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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


UPDATE *** Remergil absetzen - seit ca. 5 Monaten clean

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
jerzy
Beiträge: 21
Registriert: 17.01.2005 12:25

UPDATE *** Remergil absetzen - seit ca. 5 Monaten clean

Beitrag von jerzy »

Hallo Ich habe insgesamt 2 Jahre zuerst Aponal 75 mg zur Nacht und danach Remergil 30 und dann 15 mg zu Nacht eingenommen. Seit drei Wochen bin ich clean. Ich vermute, dass ich nun heftigst unter Absetzsymptome leide: Ich schlafe nur noch 4-5 Stunden maximal, bin total kaputt, haben super dunkle Augenräder und sehr starke Kopfschmerzen.

Frage lohnt es sich durchzuhalten, d.h. geht das irgendwann zurück oder bleiben die Symptome für immer ??? Es ist extrem schwierig, aber es ist doch auch falsch jetzt einen Rückfall zu bekommen.

Was soll ich machen ?
Zuletzt geändert von jerzy am 07.12.2005 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
Tep
Beiträge: 124
Registriert: 04.01.2005 12:34

Beitrag von Tep »

Hi jerzy,

mensch, Du sprichst mir aus dem Herzen!
Auch ich leide unter Schlafstörungen, hab in den letzten 3 Tagen vielleicht 5-6 Stunden geschlafen und bin tagsüber echt gerädert - das spiegelt sich in meinen Augen wider...

Aber Du/wir haben es doch schon soweit geschafft (schau in mein Profil)... komm Jerzy, wir lassen uns nicht unterkriegen - egal, komm wir ziehen das durch - lass dieses Medikament nicht über Dein leben bestimmen.. nur noch wenige Tage/Wochen und wir habens doch geschafft! :)

Kleine Schwächeperioden werden wir bewältigen, es sind eben die Absetzungssymtome, die immer geringer werden - hoffentlich!

Ich drücke Dir fest die Daumen!

herzlichst
Tep
Bild

Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
-------------------
10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...

...................................................................
27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.

24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
Nicholas
Beiträge: 3
Registriert: 28.07.2005 19:18

Nebenwirkungen und Absetzerscheinungen

Beitrag von Nicholas »

Hallo Tep!

Nehme zur Zeit auch Mirtazapin, allerdings werden die Symptome darunter immer heftiger..
In Deiner Medikation schreibst Du seit 15 Monaten Remergil zu nehmen, aber auch seit 2002 Mirtazapin, ist das nicht ein und dasselbe Medikament?

Gruss Nicholas
Diagnose: mittelgradige depressive Episode, Angststörung; Herzangst,Schlafstörungen
Medikation: Mirtazapin 7,5mg ab 02/05; 30mg ab 07/05
jerzy
Beiträge: 21
Registriert: 17.01.2005 12:25

Beitrag von jerzy »

Du hast hoffentlich recht. Wir müssen versuchen zu kämpfen. Ich bin momentan total down. Immer, wenn ich draussen bin und glückliche Menschen sehe, werde ich tatsächlich eifersüchtig...total bescheuert, so war ich früher nie !

Wie ich sehe, hast Du schon verdammt viel durchgemacht in Deinem Leben. Ich hoffe sehr, dass wir sozusagen auf die Probe gestellt werden, aber schlussendlich da raus kommen !

Ich werde jetzt meinen verbleibenden Resturlaub nehmen und hoffen wir doch, dass die Symptome irgendwann weggehen. Manchmal habe ich das Gefühl, der Köper betelt um Remergil...

Ich wünsche Dir alles Gute,
Jerzy
Tep
Beiträge: 124
Registriert: 04.01.2005 12:34

Beitrag von Tep »

Hallo Nicholas,
Hallo Jerzy,

@Nico: danke für den Hinweis, muss mein Profil in Ordnung bringen, ist schon eine Weile her als ich es geschrieben hatte.

Möchtest Du auch absetzen, hast garnichts weiter geschrieben?

@Jerzy: jetzt wo Du Urlaub hast, kannst Du Dir ja Zeit nehmen und Dir etwas GUTES tun :roll:

Wir beide packen das schon - vielleicht möchtest Du ja noch weiter darüber schreiben, wie es Dir geht, das würde mich wirklich freuen!

Herzlichst
Tep
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Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
-------------------
10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...

...................................................................
27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.

24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
Nicholas
Beiträge: 3
Registriert: 28.07.2005 19:18

Beitrag von Nicholas »

Hallo Tep!

Nein, eher sehe ich mich dazu veranlasst Mirtazapin anzusetzen.
Habe bei starker Unruhe und Schlaflosigkeit im Februar mit wechselnden Dosen gearbeitet. ( 7,5mg;15mg, oder mal ein Tag Pause) Das ganze war dann auch von wechselseitigem Erfolg gekrönt. Zugenommen hat allerdings die Quantität des Schlafes. Der Erfolg ist zweifelhaft, da sich kein Gefühl von Ausgeschlafenheit einstellt.
Jetzt, seit 11 Tagen nehme ich Konstant 30mg in der Hoffnung, das sich Stimmungsschwankungen zum positiven glätten. Noch jedoch Fehlanzeige, denn teilweise ist mir übel, dämmrig und ich bin reizbar und latent aggressiv. Geht das wie in der Packungsbeilage beschrieben nach 2-4 Wochen weg? Was sind Deine Erfahrungen?

Übrigens drücke ich Dir die Daumen, das Du den gewünschten Erfolg erzielst. Es ist sicherlich angenehmer sein Leben und die dazugehörenden Symptome auf natürliche Weise zu regulieren.

Grüsse von Nicholas
Diagnose: mittelgradige depressive Episode, Angststörung; Herzangst,Schlafstörungen
Medikation: Mirtazapin 7,5mg ab 02/05; 30mg ab 07/05
jerzy
Beiträge: 21
Registriert: 17.01.2005 12:25

Beitrag von jerzy »

Tep, ich habe mir eben Deine ganzen Beiträge, auch unter der Rubrik "persönlicher Aust..." durchgelesen, stimme Dir zu 100% zu !
lesenfee200
Beiträge: 35
Registriert: 10.05.2005 09:11
Wohnort: Mecklenburg Vorpommern

Hallo Jerzy,

Beitrag von lesenfee200 »

hast du das Remergil von heute auf morgen abgesetzt oder hast du
nach einem Plan ausgeschlichen???

liebe Grüße
Anke
jerzy
Beiträge: 21
Registriert: 17.01.2005 12:25

Beitrag von jerzy »

Ich habe mir nicht exakt notiert:

//// 75 mg Aponal zur Nacht ///
08/2003 bis 11/2003; in 2 Wochen ausgeschlichen

/// 75 mg Aponal zur Nacht ///
01/2004 bis 03/2004; in 2 Wochen ausgeschlichen

/// 75 mg Aponal zur Nacht ///
05/2004 bis 08/2004; in 3 Wochen ausgeschlichen

/// 30 mg Remergil zur Nacht (wg. Wasser durch Doxepin) ///
08/2004 bis 11/2004; in 10 Tagen abgesetzt

----------

/// 30 mg Remergil zur Nacht ///
02/2005 bis 04/2005, dann herabgesetzt (wg. Fett...) auf

/// 15 mg Remergil zur Nacht ///
04/2005 bis 06/2005, dann herabgesetzt auf

/// ca. 7.5 mg Remergil zur Nacht ///
06/2005 bis 05.07.2005, dann runter auf

/// ca. 3.75 mg Remergil zur Nacht ///
06.07.2005 bis 11.07.2005

CLEAN
seit ca. 12.07.2005

---

FAZIT 2 Jahre Antidepressiva:

+ etwas besserer Schlaf/ ausgeruhter
- jedoch künstlicher Natur

+/- Benebelt, ddrch "auf Durchzug"

- Traumbody im Ar?!X

- Alpträume (sehr oft mit Aponal)

-- Absetzen ist verdammt hart.

Ich werde in einigen Wochen/Monaten nochmal posten. Ich hoffe es wird positiv sein.

Jerzy
lesenfee200
Beiträge: 35
Registriert: 10.05.2005 09:11
Wohnort: Mecklenburg Vorpommern

Hallo Jerzy,

Beitrag von lesenfee200 »

Also ich hätte die 3,75 mg länger als nur 2-3 Tage genommen.
Ich hatte im Februar meinen 1. Absetzversuch. Ich habe es ähnlich
angepackt wie du. Allerdings habe ich die letzte Dosis von 3,75mg auch
sehr schnell abgesetzt. Nach 2 Wochen ging es mir so schlecht dass
ich dachte, ich sei ernsthaft krank - Magen-Darm-Grippe, extreme
Übelkeit und Schwindel etc.
Aus meiner Verzweiflung wegen meiner Arbeit fing ich wieder mit
Remergil an. Ich musste tatsächlich bis auf 15 mg wieder rauf, weil
die niedrigen Dosierungen nicht mehr wirkten. Erst nach 3 Wochen
ging es mir wieder besser.
Jetzt bin ich wieder bei 3,75 mg angekommen und ich habe mir fest
vorgenommen, es jetzt gaaanz langsam zu machen. Ich nehme diese
Dosis noch jeden 2. Tag und das bestimmt noch 1-2 Monate. Erst dann
versuche ich jeden 3. Tag die 3,75 mg oder noch weniger (wenn
die Tablette nicht zu stark zerbröselt;-) die Tabl. zu nehmen.
Du hast eindeutige Absetzsymptome. Ich persönlich halte nicht sehr
viel davon, dass jetzt wie ein Mann durchzustehen. Es kann sehr lange
dauern und ich weiß nicht wie es bei dir mit Arbeit aussieht...
Vielleicht kann der Doktor auch was anders zum Übergang verschreiben, was die Symptome lindert und nicht wieder abhängig
macht.
Ich will dir nicht den Mut nehmen. Vielleicht klappt es auch bei dir.
Ich drücke dir feste die Daumen.

lg Anke
jerzy
Beiträge: 21
Registriert: 17.01.2005 12:25

Beitrag von jerzy »

Moin,

diesmal werde ich es schaffen.

Gute Besserung allerseits
Miriam
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Registriert: 27.07.2005 15:02
Wohnort: Ruhrgebiet

Beitrag von Miriam »

..hat man denn nur die Wahl zwischen Pest und Cholera?

Ich habe ja nach 3 Tagen das Mirtazapin wieder abgesetzt, da ich so neben mir stand damit- das war ja wesentlich schlimmer als Equilibrin (Amitryptilin).

Nun habe ich heute Nacht GAR NICHT geschlafen, keine Minute, was mich völlig fertig macht und was ich mir einfach im Job auch nicht erlauben kann.

Arzt angerufen, der sagt naja, die Nebenwirkungen von Mirtazapin müssten nach 7-10 Tagen weg sein - sonst absetzen. Ich will das aber nicht 7-10 Tage nehmen, kann ich auch nicht, muss zum Teil auch im Job Auto fahren.

Also doch wieder Equilibrin? Jaul. Ich weiß nicht mehr so recht weiter.

Gibt es hier jemanden, der was über die Absetzschwierigkeiten von Amitryptilin sagen kann?

Mein Mann ist Psychologe und völlig gegen AD'S - der schläft aber auch immer super und ist insgesamt ein entspannter Mensch.

Er erzählt mir, ein Patient habe von seinem Arzt Rmergil bekommen und habe erst mal seiner Katze (!) eine Tablette davon gegeben. Diese sei danach immer im Kreis gelaufen... so das er das nicht nehmen wolle.

Mal ehrlich, wenn icht GAR NICHT schlafen könntet, würdet ihr dann nicht irgendwann auch EGAL WAS nehmen, Hauptsache schlafen??

Danke für jede Antwort!

Eine sehr müde Miriam
Symptome: (Unruhe, Schlaflosigkeit, Deprimiertheit); Diagnose: (Depression)
Medikation: (Mai 2000: Equilibrin) >> (anfangs 30mg, dann 60mg für 4 Monate ) >> (dann 30mg, 3 Monate, dann wieder 60mg für 1 Monat, dann runter auf erst 30mg, dann 15mg das über 4 Jahre bis 26.7.05, zwischendurch 2002 für 3 Tage Tagonis - allergisch reagiert, Hautaussschlag, Übelkeit, wieder Equilibrin weiter, vom 26.-29.7. für 3 Tage Mirtazapin )
Zusätzlich: (Zopiclon (zum schlafen/ nur ab und zu genommen));
Bisherige Absetzversuche: (beim reduzieren des Equilibrin von 60 auf 30mg einige Tage schlecht geschlafen)
Absetzverlauf (15mg Amitryptilin über 4 Jahre beibehalten) >> (Dauer, Dosierung)
Seit 29.07. alles abgesetzt und erste Nacht danach gut geschlafen
mücke
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Danksagung erhalten: 19 Mal

Beitrag von mücke »

Hallo Miriam

Ich habe auch Amitryptilin genommen, wegen der Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Müdigkeit, Apetitlosigkeit) aber nach 1 Woche abrupt abgesetzt. Ich hatte keine Absetzschwierigkeiten.

Hast du denn früher mit Amitryptilin schlafen können? Wenn ja, finde ich diese Möglichkeit besser als eine Schlaftbl.

Gruss Annette
PhilRS
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Beitrag von PhilRS »

Miriam hat geschrieben:Er erzählt mir, ein Patient habe von seinem Arzt Rmergil bekommen und habe erst mal seiner Katze (!) eine Tablette davon gegeben. Diese sei danach immer im Kreis gelaufen...
Sorry, dass ich nicht mehr beisteuern kann - aber DANKE für diesen Beitrag mit der Katze! Sehr interessant, wenn auch nicht sehr aussagekräftig.

(Vermutlich eine durch die >10fache Überdosierung - Katze wiegt ca. 10-20mal weniger als der Mensch - ausgelöste Verhaltensanomalie, oder etwas Ähnliches wie eine Neuroleptika-(Neben)Wirkung.
Derartige Tests wurden früher bei vielen ZNS-wirksamen Stoffen gemacht, um die Reaktion des Menschen vor der 1. Testreihe abzuschätzen.)


Als Katzenhalter lehne ich sowas ab. Trotzdem pharmakologisch interessant.

Grüße sendet
-PhilRS.
jerzy
Beiträge: 21
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Beitrag von jerzy »

Ich bin immer noch clean.

Grösstes Problem ist nach wie vor der Schlaf. Vielleicht rührt das aber auch vom Tinnitus, keine Ahnung.

Wollte zwischendurch wieder Remergil nehmen, bin aber hart geblieben. ( Wenn, dann nehme ich gleich die ganze Packung)

Mal schaun wie es weiter geht.

Gute Besserung allerseits.
jerzy
Beiträge: 21
Registriert: 17.01.2005 12:25

Beitrag von jerzy »

Hallo,

ich bin immer noch clean.

Nur bekomme ich massive Schlafprobleme.

-> Ich kann entweder nicht einschlafen oder nicht durchschlafen und/oder ich wache immer sehr früh auf.

Frage:
Sind das wiederkehrende Entzugserscheinungen ?
Meine Ärztin meinte, ich habe Depressionen, daher das schlechte Schlafen. Und Depressionen könne man nur mit ADs bekämpfen. Ich soll wieder welche verschrieben bekommen. Ist das wahr ? Ist die Depression für das nicht schlafen können verantwortlich ? Scheisse, dann muss ich das Zeug wohl wieder fressen ??

Sie meinte, es würden in meinem Hirn keine Botenstoffe mehr ausgeschüttet werden. Die Depression macht das....

Hilfe ?!?
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Keine leichte Frage....

Beitrag von Hannes Wien »

Ist schwer zu sagen, nicht schlafen können ist schon eine typische Entzugserscheinung von Remergil!

Allerdings kommt danach meist eine längere Phase mit Niedergeschlagenheit, also viel schlafen!

Hast Du außer den Tinnitus noch Symptome?

Liebe Grüße

Hannes
jerzy
Beiträge: 21
Registriert: 17.01.2005 12:25

Beitrag von jerzy »

Hallo, und vielen Dank für Deine Antwort.

Also, ich konnte nie richtig gut schlafen, seitdem ich Tinnitus habe (seit 3 Jahren).

Was mich jetzt nur so fertig macht, ist das frühzeitige Erwachen. Dies deute angeblich wiederum auf ein Wiederkehren der Depression (aufgrund Tinnitus ?) hin....und kann nur mit ADs behandelt werden.

Ich war im Sommer so froh, es nach dem 6ten Versuch dann schlussendlich CLEAN zu sein. Aber ich weiss jetzt ehrlich nicht, was ich von der ganzen Situation halten soll. Wenn ich wieder anfange, werde ich die das ganze Leben fressen....das hat mir mein Arzt gesagt. Er meinte, es gebe wirklich schlimmeres, als ein lebenlang ADs reinzupfeifen...

ganz toll...
DIAGNOSE: Mittelschwere Depression wg. Tinnitus etc.

//// 75 mg Aponal zur Nacht ///
08/2003 bis 11/2003; in 2 Wochen ausgeschlichen
/// 75 mg Aponal zur Nacht ///
01/2004 bis 03/2004; in 2 Wochen ausgeschlichen
/// 75 mg Aponal zur Nacht ///
05/2004 bis 08/2004; in 3 Wochen ausgeschlichen
/// 30 mg Remergil zur Nacht (wg. Wasser durch Doxepin) ///
08/2004 bis 11/2004; in 10 Tagen abgesetzt
----------
/// 30 mg Remergil zur Nacht ///
02/2005 bis 04/2005, dann herabgesetzt (wg. Fett...) auf
/// 15 mg Remergil zur Nacht ///
04/2005 bis 06/2005, dann herabgesetzt auf
/// ca. 7.5 mg Remergil zur Nacht ///
06/2005 bis 05.07.2005, dann runter auf
/// ca. 3.75 mg Remergil zur Nacht ///
06.07.2005 bis 11.07.2005

CLEAN
seit ca. 12.07.2005
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Jerzy!
Was mich jetzt nur so fertig macht, ist das frühzeitige Erwachen. Dies deute angeblich wiederum auf ein Wiederkehren der Depression (aufgrund Tinnitus ?) hin....und kann nur mit ADs behandelt werden.
Das ist so richtig super Quatsch made by Deinem Arzt, Tinnitus hat nix mit Depressionen zu tun, dass man mit einem Pfeifen in Ohr nicht gut schläft leuchtet jedem ein!

Also wenn der Tinnitus nicht vom Remergil absetzen oder anderen AD´s ist, gibt es da gute Behandlungsmöglichkeiten und auf jedem Fall ohne AD.

Liebe Grüße

Hannes
Volker
Beiträge: 9
Registriert: 04.08.2005 14:17

Mirtazapin absetzen

Beitrag von Volker »

Hallo Anke,

Bin zur Zeit auf 15 mg Mirtazapin ( von 30 mg auf 22,5 für 2 Monate dann auf 15 mg seit ca 2 Monaten) . Wie hast Du den Schritt auf 7,5 mg gemacht und wie lange hast Du die 7,5 mg beibehalten?
Hattest Du Absetzsymtome ?
Wäre für eine Antwort sehr dankbar.

Liebe Grüße
Volker
Gesperrt