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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
stubi
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von stubi »

Liebes Rosalinchen,

es tut mir sehr leid, dass du nach so langer Zeit wieder in eine schlimmen Welle geraten bist und nun wieder leiden musst.

Ich wünsche dir vom Herzen recht baldige Besserung und das verschwinden deiner Symptome.

Liebe Grüße
Renate
[spoil]seit 1990 Psychopharmaka, Fluoxetin, Lyrika, Trimiparmin, Bromazepan, Zopiclon, Lamotrigin, Sertralin. Seit März 2015 abgesetzt.[/spoil]
Josh
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Josh »

Hallo , wollte auch mal ein Bericht nach 0 verfassen!
so heute 200 Tage auf null! Seit über einem Jahr kann ich kein Sport mehr machen ohne triggern ! Bin seit 35 Jahren Bodybuilder mit zuletzt 96 Kg wobei 10 kg Gewichtszunahme durch Escitalopram welches Ich relativ gut umgesetzt habe und somit nicht so schlimm war für mich!
Jedoch durch die Reduzierung wieder 10 kilo im letzten viertel Jahr verloren und eben seit 1 jahr kein Sport mehr möglich ohne das ich hinterher für 1 Woche nur noch zu Hause liege ! Es trigger unwahrscheinlich bei mir!
Hatte in den letzten 5 Tagen wieder eine Welle wo man denkt, naja sterben kann nicht schlimmer sein !
Klingt zwar blöd aber ihr wisst von was ich rede!
Seit ca 4 Monaten Muskelschwund bekommen kein Vergleich mehr zu vorher ! Habe sogar das Fitnessstudios abgemeldet und das bedeutet eine Menge für jemanden der 35 Jahre täglich Sport gemacht hat !
Das schlimmste ist die Erschöpfung und Benommenheit mit Sehprobleme ‚
Wann hat das alles mal ein Ende und es ist wie früher?
Ok es haben sich auch viele Sachen zum positiven geändert!
Spaß machen und Unsinn reden ab und zu lachen, weinen
Mensch mit Gefühl sein !
Jedoch die Baustellen von Panikattacken und grübeln,
faul sein müssen immer aufpassen das alles nicht zu viel wird , geht schon seit einem Jahr ganz schön an die Substanz! Wann hat das endlich mal ein Ende und ich habe mein altes Leben zurück seit nun mittlerweile sind
seitdem ingesamt ( 04. 12.2014 Tag der OP ) 5 Jahre vergangen ( erste Einnahme 25.10.2015 und letzte 28.06 .2019 ) ! Wenn ich hier so lese dann macht es nur wenig Hoffnung da viele selbst nach über 12 Monaten auf null noch Probleme haben!
So das war es mal wieder von der 0 Front!
Liebe Grüße Josh
Dezember 2014 Operation
danach depression, ängste, panik, idiotische gedanken!
keiner geholfen nur antidepresiva im oktober
2015 angefangen ( escitalopram 1 -20 tropfen)
früher immer mal down , job verlust , stress , umzug und
soweiter ! mit johannneskraut und homöopathie behandelt! hat im allgemeinen 20 jahre geklappt!
dann op und ab da kein mensch mehr wie früher!
nehme
MG Fussbad
OPC ca 200 reines
Vitamin C 500-1000 mg
Omega3 2g
D3 mit K2 20.000 IU
multivitaminpräparate mit mineralstoffen !
( hatte eine mineralstoff analyse machen lassen)
Kupfer mängel, selen ! quecksilber hoch und die
anderen werte nicht gut und nicht schlecht!
bin seit jahren in psychotherapie aber die nebenwirkungen kann sie nicht ändern! ist sehr offen
und hat das mit der postoperativen depression nach der OP auch
schon gelesen! es wird wohl nach der OP
MG
FE ( habe ich als kind schon gehabt )
D3
B12 mangel gewesen sein aber keiner hat sich darum
gekümmert! habe ich auch erst 2016/17 selbst erlesen!

Ein Tipp von mir das Buch 📚
Gesund in 7 tagen von raimund von helden!!!
es ist wirklich ein teil welches uns viele baustellen
reparieren lassen kann !!!!
Muss aber nicht nur wer will!!!


Angefangen Oktober 2015 ( 1-20 Tropfen)
Abgesetzt ab
Januar 2017
Und hier die letzten Schritte
2,3 mg am 11 .Februar 2019
2 mg am 20. Februar 2019
1 mg am 20. März 2019
0.5 mg am 30.April 2019
0,25 mg 3.Juni 2019
0 28. Juni 2019
seit dem immer wieder mit Absetzsynthome
Unruhe
Sehprobleme
Muskeln zucken
Erschöpftung
Kopfschmerzen
Antriebslosigkeit
Tinnitus
Früh geht gar nix
Schlechte Laune
emmale
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von emmale »

Lieber Josh, ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass es dir bald besser geht. Ich bin ebenfalls am Reduzieren. Habe aber noch einen langen Weg vor mir und ich hoffe natürlich dass es mir nach 0 wieder einigermaßen gut geht. Mal abwarten. Dein Bericht macht wenig Hoffnung, aber ich Glaube einfach daran dass das Leben ohne wieder besser ist.🤗 Ganz liebe Grüße und geb die Hoffnung nicht auf.
Signatur bis hierher gelöscht.
Im Mai 2018 wurde ich nun umgestellt auf Venlafaxin.
7.5.2018 37,5 mg, Venlafaxin.
13.5.2018 75,0 mg,
21.5.2018 112,5 mg,
26.5.2018 150 mg.
7.6.2018 187,5 mg.
5.7.2018 225 mg. Ein neuer Bluttest zeigt an, dass Venlafaxin aufgenommen wird. Ich habe nach wie vor Angst und Panik, Schwindel, Verstopfung, Kopfschmerzen, Kieferschmerzen, Unruhe, Hitzewallungen, Depressionen, Konzentrationsprobleme, Psyche labil.
Am 28.1.2019 begann ich nun zu reduzieren. Ich versuche mich an die 10% Vorgabe zu halten. In meinen Tabletten sind bei 225mg 18 kleine Pellets. Somit hat ein Tab 12,5 mg. Das Reduzieren ist so gerade noch einfach, da es immer weniger als 10% sind. Drei bis vier Tage nach Reduktion bemerke ich Veränderungen. Das gibt sich dann aber wieder.
28.1.2019 212,5 mg. 4.2.2019 200,0 mg. 30.3.2019 187,5 mg. 8.5.2019 175 mg. 11.6.2019 162,5 mg. 21.7.2019 150 mg. Besser sind jetzt Verstopfung, Depressionen, Schwindel, Allgemein fühle ich mich besser. Großes Schlafbedürfnis und viele Träume.
So 18.08.2019 137,5 mg. So 15.09.2019 125 mg. So 13.10.2019 112,5 mg. Bisher stelle ich fest, dass es mir immer ca. ab dem 2.Tag nach der Redukion: Schwindelig, Übel, Depressionen, Psyche labil, ist. Das gibt sich aber bisher in der Regel innerhalb von 3-4 Tagen wieder. 26.10.2019 seit ca. 8 Tagen depressiv. So. 10.11.19 100mg. 8.12.19 87,5mg, 5.1.2020 78,75mg 6 Pellets und 13 Kügelchen. Ab jetzt muss ich Kügelchen und Pellets mischen um einigermaßen gut zu reduzieren. Bisher klappt das ganz gut.
Josh
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Josh »

[mod=Murmeline]Das Text wurde entfernt. Hier der Link zum Text, den Josh für sich hilfreich findet:

(12) Es ist bei „0“ noch nicht zu Ende

viewtopic.php?p=338860#p338860[/mod]
Zuletzt geändert von Murmeline am 16.01.2020 06:15, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Editiert
Dezember 2014 Operation
danach depression, ängste, panik, idiotische gedanken!
keiner geholfen nur antidepresiva im oktober
2015 angefangen ( escitalopram 1 -20 tropfen)
früher immer mal down , job verlust , stress , umzug und
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nehme
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0,25 mg 3.Juni 2019
0 28. Juni 2019
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Jamie »

Hallo Josh. :)

Dein letzter Text - stammt der von brassmonkey von surviving antidepressants?

Wir haben eine feste Regelung mit altostrata, der
Gründerin, dass Texte, die wir von SA hier rüberholen, zum einen mit Quelllink versehen sein müssen und noch wichtiger - der Autor (brassmonkey) muss vorher um Erlaubnis gebeten worden sein.
Hast du dies schon getan?

So kann es sonst leider nicht stehen bleiben.

Grüße Jamie
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis. Bei dringenden Problemen / Anfragen das Forum betreffend bitte an forenmaster@adfd.org wenden

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Infos ueber mich:
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Josh
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Josh »

Sorry, verstehe ich nicht! Habe diese aus dem Forum
ebenfalls nur so bekommen?!
Ich denke das solche Informationen für alle hier sind ?
Kann gerade nicht folgen, Was hier falsch ist?
Dezember 2014 Operation
danach depression, ängste, panik, idiotische gedanken!
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Josh »

Darf hier nicht alles posten, was offen im Forum ist!
Muss also jeder selbst suchen!
Verstehe es wer will !
Liebe Grüsse
Josh
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Josh »

Darf hier nicht alles posten! Wurde mir so gesagt!
Warum auch immer!
???
Liebe Grüsse
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Josh »

[quote=Josh post_id=346014 time=1579111089 user_id=15880]
12) Es ist bei „0“ noch nicht zu Ende
Dezember 2014 Operation
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Murmeline »

Hallo Josh,

Wenn du den Link zum Text beigefügt hättest, wäre es nicht zu einem Missverständnis gekommen. Jodie hat den Text übersetzt und die Erlaubnis.

Ich habe mir jetzt erlaubt, deinen Beitrag zu editieren.

Murmeline
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier
Annanas
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Annanas »

Guten Morgen, Josh :) ,
Josh hat geschrieben: 16.01.2020 06:04 Darf hier nicht alles posten, was offen im Forum ist!
Doch das kannst du, dann nur bitte z.B. mit dem Querverweis zum Ursprungsthread z.B. so:
viewtopic.php?p=338860#p338860

oder eben als Zitat, wie in deinem letzten Beitrag.

Ansonsten weiß Keiner, wessen Gedankengut es ist.

LG von Anna

Edit: überschnitten mit Murmeline :)
Vorgeschichte:
► Text zeigen
Venlafaxin (225 mg) - Einnahme seit 2007 - Absetzverlauf seit Januar 2016
► Text zeigen

seit April 2018 Absetzpause, bin bei 15 Kügelchen (ca. 4,5 mg)
:arrow: Was finde ich wo im Forum?
Hinweis:
Meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und gründen sich auf Erfahrungswerten - meinen eigenen und denen anderer Betroffener sowie den wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.


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Josh
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Re: Antidepressiva absetzen - Erfolgsgeschichten Sammelthread

Beitrag von Josh »

Doch das kannst du, dann nur bitte z.B. mit dem Querverweis zum Ursprungsthread z.B. so:
viewtopic.php?p=338860#p338860
Dezember 2014 Operation
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Jamie »

Alles gut jetzt :)
Sunyata
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Sunyata »

Hallo Josh,

vielen Dank für deinen Bericht "von der 0 Front" (finde den Begriff leider auch sehr passend...).

Es ist sehr individuell und bei jedem anders. Aber es gibt viele, die auch nach 0 noch sehr und lange zu kämpfen haben.

Halten wir gemeinsam die Hoffnung hoch, daß es - egal wie lange es dauert - besser werden wird... Besser werden MUSS :sports:

Alles Gute für dich,
Mike
seit der Pubertät Neigung zu Melancholie und Schwermut

Ab 1997 sehr belastende persönliche Umstände -
führen zu chron. Magenschmerzen und (Erschöpfungs-)Depression

2003 - 2007 Paroxetin 20mg

(2002 - 2009 Pantoprazol wg. ständiger Magenschmerzen)

2007 - 06/2016 Venlafaxin 150mg
In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

SEIT 1.7.2017 AUF NULL UND IM PROTRAHIERTEN ENTZUG

Gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome

Im Juli 2019 so etwas wie ein Fenster? (3 bessere Tage)
Ansonsten kein Wellen-Fenster-Muster, sondern eine DauerWelle (Depression, Angst), innerhalb der immer wieder schwere Wellen mit starken Symptomen

Oft wird es am Nachmittag oder Abend leichter... Am nächsten Morgen alles wieder da :frust:

Psychische Symptome:
- schwere anhaltende Depression/ ohne Hoffnung oder Antrieb
- Unruhe/ Angst/ Panik - wie "im freien Fall"
- dauerhafte Derealisation
- Überforderung durch fast alles / innere Hilflosigkeitsgefühle wie ein kleines Kind
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- Todessehnsucht - alles zuviel...
- sehr wenig Antrieb und Energie, wenn etwas Energie dann sehr schnell erschöpft
- sehr dünnhäutig, schnell reizbar und dann innerlich sehr aggressiv
- starke Hochsensibilität, va. Licht und Geräusche

Körperliche Symptome:
- Sprunggelenksverletzung/ Knorpel heilt nicht
- sog. "Golf-Arm" (ich spiele kein Golf) - Schmerzen im Ellbogen
- Sehstörungen: Problem mit Focus/ Lesen ist sehr anstrengend (v.a. bei der Arbeit mit Bildschirm und Akten)- Sehstärke verändert sich ständig
Roxy72
Beiträge: 11
Registriert: 20.03.2014 13:32
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Roxy72 »

Hallo Zusammen,
mal eine kurze Info an alle die mich noch kennen und mich unterstützt haben. Einundvierzig Monate nach null...
Vieles ist wirklich besser geworden. Aber vieles eben auch (hoffentlich nur noch) nicht. Was leider aber eben auch sehr gravierende Sachen sind.
Habe das Gefühl, mich körperlich besser als es geistig der Fall ist, erholt zu haben. Rechnen kann ich zum Glück weitestgehend wieder.
Nur das Kurzzeitgedächtnis ist weiterhin Vollschrott. Und ich kann oft nicht richtig auswerten, was Menschen meinen, wenn sie etwas sagen.
Also so komplizierte Sachen. Manchmal zwischenmenschlich. Und ich stehe auf der Leitung wenn man einen Scherz mit mir macht.
DR ist auch in Schüben noch ein großes Thema. Und ich finde das doch ziemlich gruselig.
Und vertrage tu' ich bis auf paar wenige ausgewählte Lebensmittel NICHTS. Und Stress und außergewöhnliche Belastungen auch nicht.
Obwohl ich da schon einiges über die Bühne gebracht habe, teils, um mein Leben positiv zu verändern. So, das war's nun erstmal in Kurzform.
LG Roxy72
Coldine
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Coldine »

Hallo,

nach langer Zeit melde ich mich auch mal wieder und kann es nicht glauben, dass die fürchterlichen Symptome, die ich habe, noch immer Entzugswellen sein sollen.

Ich bin 11 Jahre ohne Tabletten und hatte einen sehr langen fürchterlichen Entzug. Erst vor 2 Jahren ging es mir besser und ich dachte,ich hätte es überstanden. Ich habe eine Zahnsanierung in Angriff genommen, die mit vielen Betäubungsspritzen über ein Jahr ging. DAnn habe ich mir ein Fibrom am Auge entfernen lassen, eine Stunde verdreht den Kopf gehalten und am nächsten Tag einen starken Schwindelanfall bekommen.
Es wurde dann gemacht: CT vom Kopf, EEG, Röntgen HWS und Ultraschall Halsschlagader. War alles ok. Seit dieser Zeit sind Benommenheit, Sehstörungen und Schwankschwindel mehr oder weniger stark wieder da.
Habe dann manuelle Therapie beim Physiotherapeuten bekommen. Nach der 3. Sitzung habe ich es abgebrochen, weil der Schwindel stärker wurde und ich einen unerträglichen Kopfdruck bekam. Bin dann zum Osteopathen, da hat sich das Ganze noch verschlimmert.

Seit Anfang dieses Jahres habe ich täglich Kopfschmerzen, anders als Migräne. Sie sind an der Stirn und an den Augen mit einem schlimmen Augendruck. Meist verbunden mit Übelkeit.
Von einer Neurologin bekam ich dann Magnesium. Nach 3 Tagen konnte ich vor Schwindel nicht mehr gerade laufen. Vor 2 Wochen bekam ich dann Schmerzen an der BWS. Bin zu einem neuen Allgemeinmediziner hier am Ort, der auch Chiropraktiker ist. Der meinte, da ich auch seit 2 Tagen seht starken Durchfall hatte, ich hätte eien Magen-Darminfekt, die Schmerzen an der BWS kämen daher. Ich warte jetzt auf das Ergebnis der Stuhlprobe.

Seit 3 Tagen geht es mir extrem schlecht. Durchfall ist weg, habe auch Diät gehalten. Die BWS Symptome sind noch da, kann vor Schmerzen nicht lange sitzen, die Übelkeit wird dann auch stärker. Es ist keine Übelkeit, die vom Magen kommt , sondern eine Art Körperübelkeit, ich kann es nicht anders beschreiben. Dazu starken Schwankschwindel, Gangunsicherheit, Sehstörungen,Herzstolpern, Piepen im Ohr und habe oft ein Zittern in den Beinen. Vor allem morgens ist der Schwindel ganz schlimm.
Die Sehstörungen sind Verschwommensehen, Flimmern, Blitze sehen und vor allem kann ich kaum lesen oder meine Augen sonst konzentrieren. Mir wird dann übel und schwindelig. Die meisten Symptome habe ich vor vielen Jahren genauso geschrieben. Aber es kann doch nicht sein, dass ich nach 11 Jahren auf Null noch immer massive Absetzsymptome habe, oder?

Für meine Gefühl, habe ich extreme Verspannungen an der HWS und BWS und sicherlich macht die Angst es schlimmer. Ich komme bei den Ärzten aber nicht weiter. Entweder soll ich wieder manuelle Therapie bekommen oder eine Psychotherapie machen. Ich mache seit langer Zeit täglich Jacobsen und bis vor kurzem habe ich auch Nordic Walking gemacht.

Für Eure Meinungen und Einschätzung wäre ich sehr dankbar. Ich bin total verzweifelt. Wenn man nach Jahren sein Leben fast zurück hatte und es wird einem dann erneut genommen, ist es kaum auszuhalten.
Zuletzt geändert von Straycat am 09.07.2020 09:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt
2003 habe ich wegen nervöser Herzbeschwerden Lexotanil verordnet bekommen Habe je nach Bedarf 1,5-3 mg genommen.
Während der Einnahme hatte ich schon , ohne es damals zu wissen, Entzugsbeschwerden.
2005 kamen neben Schwankschwindel, Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen dann noch Lichtempfindlichkeit , Derealisation und Unwirklichkeitsgefühle dazu und mir wurde Cipralex verordnet um das Lexotanil auszuschleichen.
Oktober 2008 letzte Einnahme Lexotanil
März 2009 letzte Einnahme Cipralex nach langem Runterdosieren
Seit Januar Beschwerden, allerdings immer vorübergehend.
Seit Mai Zunahme der Beschwerden und ab Anfang August dauerhaft. Beschwerden sind z. Zeit: sehr starke Sehstörungen (Verschwommensehen, Akkomodationsstörungen) krampfartiges Gefühl ums Auge, Benommenheit, Gangunsicherheit (Gefühl seitlich wegzukippen), Schwindel selbst im Sitzen, Übelkeit, Durchfall, Schwitzen, extreme Träume, ständiger Harndrang, Kribbeln in Händen und Füßen, Kopfdruck, hochrotes Gesicht, Geühl Fieber zu haben
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von padma »

liebe Coldine, :)

es freut mich mal wieder von dir zu hören, ich hatte natürlich gehofft, dass es dir mittlerweilen gut geht. Es tut mir sehr leid, dass du wieder solche massiven Symptome hast. Das ist sehr hart, wo es dir endlich besser ging :hug:
DAnn habe ich mir ein Fibrom am Auge entfernen lassen, eine Stunde verdreht den Kopf gehalten und am nächsten Tag einen starken Schwindelanfall bekommen.
Ich denke daran liegt es. Es ist jetzt wahrscheinlich müssig herauszufinden, ob diese verdrehte Haltung die Absetzsymptome getriggert hat, oder ob, diese verdrehte Kopfhaltung ursächlich ist auf der Basis deiner aufgrund des Entzugs erhöhter Sensibilität. Vermutlich lässt sich das auch gar nicht so trennen.
Die meisten Symptome habe ich vor vielen Jahren genauso geschrieben.
Diese Bereiche sind wohl die Schwachstellen deines Körpers und wurden durch diese ungünstige Kopfhaltung nun wieder "traumatisiert"
Für meine Gefühl, habe ich extreme Verspannungen an der HWS und BWS und sicherlich macht die Angst es schlimmer.
Das wird so sein und diese Verspannungen können übelste Symptome machen, auch alle die, die du aufzählst. Ich nehme an, dass sowohl der Osteopath als auch der Physiotherapeut zu "grob" vorgegangen sind. Da wäre evtl. noch ein Ansatzpunkt, jdn. zu finden, der sehr viel behutsamer arbeitet, zunächst vielleicht auch mehr indirekt, also nicht gleich an der HWS.
Entweder soll ich wieder manuelle Therapie bekommen oder eine Psychotherapie machen.
Eine x-beliebige manuelle Therapie würde ich nicht riskieren. Es müsste wirklich bei jemandem sein, der sich mit sehr sensiblen Patienten auskennt. Ich frage mal Beate :) , ob sie bei dir rein schauen kann, sie kennt sich mit diesen Problemen aus, es geht ihr aber selber sehr schlecht.

Was dir eine Psychotherapie helfen sollte, erschliesst sich mir nicht. Ich sehe das als körperliches Problem.

Das sind so meine Gedanken dazu.
Ich bin total verzweifelt. Wenn man nach Jahren sein Leben fast zurück hatte und es wird einem dann erneut genommen, ist es kaum auszuhalten.
Ich verstehe gut, dass du völlig verzweifelt bist. Ich glaube aber, dass man das wieder in Griff bekommen kann.

ganz liebe Grüsse, :hug:
padma
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Leni »

Hallo Coldine,

es liest sich schlimm, was du durchmachen musst.

Ich denke nicht, dass das noch der Entzug ist. Deine Symptome klingen nach einer massiven Leberüberlastung. Vielleicht möchtest du mal die Stichwörter "Leber, Schwindel, Tinnitus" googeln.

So wie du das beschrieben hast, könnte das alles eine Reaktion auf die Betäubungsspritzen sein. Die Leber muss die Medikamente umwandeln und abbauen. Bei einigen Menschen ist diese Fähigkeit massiv eingeschränkt und Xenobiotika werden dann nur seeeehr langsam abgebaut. Stichwort ist hier die "N-Acetyltransferase".
Dafür würde auch sprechen, dass du so furchtbar lang mit den PP gekämpft hast.

Vielleicht kommt dir eine Medikamentenverträglichkeit bekannt vor?

Sollte das so sein, macht es mehr Sinn, die Leber mit natürlichen Mitteln zu unterstützen, ja keine Medikamente mehr zu nehmen und abzuwarten, bis die Leber das geschafft hat. Das wird sie, aber eben nur langsam.

Alles Gute!

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Petunia »

Liebe Coldine,

Padma hat mich auf Dein Problem aufmerksam gemacht, weil Du die gleichen Symptome hast wie ich.

So, wie Du das schilderst mit den vielen Zahnbehandlungen und der Entfernung des Fibroms, könnte es sein, dass Du Probleme mit den Kopfgelenken hast, also dem Gebiet von C0 bis C2. Eventuell auch eine Kopfgelenksinstabilität.

Durch einfaches Röntgen der HWS ist das nicht zu diagnostizieren. Dabei werden die ersten beiden Halswirbel nicht richtig mit erfasst und eine Instabilität ist da ohnehin nicht zu erkennen. Dazu braucht es zumindest ein Funktionsröntgen , also Aufnahmen auch mit gedrehtem und geneigten Kopf in beide Richtungen.

Bei Deiner Symptomatik würde ich aber unbedingt auch ein Upright MRT machen lassen. Es gibt nur eine Handvoll Praxen in Deutschland, die das machen. Leider nur privat, aber wenn man vorab ein Attest bekommt, dass man stark claustrophobisch im MRT ist, kann man von der Krankenkasse das Upright vorab genehmigen lassen.
Auch ein Angio-MRT ist zu empfehlen, auf dem man sehen kann, ob durch die Fehlstellung der Wirbel Gefäße geärgert werden.

Therapeutisch braucht man zur Behandlung einen Top Physio, der sich mit Kopfgelenksinstabilität auskennt. Multimodale Schmerztherapie wird empfohlen.

Das kann leider nicht jeder. Ich selbst habe auch ganz fürchterliche Erfahrung mit Osteopathie und Cranio Sacral Therapie und bin immer noch auf der Suche nach Linderung. Aktuell warte ich auf die Aufnahme in einer Klinik für multimodale Schmerztherapie in der Hoffnung, dort auf fähige Ärzte und Physios zu stoßen .

Zusätzlich soll wohl auch eine Therapie mit diversen NEMs helfen, Mikronährstoffe, da gibt es ein Buch von Kuklinsky über die kranke HWS.

Im Bereich der Kopfgelenke verläuft u.a. auch der Nervus Vagus. Wird der geärgert, kann man alle möglichen vegetativen Symptome bekommen, wie eben auch Durchfall und all sowas.

Ich möchte Dir unbedingt die o.g. Diagnostik ans Herz legen, sonst wirst Du unter Umständen "psychiatrisiert", was den meisten Patienten mit Kopfgelenksinstabilität passiert, denn zur Symptomatik gehören auch Depressionen, PAs und überhaupt Angstzustände.

Wenn Du dazu noch Fragen hast, kannst Du Dich auch gerne per PN an mich wenden.

Alles Liebe Dir
Beate
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Leni »

Petunias Beitrag hat mich an etwas erinnert.

Ich glaube, es ist Kuklinski gewesen, der einen Zusammenhang zwischen Problemen mit der HWS und Leberstörungen (z.B. bei HPU) nachgewiesen hat bzw. auch therapiert.

Er hat dazu einiges geschrieben und praktiziert noch in Rostock. Mehr über diesen Zusammenhang weiß ich leider nicht. Aber ich denke, es lohnt sich, das mal zu googeln, bevor man sich in falsche Hände begibt.

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