen).
Seit 2014 deutliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes mit mehreren Hörstürzen und Verschlimmerung der Verschleimungsproblematik.
Seit 2015 Zusammenbruch des geregelten Lebens.
Seit 2016 massive Probleme mit Zolpidemeinnahme nach einmaliger Einnahme einer hohen Dosis (Tagesmüdigkeit, trockene Augen, häufig nur Augenschlitze, verzögertes Wahrnehmungsvermögen, Kopfschmerzen, paradoxe Reaktion auf Zolpidem)
Absetzversuch Zolpidem mit Substitution mit Oxazepam gescheitert, ebenso kalter Entzug aufgrund erneuter Hörstürze in Zusammenhang mit fehlendem Schlaf.

Seit August 2018 Versuch der ambulanten Entzugs über Diazepam. Deutlich bessere Entzugssymptomatik im Gegensatz zu Zolpidem und Oxazepam.

August 2018: 6 mg Diazepam, 10 Tropfen Atosil
September 2018: 5 mg Diazepam, 6 Tropfen Atosil
zur Zeit: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil
seit 9.10.18: 4 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
seit 13.10.18: 4 mg Diazepam, 3 Tropfen Atosil aufgrund neuerlichem Hörsturz und massiven Schlafproblemen.
18.10.18 Aufgrund zwei Nächte kompletter Schlaflosigkeit und extremer Ohrprobleme wieder zurück zu 4 mg Diazepam und 10 Tropfen Atosil
30.10.18 3,5 mg Diazepam, 7 Tropefen Atosil + 3 Bedarf
19.11.18 3,0 mg Diazepam, 7 Tropfen Atosil + 3 Bedarf extreme und Ohrprobrobleme
04.12.18 2,5 mg Diazepam 7 Tropen Atosil
26.12.18 2,0 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
17.01.18 1,5 mg Diazepam 7 Tropfen Atosil
xx.02.19 1,5 mg Diazepem 5 Tropfen Atosil
30.03.19 1,5 mg Diazepam 3 Tropfen Atosil
12.04.19 1,0 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
31.04.19 0,5 mg Diazepam 2 Tropfen Atosil
20.05.19 0 Diazepam 2 Tropfen Atosil --> Ich bin gespannt ob ich es durchhalte

Lithium
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Re: Homöopathie

Beitrag von Lithium » Mittwoch, 13.02.19, 16:41

Hi,

also ich gönne jeden die Wirkung von homöopathischen Medikamenten. Und wenn man dran glaubt dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit dass eine Wirkung eintritt. Und was hilft soll man auch gerne weiter anwenden.

Aus wissenschaftlicher Sicht kommt es mir allerdings eher wie ein Überbleibsel aus dem Mittelalter vor. Diese Verdünnungen sind ja eigentlich keine Verdünnungen sondern ein komplettes auswaschen der jeweiligen Substanz.

Beispiel:

D24 Verdünnung: Wenn man 1ml der Urtinktur mit der gesamten Wassermenge aller Weltmeere vermischen würde dann hätte man eine D24 Verdünnung.

Und selbst bei einer D6 Verdünnung übersteigt die Verunreinigung in selbst hochreinen Lösungsmittel den Gehalt des Stoffes der Urtinktur.

Oder ist hier das fachgerechte "Verschütteln" der Grund für die Wirkung?

Viele Grüße

Lithium
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Re: Homöopathie

Beitrag von Lithium » Mittwoch, 13.02.19, 18:33

Hi Leute,

da ich irgendwie gerne mit großen Zahlen rechne möchte ich nochmal die D24 Verdünnung verdeutlichen:

Also, angenommen ich würde gerne aus einer 45mg Mirtazapin Tablette eine homöopathische D24 Lösung herstellen. Dann wäre der Ertrag wie folgt:

Aus den 45mg Mirtazapin könnte ich 45 000 000 000 000 000 000 Liter D24 Lösung herstellen.
Sagen wir die Tagesdosis dieser D24 Lösung wäre 1ml. Dann hätten wir 45 000 000 000 000 000 000 000 Tagesdosen.
Es leben 8 Milliarden Menschen auf dieser Welt. Angenommen ich würden allen Menschen auf dieser Welt jeden Tag eine Tagesdosis verkaufen. Dann würde mein Vorrat 5 625 000 000 000 Tage halten.

In Jahren umgerechnet wären es: 15 411 000 000 Jahre (15,4 Milliarden Jahre). Das Universum ist ca. 13,8 Milliarden Jahre alt.

Und ich hab nur eine einzige Tablette verwendet. :o :shock:

Wenn ein Fehler entdeckt worden ist dann bitte melden. Aber ich sehe davon ab eine D60 (oder noch höher) Verdünnung zu verdeutlichen :D

Liebe Grüße

Lithium
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Re: Homöopathie

Beitrag von Lithium » Mittwoch, 13.02.19, 20:20

Sorry Leute,

mich hat die D60 Verdünnung jetzt nicht in Ruhe gelassen. :o Ich will damit auch Leuten nicht die Homöopathie schlecht machen. Ich möchte nur Verdeutlichen was per Definition eine D60 Verdünnung ist.

Also, um an einen Rezeptor anzudocken ist ein Molekül* des Wirkstoffes nötig. Es gibt keine halben Moleküle. Ich habe jetzt ausgerechnet wieviel Liter einer D60 Verdünnung man trinken müsste um auch nur 1 Molekül dieses Wirkstoffes abzubekommen.

Ergebnis: Es würde nicht reichen alle Weltmeere auszutrinken. :D

Alle Weltmeere haben ca. 1 300 000 000 000 000 000 000 000 (1,3 x 10hoch24) Liter Wasser.

Man müsste die Weltmeere von 10 Milliarden erdenähnlichen Planeten austrinken um ganz sicher an das eine Molekül zu kommen. :D

Natürlich kann es der Zufall auch so wollen dass man dieses 1 Molekül auch schon beim ersten Liter abbekommt. Aber das ist astronomisch unwahrscheinlich. Wer an der Rechnung interessiert ist zum überprüfen darf sich melden. :roll:

So das wars von mir für heute. :)

Lithium


* kleinste, aus verschiedenen Atomen bestehende Einheit einer chemischen Verbindung, die noch die charakteristischen Merkmale dieser Verbindung aufweist
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Re: Homöopathie

Beitrag von Annanas » Mittwoch, 13.02.19, 21:58

:shock: :D :D ,
Hallo Lithium, du hast vom logischen Standpunkt her schon recht - nur wie kann ich mir bei einem Baby u einem Hund (meine Beispiele oben) einen Placeboeffekt erklären?

Der Placeboeffekt ist ja per se nichts Negatives (auch wenn die Bezeichnung meistens einen kleinen Beigeschmack hat).
Dieser ist ja oft schon Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen, so habe ich zuletzt gelesen, daß es eine Reaktion unseres Gehirns ist, um die Selbstheilungskräfte des Körpers in Gang zu setzen bzw zu intensivieren.

In Frage Wirksamkeit Homöopathie kann man sich wohl eher totdiskutieren :o , als zu einer Einigung zu kommen.
Es wird immer Befürworter und Gegner geben, je nach Einstellung u persönlichen Erfahrungen.

Ich würde da keine Seite verurteilen - leben u lebenlassen!

LG Anna
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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Re: Homöopathie

Beitrag von Lithium » Donnerstag, 14.02.19, 8:15

Hi Anna,

ja "Leben und leben lassen" da hast du vollkommen recht. :wink:

Ich würde sagen dass in meinem Leben bis jetzt 90% aller Beschwerden/Krankheiten vollkommen ohne Interventionen (Medikamente usw) irgendwann von selbst verschwunden sind. Dann gibt es noch einen kleinen Teil in denen mein Krankheitsverlauf eventuell durch die Medikamente verkürzt wurde. Die Heilung von Krankheiten und Beschwerden durch Medikamente wird nach meiner Einschätzung völlig überbewertet. Irgendwann fangen die meisten an ein Medikament zu nehmen. Und irgendwann enden eben auch die meisten Krankheiten ganz automatisch. Und die meisten Menschen bringen dann das Ende der Krankheit mit der letzten Medikation zwangsläufig in Verbindung.

Ich will auch gar nicht die Homöopathie generell schlecht reden. Ich wollte nur zeigen was bestimmte Verdünnungen bedeuten. Und meiner Meinung nach ist das "Verschütteln" und eine D24 und D60 Verdünnung definitiv Esoterik. Ich persönlich glaube auch nicht an D4 oder D6 Verdünnungen. Aber in den beiden Fällen würde ich nicht mehr von Esoterik sprechen und ich würde eine Wirkung die den Placeboeffekt überschreitet nicht völlig ausschließen wollen.

Liebe Grüße

Lithium
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