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Monalinde: Hirntumor?

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
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Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Monalinde » Mittwoch, 05.09.18, 14:28

Hallo,

Ich habe sonst niemanden, mit dem ich meine Symptome besprechen kann, vielleicht gibt es jemanden der mir helfen kann. . Es geht mir zur Zeit sehr sehr schlecht. Es dürfte nicht vom Absetzen kommen, obwohl das bei mir sehr, sehr lange gedauert hat.

Ich vermute, dass bei mir die Symptome der agitierten Depression mit Angstzuständen wieder zurückgekehrt sind. Anlass war immenser Stress, nachdem mein Mann verstorben ist, und ich für den kranken Sohnemann und mich allein verantwortlich bin. Und das Leben ohnehin nicht einfach ist mit75 Jahren.

Es fing alles damit an, dass ich ab 4.00 Uhr nicht mehr schlafen konnte, geräuschempfindlich wurde, die Angst mich packte, ich vor lauter Unruhe keine Zeitung mehr lesen konnte, nicht mehr kochen konnte und mich in einem irrsinnigen Spannungszustand befinde und nur noch schreien könnte. Ich komme da von selber einfach nicht mehr raus. Meine Thera ist im Urlaub und nicht erreichbar.

Heutzutage kommt kein Hausarzt mehr um zu helfen, das Bezirksklinikum habe ich vergeblich um Hilfe angefleht, der Psychiater hat auch auf absehbare Zeit keinen Termin für mich. Die sind da ganz eiskalt, obwohl ich wirklich mit aller letzter Kraft zum Telefonhörer gegriffen habe.Der Hausarzt hat mir nun über die Apotheke ein Rezept für Doxepin zukommen lassen, das Medikamt habe ich in Krümeln genommen. Ich weiss ja um die Schädlichkeit der PP.

Nun heute Nacht, bin ich plötzlich aufgwacht, und ich habe wirklich gedacht, dass ich sterben muss. In meinem Kopf war ein solches Gewitter, als ob der Blitz eingeschlagen hätte, und ich völlig falsch verkabelt sei, es war fürchterlich.

Ich habe dann zu dem Medikant gegriffen, weiss gar nicht wie viel ich genommen habe und bin dann heute morgen wieder aufgewacht, und habe mich gewundert, dass ich noch am Leben bin.

Ich weiss nicht, was da mit mir los war, und glaube nun schon an einen Hirntumor, so schlimm war das. Ich will euch nicht ängstigen, ,vielleicht gibt es hier doch jemanden, der von so etwas ähnlichem schon gehört hat. So fertig wie jetzt war ich noch nie in meinem Leben. Ich weiss einfach nicht mehr weiter.

Mona
Zuletzt geändert von Ululu 69 am Mittwoch, 05.09.18, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Clarissa
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Re: Hirntumor?

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 05.09.18, 16:27

Liebe Mona.

Es tut mir sehr leid, daß es Dir gerade so schlecht geht.

Dein Leben ist wirklich nicht einfach, darin sehr ich die Ursache Deiner Probleme. Allerdings weiß ich nicht, wie ich Dir helfen, wozu ich Dir raten könnte, damit es Dir besser geht.

Kannst Du den Streß vermindern oder irgendwie gelassener damit umgehen? Ich weiß, das sagt sich so leicht ...

Was ich nicht für hilfreich erachte, sind neue Experimente mit Psychopharmaka.
Leider muß man davon ausgehen, daß unsere Gehirne zu sensibilisiert sind, um adäquat auf AD zu reagieren. Für mich bin ich mir da ganz sicher. Bei mir führen Medikamente aller Art inzwischen zu üblen paradoxen Zuständen. PP habe ich nie wieder probiert.

Nimmst Du noch weitere Medikamente? Sie steigern womöglich die Anfälligkeit.

Vor unkontrollierter Einnahme von Doxepin möchte ich auch unbedingt warnen, es besteht Vergiftungsgefahr!

Ich bezweifle, daß Dein Hausarzt Die eine wirksame Hilfe sein wird bei der Überwindung Deiner neuerlichen verständlichen depressiven Zustände.

Durchhalten ohne Zusatzmedikation und auf Deine Therapeutin warten?

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früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Hirntumor?

Beitrag von Monalinde » Mittwoch, 05.09.18, 17:14

Danke Clarissa für deine realistische Sicht der Dinge.
Ich fühle mich so getrieben, dass ich etwas zur Beruhigung unbedingt brauche, weil ich mich ansonsten f a s t nicht mehr Herr meiner Sinne fühle.
Ich nehme ausser Metformin keine anderen Medikamente ein. Von dem Doxepin nehme ich nur etwa 1/4 tel ein von 50 ich merke, dass es auch schon wirkt.
Es geht einfach ums Überleben, verstehst du? Ich weiss nicht, warum das jetzt wieder alles so über mich kommt. Wahrscheinlich sind es die Nachwirkungen, der jahrzehntelangen Anspannung. Und ich habe praktisch niemanden, keine Ärzte als Ansprechpartner, zumindest jetzt nicht, und auch nicht meinen gesunden Sohn in Berlin, dem jegliches Verständnis und auch die Zeit für uns, den kranken Sohn und mich fehlt. Zugegebenermaßen wohnt er sehr weit von uns weg.
Ich schäme mich fast, es jetzt zu sagen. Am Tage der Urnenbeisetzung, die ich, wie alles andere organisiert habe, ist er gen Berlin gefahren, weil abends eine Herrenparty stattfand.

Aber jetzt, wo das alles überstanden ist, schmiere ich ab. Ich verstehe meinen Körper
nicht, weil ich ihn nicht beeinflussen kann mit meinen Gedanken, was wiederum zu großem Stress führt.

Meine Thera, die ich über Mail im Urlaub erreichen konnte, hat mir auch zu Medikamenten geraten.

Ich brauche diese Krümel einfach, vorerst,Beruhigungsmittel wie Baldrian und Neurexan wirken nicht. Ich habe schon an Johanniskraut gedacht, obwohl es auch chemische Wirkungen aufzeigt.
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Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
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( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
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Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

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Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

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Re: Hirntumor?

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 05.09.18, 17:46

Hallo zurück.

Ach, das ist ein Elend.

Ich traue chemischer Beruhigung überhaupt nicht mehr über den Weg. Ich finde, der Preis ist zu hoch, den man zahlen muß. Leider fällt mir für Dich auch nichts Besseres ein.

Ich bin auch nicht mehr jung und wuppe alles mehr oder weniger allein, aber mein Leben ist nicht vergleichbar mit den Belastungen, die Du hast. Meinen Söhnen brauche ich damit auch nicht kommen.

Eine Thera, die zu Medis rät .... Am Ende mit ihrem Latein?

JK bringt m.E. nichts, kenne jedenfalls keinen, bei dem das die erwünschte Wirkung zeigte. Bei mir z.B.: gar keine.

Ich hoffe, es klappt bei Dir mit dem Doxepin, es ist ja kein Bedarfsmedikament!

VG von Clarissa
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Anikke » Donnerstag, 06.09.18, 7:36

liebe monalinde,
mein aufrichtiges Beileid für deinen Verlust :(
das ist gerade schrecklich wie es bei dir ist, die Trauer, der schock, das funktionieren-müssen für den kranken Sohn, die last der Verantwortung..
da ustberstmal jede Krücke gut die dir hilft klarzukommen..
vllt kannst du darauf achten, dass du das Doxepin nur für drei Wochen nimmst oder so, dann ist es noch nicht fest in den Stoffwechsel eingebaut, und du musst dich nicht mit dem langen absetzen plagen..
hast du Unterstützung für den Sohn? ich weiß ja nicht was er hat- Pflegedienst, Betreuung usw- sind da Helfer für den Sohn außer dir? Vllt wäre es gut, mit ihm ein helfersystem zu entwickeln, dass nicht alles an dir hängt und du aufatmen kannst..
das fiel mir auf die schnelle ein.. ich denke an dich.. liebe grüße anikke
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Siggi » Donnerstag, 06.09.18, 9:29

Guten Morgen, liebe Mona, <3

dein , zur Zeit ,menschenunwürdiger Zustand beschäftigt mich sehr, und ich bin zutiefst betroffen, was da
im Moment mit dir passiert.

Wie war deine Nacht?
Eigentlich möchte ich dir keine Fragen stellen, denn alleine schon, darauf zu antworten, kann
in deinem Zustand Druck auslösen.
Daher, bitte nur antworten, wenn du kannst ,bzw. möchtest.

Vorweg, an einen Gehirntumor denke ich dabei nicht, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass massive
Lebensbeeinträchtigungen, Trauer und Kummer, einen Tumor auslösen können !
Ebenso glaube ich auch nicht, dass dein protrahierte Entzug plötzlich solch fatale Dimensionen annimmt.

Du hast in der Nacht von Di.auf Mi. Doxepin genommen.Hat es dir denn geholfen?
Ich muss mich Clarissas Bedenken anschließen.
Doxepin ist zwar ein "altes " Mittel, hat aber die gleichen Auswirkungen wie andere, modernere A.D.
Wir wissen ja, dass all die Chemie noch mehr Gehirnreizungen auslösen... und im protrahierten Entzug
noch gravierender...

Wir sind Beide über 70 Jahre, und unsere Gehirnzellen reagieren, schon alleine durch den langen Entzug,
noch gereizter als bei jüngerern Menschen .
Ebenso ist dadurch unser Unterbewusstsein um einige km länger als bei jungen Menschen,
und all das was schmerzlich und problematisch in unserem Leben gelaufen ist, macht die Summe
der langen Unterbewusstseinsstrecke aus...
Daher glaube ich auch, dass die Toleranz , unserer Psychoschmerzgrenze geringer als bei Jüngeren ist.

Dazu einige Gedanken:
Durch den jahrelangen Stress , allein schon durch die lange Pflege deines Mannes, der Kummer mit den Kindern,
etc. haben sich zusätzliche, körperliche Baustellen entwickelt
Du warst in all den schweren Jahren sicher auch nur wenig der Sonne ausgesetzt.
Ebenso war deine Ernährung aufgrund der vielen Unverträglichkeiten auch nicht immer soo ausreichend.
Auch kann die Schilddrüse sehr wohl durch massive seelische Belastungen entgleisen,
es kann auch zu Vitamin und Mineralien-etc. Mangelerscheinungen führen, weil der Körper durch den
permanenten Stress zu wenig gesunde Botenstoffe etc. aufnimmt, bzw bekommt.

Daher meine Gedanken... wenn du in der Lage bist, deinen H.Arzt zu konsultieren, würde ich folgende Bluttests
empfehlen, denn auch diese Mängel können zur massiven Verschlechterung der Lebensqualität führen,
und so würde Eins ins Andere greifen, weil all diese Mängel fatale Auswirkungen auf das gesamte System
hervorrufen können..
(Sind auch von mir gemachte Erfahrungen)
Mein Vorschlag folgender Blutuntersuchungen:

TSH Wert (Schilddrüse)
fT 3 Wert (Schilddrüse)
fT4 Wert( Schilddrüse)
Vitamin D. Wert
Ferritin Wert (nicht Eisen, wichtig, denn Ferritin ist der Eisenpeicher, und leider ist das vielen Ärzten nicht bekannt)
Vit B 12 Wert.
Magnesium Wert

Liebe Mona, da ich nicht weiß, ob Doxepin deinen schlimmen Zustand etwas mindern konnte, denn bevor
du in deiner Verzweiflung lieber ein Ende begrüßt :frust: , und am liebsten zum Fenster springen würdest,
hätte ich eine Alternative.

(Editiert)

Meine liebe Mona, du weißt, dass du mir sehr am Herzen liegst, auch wenn ich angesichts deines momentan
unaushaltbaren Gesundheitszustandes so hilflos daneben stehe... du sollst aber wissen wissen,
dass du nach wie vor in meinem täglichen Gebet bist und ich sehr viel an dich denke.

In lieber Verbundenheit
herzlichst
Siggi :hug: :hug:

PS.
Leider sind nicht alle Werte Kassenleistung, aber bei dir , da Privatpatient, eventl. möglich...
wenn nicht, schlimmstenfalls selbst bezahlen.
bezahlen !
Zuletzt geändert von Murmeline am Samstag, 08.09.18, 9:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Editiert
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Marko92 » Donnerstag, 06.09.18, 9:49

Liebe Mona :)

du hast aber auch ein ordentliches Päckchen zu schleppen die letzte Zeit ...

Deine Symptome liest man immer wieder im protrahierten Entzug. - Du hattest reichlich Stress und Kummer, das hat vielleicht Symptome ausgelöst.

Ausserdem hört man immer wieder, dass Leute Stress und Krisen durchgestanden haben und wenn dann alles erledigt und geordnet ist, die Psyche nicht mehr mitspielt.

Vermutlich bist du jetzt auch ziemlich einsam und die professionellen Helfer ebenfalls nicht erreichbar, das ist alles belastend.

An sich wäre eine Selbsthilfegruppe mein Rat, da ich aber die Mentalität in der Gegend kenne, lass ich den Rat mal lieber. Bin mit dem Versuch selber schon auf die Nase gefallen, mit Antworten nach dem Motto, wir nehmen zwar neue Leute auf, ABER... :wink:

Die Reaktion von deinem Sohn aus Berlin, war das der Stress oder steht ihr euch nicht so nah? -
Wenn ihr an sich ein gutes Verhältnis habt, könntest du evtl in seine Nähe ziehen, damit du nicht allein mit dem kranken Sohn bist ?

Würdest du es schaffen, in die Großstadt zu fahren? Es ist natürlich eine individuelle Sache, aber ein Therapeut, bei dem ich eine Weile war, arbeitet da noch. Er ist PP-neutral, ziemlich unorthodox und hat mir sehr geholfen, wieder in die Ralität zu kommen und mich um mich selber zu kümmern. - Wenn du magst, schick ich die die Adresse per PN. -

Zum AD denke ich vielleicht vorübergehend besser daheim in Eigenregie, bevor du in der Klinik landest und dann nicht mehr viel mitreden kannst.

Checkup beim HA und EEG kann vielleicht auch nicht schaden, einfach um sicher zu gehen, dass es nichts Körpeerliches ist.

GLG Markus :)
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Mitte April 2014 auf 4mg, alle 3 Wochen 2 mg reduziert mit leichtem Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen für einige Tage, seit 20. Juni 2014 NULL - leichte Symptome wie bei den anderen Schritten

Fehldiagnose Psychose auf AU - Was tun?? https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=14791
Links zu nützlichen Arbeits- und Sozialrechtsseiten https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=8&t=14591

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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Clarissa » Donnerstag, 06.09.18, 10:13

Liebe Mona,

Du siehst: wir machen uns Gedanken um Dich und würden Dir so gerne helfen!

Ich finde die Vorschläge teils richtig gut.

Es muß ja sicher eine längerfristige Lösung her, denn PP können nur überbrücken.

Wie stehst Du denn zu der Idee, Dir mehr Hilfe zu suchen und beispielsweise in die Nähe Deines Sohnes zu ziehen?

Teilnahmsvolle Grüße von Clarissa.
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Eva » Donnerstag, 06.09.18, 11:35

Hallo Mona,

ich bin auch ein älteres Semester und fühle mit Dir: wie schrecklich Dein Verlust ist, gerade wenn man selbst schon mit dem Älterwerden zu tun hat ... und dann die übrigen Belastungen. Es ist arg. :hug:

Deshalb verstehe ich auch Deine momentane Einstellung zu den PP. Ich hatte immer Angst vor solchen Schicksalsschlägen auch in Bezug auf einen Rückfall, habe dann aber lediglich aus Verzweiflung über das erneut eingetretene gar Nicht-schlafen-Können wieder zu Benzos und, als mir klar wurde, was ich mir da wieder an den Hals lade, zu einem AD gegriffen. Auch nicht besser, weil die Nebenwirkungen grottig sind, und eine Dauerlösung ist es ohnehin auch nicht.

Am Ende ist alles, jedes der Psychomedikamente, eine Schimäre, zumindest janusköpfig und bestenfalls eine Krücke - dennoch gibt es Situationen, in denen man sich verzeihen muss, nicht so "hart" gegen sich geblieben zu sein; wir müssen es dann ja auch in irgendeiner Form ausbaden. Keine Selbstvorwürfe. Wichtig ist, irgendwann wieder rauszukommen ... es sei denn, man beschließt, für den Rest seines Lebens davon abhängig zu bleiben, wenn es eben nicht mehr anders geht - was natürlich keine glückliche Lösung wäre.

Ich wünsche Dir so viel Lebensmut und Kraft wie nur eben möglich.

Liebe Grüße, Eva
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Monalinde » Freitag, 07.09.18, 15:46

Hallo,

ich fühle, wie die Depression herannahmt, suche verzweifelt ihr zu entgehen, weiss aber nicht wie. Wahrscheinlich geht es jetzt noch tiefer hinein. Bin frühmorgens so agitiert, dass ich gar nicht fähig bin, aus dem Haus zu gehen. Ich kenne diese Zustände von früher, es sind alte Bekannte, die nicht mit sich reden lassen. Jetzt geht es eigentlich nurmehr ums Überleben. Ich hänge sehr am Leben und werde der Depression, Absetzsymptome sind es gewiss nicht mehr, nicht den Gefallen tun, mich zu vernichten.

Wahrscheinlich waren die letzten Jahre einfach zu viel, viel zu viel für mich. Ich habe immer nur die Zähne zusammengebissen und alles im Alleingang geschafft, schaffen müssen. Herumgestreite mit den Behörden, nach dem Tod meines Mannes, dem Bezirkskrankenhaus in dem mein Sohn untergebracht war, dem älteren Sohn, der mir eiskalt erklärt hat, dass er mich ins Altenheim stecken werde, wenn ich mein Leben nicht mehr auf die Reihe bringe, dem Finanzamt, den Wohnungsmietern, dem Nachlassgericht, den Banken. Ein Versicherungsvertreter von der Witwen- und Waisenkasse hat mich schändlich übers Ohr gehauen, indem er mir nicht sagte, welche monatlichen Belastungen auf mich zukommen, nicht alles konnte ich wieder rückgängig machen. Nichts aber auch gar nichts hat auf Anhieb geklappt. irgendwie war ich aber auch stolz, dass ich vieles auf die Reihe gebracht habe.

Ich mache mir solche Vorwürfe für meinen Zustand.

Danke für eure lieben Beiträge, was für Lichtblicke, heute. Noch habe ich das Doexepin nicht wieder eingenommen, kann aber für nichts garantieren.

Siggi, meine Liebe, meine Blutwerte sind top, Schilddrüsenwert o.K, Elektrolythe auch, Vitamin D etwas zu niedrig, Cortison im Referenzbereich, auch keine Entzündung im Körper feststellbar.
Als Notfallmedikament habe ich Tavor da, möchte davon aber keinen Gebrauch machen.

Ich würde nur im alleräußersten Notfall in eine Klinik gehen. Ich lasse mich mit Essen auf Rädern versorgen, bin einfach nicht mehr in der Lage richtig zu kochen, und abends bringt mir der jüngere Sohn etwas zum Essen mit, . Solange es ihm gutgeht, ist für uns gesorgt. Auch wenn ich vielleicht nicht mehr schreiben kann, werde ich dem Forum im Lesen treu bleiben.

Was aber auch für ein Mist!
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2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 08.09.18, 14:46

Hallo Monalinde,

das klingt alles super anstrengend. Du hättest und hast wirklich sehr viel zu stemmen.

Kann es sein, dass es jetzt die Erschöpfung ihren Tribut fordert. Vielleicht rutscht du gerade in eine Erschöpfungsdepression.
Könntest du dir vielleicht vorstellen, eine Reha zu machen zum Erholen ?
Vielleicht kann dein Hausarzt dir behilflich sein, eine geeignete Klinik für dich zu finden in der du zur Ruhe kommen kannst.
Ich kenne jemanden, dem das sehr gut getan hat und dem man auch keine Medikamente angedreht hat.

Vielleicht wäre das einen Versuch wert.

LG Ute
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von stubi » Samstag, 08.09.18, 20:23

Hallo liebe Monalinde, :hug:

als ich dich hier gelesen habe, bin ich richtig erschrocken und es tut mir sehr leid wie du schreibst, dass es dir so schlecht geht und befürchtest eine Depression zubekommen.

Wie du schreibst hast du in den letzten Jahren sehr viel mitmachen müssen und dein gesunder Sohn ist dir auch nicht gerade eine Hilfe.

Ich wünschte ich könnte einen konstruktiven Ratschlag geben und dich damit unterstützen. In solchen Fällen rufe ich die Telefonseelsorge an und da sind oft gute Leute da, mit denen kann man echt gut reden.

Ich wünsche dir von Herzen das der Kelch an dir vorüber geht und du nicht in diese grausame Depression rutscht.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von stubi » Sonntag, 09.09.18, 23:08

Liebe Monalinde,

wie geht es Dir?

Hier geht es vielen ganz schlecht und ich bin richtig betroffen davon. Es ist schwer auszuhalten und das macht mich sehr traurig und ich fühle mich hilflos. Ich kann ja gottseidank wieder fühlen, wenn die Gefühle auch schmerzhaft sind.

Ich möchte dir sagen daß ich an dich denke und hoffe, dass du nicht in eine so grausame Depression fällst.

Liebe Grüße
Renate

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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Monalinde » Montag, 10.09.18, 10:19

Hallo Stubi,
Stubi,hoffentlich machst du dir nicht Sorgen um mich. Das will ich nicht Trotzdem tut es gut, wenn man das Gefühl hat, dass jemand an einen denkt. Ich fühle mich damit nicht so ganz elend und verlassen.

Bin total zittrig heute morgen, wenn ich nur wüsste, woher das wieder kommt. Eigentlich möchte ich mich nicht ständig beobachten, aber das ist leichter gesagt, als getan. Mein Körper ist mir einfach ein Rätsel, wahrscheinlich drückt er das aus, was ich im Moment nicht fühlen kann.
Ich komme einfach nicht an meine Gefühle heran, das wird es wohl sein.
Ich wollte für die Kleidersammlung etwas zurecht machen, sitze vor dem Kleidersack und schaffe es einfach nicht, jetzt ist er auch noch gerissen, das muss ich für heut aufgeben. Ich mache mir Vorwürfe, weil ich mein Leben so schlecht auf die Reihe bekomme.

Und manchmal geht es auch wieder ein Stückchen besser. Das ängstigt mich dann auch wieder. Und dann sage ich mir, dass ich in meinem Alter doch viel gefestigter sein müsste, aber ich glaube, dass die Psyche nicht unbedingt an das Alter gebunden ist

Das Schlimmste ist, dass ich einfach nicht weiss, was mit mir los ist. Ich sollte unter leute gehen oder etwas unternehmen, das habe ich alles schon ausprobiert, aber damit habe ich mich noch einsamer gefühlt, als allein zu Hause. Ich bin irgendwie total verkorkst, Sachen, die früher kein Problem waren, sind nun nicht zu bewältigen. Wahrscheinlich ist durch den Entzug mein Nervensystem übersensibilisiert und den Rest schaffe ich wahrscheinlich mit meiner verängstigen Psyche allein.
Trotzdem auch noch etwas erfreuliches. Schleim im Rachen war jahrelang mein Thema. Jetzt ist er einfach, weggegangen. Ich bekomme mehr Luft durch die Nase und kann auch wieder ein Taschentuch benutzen, nicht nur zum Weinen, sondern zum Schneuzen. Das ist ein kleines Wunder für mich, und war wirklich noch dem Entzug geschuldet.

Alles Liebe euch allen
und danke, dass ihr an mich denkt

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
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Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von stubi » Montag, 10.09.18, 11:15

Liebe Mona, :hug:

es macht mich immer sehr betroffen, wenn ich lese das es jemand schlecht geht. Es tut mir regelrecht weh so ein Leid, ich finde jedenfalls wir Menschen müssten uns vielmehr umeinander kümmern und viel hellhöriger mit unseren Mitmenschen sein und uns gegenseitig unterstützen. Ich habe ausser meinen Mann und einen älteren Bruder, der allerdings weiter weg von uns wohnt, niemand, mit dem ich in näherer Beziehung stehe. Leider wie ich finde.

Die meisten Menschen, wollen ja gar nichts miteinander zu tun haben und rennen und machen und leben ihr eigenes Leben.

Da sind die Ausländischen Mitmenschen schon anders gepolt, die sind in Verbünde und leben auch noch Trationen und halten zusammen, so empfinde ich das, wenn ich das so von aussen betrachte.

Doch finde ich es sehr schade wenn wir uns nicht gegenseitig stützen und helfen, einfach Mal zu sagen" schön das es dich gibt, kann ich dir helfen oder für dich da sein." Nur das ist alles nicht so einfach nicht wahr.

Liebe Mona das Alter wie du schreibst, macht ja auch nicht unbedingt fiter und wir Menschen sind ja nunmal nicht alle gleich und die Umstände in denen man sich befindet unterschiedlich und nicht auf jeden anwendbar.

Ich habe ja gelesen das du einen Sohn hast, der auch zu leiden hat und somit bist du ja auch noch belastet.

Ja und das du noch Kleider aussortieren sollst und es nicht schaffst, es belastet dich, ich kann das verstehen, mir geht es oft nicht anders. Also sei gut zu dir und mache nur Dinge die gut tun und nicht noch zusätzlich belasten.

Ja was sollten wir nicht alles machen um uns besser zu fühlen. Rausgehen unter Menschen sein und uns am Ende schlechter fühlen als zuvor, auch das kenne ich nur zu gut, was können wir tun, um nett zu uns selbst zu sein?

Alles Fragen auf die es keine einheitliche Antwort geben kann, denn es kommt immer nur auf die eigene Person an, die man nunmal ist.

Gesundheitlich nicht auf dem Damm zu sein, ist nochmal eine andere Nummer und macht die ganze Sache nicht leichter, da braucht es einen guten Freund, der sich in die Sache einfühlen kann und mit Rat und Tat zur Seite steht.

Wenn du dich nur ein kleinwenig besser fühlst zulesen das man hier im Forum an dich denkt, so macht mich das auch froh, nicht ganz so hilflos dem Leiden gegenüber zustehen.

Ich wünsche dir gute Besserung und einen abnehmbaren Tag.

Herzlichst
Renate
PS: Find ich Super das du ein Symptom weniger hast! Geht doch und wird immer besser werden.
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Monalinde » Montag, 10.09.18, 11:31

Hallo Renate,

einen abnehmbaren Tag, wirklich? Klingt ungewöhnlich, aber doch auch ein bisschen logisch.

Zitter, zitter, mona
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Eva » Montag, 10.09.18, 11:48

Hallo Mona,

was ich ich mich frage: Ob Du in Deiner Lage nicht Anspruch auf eine/n Familienhelfer/in hast? Es gibt sie für psychisch kranke Menschen auch für Hilfe bei Behördenkram und Ähnliches. Vielleicht mal erkundigen beim Hausarzt / Krankenkasse / Caritas / ev. Familienhilfe etc. - Ich würde nicht zögern, wär ich alleine bei all dem ...

Liebe Grüße,
Eva
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Jofab » Montag, 10.09.18, 13:55

Liebe Monalinde

möchte dir auch einen lieben Gruß dalassen und dir sagen, wie sehr ich deine Tapferkeit bewundere.

Ich bin erschüttert,was du alles leisten mußtest in den letzten Jahren und keine Unterstützung hattest !

Mit am meisten schockiert mich, wie herzlos sich dein älterer Sohn verhält - vielleicht, weil ich mich selbst auch
vor einer solche Reaktion fürchte.
Zu den Medikamenten kann ich dir nicht raten, aber ich möchte dir sagen, wie sehr ich mit dir fühle !

Ich möchte dir alles alles Gute wünschen !

Ilse

Ich bin immer wieder entstzt, daß ich nicht mehr ausdrücken kann, was ich eigentlich alles sagen möchte.
Mir fehlen einfach die Worte.
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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Monalinde » Montag, 10.09.18, 15:38

Hallo,

danke, dass ihr so an meinem Leben anteilnehmt. Mir geht es heute grottenschlecht, was aber nicht immer so ist. Morgens war ich aufgedreht, jetzt fehlen mir die Gefühle. Nicht da, basta! Ich zerbreche mir ständig den Kopf, woher das nun rührt und wie ich es verhindern könnte, und dieses ewige Nachdenken über etwas, das ich nicht verstehe, ist eh nicht gut. Es kann kein Entzug mehr sein, nach so vielen Jahren, denke ich. Das Schlimme ist eben, dass ich mich nicht aus diesem Strudel herausreissen kann, es geht nicht um alles in der Welt, nicht mit Gedanken oder sonst etwas. Noch halte ich Stand, was die Medikamente anbelangt.

Zu mir kommt eine Sozialarbeiterin von der Diakonie so alle sechs Wochen, sie ist wirklich lieb, Ende 30, ist zur Zeit in Urlaub dann auf REHA, aber sie ist nur zum Sprechen da, tatkräftige Hilfe leistet sie nicht. Ich erzähle aber schon, was ich alles gemanagt habe, aber sie sagt da nicht viel dazu.

Jetzt habe ich die Schwerbehinderung für meinen Sohn erreicht, zuvor das betreute Wohnen. Das betreute Wohnen hat mich so viel Kraft gekostet, aufgrund der ganzen Unterlagen, die ich beibringen musste, und beinahe hätte es ohnehin nicht geklappt, weil mein Sohn bei der Vorstellung einen guten Eindruck gemacht hat. TS, ts! trotz eindeutiger Diagnose.

Jetzt hat mein Sohn einen Ansprechpartner, mit dem er sich regelmäßig trifft, sie kochen gemeinsamch, räumen seine Wohnung auf, vor allem hat er jemanden, der ihn besucht, wenn er im BKH ist, das ist mir wichtig, damit er sich dort nicht selbst überlassen ist.

Der ältere Sohn schaut nur zu, hört zu am Telefon, und schützt Überbeschäftigung vor. Wenn mein Mann wüsste, wie es mir mit ihm ergeht, würde er sich im Grabe herumdrehen. Er hat immer gesagt, wenn etwas sein sollte, wende dich an E.
Wir haben uns so bemüht, es bei unseren Kindern an nichts fehlen zu lassen, und ich kann mir bis heute sein Verhalten nicht deuten, ich finde nichts, was ihn so handeln lässt, so sehr ich auch darüber nachdenke. Es gab keine Zerwürfnisse.

Danke an Renate, Ilse und Eva.Hoffentlich belaste ich euch nicht zu sehr mit meinem Kram, ihr habt ja mit euch auch genug zu tun und ich finde eure Tapferkeit ganz toll.

Mona





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Re: Monalinde: Hirntumor?

Beitrag von Eva » Montag, 10.09.18, 17:02

Hallo Mona,

eine Solzialarbeiterin bei Dir alle 6 Wochen ist sicher besser als nichts, aber aus meiner Sicht bei Deinen Belastungen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Angesichts Deiner Depressionen müsste mehr drin sein, meine ich, regelmäßigerer, häufigerer und vor allem auch praktischer Beistand.

Zum Thema Tapferkeit, liebe Mona, beeindruckt mich sehr, was Du schon geschafft hast und noch leistest; das würde ich glaube ich, so nicht packen.

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