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was ist mit fehlender Nahrungsaufnahme

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was ist mit fehlender Nahrungsaufnahme

Beitrag von Hallo Mary Lou » Samstag, 28.07.18, 20:37

Liebe Freunde, (darf ich euch so nennen?) :hug:

ich habe ein Problem mit der Nahrungsaufnahme und zwar kann ich seit Donnerstag Abend (jetzt 9 Tage) keinen Bissen mehr runter bekommen. Also ich esse kaum noch etwas, mal schaffe ich meine täglichen 3 Datteln, mal sind es 2 Erdbeeren und 2 Datteln, ich habe auch schon 1/8 Birne und 1 Dattel + 1/3 Wassereis (Zitrone, Himbeere und Waldmeister) Ich hab halt nur die Zitrone geschafft, mein Enkel hat den Rest gegessen (er hatte vorher sein eigenes Eis). Ich dachte, da das ja "nur" gefrorenes Wasser mit ordentlich Zucker und Aroma ist, kann das nicht anders sein als mein Wasser mit Kirschgeschmack... und trotzdem ist mir übel geworden (evtl. Einbildung).

Es ist ja nicht so, dass ich keine Erfahrung habe mit Fastenkuren, ich musste die mit 16 Jahren beginnen und hab erst mit knapp 40 damit aufgehört. ABER es ist so, dass ich mich bei einer geplanten Fastenkur vorher vorbereite, z.B. Glaubersalz zum entleeren und dann nur Säfte, Wasser (was ich seit den Fastenkuren, die meine Mutter mit mir ausschließlich mit Selter gemacht hat, gar nicht mehr runter bekomme. Ich denke ich würde neben einer Kiste Selter oder Wasser verdursten) oder Bouillon (Suppe ohne was drin) zu mir genommen habe (jedenfalls als ich es allein ohne Druck von meiner Mutter gemacht habe). Das ist hier anders, nachdem ich mit meinen vater (der sehr übel ist) in einem kleinen Wartezimmer gesessen habe, ist es so als ob mein Magen verschlossen ist, selbst die Datteln bekomme ich sehr, sehr schwer runter (ich dachte nur, dass die die Verdauung in gang halten), jetzt bemerke ich aber, dass die Verdauung ins stocken gerät. Im Internet finde ich lediglich Fastentipps.

Meine Fragen: :roll:
Gibt es hier jemanden, der damit Erfahrung hat?
Weiß jemand wie ich die Verdauung wieder in Gang setze?
Was ist wenn ich wieder Appetit bzw. Hunger verspüre?
Wie lange kann ich das aushalten? -Nein die Frage ziehe ich zurück - Das kann ja keiner wissen....
Was soll ich tun, wenn es zu lange so geht? (die Frage halte ich für besser)
Gibt es spezielle Ärztegruppen, die mich beraten können?

Ach ja, ich habe seit März 2015 einen Magenbypass, weil ich extremes Übergewicht habe (vor März 2015 war mein Höchstgewicht 184 kg) da habe ich mich entschieden, dass es keinen Zweck hat mich mit "fressen" umzubringen, weil mein Körper sehr gut mit dem Gewicht klar gekommen ist und noch klar kommt. Beispiel: ich habe normale Cholesterin-, Blutfett-, Zuckerwerte, habe eher einen niedrigen Blutdruck, Gelenke schmerzen normalerweise auch nicht, obwohl ich wohl starke Arthrose habe, auch einen Bandscheibenvorfall am untersten Wirbel, aber auch der macht mir keine Schwierigkeiten, ich hab keine Leberverfettung und mein Herz ist auch OK. Meine Mutter hatte immer große Angst, dass ich mal so aussehen könnte, wie ihre Mutter, die ich voll hübsch fand (OK sie war sehr dick).

Meine Schwester die ein Jahr nach mir geboren worden ist, hat nicht genug im Mutterleib abbekommen (vielleicht auch, weil meine Mutter geraucht hat) und musste regelrecht aufgepäppelt werden, ich dagegen immer etwas moppeliger. Da wir (meine Schwester und ich) bei meiner Oma waren (meine Mutter hat Vollzeit gearbeitet) und meine Oma (Quartalssäuferin) es nicht so gut konnte, ihre Gefühle zu zeigen, hat sie mir Käse mit Butter, Pudding mit Mandarinensose oder Schokolade o.ä. gegeben um mir zu sagen/zeigen wie sehr sie mich liebt. Wenn ein Kind das (fast von Geburt an) lernt, Liebe = Essen, entsteht ein Muster, was nicht so einfach zu durchbrechen ist.

Mit 10 Jahren hat meine Mutter beschlossen: ab morgen machst du Diät, ich mein Taschengeld zusammengesucht und mir alles mögliche gekauft und hineingestopft, nach 2 Wochen Diät (die sie aus Zeitschriften hatte, so wie die Stars es machen) war der Spuk vorbei und ich musste wieder meinen Teller leer essen, sonst durfte ich nicht vom Tisch aufstehen und Nachtisch gab es sowieso nicht. Da die ganze Diäterei eher den gegenteiligen Effekt hatte und sie keine Lust mehr hatte, immer für mich extra zu kochen (ich hab 3 Geschwister) hat sie nach einer Alternative gesucht und als ich 16 wurde als Nulldiät gefunden, das wurde seit dem immer zelebriert. 2 Wochen gar nichts und dann wieder 2 Wochen Teller leer essen. Eine Höllenqual, die ich nicht aufgeben konnte, nachdem ich zu Hause ausgezogen bin, denn da hatte meine Mutter mir bereits eingeredet, dass ich so wie ich aussehe überhaupt nicht liebenswert sein kann.

Ich zweifelte an der Liebe meines Mannes, konnte überhaupt nicht glauben, warum er sagt, dass er mich liebt und mich nicht versucht zu verändern, was die Freunde vor mir so oft versucht haben, ihr Satz (als ob sie sich abgesprochen hatten) "Deinen Charakter und den Körper deiner Schwester, dann bist du perfekt und liebenswert." Die hab ich dann aber auch gleich abserviert, sobald ich diesen Satz o.ä. gehört hab.

Von März 2015 bis Januar 2017 habe ich gut 70 kg abgenommen (ich war auf 102 kg). Ich dachte, dass ich nicht hübsch bin, sondern faltig. Ich wollte meinen Körper wieder auffüllen. Ich wusste nicht wie gut ich bin :whistle: aber ich bin angefangen wieder zuzunehmen. Ich wusste aber nicht aus welchem Grund. Ich bin zu dem Arzt gefahren (seinen Vertreter, er selbst ist weg) und habe gefragt, aber der war so... wie soll ich sagen? So dumm :zombie: ? Darf man das sagen? Als ich gefragt habe, warum ich zunehme, aber meine Hosen nicht enger werden, hat er doch tatsächlich behauptet dass Fettmasse weniger Masse hat als Muskelmasse und aus dem Grund passt die Hose noch. Ja klar, dann müsste ich ja Modelmaße haben, wenn ich weiter zunehme??? Witzig.... Ich sollte damals noch kaum belastbar, wegen der PNP über den Schmerz hinaus gehen, damit ich wieder abnehme. Ich konnte ca. 1 1/2 Jahre (von August 2016 bis Dezember 2017) nicht richtig gehen können. Ich habe seinen Rat beherzigt, kann ja nicht schaden hab ich gedacht, nach 2 Tagen (die sehr schmerzhaft waren) konnte ich 2 Wochen überhaupt nicht mehr gehen, ich konnte von Glück sagen, wenn ich rechtzeitig aufs WC gekommen bin.

Im Mai 2018 war ich mit meinem Enkel auf dem Spielplatz und ich war auf der Schaukel, die hat aber in die Hüfte gedrückt, das Schaukeln hat nicht mehr soviel Spaß gemacht, vor einem Halben Jahr ging es noch gut. Also bin ich in mich gegangen und habe beschlossen, auch wenn ich aussehe, wie eine trockene Kartoffel, ich will weiter abnehmen. Gedacht, getan, von da an bin ich angefangen wieder abzunehmen. Ich bin sozusagen im Mai 2018 mit 141 kg gestartet wieder abzunehmen und auch jetzt weiß ich nicht warum? Bin ich eine Hexe? :fly: Mein Mann meint, dass ich nicht mehr täglich vor dem Fernseher Erdnüsse knacke, aber ich bin davor auf 45 g pro Woche gekommen, jetzt ca. 5-10 g pro Woche, hat das wirklich so viel Gewicht?

Seit 9 Tagen kann ich nichts mehr essen und ich wiege jetzt 133 kg, eigentlich ist das viel zu schnell, aber ich denke sobald ich wieder essen kann, ändert sich das auch wieder....

Danke fürs lesen, auch wenn vielleicht nicht alle bis hier her gekommen sind! <3
Ich würde mich über Kommentare/Antworten sehr freuen. :P
Liebe Grüße
Hallo Mary Lou
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-sehr schwere Depression mit Hirnschrittmacher seit 2015
-Adipositas mit Magenbypass seit 2015

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(wegen meinem Magenbypass)
Pantoprazol 2x 20 mg
Vitamine 2x 1 Kapsel
Calcium 1x 1 Kapsel
Eiweiß 2x 35 mg
(wegen der PNP)
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Amitriptilin 1x 12,5 mg (+ Bedarf 1x 12,5 mg)
Qutenza alle 3-6 Monate
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Re: was ist mit fehlender Nahrungsaufnahme

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 30.07.18, 17:28

Hallo Mary Lou,

ich bin ganz ehrlich, nach dem, was du schilderst, hört sich das für mich nach einer handfesten Essstörung an.

Das ist in meinen Augen auch überhaupt kein Wunder, nach dem, was du erleben musstest in Sachen Essen und nicht Essen.
Wurde daran schon mal therapeutisch gearbeitet oder hat man dir quasi "einfach so" einen Magenbypass verpasst. Das ist ja ein ziemlich drastischer Eingriff.
Kann dein momentanes nicht essen können auch damit im Zusammenhang stehen ?

Ich kenne mich damit leider nicht aus, wird so ein Bypass hin und wieder kontrolliert ? Kann es da zu Verwachsunken oder Vernarbungen kommen ?

Ich denke, das solltest du lieber mal abklären lassen.

LG Ute
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