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Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr. ?

Verfasst: 14.10.2011 01:20
von zauberwaldfee
Hallo!

Erstmal eine kurze Vorstellung: Ich heiße Sarah, bin 27 Jahre alt, wohne im schönen Freiburg in einem alten Bauernhaus mit Garten und arbeite am Theater umgeben von jeder Menge netter Menschen in kreativer Atmosphäre, was immer mein Traum war. Eigentlich müsste es mir gut gehen ;-) Das große Problem jedoch erdrückt mich schon seitdem ich ein Kind war. Bisher war es immer als "unsichtbarer" Begleiter vor meinen Mitmenschen versteckbar und überspielbar gewesen, doch so langsam verliere ich die Kontrolle darüber und werde immer alltagsunfähiger. Das große Problem heißt: Die ewige Müdigkeit.

Egal wo, egal wann, ich schlafe ein. Auch (oder sogar BESONDERS) in brenzligen Situationen, etwa beim Autofahren und anderen Situation, in denen Aufmerksamkeit gefragt ist. Der Weg in den Schlummer empfindet sich aber ähnlich wie ein dissoziativer Zustand und oft ist es das wohl auch, ich denke die Grenzen sind verschwommen. Mein Körper fühlt sich zeitlebens schwer wie Blei an, alles ist anstrengender als für andere Menschen, sogar Sitzen und Stehen. Ich kann nichts dagegen tun, weder Wille noch Kaffee hilft und ich merke immer erst dass ich eingeschlafen bin, wenn ich wieder wach werde. Das ist gefährlich, glaube ich. Und es isoliert mich zusehends von anderen Menschen, da ich nur noch etwa 3 Stunden am Tag wirklich leistungsfähig bin, immer als unmotiviert und gelangweilt angesehen werde und das klaut mir alles: Freunde, Job, Jugend, Leben. Es ist so furchtbar! :frust:

Stehe am Anfang der Psychologischen Behandlung und war zuvor für einige Wochen in einer Klinik, weil ich nicht mehr klarkam. Diagnose: Leichte Borderlinestörung mit starkem PTB, ADHS, Burnout und Atypische Depression. Nach intensiver Lektüre dieser Themen muss ich sagen, es leuchtet mir durchaus alles ein, aber was bei dem Ganzen die Henne und was das Ei ist möchte ich gerne herausfinden und was HILFT, denn ich möchte nicht als Tablettenleiche enden, sondern gesund werden.

2009 habe ich im Erstversuch 6 Monate Trevilor genommen. Das war die Hölle. Erstmal die Nebenwirkungen wie Nachtschweiß und ständiger Schwindel, dazu das Gefühl wie eine "Zombie Marionette" zu sein. In Wirklichkeit tot, aber gehalten und fortbewegt durch die "Trevilorfäden". Duracell Hase mit Burnout ;-) Habe es ordnungsgemäß abgesetzt. Danach gings erstmal besser.

Alle ärztlichen Test sind durch, habe nichts mit der Schilddrüse, keine Narkolepsie, keine Anämie, keine sonstigen Mängel, Schlaflabor war auch okay. Also auf jeden Fall Psyche. Meine Ärztin möchte mir nun das Neuroleptika Abilify verschreiben, auch wenn sie keine Psychose vermutet, aber eben wegen dem Antrieb. Haltet Ihr das für passend? Hat jemand eine andere Idee? Ich wäre so froh, wenn ich nicht so viel ausprobieren müsste und gleich das richtige finden könnte...

Danke für`s Durchlesen, bin für jeden Tip dankbar! :)
Grüße aus dem Schwarzwald,
Sarah.

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 14.10.2011 10:33
von Das-kleine-Runde
Hallo Zauberwaldfee :) ,

herzlich Willkommen :) !

Ich würde mir die Diagnosen nicht so sehr zu Herzen nehmen, wenn man sich daran orientiert, kommt man meistens micht besonders weit.
Meistens hat man psychische Probleme, weil einem irgendwann im Leben, oft in der Kindheit etwas passiert ist, das man nicht richtig verarbeiten konnte oder weil einen die Lebenssituation, in der man sich befindet, nicht entspricht.

Welche Beschwerden man entwickelt, ist dann letztendlich subjektiv.

Ich würde mir einen guten Therapeuten suchen und versuchen, die Ursachen Deiner Probleme zu finden.
Meine Ärztin möchte mir nun das Neuroleptika Abilify verschreiben, auch wenn sie keine Psychose vermutet, aber eben wegen dem Antrieb
Das würde ich ganz sicher nicht nehmen. NL haben ein recht großes NW-Potential und sollten deswegen in meinen Augen auf psychotische Zustände, die Fremdgefährdung oder erheblichen Leidensdruck mit sich bringen, beschränkt bleiben.

Nachdem Du mit Trevilor schon ungute Gefühle hattest, schätze ich, wird es Dir mit Abilify nicht besser gehen.
Vermutlich muß man sehr verzweifelt sein , dieses Gefühl den nüchternen Zusatnd vorzuziehen.

Hier etwas zur Therapeutensuche: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... pie#p43114

Liebe Grüße
Rundi :)

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 14.10.2011 11:50
von zauberwaldfee
Hallo Rundi vielen Dank für Dein Interesse!

vielen Dank für Deine Antwort! Das mit der Kindheit stimmt sicherlich in meinem Fall, die wahr wirklich ziemlich für die Katz. Denke auch, dass das sicher der Grund meines Zustandes ist. Ich denke auch, dass natürlich langfristig eine Therapie das Erstrebenswerteste ist. Problem ist nur, dass ich mich was die Müdigkeit betrifft inzwischen wirklich in einem absolut handlungsunfähigen Stadium befinde. Diese und auch die Depressionen sind so schlimm, dass ich manchmal mehrere Stunden nur da sitze oder liege, sich vor meinem Inneren Auge meine Traumata in Endlosschleife wiederholen und ich nichtmal fähig bin einen Finger zu bewegen. Ich zittere, bekomme kurze Atemstillstände oder Hyperventiliere. Aber das schockierndste ist dabei wie gesagt die absolute Handlungsunfähigkeit. :cry:

Diese Zustände habe ich nicht ab und zu mal, sondern mehrmals täglich. Besonders draußen und beim Job sind sie ech hinderlich. Die Therapeutin meinte eben, dafür sei ein Medikament übergangsweise vielleicht gut, um wenigstens erstmal stabil und wach zu werden, und das hörte sich für mich irgendwie ganz gut an... Weißt Du, früher war ich ein unglaublich kreativer Mensch, kommunikativ, offen, intelligent und fröhlich. Inzwischen bin ich Sklave zweier Herren: Meiner Traumata und meines Bettes, und das soll aufhören. Müde bringe ich nichts zustande, nichtmal den Gang zum Therapeuten, geschweige denn ins Auto um dort hinzufahren....... Verzweifelt bin ich, ja. Was ist denn dieses Riskio genau, was Du meintest bezüglich des Abilify?

Lg, Sarah.

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 14.10.2011 12:36
von Das-kleine-Runde
Liebe Sarah :) ,

ich verstehe, daß Du momentan in einer schwierigen Situation bist.

Trotzdem wäre ein NL für mich keine Option.
U.a. würde mich das Risiko von Spätdyskinsien und Absetzbeschwerden abhalten, es einzunehmen.
Ansonsten findest Du eine Übersicht, wenn Du Abilify und Packungsbeilage googelst.
Häufiger hört man von einer starken Unruhe, Getrieben-Sein, aber auch von verstärkter Depression, u.a.

Andererseits, wenn man schon vorübergehend Medikamente nehmen will/muß würde ich evtl. sehen, ob Dir ein AD helfen kann.
Die alten trizyklischen Mittel verursachen seltener Absetzprobleme.

Hier einige Infos, damit Du weißt, was auf dich zukommen kann: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=6456
Könntest Du evtl. längerfristig stationär PT machen?

Daumen drücke für eine gute Lösung. :)

Alles Liebe
Rundi :hug:

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 14.10.2011 13:32
von zauberwaldfee
Sicherlich hast Du Recht... Sicherlich muss ein Grund für die Müdigkeit gefunden werden, aber bis dahin wäre ich froh etwas zu haben, was mich wach hält, damit ich nicht noch den Rest meines Lebens verliere, vor allem meinen tollen Job. Beim Theater ist man einfach raus, wenn man nicht mehr fit ist, es warten 100.000de auf meinen Job...

Eine längerfristige stationäre PT würde ebenfalls einen Jobverlust bedeuten und das würde meinen Zustand nur noch schlimmer machen... Problem bei der Atypischen Depression ist eben auch, dass man zwar körperlich schlapp aber innerlich auf Hochtouren läuft, ständig Ideen hat, Pläne etc... Und der Wahnsinn eben dadurch entsteht, dass man nicht die Kraft hat, etwas davon zu verwirklich, bzw. nur wenig. Dahingehend würde ich in einer Klinik ausrasten... Die inneren Prozesse würden sich dann auf Highlevel auf die Krankheit konzentrieren, meine Gedanken nur noch darum kreisen und analysieren, und das hätte keine guten Folgen... Auch Reinsteigern genannt ;-) Es ist gut, dass ich meinen Job NOCH habe, normale Leute um mich, kreative Arbeit die mir wichtig ist. Ohne das werde ich endgültig zum Wrack, deshalb muss ich es irgendwie "begleitend" schaffen... Ohne Medis wäre natürlich schon toll, aber sicher dauert es Jahre bis alles aufgearbeitet ist, wenn ich überlege, das man nur 45 min in der Woche Therapie hat, das braucht ja schon mind. ein Jahr bis sie erstmal alles weiß, was mir passiert ist und bis dahin weiß ich nicht wie ich weiterleben soll...

Meine Ärtzin meinte, die meisten AD würden zusätzlich müde machen und Trevilor sei das einzige was fit macht? Von daher wären da die Möglichkeiten schon erschöpft. Stimmt das? Gibt es denn noch andere, mildere Sachen, die ich vielleicht noch nicht kenne, außer Johanniskraut?
Danke und liebe Grüße
Sarah

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 14.10.2011 13:40
von Das-kleine-Runde
Liebe Sarah :) ,

letztendlich wirken AD bei jedem enzelnen anders, man kann zwar gewisse Tendenzen im Wirkprofil erkennen, aber das sind keine Pauschalaussagen.
Auch bei den alten AD gibt es nicht nur sedierende, übigens.

Ansonsten ist es Versuch-und-Irrtum ein passendes AD zu finden.

Mit einem Versuch ist man eigentlich noch nicht am Ende mit seinem Latein.

Was Du beschreibst, hört sich für mich sehr nach einem Burn-Out an, ob der Leistungsdruck unter dem Du stehst, in der Situation das Richtige ist, weiß ich nicht. :?

Alles Liebe
Rundi :hug:

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 15.10.2011 01:20
von zauberwaldfee
Danke, Du hast mir sehr geholfen. Spätfolgen und Nebenwirkungen möchte ich nicht.Werde mit meiner Ärztin sprechen. Mit dem Burn Out, das denke ich zwar auch manchmal, da es allerdings schon seit meiner Kindheit so ist, das alles zu schwer ist und ich mind. 14 Stunden Schlaf brauche, muss noch was anderes dahinterstecken. Zumal sich die Müdigkeit ja nur auf den Körper beschränkt, mein Geist ist ja wach und willig... Aber egal. Mal schauen.

Lieben Gruß
Sarah

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 15.10.2011 07:17
von mücke
Hallo Sarah

Auch von mir ein "Herzliches Willkommen".
Meine Ärtzin meinte, die meisten AD würden zusätzlich müde machen und Trevilor sei das einzige was fit macht?
So etwas zu behaupten ist Blödsinn.
Alle ärztlichen Test sind durch, habe nichts mit der Schilddrüse, keine Narkolepsie, keine Anämie, keine sonstigen Mängel, Schlaflabor war auch okay. Also auf jeden Fall Psyche. Meine Ärztin möchte mir nun das Neuroleptika Abilify verschreiben, auch wenn sie keine Psychose vermutet, aber eben wegen dem Antrieb. Haltet Ihr das für passend?
Wenn man nichts gefunden hat, bedeutet das nicht zwangläufig, daß die Ursache psychisch ist.
Und Abilify, ich würde es nicht schlucken wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es den Antrieb steigert.

Da wir uns hier hauptsächlich um das Absetzen der Psychopharmaka kümmern, machen wir auch keine Vorschläge für evtl. geeignete Medikamente.
Die gibt es schon, nur halt oft mit NW verbunden.
Schau darum zur Information auch mal hier rein.
http://www.depri.ch/f12/

Gruss mücke

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 16.10.2011 00:19
von skadi
Hallo Fee...

also ich weiß ja jetzt nicht, ob ich in eine Wespennest steche, ich hab auch was Medikamente angeht keinen blassen Schimmer, aber:

Wenn Du doch eh die Diagnose ADHS hast, warum versuchst Du es denn nicht mal mit Ritalin? Das ist doch auf alle Fälle antriebssteigernd...

Naja, ist vielleicht auch ne blöde Idee, is ja quasi Speed auf Rezept und was mit Deinen Gefühlen dann ist, weiß ich auch nicht, bleiben dann vielleicht auf der Strecke...

Hm... Ich würde auch denken, eine stationäre Behandlung in einer Klinik für Psychosomatik wäre vielleicht das beste.

Pause. Raus. Auf Dich besinnen - Dich pflegen.

Dein Seelenheil sollte Dir wichtiger sein als Dein Job.

Wenn Du Dich nicht für so wichtig erachtest, von wem willst Du es sonst erwarten?

Ich wünsch Dir viel Kraft bei der Entscheidungsfindung

Alles Liebe

Skadi

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 16.10.2011 20:32
von zauberwaldfee
Hi!

Danke für diesen Denkanstoß, ich habe direkt mal gegoogelt und herausgefunden, dass Ritalin ja auch ein Serotonin-Dopamin Wiederaufnahmehemmer ist wie viele AD auch... Von daher vielleicht wirklich garnicht schlecht, denn da die Müdigkeit seit Kindheit andauert, könnte es TATSÄCHLICH sein, dass das ADHS dahintersteckt... Frage morgen meine Ärztin. Problem mit dem Ritalin ist aber glaube ich, dass es nur 4 Stunden wirkt und man ständig steigern muss, das wäre ungünstig für die Einnahme über mehrere Monate...

Ich verstehe, dass sich das was ich erzähle nach einem Burn Out anhört. Ist es aber nicht, ich bin sicher. Dafür habe ich noch gar nicht genug gearbeitet oder Streß gehabt um das zu haben. Es ist vielmehr so, dass DURCH die ständige Müdigkeit alles SCHWERER ist und DADURCH höchstens das Burnout entstanden sein könnte. Aber seelisch ist schon relativ alles okay und Druck habe ich auch nicht speziell im Job, sondern bei allem zu dem ich mich aufraffen muss - aufstehen, hinsetzten, einkaufen, putzen, einfach alles....

Mal weiterschauen, danke Euch :group:

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 17.10.2011 11:25
von Das-kleine-Runde
Hallo Ihr Lieben :) ,

beim Gedanken an Ritalin gruselt es mich persönlich sehr heftig... :cry: :cry: :cry:

Wieviel Sinn es hat, sich chemisch über Tiefs hinwegzupushen, ergibt sich eigentlich von selbst.
Ich bin mit ADHS nicht übermäßig vertraut, meines Wissens ist es beim Einsatz von Ritalin angedacht, daß es ruhiger macht und nicht es als legalen Speed zu benutzen...

Wobei diese Diagnosen eigentlich nur Denkhilfen für Behandler sind, wenn es über eine Groborientierung hinausgeht.

Einen Einfall hatte ich gerade noch: Wurde auf Borreliose getestet?
Dann hier noch etwas zur Differentliadiagnose: http://www.adfd.org/wissen/Differenzial ... Depression

Liebe Grüße
Rundi :hug:

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 02.05.2012 05:16
von sonata
Hallo Sarah,

Deine Symptome, insbesondere die ständige Müdigkeit und das hohe Schlafbedürfnis kommen mir sehr bekannt vor. Ich weiß, dass die Posts nun schon eine Weile her sind, aber vielleicht erreichen Dich ja meine Zeilen doch.

Bei mir ist neben dem ADHS (ohne Hyperaktivität) ebenfalls eine Atypische Depression diagnostiziert worden. Auch ich habe viele Medis ausprobiert. Bei Trevilor z. B. hatte ich eine so genannte paradoxe Wirkung - sprich, ich habe auf dieses antriebssteigernde Medikament mit vermehrtem Schlafbedürfnis reagiert. Manch Psychopharmaka brachte gar keine Wirkung, anderes wie bspw. Edronax nur kurzzeitige Besserung.
Daraufhin bat ich meinen Arzt, ein ADHS-Medikament ausprobieren zu dürfen, da vermutlich das ADHS ursächlich für die Depression ist. Er verschrieb mir Concerta. Jedoch habe ich dies überhaupt nicht vertragen. Meine depressiven Symptome verschlechterten sich zusehens. Eigentlich gab es nur noch eine Wirkstoffgruppe, die Linderung verschaffen könnte: die so genannten MAO-Hemmer (im Handel unter dem Namen "Jatrosom" zu finden). Und tatsächlich, dieses Medi hat mir Erleichterung verschafft. Eine Heilung ist für mich nicht mehr drin, da die Depression inzwischen chronisch ist. Aber das Medikament hat mir zumindest ein Stück Lebensqualität zurückgegeben.

Du bist ja noch wesentlich jünger, vielleicht schaffst Du es mit diesem Medikament. Zu beachten sind lediglich ein paar Diätvorschriften, aber die sind nichts gegen die Schläfrigkeit und die bleierne Schwere, die ich ohne das Medikament ständig empfand.

Ich drück Dir die Daumen, dass es Dir bald (oder momentan schon) besser geht und verbleibe

mit ganz lieben Grüßen

Kerstin.

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 02.05.2012 09:22
von Das-kleine-Runde
Liebe Sonata :) ,

herzlich willkommen :)

Es freut mich, daß es Dir wieder besser geht.
Hast Du zusätzlich zum Durchprobieren diverser Psychopharamaka auch PT gemacht, Veränderungen in Deinem Leben durchgeführt?

Vielleicht gehörst Du zu den 20% der Betroffenen, die einen Vorteil von AD haben, trotzdem lies bitte die Posts von Sarah, da sehe ich Themen, Probleme, die nach einer Lösung rufen, nicht die Notwendigkeit, die berechtigten Hilferufe der Seele mit einem Medikament oder einer Droge zu betäuben.
Bei Überforderung und Burn-Out sollte man für Entlastung und Ruhe sorgen, wer sich dauerhaft mit Medikamenten zu Leistungen zwingt, die sonst nicht möglich wären, treibt Raubbau an seiner Gesundheit und riskiert körperliche Krankheiten oder einen massiven Zusammenbruch.

Dein Tip ist in meinen Augen mehr ein Bärendienst als eine Hilfe.
By the way, Psychopharmaka sollten das letzte Mittel sein, wenn nichts anderes hilft, das Mittel der letzten Wahl, nicht die chemsiche Krücke, Karrierewünsche auf Kosten der Gesundheit durchzuzuziehen...

Hierzu auch bitte kurz mal durchlesen:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=12&t=1811

Das bringt es eigentlich auf den Punkt.

Liebe Grüße
Rundi :hug:

Re: Hallo zusammen! Wer kennt sich aus mit Atypischer Depr.

Verfasst: 02.05.2012 14:32
von Das-kleine-Runde