Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->


Liebe Mitglieder des ADFD, liebe Interessierte.
Aufgrund anhaltender Neuanmeldungen, Urlaubszeit und Unterbesetzung in den Teams sieht sich die Moderation leider gezwungen, das Forum temporär für Neuanmeldungen zu schließen.
Wir peilen einen Zeitraum von circa 8 Wochen an (ein Enddatum wird noch bekannt gegeben).
Wir bedauern diesen Schritt sehr, er ist aber nötig, um der Verantwortung füreinander, aber auch für unsere eigene Gesundheit, nachzukommen.

Neu-Interessierte finden alle wichtigen Infos rund ums Absetzen gut verständlich erklärt im öffentlich zugänglichen Teil des Forum.
Hier viewtopic.php?f=35&t=16516 findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen und links zu weiterführenden Erläuterungen.

Die Teams des ADFD




Interview mit Piet Westdijk (Psychiater), der das Absetzen von Psychopharmaka unterstützt

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
Antworten
padma
Moderatorenteam
Beiträge: 21401
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04

Interview mit Piet Westdijk (Psychiater), der das Absetzen von Psychopharmaka unterstützt

Beitrag von padma » Donnerstag, 25.07.19, 14:02

hier ein sehr lohnendes Video-Interview zum Absetzen, insbesonders von Neuroleptika. https://youtu.be/utJ7HqaqX28

Piet Westdijk begleitet/unterstützt seine Patienten beim Ausschleichen, auch bei Diagnosen wie Schizophrenie und bei jahrzehntelanger Neuroleptikaeinnahme.

Er empfiehlt sogar 10% Reduktionen, allerdings jeweils von der Ursprungsdosis aus (wir sind da ja noch vorsichtiger).
Er beantwortet auch Fragen wie: " Was tun, wenn mein Arzt, nicht möchte, dass ich absetze?", "Was tun, wenn beim Absetzen Krisen auftreten?".

Ein insgesamt sehr differenziertes, ermutigendes Video, mit immer wieder der Aufforderung, nicht aufzugeben.

Hier der dazugehörige Film: https://youtu.be/Gbq-dFqOp8Y

liebe Grüsse,
padma

beides gefunden von Marcilie

svenja2014
Beiträge: 266
Registriert: Sonntag, 03.03.19, 9:36
Wohnort: Österreich

Re: Interview mit Piet Westdijk (Psychiater), der das Absetzen von Psychopharmaka unterstützt

Beitrag von svenja2014 » Freitag, 24.01.20, 18:36

Liebe Padma,

vielen Dank, hab mir beide Filme gerade angeschaut!
Sehr ermutigend!
Ich will auch zum Westdijk.....aber sicher sehr teuer....

Das erste Mal, dass ich einen Psychiater höre, der mir aus der Seele spricht....

Toll!!!

LG
Svenja
Seit ca2005 Antidepressiva, zuerst Sertralin, dann Venlafaxin150 mg + Trittico 150 mg wegen Panikattacken und Depression
Trittico reduziert auf 50 mg wegen völlig blockiertem Gehirn am Vormittag
2011 Scheidung Psychische Rehabilitation 6 Wochen , entlassen Venlafaxin150 mg, Trittico 100 mg, Seroquel 25 mg
ca.2014 Seroquel abgesetzt, ohne Ausschleichen, Panikattacken Angstzustände VerzweiflungWeinen
Trittico aufdosiert auf 100 mg, daraufhin verschwinden Absetzerscheinungen in kurzer Zeit
2015 -2017 Trittico ausgeschlichen ( langsam, genau weiß ich es nicht mehr), nehme Same und Gaba als NEM, das hilft mir
seit 2018 NUR noch Venlafaxin 150 mg, fühle mich meistens antriebslos, depressiv, habe Angst in der Arbeit nicht mehr zu funktionieren, gefühlsarm, fühle mich wie von mir abgeschnitten,
Ab 2018 langsame Reduzierung in ca. 10 Prozent Schritten, bis Herbst 75mg +27;5mg seit Herbst Reduktionspause
Seit 5.3.2019 Versuch weiter zu reduzieren momentan also 75mg plus ca.20 mg
Schwitzen, Kopfweh, Blutdruckprobleme( zu hoch),mulmiges Gefühl( Kloß im Hals) innere Anspannung,Herzklopfen, Depression,bin zuviel alleine
Bin seit2005 in Gesprächstherapie 1 mal im Monat
seit 15.4. -4 mg= 91,5 mg
totale Reizbarkeit, frühes Aufwachen Schwindel, Übelkeit, Durcheinander im Gehirn....kann keinen klaren Gedanken fassen, Zwangsgedanken nach 1 bis 2 Wochen besser...
Seit 1.11.19 minus 8 mg = 83 mg Venlafaxin
Seit 1.2. minus 8 mg= 75 mg

Holy_Henry
Beiträge: 4
Registriert: Freitag, 05.06.20, 10:50
Wohnort: Geldern

Re: Interview mit Piet Westdijk (Psychiater), der das Absetzen von Psychopharmaka unterstützt

Beitrag von Holy_Henry » Samstag, 06.06.20, 0:20

Hab ganz lieben Dank, padma,

für diesen sehr wertvollen und ermutigenden Beitrag. Ich habe ihn auf Facebook geteilt und an viele meiner E-Mail-Kontakte gesendet.

Liebe Grüße,

Holy_Henry
Ausgangssymptome: 1988-1989 psychogene Krampfanfälle linksseitig, Katatonie, Größenwahn, Beziehungsideen, Halluzinationen, aggressiv gespannt, Selbstmordgedanken

Diagnose Dez.1989: Hebephrenie

Medikation: seit 12.1989 Haloperidol & Lorazepam (starke extrapyramidale NW), später Zuclopenthixol 50mg, Thioridazin & Amitriptylin, bei Entlassung 7.3.90 50- 0-0-75 mg Amitriptylin

Medikation 90-94: Haloperidol decanoat & Biperiden (retard), 1994 ca.. 3/4 Jahr ohne Psychopharmaka, dann Tod des Vaters -> Einweisung wg. Antriebslosigkeit, Verfolgungsängste, akust. Hallu., Wahrnehmungsverzerrung
Medikation seit 05.1995: Haloperidol decanoat 1,5 ml i.m. 3wöchentl.

Medikation Umstellung 14.03. - 06.04.2005: statt Haloperidol auf Risperidon depot i. m. 25mg 14-tägig & 0-0-100 mg Opipramoldihydrochlorid

noch nicht vollständig

Antworten