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Aufklärungsbogen Antidepressiva

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
sl76
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Re: Aufklärungsbogen Antidepressiva

Beitrag von sl76 » Freitag, 10.08.18, 19:55

Hallo Lukas,

das sind sehr weise Worte die du Da geschrieben hast.

In gewisser Weise haben ja fast alle hier unter dem, von dir mit den treffenden Worten, beschriebenen Gesundheitssystem zu leiden.

Man muss sich einfach mal vor Augen halten was für Leute da über die Gesundheit einer ganzen Gesellschaft entscheiden.
Genau wie in anderen Bereichen der Politik haben auch dort Lobbyisten das eigentliche Sagen.
Aktuelle News dazu gibt es bei www.mezis.de. So z.B. dieser Artikel:

https://mezis.de/pressemitteilung-neuer ... maspitzen/


Und genau aus diesen Gründen finde ich den Aufklärungsbogen gut und wichtig. Je mehr Menschen davon erfahren und dementsprechend bewusster über Ihre Gesundheit und über die ihnen teilweise auferlegten Behandlungsmethoden informiert werden umso besser.

Ich glaube ganz fest daran, dass sich irgendwann etwas ändern wird, es werden immer mehr Menschen gibt die sich informieren und hinterfragen und nicht einfach hinnehmen.

Ein ganz großes Lob an Edgar. Das ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung, von dem wir alle profitieren können.

Viele Grüße

Sebastian
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02/2012 erstmalig Citalopram 30mg in einer psychosomatischen Klinik verschrieben bekommen
Diagnose: mittelschwere depressive Episode
08/2016 erstmalig in kleinen Schritten reduziert auf 25mg (laut Ärztin hätte ich damals
innerhalb von 2-3 Wochen komplett ausschleichen sollen)
01/2017 weiter reduziert auf 20mg (während des Reduzierens erhöhte Reizbarkeit und
Aggressivität)
05/2017 reduziert auf 15mg
08/2017 reduziert auf 10mg
11/2017 reduziert auf 5mg
03/2017 erhöht auf 10mg (fühlte mich erschöpft und angreifbar und ängstlich bei der geringen
Dosis)
04/2017 auf Anraten des Therapeut en und des Hausarztes komplett abgesetzt und durch Beta-
Blocker ersetzt (die ich inzwischen auch nicht mehr nehme, da sie mir wirkungslos
erschienen)

Markus Huefner
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Re: Aufklärungsbogen Antidepressiva

Beitrag von Markus Huefner » Mittwoch, 29.08.18, 10:32

Lieber Edgar,

vielen Dank für Dein Engagement. Das es überhaupt einen solchen Aufklärungsbogen gibt, ist schon mal ein großer Fortschritt! Ich habe mich in den letzten Monaten intensiv mit den beiden großen Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Depressionen, der Deutschen Depressionsliga e.V. und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe auseinandergesetzt, insbesondere mit Herrn Hegerl, da beide Organisationen in ihren Broschüren und auf ihren Websites NICHT über die Risiken und Nebenwirkungen und die geringe Wirksamkeit von modernen Antidepressiva aufklären, diese aber gleichzeitig als gut wirksame und harmlose Behandlungsmethode für ALLE Formen der Depression empfehlen. Das Leid von Betroffenen, die schlimme Erfahrungen mit der Einnahme und oder dem Absetzen von modernen Antidepressiva gemacht haben, wird konsequent geleugnet und systematisch ignoriert. Beide Organisationen behaupten pharmaunabhängig zu sein und haben dies auch in ihren Satzungen stehen und beide nehmen für sich in Anspruch, die Interessen von ALLEN Menschen mit Depressionen in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik zu vertreten, was sie faktisch nicht tun, wenn sie diejenigen ignorieren, die schlimme Erfahrungen mit der Einnahme und oder dem Absetzen dieser Medikamente gemacht haben.

Auf meine Anfragen reagiert man jetzt gar nicht mehr. Ich hatte einige Beiträge beider Organisationen auf deren Facebook-Seite fachlich korrekt, sozial kompetent und im Rahmen der Facebookregeln kritisch kommentiert, schließlich wurde mein Profil gesperrt, so dass ich dort nun gar nicht mehr kommentieren kann.

MEINE FRAGE:

Wird der Aufklärungsbogen auch den beiden Organisationen vorgelegt bzw. könntest Du das in die Wege leiten? Ich bin sicher von sich aus, werden beide den Aufklärungsbogen nicht mal erwähnen und wenn ich das tue, werden sie es ignorieren.

Würde mich freuen von Dir zu lesen.

Herzlichen Gruß

Markus
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seit 2009 60mg Paroxetin
2013 erster Entzugsversuch in einer Psychiatrie von 60 auf 40mg
seit dem Magen-Darm-Beschwerden, mit starken Krämpfen, Blähungen und Verdauungsproblemen
seit 2009 50mg Promethazin über Jahre reduziert auf heute 10mg
2011 traumatischer Tavorentzug in Klinik
2012 Rückfall und erneuter erfolgreicher Entzug
bis 2016 Tavor bei Beidarf
2016 zweiter Versuch Paroxetin abzusetzen mit einem Psychiater ambulant wieder von 60 auf 40mg
von einem Tag auf den anderen danach Reduzierung bis auf 20mg innerhalb 8 Wochen, dann extreme Suizidgedanken, Depressionen, Panik nur durch Tavor überlebt über Wochen langsam wieder mit dem Paroxetin hoch dadurch wieder abhängig von Benzodiazepinen
seit Sommer 2016 15mg Diazepam, weitere Versuche mit der 10% Methode Paroxetin abzusetzen
2017 neuer Psychiater der ein extremes Serotonin-Defizit im Darm nachgewiesen hat und dieses mit 5-HTP 900mg täglich behandelt, bisher erfolglos, letzte Bestimmung des Serotoninspiegels im Darm ergab keine Steigerung, weiterhin extremes Defizit.
09/2018 letzter Versuch Reduzierung um ein mg Paroxetin von 60mg auf 59mg für 3 Wochen, wegen extremer Entzugssymptome, starken Bauchschmerzen abgebrochen.
Seit dem 60mg Paroxetin, 10mg Promethazin, 15mg Diazepam, 900mg 5-HTP, Vitamin B-Komplex+Vitamin D3 (FolPlus), Synerga und probiotik pur (Darmbakterien), 10mg Pantoprazol, Buscopan Plus (Paracetamol) beinahe täglich gegen die Krämpfe und Bauchschmerzen.

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Re: Aufklärungsbogen Antidepressiva

Beitrag von Markus Huefner » Mittwoch, 29.08.18, 10:44

Hallo,

zum Thema Straftat bzw. strafrechtliche Verfahren kann ich folgendes sagen: Bei mir wurde ein Benzodiazepinentzug in einer Psychiatrie kalt gemacht mehrere Tage lang, was zu einem Trauma geführt hat, danach wurde ein reiner Tavorentzug gemacht, was nicht den Leitlinien entspricht. Ich habe versucht die Klinik zu verklagen. Dafür habe ich ein kostenloses Gutachten des medizinischen Dienstes der Krankenkassen erstellen lassen. Dieser kam zu dem Ergebnis, dass man einen Psychopharmaka-Entzug machen kann, wie man will, da es keine gesetzlich verbindliche Richtlinien dafür gibt, also kann man so einen Entzug auch kalt machen. Die Klage wurde abgewiesen. Ich hatte mich damals an die unabhängige Patientenberatungsstelle gewandt, die es so heute nicht mehr gibt (wurde von einem Privatunternehmen übernommen, dass gleichzeitig Ärzte und Kliniken berät, wenn Patienten klagen, was schon ein Widerspruch in sich ist) diese stellte mir ein kostenloses Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt für Medizinrecht zur Verfügung. Zum Nachweis sollte ich ein Protokoll erstellen, idealerweise hätte ich dieses schon während der Behandlung tun sollen!! Kurz und schmerzhaft: Eine Klage hat keinerlei Aussicht auf Erfolg, es kostet sehr viel Kraft und Energie, spart euch diese bitte!

LG

Markus
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09/2018 letzter Versuch Reduzierung um ein mg Paroxetin von 60mg auf 59mg für 3 Wochen, wegen extremer Entzugssymptome, starken Bauchschmerzen abgebrochen.
Seit dem 60mg Paroxetin, 10mg Promethazin, 15mg Diazepam, 900mg 5-HTP, Vitamin B-Komplex+Vitamin D3 (FolPlus), Synerga und probiotik pur (Darmbakterien), 10mg Pantoprazol, Buscopan Plus (Paracetamol) beinahe täglich gegen die Krämpfe und Bauchschmerzen.

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Re: Aufklärungsbogen Antidepressiva

Beitrag von Markus Huefner » Donnerstag, 30.08.18, 7:47

Hallo Edgar,

ich wollte noch mal wissen, warum ihr das mit der Wirksamkeit nicht durchgebracht habt. Selbst die DGPPN schreibt in ihrer Behandlungsleitlinie für Depressionen:
Breit rezipiert wurden die Studien von Kirsch und Kollegen [30-32], die postulieren, dass möglicherweise ca. 50% der Wirkung von Antidepressiva auf Placeboeffekte zurückzuführen ist. So fanden die Autoren, dass im Bereich leichter Depressionen die Placebowirkung einen Großteil des antidepressiven Effektes von Medikamenten ausmacht und dass erst bei schweren Depressionen, im Rahmen des Rückgangs der Placebowirkung, ein wahrer Medikamenteneffekt zum Tragen kommt. Konkret bedeutet dies, dass die Differenz zum Placeboeffekt den von ehemals von der NICE als Grenzwert der klinischen Signifikanz festgelegten Wert von d=0,5 erst ab einem Hamilton-Depressionsscore von 28 überschreitet [30]. Eine neuere Studie [33] bestätigt den hohen Placeboanteil der medikamentösen antidepressiven Therapie
Demnach gesteht die DGPPN ein, dass Antidepressiva NUR bei jedem ZWEITEN wirken, dass entspricht zwar nicht dem Ergebnis der Studien von Kirsch und Fournier, bei denen der Placeboeffekt zwischen 75 und 83% liegt, ist aber dennoch besser, als den Placeboeffekt gar nicht zu erwähnen und 50% sind ein schlagkräftiges Argument für Ärzte und Patienten zur Abwägung, ob ich mich auf eine Behandlung einlasse oder nicht.

Lieben Gruß

Markus
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Re: Aufklärungsbogen Antidepressiva

Beitrag von edgar » Donnerstag, 30.08.18, 9:01

Lieber Markus,

zu Deiner Frage, warum wir den Punkt der Wirksamkeit nicht unterbringen konnten:

Es ging nicht darum, was wir belegen konnten, was wir ja konnten, wie Du auch ausführst, sondern letztlich darum, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide Seiten leben konnten. Und die anderen Punkte waren schon harte Kämpfe. Letztlich muss man froh sein, dass die beteiligten Klinikärzte eine Vorreiter-Rolle einnehmen und auch den Mut dazu hatten. Es bestanden und bestehen bei einigen noch Bedenken, weil sie sich bzgl. der Entzugsproblematik in einer Außenseiterrolle befinden, weil die Masse das immer noch ignoriert bzw. die Definition von Abhängigkeit das Problem ist, was wir ja auch ausführen. Wir werden daher sehen, wie die Erfahrungen am 30.11.18 bei der DGPPN-Vorstellung sein werden.

Ich war übrigens mehrere Male in der Entstehungszeit des Bogens kurz davor wegen der Wirksamkeitsthematik zu sagen, dass ich aussteige, weil ich die Nicht-Erwähnung für falsch halte. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden, weil ich versuchen wollte, noch bei anderen Punkten Einfluss zu nehmen, was ich sonst nicht mehr hätte tun können.

Deine Super-Idee, den Bogen den beiden Organisationen vorzulegen, werde ich weitergeben und gebe dann über das Feedback Bescheid.

Liebe Grüße
Edgar
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Angehöriger, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), seit 2008 Mitarbeiter im ambulanten Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung (u.a. auch Beratung und Unterstützung beim Absetzen von Medikamenten), davor 2 Jahre Mitarbeiter in einer Tagesstätte und 1 Jahr lang in einem Wohnheim (stationäres Wohnen) für Menschen mit psychischer Erkrankung. Seit 2013 Mitglied des Fachausschusses Psychopharmaka der DGSP.

Markus Huefner
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Re: Aufklärungsbogen Antidepressiva

Beitrag von Markus Huefner » Donnerstag, 30.08.18, 12:53

Lieber Edgar,

danke für die Antwort. Irgendwie erschließt sich mir nicht, warum die beteiligten Ärzte und Kliniken etwas nicht mit in den Aufklärungsbogen aufnehmen wollen, was von Seiten der DGPPN schon in den Leitlinien zur Behandlung steht. Sie müssten sich ja gar nicht davor fürchten, sie könnten ja sagen: "so steht es in den Behandlungsleitlinien der DGPPN ohnehin schon drin". Ich hätte es verstanden, wenn sie sich konsequent bzgl. der körperlichen Abhängigkeit geweigert hätten, das aufzunehmen in den Aufklärungsbogen. Da zeigt sich mal wieder, dass wir Menschen psychologische Wesen sind und keine logischen Wesen. Einfach absurd! ich finde es trotzdem richtig und wichtig, dass ihr es nicht daran habt scheitern lassen. Vielleicht kann man ja die DGPPN überreden das noch mit aufzunehmen, mit dem Argument, dass sie es ohnehin schon in ihren Leitlinien stehen hat.

LG

Markus
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Re: Aufklärungsbogen Antidepressiva

Beitrag von annemika » Montag, 24.09.18, 15:55

Liebe Admins,
danke für die bereitgestellten Infos zum Absetzen und dass Ihr dafür gesorgt, dass endlich solch in Dokument der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Allerdings fehlt bei den psychischen Absetzerscheinungen die Depression. Bitte versucht dem Dokument bei den Absetzsymptomen die D E P R E S S I O N hinzuzufügen. Sonst ist es für mich und wahrscheinlich für viele andere lückenhaft. Ich war nämlich vor dem Absetzen NIE depressiv, da ich das Pschopharmakon aufgrund einer anderen Problematik verschrieben bekam. Heute werden Psychopharmaka ja für alles mögliche eingesetzt. Unwissend wie ich war nahm ich es einige Monate und wollte dann absetzen. Und ich bekam die schlimmste Depression, die man sich vorstellen kann. Seit damals (seit 5 Jahren) scheitert es immer wieder, wenn ich die nächsten Schritte zu schnell setze, an einer aufkeimenden Depression. Ich habe auch andere Symptome wie starke Akatisie, Herzprobleme, Migräne, furchtbarbe Schwäche in den Gliedern, iaber die depressive Symptomatik ist eine der schlimmsten.

LG Annemika
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MurmelineKaenguru70Ululu 69SeventhWave
Signatur
Ende August 2012: ausgeprägte körperliche Schwäche nach Studiumsende, Hausarzt vermutet Burnout, Einnahmebeginn 100 mg Sulpirid - Anfang September 2012: symptomfrei
Weihnachten 2012: Reduktion auf 50 mg Sulpirid - Ostern 2013: 25 mg Sulpirid
Ende April 2013: Sulpirid abgesetzt, 5 Tage später erstmalig starke depressive Symptome
Anfang Mai 2013: 50 mg Sulpirid, nach zwei Stunden symptomfrei
Juli 2013: 25 mg Sulpirid, kurze Zeit später erneut depressive Symptome, Erhöhung auf 75 mg Sulpirid
ab Herbst 2013: erneute Reduzierung des Sulpirid
Februar 2014: 25 mg Sulpirid, starke depressive Symptome, starke körperliche Schwäche, Erhöhung bewirkt nichts
Februar 2014: 200 mg Sulpirid, depressive Symptome weiterhin
März 2014: erstmalige Konsultierung eines Psychiaters
März 2014: 75 mg Venlafaxin, 100 mg Sulpirid, sehr schlechtes Allgemeinbefinden
April 2014: 150 mg Venlafaxin, 50 mg Sulpirid, 10 Tage Krankenstand
Mail 2014: 150 mg Venlafaxin, 25 mg Sulpirid, langsame Besserung des Allgemeinbefindens
Anfang Juni 2014: 150 mg Venlafaxin, Sulpirid abgesetzt - sofort wieder sehr starke Schwäche
Anfang Juni 2014: 200 mg Sulpirid, Symptome verschwinden, 150 mg Venlafaxin
Sommer 2014: Reduktion und Absetzen von Venlafaxin (auf eigene Faust)
Sommer 2015: Reduktion des Sulpirids auf 50 mg ohne Probleme, neuer Psychiater
Sommer 2016: Versuch der Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, depressive Symptome
März 2017: Psychiater verschreibt Elontril (Bupropion) 75 mg + 50 mg Sulpirid
Juli 2017: Elontril 150 mg, Reduktion des Sulpirids auf 25 mg, Akathisie, Atembeschwerden, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Schwindel
August 2017: Elontril 150 mg, Erhöhung Sulpirid wieder auf 50 mg nach schlimmen Absetzsymptomen (s.o)
Mitte August 2017: 0 Elontril, Sulpirid 50 mg, Unruhe weicht
Ende August 2017: 50 mg Sulpirid, wieder stabil
Anfang November 2017: erneutes Reduzieren, ca. 40 mg Sulpirid
Mitte November 2017: ca. 40 mg Sulpirid, leichte Absetzsymptome (s.o)
Mitte Dezember 2017: ca. 35 mg Sulpirid, einigermaßen stabil,
Weihnachten 2017: ca. 30 mg Sulpirid, stärkere Absetzsymptome (wie oben), wieder aufdosiert auf 35 mg
Ende Jänner 2018: ca. 35 mg Sulpirid, immer wieder Absetzsymptome (Herzprobleme, Schwindel, depressive Verstimmungen, Schwäche, Unruhe, starke Migräne), dazwischen auch gute Tage
Mitte Februar 2018: 25 mg Sulpirid, eine Woche starke Absetzsymptome (Schwäche in den Beinen, Kopfdruck, Niedergeschlagenheit, schlechter Schlaf, sehr starke Migräne)
März 2018: Beginn mit MIgräneprophylaxe: Valproinsäure (Antiepilepikum) 300 mg, 25 mg Sulpirid
Mitte März 2018: Valproinsäure 450 mg; Sulpirid 25 mg, anfänglich weniger Migräne
Mitte Juni: Valproinsäure 150 mg; Sulpirid 25 mg, Akathisie durch Reduzieren von Valproinsäure, gelegentlich Benzos
Ende Juni: Valproisäure abgesetzt, weiterhin 25mg Sulpirid,
Ende Juli: 22.5 mg Sulpirid mit der Wasserlösmethode, Metaprolol 25mg (Betablocker) gegen Migräne und Herzbeschwerden
Ende September 2018: 17.5 mg Sulpirid durch die Wasserlösmethode, 25 mg Metaprolol, stabil
Mitte Oktober 2018: 16,25 mg Sulpirid, 25mg Metaprolol

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