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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine schöne Osterzeit mit möglichst entspannten Feiertagen und schönem Wetter.

Das Team ist während dieser Zeit u wahrscheinlich auch etwas länger anhaltend, aus verschiedenen Gründen personell stark unterbesetzt, so daß hauptsächlich nur administrative Aufgaben erledigt werden können.

Wir bitten Euch deshalb, verstärkt gegenseitig nach Euch zu schauen u zu unterstützen.

Danke für Euer Verständnis, liebe Grüße vom Team

---

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegenden Absetzinfos ein: Antidepressiva absetzen | Benzodiazepine absetzen | Neuroleptika absetzen

ÜBERSICHT: Finanzielle Verbindungen von Experten

Eine Sammlung von Artikeln, die über wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Hintergründe der Behandlung von seelischen Leiden mit Psychopharmaka berichten.
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PhilRS
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ÜBERSICHT: Finanzielle Verbindungen von Experten

Beitrag von PhilRS »

(BEITRAG EDITIERT:)
  • Die aktualisierte Liste steht unten!
  • Der Einleitungstext wird gerade überarbeitet.
    -PhilRS.
Was ist davon zu halten, wenn renommierte "Experten" der Pharmakotherapie gleichzeitig als Honorarkräfte für Firmen auftreten, deren Produkte sie dann "beurteilen" - in wissenschaftlichen Publikationen, Kongressbeiträgen, oder sogar in den Massenmedien?

Erste Befunde bei der DGPPN ergaben den Anfang einer Recherche; am Schluss standen etliche Verbindungen hochbezahlter Chefärzte zu Buche.
Teilweise blieb mir nur noch Ratlosigkeit, warum diese namhaften Leute überhaupt als Werbeträger auftreten - ich weiß keine befriedigende Antwort.

  • Bitte beachten: Hier wird nicht behauptet, dass die genannten Personen "korrupt" sind. Es muss sich nicht um persönliche Vorteile handeln, die von den beauftragenden Firmen gewährt werden. Praktiziert werden z.B. auch "Drittmitteleinwerbungen", d.h. der Leiter einer Klinik/eines Instituts erbringt eine Leistung für die Firma XY, die sich dann an der Finanzierung von Forschung oder ähnlichem beteiligt.

    Das Problem bleibt dennoch dasselbe: Fachlich fragwürdige Werbung für Arzneimittel, die dank dieser Unterstützung durch Kapazitäten dann überproportional häufig von niedergelassenen Ärzten verschrieben werden.


Mitunter ergeben sich also interessante Schlussfolgerungen für die Frage, warum bestimmte Medikamente eine irrational hohe Wertschätzung bei vielen Ärzten haben. Und: Wenn man weiß, wer diese Substanzen propagiert (hat) - und welch profanen Hintergrund manche Empfehlung haben könnte -, dann entlastet dies zumindest viele niedergelassene Spezialisten, denen höchstens ihre Leichtgläubigkeit noch vorzuhalten wäre.


Folgende Aufstellung ist keinesfalls vollständig! Sie soll bei neuen Erkenntnissen erweitert werden.
  • Woher stammen diese Informationen?
  • Die Auflistung stützt sich v.a. auf Kongress-Zeitpläne wie z.B. diesen, ferner auf die Beurteilung wissenschaftlich mangelhafter (Werbe-)Publikationen in Fachzeitschriften. Eine aussagekräftige Quellenwürdigung wird vorbereitet.

    Wie kann man daraus auf Geld- oder andere Zuwendungen schließen?
  • Das Prinzip: Bei fast jedem Kongress gibt es so genannte Satellitensymposien. Dort versuchen Pharmahersteller, das Umfeld auszunutzen und sich als "Teil der Fachgemeinde" darzustellen.
  • Die Referenten spielen dabei die wichtigste Rolle - mitunter sind es sogar dieselben (!) wie im offiziellen Programm.
  • Dennoch handelt es sich um Werbeveranstaltungen, und - wie z.B. bei jeder Kaffeefahrt: Der "Conferencier" erhält eine Vergütung. Auch wenn er Professor ist (bzw. gerade dann).

    Hinweis: Aus naheliegenden Gründen ist es im Einzelfall schwerlich möglich, Zahlungen o.a. Gegenleistungen von Pharmafirmen an die Genannten rechtsgültig zu belegen. Die Erfahrung spricht für die Gewährung solcher Leistungen; es gibt überdies etliche aktenkundige Präzedenzfälle. Jedoch kann nicht mit letzter Gewissheit behauptet werden, dass ausnahmslos jeder der Namen zu Recht aufgeführt ist (obwohl die Aufstellung insgesamt zu >95% bis >99% zuverlässig sein dürfte). Weitere Indizien und Quellen werden ergänzt.

    Die Verwendung außerhalb des Forums, ein Zitieren als "Beleg" für weitere Behauptungen oder gar für persönliche Angriffe gegen eine der erwähnten Personen liegt nicht im Interesse des Autors. Sie ist daher ausdrücklich untersagt.
<hr>
Prof. Dr. med. H.-J. MÖLLER
Chef der Uniklinik f. Psychiatrie u. Psychotherapie der LMU München


Prof. Dr. med. Andreas HEINZ
Gf. Direktor, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin (CCM)


Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Michael BAUER
Ltd. Oberarzt, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin

  • GlaxoSmithKline, Hersteller z.B. von:
    • SEROXAT, TAGONIS
    • ZYBAN
    • ARIXTRA
    • LAMICTAL

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael LINDEN
Leiter der Abteilung Verhaltenstherapie und Psychosomatik der Rehabilitationsklinik Klinik Seehof der BfA, Teltow


Prof. Dr. med. Volker AROLT
Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, WWU Münster


Prof. Dr. med. habil. Hans-Peter VOLZ
Ärztlicher Direktor, Krankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie Schloss Werneck


Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd (Gerhard) LAUX
Ärztlicher Direktor des Bezirksklinikums Gabersee, Wasserburg a. Inn

  • Janssen-Cilag, Hersteller z.B. von:
    • RISPERDAL
    • HALDOL-JANSSEN
    • CONCERTA
  • Merz Pharmaceuticals
    Sachdienlicher Hinweis

Prof. Dr. med. Ulrich HEGERL
Klinischer Oberarzt, Leiter der Abteilung für Klinische Neurophysiologie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU München

  • Pfizer Inc./GmbH, Hersteller z.B. von:
    • ZOLOFT
    • ZELDOX
LINDEN, LAUX und HEGERL sind Mitglieder der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ).


Prof. Dr. Dipl.-Psych. Manfred DÖPFNER
Universitätsprofessor für Psychotherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie; Leitender Diplompsychologe, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Universität Köln


Prof. Dr. med. Thomas SCHLÄPFER
Leitender Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Uniklinikums Bonn


Prof. Dr. Max SCHMAUß
Ärztlicher Direktor, Bezirkskrankenhaus Augsburg (Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik)


Prof. Dr. med. Dieter NABER
Direktor d. Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinikum Eppendorf, Hamburg

Prof. Dr. Thomas POLLMÄCHER
Chefarzt, Zentrum für psychische Gesundheit am Klinikum Ingolstadt

<hr>
:!:
Prof. M. GASTPAR, Essen: wurde temporär entfernt, da finanzielle Verbindungen nicht derart plausibel dargelegt werden konnten, wie es die Nennung in obiger Liste erfordert hätte.

Vorsicht ist dennoch geboten! Prof. GASTPAR hat (2004) öffentlich eine unverhohlene persönliche Drohung gegen Prof. P. T. SAWICKI verbreitet, was GASTPAR durchaus zwielichtig erscheinen ließ: Denn den Auslöser bildete SAWICKIs Kritik an DONEPEZIL, einem angeblich gegen Demenzsymptome wirksamen Mittel, die absolut berechtigt und gewiss nicht überzogen war.
GASTPAR droht SAWICKI: psychoneuro 2004; 30: 512-513 hat geschrieben:"... der Direktor des neuen Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Herr Prof. P.T. Sawicki, (...) soll (...) in einem Interview der Neuro-Psychiatrischen Nachrichten (2004; 8: 3) geäußert haben:
SAWICKI hat geschrieben:"Wenn bewiesen wäre, dass Antidementiva dafür sorgen, dass demente Patienten länger in ihrer häuslichen Umgebung verbleiben können, dass sie länger alleine zurecht kommen und es ihnen durch die Einnahme der Medikamente besser geht, wäre das eine gute Sache, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Eine Vergleichsstudie zwischen Donepezil und Plazebo ... zeigt, dass es keine signifikanten Unterschiede im Behandlungserfolg gibt”
Falls Sawicki sich so geäußert haben sollte, so müsste er, um in seiner künftigen Rolle zu überleben, noch einige Vorsicht lernen. Denn solche Aussagen - so denn korrekt zitiert - könnten sogar rechtliche Konsequenzen haben."

(Hervorhebungen d. Verf.)
Der Hintergrund dieser Bedrohung durch GASTPAR blieb unklar, könnte aber z.B. auch in einer alten Feindschaft liegen - denn SAWICKI war 1995-2004 Mitherausgeber des arznei-telegramm.

<hr>
TO BE CONTINUED ...
Zuletzt geändert von PhilRS am 06.01.2006 01:49, insgesamt 6-mal geändert.
Oliver
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YIPPPPIEEEE

Beitrag von Oliver »

Ach Phil ... ich könnt' Dich knutschen ... <3

gerade vor kurzem habe ich noch überlegt, wie man bloß solche finanziellen Backgrounds von Leuten rausfinden kann - wie bist Du an diese Informationen gekommen?

Wer mich noch brennend interessieren würde wäre Ulrich Hegerl ... hast Du da was auf Lager?

Ich habe über ihn bisher folgendes gefunden (Den Text habe ich vor kurzem mal angefangen zu schreiben, aber wie das so ist lag er bisher unfertig und ungepostet rum - ich kopier ihn jetzt einfach mal hier rein):

Verflechtung von Experten und Pharmaindustrie

Das Diskussionsforum des Kompetenznetzes Depression wird von Pfizer gesponsort. Falls man dort zu elaboriert allgemeine Kritik an Psychopharmaka äußert, wird man sehr schnell von alteingesessenen Forenmitgliedern in Grund und Boden geschrien und wenn nötig von den Moderatoren rigoros gelöscht und gesperrt, selbst wenn man gegen keine einzige der Nutzungsbedingungen und Regeln im Forum verstößt. Das ist für sich schon ein bisschen komisch.
Darüberhinaus wird der Sprecher des Kompetenznetzes Ulrich Hegerl nicht müde ein Loblied auf moderne Antidepressiva vom Typ SSRI und SNRI zu singen und zu behaupten, dass Antidepresiva nicht abhängig machen. Dumm wird er ja nicht sein, der Herr Hegerl und deshalb wird auch ihm die Absetzproblematik nicht entgangen sein ... ich habe mich also gefragt, was es für ihn für Vorteile haben könnte, moderne Antidepressiva auch weiterhin als sichere und effiziente Medikamente darzustellen, obwohl die Zweifel daran weltweit immer lauter werden. Hier sind ein paar Hinweise, welche das Thema ein wenig erhellen könnten:
http://www.depression-therapie-forschung.de/1204rueckfall.html hat geschrieben: Nach den Daten mehrerer Studien haben 30 bis 68 Prozent aller mit einem Antidepressivum behandelten Patienten ihr Psychopharmakon bereits einen Monat nach Therapiebeginn wieder abgesetzt, sagte Hegerl auf einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer in München.
Generell, so Professor Dr. med. Ulrich Hegerl, München, wird eine Langzeitbehandlung empfohlen, wenn zwei oder mehr depressive Episoden bekannt sind.
[...]
Quelle: Medienforum Sertralin: Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis – Erfolgskriterien der antidepressiven Therapie“; Pfizer
Für das Sprechen auf solchen Veranstaltungen hat er doch sicher auch ein nettes Honorar von Pfizer bekommen, oder?
<hr>
Weiter: Das nationale Suizidpräventionsprogramm für Deutschland an dem das Kompetenznetz Depression teilnimmt (Hegerl ist dort Sprecher) wird unter anderem von Lundbeck (Cipramil, Cipralex), Pfizer (Zoloft) und Lilly Pharma (Fluctin, Cymbalta) unterstützt.

Oliver
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Re: YIPPPPIEEEE

Beitrag von PhilRS »

Oliver hat geschrieben:Wer mich noch brennend interessieren würde wäre Ulrich Hegerl ... hast Du da was auf Lager?
Nö, vor Deiner Frage nicht ... hoppla, jetzt schon!

Befund => Ich will's mal so sagen:

Wer - wie Hegerl - solche Marketing-Aktionen durchzieht, wobei
  • ominöse Studien herauskommen, die nirgendwo indiziert sind (d.h. bis jetzt auch nirgendwo veröffentlicht, soweit für mich gerade feststellbar)
  • Studiendesign, Abbruchraten, ..., usw. nicht nachprüfbar sind
  • diese dann nur auf einer Pfizer-Veranstaltung "vorstellt", und
  • Pfizers PR-Abteilung die Verbreitung der "Information" unter dem Namen U.H. vornehmen lässt (ohne Details! nur die Werbung! = "Gute Noten" usw.)
... dem sollte man dringend vorschlagen, dafür doch bitteschön Geld zu nehmen von der Firma, und das nicht zu knapp! Denn die "Tarife" für sowas fangen minimal im oberen 5stelligen Bereich an, mal grob geschätzt.

Und ich meine, es soll doch keiner umsonst arbeiten, wat ?!
:whistle:

(Da das >1 Jahr her ist, sollte eine zur Publikation gedachte Studie schon durch den Review-Prozess sein.)
<hr>
Für das Sprechen auf solchen Veranstaltungen hat er doch sicher auch ein nettes Honorar von Pfizer bekommen, oder?
Wer weiß ... (ob es "nett" war)
Üblicherweise gibt's für sowas Honorar.
"Herr Kaiser" hampelt ja wohl auch nicht ohne Bezahlung durchs Werbefernsehen.
<hr>
Weiter: Das nationale Suizidpräventionsprogramm für Deutschland an dem das Kompetenznetz Depression teilnimmt (Hegerl ist dort Sprecher) wird unter anderem von Lundbeck (Cipramil, Cipralex), Pfizer (Zoloft) und Lilly Pharma (Fluctin, Cymbalta) unterstützt.
Einspruch: Hier liegt die "Evidenz" deutlich niedriger.
=> D.h. aus solchen Zusammentreffen würde ich vergleichbare Schlüsse wie oben nicht ziehen. Man muss auch damit rechnen, dass jemand altruistisch die Honorare einer gemeinnützigen Sache überlässt ("gemeinnützig" heißt nicht etwa, dass es einer Gemeinheit nützt).

Fazit dennoch: Nix Genaues weiß man nicht.
Für Details fragen Sie die zuständige Steuerbehörde (nicht etwa "Steuerfahndung", ups fast verwechselt).

Grüße von
-PhilRS.
Oliver
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Beitrag von Oliver »

Hallo Phil.

Danke, dass Du meinen Verdacht zumindest teilweise bestätigst ...

Wie könnte man denn da mehr drüber rausfinden? Oder ist das Journalistengeheimnis 8-) ?

Oliver
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Beitrag von PhilRS »

Oliver hat geschrieben:Verdacht (...) teilweise * bestätigst
* ???
(Dann war ich immerhin vorsichtig genug.)
:party:
Wie könnte man denn da mehr drüber rausfinden?
MUSS das denn noch sein?
Ich finde, dass solche Statements genügen.

"Da suizidale Handlungen (in) depressiven Episoden auftreten, ist es mehr als plausibel, dass diese durch eine konsequente Pharmakotherapie verhindert werden können."

=> Verstanden? Dieser Mensch braucht n.m.A. keine Wissenschaft, keine Studien, keine Zweifel, ...
  • Ein Fachmann ist ein Mann, der aufgehört hat zu denken - er weiß.

    (-- Frank Lloyd Wright --)
<hr>
Oder ist das Journalistengeheimnis?
Journa-was? :shock:

Ich hab hierfür (N=12) "nur" 1 Tag Arbeit, ausreichend Motivation natürlich, eine Basisration Hintergrund ... und einen WWW-Zugang gebraucht > mehr nicht.

Das hätte jede(r) andere auch gekonnt, jedenfalls mit etwas Übung oder Hilfestellung.

Schwieriger war bloß eins... Das Bewerten des Risikos, ob es mglw. nicht zutrifft. Dann würde m.E. wohl keiner der Genannten lange zögern, sofort die Meute auf mich, und womöglich auf Dich und das Forum zu hetzen.

Eben daher verwende ich auch nicht das K-Wort, sondern zähle nur offensichtliche Dinge auf. Die eingefügten Links dienen zur Klarstellung, dass die Dinge registriert wurden - für den Fall, dass jemand meint, eine Verbindung abstreiten zu müssen.

Sicherheit geht also immer vor,
Mit besten Grüßen verbleibt ein jetzt völlig erschöpfter
-PhilRS.
Oliver
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Beitrag von Oliver »

Danke Phil für die Ergänzung des ersten Beitrags mit Links und für Dein Engagement hier ... dann schlaf dich jetzt erstmal aus :)

Oliver
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Beitrag von PhilRS »

Übrigens: es geht auch anders.
Angaben von Prof. Fleischhacker zu Firmenverbindungen hat geschrieben:... hat finanzielle Forschungsunterstützung und Honorare von folgenden Firmen erhalten: Astra Zeneca, Bristol Myers Squibb, Eli Lilly, Janssen, Novartis, Organon, Otsuka, Pfizer, Sanofi-Synthelabo
=> SO muss das aussehen!

Deshalb habe ich Prof. Fleischhacker auch nicht in die obige (erste) Liste aufgenommen, obwohl er streng genommen zu nennen wäre. Er steht aber wenigstens dazu und macht das öffentlich!

Wäre auch bei manchem deutschen Prof. wünschenswert. Ist aber noch nicht bei allen Journals Pflicht.
Werde mglw. noch genauer suchen, inwieweit so etwas bei den Genannten mal deklariert wurde.

Gruß von
-PhilRS.
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AKTUALISIERTE LISTE - Januar 2006

Beitrag von PhilRS »

A

Prof. Dr. med. Volker Arolt, Münster
<hr>
B

Prof. Ralf Baron, Kiel
Prof. Dr. Dr. Michael Bauer, Charité Berlin
<hr>
D

Prof. Dr. Manfred Döpfner, Köln
<hr>
E

Dr. Reinhard Ehret, Berlin
<hr>
F

Prof. Wolfgang Fleischhacker, Innsbruck
<hr>
G

PD/Prof. Dr. Gerhard Gründer, Aachen
Dr. Heinz Grunze, München
<hr>
H

Prof. Gunther Haag, Königsfeld
Prof. Göran Hajak, Regensburg
Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl, LMU München
Prof. Andreas Heinz, Berlin
Dr. Michael Huss, Charité Berlin
<hr>
K

Prof. Dr. Dr. h.c. Siegfried Kasper, Wien
Prof. Alexander Kurz, München
<hr>
L

Prof. Lutz Lachenmayer, Hamburg
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerhard Laux, Wasserburg
Prof. Dr. Michael Linden, Teltow/Berlin
<hr>
M

Prof. Alfred Maelicke, Mainz
Prof. Geert Mayer, Schwalmstadt
Prof. Dr. med. H.-J. Möller, München
<hr>
N

Prof. Dieter Naber, Hamburg
<hr>
O

Prof. Per Odin, Bremerhaven
<hr>
P

Prof. Dr. Thomas Pollmächer, Ingolstadt
<hr>
R

Prof. Anke Rohde (Gyn. Psychosomatik), Uni Bonn
<hr>
S

Prof. Dr. med. Thomas Schläpfer, Bonn
Prof. Max Schmauss, Augsburg
Prof. Johannes Schwarz, Leipzig
Prof. Andreas Straube, München
<hr>
T

Prof. Thomas Tölle, München
<hr>
V

Prof. Dr. Hans-Peter Volz, Werneck
<hr>
W

Prof. Klaus Wahle, Münster
<hr>

Gesamt/Jan. 2006: 32 Namen;
- Öfftl./Med. Funktion hier weggelassen.

Für die Richtigkeit d.A. in der Liste:
-PhilRS.
Zuletzt geändert von PhilRS am 20.01.2006 05:40, insgesamt 1-mal geändert.
amanda

Beitrag von amanda »

Ich habe mal eine Frage zu dem Thema.
Professoren die " gute Kontakte" zu gewissen Pharmakonzernen haben unterichten doch sicherlich auch die Studenten an der Uni..............
Werden so junge Studenten schon manilpuliert bei " gewissen Krankheitssympthomen " als ERSTE LÖSUNG immer bestimmte Medikamente zu verordnen und dann erst über alternative Behandlungsmöglichkeiten nachzudenken ( wenn sie überhaupt auf die Idee kommen dass man seelische Erkrankungen auch ANDERS behandeln kann ) ?????

Das ganze ist ja in meinen Augen schlimmer als die Maffia und ein Drogendealerring zusammen.

Ich glaube dass es die seriösen Ärzte Psychologen und Therapeuten es schwer haben in dieser KORRUPTEN GESELLSCHAFT............

In meinem Wohnort ist eine hervorragende Therapeutin....FRÜHER war sie KASSENÄRZTLICH ZUGELASSEN.....man hat ihr die Zulassung wieder entzogen.....ich wette weil sie NICHT BEI DEM " GROSSEN GEWINNSPIEL DER PHARMAINDUSTRIE " mitmacht..............sie hat garantiert mal versucht Patienten AUFZUKLÄREN oder nach einer medikamentösen Fehlbehandlung zu helfen................UND DAS WIRD NICHT GERNE GESEHEN.

Ein Neurologe den ich von einer Bekannten empfohlen bekommen habe hat ebenfalls GESCHWIEGEN als ich ihm von meinen Problemen mit Psychopharmaka erzählt habe.....( Ich war so dumm zu sagen in WELCHER KLINIK ich war ).
Zu einer anderen Patientin hat er sich sehr NEGATIV über SSRI/SNRI geäussert.
Ich glaube viele Ärzte haben ANGST die Wahrheit zu sagen weil sie massive Konsequenzen befürchten müssen.

Unter www.pfizer.de/patienten/service/neurologen.htm
findet man Empfehlungen für Neurologen und andere Ärzte von Pharmakonzern Pfizer...........auf der Homepage von einigen Neurologen kann man dann eine tolle Beschreibung über SSRI lesen.....SIE MACHEN GARANTIERT NICHT ABHÄNGIG

Gibt man andere Pharmaunternehmen ein z.B. Weyth erhält man ebenfalls ÄRZTEEMPFEHLUNGEN und alle arbeiten mit dem Kompetenzwerk Depressionen zusammen.

Ob diese Empfohlenden Ärzte vieleicht auch " finianzielle Unterstützung" für die gute Zusammenarbeit erhalten müsste man mal überprüfen.....................
:sick:
Gruss AMANDA
Prenda

Beitrag von Prenda »

Hallo Phil,


von den genannten Prof. Dr.Gerd Laux, sowie Prof. Dr. Arolt steht ein Artikel in der Dt. ApothekerZeitung (Dez.2005). Den findet man auch, wenn man unter Landesapothekerkongress Baden-Württemberg Fortbildung 2005 Heidelberg googlet. Die Themen sind u.a. Angststörung, Depressionen und ADHS
Eigentlich nix Neues. Einige Angaben sind akzeptabel, andere wiederum ihrerseits furchterregend, z.B. die Empfehlung der Ad-Einnahme über 6-12 Monate. Gedächtnis ade durch Ad sozusagen. :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:
LG
Prenda
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