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Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Stell Dich bitte hier vor, wenn Du Probleme mit Psychopharmaka hast, Infos brauchst oder noch nicht weißt, ob Du abdosieren solltest.
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Samstag, 15.12.18, 8:16

Hallo Murmeline,

ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. Die Suspension habe ich nicht selbst hergestellt, sondern so in der Apotheke gekauft. Kann ich da dann einfach Wasser dazu geben und entsprechend mehr mit der Spritze abmessen?

Liebe Grüße!
Mirka
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Alte Medikation: Sertralin bis zu 50 mg vom 18.05.2017-26.07.2017
Nebenwirkungen: nach einigen Wochen massive Kieferverspannungen, darum am 26.07.2017 umgestiegen auf Paroxetin
Aktuelle Medikation: 2,9 mg Paroxetin (bzw. 1,45 ml Seroxat) seit 03.01.2019, Magnesiumkapseln seit Ende Oktober 2018
Verlauf unter Paroxetin:
Zu Beginn der Einnahme starke Erschöpfung, viel Schlafen, Ohrenschmerzen
25.08.: Erste hypomanische Symptome, 30.08.-05.09. Migräne, 03.09. Reduktion von Paroxetin auf 10mg, anschließend bis 10.09. ausgeprägte Hypomanie mit Schlafstörungen, ausgeprägtem Wohlbefinden, Rededrang, erhöhtem Kontaktbedürfnis,...; außerdem Hautausschlag, Schweißausbrüche, Albträume
14.09.: Umstellung auf 5ml Seroxat (Paroxetin in flüssiger Form)
19.09.-22.09. Grippaler Infekt
29.09.-03.10. Migräne
11.10.-16.10. Migräne, 12.10. Reduktion von Seroxat auf 2,5ml, 14.10.-30.10. Hypomanie (ähnlich wie beim letzten Mal), 28.10. bis 12.11: grippaler Infekt mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schnupfen, extremer Erschöpfung
November 2017 verschiedene Symptome: gedrückte Stimmung, Sorgen, Ängste, plötzliches Weinen, innere Unruhe, Suizidgedanken, Stimmungsschwankungen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schlafprobleme, Dünnhäutigkeit,... zwischendurch aber auch immer wieder Fenster
November 2017 bis Februar 2018 arbeitsunfähig wegen geringer Belastbarkeit, schlechter psychischer Verfassung und zahlreichen grippalen Infekten
Februar 2018 neue Stelle in Teilzeit angetreten
14.02.2018: Reduktion von Seroxat auf 2ml (4mg), in den folgenden Wochen Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Sehstörungen, Herzrasen, Erschöpfung, gedrückte Stimmung, Übelkeit, Hautprobleme,... (aber mit Fenstern!). Nach ca. 6 Wochen ging es wieder besser.
24.04.2018: Reduktion von Seroxat auf 1,8ml (3,6mg), in den folgenden Wochen und Monaten Ein- und Durchschlafprobleme, gedrückte Stimmung, Ängste, Sorgen, Hautprobleme, Verspannungen, flüchtige Zwangsbilder, Wadenkrämpfe, Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit,. .. (mit Fenstern!)
30.10.2018: Reduktion auf 1,6ml (3,2 mg)
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Jamie
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Jamie » Samstag, 15.12.18, 8:43

Hallo Mirka, :)

was Murmeline :) ganz genau gemeint hat, ist mir momentan auch nicht ganz klar :lol:, aber natürlich kannst du die Suspension in Wasser geben und damit superfein abdosieren.
Ich weiß jetzt nicht, wieviel mg in 1,45mg sind?
Mg - Angaben wären besser für uns.

Weil dann ziehst du einfach zB 2ml auf (also das, wo du sehr gut die Skala ablesen kannst) und gibst das in zB 50ml Wasser und dann stellst du einen Dreisatz auf.
Wir können dir beim Rechnen helfen oder gerne auch nachrechnen.
Dazu müssen wir aber wissen, wie viel Wirkstoff in einem ml ist (das steht am Ende des Beipackzettels) und wir müssen wissen, wie viel du aktuell nimmst und auf welche Menge du runter dosieren willst.

Grüße
Jamie
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Samstag, 15.12.18, 10:29

Hallo Jamie,

danke für die Ausführungen! 1ml Suspension enthält 2mg Wirkstoff. Aktuell nehme ich 3,2mg (1,6ml) und würde als nächstes vermutlich auf 2,9mg (1,45ml) reduzieren.

Wenn ich jetzt 2ml Paroxetin mit 50ml Wasser vermische, müssten 36,25ml davon 1,45ml bzw. 2,9mg Paroxetin enthalten. Richtig?
Dann hätte ich allerdings das Problem, dass ich die 36,25ml so auch nicht genau bestimmen kann.
Oder habe ich da gerade einen Denkfehler?

Liebe Grüße
Mirka
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14.09.: Umstellung auf 5ml Seroxat (Paroxetin in flüssiger Form)
19.09.-22.09. Grippaler Infekt
29.09.-03.10. Migräne
11.10.-16.10. Migräne, 12.10. Reduktion von Seroxat auf 2,5ml, 14.10.-30.10. Hypomanie (ähnlich wie beim letzten Mal), 28.10. bis 12.11: grippaler Infekt mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schnupfen, extremer Erschöpfung
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Jamie » Samstag, 15.12.18, 10:37

Hallo Mirka, :)

nein, ich bekomme ehrlich gesagt andere Werte, egal ob ich in mg oder ml rechne.

Meine Rechnung war

3,2mg tust du in 50ml Wasser geben.
2,9mg willst du haben.

Wieviel wasser ist das dann?
Gerechnet wird dann 2,9 mal 50 geteilt durch 3,2

und das ergibt bei mir 45,3125ml

Gleicher Wert kommt raus, wenn ich mit ml rechne (statt mg).

Abgerundet sind das 45ml (die 0,3125ml sind in dem Fall vernachlässigbar)

Das heißt du müsstest 5ml mit der Spritze abziehen und verwerfen und die restlichen 45ml trinken.

Ist das irgendwie klar oder ist das Chaos jetzt komplett? :roll: :D

Grüße
Jamie
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Samstag, 15.12.18, 11:05

Hallo Jamie,

ich glaube, wir bekommen unterschiedliche Werte raus, weil du als Ausgangspunkt 3,2mg Paroxetin mit 50ml Wasser vermischst und ich jetzt mit 2ml (also 4mg Paroxetin) auf 50ml Wasser gerechnet habe.

Unsere Rechnungen müssten aber eigentlich beide stimmen.

Wenn ich so vorgehe, muss ich also jeden Morgen die Dosis abmessen, mit Wasser vermischen, einen Teil wieder abziehen und mein Gemisch dann trinken. Ganz schön umständlich! Ich hoffe auch, dass sich die Suspension überhaupt gut mit dem Wasser vermengen lässt. Die ist nämlich recht dickflüssig. Da muss ich nachher mal etwas experimentieren.
Ich bin ehrlich gesagt schon fast versucht, doch einfach auf 2,8mg zu reduzieren. Die 1,4ml könnte ich dann ganz unkompliziert mit der Spritze aufziehen. Das wäre dann allerdings eine Reduktion von 12,5%... Da muss ich nochmal in mich gehen!

Danke auf jeden Fall fürs Mitdenken und Unterstützen!
Liebe Grüße
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Bruno » Samstag, 15.12.18, 11:16

Hallo Miriam 91
Wir sitzen im gleichem Boot. Ich kann leider nur sehr kleinschrittig absetzen da ich das Med. so lange eingenommen habe.
Du mußt es einfach ausprobieren.
Viel rechnen musst du nicht. Du hast ja die Suspension.
Viel Glück
Mit freundlichen grüßen
Bruno
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Samstag, 15.12.18, 11:45

Hallo Bruno,

ja, es ist mühsam und wird wohl auch bei mir ein langwieriger Prozess werden, bis ich Paroxetin irgendwann komplett abgesetzt habe.

Du nimmst ja aktuell 0,85ml ein. Wie bestimmst du die Dosis? Hast du eine Spritze, die kleinstufiger als meine skaliert ist? Mit meiner Spritze könnte ich nur 0,8 oder 0,9ml abmessen...
Ich freue mich über eine Antwort von dir!

Liebe Grüße
Mirka (nicht Miriam ;-))
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Jamie » Samstag, 15.12.18, 17:35

Hallo Mirka, :)

ok, also wenn die Werte übereinstimmen, passt es ja.

Diese Methode ist mit Verlaub nicht aufwändig. Es mag dir so vorkommen und natürlich muss man ein wenig mehr investieren, aber es dient ja einem höher geordneten Ziel.

Man braucht am Anfang 3-4min, nach ein paar Tagen macht man das in 90 Sekunden.
Wir haben Leute hier, die jeden Tag eine Kapsel mit 300 Kügelchen auszählen müssen - das ist aufwändig.

Selbstverständlich löst sich die Suspension in Wasser, da musst du keine Bedenken haben.
Man muss nur ordentlich umrühren.

Natürlich entscheidest du, wie du vorgehst.

Viele Grüße
Jamie
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Towanda » Samstag, 15.12.18, 19:15

Mirka91 hat geschrieben:
Samstag, 15.12.18, 11:45
Hast du eine Spritze, die kleinstufiger als meine skaliert ist? Mit meiner Spritze könnte ich nur 0,8 oder 0,9ml abmessen...
Ich freue mich über eine Antwort von dir!
Hallo Mirka,

es gibt in der Apotheke Insulinspritzen, damit kannst Du auf 0,01 ml genau abmessen.

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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Jamie » Samstag, 15.12.18, 20:44

Hallo Towanda, :)
es gibt in der Apotheke Insulinspritzen, damit kannst Du auf 0,01 ml genau abmessen.
bist du sicher? Weil ich habe hier 1ml Sonderspritzen vom Tierarzt (sog. Tuberkulinspritzen), da sind nur 0,1ml Intervalle ablesbar und der Raum dazwischen sozusagen Interpretationssache ;).
Ich war der Meinung, das ist schon die feinstmögliche Abmessung.

Ich bin eigentlich der Auffassung, Insulinspritzen seien vergleichbar mit Tuberkulinspritzen, zumindest die Spritzen, die ich bislang in meiner pharamzeutischen Tätigkeit gesehen habe.

Für ein Bild / Verlinkung und nähere Infos wäre ich dankbar.
Vielleicht kennst du ja eine Sorte Spritzen, die noch mal in die zweite Nachkommestelle von der Skalierung geht (?)

Grüße
Jamie
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Towanda » Samstag, 15.12.18, 21:45

Hallo Jamie,

ja, Du hast recht, das sind Tuberkulinspritzen. Die Zahlenmarkierung ist die erste Stelle hinterm Komma, aber dazwischen gibt es noch eine Strichmarkierung:

Die hier sind es: https://www.droh.de/produkt/5727-bbraun ... -anschluss

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Beitrag von Mirka91 » Sonntag, 16.12.18, 16:53

Liebe Towanda,

vielen Dank für den Tipp, das ist ja super! Die Spritzen werde ich mir nächste Woche besorgen. Dann steht dem vorsichtigen Reduzieren auch nichts mehr im Weg :-)

Liebe Grüße und einen schönen dritten Advent euch!
Mirka
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Zu Beginn der Einnahme starke Erschöpfung, viel Schlafen, Ohrenschmerzen
25.08.: Erste hypomanische Symptome, 30.08.-05.09. Migräne, 03.09. Reduktion von Paroxetin auf 10mg, anschließend bis 10.09. ausgeprägte Hypomanie mit Schlafstörungen, ausgeprägtem Wohlbefinden, Rededrang, erhöhtem Kontaktbedürfnis,...; außerdem Hautausschlag, Schweißausbrüche, Albträume
14.09.: Umstellung auf 5ml Seroxat (Paroxetin in flüssiger Form)
19.09.-22.09. Grippaler Infekt
29.09.-03.10. Migräne
11.10.-16.10. Migräne, 12.10. Reduktion von Seroxat auf 2,5ml, 14.10.-30.10. Hypomanie (ähnlich wie beim letzten Mal), 28.10. bis 12.11: grippaler Infekt mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schnupfen, extremer Erschöpfung
November 2017 verschiedene Symptome: gedrückte Stimmung, Sorgen, Ängste, plötzliches Weinen, innere Unruhe, Suizidgedanken, Stimmungsschwankungen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schlafprobleme, Dünnhäutigkeit,... zwischendurch aber auch immer wieder Fenster
November 2017 bis Februar 2018 arbeitsunfähig wegen geringer Belastbarkeit, schlechter psychischer Verfassung und zahlreichen grippalen Infekten
Februar 2018 neue Stelle in Teilzeit angetreten
14.02.2018: Reduktion von Seroxat auf 2ml (4mg), in den folgenden Wochen Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Sehstörungen, Herzrasen, Erschöpfung, gedrückte Stimmung, Übelkeit, Hautprobleme,... (aber mit Fenstern!). Nach ca. 6 Wochen ging es wieder besser.
24.04.2018: Reduktion von Seroxat auf 1,8ml (3,6mg), in den folgenden Wochen und Monaten Ein- und Durchschlafprobleme, gedrückte Stimmung, Ängste, Sorgen, Hautprobleme, Verspannungen, flüchtige Zwangsbilder, Wadenkrämpfe, Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit,. .. (mit Fenstern!)
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Jamie » Sonntag, 16.12.18, 18:53

Hallo,

die hab ich auch, die sind zu empfehlen.
Allerdings finde ich, ist die Skala nicht so gut ablesbar; die sind bei mir blasser die Striche, obwohl ich die gleichen Spritzen habe.

Mirka, alles Gute fürs Dosieren :)

Grüße
Jamie
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Freitag, 21.12.18, 14:53

Hallo zusammen,

ich habe heute einen interessanten Artikel über Antidepressiva gelesen. Für diejenigen, die es interessiert:

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... pNvg89vae4

Liebe Grüße!
Mirka
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Aktuelle Medikation: 2,9 mg Paroxetin (bzw. 1,45 ml Seroxat) seit 03.01.2019, Magnesiumkapseln seit Ende Oktober 2018
Verlauf unter Paroxetin:
Zu Beginn der Einnahme starke Erschöpfung, viel Schlafen, Ohrenschmerzen
25.08.: Erste hypomanische Symptome, 30.08.-05.09. Migräne, 03.09. Reduktion von Paroxetin auf 10mg, anschließend bis 10.09. ausgeprägte Hypomanie mit Schlafstörungen, ausgeprägtem Wohlbefinden, Rededrang, erhöhtem Kontaktbedürfnis,...; außerdem Hautausschlag, Schweißausbrüche, Albträume
14.09.: Umstellung auf 5ml Seroxat (Paroxetin in flüssiger Form)
19.09.-22.09. Grippaler Infekt
29.09.-03.10. Migräne
11.10.-16.10. Migräne, 12.10. Reduktion von Seroxat auf 2,5ml, 14.10.-30.10. Hypomanie (ähnlich wie beim letzten Mal), 28.10. bis 12.11: grippaler Infekt mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schnupfen, extremer Erschöpfung
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November 2017 bis Februar 2018 arbeitsunfähig wegen geringer Belastbarkeit, schlechter psychischer Verfassung und zahlreichen grippalen Infekten
Februar 2018 neue Stelle in Teilzeit angetreten
14.02.2018: Reduktion von Seroxat auf 2ml (4mg), in den folgenden Wochen Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Sehstörungen, Herzrasen, Erschöpfung, gedrückte Stimmung, Übelkeit, Hautprobleme,... (aber mit Fenstern!). Nach ca. 6 Wochen ging es wieder besser.
24.04.2018: Reduktion von Seroxat auf 1,8ml (3,6mg), in den folgenden Wochen und Monaten Ein- und Durchschlafprobleme, gedrückte Stimmung, Ängste, Sorgen, Hautprobleme, Verspannungen, flüchtige Zwangsbilder, Wadenkrämpfe, Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit,. .. (mit Fenstern!)
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Samstag, 02.03.19, 21:05

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mal wieder einen kleinen Zwischenbericht abgeben und meine Gedanken mit euch teilen. Mein letzter Reduktionsschritt erfolgte Anfang Januar, von 3,2 auf 2,9mg. In den folgenden Wochen litt ich unter verschiedenen körperlichen und psychischen Symptomen. Am schlimmsten empfinde ich es, dass immer wieder Selbstzweifel aufkommen, ob ich dem Beruf der Psychotherapeutin wirklich gewachsen bin und ob ich meinen Patienten eine hilfreiche Unterstützung sein kann. Immer wieder taucht auch der Gedanke auf, die Therapieausbildung abzubrechen. Für mich ist es besonders schwierig einzuordnen, ob diese Selbstzweifel vor allem absetzbedingt sind oder ob ich sie auch von mir aus in dieser Form hätte. Leider habe ich bisher noch keinen guten Umgang mit diesen Zweifeln gefunden. Aber immerhin halten meine psychischen Tiefs nicht mehr so lange an, wie das eine Zeitlang der Fall war.
Die körperlichen Absetzsymptome sind mittlerweile deutlich zurückgegangen, allerdings hat mich eine fiese Erkältung erwischt, sodass ich den nächsten Reduktionsschritt erst dann angehen werde, wenn die Erkältung überstanden ist. Ich habe für mich feststellen müssen, dass das Vorgehen, die Dosis ca. alle vier Wochen um 10% zu reduzieren, für mich nicht machbar ist. Ich brauche deutlich länger, um mich auf einer neuen Dosis zu stabilisieren. Heute habe ich viel in einem englischsprachigen Forum zum Thema „langsames Absetzen“ gelesen. Hier haben einige Betroffene geschildert, dass sie so langsam und in geringfügig reduzieren, dass sich die Absetzsymptome in Grenzen halten und sie in ihrem Alltag nur wenig eingeschränkt sind. Das Absetzen dauert dafür viele Jahre lang. (Für alle, die es interessiert, hier der Link zu dem Thread: https://www.survivingantidepressants.or ... cro-taper/)
Ich bin nun am Überlegen, ob ich von meinem geplanten Vorgehen abweichen und deutlich langsamer und schonender reduzieren sollte, um während des Absetzens so wenig wie möglich zu leiden. Allerdings sah mein ursprünglicher Plan so aus, dass ich ca. alle zwei Monate um 10% reduziere, sodass ich auch so schon mehrere Jahre lang mit dem Absetzen beschäftigt wäre. Grundsätzlich wäre es mir lieber, länger für das Absetzen zu brauchen und währenddessen eine höhere Lebensqualität zu haben als schneller abzusetzen, aber dabei stärker eingeschränkt zu sein. Das Problem ist nur, dass ich nicht weiß, ob ich nicht irgendwann Kinder haben möchte und dann möchte ich natürlich medikamentenfrei sei. Das würde dann wieder für ein schnelleres Absetzen sprechen… Schwierige Entscheidung. Ich weiß auch, dass ihr mir diese Entscheidung nicht abnehmen könnt, aber es hilft mir schon, meine Gedanken einfach mal niederzuschreiben.

Aber nochmal was Anderes: Ich wollte schon länger zwei Erkenntnisse festhalten, die ich während des bisherigen Absetzens gewinnen konnte und die für mich sehr wichtig waren. Zum einen hatte ich im vorigen Jahr häufig grippale Infekte und dachte anfangs, dass ich mich so intensiv wie möglich schonen müsste, um wieder auf die Beine zu kommen. Nachdem ich mich zuletzt nach zwei Wochen Krankschreibung immer noch nicht deutlich fitter gefühlt hatte, bin ich versuchsweise trotz erheblicher Erkältungssymptome wieder arbeiten gegangen – und überraschenderweise hat mir das total gut getan und ich bin mit jedem Tag fitter geworden! Für mich war das sehr eindrücklich und es hat mir gezeigt, dass zu viel Schonung (zumindest für mich) nicht hilfreich, sondern sogar kontraproduktiv ist. Ich selber war vor meinem „Arbeitsversuch“ fest davon überzeugt, den Arbeitstag nicht durchzustehen und wurde eines Besseren belehrt. Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe und mich nun auch traue, mich stärker zu belasten, wenn ich mich nicht ganz fit fühle. Trotzdem nehme ich mir natürlich auch immer wieder Ruhepausen, um meine Batterien wieder aufzuladen.
Die andere Erkenntnis geht in eine ähnliche Richtung. Nachdem ich in vielen Erfahrungsberichten gelesen hatte, dass Sport starke Absetzsymptome triggern kann, habe ich mich eine Zeitlang sehr zurückgehalten, was das Ausüben von Sport angeht. Ich war einfach sehr verunsichert und habe befürchtet, dass ich mir damit schaden könnte. Nun gehe ich aber seit mehreren Monaten regelmäßig zum Sport (1-3x pro Woche) und muss wirklich sagen, dass mir das unheimlich gut tut!

Vielleicht kann ich durch meine Erfahrungen ja andere dazu ermutigen, sich nicht zu sehr von den negativen Erfahrungen anderer verunsichern zu lassen, sondern selber Dinge auszuprobieren und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Ich für mich bin auf jeden Fall froh, dass sich meine Befürchtungen nicht bewahrheitet haben und ich mich stärker belasten kann als gedacht!

Ich wünsche allen noch ein schönes Wochenende und eine symptomarme Zeit!
Liebe Grüße
Mirka
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Verlauf unter Paroxetin:
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25.08.: Erste hypomanische Symptome, 30.08.-05.09. Migräne, 03.09. Reduktion von Paroxetin auf 10mg, anschließend bis 10.09. ausgeprägte Hypomanie mit Schlafstörungen, ausgeprägtem Wohlbefinden, Rededrang, erhöhtem Kontaktbedürfnis,...; außerdem Hautausschlag, Schweißausbrüche, Albträume
14.09.: Umstellung auf 5ml Seroxat (Paroxetin in flüssiger Form)
19.09.-22.09. Grippaler Infekt
29.09.-03.10. Migräne
11.10.-16.10. Migräne, 12.10. Reduktion von Seroxat auf 2,5ml, 14.10.-30.10. Hypomanie (ähnlich wie beim letzten Mal), 28.10. bis 12.11: grippaler Infekt mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schnupfen, extremer Erschöpfung
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Murmeline » Samstag, 02.03.19, 21:13

Hallo Mirka,

den Text haben wir in deutscher Übersetzung
😊

viewtopic.php?f=50&t=11410

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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von padma » Montag, 04.03.19, 12:01

hallo Mirka, :)
Für mich ist es besonders schwierig einzuordnen, ob diese Selbstzweifel vor allem absetzbedingt sind oder ob ich sie auch von mir aus in dieser Form hätte
Im Entzug kommt es häufig zu Selbstzweifeln, ich habe die auch sehr ausgeprägt. Die Therapieausbildung deswegen abzubrechen, würde ich möglichst nicht.
Hast du Supervision? Da könntest du reflektieren, ob und an welchen Stellen, du evtl. noch nicht so hilfreich bist. Du bist ja auch noch in der Ausbildung, da ist eine gewisse Unsicherheit ja normal.

Welches Absetztempo für dich passt, kannst du nur für dich selbst heraus finden. Wenn du länger brauchst, um dich zu stabilisieren, würde ich mir die Zeit nehmen. Es lässt sich nichts erzwingen und es braucht die Zeit, die es braucht.

liebe Grüsse,
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15.06.2019: 0,04 mg



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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Mittwoch, 20.03.19, 20:53

Liebe Murmeline,

danke für den Verweis zur deutschen Übersetzung des Textes. Ich bin beeindruckt, dass du sofort wusstest, wo sich der entsprechende Thread befindet :-)

Liebe Padma,

danke für deine einfühlsame Nachricht. Es tut gut zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin, die sich mit Selbstzweifeln herumschlägt und dass das durchaus auch ein Absetzsymptom sein kann. Zu einem gewissen Grad sind Unsicherheiten und Zweifel während der Ausbildung natürlich auch normal. Bei mir nehmen die Zweifel leider häufig überhand und das ist dann ganz schön belastend!
Ich habe regelmäßig Supervision, aber das hilft mir bezüglich der Zweifel leider kaum.Trotzdem habe ich mir vorgenommen, bei Unsicherheiten vermehrt Supervision in Anspruch zu nehmen.


Ich bin momentan etwas am Hadern, wann ich den nächsten Reduktionsschritt angehen werde. Eigentlich wollte ich die Dosis gerne im März noch einmal reduzieren (die letzte Reduktion erfolgte auch schon vor 11 Wochen), allerdings bin ich gerade gesundheitlich etwas angeschlagen und sollte mich daher vielleicht erstmal erholen. Andererseits möchte ich dieses Mal sowieso nur eine kleine Dosisreduktion vornehmen (von 2,9mg auf 2,8mg)... Ich hoffe, dass sich die Absetzsymptome dadurch in Grenzen halten werden!

Euch allen wünsche ich einen schönen Abend und möglichst viele Fenster!
Freundliche Grüße
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Mirka91 » Sonntag, 12.05.19, 10:54

Hallo ihr Lieben,

ich habe leider keine guten Neuigkeiten. Mir geht es seit drei Wochen gar nicht gut. Ich hab das zuerst darauf zurückgeführt, dass ich viel Stress hatte und dabei vermutlich über meine Grenzen gegangen bin. Ich dachte, wenn ich mir viel Ruhe gönne und gut für mich sorge, dann geht es mir bald wieder besser. Leider habe ich mich da völlig vertan. Ich merke immer noch keine Besserung und ich habe zwischendurch ganz schlimme Zustände. Es liegt also wohl doch am Entzug. Das macht mir ganz schön zu schaffen, weil ich das Gefühl habe, so kaum Einfluss auf meine Genesung zu haben. Vor allem weiß ich nicht, wie ich jemals vom Paroxetin wegkommen kann. Die letzte Reduktion liegt vier Monate zurück und haut mich plötzlich so um. Ich habe ja auch keinen riesigen Reduktionsschritt durchgeführt (bin von 3,2 auf 2,9mg runter gegangen).
Meine Psychiaterin hat mir empfohlen, jetzt erstmal länger nicht zu reduzieren, ggf. soll ich die Dosis nochmal erhöhen, wenn sich mein Zustand nicht bessern sollte. Sie hat mir außerdem ans Herz gelegt, wieder mit der Einnahme von Lasea zu beginnen. Das hatte ich im Februar abgesetzt. Was meint ihr dazu? Bisher hab ich mich nicht getraut, weil ich meinem Körper eigentlich so wenig Mittel wie möglich zuführen möchte. Man kann ja auch gar nicht überblicken, was das dann wirklich mit dem Körper macht und wie sich das auf den Entzug auswirkt.
Ansonsten kann ich zumindest sagen, dass ich mit meiner Psychiaterin sehr zufrieden bin. Sie hatte sich viel Zeit für mich genommen und nachdem sie erst sagte, dass sie sich nicht vorstellen kann, dass meine Symptome auf die letzte Reduktion zurückzuführen sind (weil diese schon so lange zurück liegt), hat sie das im Verlauf des Gesprächs revidiert. Es gibt auch einfach keine andere sinnvolle Erklärung für meine Symptome...

Im Forum wird doch eine Liste mit Psychiatern geführt, die beim Entzug unterstützend sind. Soll meine Psychiaterin mit aufgenommen werden? Ich erlebe sie zurzeit als sehr unterstützend und zugewandt, weiß aber nicht, wie ihre grundsätzliche Haltung zu Absetzsymptomen aussieht. Sie meinte mal zu mir, dass die meisten Menschen ohne größere Schwierigkeiten absetzen können, es in Ausnahmefällen aber auch anders sein kann und ich bin für sie so ein seltener Fall. Außerdem hat sie gesagt, dass ich so reduzieren soll, wie es sich für mich sinnvoll anfühlt. Sie hätte auch Patienten, die beim Absetzen erstmal alle zwei Tage ihr AD einnehmen würden und damit gut zurecht kämen, von daher sei sie verschiedenen Varianten gegenüber aufgeschlossen.

Das war es erstmal von mir. Ich wünsche euch allen einen möglichst symptomarmen Sonntag!
Freundliche Grüße
Mirka
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25.08.: Erste hypomanische Symptome, 30.08.-05.09. Migräne, 03.09. Reduktion von Paroxetin auf 10mg, anschließend bis 10.09. ausgeprägte Hypomanie mit Schlafstörungen, ausgeprägtem Wohlbefinden, Rededrang, erhöhtem Kontaktbedürfnis,...; außerdem Hautausschlag, Schweißausbrüche, Albträume
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24.04.2018: Reduktion von Seroxat auf 1,8ml (3,6mg), in den folgenden Wochen und Monaten Ein- und Durchschlafprobleme, gedrückte Stimmung, Ängste, Sorgen, Hautprobleme, Verspannungen, flüchtige Zwangsbilder, Wadenkrämpfe, Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit,. .. (mit Fenstern!)
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Re: Mirka91: Nebenwirkungen und / oder Absetzerscheinungen Paroxetin

Beitrag von Annanas » Donnerstag, 16.05.19, 8:29

Hallo Mirka :) ,
Mirka91 hat geschrieben:
Sonntag, 12.05.19, 10:54
Mir geht es seit drei Wochen gar nicht gut. Ich hab das zuerst darauf zurückgeführt, dass ich viel Stress hatte und dabei vermutlich über meine Grenzen gegangen bin. Ich dachte, wenn ich mir viel Ruhe gönne und gut für mich sorge, dann geht es mir bald wieder besser. Leider habe ich mich da völlig vertan. Ich merke immer noch keine Besserung und ich habe zwischendurch ganz schlimme Zustände. Es liegt also wohl doch am Entzug.
Das tut mir leid, daß es dir schlechter geht, es kann gut sein, daß der Stress getriggert hat.
Manchmal kann es wirklich dauern, bis man sich wieder stabilisiert, leider!
Mirka91 hat geschrieben:
Sonntag, 12.05.19, 10:54
Meine Psychiaterin hat mir empfohlen, jetzt erstmal länger nicht zu reduzieren, ggf. soll ich die Dosis nochmal erhöhen, wenn sich mein Zustand nicht bessern sollte.
Ich würde auch Ersteres tun - Dosis erhöhen lieber nur im Notfall, dh wenn sich eher eine gravierende Verschlechterung einstellen sollte.
Nach 4 Monaten ist es auch ein ziemlicher Stress für das ZNS, wenn aufdosiert wird.
Mirka91 hat geschrieben:
Sonntag, 12.05.19, 10:54
Sie hat mir außerdem ans Herz gelegt, wieder mit der Einnahme von Lasea zu beginnen. Das hatte ich im Februar abgesetzt. Was meint ihr dazu?
Mit Lasea gibt es widersprüchliche Erfahrungen, manchen hat es geholfen, bei anderen Foris eher getriggert.
Wenn du es probieren möchtest, möglichst mit einer Minimenge starten.
Mirka91 hat geschrieben:
Sonntag, 12.05.19, 10:54
Im Forum wird doch eine Liste mit Psychiatern geführt, die beim Entzug unterstützend sind. Soll meine Psychiaterin mit aufgenommen werden? Ich erlebe sie zurzeit als sehr unterstützend und zugewandt, weiß aber nicht, wie ihre grundsätzliche Haltung zu Absetzsymptomen aussieht.
Danke Mirka, du könntest mir eine PN mit den Daten schicken.
Wir du sie beschreibst, ist schon so viel mehr, als wir von den meisten Psychiatern bzw Ärzten erwarten können.

Liebe Grüße von Anna
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Mirka91padma
Vorgeschichte:
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Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
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seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)

Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

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