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Maiki1991
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Meine geschichte../aktuell: weiß keinen Rat mehr

Beitrag von Maiki1991 » Samstag, 14.11.15, 13:25

Sry erstmal, könnte ein etwas längerer text werden.

War hier schonmal vor nem Jahr im Forum angemeldet aber habe die seite irgendwann aus den augen verloren.

Habe schon seit mehreren Jahren psychische probleme und bin aufgrunddessen anfang letzten jahres in die klinik gegangen. Mehr oder weniger weil es ein guter Vorsatz zum neuem jahr war und ich auch länger schon probleme hatte aber diese dann in angriff nehmen wollte.Davor gab mir mein Hausarzt Citalopram und als ich es nicht vertragen habe Venlafaxin 75mg. Nach einem 10 minütigen Aufnahmegespräch wurde mir dann die Diagnose Paranoide Schizophrenie gestellt. Man hat sich nicht länger mit mir beschäftigt und abends gab es dann Medikamente. Das Venlafaxin wurde komplett weggelassen und ich bekam 20mg Zyprexa. Die ersten 2 Wochen habe ich mich gefühlt als wenn ich stoned wäre und ich wurde total sensibel auf einmal durch das Medikament. Ab und an wurden meine Hände und Beine taub. Dann hatte einer auf meiner Station einen Krampfanfall und ich durfte mir das alles mit ansehen ich dachte der typ wäre tot, ich bekam totale panik , auch im bezug auf die Medikamente.Der Typ saß auf dem Sofa und hatte den Mund ganz weit offen und hat sich nicht mehr bewegt , er war wie eine Leiche, bis er dann umgekippt ist. Ich ging dann zum Arzt und sagte ihm das ich totale panik hatte und er wollte mir was dagegen geben, (wie sich später herausgestellt hatte war es haldol und tavor). Ich kam aber überhaupt nicht klar und hab versucht mich runter zu bringen , ne halbe stunde später etwa lief der typ der den krampfanfall hatte wieder rum und hatte immernoch den Mund total weit geöffnet wie ein Zombie, ich konnte nicht mehr und bin dann zu meiner mutter gefahren mit dem taxi. Ich hab es in der Klinik nicht mehr ausgehalten. Zudem hatte ich die totale Panik auch so zu enden wie der Typ der den Krampfanfall hatte. Ich hatte plötzlich so heftige ängste umzukippen oder keine Luft mehr zu kriegen. Habe dann mit meiner mutter drüber geredet und hab mich solangsam etwas beruhigt. Habe dann beschlossen nicht mehr in die Klinik zu gehen und kurz meine sachen abzuholen und nach hause zu fahren.

Habe dann versucht normal weiter zu leben und die 20mg Zyprexa weiter genommen. Bin dann eines Abends ins Fitness Studio und bekam aus heiterem himmel wieder totale panik und meine ängste weswegen ich eigentlich in die klinik gegangen bin waren total verstärkt. Ab da an fing mein körper total an verrückt zu spielen. Mein ganzer Körper stand wie unter Strom , als wenn mein ganzer körper taub wäre , ich konnte nicht mehr rausgehen vor lauter panik, ich konnte nichtmals mehr alleine sein. Ich konnte plötzlich garnix mehr. Ich war gefangen in diesem Zustand und kam nicht mehr weg davon. Bin dann zu mehreren Neurologen und Ärzten gefahren die sich das alles natürlich nicht erklären konnten. Das Medikament würde es nicht in schuld sein und meine psychose hätte sich einfach verschlechtert. Bei jedem neurologen wo ich war wurde mir eingetrichtert ich wäre ja so krank und müsse meine Medikamente weiter nehmen.

Ich wusste plötzlich nicht mehr was los war die ganze welt hatte sich plötlich gegen mich gerichtet. Meine eltern wussten keinen rat, meine freundin mit der ich damals noch zusammen war und ein kind mit ihr habe wusste nicht mehr mit mir umzugehen. Um das kind konnte ich mich da schon lange nicht mehr kümmern. Ich war geplagt von völliger dauerpanik und nix hat mir geholfen. Ein Neurologe bei dem ich war wollte dann das zyprexa gegen zeldox austauschen, was ich dann auch genommen habe. Das Medikament hat meinen Zustand auch nicht verbessert, mein Hausarzt hat mir dann Tavor verschrieben, was auch überhaupt nicht geholfen hat. Ich war plötzlich sowas wie ein Pflegefall und meine freundin oder meine mutter waren ständig bei mir. Ich konnte irgendwann nix mehr essen und nix trinken und nahm innerhalb sehr kurzer zeit ziemlich ab. Fast 20Kg in ein paar Wochen.

Mein Zustand war so schlimm das meine mutter dann keinen anderen rat mehr wusste als mich wieder in die klinik zu bringen. Dort angekommen begann der richtige Horror. Die alten Medikamente auf einem Schlag wieder raus und stattdessen gab es dann Haldol 10mg , Seroquel 400mg und Amisulprid 800mg. Ich kann garkein Wort dafür finden um zu beschreiben wie es mir ging, ich habe mit meinem Leben schon abgeschlossen. Ich war kein bisschen mehr der Junge Mann der ich vorher war, der Familie hatte, einen Job und eigentlich nur ein wenig besserung meiner Symptomatik haben wollte, die im Gegensatz zu dem was ich plötzlich durchmachen musste ein Kindergeburtstag war.

Ich habe von den Medikamenten angefangen Stimmen zu hören, redete mit Leuten die garnicht da waren und Haluzinierte. 8 Wochen habe ich es in diesem Drecksschuppen ausgehalten. Ständig war ich beim personal und sagte wie schlecht es mir geht und entweder man hat gesagt bekommen das man nerve oder man wurde ignoriert. Ich erinnere mich noch als ich nachts zum pfleger ging, der gerade einen film am schauen war. Hat sich null für mich interessiert und hat mir nur weitere pillen angeboten damit ich schlafen konnte, der film war ihm wichtiger. Jeden tag habe ich 3mg Tavor bekommen, etliche Dominal und melperon Tabletten und was es da sonst noch so gibt. Ich kann mich auch garnicht mehr an alles in der Klinik erinnern. Ich war einfach fix und fertig mit der Welt. Nach 8 Wochen habe ich dann mit der Oberärztin gesprochen das ich nach hause will und mich hier nix mehr hält. Sie sagte zu mir wenn sie hier bleiben dann bekommen sie auch nochmal haldol, sie dachte im ernst das zeug hätte ich gerne genommen und würde mich besser damit fühlen. Das ich sie nicht umgebracht habe war alles. Ich bin am gleichem tag mit sack und pack nach hause.

Wieder zu meiner Familie. Wie ich mich fühlte kann man garnicht beschreiben. Zuhause angekommen ging es mir etwas besser als in der klinik aber immernoch total horror. Ich nahm das seroquel 400 und amisulprid 800 und 3mg tavor am tag weiter ein. Da war mir auch schon klar das die ärzte nur noch alles schlimmer machen würden und begann selber mit den dosierungen rumzuhantieren. Zwischendrin stand natürlich die trennung an , da meine freundin mit mir nicht mehr zurecht kam und ich ihr das auch nicht mehr zumuten wollte. Ich hatte alles verloren, meine familie, meinen job. Alles was ich hatte. Bin dann zu meinen eltern gezogen da ich ja keine wohnung hatte. Und hab hier und da mal was von den Medikamenten weggelassen oder auch wieder mehr genommen. Irgendwann nach einigen monaten verbesserte sich mein zustand ein wenig. Mir ging es zwar immernoch sehr schlecht aber es war noch auszuhalten. Durch die Hohe dosierung seroquel habe ich fast ein ganzes jahr verschlafen. Ich bin aufgewacht um ca.15 uhr und konnte nix weiter als mich wieder schlafen zu legen. Zwischendurch habe ich mal gegessen und getrunken, und mal ne stunde mit meinen eltern verbracht.

Habe dann von heute auf morgen die 400 mg seroquel weggelassen und es ging mir wieder einige wochen schlecht. Dann besserte sich wieder mein Zustand und ich war auch viel wacher als mit dem seroquel. Das Amisulprid habe ich dann auch auf 150 mg runterdosiert. Als es mir was besser ging beschloss ich noch einmal in die klinik zu gehen, so dumm wie ich war, um noch ein anderes medikament auszuprobieren. War noch einige male in der klinik und wurde dort auch einmal rausgeschmissen aufgrund von alkoholkonsum. Als ich erneut in der klinik war hatte man das Amisulprid wieder erhöht , und ich bekam wieder die gleichen symptome mit tauben beinen, verwirrtheit, konnte nicht mehr klar denken und fühlte mich total komisch, also habe ich mich wieder entlassen und zuhause erholt.

Bin dann nochmal in die klinik wo man mir dann abilify gab , ich wollte aber sehr klein damit anfangen und nicht wieder direkt ne hammerdosis haben. Woraus man mir dann erstmal 5mg abilify gab. Am zweiten tag wollten sie es direkt erhöhren auf 10mg worauf ich mich auch noch eingelassen habe. Am 4ten tag wollte man mir dann 20mg abilify geben und man sagte mir 10 mg könne man auch die toilette runterspülen, das hätte die gleiche wirkung. Das waren die Worte des Arztes. Mehr wollte ich davon aber nicht nehmen und nach 11 tagen ca. kamen bei mir wieder dieselben symptome, es ging so weit das ich mich umbringen wollte. Habe mich dann wieder entlassen und mich zuhause erholt was einige wochen dauerte. Dann war meine alte symptomatik wieder eher da. Da ich zuhause wieder total down war weil ich nix zutun hatte, kaum kontakte gehabt habe und ich es eigentlich immer recht schön fand in der klinik von leuten umgeben zu sein die auch ihre probleme haben. Und wenigstens ein bisschen was zutun zu haben wie sport z.B. Begebte ich mich wieder in die klinik, aber diesmal nicht um was zu schlucken sondern einfach nur weil mir zuhause die decke auf den kopf fiel.

Als ich dann in der klinik war gab man mir auch erstmal keine medikamente, was ich auch ziemlich komisch fand , weil jedes mal wenn ich dort war wollte man mir unbedingt irgendwas andrehen und es hätte ja sonst kein sinn das ich überhaupt in der klinik bin. Am dritten tag bin ich in der klinik aufgewacht und mein arm hat an einer stelle gebrannt, und es war etwas wie ein einstichloch zu sehen. Das konnte ich mir überhaupt nicht erklären. Ich bin der festen überzeugung das man mir dort irgendwas gespritzt habe. An dem gleichem tag unterhielt ich mich mit einem mitpatient der auf einmal total wirres zeug redete und mir total die angst machte. Ich bekam wieder eine heftige panikattacke und habe mich auch am gleichen tag entlassen. Bin abends nochmal gekommen wo man mich überreden wollte da zu bleiben, aber ich wollte das auch mit dem mitpatient klären was da los war und er ignorierte mich. Bin dann wieder nach hause und nach 5 tagen ging es mir wieder richtig schlecht, obwohl ich dieses mal nix genommen habe in der klinik. Ich bin zu 100 % überzeugt das man mir irgendwas dort gespritzt habe, und jeder erklärte mich für bekloppt. Ich wurde überhaupt nicht ernst genommen. Ich fragte beim arzt usw und man irgendwie herausfinden könne, was sich in meinem blut befindet, was als normal sterblicher natürlich nicht möglich ist.

Es hat dann wieder gedauert bis es mir besser ging und meine eltern überredeten mich dazu in eine andere klinik zu gehen. Bin dann dahin und man sagte mir das ich erstmal ankommen soll und das dann nochmal geschaut wird wegen den medikamenten. Am zweiten tag war dann visite und die wollten unbedingt das ich das amisulprid wieder um 100mg erhöhe. Das hab ich dann auch getan. Nach 4 tagen ging es mir wieder total schlecht und ich hab keine ahnung wovon. Ich wollte dort in der klinik eigentlich auf die psychotherapiestation , wo man mir auch erst nach einer woche sagte das dies nicht möglich sei wenn man zurzeit auf der akutstation ist. Habe mich dann wieder entlassen und habe die 100mg wieder abgesetzt nach ca. 5 tagen. Zusätzlich hab ich 2 tage später noch 50mg weggelassen von den 150mg amisulprid die ich vorher hatte.

War dann also wieder zuhause und meine mutter erzählte mir ( da sie bei der diakonie arbeitet und auch mit psychisch kranken menschen zutun hat) das kürzlich 2 leute auf xeplion umgestellt wurden und das relativ gut vertragen. Hab dann natürlich die idee gehabt das eventuell auch auszuprobieren und habe mit dem psychiater darüber geredet, da ich aber nicht sofort ne spritze haben wollte verschrieb er mir risperdal um erstmal zu schauen wie ich es vertrage. Ich sollte morgens 1mg nehmen und abends 1mg , habe dann abends 1mg genommen und mir gings wieder nicht gut, habe es sofort wieder abgesetzt. Habe dann nochmal mit meinem hausarzt darüber geredet und er hat mir trimipramin verschrieben, was ich in einer kleinen dosierung von 5 tropfen nehmen sollte. Das habe ich dann auch 2 tage genommen aber ich habe irgendwie total die angst von den medikamenten bekommen da ich bisher so schlechte erfahrungen gemacht habe. Momentan habe ich auch wieder diese taubheitsgefühle, kriege sehr schnell angst und panik, bin teilweise verwirrt und habe wirre gedanken, und fühle mich einfach schlecht und weiß nicht woher es kommt. Mit dem rausgehen habe ich auch wieder probleme und ich will einfach nur das es aufhört. Ich will einfach nur wissen woher diese taubheitsgefühle herkommen,( das fühlt sich so an als wären die beine betäubt). Manchmal geht es auch was besser und manchmal was schlechter, und je stärker das taubheitsgefühl wird, desto schlimmer werden auch meine gedanken.

Schonmal Danke an alle die, die den langen text gelesen haben und mir vielleicht einer weiterhelfen kann was ich dagegen tun kann oder was ich machen soll..
Zuletzt geändert von Annanas am Dienstag, 25.07.17, 16:27, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt
23.2.2016 75mg Venlafaxin
23.2.2016 Von 250mg Amisulprid auf 200mg
23.2.2016 50mg lyrika
23.2.2016 3/4 zopiclon von 7,5mg
23.2.2016 50 mg prometazin
15.5 2016 225 mg amisulprid
15.5 2016 1/4 zopiclon von 7,5
15.5 2016 12,5mg prometazin
15.5 2016 50mg lyrika
15.5 2016 75mg venlafaxin


31.7.2016
50mg lyrika
1/4 zopiclon
15 mg Escitalopram
175 mg amisulprid

Thomas
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Registriert: Sonntag, 07.06.15, 12:14

Re: Meine geschichte..

Beitrag von Thomas » Samstag, 14.11.15, 16:12

Hallo Maiki,

eine Horrorgeschichte über Psychiatrie und Neuroleptika. Aber keine Sorge, ich glaube Dir jedes Detail. Auch das spezielle Detail am Arm. Ich halte Dich weder für "bekloppt" noch für "schizophren". Das muss man auch mal zur Abwechslung gesagt bekommen. Ich hab eine ähnliche Geschichte und kann viele Erfahrungen bestätigen. Der pharmakologische Teil liest sich bei Dir allerdings beeindruckender. Da bleibt jetzt erstmal nur, Bestandsaufnahme zu machen. Was Du zur Zeit alles nimmst, in welcher Dosis und seit wann. Das kam mir jetzt am Ende nicht richtig rüber. Wenn es freigeschaltet ist, am besten in der Signatur. Und dann musst Du von den ganzen Substanzen weg und irgendwie wieder ins Leben zurück finden. Außerhalb der Psychiatrie.

Willkommen im Forum.
Thomas
Zuletzt geändert von Thomas am Samstag, 14.11.15, 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
Persönliche Erfahrung mit Zyprexa/Olanzapin, Cipralex, Prometazin, Tavor, Diazepam. Mehrere aus Unkenntnis gescheiterte Absetzversuche. Endgültiges Ausschleichen seit 2014. Frei von Psychopharmaka seit August 2015.

Kevin05

Re: Meine geschichte..

Beitrag von Kevin05 » Samstag, 14.11.15, 16:19

Hallo,

ich habe deine Geschichte gelesen, sie ist sehr schwer und komplex, auch für jemanden wie mich. Ich verstehe, dass du Probleme hattest, aber wie du ja selbst erzählst waren diese Probleme gegen das was du heute an Leid hast ein Kindergeburtstag.

Ich habe keine Ahnung, wie es dir ohne all dem ergangen wäre, aber das es schlechter gewesen wäre als all das was dir widerfahren ist, ist schwer vorstellbar.

Du hast auch x-Mal schlechte Erfahrungen in Kliniken gemacht und bist trotzdem immer wieder zurückgegangen? Von deinen Erzählungen her, ist es dir dort auch nicht besser gegangen, außer, dass du weniger Angst hattest, weil du so sediert warst, dass du vermutlich nicht mal mitbekommen hast wie die Wochen und Monate vergingen, ja, zu Hause aufgrund der Medikamente auch, aber warum hast du das alles gemacht, normal macht man eine schlechte Erfahrung und zieht die Lehre draus, dass das der falsche Weg war, aber du bist ihn immer weiter gegangen, was nicht ganz einfach zu verstehen ist, aber kein Vorwurf sein soll.

Weil deine Geschichte ist traurig, berührend und beklemmend zugleich, also was dir nicht weiterhilft ist dich drauf aufmerksam zu machen, dass es nicht gut war, das weißt du ja selbst, aber ich habe es eher mal analytisch geschrieben.

Aber reden wir über Lösungen, weil das ist ja das Ziel. Alles was du beschrieben hast, hat mit Leben rein gar nichts mehr zu tun, daher musst du dich entscheiden wirklich einschneidend was zu verändern in deinem Leben, nachhaltig. Aus meiner Sicht klarerweise so viel Medikamente wie möglich gezielt absetzen, aber richtig, da werden dir grad die Moderatoren helfen können, weil der Mix ist wirklich komplex, diese Kenntnis in dem Bereich fehlt mir. Ich weiß nur eins, du musst so viel wie möglich abbauen, aber in einer realistischen Zeit und solltest nicht mehr in Kliniken gehen, also grad nach deinen Erfahrungen getraue ich mich das zu schreiben, dass das nicht hilfreich ist. Du solltest das Absetzen - das richtige Absetzen durchziehen und die alternativen Möglichkeiten, die es gibt ausschöpfen, heißt Therapie, Sport, vielleicht kann dich ja auch ein Sozialarbeiter betreuen vorübergehend, wenn du zu Hause bist, dann wieder leichte Beschäftigung usw. - du brauchst da aus meiner Sicht wirklich einen richtigen Lebensplan um wieder ein Leben zu bekommen. Die Pillen werden dir nicht helfen, und sie haben dir auch nicht geholfen, also musst du selbst was tun und ziemlich viel aus meiner Sicht, dann hast auch du die Chance wieder zu leben.

Nochmal ich kann mir lebhaft vorstellen, wie schwer es für dich ist und war, aber da deine Lage so dramatisch ist, also mehr Leid gibt es ja nicht, da muss auch dir klar sein, dass du massive Dinge ändern musst in deinem Leben. Schau mal unter Alternativen zu Antidepressiva rein, da stehen vermutlich 100te Alternativen was Menschen geholfen haben hier, und dort schau mal was für dich in Frage käme und das gleich mal anfangen neben dem Absetzen.

Durch die ganzen Medikamente hast du wirklich dein Leben verloren und das gilt es zurückzugewinnen, niemand wird auf dich schauen, wenn du es selbst nicht tust, das muss dir bewusst sein, aber es lohnt sich zu kämpfen und auch wenn es abgedroschen klingt, du musst wirklich kämpfen, du bist eher nicht alt, also hast dein Leben noch vor dir - deshalb appelliere ich fast an dich, wirklich alles dran zu setzen um eine Kehrtwendung zu schaffen. Die Betroffenen hier werden dir helfen, aber du musst die Dinge auch machen, so weit mal von mir - ich bin sicher andere werden dir zumindest mal schreiben wie du gezielt absetzen kannst, was zuerst und wie und einfach lernen aus dem was dir passiert ist, nochmal das Leben ist ein Geschenk, auch für dich, hol es dir zurück, Kevin

padma
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von padma » Samstag, 14.11.15, 18:09

hallo Maiki, :)

willkommen zurück im Forum.

Was du erlebt hast ist ja wirklich grauenvoll. Ich bin entsetzt:
Bei der Menge an Psychopharmaka ist es nicht erstaunlich, dass es dir so schlecht geht. :evil:
Ein Grossteil deiner Symptome ist vermutlich substanzinduziert (kommt von den Medikamenten).
Nach einem 10 minütigen Aufnahmegespräch wurde mir dann die Diagnose Paranoide Schizophrenie gestellt.
Wie haben sie das denn begründet?

Erstmal ist es ganz wichtig, dass Ruhe in das Medikamentenchaos kommt. Also nichts mehr rauf- oder runter dosieren, sondern erstmal stabilisieren und dann langsam und systematisch ausschleichen.

Du bist jetzt freigeschaltet und kannst eine Signatur erstellen. Es wäre gut, wenn du die letzten Monate so genau wie möglich dokumentierst.

liebe Grüsse,
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2019: 0,01 mg bin auf der Zielgeraden angelangt :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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Maiki1991
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Maiki1991 » Samstag, 14.11.15, 21:19

Danke erstmal für die Antworten, ihr seid echt ganz liebe Menschen, da draussen wird man ja eher von jedem nur als krank und abgedreht abgestempelt. Das sind Menschen die können sich nicht ausmalen was diese Psychopharmaka mit einem anstellen können. Und ich denke jeder hier im Forum hat seine negativen Erfahrungen damit gemacht, sonst wären wir ja nicht hier. Ich könnte noch so viel schreiben über die Psychiatrie, was da so vor sich geht. Für mich ist es einfach nur fragwürdig ekelhaft und traurig zugleich. Wem es interessiert was ich so alles noch erlebt habe dort kann ja gerne mal schreiben. Ich werd meine Medis auf jeden Fall stabil erstmal weiter nehmen. In der Hoffnung das es nochmal wird, ich habe auch hier ein paar weitere berichte gelesen da wurde mir ganz anders. Meine Signatur werde ich morgen mal in Angriff nehmen. Schönen abend euch noch.
23.2.2016 75mg Venlafaxin
23.2.2016 Von 250mg Amisulprid auf 200mg
23.2.2016 50mg lyrika
23.2.2016 3/4 zopiclon von 7,5mg
23.2.2016 50 mg prometazin
15.5 2016 225 mg amisulprid
15.5 2016 1/4 zopiclon von 7,5
15.5 2016 12,5mg prometazin
15.5 2016 50mg lyrika
15.5 2016 75mg venlafaxin


31.7.2016
50mg lyrika
1/4 zopiclon
15 mg Escitalopram
175 mg amisulprid

Sommersprosse
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Sommersprosse » Dienstag, 17.11.15, 0:11

Hallo lieber Maiki,

Deine Geschichte hat mich sehr betroffen gemacht. Nicht nur die vielen verschiedenen Medikationen
die Du eingenommen hattest/hast...nein, vielmehr es auf sich zu nehmen, aber und abermals in die Klinik
zu gehen um nicht allein mit sich zu sein. Du fühltest Dich unter den Patienten wohl, weil Du das Gefühl hattest
von ihnen verstanden zu werden.
In Wirklichkeit fühltest / warst Du auch dort allein, denn jeder Patient hat sein eigenes Schicksal...Deine häufigen Selbstentlassungen
sprechen für sich.

Wie verzweifelt musst Du gewesen sein !! obwohl Du wußtest das Dich in der Klinik wieder Medikamente erwarten.
Es kann eine Weile dauern bis Du den Boden unter den Füßen wieder spüren kannst. Wichtig ist was DU wirklich möchtest.

Ein kompetentes Team wird Dich hier unterstützen und begleiten.
Sowie viele andere Betroffene zu denen ich mich selbst zähle...jeder mit seinem eigenen Schicksal.
Wir alle hier werden Dich unterstützen soweit Du Dich darauf einlassen möchtest und kannst.

Den ersten Schritt hast Du bereits gemacht...Dich hier im Forum angemeldet um Dir Hilfe zu holen.

Für die nächste Zeit wünsche ich Dir Mut, viel...viel Kraft und ein Licht das in dunklen Momenten für Dich scheinen möge.

Ganz liebe Grüße schickt Dir die Sommersprosse(n) Bild
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

2. Reduzierungsverlauf:
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Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

Arianrhod
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Arianrhod » Dienstag, 17.11.15, 18:44

Hallo Maiki,

zu Angst und Panik als Nebenwirkung bei Neuroleptika.
Das kommt ganz oft vor. Auch wenn Psychiater sagen, nein, das ist keine Nebenwirkung, das ist die Krankheit.

Hier eine Seite, bei der du die häufigsten Nebenwirkungen von NL nachlesen kannst, Angst und Panik bewegt sich von 10 - 25 %!
http://www.psychiatrie-erfahrene-nrw.de ... ungen.html
Ich selbst hatte von Risperidon auch starke Angstattacken und konnte nicht mehr aus dem Haus :(

Alle sonstigen Medikamente, die man bei "echten" Angsterkrankungen verschreibt wie Pregabalin etc. haben in diesem Fall bei mir keine Wirkung gehabt. Das einzige, was etwas geholfen hat, ist Diazepam, das macht aber wiederrum richtig süchtig.

Die einzige Lösung war: Ausschleichen des Neuroleptikums. Seitdem hatte ich nie wieder eine Panikattacke.

liebe Grüße Arianrhod
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Zopiclon ausschleichen

Beitrag von Maiki1991 » Montag, 04.01.16, 15:51

Hallo, nehme seit circa 3 Monaten zopiclon 7,5mg hab hin und wieder paar Tage ausgelassen. Die letzte Woche habe ich 15 mg zopiclon genommen und manchmal auch 22,5 aber selten. Habe sie dann 2 Tage lang nicht genommen und abends ging es mir total dreckig, auch die Nacht und der morgen wurde nicht besser, habe taubheitsgefühl in den Beinen und bin im Kopf total verwirrt, ich zitter auch ein bisschen. Hab dann heute mittag eine genommen damit es mir besser geht, jetzt geht's mir wieder total mies. Ich wusste gerne wie ich es am besten absetze, bin um jeden Tipp dankbar
23.2.2016 75mg Venlafaxin
23.2.2016 Von 250mg Amisulprid auf 200mg
23.2.2016 50mg lyrika
23.2.2016 3/4 zopiclon von 7,5mg
23.2.2016 50 mg prometazin
15.5 2016 225 mg amisulprid
15.5 2016 1/4 zopiclon von 7,5
15.5 2016 12,5mg prometazin
15.5 2016 50mg lyrika
15.5 2016 75mg venlafaxin


31.7.2016
50mg lyrika
1/4 zopiclon
15 mg Escitalopram
175 mg amisulprid

Jamie
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Jamie » Montag, 04.01.16, 17:37

Hallo Maiki,

nimmst du noch was Anderes außer dem Zopiclon?

Grüße
Jamiw
...........SIGNATUR...............


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Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



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Maiki1991
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Maiki1991 » Mittwoch, 06.01.16, 16:12

Nehme momentan amisulprid 100 mg, venlafaxin 37,5 mg und habe jetzt neu lyrika bekommen, sagt mir bitte nix schlechtes über das lyrika weil ich bin momentan ziemlich angeschlagen. Das Medikament hört sich wenn es wirkt gut für mich an und schleiche es ganz langsam ein mit meinem Hausarzt 25mg alle 3 Tage erstmal bis 75mg. Habe vor ca anderthalb Monaten bis ein Monat 37,5 mg venlafaxin ausgeschlichen und auch 150 mg amisulprid abgesetzt. Nun lasse ich das zopiclon weg und versuche das alles irgendwie auszuhalten. Habe taubheitsgefühl in den Beinen und manchmal auch im Körper wie Strom und kriege leicht Panik und kann momentan nicht viel machen denke viel nach und kann nachts nicht mehr schlafen. Kaum auszuhalten der Zustand.
23.2.2016 75mg Venlafaxin
23.2.2016 Von 250mg Amisulprid auf 200mg
23.2.2016 50mg lyrika
23.2.2016 3/4 zopiclon von 7,5mg
23.2.2016 50 mg prometazin
15.5 2016 225 mg amisulprid
15.5 2016 1/4 zopiclon von 7,5
15.5 2016 12,5mg prometazin
15.5 2016 50mg lyrika
15.5 2016 75mg venlafaxin


31.7.2016
50mg lyrika
1/4 zopiclon
15 mg Escitalopram
175 mg amisulprid

Lisamarie
Beiträge: 9529
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16

Re: Meine geschichte..

Beitrag von Lisamarie » Mittwoch, 06.01.16, 19:16

Hallo Maiki, was versprichst du dir vom Lyrica ? Was hört sich gut für dich am Lyrika an ? Und wie hast du das Venlafaxin und das Amisulprid ausgeschlichen ? Also eigendlich kann das nicht vernünftig ausgeschlichen sein, wenn du 37,5 Venlafaxin und das Amisulprid richtig ausgeschlichen hättest , wäre das ein Zeitraum von mindestens 1.5 Jahre gewesen. Wir hier im Forum setzen alle vier bis sechs Wochen 10% ab und ein Medikament nach dem anderen. Nicht zwei gleichzeitig. Deshalb denke ich das du im Entzug bist und du willst jetzt Zoplicon auch noch kalt absetzen ? Auch das gehört ausgeschlichen. Ich denke du bist im Entzug , deshalb geht es dir so schlecht.

Das Lyrika ist eine neue Substanz die das ZNS sicher noch mehr reizt. Entzugssymthome lassen sich nicht durch andere Psychophamaka deckeln. Also statt dem Lyrika würde ich an deiner Stelle wieder ne kleine Menge Venlafaxin und Amisulprid nehmen um wieder stabiler zu werden und das dann eins nach dem anderen vorsichtig ausschleichen, mit dem Zolpidem wäre das schon drei Entzüge die anstehen.

Du solltest nicht weiter auf eine Psychophamakalösung setzen, denn du hast da leider schon einiges durch. Machst du Therapie um deine psychischen Probleme anders wie mit Psychophamaka zu behandeln , denn eins ist sicher Psychophamaka Deckeln im höchsten Fall Symthome , sie heilen nicht.
Sorry das das jetzt nicht positiv ist, aber das nützt dir gar nichts wenn wir schreiben Lyrika ist toll , denn das ist es mit Sicherheit nicht, genausowenig wie andere Psychophamaka und es wäre besser da einen vernünftigen Ausstieg zu planen .
Lg Petra
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Jamie
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 06.01.16, 19:54

Hallo Maiki,

oh je, da hast du ja was an der Backe :o !
Du darfst deinen Zopiclonentzug nicht isoliert sehen von deinen anderen Medikamenten.
Wenn ich das richtig herausgelesen habe, hast du gleich mehrere Medikamente, ohne sie richtig auszuschleichen, massiv runtergesetzt? :o
Und jetzt wunderst du dich, dass du am Ende dessen bist, was du ertragen kannst? :cry:
Was du hast, ist ein fettes Entzugssyndrom! Das erklärt deinen schlechten Zustand.

Nur wie du dagegen angehen willst, das verstehe ich nicht (?)
Ich kann dir nur eindringlich ans Herz legen, hier unbedingt mehr zu lesen und zu recherchieren. Du hast gleich mehrere Kardinalfehler auf einmal gemacht und hättest du mal früher pieps hier gesagt, hätten wir dich warnen können, aber so präsentierst du uns jetzt das "Endergebnis" und da kann man nur noch Schadensbegrenzung betreiben.
Merke dir bitte eins: niemals mehrere Medikamente gleichzeitig absetzen. Woher soll man wissen, welches Medikament schlimme Zustände macht, wenn man nicht eins runtersetzt, sondern gleich zwei oder drei auf einmal und dann noch ein neues einschleicht?
Kein Mensch kann jetzt noch herausfinden, was davon dir die meisten Probleme macht. Das soll kein Vorwurf sein, nur eine Feststellung.

Der korrekte Ansatz wäre so lange wieder Krümel für Krümel höherzugehen, bis du dich stabilisiert hast. Und sich dann ein Medikament vornehmen und ordentlich, also über ein halbes Jahr, ein Jahr, 1,5 Jahre oder länger ganz schonend abzusetzen. Und dann das nächste Medikament angehen usw.

Was jetzt passiert, so scheint es mir ist, dass Lyrica als Entzugsdeckelung verwendet wird (vermutlich erkennt dein Arzt nicht mal, dass du im Entzug bist :wacko:), aber dazu ist Lyrica nur begrenzt fähig, denn dein Gehirn geiert ja nach dem Amisulprid, dem Venlafaxin und dem Zopiclon und eben nicht nach Lyrica. Ich werde über Lyrica nix Schlechtes schreiben, dir zuliebe, aber empfehlen kann ich es nicht.

Du solltest dich dringend hinsetzen und dich in Ruhe in die Grundlagen vernünftigen Ausschleichens einlesen! Deiner eigenen Gesundheit zuliebe, nicht uns zuliebe.
Bitte nimm das nicht auf die leichte Schulter. Was du machst ist Medikamenten-Kamikaze begehen. Davor würden wir dich gerne bewahren.

:group: Grüße
Jamie
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Maiki1991 » Donnerstag, 07.01.16, 8:53

Okay wie setze ich die Medikamente jetzt am besten wieder hoch? Das amisulprid habe ich leider nur in der tablettebform wo 2 Kügelchen drin sind Verträge die anderen nicht und kann da nicht viel machen. Zopiclon habe ich wieder genommen das hat mich schon ein wenig beruhigt
23.2.2016 75mg Venlafaxin
23.2.2016 Von 250mg Amisulprid auf 200mg
23.2.2016 50mg lyrika
23.2.2016 3/4 zopiclon von 7,5mg
23.2.2016 50 mg prometazin
15.5 2016 225 mg amisulprid
15.5 2016 1/4 zopiclon von 7,5
15.5 2016 12,5mg prometazin
15.5 2016 50mg lyrika
15.5 2016 75mg venlafaxin


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Lisamarie
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 07.01.16, 11:34

Hallo Maiki, wie lange bist du denn schon auf 0 mit dem Venalfaxin und dem Amisulprid ? Also auf jeden Fall ganz langsam hochsetzen, 2 bis 3 mg für den Anfang. Das mit dem Amisulprid ist natürlich ein Problem wenn da nicht viele Kügelchen drin sind, da brauchtest du eins wo viele Kügelchen drin sind, was hast du denn schon an anderen Marken ausprobiert die du nicht vertragen hast ? Und bitte das Zolpiclon auf einer festen Dosis weiter nehmen. Dann erst schauen ob du mit dem Venlafaxin und dem Amisulprid ne Stabilisierung hinbekommst und dann eins nach dem anderen rausdosieren.
lg Petra
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Jamie
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 07.01.16, 11:45

Hallo Maiki und Lisamarie,

ich habe verstanden, dass Maiki beides noch nimmt. Und zwar 100mg Amisulprid und 37,5mg Venlafaxin, allerdings wie es scheint innerhalb von kurzer Zeit von weitaus höheren Dosen auf diese niedrigen Dosen runtergegangen ist.
Und zwar in einem Zeitraum von 4-6 Wochen hat sie/ er (bist du ein Mann oder eine Frau, wenn ich fragen darf? :roll: ) 150mg Amisulprid und 37,5mg Venlafaxin weggelassen.
Ist das korrekt so?

Maiki, wir müssen das genau wissen! Davon hängt ab, was wir dir empfehlen würden.

Und was ist mit dem Lyrica? Bekommt es dir? Zoplicon hast du wieder eindosiert, das ist ok, weil du davon auch akuten Entzug hast, Wieviel mg Zopi nimmst du jetzt?

Kommen dir diese Symptome bekannt vor? http://www.antidepressiva-absetzen.de/Stufe_3.html


Grüße
Jamie
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Lisamarie » Donnerstag, 07.01.16, 11:58

Ok, das hab ich dann anders verstanden. Ja das müssten wir dann erstmal genauer wissen.
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Maiki1991 » Freitag, 08.01.16, 11:11

Also ich bin männlich habe jetzt das amisulprid und venlafaxin wieder hoch dosiert so wie ich es vorher hatte und stabil drauf war warte lasse es jetzt so bis Besserung Eintritt mehr kann ich zurzeit nicht tun
23.2.2016 75mg Venlafaxin
23.2.2016 Von 250mg Amisulprid auf 200mg
23.2.2016 50mg lyrika
23.2.2016 3/4 zopiclon von 7,5mg
23.2.2016 50 mg prometazin
15.5 2016 225 mg amisulprid
15.5 2016 1/4 zopiclon von 7,5
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 08.01.16, 11:18

Hallo Maiki, du bist jetzt mit beiden Medikamenten bei deiner Ausgangsbasis ?? Schade da hätte vielleicht ein leichtes Aufdosieren gereicht, und auch das Aufdosieren ist Stress für das ZNS. Nimmst du das Lyrika jetzt noch zusätzlich ? Und wie stellst du dir das dann in Zukunft weiter vor ? Dauerhaft alles nehmen ist ja auch nicht die Lösung.

Kannst du bitte eine Signatur anlegen ?
lg Petra
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Maiki1991 » Freitag, 08.01.16, 15:06

Werde dann die Medikamente erstmal weoter nehmen Kir gings auch bisschen besser damit, daß lyrika nehme ich erstmal nicht mehr
23.2.2016 75mg Venlafaxin
23.2.2016 Von 250mg Amisulprid auf 200mg
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Re: Meine geschichte..

Beitrag von Jamie » Freitag, 08.01.16, 16:03

Hallo Maiki,

das respektieren wir natürlich.
Nur bitte in deinem Interesse - bevor du das nächste Mal abdosieren willst, setz dich doch vorher mit uns in Verbindung und lass dich beraten (?)
Kostet nix! :D

Wie läuft denn eure whatsapp-Gruppe? Dürfen wir weiterhin Leute an euch vermitteln?

Und ich schließe mich Petras Bitte an. Bitte erstelle eine Signatur, wir Beratenden haben es sonst sehr schwer uns alle Infos zusammensuchen zu müssen; das ist schlicht unmöglich bei so vielen Teilnehmern. Danke

Grüße
Jamie
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