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Erfahrungen im schleppenden Absetzprozess Diazepam/ Amisulprid

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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inandout
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Erfahrungen im schleppenden Absetzprozess Diazepam/ Amisulprid

Beitrag von inandout » Sonntag, 29.04.18, 9:56

Liebe Foris,

letzte Nacht hatte ich mal wieder so eine Erfahrung, die ich schon letztes Jahr hatte im zu großen Amisulprid-Entzug, aber auch vorher schon mal. Und jetzt wieder, obwohl ich mit dem Entzug ja pausiere und auch beim Benzo pausiere.

Ehrlich gesagt kann ich das dem Entzug gar nicht mehr zuordnen, würde nur gern wissen ob jemand das kennt.

Bin früh aufgewacht, und lag dann noch lange wach; irgendwann gab es wieder dieses Rauschen im Gehirn, oder wie ein Sog, kann es nicht anders sagen, mit dem Ansatz, Stimmengewirr zu hören und dem Gefühl zu fallen, und mein Körper fing an zu zittern.

Ich lasse dann aber nicht los, weil ich Angst habe, in einen traumwandlerischen Zustand oder so zu geraten, und war dann bald wieder bewußt da. Dieser Zustand des "Wegsackens" fühlt sich bedrohlich an, als könnte ich dabei in einen Strudel geraten, aus dem ich nicht mehr herauskomme.

Puh, es lässt sich kaum in Worte fassen, und ich bezweifle, dass das an den Medis liegt ehrlich gesagt.

Kennt jemand vielleicht etwas ähnliches?

Viele Grüße,
inandout
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Clarissa
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Re: Erfahrungen im schleppenden Absetzprozess Diazepam/ Amisulprid

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 29.04.18, 10:07

Hallo inandout.

Ich kenne solches und ähnliches und allerlei verstörende Zustände, teils unter Medikamenten (NL!), teils im Entzug.

Das ging immer wieder weg und jetzt war ich schon längere Zeit davon verschont.
Meine Interpretation: gereiztes bzw. überreiztes ZNS.

Weitermachen.

VG von Clarissa
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inandout
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Re: Erfahrungen im schleppenden Absetzprozess Diazepam/ Amisulprid

Beitrag von inandout » Sonntag, 29.04.18, 10:45

Hallo Clarissa,

danke für deine Antwort. Weitermachen ist gut, manchmal müssen mir andere das wohl sagen. Das komische ist ja, dass ich denke, vielleicht wäre es gut, wenn ich mich mal fallenlassen könnte, genau in der beschriebenen Situation, vielleicht würde ich ja in einen tiefen Schlaf rutschen. Aber vielleicht ist meine Wachsamkeit auch gerechtfertigt und ich würde in ganz andere Zustände rutschen...

Viele Grüße,
inandout
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Ash
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Re: Erfahrungen im schleppenden Absetzprozess Diazepam/ Amisulprid

Beitrag von Ash » Freitag, 08.06.18, 4:59

Hallo inandout,

ich bin noch mitten im Reduzierungsversuch. 700mg Amisulprid auf bis jetzt 280mg täglich. Die ersten Reduzierungen verliefen ohne Probleme. So wie viele es hier Berichten. Nun hatte ich bei der letzten Reduzierung auch zum Teil starke an meine Prodomalphase/erste Psychose erinnernde Symptome. Ich kann bis jetzt sagen, dass diese sich innerhalb von 3 Wochen immens gebessert haben. Ein Symptom war auch eine Art Strudelempfinden für ca 30 -45 minuten. Ich nahm Geräusche überdimensional lauter war und empfand es so als ob ich immer genauer hinhören müsste/würde um noch mehr wahrzunehmen und alles zu hören. Ist nicht ganz so wie bei dir aber eine Art Strudel/Teufelskreis empfinden war es auch.
Nun kann ich nur sagen, dass ich wärenddessen mein logisches Denken noch hatte und es vielleicht auch dadurch etwas abwenden konnte und mir immer sagen konnte, das sind Absetzsymptome die sind nicht reales Empfinden. Ich empfinde das logische Denken in solchen Momenten als sehr hilfreich. Auch das Hinterfragens der Sinnempfindungen. Heisst soviel wie, ist das gerade real? War ich in gesunden Momenten auch so? Wie konnte ich mich in gesunden Momenten entspannen, versuche ich das doch auch mal wenn ich gerade Probleme habe.

So habe ich die unangenehmen Momente überstanden. Natürlich immer mit einem Quentchen die Zeit wird es richten.

Schöne Grüße
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