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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Trevilor - Nebenwirkungen und Absetzprobleme

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Tep
Beiträge: 124
Registriert: 04.01.2005 12:34

Beitrag von Tep »

Na Hannes,

vielleicht kannst Du Dein Profil mal so updaten, dass erkennbar ist, wann Du was genommen hast, das würde helfen alles zuzuordnen, denn momentan steige ich da nicht so durch.

Vielleicht mal so:

11.04.2005-01.04.2005 Remergil 45mg
02.04.2005-15.04.2005 Remergil 30mg
etc.

Weil momentan kann ich mir keinen Reim darauf machen... machst Du Dir die Mühe, dann kann man vieles besser zuordnen!! :wink:

Herzlichst
Tep
Bild

Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
-------------------
10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...

...................................................................
27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.

24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
Hannes90XXX
Beiträge: 19
Registriert: 15.08.2005 11:02
Wohnort: Fürth

Beitrag von Hannes90XXX »

Hallo Tep!

Dein Wunsch war mir Befehl!
Und was meinst du dazu?

Hannes
Symptome: Müdigkeit, Angst, Schlafstörungen, Schwindel, Schwäche, Sehprobleme;
Diagnose: mittelgradig depressive Episode, hypochondrische Störung
Medikation:
28.01.05 - 03.02.05: Mirtazapin 7,5mg
03.02.05 - 10.02.05: Doxepin 100mg,
10.02.05 - 12-02.05: Zyprexa 5mg
13.02.05 - 18.02.05: nichts
19.02.05 - 22.02.05: Mirtazapin 7,5mg
23.02.05 - 01.03.05: Mirtazapin 15mg
02.03.05 - 31.03.05: Mirtazapin 30mg
01.04.05: Mirtazapin 45mg
02.04.05 - 02.05.05: Zyprexa 5mg (neben Trevilor)
02.04.05 - 31.05.05: Trevilor 375mg (wobei am Anfang alle 3 Tage um 75 gesteigert wurde)
01.06.05 - 01.07.05: Trevilor 300mg
02.07.05 - 04.07.05: Trevilor 225mg
04.07.05 - 29.07.05: Trevilor 150mg
29.07.05 - 10.08.05 stufenweise auf 0 reduziert. (Kügelchen zählen)
Tep
Beiträge: 124
Registriert: 04.01.2005 12:34

Beitrag von Tep »

Hallo Hannes,

Jo, :) sieht doch anders aus, viel lesbarar und übersichtlich!

Wie ich sehe, hast Du an die 2 Monate Remergil genommen und zum Schluß gar 45mg, das ist schon eine Menge, die man Dir da auferlegt hat und ist nicht so ohne weiteres einfach absetzbar!
Ich denke, Du hast schon Absetzungssymptome von Remergil gehabt (oder hast noch immer).
Bedenklich ist auch die Reduktion von Trevilor von 150mg auf 0,0mg (schau mal hier: http://www.antidepressiva-absetzen.de/, dort findest Du einen guten und vernünftigen Absetzplan. Vielleicht kannst Du wirklich die Trevilorkügelchen zählen (uch wird das eine Zählerei) und auf etwa 75mg reduzieren. Oder Du läßt Dir vom Arzt 75mg Trevilortabletten verschreiben, um besser absetzen zu können, dann ersparst Du Dir das Kügelchen zählen.
Ansonsten gehst Du zu schnell voran! Aber lies Dir mal den Link durch. Da sind wirklich vernünftige Angaben zum Absetzungsplan- und verlauf.

Wünsche Dir ganz viel Erfolg beim Absetzen... und schön in Ruhe - keine Hektik dabei, gib Deinem Körper eine Chance das auch zu verarbeiten!

Herzlichst
Tep
Zuletzt geändert von Tep am 18.08.2005 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Symptome/Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, Depression
Medikation: ab 1999: (Nacheinander Novaprotect, Doxepin, Carbamazepin, Trevilor, Remergil) und als Benzos dazu (1 1/2 Jahre Lorazepam & fast 4 Jahre Diazepam) sowie (Betadorm, Dalmadorn=Schlafmittel)
Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
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10.11.2005 = bin seit 12 Wochen befreit.. es geht... es geht...

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27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
Ich habe gestern angefangen mich zu kontrollieren.
Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
Und dann nach Ashton Manual.

24.5.19 - 31.05.19: 2 Tropfen morgens und Abends
Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
... 04.07.2049: die gleiche Dosis wie in den letzten Wochen. Ich habe meine emotionale Stabilität nicht (wie denn auch) - aber ich versuche durchzuhalten
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Hannes Da ich keine Depressionen hatte und wenn dann nur leichte depressive Verstimmungen habe ich mich für Johanneskraut auch nicht besonders interessiert. Es soll aber bei vielen einen positiven Effekt haben allerdings sollte man es nicht direkt nach dem Absetzen von ADs einnehmen. Die CDs heissen 1.Progressive Muskelentspannung,2. Einfach zuhören und Schmerzen lösen,3.einfach zuhören und die Angst besiegen und4. Atemtherapien oder Techniken. Zum Thema Depressionen gibt es auch eine CD. Das Buch von Dr Hans Grünn über SELBSTHEILUNGSKRÄFTE ist wohl vergriffen,würde mich aber sehr interessieren. Alles auf den CDs ist nicht brauchbar aber das meiste. Ich fand es besser zu Hause zu üben als mich abzuhetzen und irgentwo hinzufahren. Ich komme aus NRW....das sollte reichen als Antwort. Warum machst du an deinem freien Tag keinen Sport ? Gruss AMANDA
Hannes90XXX
Beiträge: 19
Registriert: 15.08.2005 11:02
Wohnort: Fürth

Beitrag von Hannes90XXX »

Hallo Tep!

Trevilor hat doch eine relativ kurze Halbwertszeit! 5-11 Stunden. Deshalb gibt es da ja auch ziemliche Absetzprobleme, weil das Medi so schnell aus dem Körper ausgeschieden wird und das dem "Gehirn zu schlagartig geht".
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich nach fast 5 Monaten noch Absetzsymptome von Remergil haben sollte. Da ist danach doch zu viel medikamentös geschehen.
Wahrscheinlich ging das mit Trevilor etwas zu schnell, aber jetzt bin ich schon über ne Woche auf 0 und dann soll ich wieder auf 75mg? Also wenn dann würde ich höchstens nochmal ein paar Kügelchen nehmen. Letzte Woche haben bereits 5-10 Kügelchen meinen Zustand (Schwindel, Ohrensausen) deutlich gebessert. Außerdem ist der Schwindel und die Ohrgeräusche jetzt auch weg. Dafür ist mein Schlaf (vor allem morgens) in den letzten Tagen wieder unruhiger, nervöser und angstbesessener geworden. Auch habe ich allgemein wieder mehr Angst bekommen. Kann das noch am Absetzen liegen oder kommt die Depri wieder durch?

Hallo amanda!

Genauer wollte ichs gar nicht wissen, nur dass ich in etwa weiß, wo das "Gegenüber" ungefähr sitzt. Über die CDs werde ich mich mal informieren und dann eine kaufen. Wird denn bei der CD: Progressive Muskelentspannung alles vorgesagt? So nach dem Motto. "Anspannen jetzt...."?
Das mit dem Sport ist wirklich wahr! Aber alleine macht es dann wieder gar keinen Spaß. Was machst du denn für Sportarten. Ich gehe z. B. jeden Sonntag zum Walken und Dienstags immer zum Tanzen. Ich möchte wirklich noch mehr Sport machen!

Viele Grüße euch beiden

Hannes
Symptome: Müdigkeit, Angst, Schlafstörungen, Schwindel, Schwäche, Sehprobleme;
Diagnose: mittelgradig depressive Episode, hypochondrische Störung
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13.02.05 - 18.02.05: nichts
19.02.05 - 22.02.05: Mirtazapin 7,5mg
23.02.05 - 01.03.05: Mirtazapin 15mg
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02.04.05 - 31.05.05: Trevilor 375mg (wobei am Anfang alle 3 Tage um 75 gesteigert wurde)
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02.07.05 - 04.07.05: Trevilor 225mg
04.07.05 - 29.07.05: Trevilor 150mg
29.07.05 - 10.08.05 stufenweise auf 0 reduziert. (Kügelchen zählen)
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Hannes es sind 2CDs über Progressive Muskelentspannung. Auf der 1. CD wird mit angenehmer Hintergrundmusik erklärt WARUM Progressive Muskelentspannung SO ERFOLGREICH ist und dann "für Anfänger" die Entspannung RICHTIG erklärt z.B dass richtige Atmung wichtig ist usw. Auf der 2. Cd lernt man dann für Fortgeschrittete wie man sich immer schneller entspannen kann. Es ist aber zu empfehlen einige Wochen mit der 1. CD am besten täglich oder möglichst oft zu arbeiten. Ich habe mir noch einige andere Cds angehört aber diese ist eindeutig die Beste. Wenn ich an die Progressive Muskelentspannung in der Klinik denke muss ich heute noch lachen. Eine völlig gelangweilte Physiotherapeutin leierte die Anweisung wie eine Computerstimme runter in einem verkehrten Tempo und las gleichzeitig in einer Zeitschrift. Das war unheimlich motivierend....GRINS.. Wahrscheinlich hat sie selbst noch niemals diese Entspannungsübungen gemacht und steht auch nicht dahinter. Wenn dein Puls oder Blutdruck zur Zeit etwas hoch ist und du hast ein Blutdruckmessgerät dann mess dir doch vorher mal den Blutdruck und nach der Übung. Das gleiche habe ich auch mal mit einem Trimmrad ausprobiert (damals in der Klinik schon) Als ich mal wieder einen sehr schnellen Puls hatte bin ich in ruhigem Tempo 1/4 Std geradelt. Nach einer kurzen Pause von 5 Min habe ich den Blutdruck gemessen und siehe da die Werte waren eindeutig niedriger. Wenn ich mal besonders kribbelig war habe ich einen Fussball gegen die Wand geschossen. Das hat auch herrlich abreagiert. Diese Erfahrungen sind bei mir hängengeblieben und ich habe mich damit weiter therapiert ! Zu Hause habe ich mir dann ein Laufband gekauft da ich die erste Zeit noch Probleme hatte draussen etwas zu machen. Viel Erfolg AMANDA
Tep
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Beitrag von Tep »

Hallo Hannes,

mensch, ich hatte geschrieben, Trevilor hat eine lange Haltwertzeit, sorry, hab Remergil gemeint.

Es ist sehr schwierig zu sagen, ob Du nun auf 75mg wieder hoch solltest (bei Trevilor), auf jeden Fall schleichst Du zu schnell aus. Machs doch langsamer, wie beschrieben auf ein Wohlfühlreduktion.
Du schreibst, Du bist seit 1 Woche auf null, hast aber bereits wieder kleinere Dosen genommen. Es gibt 37,5mg Trevilorkapseln.

Von 75mg auf 0,0mg ist zu schnell, daher Deine heftige Reaktion darauf.

Herzlichst
Tep
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Bisherige Absetzversuche: (2001: Lorazepam: 2 Wochen versucht, konnte aber die Absetzungssymtome nicht ertragen, dann halbes Jahr später auf Diazepam umgepolt. 2 Absetzungsversuche Juni/2003 und erfolgreich in Mai/2004)
Absetzverlauf: (Mai/2004, 6 Wochen hatte ich starke Absetzungssymtome, dann ging es immer besser - von 30-50 tropfen Diazepam täglich auf 0 tropfen radikal(!) und ohne ärztliche Unterstützung, wozu ich nicht rate!!!)
seit 2002 Mirtazapin 30mg täglich
Absetzungsversuch:
25.06.05 -02.07.05=15mg (geht!), 03.07.05-07.07.05=7,5mg (geht!)
seit 14.07. 2005 = !!! 0,0mg !!! (ich versuche es jedenfalls)
12.09.05 = geht mir zusehends besser!
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27.05.2019:
Seit 2005 hat sich einiges geändert. Ich bin aufgrund meiner Krankheit wieder auf Diazepam.
Mal mehr mal weniger. Aber jeden Tag 2-3 Tropfen um die Unruhe und Instabilität zu bewältigen - aber die Tropfen wurden immer mehr. Um die Situation zu bewältigen habe ich heimlich genommen - immer bei Bedarf.
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Heute morgen 2 Tropfen. Heute mittag 2 und heute Abend 2-4 Tropfen.
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Zustand: die ersten Tage waren gut und gut Durchhaltbar. Letzten zwei Tage holt es mich ein. Zurück auf 2-2-2 Tropfen/Tag
01.06.19 - 07.05.19: ca 2 Tropfen morgens und ab und an mittags/nachmittags 1-2 tropfen, Abends 2 Tropfen
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mücke
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Beitrag von mücke »

Hi Hannes 90

Ich habe deine postings noch einmal gelesen, möchte hier zu verschiedenen Punkte meine Meinung mitteilen.

Es gibt verschiedene homoeopathische Mittel, die du einsetzen könntest. Das beste wäre, eine Heilpraktiker zu fragen. Über Bioresonanz könntest du testen lassen ob noch ADs in deinem Körper sind, auch eine Ausleitung ist über Bioresonanz möglich.
Bei einer Entgiftung ist es sehr wichtig viel zu trinken, am besten Wasser. Medikamentöse Unterstützung über homoeop. Mittel wäre gut, z.B. über Mittel, die die Leber, Nieren u. Lymphe anregen.

Somatiesierung
Hast du die Beschwerden vor der Einnahme der ADs auch schon gespürt, oder sind einige oder vielleicht alle erst nach Einnahme, bzw. nach dem Absetzen aufgetreten? Ich würde niemals ein Neuroleptikum wie Zyprexa einnehmen. Ich kenne es nur im Zusammenhang mit einer Psychose.

Gruss Annette
Hannes90XXX
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Beitrag von Hannes90XXX »

Hallo Annette,

ich nehme seit heute Zincum Valerianicum. Kennst du dich gut aus mit Homöopathie? Oder allgemein mit pflanzlichen Medikamenten?
Ehrlichgesagt, ich habe kein großes Vertrauen in diese Schüssler-Salze. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das was bringen soll. Hast du da andere Erfahrung?
Ja, viel trinken ist wichtig!
Die Muskelbeschwerden habe ich schonmal unter Remergil (30mg) gehabt und dann unter Trevilor. Jetzt nach dem Absetzen sind sie aber eher noch schlimmer geworden. Kann das sein?
Ich habe auch eine Ablehnung gegen Neuroleptika, aber ich habe schon oft gehört, dass Neurologen sie gerne gegen Angst, körperliche Beschwerden, und zur Unterstützung bei normalen unipolaren Depris geben.

Gruß
Hannes
Symptome: Müdigkeit, Angst, Schlafstörungen, Schwindel, Schwäche, Sehprobleme;
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Medikation:
28.01.05 - 03.02.05: Mirtazapin 7,5mg
03.02.05 - 10.02.05: Doxepin 100mg,
10.02.05 - 12-02.05: Zyprexa 5mg
13.02.05 - 18.02.05: nichts
19.02.05 - 22.02.05: Mirtazapin 7,5mg
23.02.05 - 01.03.05: Mirtazapin 15mg
02.03.05 - 31.03.05: Mirtazapin 30mg
01.04.05: Mirtazapin 45mg
02.04.05 - 02.05.05: Zyprexa 5mg (neben Trevilor)
02.04.05 - 31.05.05: Trevilor 375mg (wobei am Anfang alle 3 Tage um 75 gesteigert wurde)
01.06.05 - 01.07.05: Trevilor 300mg
02.07.05 - 04.07.05: Trevilor 225mg
04.07.05 - 29.07.05: Trevilor 150mg
29.07.05 - 10.08.05 stufenweise auf 0 reduziert. (Kügelchen zählen)
mücke
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Beitrag von mücke »

Hi Hannes

Zinkum valerianicum kenne ich, habe es aber nur kurze Zeit eingenommen, war wohl zu ungeduldig, habe weder eine pos., noch neg. Wirkung gespürt.

Schüsslersalze habe ich auch genommen, die Nr.7. Wenn du näheres darüber wissen möchtest:
www.schuessler-mineralstoffe.at

Muskelschmerzen hast unter Remergil u. Trevilor bekommen, nach Absetzen noch Verschlimmerung, also vor Einnahme der ADs nicht gehabt, richtig? Wenn ja, dann kann es nur an den Medikamenten liegen. Ich habe auch erst nach abruptem Absetzen starke Muskelschmerzen bekommen, war während der Einnahme nur wenig zu spüren.

Ich bleibe dabei: Neuroleptika gegen eine Somatisierung einzusetzen finde ich nicht richtig. Außerdem sind Neuroleptika auch nicht so harmlos, haben Nebenwirkungen, können Früh- aber auch Spätdyskinesien machen.

Gruss Annette
Hannes90XXX
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Beitrag von Hannes90XXX »

Hallo Annette,

Ja, die Muskelschmerzen habe ich erst seit den Medis Trevilor / bzw. Remergil. Du siehst ja in meiner Signatur, was ich wann genommen habe und das trat das erste mal an Ostern (Remergil-Zeit) auf. Unter Trevilor ist es dann erstmal weg gewesen und dann kam es mit der Zeit wieder. Hatte dann nach längerer Trevilor-Zeit auch immer ein Zittern und gleichzeitig ein Steifigkeitsgefühl in den Beinen und mein Neurologe hat sehr starke Reflexe (Knie) bei mir festgestellt. Deshalb auch meine Fragen im anderen Thread bzgl. Serotonin-Syndrom.
Und jetzt seit dem Absetzen von Trevilor sind diese Muskel"schmerzen" (ich würde eher sagen Dauermuskelkater oder Gliederschmerzen) stärker da.

Liebe Grüße
Hannes
Symptome: Müdigkeit, Angst, Schlafstörungen, Schwindel, Schwäche, Sehprobleme;
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10.02.05 - 12-02.05: Zyprexa 5mg
13.02.05 - 18.02.05: nichts
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02.03.05 - 31.03.05: Mirtazapin 30mg
01.04.05: Mirtazapin 45mg
02.04.05 - 02.05.05: Zyprexa 5mg (neben Trevilor)
02.04.05 - 31.05.05: Trevilor 375mg (wobei am Anfang alle 3 Tage um 75 gesteigert wurde)
01.06.05 - 01.07.05: Trevilor 300mg
02.07.05 - 04.07.05: Trevilor 225mg
04.07.05 - 29.07.05: Trevilor 150mg
29.07.05 - 10.08.05 stufenweise auf 0 reduziert. (Kügelchen zählen)
amanda

Beitrag von amanda »

Muskelschmerzen bekommt man auch wenn der Säure Basen Haushalt gestört ist. Wenn ich jetzt noch mal Muskelschmerzen oder Verspannungen habe glaube ich dass es sich um ein "leichtes" Angstsympthom handelt und wie schon beschrieben helfe ich mir dann mit Entspannungstechniken usw Gruss AMANDA
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo Hannes ich habe heute noch mal eine gute Erklärung von einem Facharzt bekommen. Wenn man Ads zu schnell absetzt können als Absetzsympthom die gleichen Sympthome auftreten wie bei den Nebenwirkungen. Gruss AMANDA
amanda

Hallo Hannes

Beitrag von amanda »

Konntest du vieleicht schon erfolgreich den einen oder anderen Tip von mir ausprobieren ???Gruss AMANDA
PhilRS
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UPDATES: fiese Neuigkeiten zu ZYPREXA

Beitrag von PhilRS »

Hi Hannes,

im gestern erschienenen Dt. Ärzteblatt steht eine dringende Sofortmeldung zu ZYPREXA: > Hier online nachzulesen.

Dazu muss man was erklären:
Rhabdomyolyse ist eine schlimmstenfalls lebensgefährliche Nebenwirkung verschiedenster Medikamente - Neuroleptika machen das eben manchmal auch, wir hatten das Thema schon.

Insgesamt am bekanntesten ist vielleicht die Sache mit LIPOBAY (>150 Tote infolge Rhabdomyolyse), später nicht ohne Grund "LIPOBAY-Skandal" genannt.

Auf den beiden Folgeplätzen dieser "Negativstatistik" der Rhabdomyolyse-Verursacher stehen die LIPOBAY-ähnlichen Medikamente Atorvastatin und Simvastatin (man nimmt heute einen Klasseneffekt an, d.h. die Cholesterinsenker machen irgendwie alle solche Schäden).

Dazu muss man außerdem wissen, dass SORTIS (Atorvastatin) eines der meistverschriebenen Medikamente hierzulande ist - m.W. sogar DAS am häufigsten verordnete Präparat überhaupt - und von 2 % der Deutschen (! - also 1,6 Mio. !!) genommen wird ... dazu und zu einem fast vergessenen Skandal übrigens hier.
Simvastatin wird ähnlich häufig genommen, ist viel billiger bei gleicher Wirkung.


Tja - und direkt dahinter auf Platz 4 folgt schon Olanzapin = ZYPREXA.
Das ist eine echte Gruselmeldung, denn unter Beachtung der deutlich niedrigeren ZYPREXA-Verordnungszahlen kann man eine wesentlich höhere Rhabdomyolyse-Rate vermuten als bei "Statinen" (= LIPOBAY, SORTIS & Co.)

OK ... das ganz aktuell zum Thema Risiko.
(Ich freue mich übrigens nicht, wenn ich mit meiner Schwarzmalerei Recht behalte. Ist viel zu oft der Fall.)
<hr>
Und nun noch was zum Thema Nutzen.

Kürzlich fand ich bei einer MedLine-Recherche diesen bemerkenswerten Beitrag aus 2004; online > hier im Volltext einsehbar.

Kurzfassung von dessen Kernaussage:
  • Es gibt KEINEN NUTZENBELEG für die neueren Neuroleptika (darunter ZYPREXA) bei anderen Störungen als den schizophrenen Psychosen !!

    Statt dessen das Übliche: Propaganda, schlecht getarnte Marketingmanöver, fachlich indiskutable Pseudo-Studien zwecks "Beleg" einer Wirkung, usw.
Diesen Artikel sollte man Psychiatern, die ZYPREXA als Halt's-Maul-Droge verschreiben, freundlich um die Ohren hauen.
-> damit meine ich sowas wie

* ausdrucken
* "sehen Sie mal hier, kennen Sie bestimmt, war doch letztes Jahr viel im Gespräch"
* "gibt es da eigentlich Neues - SIE wissen das doch bestimmt genau ?!"
* dann neuere Studien bzw. solche mit anderem Resultat erfragen,
> nur mit exakter Quelle akzeptieren (Kongress oder so zählt nicht).

... OK, die Auflösung vorweg: Es gibt nichts, nullo.

Ausschließlich Werbemüll, also angebliche Fallbeobachtungen, Empfehlungen ohne Datenbasis, Tierversuche ohne Sinn für den Menschen, usw. usf.

Eine einzige aktuelle Auswertung echter Daten bestätigt im Gegenteil: Olanzapin wirkt nicht überzeugend.
<hr>
Nutzen : Risiko = 0 : 1

Damit hat sich für dieses Mal die Frage "ZYPREXA nehmen oder nicht" wohl gründlich erledigt.
- Es sei denn, man ist Masochist, steht auf lebensgefährliche Schadwirkungen oder nimmt Medikamente sowieso nur, wenn sie nichts bringen außer Ärger :evil:

(Solche Leute gibt's nämlich tatsächlich - bei gewissen Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen beispielsweise.)

Grüße sendet
-PhilRS.
amanda

Beitrag von amanda »

Hallo PhilRS ich finde es unglaublich was du für Artikel findest. Wenn ich keine Ärztephobie hätte (besonders bei Neurologen) würde ich gerne mal einige deiner Artikel den entsprechenden Ärzten unter die Nase halten und wäre neugierig wie sie DARAUF reagieren. Sollte ich irgentwann in meinem Leben psychisch wieder so stabil sein wie früher werde ich es tun....versprochen . Gruss AMANDA
PhilRS
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Beitrag von PhilRS »

(bin verlegen)

... da finde ich eine Korrektur nötig:
amanda hat geschrieben:unglaublich was du für Artikel findest
OK, Danke für die Blumen.
Leider ist es nicht ganz so ruhmreich, wenn man genau hinsieht.

* Denn es ist gar nicht schwer - eine Sache von Minuten.
(Das Ausschließen des Gegenteils kostet die meiste Zeit = also in diesem Fall die Suche nach positiven Studien.)

Etwas zu finden, das die eigene Sichtweise belegt, das geht fix.
Ich melde mich aber nur in dieser Form, wenn absolut feststeht, dass ich damit fachlich auf der richtigen Seite bin, d.h. meine Position ist nicht angreifbar und ich muss mir keine Nachlässigkeiten vorwerfen.


* Nicht ruhmreich ist es demnach für diejenigen, die das Zeug massenhaft verschreiben - und dann von ihren "Erfahrungen" schwärmen (das Wort "Erfahrung" ist reiner Hohn, wenn man sie auf dem Rücken der Patienten "erwirbt" bzw. gar nicht so genau nachfragt, wie es denen geht).
würde ich gerne mal einige deiner Artikel den entsprechenden Ärzten unter die Nase halten und wäre neugierig wie sie DARAUF reagieren.
Das Peinliche ist, dass viele im Prinzip davon wissen, aber das Problem verdrängen. Ausrede: "wo wäre die Psychiatrie heute, wenn es keine Psychopharmaka gäbe?"

Das ist eine verdammt gute Frage.

Gruß + Dank
-PhilRS.
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