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Zurück ins Leben - Aissela aus Italien

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
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LenaLena
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Zurück ins Leben - Aissela aus Italien

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 04.09.18, 10:52

Übersetzung der Erfahrungsgeschichte von Userin "Aissela" aus Italien im Februar 2017:
https://www.survivingantidepressants.or ... -to-life/

Back to Life – Zurück ins Leben

Hallo zusammen, ich bin aus Italien, 24 Jahre alt und es tut mir leid wegen meinem Englisch, ich werde mein Bestes geben. Ich möchte meine Geschichte teilen, weil ich denke, dass dies anderen Menschen Hoffnung geben könnte.

Ich war 2013 sechs Monate lang auf SSRI (Fluvoxamin), habe Anfang 2014 aufgehört, es zu nehmen, und nach einem Monat begann mein erster Entzug. Zu dieser Zeit wusste ich nichts über Entzug und mein Arzt sagte mir, ich sei bipolar. Nach drei Monaten merkwürdiger Symptome beschloss er, mich auf Paxil [Paroxetin] zu setzen. Die Symptome verschwanden sehr schnell, und ich nahm Paxil bis Februar 2015, wo ich es absetzte. Und wieder, nach einem Monat ohne Medikamente, hatte ich meinen zweiten Entzug. Aber dieses Mal fand ich glücklicherweise dieses Forum und ich konnte verstehen, was mit meinem Körper geschah. Ich verabschiedete mich von meinem Arzt und begann meinen Heilungsprozess alleine.

Ich hatte einen klassischen Entzug mit dem Muster von Fenstern und Wellen und all diesen Symptomen, die sich Monat für Monat veränderten: Panikattacken, DP / DR (Depersonalisierung/Derealisierung), Anhedonie (Freud-, Lustlosigkeit), Gewichtsverlust, konnte nicht aus der Wohnung gehen, Gedächtnisverlust, Stimmungsschwankungen, brennendes Gehirngefühl, keine Libido, Schlaflosigkeit, aber auch Lethargie, Lichtempfindlichkeit und so weiter ... Das erste Jahr war ich den ganzen Tag in meinem Schlafzimmer, bewegungs- und nutzlos, unfähig zu funktionieren und mich in meine Familie oder meinen Hund einzufühlen.

Aber ich muss sagen, dass mein erstes Fenster sehr bald kam, vielleicht nach drei Monaten im Entzug, und ich habe eine Menge Verbesserungen auch im ersten Jahr gesehen. Langsam sind die Fenster häufiger und länger geworden, während die Wellen weniger intensiv und kürzer geworden sind. Ich kann nicht genau sagen, wie sich meine Symptome jeden Monat verändert haben, weil ich mich nicht erinnern kann und offen gesagt, vergesse ich es auch lieber. Alles, was ich sagen kann, ist, dass meine Gefühle im zweiten Jahr wieder aufkamen und die Panikattacken komplett nachließen, aber ich habe auch eine ständige Verbesserung aller anderen Symptome gesehen.

Jetzt bin ich im 23. Monat und ich kann rausgehen, wann ich will, ich mache Sport, ich habe meine Sexualität zurück, ich kann mich in Menschen hineinversetzen, ich schlafe sehr gut. Alle zwei oder drei Monate kann eine kurze Welle kommen, besonders nach einer stressigen Zeit. Es dauert dann ein bis zwei Wochen, und im Allgemeinen sind meine einzigen Symptome extreme Müdigkeit, Erschöpfung und schlechte Laune. Natürlich geht es mir noch nicht vollständig wieder gut, aber ich mache auch eine sehr langsame Benzoreduktion und bin sicher, dass ein Teil meiner Restsymptome davon ist.

Alles, was ich dir sagen will, ist, dass es Hoffnung gibt. Es ist ein langer und schmerzhafter Prozess, aber wie ich gesehen habe, ist das Gehirn in der Lage, sich selbst zu heilen und die Zeit wird alles regeln.
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), danach Entzug/Absetzsyndrom, auf Null seit August 2017

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Ululu 69
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Re: Zurück ins Leben - Aissela aus Italien

Beitrag von Ululu 69 » Dienstag, 04.09.18, 11:29

Liebe LenaLena,

vielen Dank für die Übersetzung.
:hug:

LG Ute
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Re: Zurück ins Leben - Aissela aus Italien

Beitrag von Offene Reise » Mittwoch, 19.09.18, 19:06

Hey liebe Lena,

das sind echt schöne Geschichten, die du übersetzt. Auch von mir ein Dankeschön für deine Arbeit.

:hug:

LG

Lukas
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