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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Dauer des (Langzeit-)Entzuges? - Erfahrungen

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
rosalienchen
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von rosalienchen »

Hallo..

Ich nehme seit 4,5 Jahren keine AD mehr.
Stecke zur Zeit in einer schlimmen Welle

Ich bin leider auch eine von vielen Langzritbetroffenen.

LG
Rosalienchen
mittelschwere Depressionen, Angst und Panik, Sept-Nov. trimiparin, weiss aber nicht mehr genau wieviel, musste es dann absetzen weil ich nicht mit klar gekommen bin,
seit november 2010 venlafaxin 37,5mg
nach 2 wochen hoch auf 75 mg
september 2011 von 75mg runter auf 37,5mg
starke stromstösse, übelkeit, nervosität, traurig, unruhig
genau weiss ich es nicht mehr ich glaube im dezember runter auf 18 mg und im januar auf 12,5mg dann im februar ganz abgesetzt
seitdem alle symptome die es gibt in verschiedenen abständen jeden monat was anderes habe ich das gefühl, seit märz betablocker morgens 25mg abends 25mg, nur mit nebenwirkungen zu kämpfen, seit anfang september nur noch morgens 25 mg, nebenwirkungen lassen langsam nach, seit 3 wochen nur ne viertel metobeta, jetzt seit einer woche nur noch jeden zweiten tag eine viertel metobeta, dann tgl. eine viertel metobeta also12,5mg, jetzt seit weihnachten aufgrund von herzstolpern und einer panikattacke wieder auf 25mg, seit april 2013 nur noch ein krümel also 12 mg metobeta, und ich glaube ich habe das schlimmste überstanden, sicherlich gibt es noch tage wo stundenweise symptome auftreten, aber es ist auszuhalten, ich sage mir immer das geht vorbei und motiviere mich selbst. im juli eine op mit kurznarkose, 2 wochen später kommen alle absetzerscheinungen wieder zurück, jeden tag was anderes, schwindel, üelkeit, frieren, schwitzen, zittern, weinerlichkeit ect
seit 30.10.2013 letzten krümel betablocker abgesetzt, nun medikamentenfrei.. symptome weiterhin stundenweise am tag... frieren, schwindel, muskelzittern, nackenverspannungen und schmerzen, blutdruck sehr niedrig, müdigkeit, stimmungsschwankungen,
Im Februar 2015 werden es 3 Jahre ohne Ad und mein Zustand ist oft einfach katastrophal.
Fibie77
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Fibie77 »

Hallo Rosalienchen,
das ist echt heftig,dass du schon so lange diesen Entzug durchmachen musst.
Tut mir sehr leid für dich :? :shock:
Wenn ich das so lese bekomme ich schon etwas Angst,dass es bei mir auch so sein könnte.
Oje, .... :shock:
Was ich noch kurz Berichten wollte,da mir die letzte Zeit immer so übel ist und ich heute morgen eine Tablette dagegen genommen habe (Vomex),
ist ca.ne halbe Stunde später,....der Supergau eingetreten.
Ich war wie auf Droge und es war echt heftig.
Ich bin dann so zur Arbeit gefahren und hab probiert den Tag irgendwie so durchzustehen.
Die Übelkeit war weg,den Tag über,......aber diese heftige Nebenwirkung,... war schon schlimm.
Ich habe noch so gedacht, so eine Vomex Tablette wird schon nix großes Anrichten können,aber das es so einschlägt,....echt arg.
Zu dem ganzen kam dann noch eine wahnsinnige bleiernde Mündigkeit dazu!
Nun liegt ich im Bett und hoffe morgen wird es besser,....
In Zukunft also keine Vomex mehr gegen Übelkeit, ..... :wink: :shock: :?
Liebe GRÜßE Fibie :party2:
- Februar 2011 Ohnmachtsanfall, ohne Diagnose. :shock:
In den darauffolgenden Monaten stellte sich starker Schwindel ein und eine gewisse Angst davon entstand. :(
Ich blieb nur noch zu Hause und ging nicht mehr gerne raus,wenn dann nur zur Arbeit.
- Von Februar 2011 bis April 2014 verschiedene Ärzte konsultiert, von Zahnarzt CMD Behandlung,über Chiropraktoren, und
Infusionen mit Mikronährstoffen war alles dabei.
- Es folgten in dieser Zeit,extreme Ängste,Verzweiflung, keine Energie und Kraft mehr,nur noch Verzweiflung wegen diverser
Symptome.
Meine Symptome veränderten sich und ich bekam einen kontinuierlichen Dauerkopfdruck und Augendruck.
- April 2014 Citolopram 10mg vom Hausarzt verschrieben bekommen.
- Juni 2014 Einweisung in Psychosomatische Klinik, für 8 Wochen.
- Wurde dort auf Cymbalta umgestellt für 2 Wochen,jedoch ist dies wieder gleich abgesetzt worden,da meine weißen
Blutkörperchen stark absanken.
- Von einem auf den anderen Tag,wurde Sertralin eindosiert.
Erst 25 mg und dann 50 mg in der darauffolgenden Woche.
- August 2014,wieder zu Hause und sollte dort noch bis auf 100mg hochdosieren, ging mir jedoch sehr schlecht dabei und
ich blieb bei 50 mg.
- März 2015 fing ich an das Medikament 50 mg Sertralin ganz langsam auszuschleichen, nach Absprache mit meiner
Ärztin.
- Ende Februar 2016 war ich auf 0mg mit dem Sertralin. :party2:
(bei den letzten Schritten ließ ich mir lange Zeit und dosierte mit Zoloft Tropfen ab).
- Seid dieser Zeit Absetzerscheinungen in Form von Sehstörungen, Kopfschmerzen,Übelkeit, komische Gefühle,Augendruck,
Blutzuckerschwankungen (dieser geht immer so tief runter),Benommenheit,.....
Die Symptome wechseln sich ab und sind mal nur leicht und dann wieder ganz stark da.

-Oktober 2016 . Absetzerscheinungen - Kopfschmerzen,Sehstörungen,trockene Augen,Schwindel ,,Blutzucker geht immer noch so tief in Keller,Übelkeit.

-November 2016 ( 9 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen die aufs Augen strahlen mit Übelkeit,
Blutzucker hat sich normalisiert,ab und zu noch trockene Augen

-Dezember 2016 (10 Monate 0 mg Sertralin)
Kopfschmerzen sind fast weg, jedoch wieder ziemliche Augenprobleme.
Schwipp-Schwapp im Kopf
-Januar 2017 (11 Monate nach 0 mg Sertralin)
Augenprobleme immer noch vorhanden
Schwipp- Schwapp im Kopf, Sodbrennen,
-Februar 2017 ( 1 Jahr auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme / Sehstörungen immer noch vorhanden !
Manchmal noch Schwipp-Schwapp im Kopf und wieder Kopfschmerzen.
-März 2017 (13 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme, ziemliche Benommenheit,Spannungskopfschmerzen.
-April 2017(14 Monate auf 0 mg Sertralin)
Augenprobleme,Benommenheit,Kopfschmerzen,extremes Tief(muss viel weinen,weil es nicht so recht besser wird)
-August2017(18 Monate nach null)
Starke Magenbeschwerden,Übelkeit,Sodbrennen,Kopfschmerzen,Augenprobleme

-Januar 2018 (23 Monate auf 0mg)
Augenprobleme (schlechteres Sehen und brennende Augen),manchmal noch leichte Gangunsicherheit,schmerzendes
Genick,Reizüberflutung im Kopf/brennen,nicht mehr so starke Spannungskopfschmerzen.
Langsam wird es besser,aber es ist noch nicht gut!
-Februar 2018 ( 2 Jahre auf 0 mg)
gouvion
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von gouvion »

Das ist ein sehr destruktiver Thread. Das wollte ich nicht. Und er verzerrt die Wahrheit: Es melden sich wahrscheinlich nur diejenigen, die im Langzeit-Enttug sind. All jene, die es geschafft haben, melden sich kaum. Aber das würde mich interessieren: Wie lange habt ihr gelitten?

Bitte schliesst doch den Thread. Thx
15.03.14 - 15.01.15: 10 mg Cipralex
15.01.15 - 20.02.15: 5 mg Cipralex
20.02.15 - 31.03.15: 2.5 mg Ciprlaex
seit 01.04.2015 auf 0mg

Absetzsymptome: Schlaflosigkeit, extremes Gähnen, teilweise starke Nervosität, generalisierte Ängste
padma
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von padma »

hallo Gouvion, :)

dieser thread ist nicht destruktiv.
Die user, die geantwortet haben sind deiner Bitte nachgekommen. Daher empfinde ich es als unhöflich, das als destruktiv zu bezeichnen. Die Langzeitbetroffenen sind extremem Leid ausgesetzt und haben sich dennoch die Mühe gemacht zu antworten.

Es gibt nicht die Wahrheit. Wahr ist, dass es Betroffene gibt, die sehr lange leiden, genauso ist es wahr, dass es Menschen gibt, die völlig problemlos absetzen können.

liebe Grüsse,
padma
Fluoxetin nach über 10 jähriger Einnahme zur Schmerztherapie abgesetzt
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sybsilon
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von sybsilon »

Gouvion,

ich finde es schon etwas frech, unsere Antworten als destruktiv zu bezeichnen.
Du wolltest wissen wie es uns ergeht und wie lange es dauert.
Jetzt hast du so viele Beiträge bekommen.
Weist du, viele denen es wieder gut geht sind nur noch wenig, oder gar nicht mehr hier im Forum unterwegs.

Hoffe mal du hast dich nur unglücklich ausgedrückt.

Sybsilon
Diagnose: Angst-Panikstörung
06/14 Venlafaxin 37,5 mg
07/14 Venlafaxin 75 mg
08/14 Venlafaxin 112,5 mg
10/14 Venlafaxin 75 mg
dann bis 02/15 Venlafaxin reduziert auf 37,5 mg
seit 14.2.15 auf anraten von Ärztin auf "0".
Seit Dezember 14 Schwindel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme, Ohnmachtsangst, Gangunsicherheit, elektrische Schläge im Magen, Panikattacken, Kribbeln Arm und Bein links, Massive Nackenprobleme. Herzrasen, Extrasystolen und starke Stimmungsschwankungen.
von 1.6.15-28.7.15 wieder Psychiatrieaufenthalt. 3 Wochen Mirtazapin erst 15mg dann 30mg aber wegen RLegs abgesetzt, dann Doxepin 25mg nacher Woche 50mg und nach ein paar Tagen auf 75mg aber wegen massiver Magenschmerzen, Suizidgedanken und RLegs auch abgesetzt.
Seit 20.7.15 Medikamentenfrei.
aktuelle Symptome: kribbeln, ziehen in Beinen und Armen, Leichte Übelkeit( nicht immer), sehr nervös, sehr geräuschempfindlich, vermehrte Panikattacken. Ab und zu Herzstolpern, aber nicht mehr so häufig. Das Haus zu verlassen fällt mir schwer.
Oktober 2015 :
Immer wieder Gangunsicherheit, leichter Schwindel und Übelkeit. Das löst Angst und Panik bei mir aus.
Einen Versuch mit Laif900 (Johanniskraut) gestartet aber wieder abgesetzt wegen Symptomverstärkung.
Ab 04.11.2015 Aufenthalt psychosomatische Klinik
Seit 19.1.16 wieder zu Hause. In der Klinik 3 Tage Trimipramin 12,5mg ausprobiert, aber zu starke NW.
Seit 27.1.16 Wiedereingliederung im Job, Beginn mit 4Std am Tag, danach sehr erschöpft, aber ansonsten wenig Symptome. Gegen Abend (ab ca.18.00Uhr) inneres Frieren und ganz leichte Übelkeit mit leichtem Magendrücken.
Stand 13.2.2016: Magenprobleme mit Rückenschmerzen, Rücken übersät mit großen Pickeln, Schlafprobleme, nach Vit.D Einn. Panikattacke.
4.3.16 Im Moment Welle/sehr erschöpft. Blutuntersuchung :B12=350, Vitamin D =18,1, Ferritin=15,5. Von Eisentabletten schon nach 1Tag Herzrasen mit Panikattacke. Abgesetzt. Ich vertrage absolut gar nichts mehr.
6.4.16 habe noch leichte Stimmungsschwankungen, Frieren in den Abendstunden nach der Arbeit (ca. 17-19 Uhr), Energiebereich schwankt sehr, Nackenschmerzen. Seit 1.4.16 nehme ich Nachtkerzenöl Kapseln, und ich habe das Gefühl sie tun mir gut.
18.6.16 Ich habe wenig Energie. Arbeite wieder voll seit 8.3., aber es strengt sehr an. Kann abends und am Wochenende Nichts unternehmen. Bei Anstrengung kommt leichte Übelkeit. Kann meine Vitaminspeicher nicht auffüllen da ich noch immer Nichts vertrage .:zombie: .Gefühle sind sehr gleichgültig und irgendwie macht mir alles keinen Spaß und ist sinnlos.
Seit 14.2.2015 "0" Venlafaxin
Seit 20.7.2015 "0" Mirtazapin und Doxepin
Seit 21.7.2015 definitiv medikamentenfrei!!!!
Zustand 21.7.2016: sehr erschöpft, leichte Übelkeit hin und wieder, kribbeln in linker Hand und Fuß und linke Gesichtshälfte. Psyche ganz o.k.! Blutwerte 21.7.2016: Vit.B12 253;Ferritin 19,5;Vit.D 31.
18.8.16:Entfernung Kupferspirale
Zustand 24.8.16: Seit 2 Tagen total erschöpft, Kopfrauschen, Nackenschmerzen, Übelkeit aber nicht vom Magen verbunden mit depressiver Stimmung, fast keinen Geruch und Geschmackssinn. Kein Durst- und Hungergefühl.
16.10.16: Zustand viel besser seit Kupferspirale entfernt. Ausschlag auf Rücken nahezu weg. Übelkeit weniger, depressive Stimmung nur noch etwas in der Zeit um die Regel. Brauche noch viel Ruhe und vertrage keine Hektik und Stress mehr. Energie etwas mehr vorhanden.
20.3.17 Vitamin D und B12 vertrage ich wieder.
20.12.17 Übelkeit so gut wie weg.
Nospie

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Nospie »

Hallo,
gouvion hat geschrieben: Das ist ein sehr destruktiver Thread. Das wollte ich nicht. Und er verzerrt die Wahrheit
Im Moment sieht "die Wahrheit" hier im Forum nun mal so aus,es ist natürlich nicht das,was du hören wolltest :wink: .
gouvion hat geschrieben:Es melden sich wahrscheinlich nur diejenigen, die im Langzeit-Enttug sind.
Die Leute,die nicht mehr im Entzug sind,wirst du hier nicht finden,sie schreiben eventuell einen Schlußbericht (oft genug
leider auch nicht) und dann ist man froh nichts mehr mit diesem Thema zu tun zu haben.
Ist doch verständlich.
Ich habe mich am Anfang durch massig viele threads gewühlt und die Leute angeschrieben,gab leider kaum Rückmeldungen.
Aber bei einem Betroffenen hat es etwas über 3 Jahre gedauert,er wollte aber nicht mehr ins Forum,keine Ahnung warum.....
gouvion hat geschrieben:Das ist ein sehr destruktiver Thread.
Ich finde ihn sehr interessant,außerdem hat man mal einen Überblick.
gouvion hat geschrieben: All jene, die es geschafft haben, melden sich kaum. Aber das würde mich interessieren: Wie lange habt ihr gelitten?
Wenn ich durch bin werde ich meine wiedergewonnene Zeit bestimmt im realen Leben verbringen !!
Und denen ,die durch sind,wird es nicht anders gehen!
Gruß
Nospie
Jamie
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Jamie »

Hallo, :)

es ist nun mal leider so, dass diejenigen, die relativ glatt (und damit verbunden oft auch zügig) durch den Entzug gekommen sind, dem ADFD den Rücken zuwenden und das war´s. Oft nicht mal mit Abschlussbericht, was uns sehr enttäuscht.
Diese tragen sich dann auch logischerweise nicht in diese Liste ein.

Es spiegelt auch die "Konsum" ("Gib mir, hilf mir") - und "Gratismentalität" dieser Zeit wider; man könnte ja meinen, dass vielleicht auch Leute, die nicht so gelitten haben und bei denen es schnell ging, vielleicht etwas an die Gemeinschaft zurückgeben würden und hier regelmäßig reingucken würden, um anderen ab und an etwas Trost und support zu spenden... aber eher friert anscheinend die Hölle zu... :sad-angel: [natürlich gibt es auch Ausnahmen <3 ].

Grüße
Jamie
...........SIGNATUR...............


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pina
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von pina »

Hallo,

ich kann verstehen was mit destruktiv gemeint ist.
Sicher war es nicht persönlich gemeint, aber es ist in der Tat erschreckend die Antworten zu lesen wenn noch nicht mal Null erreicht wurde.

Es ist als würde nach dem Regen nur die Traufe folgen und die Hoffnungslosigkeit bzw. Ängste nie aus dem Albtraum zu erwachen wird gefördert.

Auf der Suche nach etwas positiven Feedback. Eine Stärkung in der schweren Zeit des Absetztens, hat G. genau das Gegenteil gefunden. Die harte Realität und das auch nach 0 noch eine schwierige lange Zeit kommt bzw. kommen kann.

Nehmt es ihm nicht übel, denn es ist erschreckend das zu lesen, aber es ist auch wichtig.

Wichtig zu wissen was kommen kann und wichtig ist auch trotzdem nicht aufzugeben.

LG, pina
Ich bin seit 2018 auf Null und seit Frühjahr 2022 geht es mir gut. Ich habe es geschafft :party2:

Von 120mg auf 0 mg CYMBAL*TA:

0 - 0 - 0 seit dem 08.07.2018

1 - 0 - 0 = 0,11 mg seit 21.05.2018
2 - 0 - 0 = 0,22 mg seit 01.05.2018
3 - 0 - 0 = 0,33 mg seit 09.04.2018
3 - 1 - 0 = 0,45 mg seit 04.03.2018
3 - 2 - 0 = 0,56mg seit 30.01.2018
3 - 3 - 0 = 0,6666mg seit 29.12.2017
4 - 3 - 0 = 0,777mg seit 18.09.2017
4 - 4 - 0 = 0,8888 mg seit 02.09.2017
5 - 5 - 0 = 1,1 mg seit 13.08.2017
6- 6- 0 = 1,3 mg 08.08.17
7- 7-0 = 1,5 mg 25.07.2017
8- 8- 0 = 1,7777... mg seit 08.07.2017
9 - 9- 0 = 2 mg seit 01.07.17
10 - 10 - 0 seit 04.06.2017 = 2,22 mg
13 - 13 - 0 Kügelchen = 2,89 mg seit 30.04.2017
Es geht weiter - diesmal wieder normal und kein MT
Von 21 - 21 - 0 bin ich auf 17 - 17 - 0 Kügelchen = 3,78 mg seit 06.03.2017
von 25 auf 2x 21 Kügelchen, das entspricht 2,3 mg - 2,3 mg = 4,6mg aktuell seit November...
27.10.2016 25 Kügelchen - 25 Kügelchen -0
3,3mg - 3,3mg - 0 seit 27.07.2016 (30 Kügelchen -30Kügelchen - 0)
4,5 mg - 4,5 mg - 0 seit 04.06.2016 genaue Dosis Berechnung ab dem 30.06.2016( 41 Kügelchen - 41 Kügelchen -0)
---------- Werte nicht genau, da Kapsel immer mitberechnet wurde:
8,01mg - 8,01 mg - 0 seit 30.06.2016
8,91 mg - 8,91mg - 0 seit 04.06.2016
9,91 mg - 9,91 mg - 0 seit 02.05.2016
11,6638mg - 11,6638mg - 0 seit 09.04.2016
13,867mg - 13,867mg - 0 seit 05.03.2016
17,35mg - 17, 35 mg - 0 mg seit 15.01.2016
18,86mg - 18,86 mg - 0 seit 19.09.2015
20,5 mg - 20,5 mg seit 14.08.2015
22,32 mg - 22,32 mg 24.07.2015
24mg - 24mg- 0 19.06.15
27mg - 27 mg - 0 24.05.2015
12.11. 2014 bis 23.05.2015 erhöht auf 30mg - 30mg - 0
13,68 mg - 13,68mg - 0 seit 04.11.2014
15,2 mg - 15,2mg - 0 seit 11.10.2014
18, 05mg - 18, 05mg- 0 seit 11.09.2014
19,22mg - 19,22mg - 0 seit 30.08.2014
25, 7mg - 25, 7 mg - 0 seit 14.08.2014
30mg - 30mg - 21.05.2014
4,45gn - 4,45gn - 0 gn seit 29.04.2014
4,98gn - 4, 98 gn - O seit 09.02.2014
5, 24gn - 5, 24 gn-O seit 28.12.2013
4, 82gn - 4, 82gn - 0 seit 26.12. 2013
5.24 gn - 5.24gn - 0 seit 01.12.2013 (ab hier mit Waage)

52 - 52 - 0 Cymbalta seit 01.11.2013
54 - 54 - 0 Cymbalta seit 29.09.2013
60 - 60 - 0 Cymbalta seit Juli 2011

Sommer 2011 schwere depressive Episode
Nospie

Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Nospie »

Hallo :group: ,
pina hat geschrieben: Auf der Suche nach etwas positiven Feedback. Eine Stärkung in der schweren Zeit des Absetztens, hat G. genau das Gegenteil gefunden. Die harte Realität und das auch nach 0 noch eine schwierige lange Zeit kommt bzw. kommen kann.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen,es ging mir doch auch so,ich war am Anfang zumindest gefühlte Monate
rund um die Uhr hier auf der Suche nach genau DIESER Antwort : Wie lange ?????
Mittlerweile weiß ich,dass es sie nicht gibt,es ist zu individuell.
Auf Paxil Progress hatte sich mal jemand die Mühe gemacht solche Daten zu sammeln,leider ist PP vom Netz und ich
habe nicht schnell genug geschaltet und mir die Daten ausgedruckt,ich weiß nur noch:
Zwischen ca 1 Jahr und ca 6-7 Jahren war alles dabei.
Wäre halt echt wichtig,wenn Betroffene,die wieder gesund sind,das auch hier im Forum schreiben würden.
Sie haben wohl auch genauso nach positiven Berichten gesucht wie wir alle hier.......
LG
Nospie
Linus2015
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Linus2015 »

Hallo zusammen,

ich finde die Abfrage sehr interessant und sie hat mich obendrein daran erinnert, meine
Signatur zu aktualisieren. Die Reihenfolge der Verbesserung und die Zeiträume
scheinen generell sehr individuell zu sein. Ich habe gelernt, nicht mehr in Tagen
und Wochen sondern in Monaten und Quartalen zu denken.

- Magen- Darm Probleme bestehen aber nach wie vor, insbesondere Darmstauungen / Koprostase;
durch Flohsamen aber ganz gut in den Griff bekommen (seit Mai 2016 / 7 Monate)
- Durchschlafstörungen haben sich gebessert, ich schlafe wieder ca. 6 bis 7 Stunden (seit März 2016 / 5 Monate)
- Häufiger Gang auf die Toilette auf maximal 1 Mal pro Nach reduziert (seit April 2016, 6 Monate)
- Angstzustände gebessert seit Februar 2016 / 4 Monaten
- Innere Unruhe gebessert, ich muss nicht mehr permanent in Bewegung sein, sondern kann auch ruhig sitzen

- nicht verbessert sondern teilweise eher verschlechtert haben sich (neurologische) Beschwerden wie
- massive Nackenkrämpfe
- massive Sehstörungen und Skotome besonders am Nachmittag
teilweise auch bedingt durch Grünen Star und Visual Snow Syndrom
=> http://eyeonvision.org/visual-snow.html
- Schwindelanfälle und Gangunsicherheit
=> fühlt sich an, als ob es vom linken Ohr ausgeht
- Blutdruck normal, aber Herzschlag konstant niedrig bei 50 Schlägen pro Minute
- frierend wie Schüttelfrost aber kein Fieber
- ungewöhnlich trockene Hände, Hände kribbeln und schlafen leicht ein
- massive körperlich und geistige Erschöpfung, aber ich kann jetzt auch bis 23 Uhr aufbleiben
- häufig Gefühl der Depersonalisierung, als ob ich das Bewußtsein bzw. den Verstand verliere,
habe ich aber seitdem ich Mirtazapin genommen habe nicht erst nach dem Absetzen

Schöne Grüße

Linus
Mein ADFD Thread

Meine Erfahrungen beim Absetzen von Mirtazapin
[spoil]
1985 bis 2014 mit Unterbrechnungen: Maprotilin 10/12,5 mg

Mai bis Sep 2014: Citalopram bzw. Escitalopram 10/20 mg, kalt abgesetzt wg. Aura jeden Tag

Okt bis Nov 2014 Versuch mit 5-HTP von ZeinPharma 50 bzw.100 mg. ohne Wirkung

Jan / Feb 2015 Bidicin (=> Glycin) von BIOTIKI zur Beruhigung, begrenzte Wirkung

Mär 2015 4 Tabletten Maprotilin 25 mg, 2 je Tag, dadurch Visual Snow Syndrome bekommen

Apr bis Aug 2015 und Aug bis Nov 2015: Zwei Klinikaufenthalte

Mai bis Aug 2015: Tavor / Lorazepam bis zu 3 mg

Mai bis Juli 2015: Mirtazapin eingeschlichen von 15 mg über 30 mg auf 45 mg (abends)

Aug bis Dez 2015: Mirtazapin ausgeschlichen
(1) Schritt von 45 mg auf 30 mg (6 Wochen bis zum 10. September 2015)
- Angstzustände
=> nach 6 Wochen stabilisiert
(2) Schritt von 30 mg auf 15 mg (5 Wochen ab dem 10. September bis zum 15. Oktober 2015)
- Schwindel und Gleichgewichtsstörung
- Angstzustände
=> nach 6 Wochen stabilisiert
(3) Schritt von 15 mg auf 7,5mg (2 Wochen vom 15. Oktober 2015 bis zum 28. Oktober 2015)
- 8 Tage durchgehend massive Herzschmerzen mit leichter Atemnot
=> danach Besserung, deshalb ..
(4) Schritt von 7,5 mg auf 0 mg (seit dem 28. Oktober 2015)
=> Refluxkrankheit, Speiseröhre entzündet
=> behandelt mit Pantoprazol / Esomeprazol, nach 8 Wochen abgesetzt

Stand Juli 2016 - nach ca. 9 Monaten auf 0 mg
- Reflux Symptome gebessert
- Magen- Darm Probleme durch Flohsamen in den Griff bekommen (seit Mai 2016 / 7 Monate)
- Durchschlafstörungen gebessert, schlafe ca. 6 Stunden (seit März 2016 / 5 Monate)
- Stuhlgang einmal pro Nacht
- Angstzustände gebessert (seit Februar 2016 / 4 Monaten)
- Innere Unruhe gebessert, muss nicht mehr permanent in Bewegung sein, sondern kann auch ruhig sitzen

Eher verschlechtert haben sich neurologische Beschwerden wie
- Nacken- / Gesichtskrämpfe
- einseitiger Kopfdruck links
- Sehstörungen und Skotome bedingt durch Grünen Star und Visual Snow Syndrom
- Schwindelanfälle und Gangunsicherheit
- Schüttelfrost ohne Fieber
- trockene Hände, Hände kribbeln und schlafen leicht ein
- massive körperlich und geistige Erschöpfung, aber ich kann jetzt auch bis 23 Uhr aufbleiben
- häufig Gefühl der Depersonalisierung, als ob ich das Bewußtsein bzw. den Verstand verliere

Stand Januar 2018 - nach ca. 26 Monaten auf 0 mg
Verbesserung des Zustands aber noch neurologische Beschwerden
- Körperliche und geistige Erschöpfung
- Verschlechterung der Sehstörungen bedingt durch Glaukom und Visual Snow Syndrom
- körperliche Probleme aufgrund Small Fiber Polyneuropathie

Stand Mai 2019 - nach ca. 42 Monaten auf 0 mg Mirtazapin
- Keine klassischen psychischen Absetzsymptome
- Geblieben sind Beschwerden, die sich durch Schädigung der Sehnerven und der kleinen
unmyelinisierten peripheren Nervenfasern erklären lassen.
Beides kann durch Antidepressiva verursacht worden sein,
siehe https://rxisk.org/complex-withdrawal-model/ (Rxisk - Making Medicines safer for all of us)
- konkret:
- Glaukom ( Grüner Star) und Visual Snow Syndrom (=> https://www.visualsnowinitiative.org/ )
- Small Fiber Neuropathie
[/spoil]
linka
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von linka »

Hallo,
ich gehöre wohl zu denjenigen, die mit dem Entzug durch sind und sich hier nicht mehr so oft melden. Ich bin dem Forum aber so dankbar, denn es war mir in der schlimmsten Zeit meines Lebens eine sehr sehr grosse Hilfe. daher lese ich immer noch regelmässig rein.
Ich bin seit gut 7 Monaten auf Null. Da ich diverse Psychopharmaka - von Neuroleptika, über Benzos und Antiepileptika bis hin zi verschiedenen ADs - über verschieden lange Zeiträume genommen habe und teilweise nicht ausgeschlichen habe und über ein Jahr lang zusätzlich noch mehrere Antibiotika gleichzeitig in Hammerdosierungen eingenommen habe, fällt es schwer, eine eindeutige Aussage zu treffen, wie lange der Entzug von meinem "Hauptmedikament"Cipralex gedauert hat. Ich bin aber seit ca. 2 Monaten nahezu symptomfrei was Entzugssymptome angeht. :D
Also gebt die Hoffnung nicht auf! Ich war auch zwischendurch hoffnungslos, vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an mich, aber ich wage es mal zu sagen, dass ich es geschafft habe,
Haltet durch!
lg linka
Grunderkrankung: unbekannt! Verdacht auf Bartonellose, Magnesiumverlusterkrankung
Medis
April 2009 - Jun. 2009: ca. 7 Wo. Sulpirid (50 mg abends und morgens)
Juni 2009: ca. 2 Wo. Paroxetin 20 mg zusätz. zum Sulpirid; bei Bedarf zusätz.
Ende Juni 2009: Sulpirid abrupt abgesetzt, Paroxetin nach zweiwöchiger Einnahme abgesetzt bzw. Umstellung auf Cipralex 20 mg
zusätz. für 2 Wochen Seroquel (Dosierung im Nachhinein unbekannt)
Bis Ende Juli 2009: für ca. 6 Wo. Cipralex 20 mg + Alprazolam 0,5 mg; danach einfach abgesetzt
Juli 2010 und Jan. 2011: jeweils 4 Wo. Antibiotika in Form von täglichen Infusionen
April 2011 - Sept. 2011: zwei weitere Antibiotika-Therapien über mehrere Monate und zusätzlich wieder Cipralex in (leider!!!) wechselnder Dosierung zwischen 5 mg und 15 mg (über etwa vier Wochen "ausgeschlichen")
Jan. 2012: nach totalem Zusammenbruch Mirtazapin 15 mg für 3 Wochen, dann 1,5 Wochen 7,5 mg und 1 Woche 3,75 mg, danach auf 0.
Gleichzeitig Wiedereinstellung auf Cipralex 10 mg
Seit Ende Jan. 2012 nun Cipralex 10 mg
Mai 2013: Reduzierung auf 5 mg
nach vier Wo. auf 4 mg
nach weiteren 3 Wo. auf 3 mg
nach 2 Wo. auf 2 mg
nach 2 Wo. auf 1 mg
dann nach einer Woche auf 1 mg starke Depression, Unruhe, Kribbeln, Brennen der Füße, Schmerzstiche im Knie und anderen Körperteilen, Schwindel, Benommenheit etc.
zurück auf 2 mg
erst leichte Stabilisierung dann "Fast"-Zusammenbruch nach 9 Tagen mit totaler Depression, Verzweiflung, Übelkeit, Zittern, Schwitzen, Frösteln etc.
31.07.13: zurück auf 3 mg
04.08.13: 4 mg
07.08.13: freiwillig in Klinik, da nicht mehr aushaltbar
08.08.13: 5 mg
21.08.13: Klinikarzt verordnet Abdosierung auf 4,5 mg
01.09.13: aufgrund großer Verunsicherung in der Klinik erneuter Zusammenbruch, lasse mir Lyrica aufschwatzen, 2x 50 mg
01.12.13: 4 mg Cipralex
Seit Jan. 14 Abdosierung Lyrica, Seit Mitte April 14 auf Null
26.07.14: 3,8 mg Cipralex
27.08.14: 3,6 mg Cipralex
05.10.14: 3,4 mg Cipralex
08.11.14: 3,1 mg Cipralex
01.01.15: 2,8 mg Cipralex
03.02.15: 2,5 mg Cipralex
03.03.15: 2,2 mg Cipralex
01.04.15: 2 mg Cipralex
29.04.15: 1,8 mg Cipralex
24.05.15: 1,6 mg Cipralex
Mai - Oktober 2015: alle vier Wochen um 0,2 mg reduziert, aktuell bin ich bei 0,3 mg und in vier Wochen geht's auf Null!!!
seit 03.12.15 MEDIKAMENTENFREI :haha:
Maxi71
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Maxi71 »

Hallo Entzugler ;-),

hier von mir auch ein paar Zahlen etc.: Ich habe den Cocktail aus Neuroleptika, Antidepressiva, Benzos, Antiepileptika über insgesamt ca. 3-4 Jahre ausgeschlichen, mit den AD angefangen, dann die Antiepileptika, am Ende das Zeldox (NL), - dieses über zwei Jahre. Helfer waren Naturheilpraktiker, die Broschüre vom DGSP "Neuroleptika reduzieren und absetzen", jahrelange Netz- und Buchrecherche sowie Kontakt zu Betroffenen. Dieses Forum habe ich leider zu spät gefunden, es gibt aber andere Foren, die zumindest ein Verständnis für die Erkrankung schaffen.

Seit dem 6.2. 2016 bin ich "sauber", wenn man von Laif 900 absieht, von dem ich gerade die letzten Krümel nehme. Seitdem geht es stetig bergauf, was die Lebendigkeit betrifft, meine Fähigkeit, die Mitwelt zu "erkennen", Emotionen auszudrücken. Es gab einige steile Abstürze, denen aber immer Stress vorausging (Streit mit Mitmenschen in diesem Falle). In den letzten Wochen hat sich aber auch das stabilisisert. Ich bin in der glückliche Lage, nach außen so viel Normalität vorgeben zu können, dass niemand in meinem Umfeld mir meine Probleme anmerkt (ausgenommen mein Partner natürlich). Ich mache meine Krankheit nur selten zum Thema, weshalb die meisten nichts davon wissen und mich "normal" behandeln ;-), was aber auch bedeutet, dass ich keinen "Welpenschutz" genieße, ich also immer gut funktionieren muss. Um dieses Bild aufrecht zu erhalten, arbeite ich mit meinem Kopf - ich beobachte andere und ziehe rationale Schlüsse, wie ICH mich zu verhalten habe. Das sogenannte Bauchgefühl habe ich leider nicht, was die Dinge erschwert (und erklärt, warum Kommunikation so anstrengend ist).

Alles in allem ist das Leben ohne Medis bunter, lebendiger, einfach beglückender. Gewisse "Nachteile" sind die erhöhte Reizoffenheit, Geräuschempfindlichkeit, generelle Belastungsschwäche. Das sind aber keine Nachwirkungen (bei mir), sondern das ist mein normales Ich, wie ich es von früher kenne. Was geblieben ist: eine gewisse Selbstentfremdung, das Gefühl, sich nicht mehr zu kennen, neben sich zu stehen, eine andere Person zu sein als die vertraute. Keine Geborgenheit im eigenen Körper und Leben. Alles auf dem Sprung, alles veränderbar.

Liebe Grüße, Maxi
1.3.2010 - 1. Diagnosestellung F 20 (paranoid-halluzinatorische Schizophrenie) :zombie:

1.3.2010-26.4.2010 in stationärer Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 200-200-0mg
Lorazepam (Tavor): 0-0-0,5mg
Biperiden (Akineton ret.): 4-2-0mg
Escitalopram (Cipralex): 10-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Während des stationären Aufenthaltes wurde auch Abilify eindosiert, von 5mg auf 15mg erhöht, was wegen starker innerer Unruhe, Antriebssteigerung, Getriebenheit, Nervosität und Gereiztheit bei latenter Suizidalität zurückgefahren wurde. Nach fraktionierter Beendigung der Einnahme von Abilify gingen diese Symptome zurück.

31.5.2010-9.7.2010 tagesklinische Behandlung

Entlassungsmedikation:

Solian (Amisulprid): 100-200-300mg
Biperiden (Akineton ret.): 2-0-0mg
Escitalopram (Cipralex): 20-0-0mg
Pantoprazol: 0-0-20mg

Solian wird später auf Zeldox (Ziprasidon) gewechselt wegen starker Gewichtszunahme.

Beginn des Absetzens:

zuerst Akineton (keine Aufzeichung)
danach Cipralex (keine Aufzeichung)

ab 8.8.2014 Lamotrigin (1 Tag genommen, 1 Tag nicht, bis raus.)

ab November 2014: Beginn des Absetzens Zeldox in kleinen und immer kleiner werdenden Schritten, am Ende als Suspension, um in Minischritten (1mg) absetzen zu können. Am 6.2.2016 letzte Dosis Zeldox = Einnahme aller Psychopharmaka beendet.

Nach 12 Monaten erneut Symptome, nach 4 Wochen abwarten Besuch in der Klinik - Diagnose: 2ter Schub F 20. :zombie:

Medikation: ab 23.3.2017-18.5.2017 Zeldox 20-0-20mg

Wegen Sedierung und Ängsten Wechsel auf Abilify:

19.5.2017 - 24.5.2017

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 5-0-0mg

25.5.2017 - aktuell

Zeldox (Ziprasidon): 0-0-20mg
Abilify (Aripiprazol): 10-0-0mg

geplant ist eine Monotherapie mit Abilify: 15-0-0mg

AKTUALISIERT am 6.3.2019

seit März 2018

Venlafaxin 75mg + Zeldox 20mg
Venlafaxin Wochen später aufdosiert auf 111,5mg

April 2018 3-wöchiger Klinikaufenthalt wegen massiver Ängste und damit verbundener Atemprobleme

Juni 2018
Zeldox aufdosiert auf 40mg (erneute Psychose) :zombie:

Juli 2018 4-wöchiger Klinikaufenthalt

Ab Herbst 2018 langsames Runterdosieren von Zeldox mit Suspension
auf aktuell 27mg/tgl. sowie Venlafaxin von 111,5mg auf 75mg

Februar 2019 Reduktion Venlafaxin
von 75mg auf 37,5mg

4. März 2019 Reduktion Venlafaxin
von 37,5mg auf 0

6. März 2019 wieder eindosieren Venlafaxin wegen starker Entzugssymptome
Arianrhod
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Arianrhod »

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich hier erst angemeldet, NACHDEM ich mit dem Entzug der NL durch war, leider kannte ich dieses tolle Forum vorher einfach nicht....
warum habe ich mich angemeldet? Obwohl ich ja wieder ein RL habe, es ist aber so, dass ich mich ein wenig als Aktivistin gegen NL verstehe und gerne anderen helfen möchte,
außerdem
nehme ich Pregabalin gegen Schmerzen und habe erst hier erfahren, dass das auch psychoaktiv ist, gerade werde ich super unterstützt beim Ausschleichen, danke.

ich finde diesen thread nicht destruktiv

habe eine Frage, kam mir so, als ich eure postings las.
Maxi71 hat geschrieben:Alles in allem ist das Leben ohne Medis bunter, lebendiger, einfach beglückender. Gewisse "Nachteile" sind die erhöhte Reizoffenheit, Geräuschempfindlichkeit, generelle Belastungsschwäche. Das sind aber keine Nachwirkungen (bei mir), sondern das ist mein normales Ich
Kann es sein, dass es Leuten, die NL abgesetzt haben, besser geht als denjenigen, die AD abgesetzt haben? , oder ist das nur mein Eindruck?

Die NL- Absetzer - ich ja auch - schreiben ziemlich viel davon, dass die Welt wieder bunter ist und dass das Gehirn wieder besser funktioniert. Haben diejenigen, die AD absetzen, dieses Empfinden auch?

oder konkreter:
was hat sich für euch verbessert?

liebe Grüße Arianrhod
[spoil]2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php ... 47#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

Ich weiß mittlerweile 2019 , dass ich Asperger- Autistin bin .
Luna
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Re: Dauer des Entzuges? - Bitte eintragen (Übersicht)

Beitrag von Luna »

Ich bin seid etwas über einem Jahr auf 0 und absolut Pillenfrei.Ich nehme gar nichts mehr an Pillen.
Von Gesund bin ich noch Meilen entfernt aber ich kann soweit Leben.Meine Zig Symptome konnte ich minimieren.
Die erste Zeit war der Horror aber mittlerweile geht es mir teils sogar gut. Ich muss vieles beachten aber das ist ok. Es ist ein steiniger Weg aber er wird irgendwann nach und nach leichter werden und die Hoffnung trage ich immer bei mir.
Kann es sein, dass es Leuten, die NL abgesetzt haben, besser geht als denjenigen, die AD abgesetzt haben?
Ich denke,dass es verschieden ist. Es gibt Leute,die nach NL heftige Langzeitschäden haben und andere nicht. So wird es auch wohl aussehen mit AD und Benzo und auch anderen Pillen,die man sehr lange einnimmt. Chemie lange einnehmen ist nie auf Dauer gesund aber in manchen Fällen geht es nicht anders ohne Medikamente.Wenn es geht dann sollte man sich von sowas lösen und ausschleichen.
Haben diejenigen, die AD absetzen, dieses Empfinden auch?
Ja :D Ich sage immer,dass ich mit AD im Nebel gesessen habe und nu ohne AD lebe ich und meine Wahrnehmung ist intensiver. Ich kann ein Spaziergang im Wald ganz anders genießen oder schwimmen im Meer oder die Luft in den Bergen spüren/riechen/genießen. Sowas ist mit AD an mir vorbei gegangen.
Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.
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