Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Abnehmen

Das Absetzen von Psychopharmaka bedeutet oft eine Herausforderung für Körper und Seele. Bestimmte Beschwerden können verstärkt werden oder auch erstmals auftreten. Hier finden sich Infos und Diskussionen zu entzugsbedingten Gesundheitsthemen.
badsidejoe
Beiträge: 25
Registriert: Donnerstag, 15.12.16, 0:06

Re: Abnehmen

Beitrag von badsidejoe » Samstag, 28.07.18, 23:59

Das ist interessant, danke für die Antwort! Konkrete Studien gibt es also nicht zu dem Thema?
Escitalopram:

Seit Juni 2015 10 mg: Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen und Asthma, psychisch stabil
Juni - August 2016 Wochenweise -1mg auf 5mg:
problemlos, obige Symptome bestehen, psychisch aber stabil
20.12.2016 4,2 mg problemlos
18.01.2017 3,5 mg problemlos
09.02.2017 2,8 mg depressiv und Schlafprobleme
22.02.2017 3,2 mg Symptome bessern sich
April 2017 2,8 mg problemlos
29.06.2017 2,4 mg problemlos
31.07.2017 1,8 mg

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6839
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 22114 Mal
Danksagung erhalten: 10355 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von LinLina » Sonntag, 29.07.18, 7:13

Hallo badsidejoe :-)
Es gibt Studien dazu, aber bei SSRi ist über die Ursache der Gewichtszunahme soweit ich weiß nichts konkretes bekannt.

Hier ein Artikel dazu

https://psylex.de/psychopharmaka/antide ... nahme.html

Link zur Studie

https://www.bmj.com/content/361/bmj.K1951
Conclusions and policy implications

Initiation of antidepressant drugs shows a strong temporal association with weight gain, which is greatest during the second and third years of treatment. During the second year of treatment, the risk of ≥5% weight gain is 46.3% higher than in a general population comparison group. These associations are consistent across a wide range of clinical, social, and demographic characteristics. The increasingly widespread use of antidepressants is of concern in the context of the increasing prevalence of obesity.
Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiebadsidejoe
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6839
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 22114 Mal
Danksagung erhalten: 10355 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von LinLina » Sonntag, 29.07.18, 7:21

Hier eine Studie, die sich mit dem Mechanismus beschäftigt

https://journals.lww.com/clinicalneurop ... ith.6.aspx

Abstract:
It has been suggested that weight gain associated with tricyclic antidepressants (TCA) reflect actions on dopamine (DA) and histamine receptors. However, a definitive cause is purely assumptive given the nonselective pharmacology of these agents. The selective serotonin reuptake inhibitors (SSRIs), as well as agents like dexfenfluramine (DFF), have emphasized the pivotal role of serotonin (5HT) in reducing carbohydrate (CHO) intake, and have provided a more selective tool with which to study appetite regulation. It would be expected that all SSRIs should exert a similar anorectic action. However, recent reports provide evidence to the contrary. Despite their claimed selectivity, SSRIs still interact, either directly or indirectly, with various critical neurotransmitter systems. In addition, although the anorectic action of fluoxetine (FLX) is well recognized, long-term follow-up studies in depressed patients and in obese nondepressed patients reveal that its weight-reducing effects are transient, even leading to a gain in body weight. Similarly, paroxetine (PRX) and citalopram (CTP) have also been associated with weight gain. These latter observations are unexpected because PRX and CTP are highly potent and selective SSRIs. A neuropharmacologic rationale for the apparent paradoxic effects of SSRIs on appetite—not a review of neuronal regulation of appetite—is presented in this article. As with the regulation of feeding, paradoxic weight gain observed with SSRIs appears to rest on the interaction of 5HT with multiple mechanisms, with the extent of weight gain observed being dependent on subtle, yet important pharmacologic differences within the group. Finally, the neurobiology of depressive illness itself, and of recovery from it, is a major contributing factor to individual response to these drugs.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiebadsidejoe
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

LinLina
Moderatorenteam
Beiträge: 6839
Registriert: Montag, 14.09.15, 16:20
Hat sich bedankt: 22114 Mal
Danksagung erhalten: 10355 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von LinLina » Sonntag, 29.07.18, 7:26

Laut dieser Studie, ist bei SSRI nicht der erhöhte Appetit sondern die Stoffwechselveränderung für die Gewichtszunahme verantwortlich
https://europepmc.org/abstract/med/16389718
Auszug:
Selective Serotonin Reuptake Inhibitors (SSRI) decrease transiently bodyweight during the first few weeks of treatment and may then increase bodyweight; weight gain appears to be most prominent with some mood stabilizers (lithium, valproate); atypical antipsychotics tend to cause more weight gain than conventional ones and weight gain, diabetes, dyslipidemia, seem to be most severe with clozapine and olanzapine. Conceming the underlying mechanisms of drug induced weight gain, medications might interfere with central nervous functions regulating energy balance; patients report about: increase of appetite for sweet and fatty foods or "food craving" (antidepressants, mood stabilizers, antipsychotic drugs) and weight gain despite reduced appetite which can be explained by an altered resting metabolic rate (TCA, SSRI, Monoaminoxidase Inhibitors MAO I).
Wenn dein Englisch ausreichend ist, könntest du selbst bei GoogleScholar suchen, z.b. so https://scholar.google.de/scholar?hl=de ... q=ssri+wei

Liebe Grüße
Lina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor LinLina für den Beitrag (Insgesamt 3):
Arianrhodbadsidejoeshenoa
Im Absetzprozess seit 2014: Lorazepam (Benzo) erfolgreich abgesetzt. Mirtazapin aktuell (seit Sommer 2018) 0,005 mg.

Ich bin zur Zeit nicht im Forum aktiv. Bei Fragen und Bitten an das Team an padma, Ululu69 oder murmeline wenden.

Hinweis: Alle meine Aussagen dienen der allgemeinen Information und begründen sich auf Erfahrungswerte - meine eigenen, und die anderer Betroffener - und die wenigen bekannten Studien zur Absetzproblematik. Ich bin weder Ärztin noch Psychologin. Meine Erfahrungen und Tipps sind daher keine medizinische Beratung und können eine solche nicht ersetzen.

badsidejoe
Beiträge: 25
Registriert: Donnerstag, 15.12.16, 0:06

Re: Abnehmen

Beitrag von badsidejoe » Sonntag, 29.07.18, 16:04

Vielen Dank für die Links:)
Escitalopram:

Seit Juni 2015 10 mg: Gewichtszunahme, Gelenkschmerzen und Asthma, psychisch stabil
Juni - August 2016 Wochenweise -1mg auf 5mg:
problemlos, obige Symptome bestehen, psychisch aber stabil
20.12.2016 4,2 mg problemlos
18.01.2017 3,5 mg problemlos
09.02.2017 2,8 mg depressiv und Schlafprobleme
22.02.2017 3,2 mg Symptome bessern sich
April 2017 2,8 mg problemlos
29.06.2017 2,4 mg problemlos
31.07.2017 1,8 mg

Hallo Mary Lou
Beiträge: 387
Registriert: Sonntag, 22.07.18, 20:39

Re: Abnehmen

Beitrag von Hallo Mary Lou » Montag, 30.07.18, 17:08

Bei mir waren es 40 kg in 1 1/2 Jahren durch Lyrica/Pregabalin... und ich hab vorher schon 102 kg gewogen. Jetzt geht es wieder runter...
Diagnosen inkl. Hilfsmittel:
-Schlafabnoe (ca seit 1990) mit Bilevel-Gerät seit 2008
-sehr schwere Depression (seit 1974) mit Hirnschrittmacher seit November 2015
-Adipositas (ca seit 1980) mit Magenbypass seit März 2015

Aktuelle Medis:
(wegen meinem Magenbypass)
Pantoprazol 2x 20 mg
Gastro-in-Form 1x 1 Kapsel
Calcium 1x 400 mg Kapsel
Eiweiß 2x 35 g
Eisen 1x (Mo, Mi, Fr)
Magnesium 400 mg
Vitamin D2 + K 2 Tropfen
(wegen der Polyneuropathie (PNP))
Qutenza geklebt am 21.12.2017, 25.03.2018, 26.03.2019
(wegen der Muskelverhärtung)
Novalgin 0 - 0 - 0 - 1 g (Bedarf)
Basoforte 2 - 0 - 2 - 0 Kapseln
MSM 0 - 0 - 0 - 3 Kapseln


wegen der Absetzsymptome ausprobiert: Zopiclon (3,5-15 mg) und Pipamperon (40-80 mg) Stangyl (50 mg) aber die haben so gar nicht gewirkt!
► Text zeigen
Wer Fehler findet, darf sie behalten! :P

Tapira
Beiträge: 129
Registriert: Donnerstag, 02.08.18, 21:51
Hat sich bedankt: 141 Mal
Danksagung erhalten: 346 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von Tapira » Samstag, 04.08.18, 19:39

Hallo ihr Lieben,
Bei mir hat die AD Einnahme 10kg auf die Hüfte „gezaubert“, ich vermute auch, dass es fröhlich weiter aufwärts gegangen wäre, hätte ich nicht mit dem Absetzen begonnen. Ich achte zusammen mit dem Absetzen auch auf vernünftige Ernährung und esse 3mal am Tag, dazwischen Pause und zu den Mahlzeiten dann was ich möchte und auch ausreichend.
Eine strenge Diät wäre mir im Entzug zu gefährlich, brauche Kraft ;)
Immerhin sind fünf Kilo so wieder runter!
Eure Tapira
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Tapira für den Beitrag (Insgesamt 3):
LinLinaBlumenwieseshenoa
Aktuelle Dosierung: 0,40mg Escitalopram in Tropfenform
► Text zeigen

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 1707
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23
Hat sich bedankt: 1416 Mal
Danksagung erhalten: 2719 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von Towanda » Samstag, 04.08.18, 19:49

Hallo,

ich habe am Anfang der Einnahme von Mirtazapin auch zugenommen. Um das zu stoppen und auch um meinen Körper zur Selbstheilung (Fluorchinolone) anzuregen, habe ich mit Intervallfasten angefangen. Ich esse von 12 Uhr bis 20 Uhr und faste von 20 Uhr bis 12 Uhr am nächsten Tag, dieser Rhythmus passt am besten in unseren Tagesablauf, da ich abends warm koche. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung geht das sehr gut, ich lasse nur das Frühstück weg und kann mein Gewicht halten, ohne auf etwas verzichten zu müssen - im Verzicht bin ich nämlich gar nicht gut ..... 8-)

LG Towanda
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Towanda für den Beitrag:
Kaenguru
► Text zeigen

05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin
03.07.19 - 3,10 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Guglhupf
Beiträge: 686
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 14:26

Re: Abnehmen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 04.08.18, 22:03

Hallo

was mir aufgefallen ist, dass der Stoffwechsel unter Einnahme von AD völlig zum Erliegen kam, lief alles nur auf Sparflamme und so kamen bei mir kombiniert mit Dauerhunger auch 12kg rauf.

Jetzt kommt alles langsam wieder in Schwung, ich bewege mich lieber und abends kreisen die Gedanken nicht unendlich ums Essen. Das war zeitweise wie ein Zwang. Ich esse jetzt tagsüber was ich mag (nur 2 Mahlzeiten) und abends nichts mehr. Wenn ich mich beim Essen auch einhalte kann ich Gewicht reduzieren, wenn ich esse was ich will und nur die Abendmahlzeit weglasse, kann ich es zumindest halten.

Aber ich fühle mich wohler und nicht mehr so furchtbar träge und leblos.

LG Anna
Meine Signatur
► Text zeigen
- bei Bedarf Magnesium
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

Katharina
Beiträge: 4838
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 7118 Mal
Danksagung erhalten: 6750 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von Katharina » Sonntag, 05.08.18, 9:43

Hallo !

Mit AD Escitalopram hat bei mir erstmalig eine Gewichtszunahme begonnen, ich war zeitlebens untergewichtig. Max 57 /173
eher 52 und ich habe davor sehr viel gegessen warm regelmäßig.

Mit AD und kaum essen bis zu 86kilo.

Ohne und nach AD in Benzo Entzug jetzt aus 69Kilo.

Verliert den Mut nicht.

Grüße,
Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag (Insgesamt 2):
KaenguruUlulu
► Text zeigen

Anjalena
Beiträge: 37
Registriert: Donnerstag, 26.07.18, 21:37
Hat sich bedankt: 225 Mal
Danksagung erhalten: 62 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von Anjalena » Sonntag, 16.09.18, 16:42

Hallo,

ich habe über die Jahre mit den Psychopharmaka, 50 kilo zugenommen. Worüber ich sehr sehr traurig bin.
Jahr für Jahr ging das Gewicht hoch!!

Ich habe jetzt im Entzug keine Kraft irgendeine Diät oder Fasten zu machen. Es ist schrecklich mich so dick zu sehen. :cry:
Ich leide auch unter Atemnot, eine Treppe schaffe ich und bin dann fix und foxi. Habe allerdings auch eine Herzinsuffizienz 2-3,....damit fällt mir Sport besonders schwer.
Wenn ich Sport machen will (zb.Fahrrad fahren)....verstärken sich bei mir die Angstzustände.
Ich muss wohl den Entzug abwarten!
Liebe Grüsse, AnjaLena
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Anjalena für den Beitrag:
Ululu
Schon genommene Psychopharmaka: (seit 20.Jahren)
Amitriptilin,Doxipin, Fluoxitin, Citalopram, Lamictal, Carbamazepin, Trevilor, Opipramol, Moclobemid, Zyprexa, Risperdal. Taxilan, Tavor, Diazepham, Duoloxitin/Cymbalta, Seroquel/Quetiapin,

Diagnosen: chron.komplexe PTBS, Depressionen, Ängste,

In Klinik (auch Sucht) -von Febr.2017 - Juni2017 - Kaltentzug von Opipramol und Cymbalta!!!!! :frust: einfach auf Moclobemid umgestellt !!
Mir ging es hundsmiserabel :cry: sehr starke Angstzustände, Depressionen, schlimme Suizidgedanken, konnte nicht Schlafen.....
Und. Tavor innerhalb von 5 Wochen von 5,0 mg Tavor auf 0 mg abgesetzt !!!
Und: Tilidin von 150 mg auf 0 mg abgesetzt
Es war die Hölle....und ich wurde so entlassen!!! Zu Hause konnte ich nicht sein, wohnte wieder bei meinen Eltern ;-(
Moclobemid in 3 Wochen abständen und 10 % wieder abgesetzt.....


Habe einen neuen Arzt gefunden, der mir beim Absetzen hilft!
Medikamente aktuell;
(will alle Medikamente absetzen)
Quetiapin 0-0-400 mg

Escitalopram aktuell noch 3 Tropfen (von 10mg -1 Tropfen entspricht 1mg)
2 Tropfen - 01.08.2018
1 Tropfen - 22.08.2018
0 Tropfen - 27.08.2018


Tavor; von 7,5 mg
bin beim Absetzen
seit September 2017
...21.04.2018 - noch 2,5 mg
13.05.2018 -noch 2,0 mg
24.06.2018 -noch 1,75 mg
15.07.2018 -noch 1,5 mg
13.08.2018 -noch 1,25 mg
31.08.2018 -noch 1,0 mg
11.09.2018 wieder 0,25 mg angesetzt - vom Arzt empfohlen, da wieder massive Angstzustände und vermehrt Alpträume :cry: depressiv, schlapp. kraftlos, schaffe kaum mehr was
11.09.2018 -noch 1,25 mg jetzt wieder langsam......
09.10.2018 -noch 1,0 mg (leider wieder vermehrt Ängste, halte aber durch)
09.10.2018 noch 1mg Bleibe erstmal dabei, mache weiter mit Quetiapin

Quetiapin: 200mg retard und 200mg unretard.
begonnen abzusetzen 200mg retardiert
50mg weniger, also:
28.10.2018 150mg
21.11.2018 100mg
18,12.2018 50 mg
05.01.2019 starke Absetzsymptome fangen an, starke Depressivität, verstärkte Ängste,
08.01.2019 nehme wieder 50mg Quetiapin mehr ein (aufdosiert)
08.01.2019 200 mg unretard. 100mg retard.

Tavor 1mg
10.03.2019. 0,9 mg
08.04.2019. 0,8 mg. (Verstärkte Angst...ganzen Tag über, in Wellen kommend....dann wieder latent da/ Atemnot was sehr
quälend ist.
04.05.2019. 0,7 mg
29.05.2019. 0,6 mg. Ängste verlaufen in Wellen. In der zweiten Woche, bis hin zu Panickatacken. Kann oft nicht raus
gehen, weil die Ängste so stark sind und mich lähmen. Fühl mich körperlich absolut schwach,
liege leider viel. Depressivität ist wieder da. Wegen der Angstatacken...oft Durchfälle.
20.06.2019. 0,5 mg

Ululu
Moderatorenteam
Beiträge: 5126
Registriert: Donnerstag, 04.05.17, 17:43
Hat sich bedankt: 14873 Mal
Danksagung erhalten: 8311 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von Ululu » Sonntag, 16.09.18, 18:10

Hallo AnjaLena,

du bist mit diesem Problem nicht alleine.
:( :hug: :group:

Bei mir sind es fast 30 kg. :o

Ich kann machen, was ich will, mein Körper hält an jedem Gramm fest.
Sport gestaltet sich schwierig, wenn man erstmal übergewichtig ist.
Ich versuche regelmäßig schwimmen zu gehen, schaffe das aber auch nicht immer, weil ich oft so erschöpft bin.

Ich hoffe auf die Zeit nach 0. Ich war vor den Medikamenten immer schlank und fühle mich in diesen Körper überhaupt nicht mehr zu Hause .

LG Ute
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Ululu für den Beitrag:
Anjalena
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Rippatha39
Beiträge: 274
Registriert: Mittwoch, 24.05.17, 18:35

Ab wann habt ihr wieder abgenommen bei AD/Citalopram

Beitrag von Rippatha39 » Samstag, 29.09.18, 20:13

Ab wann habt ihr wieder abgenommen bei AD/Citalopram

Zu welchem Zeitpunkt habt ihr begonnen wieder an Gewicht zu verlieren. War dies bereits beim Reduzieren des Antidepressivums oder erst nachdem ihr komplett die Tabletten abgesetzt habt.

Würde mich einfach so interessieren.

Ich habe die Schnauze so voll von diesem Scheißzeugs. Egal was ich mache ich habe jetzt erst bei 6mg 1,5 kg verloren. Bei 99kg begonnen und Spitzengewicht war 125. Habe zwar wieder seit Februar mit Kraftsport begonnen und 10kg Muskelmasse zugelegt, aber definiert wurde ich auch nicht mehr und habe einen Körperfettanteil von 33kg Fett vor 2 Monaten gehabt.


LG
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg dann 5 Monate keine Einnahme

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg dann 5 Monate keine Einnahme

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg dann 14 Monate keine Einnahme

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg dann 19 Monate keine Einnahme

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg - dann 10 Monate keine Einnahme

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg dann 7 Monate keine Einnahme

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg dann 7 Monate keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg
Seit 02.01.19- Citalopram 4,0mg
Seit 10.04.19- Citalopram 2,5mg
Seit 25.06.19- Citalopram 3,0mg ob richtig wahr weis ich nicht aber es ist Privat zuviel in den letzten 8 Wochen pass.


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten, allgemeine Niedergeschlagenheit und Schwächegefühle auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

lunetta
Teamunterstützung
Beiträge: 2766
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 1934 Mal
Danksagung erhalten: 6181 Mal

Re: Ab wann habt ihr wieder abgenommen bei AD/Citalopram

Beitrag von lunetta » Sonntag, 30.09.18, 11:31

Hallo!

Ich habe erst jetzt im ganz unteren Bereich meiner Medikamente begonnen abzunehmen.
Habe zwar nicht viel zugenommen, nur ein paar Kilogramm, aber ich bin sehr klein und war immer zart, und bin halt jetzt etwas stärker.

Meine Gewichtsabnahme beruht aber auf eine beginnende Nahrungsmittelunverträglichkeit, mit Bauchschmerzen und Durchfällen, und diese Unverträglichkeiten sind eines von vielen Absetzsymptomen,

Ich bin bei meinen beiden AD nur mehr bei ganz wenigen mg, und es hat erst vor ca. 2-3 Monaten begonnen. Habe seitdem 5 kg abgenommen.

LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 3):
UlulupadmaRippatha39
► Text zeigen
.

suisse
Beiträge: 202
Registriert: Sonntag, 05.08.18, 12:17
Hat sich bedankt: 543 Mal
Danksagung erhalten: 281 Mal

Re: Ab wann habt ihr wieder abgenommen bei AD/Citalopram

Beitrag von suisse » Sonntag, 30.09.18, 18:35

Hallo,

ich habe insgesamt 10-12kg zugenommen und seit ich bei 5mg bin, nehme ich langsam ab.
Mittlerweile schon 4kg und ich tue nichts dafür.
Vorher war es immer eine Qual, denn Diäten haben nur wenig Erfolg gebracht.
Also Kopf hoch, dass abnehmen kommt noch :)

LG Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor suisse für den Beitrag (Insgesamt 4):
UlululunettapadmaAnjalena
Aktuelle Dosierung: 1,5 mg Escitalopram
► Text zeigen

padma
Moderatorenteam
Beiträge: 17866
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 44422 Mal
Danksagung erhalten: 23088 Mal

Re: Ab wann habt ihr wieder abgenommen bei AD/Citalopram

Beitrag von padma » Montag, 01.10.18, 11:43

hallo Rippatha, :)

wir haben hier einen thread zum Thema https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=12581

Da das Problem der Gewichtszunahme bei allen Psychopharmaka auftreten kann, ist es unerheblich, welches Präparat man nimmt/genommen hat.

Ich werde deinen thread später in den verlinkten schieben.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
Rippatha39Ululu
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
15.06.2019: 0,04 mg



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Sommersprosse
Beiträge: 698
Registriert: Montag, 01.06.15, 6:18
Hat sich bedankt: 1174 Mal
Danksagung erhalten: 1471 Mal

Re: Ab wann habt ihr wieder abgenommen bei AD/Citalopram

Beitrag von Sommersprosse » Donnerstag, 04.10.18, 18:42

Hallo Rippatha,

ich hatte unter Venlafaxin innerhalb 4 Jahren, 7 kg kontinuierlich zugenommen.
Jetzt beim reduzieren ist es genau andersherum. Die kg fielen schon in der ersten Zeit bei Reduzierung.

Besonders schlimm war ich von einer Gewichtszunahme betroffen, als ich vor vielen Jahren Amitriptylin aufgrund von Fibromyalgie einnahm.
In 6 Monaten ging ich von Konfektionsgröße 38 auf 46 zu. Sport, hier jeden 2 Tag Nordicwalking 1 Std. und gesunde Ernährung hatten mich keinen Schritt weitergebracht - wechselte das Präparat.
Selbst machte ich es an meinem Stoffwechsel fest, evtl. war dieser nicht mehr so mobil zu diesem Zeitpunkt/ Alter gewesen.

Liebe Grüße Sommersprosse ( n) :schnecke:
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Sommersprosse für den Beitrag (Insgesamt 3):
padmaRippatha39Ululu
Ich habe z.Zt. ein kleines, techn. Problem - kann bei einigen Threads keine DANKSAGUNG vergeben, u. bitte um Verständnis

2. Reduzierungsverlauf:
► Text zeigen


Bild .......... Der Weg ist das Ziel
.........................Zitat von Konfuzius

Rippatha39
Beiträge: 274
Registriert: Mittwoch, 24.05.17, 18:35

Re: Abnehmen

Beitrag von Rippatha39 » Sonntag, 14.10.18, 11:21

Danke an euch alle für die Antworten und die Zeit.

Ich habe einmal ein paar Fragen an euch und würde mich über eure Antworten sehr freuen. Vielleicht kann ich daraus ein paar Erkenntnisse gewinnen.

1
Warum habt ihr mit eurem Antidepressiva aufgehört?

A) Weil eure Krankheit geheilt war
B) Weil es euch auch mit AD nicht besser
wurde.
C) Weil ihr während der Einnahme
belastende Nebenwirkungen hattet.

2
Ging es euch beim Absetzen im Herbst schlechter als im Sommer.

3
Haben euch rückwirkend die Tabletten
geholfen eure Krankheit/Beschwerden zu
überwinden, oder was war der oder die Schlüsselpunkte?

Durch die Tabletten habe ich leider auch zugenommen ( max. 25kg) die Hälfte aber durch Krafttraining. Seit Mitte Juli bin ich bei 7mg Citalopram. Mit September habe ich mit dem Krafttraining aufgehört und bis jetzt wieder 3kg verloren. Ich dachte mir mit zusätzlichen Training kann ich der falschen Gewichtszunahme entgegen wirken. Funktionierte nicht.

Meine aktuelle Situation

Durch die Gewichtszunahme habe ich wieder einen leichten Fersensporn, auch weil ich zu wenig dehnte.

Da ich in den letzten Wochen sehr viel vor dem Laptop saß, bekam ich wieder Rückenschmerzen.

Durch das mehr an Gewicht schnarche ich auch sehr laut, wodurch der Schlaf nicht die Erholung bietet die ich benötige.

Ich habe jetzt wieder begonnen, dass ich bei mir Zuhause 8-10km lange Runde schnellgehe, damit ich mit den Kilos runter komme.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich über die Winterzeit weiterhin reduzieren soll oder bis zum Frühling bei meinen 7,5mg bleiben soll.

Was meint ihr

LG aus dem Spätsommer-Herbst in Österreich
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg dann 5 Monate keine Einnahme

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg dann 5 Monate keine Einnahme

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg dann 14 Monate keine Einnahme

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg dann 19 Monate keine Einnahme

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg - dann 10 Monate keine Einnahme

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg dann 7 Monate keine Einnahme

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg dann 7 Monate keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg
Seit 02.01.19- Citalopram 4,0mg
Seit 10.04.19- Citalopram 2,5mg
Seit 25.06.19- Citalopram 3,0mg ob richtig wahr weis ich nicht aber es ist Privat zuviel in den letzten 8 Wochen pass.


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten, allgemeine Niedergeschlagenheit und Schwächegefühle auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

Juna
Beiträge: 764
Registriert: Sonntag, 10.04.16, 13:00
Hat sich bedankt: 1275 Mal
Danksagung erhalten: 1118 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von Juna » Sonntag, 14.10.18, 12:01

Huhu,
Rippatha39 hat geschrieben:
Sonntag, 14.10.18, 11:21
1 Warum habt ihr mit eurem Antidepressiva aufgehört?
A) Weil eure Krankheit geheilt war
B) Weil es euch auch mit AD nicht besser
wurde.
C) Weil ihr während der Einnahme
belastende Nebenwirkungen hattet.
2Ging es euch beim Absetzen im Herbst schlechter als im Sommer.
3Haben euch rückwirkend die Tabletten
geholfen eure Krankheit/Beschwerden zu
überwinden, oder was war der oder die Schlüsselpunkte?

Zu 1:
Wirkt nicht, bringt nichts außer NW´s, durch das CYP- Syndrom erst recht nicht, habe Erkundigungen eingezogen, will/ wollte den Mist einfach nimmer nehmen, vor allem nicht mein Leben lang, haha, für Gift und NW´s
(Ausnahme das :censored:, welches mir gegen die neuropathischen Schmerzen hilft, ich möchte es trotzdem nicht mehr nehmen, ist gesünder für mich und vor allem sind die NW´s nicht tolerabel)

Zu 2:
Die Jahreszeit ist bei mir Jacke wie Hose, zum einen sind meine Depressionen im Sommer eh wesentlich ausgeprägter, zum anderen geht es mir aufgrund meiner Situation einfach beschissen, da ist es total egal, ob Sommer oder Winter.

Zu 3:
NEIN, es gibt keine Tabletten bei Borderline, ADs deckeln bei den meisten Menschen eh nur, helfen können die Pillen sowieso nicht.
(Ausnahme Pregabalin, die neuropathischen Schmerzen werden massiv gelindert, jede Reduzierung lässt die Hölle wieder heftiger werden, ist für mich aber keine Option mehr, ich WILL das Sauzeug irgendwann nicht mehr nehmen und gehe meinen Weg!)
Ansonsten, ich lebe noch, also komme ich scheinbar klar/ zurecht und kämpfe mich so durch, funzt also ...und das ganz ohne die ganzen vielen Psychopillen, die ich nehmen soll(te).


Ich habe durch die PP´s weit über 60kg zugenommen, hatte mich damit arrangiert, mein Gewicht hat iwann nach dem absetzen (und TROTZ Pregabalin) angefangen den Weg nach unten zu bestreiten, habe nie abgenommen, "nur" Gewicht verloren.
Ich lasse mir mein Leben auch nicht mehr von ner Zahl diktieren, ich weiß, dass ich jetzt Muskeln habe, ich weiß, dass diese schwerer sind als Fett, ich habe ne Ahnung davon, wie der Körper geformt ist und kann echt zufrieden sein.
Wenn ich mal wieder die leere Haut sehe oder ne Krise bekomme, weil der Bauch so flauschig ist, denke ich darüber nach, was ich im Prinzip erreicht habe und dann passt der Rest schon.


Meine Erfahrung ist, Du kannst noch so viel tun, wenn die NWs und das CYP- Syndrom für die Gewichtszunahme zuständig sind, dann passiert da auch nichts.
Ich bin mit Gelassenheit und Akzeptanz wesentlich weiter gekommen, als mit dem grausamen Versuch, das Gewicht selber zu steuern.


Wenn für Dich die Winterzeit schwierig ist, musst Du für Dich gucken, wie Du klar kommst und ob es für Dich dann empfehlenswert ist zu reduzieren.
Denke, dass da jeder seinen eigenen Weg gehen und seine eigenen Entscheidungen treffen muss, es muss sich für jeden stimmig anfühlen.


Ich habe für mich auch die Entscheidung getroffen, zu reduzieren und weiter zu reduzieren, auch wenn die Situation bei mir nicht entsprechend stabil ist und es mir alles andere als gut geht. Ich muss halt gucken wie und auf mich achten.

Viel Erfolg,
Juna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Juna für den Beitrag (Insgesamt 2):
ClownAnjalena
BildIch entziehe nicht wie empfohlen, bitte nicht nachmachen!!!Bild

Diagnosen:
einige Bild

In Behandlung bei einem Psychiater u. Schmerzdoc
► Text zeigen
Schmerzpatient Bild

Clown
Beiträge: 211
Registriert: Freitag, 15.01.16, 20:15
Hat sich bedankt: 118 Mal
Danksagung erhalten: 290 Mal

Re: Abnehmen

Beitrag von Clown » Sonntag, 14.10.18, 13:36

Hallo,
zu 1 ich habe/will mit der Einahme von AD aufgehört/aufhören, weil sie für mich keinen Nutzen haben und
nur Nebenwirkungen haben z.b Gewichtszunahme, abgestumpft sein, mich nicht mehr spüren können
durch dieses zu gedröhnt sein, konnte ich keinen klaren Gedanken mehr fassen
zu 2 Absetzen klappt am besten von Januar bis Mai/Juni bei mir. Hochsommer und Herbst sind recht schwierig.
zu 3 Mein Problem ist und war die Arbeit. Die letzten Jahre unter unserem Juniorchef waren echt ... sage mal
vorsichtig "recht schwierig"
Diese Problem haben AD nie lösen können. Nun habe ich das Problem Arbeit nicht mehr und es geht mir besser.
Dafür habe ich nun ein Absetzproblem. Lt. der Aussage aller mich behandelden Ärzte gibt es das ja nicht.
Hatte in der Spitze 25 KG zugenommen und bekomme ich nur durch einen eisernen Willen in den Griff

Was ich habe lernen müssen ist: Immer nur dann zu reduzieren wenn ich wieder richtig stabil bin.
Wann der richtige Zeitpunkt ist muß jeder für sich selbst entscheiden. Habe immer, aber auch immer
zu schnell weiter reduziert. Mein Körper bestimmt das Tempo nicht der Kopf.
LG
Achim
Zuletzt geändert von Clown am Sonntag, 14.10.18, 13:43, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clown für den Beitrag:
Juna
2008/2009 Tagesklinik und Reha
Verordnung Pipamperon und Mirtazapin 45mg
1 Q 2013 Tagesklinik
Verordnung Citalopram 30 mg
1 Q 2014. Reha
Kaltenzug Zopiclon
3 Q 2014 Kaltenzug Pipamperon
1Q 2015 Absetzen Citalopram 30-15-7,5-0
Bei 7,5 auf 0 sehr starke Absetzsymtome
1.1.2016 Mirtazapin von 45 auf 30 reduziert
Übelkeit,Kopfschmerzen, Tinitus verstärkt,
kein Selbstwert, Blutdruckschwankungen,
Magenschmerzen, Darmprobleme nach dem Mittagessen
1.2.2016 Reduziert auf 29, 13.2. auf 28, 22.2. auf 27, 7.3. auf 25
28.32016 Reduziert auf 23, 15.4 auf 22, 30.4 auf 21, 8.5 auf 20
1.6.2016. Reduziert auf 19, 26.6 auf 18, 23.7. auf 17, 21.8. auf 16
25.9.2016 Reduziert auf 15 Mg
Omeprazol 20 Mg ab ca. 2007, Omeprazol 40 Mg ab 2012
14.10.2016 Omeprazol wöchentlich um ca. 5% reduziert
20.12.2016 Omeprazol 20 Mg
16.01.2017 Omeprazol wöchentlich um ca. 10% reduziert
13.02.2017 Omeprazol 10 Mg
22.05.2017 Omeprazol wöchentlich um 1 Mg reduziert
12.06.2017 Omeprazol wöchentlich um 0,5 Mg reduziert
31.07.2017 Omeprazol abgesetzt
01.01.2018 Mirtazapin reduziert auf 14 Mg, 24.1. auf 13 Mg, 16.2. auf 12 Mg,
09.03.2018 Umstieg auf Wasserlösmethode reduziert auf 11 Mg, 1.4. auf 10 Mg, 30.4. auf 9,5
12.5 auf 9 Mg, 26.5 auf 8,5 Mg, 2.6. auf 8,25 Mg, 10.6. auf 8 Mg, 17.6. auf 7,75 Mg
24.6 auf 7,5 Mg Etappenziel erreicht, Absetzpause

Antworten